Samstag, 17. Oktober 2026

Kleine Sparerinnen und Sparer werden mit Quokka Quentin belohnt.

Quentin erwartet die Kinder in den Filialen der Kreissparkasse Köln – die kleine Ausführung des Quokkas können sie neben anderen Geschenken als Belohnung für ihre Sparleistung erhalten. 

Kleine Sparerinnen und Sparer werden mit Quokka Quentin belohnt.

Kreissparkasse Köln veranstaltet vom 26.10. – 30.10.2026 zum 27. Mal die Kindersparwoche

Köln, den 16. Oktober 2026

Das Thema finanzielle Bildung hat für die Kreissparkasse Köln einen hohen Stellenwert. Mit der Kindersparwoche, die jedes Jahr rund um den Weltspartag stattfindet, soll bereits den Kleinsten das Thema Sparen und der bewusste Umgang mit Geld nähergebracht werden.

Während der Kindersparwoche sind alle Kinder herzlich eingeladen, mit ihren Spardosen eine der Filialen der Kreissparkasse Köln zu besuchen und sich für ihre Sparleistung ein Geschenk abzuholen.

Zu den Stofftierfreunden der vergangenen Kindersparwochen gesellt sich in diesem Jahr das Quokka „Quentin“, welches die kleinen Sparerinnen und Sparer in den Filialen gegen Leeren ihrer Spardose und Einzahlen des Gesparten erwartet.

Darüber hinaus startet die Kreissparkasse Köln am 26.10.2026 (ab 10:00 Uhr) bis zum 02.11.2026 ein Gewinnspiel auf Facebook mit weiteren tollen Preisen.  Als 1. Preis winkt ein HORST DiY-Kit Balance-Bord 2.0 zum Selbstgestalten sowie ein kleiner Quokka Quentin. Wer mitmachen möchte, findet alle Infos unter: www.facebook.com/kreissparkassekoeln.

In den Filialen in Bedburg, Bornheim, Leichlingen, Neunkirchen, Radevormwald, Refrath und Waldbröl finden am 29.10.2026 zusätzlich besondere Aktionen statt. Hier können sich die Kinder auf Popcorn, bemalbare Kulturtaschen, Heliumballons mit Quentin und weitere Überraschungen freuen.

Rheinbach beschließt richtungsweisende Maßnahmen für Verkehr und Klimaschutz


Rheinbach beschließt richtungsweisende Maßnahmen für Verkehr und Klimaschutz  

„Mit dem Verkehrsentwicklungsplan, dem Starkregen- und Hochwasserschutzkonzept,  einer geänderten Stellplatzsatzung und der interkommunalen Zusammenarbeit bei der Geschwindigkeitsüberwachung stellt Rheinbach wichtige Weichen für die Zukunft.“, zeigte sich Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel nach der Ratssitzung am 12. Oktober 2026 sehr zufrieden. 

84 Maßnahmen sollen Mobilität im gesamten Stadtgebiet verbessern und den Verkehr stadtverträglicher machen 

Der Rat der Stadt Rheinbach hat den integrierten Verkehrsentwicklungsplan (IVEP) mehrheitlich beschlossen. Er gibt einen kurz-, mittel- und langfristigen Handlungsrahmen für die Verkehrsentwicklung in der Kernstadt und den Ortschaften vor und kann künftig politische Entscheidungen sowie mögliche Förderanträge unterstützen. Anregungen aus der Bevölkerung und weiteren Interessengruppen sind in den Planungsprozess eingeflossen. 

Der IVEP betrachtet Fuß- und Radverkehr, Bus und Bahn sowie den Autoverkehr gemeinsam. Die Analyse zeigt unter anderem, dass der Kfz-Verkehr die Aufenthaltsqualität in der Kernstadt beeinträchtigt und die Hauptverkehrsstraßen stark belastet sind. Zugleich besteht Potenzial, Wege häufiger zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. 

Insgesamt umfasst der Plan 84 räumlich verortete Maßnahmen sowie stadtweite Ansätze. Sie betreffen alle Verkehrsarten und wurden nach Wirkung und Kosten bewertet und priorisiert. Ziel ist, die Erreichbarkeit zu verbessern, die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen und umweltfreundliche Mobilitätsangebote attraktiver zu machen. Die Umsetzung erfolgt schrittweise und abhängig von Priorität, Finanzierung und Fördermöglichkeiten. 

„Besondere Schwerpunkte setzen wir auf sichere und anwohnerfreundliche Ortsdurchfahrten durch eine möglichst weitgehende Ausweisung von Tempo 30 und die Errichtung von Querungshilfen. So erhöhen wir die Verkehrssicherheit, reduzieren Lärm und stärken die Lebensqualität in unseren Ortschaften.“, so Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel.  

Im Fokus stehen auch eine attraktive und gut erreichbare Innenstadt sowie ein durchgängiges, sicheres Radverkehrsnetz.  Für die West-Ost-Achse der Kernstadt, die zu einem attraktiven und lebendigen Stadtraum weiterentwickelt werden soll, ist u.a. das Befahren der Hauptstraße mit Schrittgeschwindigkeit vorgesehen. Das Radverkehrsnetz soll weiter ausgebaut werden, damit komfortable sowie möglichst durchgängige Verbindungen innerhalb der Stadt und zu den Ortschaften entstehen. 

Interkommunale Zusammenarbeit bei der Geschwindigkeitsüberwachung ist für 2027 geplant 

Die sechs linksrheinischen Kommunen wollen künftig gemeinsam die Geschwindigkeit im Straßenverkehr überwachen. Ziel ist, das Geschwindigkeitsniveau an besonders gefährlichen Stellen zu senken und so die Verkehrssicherheit nachhaltig zu verbessern. 

Im Mittelpunkt stehen dabei der Schutz der Verkehrsteilnehmenden und nicht die Einnahmen aus Verwarn- und Bußgeldern. 

Die kommunalen Kontrollen sollen die bestehenden Überwachungsmaßnahmen der Polizei und des Straßenverkehrsamts des Rhein-Sieg-Kreises ergänzen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Umfeld von Schulen, Kindertagesstätten, Spielplätzen und Senioreneinrichtungen. 

Zum Projektstart sollen zwei semistationäre Messanlagen, sogenannte BlitzerAnhänger, im Mietmodell eingesetzt werden. Sie werden nach einem gemeinsam abgestimmten Einsatzplan auf den Gebieten aller sechs Kommunen genutzt. Die Kommunen entscheiden jeweils selbst über die Messstandorte in ihrem Gebiet. Die gemeinsame Bußgeldstelle soll bei der Stadt Meckenheim eingerichtet werden. 

Neue Stellplatzsatzung schafft bessere Bedingungen für Unternehmen 

„Mit der einstimmig beschlossenen Änderung der Stellplatzsatzung sollen insbesondere Gastronomiebetriebe in der Kernstadt entlastet werden, die durch knappe Flächen und hohe Ablösesummen für erforderliche Stellplätze vor großen Herausforderungen stehen.“, hebt Phiesel hervor. 

Zum einen wird in Bezug auf die Festlegung eines Stellplatzschlüssels der Geltungsbereich für die Kernstadt angepasst und in zwei Zonen unterteilt. Darüber hinaus wird in der historischen Innenstadt die notwendige Zahl an Kfz-Stellplätzen künftig um 50 Prozent statt bisher 30 Prozent reduziert. Für die erweiterte Innenstadt ist eine Reduzierung um 30 Prozent vorgesehen. Bei Nutzungsänderungen kann sich die Zahl der erforderlichen Kfz-Stellplätze zusätzlich um zehn Prozent verringern. Die Überdachungspflicht für Fahrradstellplätze soll auf Wohnnutzungen beschränkt werden; bei Mitarbeiterstellplätzen muss nur die Hälfte der Anlagen überdacht sein. 

Bürgermeister Phiesel: „Dies stellt auch eine Erleichterung für Unternehmen dar, die sich neu in der Stadt ansiedeln wollen.“ 

Für die historische Kernstadt gelten außerdem eigene Reduzierungsmöglichkeiten für Fahrradstellplätze in Höhe von 30 Prozent. Ergänzend muss jeder elfte erforderliche Fahrradstellplatz eine zusätzliche Fläche von mindestens 1,5 Quadratmetern für Kinder- oder Lastenanhänger beziehungsweise Lastenräder bieten. Die Möglichkeit, Stellplätze abzulösen, wird auf das gesamte Stadtgebiet ausgeweitet, sodass auch in Ortskernen mit geschlossener Bauweise eine praktikable Lösung möglich ist. 

Weitere Änderungen sind u.a. die Festlegung eines Stellplatzschlüssels für bislang fehlende Nutzungsarten, wie z.B. geförderter Wohnungsbau oder Sportplätze und eine Bagatellklausel bei Nutzungsänderung. 

Konzepte für Hochwasser- und Starkregenschutz 

Der Rat der Stadt Rheinbach hat die zwei Konzepte zum Hochwasser- und Starkregenschutz mehrheitlich beschlossen. Sie bilden die Grundlage für eine langfristige und schrittweise Umsetzung von Maßnahmen, die Risiken durch Starkregen und Hochwasser im gesamten Stadtgebiet reduzieren sollen. Das geschätzte Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei rund 120 Millionen Euro. Für die Hochwasserschutzmaßnahmen wird eine Förderung von bis zu 80 Prozent erwartet. 

Die Konzepte berücksichtigen sowohl technische und bauliche Maßnahmen als auch naturnahe Lösungen und wurden unter Beteiligung der Öffentlichkeit erarbeitet.  

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Geschichte wird lebendig in der Rheinbacher Burg – Der Escape Room Hexcape

Abbildungen: Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach



Geschichte wird lebendig in der Rheinbacher Burg – Der Escape Room Hexcape

Vom 16. Oktober bis 15. November 2026 verwandeln die Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach, unterstützt von LEADER Voreifel, den Bergfried der Rheinbacher Burg, den Hexenturm, in „Hexcape“. 

Hinter dem ungewöhnlichen Escape Room stehen die Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach. Gemeinsam haben sie ein ehrenamtliches Projekt entwickelt, das Stadtgeschichte dort erlebbar macht, wo sie sich einst abspielte. Als Geisterjäger durchqueren Teams den gesamten Bergfried: Vom Verlies bis zum Dachgeschoss lüften sie vier große Geheimnisse, die auf realen Personen, historischen Begebenheiten und Unterlagen des Stadtarchivs beruhen. „Hexcape“ verbindet so, Denkmal, Archivarbeit und Spiel zu einem generationsübergreifenden Erlebnis. Die rund 90-minütigen Termine für zwei bis sechs Personen finden um 15 und 18 Uhr, an ausgewählten Tagen auch um 21 Uhr statt. Der Escaperoom erfreut sich bereits großen Interesses, nur noch wenige Plätze sind frei. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden für das Projekt sind willkommen. Weitere Infos im Internet: hexcape.archivfreunde-rheinbach.de.

 

Feierlicher Abend zum Tag der Deutschen Einheit im Ratssaal des Glasmuseums Rheinbach

Feierlicher Abend zum Tag der Deutschen Einheit im Ratssaal des Glasmuseums Rheinbach

Rund 130 Gäste folgten am 3. Oktober der Einladung der CDU Rheinbach zu einer besonderen Veranstaltung im Ratssaal des Glasmuseums. Im Mittelpunkt stand der Vortrag der estnischen Botschafterin in Deutschland, Marina Linntam, die eindrucksvoll über die aktuelle Lage in Estland, die sicherheitspolitische Situation an der Ostgrenze Europas und die Bedeutung eines starken europäischen Zusammenhalts sprach.

Die Botschafterin machte deutlich, dass die Freiheit Europas nur in Geschlossenheit verteidigt werden kann. Mehrfach betonte sie, wie wichtig es sei, „in Einigkeit aufzutreten und die gemeinsame europäische Freiheit zu schützen“. Ihre Worte fanden große Aufmerksamkeit im Saal und prägten den Abend nachhaltig.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Vorsitzenden des CDU‑ Stadtverbandes Bernd Zimmermann, der die Gäste begrüßte und die Bedeutung des 3. Oktober als Tag der Einheit und Verantwortung hervorhob. Nach dem Vortrag dankte Zimmermann der Botschafterin und unterstrich die Relevanz ihrer Botschaft für die aktuelle politische Lage.

Auch Bürgermeister Daniel Phiesel richtete zu Beginn ein Grußwort an die Anwesenden. Er hob hervor, wie entscheidend Einigkeit und demokratische Standfestigkeit in einer politisch herausfordernden Zeit seien. Sein Appell zur gemeinsamen Verantwortung bildete einen würdigen Auftakt für den Abend.

I Rahmen der Veranstaltung wurden auch zwei langjährige CDU Mitglieder für ihre Treue und ihr Engagement für die CDU geehrt. Herr Günther Wurster wurde vor 40 Jahren Mitglied der CDU, Joachim Schneider, aktueller Fraktionsvorsitzender der CDU Rheinbach trat vor 25 Jahren in die CDU ein. Karin Schulze, Mitgliederbeauftragte der CDU Rheinbach, beglückwünschte die Jubilare und dankte für die Unterstützung und das Engagement.

Nach dem offiziellen Teil und dem feierlichen Absingen der deutschen Nationalhymne blieb die Botschafterin noch lange im Ratssaal und suchte das persönliche Gespräch mit den Gästen. Auch dr. Norbert Röttgen, MdB, Oliver Krauß, MdL, und weitere Ehrengäste nutzten die Gelegenheit zum Austausch und standen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.


Für das leibliche Wohl sorgte die Junge Union Rheinbach, die die Besucherinnen und Besucher mit kulinarischen Leckereien versorgte. Die herzliche Atmosphäre und die vielen intensiven Gespräche machten den Abend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung, die den Geist des 3. Oktober eindrucksvoll widerspiegelte.

 

Info/Demostand der OMAS GEGEN RECHTS in Rheinbach


Info/Demostand der OMAS GEGEN RECHTS in Rheinbach 

Die OMAS GEGEN RECHTS aus Rheinbach haben einen Info/Demostand in Rheinbach am Samstag 10.10.2026 von 10 - 12 Uhr in der Hauptstraße von Rheinbach (Höhe Optiker Firmenich) geplant und genehmigt bekommen.

Sie wollen ein deutliches Zeichen gegen den Rechtsextremismus setzen und als Gemeinschaft Zusammenhalt und Solidarität zeigen. 

Gesprächs-Café für Trauernde in Rheinbach am Montag, 12. Oktober, 15-17 Uhr

Mit der Trauer nicht allein

Gesprächs-Café für Trauernde in Rheinbach am Montag, 12. Oktober, 15-17 Uhr

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. bietet Trauernden die Möglichkeit, sich mit Menschen in ähnlicher Lebenssituation auszutauschen, einander zuzuhören und neue Kraft zu finden. Das nächste Gesprächs-Café in Rheinbach findet statt am Montag, 12. Oktober, 15-17 Uhr, im Kaminzimmer, ev. Altenzentrum Haus am Römerkanal, Römerkanal 11. 

Die ausgebildeten und erfahrenen Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unterstützen Trauernde in ihrer Lebenssituation des erlebten Verlustes, bis diese ausreichend Kraft gefunden haben, mit der veränderten Situation zu leben. In verständnisvoller Atmosphäre kann der Trauer Ausdruck verliehen oder auch einfach nur zugehört werden.  

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. begleitet lebensbedrohlich Erkrankte sowie deren An- und Zugehörige. Sie macht auch weitere Angebote für Trauernde. Die Angebote sind entgeltfrei und nicht an eine Konfession gebunden. 

Informationen: 02226/900 433, www.hospiz-voreifel.de

 

Neue Reinigungsstufe für den Swistbach in Betrieb

„In der eingeweihten Membranhalle auf dem Gruppenklärwerk Rheinbach-Flerzheim (v. l. n. r.): Erftverbandsvorstand Prof. Heinrich Schäfer, Umweltminister Oliver Krischer, BM Euskirchen Sacha Reichelt, stellv. BM Swisttal Paul Adams, BM Rheinbach Dr. Daniel Phiesel und Bereichsleiter Abwasser Rene Düppen -Quelle: Erftverband

Neue Reinigungsstufe für den Swistbach in Betrieb

Gruppenklärwerk Rheinbach-Flerzheim setzt auf Membranfiltration und Aktivkohle – 31,5 Millionen Euro investiert

Bergheim/Rheinbach, 6. Oktober 2026. Weniger Spurenstoffe, mehr Gewässerschutz: Im Gruppenklärwerk Rheinbach-Flerzheim ist nach rund drei Jahren Bauzeit eine neue Reinigungsstufe in Betrieb gegangen. Mit einer Kombination aus Membranfiltration und Pulveraktivkohle wird das Abwasser künftig deutlich umfassender gereinigt, bevor es in den Swistbach gelangt. Der Erftverband hat die Kläranlage zugleich von 50.000 auf 67.000 Einwohnerwerte erweitert. Insgesamt wurden 31,5 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau investiert. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligte sich mit rund 17,8 Millionen Euro. „Gerade im Sommer besteht der Swistbach zum Großteil aus gereinigtem Abwasser, das auch für landwirtschaftliche Belange genutzt werden könnte. Genau deshalb ist modernste Filtertechnik hier wichtig. Mit der vierten Reinigungsstufe verbessern wir künftig gezielt den Rückhalt von Mikroschadstoffen wie Chemikalien und Medikamentenresten sowie Mikroplastik aus dem Wasser, bevor sie in die Natur gelangen", sagt Landesumweltminister Oliver Krischer.

Membranen filtern kleinste Partikel

Das Herzstück der neuen Anlage sind Membranen mit einer Porengröße von nur 0,04 Mikrometern. Sie halten Feststoffe und Mikroorganismen weitgehend zurück und verbessern auch den Rückhalt von Mikroplastik. Zusätzlich kommt Pulveraktivkohle zum Einsatz. Sie bindet im Abwasser gelöste Spurenstoffe – darunter Arzneimittelrückstände sowie Haushalts- und Industriechemikalien. Die beladene Aktivkohle wird anschließend zusammen mit den Feststoffen aus dem Abwasser entfernt. „Die neue Anlagentechnik verbindet eine leistungsfähige biologische Reinigung mit einem weitgehenden Rückhalt von Feststoffen, Keimen, Mikroplastik und gelösten Spurenstoffen“, erklärt Heinrich Schäfer, Vorstand des Erftverbandes. „Damit ist das Gruppenklärwerk Flerzheim für die zukünftigen Anforderungen an einen modernen Gewässerschutz gut aufgestellt.“

Große Bedeutung für den längsten Bach Europas

Die Bedeutung der Kläranlage ist für den Swistbach besonders groß: In den Sommermonaten kann der gereinigte Ablauf rund 90 Prozent der Wasserführung des Flusses ausmachen. Das Wasser des Baches wird unter anderem zur Beregnung von Obst- und Gemüsekulturen genutzt. Stickstoff und Phosphor wurden bereits vor dem Ausbau weitgehend aus dem Abwasser entfernt. Die neue Reinigungsstufe verbessert insbesondere die Entfernung von Spurenstoffen, Feststoffen und Keimen. Auch die Kläranlage Rheinbach verfügt über eine zusätzliche Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination. Dort wurde 2019 im Rahmen eines Forschungsvorhabens ein Retentionsbodenfilter in Betrieb genommen. Damit erhalten die wesentlichen Kläranlagen im Einzugsgebiet des Swistbaches eine vierte Reinigungsstufe.

Ausbau schafft Perspektive für Swisttal-Miel

Mit der Erweiterung des Gruppenklärwerks wurde außerdem die Voraussetzung geschaffen, künftig auch das Abwasser der nahegelegenen Kläranlage Swisttal-Miel in Flerzheim zu behandeln. Die Überleitung der Kläranlage Swisttal-Miel ist Mitte 2027 vorgesehen. Die Anlage in Flerzheim nimmt derzeit Abwasser aus Meckenheim, Rheinbach und Wachtberg sowie aus Teilen von Altenahr und Grafschaft auf.

Investition in die Zukunft

Der Ausbau der Anlage war zugleich eine umfassende Modernisierung des Standorts. Einige Anlagenteile stammten noch aus früheren Bauphasen. Einzelne Bauwerke gehen sogar auf die erste Kläranlage am Standort zurück, die 1967 in Betrieb ging. Der Erftverband will nun wissenschaftlich untersuchen lassen, wie sich die zusätzliche Reinigungsleistung auf die Wasserqualität des Swistbaches auswirkt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Veränderungen verschiedener Abwasserinhaltsstoffe und deren Bedeutung für das Gewässer. Mit der neuen Reinigungsstufe in Flerzheim wird damit nicht nur eine moderne Abwassertechnik in Betrieb genommen, sondern auch ein weiterer Schritt zum langfristigen Schutz des Swistbaches und des nachfolgenden Gewässersystems umgesetzt.

Vortrag zum Kauf und effizienter Nutzung einer Photovoltaikanlage

Vortrag zum Kauf und effizienter Nutzung einer Photovoltaikanlage 

RHEINBACH Wer eine Photovoltaikanlage kaufen und installieren möchte, sieht sich mit vielen Fragen und Entscheidungen konfrontiert. Einen Überblick über die Bewertung und Auswahl von Photovoltaik Angeboten sowie hilfreiche Informationen zur Umsetzung gibt der Diplom-Ingenieur und Photovoltaik-Experte Gerhard Priegnitz in seinem Online-Vortrag am Mittwoch, 14.10.26 von 19.00 - 20.30 Uhr. Anhand seiner persönlichen langjährigen Erfahrungen mit Photovoltaik weiß er worauf es bei Angeboten und der Auftragsvergabe ankommt. Er erklärt welche Vorbereitungen und Informationen wichtig sind, bevor eine Installation vorgenommen werden kann. Ebenfalls Thema ist, wie das Ziel einer effizienten Nutzung mit Senkung der eigenen Energiekosten erreicht werden kann. Am Ende geht der Referent auf die individuellen Fragen ein. Ein praxisnaher Vortrag für Einsteiger.  

Weitere Infos zu Programm, Gebühren und Anmeldung unter www.vhs-voreifel.de oder unter 02226 – 8922620 sowie info@vhs-voreifel.de.  

H-BRS aktuell: Extreme Hitze ist eine „stille Katastrophe“

Professor Benjamin Best. Foto: Martin Schulz/H-BRS


H-BRS aktuell: Extreme Hitze ist eine „stille Katastrophe“

Die Hitzewelle im Sommer 2026 in Deutschland hat nach Zahlen des RKI etwa 16.000 Menschenleben gefordert. Trotzdem sind die mediale Berichterstattung und die politischen Reaktionen lange nicht so präsent wie etwa im Fall der Flutkatastrophe 2021. Über die Gründe dafür, unperfekte Lösungen und wie sich die Zeit bis zum nächsten Hitzesommer nutzen lässt, spricht im Interview Benjamin Best, Professor für Public Policy und Transformation an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS).

H-BRS: Wie erklären Sie sich, dass die Hitzetoten des Sommers und die Konsequenzen daraus in den Medien und in der Politik längst nicht so intensiv diskutiert werden wie etwa die Flutkatastrophe des Jahres 2021?

Best: Das liegt auch daran, dass das Hitze-Ereignis im Vergleich zu einem Flusshochwasser kein lokal und regional begrenzter Schock ist, sondern flächendeckend auftritt. Auch fehlen drastische Bilder: Die Menschen sterben in Pflegeheimen, in Krankenhäusern und ihren Wohnungen. Extreme Hitze ist eine „stille Katastrophe“, aber trotzdem ist sie unter den direkten Folgen der Klimakrise die tödlichste.

H-BRS: In der Öffentlichkeit standen dennoch andere Aspekte im Fokus.

Best: Es wurde in diesem Sommer vermehrt über indirekte Folgen diskutiert. Die wirtschaftlichen Kosten eines Hitzetages über 30 Grad wurden durch eine Studie von Prognos auf 431 Millionen Euro quantifiziert. Kostentreiber ist vor allem die reduzierte Arbeitsproduktivität - jedes zusätzliche Grad über 25 Grad senkt die Produktivität um zwei Prozent.

In vielen Medien wurde über diesen Sommer auch über die Folgen der Hitze für die Gesundheit, die Psyche und die Infrastruktur berichtet. Viele Kommunen arbeiten gerade schon an ihren Hitzeschutzkonzepten. Mein Vorschlag ist, dass man hier nicht auf die perfekte Lösung setzt, sondern auch erste Arbeitsergebnisse veröffentlicht und der Politik vorlegt – auch wenn vielleicht noch nicht das Gesamtpaket abgeschlossen ist und alle Zuständigkeitsfragen geklärt wurden.

H-BRS: Welche weiteren Aspekte sind in der Klimakrise von Belang? 

Best: Die kulturellen und psychischen Folgen der Klimakrise und soziale Gerechtigkeit rücken vermehrt in den Vordergrund. Emotionen wie zum Beispiel Sorge, Trauer und auch Neid spielen da eine Rolle. Das kann auch der Neid auf die Anpassungsmöglichkeiten von Vermögenden sein, die extremer Hitze vielleicht durch eine spontane Auslandsreise ausweichen konnten. Die Kostensteigerungen für fossile Energieträger treffen Menschen mit weniger Einkommen härter, weil sie anteilig mehr Geld für Mobilität und Heizen ausgeben, und sie haben eventuell begrenzte Handlungsspielräume, weil sie dem vielleicht nicht mit energetischer Sanierung, einer neuen Wärmepumpe oder dem Kauf eines E-Autos entgegenwirken können. 

H-BRS: Was steht aus Ihrer Sicht jetzt an?

Best: Jetzt, wo die Temperaturen wieder sinken, nimmt die Dringlichkeit wieder ab. Aber mir scheint wichtig, dass man jetzt die Zeit nutzt, um sich auf die nächsten Hitzesommer vorzubereiten. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass unkompliziert Zugang zu öffentlichen „kühlen Orten“ geschaffen wird. In einigen Städten gibt es schon bei großer Hitze einen kostenfreien Eintritt in Museen. Viele Museen sind klimatisiert. Das ist eine im Vergleich sehr kostengünstige Maßnahme, weil die Kommunalverwaltungen vor allem den entsprechenden Prozess definieren und überschaubare Einnahmeausfälle kompensieren müssen. Gleichzeitig tun sie dabei etwas Gutes für die kulturelle Bildung und die Kulturinstitutionen der Stadt.

H-BRS: Und was muss und kann für die Alten und Pflegebedürftigen getan werden?

Best: Um vulnerable Gruppen zu schützen, will das Land NRW Fördergelder von 287 Millionen Euro zwischen 2027 bis 2030 für den Hitzeschutz im Pflege- und Gesundheitssektor zur Verfügung stellen. Das ist gut, reicht aber nicht aus. Förderungen und Zuschüsse dieser Art sollten ausgebaut werden, um Krankenhäuser, Kitas, Schulen und Pflegeheime energetisch zu modernisieren und Maßnahmen für sommerlichen Wärmeschutz durchzuführen.

H-BRS: Fördergelder alleine werden es aber wohl nicht richten?

Best: Politik und Verwaltung können die vielen neuen sozial-ökologischen Risiken, die mit der Klimakrise einher gehen, nicht allein bewältigen. Vielmehr braucht es auch kulturelle und gesellschaftliche Anpassungsleistungen. In diesem Kontext ist zu beobachten, dass wir alle derzeit damit experimentieren, wie wir gut mit der Hitze umgehen gehen können. Dazu gehören viele kleine Praktiken, zum Beispiel das Verlegen von Uni-Prüfungen auf Randzeiten, nachbarschaftliche Hilfe für ältere und einsame Menschen, Kindern in Kita und Schule feuchte und kühle Tücher mitzugeben und die Installation von improvisierten Verschattungen, vor allem für Süd- und Südwestfenster. Das alles hilft, die Folgen extremer Hitze abzumildern.

H-BRS: An der Hochschule bereiten Sie Ihre Studierenden darauf vor, in Politik und Verwaltung an solchen Anpassungsprozessen mitzuwirken. Was geben Sie ihnen mit auf den Weg?

Best: In unserem neuen Master „Public Policy & Transformation“ lernen die Studierenden zentrale Fähigkeiten, um im Politikfeld der Sozial- und Klimapolitik zu agieren. Als Hochschule für angewandte Wissenschaft haben wir starke Kooperationsstrukturen mit regionalen Praxispartnern aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Politikberatung und Wirtschaft. Unser Master beinhaltet Module aus den Bereichen Kommunikation, Ethik, Politikwissenschaft und inter- und transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung, so dass die Studierenden vielfältige berufsrelevante Inhalte kennenlernen, an denen sie praxisorientiert in kleinen Teams arbeiten.

Hintergrund:

Professor Benjamin Best ist auch Studiengangsleiter im Masterstudiengang Public Policy & Transformation: Klima-Sozial-Politik. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören die sozial-ökologische Transformation, die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung und Suffizienz. Die Bewerbungsphase für den Master startet am 15. November, weitere Informationen unter diesem Link: https://www.h-brs.de/en/sv/study/master/public-policy-transformation-climate-social-policy 

Heizperiode gestartet: Rechte und Pflichten in der kalten Jahreszeit

Heizperiode gestartet: Rechte und Pflichten in der kalten Jahreszeit

Bonn - Noch ist der Oktober „golden“, doch ab Donnerstag soll nicht nur das Wetter schlechter werden. Auch die Temperaturen sinken schon tagsüber spürbar. „Spätestens am 1. Oktober beginnt die sogenannte Heizperiode“, darauf weist die Katja Dörner, Vorsitzende des Deutschen Mieterbunds Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V., hin. „Vermietende müssen dann die Heizung im Gebäude einschalten. Nach Auffassung des Deutschen Mieterbundes muss sie so eingestellt sein, dass in der Wohnung mindestens 20 bis 22 Grad Celsius erreicht werden können. Diese Mindesttemperaturen gelten zwischen 6 und 24 Uhr; in der Nacht darf die Temperatur auf ungefähr 18 Grad sinken.“

Fällt die Heizung während der Wintermonate aus oder werden die Mindesttemperaturen von 20 bis 22 Grad Celsius nicht erreicht, liegt ein Wohnungsmangel vor. Mietende sollten den Vermieter oder die Vermieterin in diesem Fall schnellstmöglich informieren. Diese müssen dafür sorgen, dass der Mangel behoben wird, und gegebenenfalls die Heizung reparieren lassen. Solange die Heizung gar nicht oder nur eingeschränkt funktioniert, kann auch eine Mietminderung infrage kommen. Sind in der Wohnung beispielsweise lediglich 16 bis 18 Grad Celsius erreichbar, kann sie bei 20 bis 30 Prozent liegen. „Niemand sollte aus Sorge vor hohen Heizkosten in einer dauerhaft zu kalten Wohnung ausharren. Wenn die Heizung nicht ausreichend funktioniert, ist es wichtig, den Ausfall frühzeitig zu melden und die Temperaturen festzuhalten. Wenn der Vermieter nicht reagiert, sollten sich Mieterinnen und Mieter beraten lassen, damit der Mangel schnell abgestellt wird“, erklärt Peter Kox, Geschäftsführer Recht beim Bonner Mieterbund.

Eine allgemeine Pflicht, die Wohnung zu heizen, besteht für Mietende nicht. Wer mit geringeren Temperaturen zurechtkommt, muss nicht auf 20 oder 22 Grad Celsius heizen. Auch während einer Abwesenheit, am Wochenende oder im Urlaub besteht keine Heizpflicht. Allerdings muss verhindert werden, dass die Räume so stark auskühlen, dass Schäden an der Mietsache entstehen. Wer sparsam heizt, sollte zudem häufiger lüften, um Feuchtigkeitsschäden vorzubeugen.