Freitag, 2. Oktober 2026

Tiger und Bär zu Besuch in der Glasstadt: Figurentheater für Rheinbacher Kinder

Figurenspieler Stephan Wunsch vom Theater Rosenfisch 

KSK Filialdirektor Sebastian Greven als Unterstützer freute sich mit Hausherrin und den Initiatoren von Rheinbach liest e.V über eine gelungene Rheinbach-Premiere

Tiger und Bär zu Besuch in der Glasstadt: Figurentheater für Rheinbacher Kinder


Auf Einladung von Rheinbach liest e.V. spielt das Aachener Figurentheater „rosenfisch“ im Herbst acht Vorstellungen von Janoschs „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“ für insgesamt rund 800 Kinder im Vor- und Grundschulalter. Eine großzügige Unterstützung der „Stiftung Kreissparkasse – Für uns Pänz“ für den Kulturverein und sein Projekt macht es möglich. Am 7. November um 15:00 Uhr gibt es eine öffentliche Veranstaltung für Kinder von 3 bis 99 Jahren im Jugendzentrum Live St. Martin. Der Vorverkauf in der Rheinbacher Buchhandlung kunterbunt läuft.

Rheinbach liest e.V., der in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum feiert, hat sich im Rahmen eines neuen Projekts vorgenommen, regelmäßig gutes Figurentheater für Kinder in und um Rheinbach anzubieten. „Es ist eine spannende Form der Vermittlung von Literatur und Sprache und regt zum Nachahmen an“, erklärt Gerd Engel vom Projektteam. „Zugleich leistet hochwertiges Figurentheater immer auch einen Beitrag zur ästhetischen und ethischen Erziehung.“

In diesem Jahr feiert der bekannte Künstler und Kinderbuchautor Janosch seinen 95. Geburtstag. Der „Erfinder“ des Kleinen Tigers und des Kleinen Bären hat in sechs Geschichten sehr klug und humorvoll über Freundschaft und das Leben geschrieben. Das vielfach ausgezeichnete Figurentheater „rosenfisch“ aus Aachen hat die vierte der Geschichten wunderbar inszeniert und wurde nach der persönlichen Begutachtung der Premiere in Aachen von Rheinbach liest e.V. in die Glasstadt eingeladen. Gutes Figurentheater ist wertvoll, hat aber auch seinen seinen Preis. So etwas können bzw. wollen sich daher oft nur wenige Familien leisten. Durch die Unterstützung der „Stiftung Kreissparkasse – Für uns Pänz“ konnten die Aufführungen als Schulveranstaltungen stark subventioniert und in ihrer Wirkung auf Sprach- und Leseförderung verstärkt werden.

Bereits vor den Sommerferien wurden rund 40 Sammelbände mit Janoschs insgesamt sechs Tiger-und-Bär-Geschichten an die Rheinbacher Grundschulen und Kitas verschenkt. „Durch den Vorleseimpuls sollten die Kinder den Figurenkosmos und vielleicht sogar die spezielle Geschichte schon kennenlernen dürfen“, erläutert Elke Dietrich-Rein aus dem Projekt-Team.

Am Starttag kamen Kinder der KGS St. Martin, der Grundschule Flerzheim sowie Vorschulkinder der Kitas Lurheck, Sankt Helena, Am Stadtpark und des Naturkindergartens zu den ersten beiden Aufführungen in die zentral gelegene Aula der GGS Sürster Weg und warteten gespannt auf die gespielte Geschichte „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“. Der kleine Tiger möchte krank sein und sich von seinem Freund, dem kleinen Bären verwöhnen und pflegen lassen. Dazu gehören ein Verband, eine Suppe, lieber Besuch und am Ende sogar ein aufregender Krankenhausaufenthalt. Das alles ist auf einer Ebene irre komisch und voller Dialogwitz und Slapstick, regt aber auch zum Nachdenken über Freundschaft, Fürsorge und unterschiedliche Bedürfnisse an. Stephan Wunsch spielt offen – ohne einen „Kasperle-Guckkasten“ - und hat dazu mit seiner Ehefrau und Bühnenbildnerin Vera Wunsch um einen alten Sonnenschirm herum ein höchst interessantes Bühnenarrangement gebaut, das unterschiedliche Spieltechniken ermöglicht. Die Präzision und Leichtigkeit von Stephan Wunschs Spiel, seine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, die Vielfalt an Dialekten und die kleinen humorvollen Anspielungen - auch für die Erwachsenen im Publikum – machen die Inszenierung zu einem Gesamtkunstwerk.

Eindrucksvoll war zu sehen, dass das Zusammenspiel aus Entschleunigung und Aktion, unverstärkter Stimme, Live-Musik, analogem Figurenspiel und authentischer Begegnung mit dem Puppenspieler die Kinder faszinierte und mitriss. „Wir glauben, dass es genau dieser Ansatz ist, der zur Nachahmung ermuntert und die Fantasie beflügelt“, meint Bernadette Spreer. „Neben der Vor- und Nachbereitung durch das Vorlesen soll ja auch das eigene Spiel angeregt werden und damit sprachfördernde Akzente setzen.“ Der Vereinsvorsitzenden Monika Flieger ist insbesondere der Aspekt der Leseförderung wichtig: „Die Janosch-Geschichten eignen sich gut auch zum ersten eigenen Lesen ab der Klasse 2. Die Aufführung war pure Lesemotivation.“ Bei KSK-Filialdirektor Sebastian Greven konnte sie sich gleich persönlich bedanken. Der war nämlich am ersten Spieltag auch in die Grundschulaula gekommen und befand anschließend: „Ein ganz tolles Projekt, das die Kinder, aber auch mich wirklich begeistert hat.“ Mehr als zufrieden war auch Figurenspielkünstler Stephan Wunsch: „Die Betreuung durch den Verein und die gastgebende Schule war optimal. Der Spielort, die kleine verdunkelbare Aula mit Bühne und ansteigenden Sitzreihen, ist für mein Spiel perfekt.“

In insgesamt sieben geschlossenen Veranstaltungen am Vormittag werden alle Erst- und Zweitklässler Rheinbachs erreicht und noch einmal mehr als hundert Vorschulkinder. Am 7. November um 15:00 Uhr gibt es in Kooperation mit der Öffentlichen Bücherei St. Martin noch eine öffentliche Veranstaltung im Jugendzentrum Live St. Martin. Der Vorverkauf zum subventionierten Preis von 2 € bzw. 5 € (Erwachsene) in der Buchhandlung kunterbunt läuft. Das Projekt „Figurentheater für Rheinbacher Kinder“ soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden.
 

Käpt’n Book in Rheinbach



Käpt’n Book in Rheinbach

Jasmin Schaudinn begeistert Grundschulkinder


Rheinbach. Das rheinische Lesefest „Käpt’n Book“ hat den Grundschülern in Rheinbach einen besonders lebendigen Lesetag beschert. Auf Einladung der Öffentlichen Bücherei St. Martin war die Kinderbuchautorin Jasmin Schaudinn am Donnerstag den 1.10.2026 für zwei interaktive Lesungen in der Stadt zu Gast.

Zunächst kamen die dritten Klassen der Grundschule St. Martin in den Genuss einer Lesung. Jasmin Schaudinn stellte ihr Buch „Hiro, der Drache“ vor. Mit ihrer offenen Art bezog sie die Kinder direkt in das Geschehen ein: Die Schülerinnen und Schüler waren nicht nur stille Zuhörer, sondern bewiesen bei verschiedenen Spielen ihr „Abenteuer-Talent“, lachten und durften der Autorin Fragen stellen.

Direkt im Anschluss öffnete die Grundschule St. Martin ihre Aula für eine zweite Veranstaltung: Die vierten Klassen der GGS Sürster Weg waren zu Gast, um gemeinsam in die Geschichte „Der Päckchensommer“ zu starten. Auch hier saßen die Kinder nicht nur leise im Publikum, sondern wurden zwischendurch immer wieder eingeladen, bei kleinen Aktionen selbst aktiv zu werden und mitzumachen.

Sowohl das Team der Bücherei St. Martin als auch die Lehrkräfte zeigten sich begeistert über die gelungene Kooperation, die den Kindern ein unvergessliches Leseerlebnis ermöglichte. 

Planung zum Wohnen im „Weilerfeld II“ wird vorgestellt

Weilerfeld II - Foto: Stadt Rheinbach

Einladung zur Bürgerinformationsveranstaltung

Planung zum Wohnen im „Weilerfeld II“ wird vorgestellt


Im Südosten der Rheinbacher Kernstadt soll neuer Wohnraum entstehen. Auf Grundlage der dafür notwendigen Bauleitplanungen sollen die Voraussetzungen für neue und zeitgemäße Wohnangebote, insbesondere für das familienbezogene Wohnen im eigenen Haus, geschaffen werden.

„Die Stadt Rheinbach möchte die Planungen frühzeitig vorstellen und die Öffentlichkeit daran beteiligen. Deshalb lade ich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zu einer Informationsveranstaltung ein.“, so Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel.

  • Mittwoch, 14. Oktober 2026, 18:00 Uhr
  • Mensa der Gesamtschule Rheinbach
  • Villeneuver Straße 5, 53359 Rheinbach

Im Rahmen der Veranstaltung informieren Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Rheinbach gemeinsam mit beteiligten Planungs- und Gutachterbüros über:

  • die Planungsinhalte im ersten Planungsabschnitt,
  • die Ergebnisse der bereits vorliegenden Fachgutachten,
  • die Ziele für die weiteren Planungsabschnitte sowie
  • den weiteren Ablauf der Verfahren und Beteiligungsmöglichkeiten

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen rund um das Planungsvorhaben und zu den Ergebnissen der Gutachten zu stellen, Anregungen abzugeben und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Eine Beteiligung zum Planverfahren ist auch in schriftlicher Form möglich. Stellungnahmen können im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB sowohl vor als auch nach der Bürgerinformationsveranstaltung innerhalb der Beteiligungsfrist vom 08.10.2026 bis 10.11.2026 per E-Mail an: planung@stadt-rheinbach.de gesendet werden 

Kinder und Jugendliche zeigen Interesse an der Mitgestaltung Rheinbachs

Die Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Rheinbach bei einer Aktion im Stadtpark. Foto: Stadt Rheinbach

Kinder und Jugendliche zeigen Interesse an der Mitgestaltung Rheinbachs

• 756 junge Menschen haben ihre Wünsche geäußert
• Themenschwerpunkte liegen im unmittelbaren Lebensumfeld


Im letzten Jugendhilfeausschuss am 24. September wurden die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbefragung der Stadt Rheinbach vorgestellt. Eindeutig war die Erkenntnis, dass junge Menschen ihre Stadt mitgestalten möchten.

„Die Befragung hat nicht nur gezeigt, was Kinder und Jugendliche in Rheinbach möchten. Sie hat uns auch gezeigt, wie sie beteiligt werden möchten. Jetzt geht es darum, aus dieser Befragung eine dauerhafte Beteiligungsstruktur zu entwickeln“, erläutert Lena Bölinger von der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung.

Die Kinder- und Jugendbefragung bildet den Auftakt zur Umsetzung des Rheinbacher Konzepts zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Von März bis Juli 2026 äußerten insgesamt 756 junge Menschen im Alter von sechs bis 18 Jahren ihre Wünsche. Die Ergebnisse spiegeln ein großes Interesse: Unter den jüngeren Befragten möchten sich 81,6 Prozent beteiligen. Bei den 10- bis 18-Jährigen ist es 87,7 Prozent wichtig, Rheinbach mitgestalten und eigene Ideen einbringen zu können.

Im Mittelpunkt stehen Themen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld: Treff- und Aufenthaltsorte, Spiel- und Sportmöglichkeiten, Freizeitangebote, Umwelt und Sauberkeit sowie Mobilität und Verkehrssicherheit. Gewünscht werden unter anderem ein Bikepark oder Pumptrack, weitere Grünflächen, gemeinsame Müllsammelaktionen und ein Kino.

Interesse besteht an unterschiedlichen Wegen der Mitwirkung, von einer möglichen Jugendvertretung bis hin zu offenen, projektbezogenen und digitalen Angeboten. Die Auswertung dient als Grundlage für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung in Rheinbach.

Die Ergebnisse werden vom 19. bis 25. Oktober im Rathausfoyer und vom 26. Oktober bis 1. November in der Passage des Raiffeisenhauses präsentiert.

Anschließend ist die Ausstellung an den weiterführenden Schulen in Rheinbach zu sehen. 

Neue Nachhaltigkeitskarte der Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht

Neue Nachhaltigkeitskarte der Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht - Bürgerinnen und Bürger können aktiv mitgestalten

Die Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht ihre Nachhaltigkeitskarte am 5. Oktober. Sie bietet erstmals einen transparenten, leicht zugänglichen Überblick über nachhaltige Angebote, Projekte und kommunale Maßnahmen aller sechs Kommunen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Die Karte zeigt, wie sich die Region in zentralen Bereichen wie Mobilität, Energie, Bildung, Klimaanpassung und sozialem Miteinander weiterentwickelt – übersichtlich, verständlich und an einem Ort gebündelt: https://beteiligung.nrw.de/k/1028225

Mit der Veröffentlichung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Karte macht sichtbar, wo nachhaltige Entwicklung bereits heute konkret zur Steigerung der Lebensqualität in der Region beiträgt. Gleichzeitig bleibt sie bewusst offen für weitere Ergänzungen. Dabei setzen die Kommunen auf eine aktive Beteiligung der Bürgerschaft, um die Übersicht aktuell, vollständig und praxisnah zu halten.
„Die Menschen in unseren Städten und Gemeinden suchen nach nachhaltigen Angeboten für die unterschiedlichsten Aspekte im Alltag – vom Einkaufen bis zu Mobilitätsangeboten. Durch eine gemeinsame Nachhaltigkeitskarte der Kommunen in der Klimaregion Rhein-Voreifel bringen wir diese Nachfrage und unsere vielfältigen lokalen Angebote noch besser zusammen.“, so LIZ- Vorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Alfter, Christian Lanzrath.

Was die Karte bietet

  • regionale Übersicht — Alle nachhaltigen Angebote und Projekte der sechs Kommunen in einer gemeinsamen Karte.
  • transparente Fortschritte — Nachvollziehbare Darstellung kommunaler und interkommunaler Maßnahmen.
  • alltagsrelevante Informationen — Orientierung zu Mobilität, Grünflächen, Energieprojekten, Kultur- und Bildungsangeboten sowie sozialen Treffpunkten und nachhaltigem Konsumverhalten.
  • Beteiligungsmöglichkeiten — Bürgerinnen und Bürger können eigene Hinweise, Ergänzungen und neue Fundstellen melden.

Die Nachhaltigkeitskarte ist ein lebendiges Instrument. Viele nachhaltige Angebote entstehen lokal, kleinteilig und oft durch bürgerschaftliches Engagement. Damit diese Vielfalt transparent und für alle sichtbar wird, setzen die Kommunen auf die Mithilfe der Menschen vor Ort. Jede Meldung trägt dazu bei, die Karte weiter zu verbessern und die nachhaltige Entwicklung der Region noch transparenter abzubilden. 

Ausblick

Die Karte wird fortlaufend Aktualisierung und Weiterentwicklung erfahren. Es sollen stetig weitere Kategorien, Beteiligungsformate und regionale Schwerpunktbereiche ergänzt werden. Die Klimaregion Rhein-Voreifel lädt alle Interessierten herzlich ein, die Karte zu nutzen und aktiv mitzugestalten. 

Mehr Wohnraum, gute Grünstrukturen und Vorsorge vor Starkregen


Mehr Wohnraum, gute Grünstrukturen und Vorsorge vor Starkregen


Die SPD-Fraktion unterstützt die weitere Entwicklung des Baugebiets Weilerfeld II. Mit dem geplanten Quartier kann dringend benötigter Wohnraum geschaffen und zugleich eine nachhaltige und klimaangepasste städtebauliche Entwicklung vorangebracht werden.

Nach den aktuellen Planungen sollen auf einer Fläche von rund 6,7 Hektar etwa 206 Wohneinheiten entstehen. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohnformen: rund 42 Wohnungen in Doppelhäusern, 62 in Reihenhäusern sowie etwa 102 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Für die SPD-Fraktion ist besonders erfreulich, dass die Notwendigkeit der Entwicklung von Weilerfeld II inzwischen von einer breiten Mehrheit der Ratsfraktionen unterstützt wird. Die SPD hatte sich bereits in der vergangenen Wahlperiode und im Kommunalwahlkampf dafür ausgesprochen, vorhandene Potenziale für neuen Wohnraum konsequent zu nutzen und die Entwicklung des Weilerfelds voranzubringen.

„Wir haben immer deutlich gemacht, dass Rheinbach zusätzlichen Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen braucht. Deshalb begrüßen wir sehr, dass die Entwicklung des Weilerfelds inzwischen auf eine breite politische Unterstützung trifft. Das zeigt, dass die Notwendigkeit, jetzt zeitnah neuen Wohnraum zu schaffen, zunehmend erkannt wird. Diese Chance sollten wir nutzen und die weiteren Planungen zügig voranbringen“, erklärt Arne Ritter, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Das Weilerfeld II bietet dabei die Möglichkeit, unterschiedliche Wohnformen miteinander zu verbinden. Neben Doppel- und Reihenhäusern ist ein erheblicher Anteil an Wohnungen in Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Damit kann ein vielfältiges Wohnangebot entstehen.

Ein besonderes Augenmerk legt die SPD auf Klimaanpassung, Grünstrukturen und den Schutz vor Starkregen. Die aktuellen Planungen sehen unter anderem Retentionsflächen und Regenrückhaltebecken vor.

„Bei der Planung eines neuen Wohngebiets müssen wir von Anfang an mehr als nur die Zahl der Wohneinheiten im Blick haben. Wohnraum, Verkehr, Grünflächen, Klimaanpassung und Starkregenvorsorge müssen zusammen gedacht werden. Die aktuellen Planungen schaffen dafür eine gute Grundlage, die wir im weiteren Verfahren konsequent weiterentwickeln wollen“, erklärt Timo Janitschke, Mitglied der SPD-Fraktion im zuständigen Ausschuss.

Die SPD-Fraktion wird den weiteren Planungsprozess konstruktiv begleiten. Ziel bleibt, das Weilerfeld II zügig zu entwickeln, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und dabei die Anforderungen an eine klimaangepasste und lebenswerte Stadtentwicklung miteinander zu verbinden.

Auf die Informationsveranstaltung der Stadt Rheinbach zum neuen Wohngebiet Rheinbach Süd am 14.10.2026, 18 Uhr in der Mensa der Gesamtschule Rheinbach weisen wir hin. 

Internationaler Tag der Mieter: Wohngeld darf nicht zum Sparschwein des Bundes werden

Internationaler Tag der Mieter: Wohngeld darf nicht zum Sparschwein des Bundes werden

Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr begrüßt die Kritik des Bundesrates an den geplanten Einschnitten – Tausende Mieterinnen und Mieter in der Region wären betroffen


Bonn - Zum Internationalen Tag der Mieter am 5. Oktober warnt der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr vor den geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, die für 2027 vorgesehene Fortschreibung des Wohngeldes auszusetzen, die Heizkostenkomponente zu halbieren und die Wohngeldformel zu verändern. Der Bundesrat hat sich im ersten Durchgang am 25. September kritisch zu dem Vorhaben positioniert. Das Gesetzgebungsverfahren geht nun im Deutschen Bundestag weiter.

„Das Wohngeld ist ein zentrales Instrument, damit Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihre Wohnung halten können. Gerade in einer Hochpreisregion wie Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis wären Kürzungen eine sozialpolitische Katastrophe. Sie würden Tausende Haushalte hier vor Ort – in Bonn, Siegburg, Sankt Augustin, Troisdorf, Bornheim und den übrigen Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises treffen“, kommentiert Katja Dörner, Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.

Betroffen wären insbesondere Kinder, Jugendliche und alleinstehende Familien, da der vorprogrammierte Rausfall aus dem Wohngeld mit dem Wegfall von weiteren Leistungen (u.a. Kindersofortzuschlag, Bildungs- und Teilhabepaket) verbunden wäre und die Armut und Not bis hin zu drohender Obdachlosigkeit weiter vertiefen würde. Ulrich Franz, Beiratsobmann des Bonner Mieterbundes dazu: "Es ist es absolut kontraproduktiv, ein solches Paket zu beschließen, wo man doch bis 2030 die Wohnungs-und Obdachlosigkeit eigentlich beseitigen will."

Der Deutsche Mieterbund Nordrhein-Westfalen hatte bereits vor der Bundesratssitzung darauf hingewiesen, dass von den vorgesehenen Kürzungen allein in Nordrhein-Westfalen rund 350.000 Haushalte betroffen wären. Aus Sicht des Mieterbundes droht zudem ein Verschiebebahnhof zulasten der Kommunen: Sinkt das Wohngeld so stark, dass Haushalte stattdessen auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind, werden Ausgaben nicht eingespart, sondern teilweise in andere Sozialleistungssysteme verlagert.

„Für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis ist das keine abstrakte bundespolitische Debatte. Hier treffen hohe Mieten auf viele Haushalte, die ihre Wohnkosten gerade noch aus eigenem Einkommen und mit Unterstützung des Wohngeldes tragen können. Wer beim Wohngeld kürzt, erhöht das Risiko, dass Menschen in die Grundsicherung abrutschen oder ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können. Und er belastet am Ende auch die Städte und Gemeinden. Der Bund spart dann womöglich auf dem Papier – die Rechnung landet aber teilweise vor Ort“, so Peter Kox, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.

Der Mieterbund begrüßt deshalb, dass der Bundesrat zentrale Teile der geplanten Einschnitte nicht einfach passieren lassen will. Aus Sicht des Vereins muss das weitere Gesetzgebungsverfahren genutzt werden, um die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes zu erhalten. Eine regelmäßige Anpassung an die Entwicklung von Mieten und Einkommen sowie eine angemessene Berücksichtigung der Heizkosten seien gerade in angespannten Wohnungsmärkten unverzichtbar.

Der Internationale Tag der Mieter wird seit 1986 jeweils am ersten Montag im Oktober begangen. Die International Union of Tenants stellt ihn 2026 unter das Motto „Affordable, Stable and Secure Housing for Young People“. Für den Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr gehört dazu auch eine verlässliche soziale Absicherung der Wohnkosten: Bezahlbares Wohnen sei Voraussetzung dafür, dass Menschen unabhängig von Alter und Einkommen in ihrer Stadt und ihrer Region bleiben können. 

SPD will Entlastung bei Windelentsorgung weiter vorantreiben

SPD will Entlastung bei Windelentsorgung weiter vorantreiben


Rund 15.000 Kinder unter drei Jahren leben derzeit im Rhein-Sieg-Kreis. Hinzu kommen Haushalte, in denen aufgrund medizinisch bedingter Inkontinenz dauerhaft große Mengen an Windeln anfallen. Für diese Familien und Betroffenen entstehen dadurch regelmäßig zusätzliche Entsorgungskosten. Die SPD-Kreistagsfraktion hatte deshalb beantragt, ein kreisweites System für Windelabfallsäcke oder vergleichbare Entlastungsangebote zu prüfen.

„Für viele Familien und Menschen mit Inkontinenz sind die zusätzlichen Entsorgungskosten eine ganz konkrete Belastung. Deshalb müssen wir nach Lösungen suchen, anstatt das Problem einfach beiseitezuschieben“, erklärt Achim Tüttenberg, Kreistagsabgeordneter aus Troisdorf, der den Antrag angestoßen hat. Die RSAG hat darauf hingewiesen, dass ein Verzicht auf Abfallgebühren grundsätzlich nicht zulässig sei. Eine Ausnahme sei lediglich im Rahmen einer sogenannten Billigkeitsentscheidung nach den Vorgaben der Abgabenordnung möglich. Der soziale oder karitative Zweck allein reiche dafür jedoch nicht aus. „Auch der Hinweis auf den Arbeitsschutz überzeugt uns so noch nicht. Bereits heute gibt es Beistellsäcke, die zusätzlich gekauft werden können und von den Beschäftigten ebenfalls bewegt werden müssen. Wir sollten deshalb prüfen, ob beispielsweise die zusätzlichen Kosten für diese Beistellsäcke über den Rhein-Sieg-Kreis finanziert werden können. Das Problem besteht unabhängig davon weiter und wir werden uns dafür einsetzen, dass solche Möglichkeiten ernsthaft geprüft werden.“, fügte die Fraktionsvorsitzende Sara Zorlu abschließend hinzu. 

Mittwoch, 30. September 2026

Afrikanische Geschichten: Ein literarischer Blick auf Nigeria und Ruanda

Afrikanische Geschichten: Ein literarischer Blick auf Nigeria und Ruanda

Leseabend in Kooperation von Mission Entwicklung Frieden (MEF) und Buchhandlung Thalia Rheinbach


Jedes Land und jede Kultur sind einzigartig. In der heutigen Zeit, in der Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenleben, finden wir es wichtig, auch eine Idee von der Erlebniswelt Anderer zu haben.

Vorgelesen werden Abschnitte aus Büchern afrikanischer Autoren, die einen Einblick auf die afrikanische Sichtweise des Lebens vermitteln können. Ausgewählt wurden Texte von Dipo Faloyin (Nigeria), Chimananda Ngozi Adichie (Nigeria), Gael Faye (Ruanda), Stève Hiobi (Kamerun) sowie ein Text aus Nelson Mandelas bekannter afrikanischer Märchen-Anthologie. 

Donnerstag, 08.10.2026
18.30 - 20.00 Uhr Buchhandlung Thalia, Haupstr. 28, Rheinbach 
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich


Bei großem Besuchsaufkommen wechseln wir ins Pfarrzentrum am Lindenplatz, Rheinbach
 

Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt: Jugendhilfe in Rheinbach weiter stärken

Foto: Denise Limbach 

Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt: Jugendhilfe in Rheinbach weiter stärken


SPD-Fraktion begrüßt wichtige Entwicklungen im Jugendhilfeausschuss – Unterstützung von Familien, Beteiligung junger Menschen und bessere Bedingungen auf Spielplätzen im Fokus

Die jüngste Sitzung des Jugendhilfeausschusses hat gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe in Rheinbach sind. Von der Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern über die Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen bis hin zur Beschattung von Spielplätzen und der Beteiligung junger Menschen wurden wichtige Themen behandelt.

„Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur gute Angebote, sondern Strukturen, die sie und ihre Familien tatsächlich erreichen. Unser Jugendamt leistet hier an vielen Stellen eine sehr engagierte und wichtige Arbeit“, erklärt Denise Limbach, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Rheinbach.

Besondere Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern

Rheinbach bleibt Modellstandort im Projekt „Kinder von Inhaftierten“. Durch die Zusammenarbeit von Jugendamt, Justizvollzugsanstalt und weiteren Fachstellen sollen betroffene Kinder und Familien früher erreicht und gezielter unterstützt werden.

Für Donate Quadflieg, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses und Mitglied im Beirat der Justizvollzugsanstalt Rheinbach, hat das Projekt eine besondere Bedeutung:

„Dieses Projekt liegt mir durch meine Doppelrolle sehr am Herzen. In Gesprächen mit inhaftierten Vätern höre ich immer wieder, wie schwierig es für ihre Kinder und sie ist, in einem guten Kontakt zu bleiben. Die bisher einzigartige Zusammenarbeit von Jugendamt und Justizvollzugsanstalt in Rheinbach hat deshalb eine besondere Bedeutung und kann beispielgebend für andere Standorte sein.“

Für die SPD-Fraktion zeigt das Projekt, wie durch die Vernetzung verschiedener Institutionen die Bedürfnisse betroffener Kinder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden können.

Verfahrenslotse gibt Familien Orientierung

Seit November 2024 hat der Verfahrenslotse 85 Familien mit Kindern und jungen Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen begleitet. 32 Beratungen sind abgeschlossen, 53 dauern noch an. Im Mittelpunkt stehen die Klärung von Zuständigkeiten, Informationen über mögliche Leistungen sowie Unterstützung bei der Beantragung von Hilfen.

„Gerade wenn Familien ohnehin stark gefordert sind, darf ein kompliziertes Hilfesystem nicht zu einer zusätzlichen Hürde werden“, betont Limbach. „Der Verfahrenslotse schafft Orientierung und unterstützt Familien ganz konkret dabei, die ihnen zustehenden Hilfen zu erhalten.“

Mehr Schatten auf Rheinbachs Spielplätzen

Einstimmig beschlossen wurde das Beschattungskonzept für die 27 städtischen Spielplätze. 14 sind bereits gut beschattet, bei fünf besteht Verbesserungsbedarf und bei acht hoher Handlungsbedarf. Insgesamt sollen 19 zusätzliche Bäume für mehr Schatten sorgen. Einer wurde bereits in Irlenbusch gepflanzt, 18 weitere sollen in den kommenden beiden Jahren folgen.

„Spielplätze müssen auch an heißen Tagen Orte bleiben, an denen sich Kinder gerne und möglichst geschützt aufhalten können“, so Limbach. „Mehr Schatten bedeutet ganz konkret mehr Aufenthaltsqualität für Kinder und Familien.“

Die SPD-Fraktion dankt auch der Bürgerstiftung für ihre Unterstützung.

756 junge Menschen beteiligen sich

Auch die Kinder- und Jugendbefragung 2026 fand große Resonanz: 756 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Befragung und weiteren Formaten wie Fotorundgängen und Interviews. Zu ihren Themen gehören unter anderem Natur und Tiere, Spielplätze, Sport, Schule und Freizeit.

Für die SPD-Fraktion ist entscheidend, dass aus Beteiligung auch konkrete Wirkung entsteht.

„Kinder und Jugendliche wollen mitgestalten. Beteiligung ist dann glaubwürdig, wenn sie erleben, dass ihre Ideen gehört, geprüft und – wo es möglich ist – auch umgesetzt werden“, erklärt Limbach. „Mit den verschiedenen Beteiligungsformaten ist ein wichtiger Schritt gemacht. Entscheidend ist jetzt, was daraus konkret entsteht.“

Kinder- und Jugendpolitik bleibt eine zentrale Aufgabe

Für die SPD-Fraktion machen die Ergebnisse der Sitzung deutlich, wie wichtig gut funktionierende Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sind – von der individuellen Unterstützung über attraktive öffentliche Räume bis zur Beteiligung junger Menschen.

„Kinder und Jugendliche sind ein wichtiger Teil unserer Stadtgesellschaft – heute und nicht erst in Zukunft“, fasst Limbach zusammen. „Deshalb wollen wir die Strukturen weiter stärken, die Familien unterstützen und jungen Menschen ermöglichen, Rheinbach aktiv mitzugestalten.“