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Montag, 6. Juli 2026

Rheinbach zieht Bilanz und blickt nach vorn

Fünf Jahre nach der Unwetterkatastrophe:

Rheinbach zieht Bilanz und blickt nach vorn

  • Wo steht Rheinbach fünf Jahre nach dem 14. Juli 2021?
  • Ein Überblick über den Stand des Wiederaufbaus sowie die Fortschritte beim Hochwasser-, Starkregen- und Bevölkerungsschutz.

Die Folgen der Unwetterkatastrophe prägen Rheinbach bis heute. Die nachfolgenden Ausführungen geben einen Einblick in die größten Herausforderungen und zeigen, mit welchen Maßnahmen die Stadt den Wiederaufbau entschlossen vorantreibt, ihre Resilienz stärkt und die Weichen für eine sichere und lebenswerte Zukunft stellt.

Der 14. Juli 2021 und die Tage nach der Unwetterkatastrophe

Die Unwetterkatastrophe vom 14. Juli 2021 stellte die Stadt Rheinbach vor Herausforderungen von bislang nicht gekanntem Ausmaß. Innerhalb weniger Stunden führten außergewöhnlich starke Niederschläge zu großflächigen Überflutungen, erheblichen Schäden an der öffentlichen Infrastruktur sowie zu Beeinträchtigungen in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens, bei denen leider fünf Menschen ihr Leben verloren. Ganze Ortschaften und Stadtteile wurden überflutet, hunderte Häuser beschädigt.

Das Rathaus wurde durch die Flut erheblich beschädigt. Der umgehend einberufene Stab für außergewöhnliche Ereignisse wurde deshalb in der Feuerwache Brucknerweg eingerichtet.

Zahlreiche Bereiche waren zeitweise nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Hinzu kamen Ausfälle bzw. Beeinträchtigungen von IT-Systemen, Kommunikationswegen und Arbeitsplätzen. Die Verwaltung musste innerhalb kürzester Zeit ihre Handlungsfähigkeit sichern und gleichzeitig die Krisenbewältigung organisieren. Viele Mitarbeitende waren selbst persönlich betroffen und arbeiteten unter provisorischen Bedingungen, während parallel die Schäden erfasst, Hilfen koordiniert und die ersten Wiederaufbaumaßnahmen vorbereitet wurden.

Zu den unmittelbaren Herausforderungen während des Ereignisses gehörten die Rettung und Unterstützung betroffener Bürgerinnen und Bürger, die Evakuierung der Niederdreeser und Oberdreeeser Bürgerinnen und Bürgern aufgrund des drohenden Bruchs der Steinbachtalsperre. Die Folge war die behelfsweise Einrichtung von Notunterkünften für das Evakuierungsgebiet und für Menschen die alles verloren hatten.

Die Sicherstellung der Einsatzfähigkeit von Feuerwehr und Hilfsorganisationen sowie die Aufrechterhaltung der Kommunikation erfolgte unter teilweise äußerst schwierigen Bedingungen: Totalausfall der Telekommunikation, die zunächst nur mit Unterstützung der Bundeswehr über ein Satelitentelefon möglich war, sowie Ausfälle der Stromversorgung über einen Zeitraum von zehn Tagen.

Erschwerend kamen unpassierbare Straßen sowie Schäden an Brücken und anderen Verkehrsanlagen hinzu. Die eigentlich geltenden rechtlichen Einschränkungen der Coronaschutzverordnung traten völlig in den Hintergrund.

Der Katastrophenfall wurde erst am 18. Juli offiziell festgestellt. In den Tagen und Wochen nach der Katastrophe lag der Schwerpunkt zunächst auf der Gefahrenabwehr und der Wiederherstellung grundlegender Versorgungs- und Infrastrukturleistungen sowie der Unterbringung und Verpflegung von Menschen in Not. Beschädigte Straßen und Wege mussten gesichert, öffentliche Einrichtungen wieder nutzbar gemacht, Gewässer und Entwässerungsanlagen überprüft sowie große Mengen an Schutt und Treibgut beseitigt werden. Bis dahin unvorstellbare Mengen von Sperrmüll entlang der Straßen mussten zügig entsorgt werden, damit Rettungswege frei wurden. Die Stadt hat temporär Sammelplätze und Deponien eingerichtet und betrieben. Alleine die Entsorgung des Abfalls hat in Rheinbach Kosten in Höhe von rund 5 Mio EUR verursacht. Leistungen der Soforthilfe wurden durch die Stadt an die geschädigten Bürgerinnen und Bürger vergeben. Gleichzeitig galt es, Betroffene zu unterstützen, Hilfsangebote zu koordinieren und nicht zuletzt die zahlreichen Schäden zu erfassen und zu dokumentieren.

Wiederaufbau

Bei den im Wiederaufbauplan ausgewiesenen Kosten handelt es sich ausschließlich um die Kosten, die unmittelbar der Beseitigung der durch die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 entstandenen Schäden an städtischen Gebäuden und Infrastruktur dem förderfähigen Wiederaufbau zugeordnet werden können.

Diese Beträge bilden daher nicht in jedem Fall die tatsächlichen Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahme ab.

In der praktischen Umsetzung werden viele Projekte ganzheitlich betrachtet und nicht lediglich auf den Zustand vor der Flut zurückgeführt. Insbesondere bei der Sanierung oder dem Wiederaufbau öffentlicher Gebäude, Schulen und Infrastruktureinrichtungen werden zusätzliche Anforderungen berücksichtigt, die über den eigentlichen Wiederaufbau hinausgehen. Hierzu zählen beispielsweise Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz, zur Klimafolgenanpassung, zum Klimaschutz, zur Energieeffizienz sowie zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Gestaltung kommunaler Infrastruktur.

Die tatsächlichen Investitionskosten einzelner Projekte liegen daher nicht selten über den im Wiederaufbauplan dargestellten Wiederaufbaukosten. Viele Schäden sind deutlich umfangreicher zu sanieren als nach erster Inaugenscheinnahme des Schadens festgestellt. Die Steigerung der Bau- und Materialkosten, der Mangel an Fachkräften, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine, die zwischenzeitliche Energiemangellage, der Irankrieg und daraus folgende Ölknappheit, haben seitdem den Wiederaufbau erschwert. Die darüberhinausgehenden Aufwendungen dienen jedoch dazu, die kommunale Infrastruktur nicht nur wiederherzustellen, sondern zugleich widerstandsfähiger, nachhaltiger und zukunftssicher auszurichten.

Die Gesamtkosten im Wiederaufbauplan betragen aktuell über 60 Mio. EUR. Von insgesamt 93 Maßnahmen im Wiederaufbauplan sind 37 bereits umgesetzt.

Hierzu zählen insbesondere:

  • Erneuerung Brückenwerk Neugartenstraße/Stadtpark einschließlich Versorgungsleitungen, 600.000 EUR
  • Schäden am Parkplatz Freizeitpark nach Lagerung von Müll, 550.000 EUR
  • Interimslösung Containeranlage Katholische Grundschule Flerzheim, 4 Mio. EUR
  • Interimslösung Containeranlage Städtischer Betriebshof, 2 Mio. EUR
  • Wiederherstellung Rathaus, 3,5 Mio. EUR
  • Stützmauer Gräbbach 1,4 Mio. EUR
  • Erneuerung Brücke Holunderweg, 260.000 EUR

Nahezu abgeschlossen:

  • Erneuerung von Durchlässen im Stadtgebiet Rheinbach, 1,8 Mio. EUR
  • Sanierung Städtischer Betriebshof, 2 Mio. EUR

Aktuell in Umsetzung:

  • Sanierung der Haustechnik im Freizeitbad, 2,7 Mio. EUR
  • Sanierung/Neubau Katholische Grundschule Bachstraße, 2,5 Mio. EUR

Planansätze zu noch nicht begonnen Maßnahmen:

  • Neubau Katholische Grundschule Flerzheim, 12 Mio. EUR
  • Neubau Turnhalle Flerzheim, 7 Mio. EUR
  • Neubau RTV-Heim (Rheinbacher-Turn-Verein), 3,7 Mio. EUR
  • Maßnahmen des Präventiven Hochwasserschutzes, 5,9 Mio. EUR


Der Wiederaufbau beschränkt sich nicht auf die bauliche Umsetzung der Maßnahmen.

Auch die Abwicklung der Förderverfahren ist äußerst komplex und mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden. Die Beantragung, Nachweisführung und Abrechnung der Fördermittel erfordern umfangreiche Dokumentationen und Abstimmungen mit den zuständigen Bewilligungsbehörden (Bezirksregierung Köln, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW.URBAN, Erftverband). Dadurch werden über Jahre hinweg erhebliche personelle Ressourcen gebunden und auch Kosten der Zwischenfinanzierung anfallen. Trotz dieser zusätzlichen Herausforderungen treibt die Stadt Rheinbach den Wiederaufbau konsequent voran und nutzt die Maßnahmen gleichzeitig, um die Stadt besser auf die Herausforderungen von Hochwasser, Starkregen und Klimawandel vorzubereiten.

Hochwasser- und Starkregenschutz

Im Bereich Hochwasser- und Starkregenschutz hat die Stadt Rheinbach seit der Flutkatastrophe 2021 deutlich mehr umgesetzt als oft öffentlich wahrgenommen wird.

Die Stadt Rheinbach hat ein umfassendes Hochwasser- und Starkregenschutzprogramm aufgebaut. Dazu gehören die Erstellung eines kommunalen Hochwasser- und Starkregenschutzkonzeptes, die Einführung von Starkregengefahrenkarten, die Beteiligung an der Hochwasserschutzkooperation Erft, die Beschaffung mobiler Hochwasserschutzelemente, der Ausbau der Pegel- und Frühwarnsysteme sowie die Planung technischer und naturnaher Schutzmaßnahmen. Gleichzeitig wurde die private Vorsorge durch Informations- und Beratungsangebote gestärkt.

1. Strategischer Ansatz: Drei-Säulen-Modell

Rheinbach verfolgt inzwischen einen ganzheitlichen Ansatz aus:

  • kommunalen Schutzmaßnahmen,
  • interkommunaler Zusammenarbeit und
  • privater Vorsorge.

2. Kommunales Hochwasser- und Starkregenschutzkonzept

  • Seit Ende 2021 arbeitet die Stadt an einem umfassenden Hochwasser- und Starkregenschutzkonzept für das gesamte Stadtgebiet.
  • Das Konzept betrachtet alle Ortsteile und die vier Gewässereinzugsgebiete Swist, Eulenbach, Wallbach, Schiefelsbach und Nebengewässer gemeinsam, um Verlagerungseffekte von Schutzmaßnahmen zu vermeiden.
  • Das Konzept wird mit den Nachbarkommunen innerhalb der Hochwasserschutzkooperation Erft abgestimmt um Synergien zu heben und schädliche Verlagerungen der Hochwasserfolgen zu vermeiden
  • Die Konzepterstellung erfolgt mit Förderung des Landes NRW und unter Beteiligung der Bürgerschaft. Es fanden mehrere Bürgerworkshops und Gewässerbegehungen statt.

3. Starkregengefahrenkarten

Ein wesentlicher Meilenstein war die Erstellung und Veröffentlichung der Starkregengefahrenkarten:

  • Vorstellung im September 2023.
  • Seit Oktober 2023 öffentlich online verfügbar.
  • Darstellung der zu erwartenden Überflutungstiefen bei einem statistischen 100- jährlichen Starkregenereignis für das gesamte Stadtgebiet. Diese Karten dienen sowohl der städtischen Planung als auch der privaten Vorsorge.

4. Technische und bauliche Maßnahmen

  • Schaffung und Planung von Rückhalteflächen und -Becken,
  • Anpassungen an der Entwässerungs- und Infrastruktur,
  • Berücksichtigung von Starkregen- und Hochwasserrisiken bei Bauleitplanung und Stadtentwicklung,
  • Entwicklung weiterer technischer Schutzmaßnahmen wie Rückhaltebecken und Schutzbauwerke, Gewässerverlegungen und Entlastungsgräben

5. Mobile Hochwasserschutzsysteme

Zur unmittelbaren Gefahrenabwehr wurden:

  • 56 mobile Hochwasserschutzelemente beschafft, die im Einsatzfall durch Feuerwehr, Betriebshof oder auch Anwohner aufgebaut werden können. Hierzu finden regelmäßige Übungen statt,
  • drei Hochleistungspumpen mit einer Förderleistung von bis zu 15.000 Litern pro Minute beschafft bzw. bestellt.

6. Frühwarnung und Pegelüberwachung

Gemeinsam mit der Stadt Meckenheim und der Gemeinde Swisttal wurde ein Wasserstandsmessnetz und Niederschlagsstationen aufgebaut bzw. erweitert, um kritische Entwicklungen an Gewässern früher zu erkennen und Einsatzkräfte schneller alarmieren zu können. Zusammen mit dem Erftverband sollen diese Daten zukünftig in einem KI-System ausgewertet werden, um schnell die Auswirkungen des Ereignisses beurteilen zu können und so die Richtigen Entscheidungen zur Gefahrenabwehr treffen zu können.

7. Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft Rheinbach ist Gründungsmitglied der Hochwasserschutzkooperation Erft.

Ziele sind:

  • gemeinsame Planung von Hochwasserrückhaltebecken, bspw. in Flerzheim und in Schweinheim
  • Schaffung natürlicher Retentionsräume,
  • Abstimmung von Schutzmaßnahmen über Gemeindegrenzen hinweg,
  • Verringerung der Risiken im gesamten Einzugsgebiet.
  • In Vorbereitung: Gründung Regionalpakt Erft mit Land NRW

8. Naturnahe Maßnahmen

Neben technischen Bauwerken setzt Rheinbach auf:

  • Renaturierungen,
  • Retentions- und Überflutungsflächen,
  • Freihalten dieser Flächen
  • natürliche Wasserrückhaltung im Wald (hier interkommunales Projekt) Maßnahmen im Wald.

9. Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger

Die Stadt stellt inzwischen umfangreiche Informationen bereit:

  • Starkregengefahrenkarten,
  • Überschwemmungsgebietskarten,
  • Empfehlungen / Beratungen zum Objektschutz,
  • Hinweise zur Eigenvorsorge an Gebäuden und Grundstücken.

Mit dem Beschluss des Hochwasser- und Starkregenschutzkonzeptes, der derzeit für Ende des Jahres vorgesehen ist, soll die Grundlage für die nächste Phase geschaffen werden: die systematische Priorisierung und Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Dabei werden die einzelnen Projekte nach ihrer Wirksamkeit, Dringlichkeit, technischen Umsetzbarkeit und den verfügbaren finanziellen Ressourcen bewertet.

Nach dem Beschluss des Konzeptes wird die Verwaltung die priorisierten Maßnahmen schrittweise in die Planung und Umsetzung überführen. Hierzu gehören sowohl technische Schutzmaßnahmen an Gewässern und Entwässerungseinrichtungen als auch weitere naturnahe Maßnahmen zur Wasserrückhaltung in der Fläche sowie organisatorische und vorsorgende Maßnahmen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung eingebrachten Vorschläge sollen dabei ausdrücklich berücksichtigt werden.

Die Stadt Rheinbach verfolgt damit das Ziel, den Hochwasser- und Starkregenschutz langfristig und nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig macht die Komplexität der Aufgabenstellung deutlich, dass ein wirksamer Schutz nicht durch einzelne Maßnahmen erreicht werden kann, sondern nur durch ein Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen, die in den kommenden Jahren konsequent umgesetzt werden.

Die sichere Finanzierung der Maßnahmen, die alleine für Rheinbach über 50 Mio € kosten werden, ist eine große Hürde. Ein Teil der Maßnahmen kann als präventiv Maßnahme im Rahmen des Wiederaufbaufonds finanziert werden. Dafür ist die Stadt Rheinbach sehr dankbar. Es bleibt aber zu befürchten, dass die derzeitigen Förderprograme von Bund und Land nicht ausreichen und selbst dabei der Eigenanteil (20 %) in der aktuellen Finanzlage der Stadt nicht aufzubringen ist. Hier braucht es Lösungen und Unterstützung.

Bevölkerungsschutz

Seit der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 hat die Stadt Rheinbach den Bevölkerungsschutz deutlich ausgebaut. Der Schwerpunkt wurde deutlich von der reinen Gefahrenabwehr hin zu einem umfassenden Konzept aus Vorsorge, Krisenresilienz und Bürgerbeteiligung erweitert Die Maßnahmen betreffen sowohl die Krisenvorsorge als auch die Fähigkeit der Bevölkerung, sich in Notlagen selbst zu helfen..

1. Professionalisierung des Krisen- und Katastrophenschutzes

  • Die Stadt hat ihre Krisenmanagementstrukturen überarbeitet und Beschäftigte gezielt für außergewöhnliche Schadenslagen geschult.
  • Am 27. Oktober 2023 wurde im Rahmen einer gemeinsamen Übung des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Rheinbach und der Technischen Einsatzleitung der Freiwilligen Feuerwehr, mit Besetzung der Notfall-Meldestelle und des Selbsthilfe-Standorts, im Ortsteil Queckenberg, unter Beteiligung von Experten und Bürger*innen, in das Krisenresilienzkonzept der Stadt Rheinbach erprobt.
  • Es wurde erstmals eine Stelle für einen Sachbearbeiter Bevölkerungs- und Katastrophenschutz geschaffen, um den Bereich dauerhaft professionell zu betreuen. Gleichzeitig wurde die Krisenkommunikation personell verstärkt.

2. Resilienzkonzept für die gesamte Stadt

Gemeinsam mit Fachbüros wurde ein Resilienzkonzept entwickelt, das die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung stärken soll. Dazu gehören:

  • Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern,
  • Notfallübungen,
  • Verbesserungen bei Warn- und Informationssystemen,
  • Aufbau der Notfallmelde-Stellen und Selbsthilfe-Standorte
  • Vorplanung Notfallpraxis
  • Beratung und Unterstützung kritischer Infrastrukturen (Beispiel: Seniorenheime)

3. Ausfallsichere Kommunikations- und Notstromversorgung

  • Die Kommunikationsinfrastruktur wurde zur Sicherstellung der Kommunikation zwischen den Behörden krisen- und ausfallsicher gestaltet.
  • Abläufe für die Bevölkerungswarnung wurden neu konzipiert.
  • Für wichtige städtische Einrichtungen wurde eine Notstromversorgung aufgebaut bzw. sichergestellt, damit Verwaltung und Gefahrenabwehr auch bei Stromausfällen handlungsfähig bleiben. Zusätzlich ist im Bedarfsfall für eine Beheizung bei Ausfall des Strom- und Gasnetzes ist gesorgt.
  • Stärkung von Feuerwehr und Gefahrenabwehr
  • Der Brandschutzbedarfsplan wurde nach den Erfahrungen der Flut aktualisiert.
  • Die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr wurde an die neuen Anforderungen angepasst. Ein Hochwasseralarmplan befindet sich in Aufstellung.

5. Notfallmeldestellen und Selbsthilfe-Standorte

  • Notfallmeldestellen werden in allen Ortschaften bei größeren Krisenlagen als Anlaufstellen für die Bevölkerung betrieben.
  • Sie werden von Feuerwehr und Stadtverwaltung besetzt und dienen als Informations- und Hilfspunkte.
  • Ein besonders wichtiger Baustein ist das neue Konzept der Selbsthilfe-Standorte, die schrittweise in allen Ortschaften eingerichtet wurden. Sie sollen bei Ausfällen von Strom, Kommunikation oder anderer Infrastruktur aktiviert werden.
  • Bürgerinnen und Bürger können dort Hilfe organisieren und Nachbarschaftshilfe koordinieren.

6. Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz

Die Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz wurde intensiviert. Relevante Akteure (Bundeswehr, Polizei, Hilfsorganisationen, Energieversorger) haben ihre Krisenmanagementaktivitäten miteinander abgeglichen und verzahnt.

7. Krisenkommunikation

Die Erfahrungen aus der Flutnacht 2021 haben in Rheinbach zu einer Reihe weiterer Maßnahmen geführt, die speziell die Krisen- und Notfallkommunikation verbessern sollen.

  • Ausbau der Informations- und Kommunikationskanäle
    Ergänzend zur technischen Absicherung der Kommunikationsinfrastruktur wurden die Möglichkeiten zur Information der Bevölkerung deutlich erweitert. Dazu gehören der Relaunch der Internetseite, der Aufbau von Facebook- und Instagram-Auftritten (mit Social Wall) sowie die Einrichtung eines WhatsApp- Kanals. Über diese Kanäle können Bürgerinnen und Bürger im Ereignisfall schnell und zielgerichtet über Notfälle, Katastrophen oder andere Großschadenslagen informiert werden.

Professionalisierung der Krisenkommunikation
Der Rat beschloss eine personelle Verstärkung der Pressestelle, um die Bevölkerung im Krisenfall schneller und gezielter informieren zu können. Zu den Aufgaben gehört ausdrücklich die Kommunikation mit Feuerwehr, Kreis, Bezirksregierung, Bundeswehr, Hilfsorganisationen und der Bevölkerung.

  • Verbesserte Krisenmanagementstrukturen

    Die Stadt hat ihre Krisenmanagementstrukturen überarbeitet und Beschäftigte für außergewöhnliche Schadenslagen geschult, darunter auch für die Bevölkerungsinformation und Medienarbeit (BUMA). Ziel ist, dass Informationen im Ereignisfall schneller verarbeitet, Entscheidungen schneller getroffen und diese anschließend auch zielgerichtet kommuniziert werden können. Darüber hinaus wurden für unterschiedliche Krisenlagen Checklisten, Textbausteine und Vorlagen für Social-Media-Kommunikation vorbereitet. 

Bürgerinformationsveranstaltung: Sanierung der L113 / Ölmühlenweg und Martinstraße

Bürgerinformationsveranstaltung: Sanierung der L113 / Ölmühlenweg und Martinstraße


Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) wird die Landesstraße L113 (Ölmühlenweg/Martinstraße) in Rheinbach, ab Mitte August umfassend sanieren. Im Rahmen der Baumaßnahme werden die Fahrbahn sowie der begleitende Geh- und Radweg erneuert. Darüber hinaus werden unter anderem die Stiefelsbachbrücke saniert, Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut sowie weitere Arbeiten an der städtischen Infrastruktur durchgeführt.

Um frühzeitig über die geplanten Baumaßnahmen zu informieren, laden die Stadt Rheinbach und Straßen.NRW herzlich zu einer Bürgerinformationsveranstaltung ein.

Mittwoch, 15. Juli 2026, 18:30 Uhr
Mensa der Gesamtschule Rheinbach
Villeneuver Straße 5, 53359 Rheinbach

Im Rahmen der Veranstaltung informieren Vertreterinnen und Vertreter von Straßen.NRW und der Stadt Rheinbach über:

  • die geplanten Baumaßnahmen
  • den Bauablauf
  • Hinweise zur Verkehrsführung

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen rund um die Baumaßnahme zu stellen und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen! 

Kunst findet Stadt: Kunst und Kultur im StadtRaum Rheinbach

v.l.n.r Lina Dolfen (Leitung Glasmuseum und Kultur Stadt Rheinbach), Oliver Wolf (Vorsitzender Gewerbeverein Rheinbach), Lydia Bauer (Kommunales Partnermanagement der Westenergie AG), Thomas Spitz (Leitung Stadtmarketing und Tourismus Stadt Rheinbach), Daniela Hoffmann (Erste Beigeordnete Stadt Rheinbach)


Kunst findet Stadt: Kunst und Kultur im StadtRaum Rheinbach

• Schaufensterausstellung eröffnet am 11. Juli – Rheinbach wird zur Galerie
• Weiterer Höhepunkt des Kulturprojekts „Kunst findet Stadt“ mit dem Demokratiekonzert „StadtKlang“
• Westenenergie unterstützt das Projekt als Hauptsponsor

Seit dem Tag der Demokratie am 23. Mai 2026 prägt das Kulturprojekt „Kunst findet Stadt“ das Bild der Rheinbacher Innenstadt. Bis zum 15. September 2026 laden unterschiedliche Ausstellungen und kulturelle Aktionen dazu ein, Kunst im öffentlichen Raum zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Nach dem erfolgreichen Auftakt des Projekts folgt am 11. Juli mit der Schaufensterausstellung der nächste große Baustein. Gemeinsam mit dem Demokratiekonzert „StadtKlang“ wird die Innenstadt an diesem Tag zu einem Ort, an dem Kunst, Musik und Begegnung auf besondere Weise zusammenfinden.

In den Schaufenstern zahlreicher Geschäfte präsentieren Künstlerinnen und Künstler aus der Region sowie aus dem In- und Ausland ihre Werke und verwandeln die Innenstadt in eine begehbare Galerie. Die Ausstellung verbindet Kunst, Stadtraum und Einzelhandel auf besondere Weise und lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, Rheinbach aus neuen Perspektiven zu erleben.

Die Schaufensterausstellung:

Mit der Schaufensterausstellung erhält „Kunst findet Stadt“ einen weiteren zentralen Baustein. Kunst verlässt den klassischen Ausstellungsraum und wird Teil des öffentlichen Lebens. Die Werke sind in den Schaufenstern der Rheinbacher Innenstadt zu sehen und laden zum Entdecken, Verweilen und Austauschen ein.

Das Projekt wird maßgeblich durch die Westenergie AG als Hauptsponsor unterstützt.

Gemeinsam mit der Stadt Rheinbach trägt Westenergie dazu bei, Kunst und Kultur in den öffentlichen Raum zu bringen und die Innenstadt als Ort der Begegnung und des gesellschaftlichen Austauschs zu stärken.

Während der gesamten Ausstellungsdauer können Besucherinnen und Besucher:
• die Kunstwerke individuell erkunden,
• mit den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern ins Gespräch kommen,
• ihre Favoritin oder ihren Favoriten für den Publikumspreis wählen,
• an einem geführten Rundgang mit Lina Dolfen teilnehmen.

Eröffnungstag am 11. Juli:

Die Eröffnung der Schaufensterausstellung wird von „StadtKlang – Das Demokratiekonzert“ begleitet. Das abwechslungsreiche Musikprogramm schafft einen lebendigen Rahmen für den Ausstellungstag und lädt Menschen aller Generationen zum gemeinsamen Erleben von Kunst und Kultur ein.

Uhrzeit Programmpunkt
12:00 Uhr Offizielle Begrüßung am Prümer Wall / Wasemer Turm
12:30 Uhr Geführter Rundgang durch die Schaufensterausstellung
13:00 Uhr Musikfreunde Fidelia Wormersdorf mit der Bergkapelle
1870 Mechernich
14:45 Uhr Kinderchor der Grundschulen Merzbach und St. Martin Rheinbach
15:00 Uhr Mitsingkonzert mit Björn Heuser
16:00 Uhr Tomburg Winds
18:00 Uhr Gate 5 – Rock & Pop der 80er Jahre
ca. 20:00 Uhr Veranstaltungsende
 



Sonntag, 28. Juni 2026

Kanal- und Wasserleitungsarbeiten in der Bahnhofgasse dauern bis in den August an

Kanal- und Wasserleitungsarbeiten in der Bahnhofgasse dauern bis in den August an


Seit Oktober 2025 werden in der Bahnhofgasse umfangreiche Bauarbeiten zur Sanierung des Abwasserkanals durchgeführt. Parallel dazu erneuert das Wasserwerk die Trinkwasserleitung in diesem Bereich. Aufgrund mehrerer unvorhergesehenen Umstände verlängert sich die Bauzeit in den August.

Im Zuge der Aushubarbeiten wurden zunächst Versorgungsleitungen freigelegt, die in den vorhandenen Bestandsunterlagen nicht dokumentiert waren. Da die Eigentumsverhältnisse dieser Leitungen nicht eindeutig geklärt werden konnten, waren zusätzliche Untersuchungen sowie umfangreiche Abstimmungen mit verschiedenen Versorgungsträgern erforderlich. Dies führte zu Verzögerungen im Bauablauf.

Darüber hinaus mussten Teile der Ausführungsplanung angepasst werden. So konnte der ursprünglich geplante Standort für ein Schachtbauwerk aufgrund der tatsächlich vorgefundenen Leitungsführung nicht umgesetzt werden. Die notwendige Umplanung und die daraus resultierenden baulichen Anpassungen nahmen zusätzliche Zeit in Anspruch.

Ein weiterer Verzögerungsgrund war die erforderliche Verlegung einer Gasleitung.

Diese Maßnahme war notwendig, um die für die Baugrubensicherung eingesetzten Verbaugeräte fachgerecht und sicher einbauen zu können.

Während der gesamten Bauzeit wurde zudem großer Wert daraufgelegt, die Erreichbarkeit der angrenzenden Grundstücke sicherzustellen. Hierfür mussten aufwendige Anliegerzuwegungen hergestellt und fortlaufend an den Baufortschritt angepasst werden.

Anschließend musste auch die eingerichtete Notleitung des Wasserwerks verlegt werden. Die hierfür notwendigen Arbeiten konnten erst nach entsprechender technischer Planung und Abstimmung umgesetzt werden.

Aufgrund dieser unvorhergesehenen Rahmenbedingungen verlängert sich die Bauzeit der Maßnahme voraussichtlich bis in den August 2026. Alle beteiligten Unternehmen sowie die Stadt Rheinbach arbeiten weiterhin daran, die Arbeiten schnellstmöglich und unter Einhaltung aller technischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen abzuschließen.

Die bestehenden Regelungen zum Anwohnerparken bleiben weiterhin in Kraft. Die Rettungswege werden jederzeit freigehalten.

Die Stadt Rheinbach bittet die Anwohnenden sowie alle Verkehrsteilnehmenden um Verständnis für die entstandenen Unannehmlichkeiten. 

Dienstgebäude am Betriebshof Rheinbach geht nach Wiederaufbau und Modernisierung wieder in Betrieb

Bildnachweis Visualisierung: Architekten GmbH, Bonn

Dienstgebäude am Betriebshof Rheinbach geht nach Wiederaufbau und Modernisierung wieder in Betrieb

  • Baumaßnahme umfasst Wiederaufbau, energetische Modernisierung, Hochwasservorsorge und klimafreundliche Mobilität
  • Rund zwei Millionen Euro der Kosten durch Wiederaufbauhilfe des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert


Das Dienstgebäude des Betriebshofs in der Aachener Straße wurde durch die Unwetterkatastrophe im Juli 2021 so stark beschädigt, dass das Erdgeschoss mit Umkleiden, Sanitär- und Aufenthaltsbereichen nicht mehr nutzbar war. Im Zuge weiterer Untersuchungen wurde ersichtlich, dass die komplette Gebäudehülle umfassend erneuert werden muss.

Direkt nach dem Hochwasserereignis wurden zunächst Sofortmaßnahmen zur Schadensbegrenzung umgesetzt und Containeranlagen als Übergangslösung errichtet. Dort wurden sowohl Umkleide- und Sozialräume als auch Büroräume untergebracht. Bereits vor dem Hochwasserereignis hatte sich in den Jahren 2020/2021 die beengte Raumsituation für die Mitarbeitenden des Betriebshofs gezeigt. Aufgrund dessen gab es schon erste Pläne für einen Umbau bzw. eine Erweiterungslösung. Durch die starke Beschädigung an der Substanz des Gebäudes waren daraus folgend Bauarbeiten in einem größeren Umfang sowie eine Umorganisation der Raumkapazitäten erforderlich. 

Im Fokus der Baumaßnahme lagen die Sanierung und die Modernisierung des Bestandsgebäudes. Neben dem Wiederaufbau wurden dabei auch Themen wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit und Hochwasserschutz berücksichtigt. Die Abbrucharbeiten begannen im November 2024.

Für die Fassadensanierung fiel die Wahl auf eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade aus Lärchenholz. Diese Holzart ist besonders witterungsbeständig, langlebig und pflegearm. Als nachwachsender Rohstoff unterstützt es die Nachhaltigkeitsziele des Projekts und trägt zu einem modernen Erscheinungsbild bei. Ebenso wurden die Fensteranlagen und die Dachflächen vollständig erneuert. 

Die Umkleide-, Sanitär- und Sozialbereiche wurden neuorganisiert und modernisiert. Dazu zählt auch das Errichten moderner Umkleiden mit Schwarz-Weiß-Trennung, was den heutigen Arbeitsschutzanforderungen entspricht. 

Durch die dauerhafte Verlagerung der Betriebshofverwaltung und des Tiefbaus in eine separate Containeranlage im Jahr 2024 konnten zusätzliche Flächen im Bestandsgebäude gewonnen werden, die für die Erweiterung und Neuorganisation der Sozialräume sowie Materiallagerung genutzt wurden. Für die Mitarbeitenden wurde so ein neuer, großzügiger Pausen- und Aufenthaltsbereich geschaffen. Die technische Gebäudeausrüstung inklusive Lüftungs- und Wärmepumpentechnik wurde ebenfalls modernisiert. Zur nachhaltigen Energieversorgung wurde auf den ebenfalls sanierten Dachflächen der angrenzenden Werkstatt- und KFZ-Halle eine Photovoltaikanlage installiert, die den Eigenbedarf dieses Gebäudeteils deckt und darüber hinaus erzeugten Strom ins Netz einspeist. Zusätzlich wurden zwei neue E-Ladesäulen mit jeweils zwei Ladepunkten errichtet.

Restarbeiten im Gebäudeinneren, an der südlichen Fassade, an den Außenanlagen sowie den Parkflächen werden in den nächsten Wochen durchgeführt.

Für die Generalplanung zeigt das Büro Beyss Architekten aus Bonn verantwortlich.

Mit der Planung für die Erneuerung der Elektrotechnik war das Ingenieurbüro Küpper beauftragt. Die Planung für die Modernisierung der technischen Gebäudeausrüstung lag in den Händen des Planungsbüros TGA Plan Münch. Beide Büros sind in Bad Neuenahr-Ahrweiler tätig.

Vorsorgemaßnahmen für Hochwasserschutz

Um das sanierte Gebäude vor künftigen Hochwasserereignissen zu schützen, wurden auch Maßnahmen zum Hochwasserschutz getroffen. Türen und Tore sind mit Hochwasserbarrieren, sogenannten Steckschotts, gesichert. Für eine sichere Entfluchtung im Hochwasserfall wurden Fluchtwege höher gelegt. Die Holzfassade schließt an einen robusten Sockelbereich an. Die zentrale Haustechnik wurde in hochwassersicheren Bereichen angeordnet, z.B. auf Dachflächen oder erhöhten Konstruktionen.
„Mit der Sanierung des Betriebshofsgebäudes wurden Wiederaufbau, energetische Modernisierung, Hochwasservorsorge und die Voraussetzungen für eine klimafreundliche Mobilität miteinander verbunden. Ich freue mich sehr, dass aus einem durch die Flut stark geschädigten Gebäude ein moderner und zukunftsfähiger Betriebshof entstanden ist, mit deutlich verbesserten Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden“, so Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel.

Die Gesamtkosten für die Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten liegen bei rund 5,56 Millionen Euro. Davon entfallen rund 1,65 Millionen auf die Beseitigung der unmittelbaren Flutschäden und rund 3,91 Millionen Euro auf die Sanierung und Modernisierung des Gebäudes. Für die Baumaßnahme wurde eine Förderung aus dem Wiederaufbaufonds des Bundes und des Landes NRW in Höhe von 2.044.000 Euro bewilligt.

Wiedereinweihung mit Tag der offenen Tür am 26. Juni

Die Fertigstellung des Dienstgebäudes wurde mit einem Tag der offenen Tür auf dem Gelände des Betriebshofs am 26. Juni von 14 bis 15:30 Uhr gefeiert.

Besucherinnen und Besucher konnten einen Blick hinter die Kulissen werfen und die vielfältigen Aufgaben sowie die Menschen kennenlernen, die täglich für ein sauberes, sicheres und funktionierendes Rheinbach im Einsatz sind. Mitarbeitende des Betriebshofs, des Tiefbaus, des Wasserwerks und des Ordnungsamtes waren vor Ort und gaben Auskünfte über die verschiedenen Aufgabenbereiche der Stadtverwaltung. Die Freiwillige Feuerwehr Rheinbach, e-regio und das Planungsbüro Beyss Architekten ergänzten mit Informationsständen das Programm. Mit einer Grillstation, kühlen Getränken und einem Waffelstand, gesponsert durch Westenergie, war auch für das leibliche Wohl gesorgt. Die Einnahmen für die Speisen an der Grillstation und für die Getränke werden an das Rheinbacher Kinderheim Dr. Dawo gespendet. 

Dienstag, 16. Juni 2026

Ausschüsse geben grünes Licht für die weitere Planung der neuen Feuerwache Wolbersacker

Ausschüsse geben grünes Licht für die weitere Planung der neuen Feuerwache Wolbersacker

• Ziel der deutlichen Kosteneinsparung bei dem Bauprojekt Feuerwehrwache Wolbersacker gemeinsam erreicht


Der Ausschuss für Standortförderung und Feuerwehr, der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen sowie der Haupt- und Finanzausschuss haben der Weiterplanung des Projekts zugestimmt. Damit kann die Stadt Rheinbach die Planungen für die künftige Hauptfeuerwache der Kernstadt fortführen. Vorausgegangen war eine umfassende Überprüfung des Vorhabens. Hintergrund waren die im Frühjahr 2026 beschlossenen Haushaltssperren für größere Investitionsmaßnahmen. So galt es auch bei dieser Baumaßnahme mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren.

Das Ergebnis dieser intensiven Prüfung kann sich sehen lassen. Das ursprünglich kalkulierte Kostenvolumen konnte von rund 21,4 Millionen Euro auf etwa 18 Millionen Euro reduziert werden. Die Einsparungen wurden durch eine enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Planungsbüros und Freiwilliger Feuerwehr erreicht. Gleichzeitig bleibt die volle Funktionsfähigkeit der künftigen Feuerwache erhalten.

Die neue Feuerwache soll künftig als Hauptwache für den Kernstadtbereich dienen. Vorgesehen sind weiterhin eine Fahrzeughalle, Werkstattbereiche für Atemschutz und Gerätewartung, Verwaltungs- und Schulungsräume sowie ein Katastrophenschutzlager. Die Planung berücksichtigt zudem die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021, die Anforderungen des aktuellen Brandschutzbedarfsplans und nicht zuletzt des Arbeitsschutzes.

Im Rahmen der Überarbeitung wurden zahlreiche Optimierungen vorgenommen. So werden unter anderem Flächen effizienter genutzt, einzelne Räume reduziert und verschiedene Bau- und Ausstattungsstandards angepasst. Gleichzeitig bleiben wesentliche Projektziele wie die volle Einsatzbereitschaft der Feuerwehr, die Zukunftsfähigkeit des Standorts sowie die Möglichkeit einer späteren Erweiterung erhalten.

Besondere Bedeutung kommt dem geplanten Katastrophenschutzlager zu. Dieses soll direkt an der neuen Feuerwache entstehen und die bislang an verschiedenen Standorten gelagerten Materialien bündeln. Dadurch werden nicht nur laufende Mietkosten eingespart, sondern auch die Einsatzfähigkeit im Katastrophenfall verbessert.

Mit dem Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses wurde zudem der Sperrvermerk für die Investitionsmaßnahme aufgehoben. Für das Jahr 2026 stehen damit zwei Millionen Euro für die weitere Planung des Projekts zur Verfügung.

Die nun beschlossene Weiterplanung bildet die Grundlage für die nächsten Planungsschritte. Ziel bleibt es, eine moderne, leistungsfähige und wirtschaftlich tragfähige Feuerwache zu schaffen, die den Anforderungen von Feuerwehr und Katastrophenschutz langfristig gerecht wird.
 

Montag, 15. Juni 2026

Flohmarktsaison 2026 im Freizeitpark


Flohmarktsaison 2026 im Freizeitpark


Am Samstag, dem 27. Juni 2026 findet der nächste Flohmarkt im Freizeitpark Rheinbach statt. Von 9:00 – 16:00 Uhr (Aufbau ab 7:00 Uhr) dürfen alle nicht mehr im Haus benötigten "Altertümchen" angeboten werden.

Außer Neuwaren, Lebensmitteln und Kunstobjekten kann alles verkauft werden, was der Keller hergibt.

Für Kinder bis 12 Jahre wird ein separater Kinderbereich zur Verfügung gestellt. Hier können die jungen Anbieter ihre Spielwaren auf Decken anbieten und brauchen keine Standgebühr zu entrichten.

Die Eingänge Schubertstraße / Höhe Regerstraße, Parkplatz Parkcafé (Nähe monte mare) und der Eingang an der Skater-Anlage werden um 7:00 Uhr geöffnet, im Anschluss daran die anderen Eingänge des Freizeitparks.

Anmeldungen werden ab dem 15. Juni 2026 unter der E-Mail: flohmarkt-freizeitpark@stadt-rheinbach.de unter Angabe von Name und Meterzahl entgegen genommen oder montags – freitags von 08:00 – 12:00 Uhr telefonisch unter: 02226 / 917-233 oder 02226 / 917-234.

Bitte beachten Sie:

  • Die Standgebühr beträgt 6,00 € pro laufenden Meter Standfläche. Ein Kleiderständer gilt als laufender Meter
  • Die längste Verkaufsfront wird berechnet. Wird z.B. ein Tapeziertisch (grds. 3 Meter lang und ca. 80 Zentimeter breit) in die Tiefe des Platzes aufgestellt, so werden 3 Meter zur Berechnung der Standmiete zugrunde gelegt.
  • Teilnehmer, die nicht angemeldet sind, haben die doppelte Standgebühr zu entrichten.
  • PKW und PKW-Hänger dürfen weder in den Park fahren noch in den Park geschoben werden.
  • Das Mitführen von Hunden ist im Park nicht erlaubt.
  • Der Verkauf von Neuwaren, Lebensmitteln oder Selbsthergestelltem ist nicht erlaubt.
  • Im Kinderbereich dürfen keine Kleidung und Schuhe angeboten werden.


Kinder-Fahrrad-Aktion – Verkehrswacht Rhein-Sieg-Kreis gegenüber vom Parkcafé

Die Verkehrswacht des Rhein-Sieg-Kreises bietet verschiedene Aktionselemente, die in der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit eingesetzt werden, an. Die Aktionselemente bestehen aus einem Fahrradsimulator für Kinder von 5 bis 14 Jahren, einem Infostand für die Kinder und deren Eltern sowie einer VR-Brille, in der gefährliche Fahrsituationen, wie z. B. der „Tote Winkel“ Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in 3D hervorragend visualisiert werden.

Vorschau:

Die nächsten Flohmärkte finden an folgenden Samstagen statt:

  • Samstag, 22. August 2026
  • Samstag, 26. September 2026 

Donnerstag, 11. Juni 2026

Stadt Rheinbach stellt erste Hochleistungspumpe für den Starkregenfall in den Dienst

Foto: Stadt Rheinbach

Stadt Rheinbach stellt erste Hochleistungspumpe für den Starkregenfall in den Dienst

• Stadt Rheinbach stärkt den Hochwasser- und Starkregenschutz in Flerzheim
• Maßnahme ist Projekt des präventiven Hochwasserschutzes im Wiederaufbauplan nach der Förderrichtlinie Wiederaufbau Nordrhein-Westfalen


Die Stadt Rheinbach hat die erste von insgesamt drei Hochleistungspumpen für den Einsatz bei Starkregenereignissen in Dienst gestellt. In Kombination mit den mobilen Hochwasserschutzelementen erweitert die Stadt Rheinbach mit der modernen Drehkolbenpumpe ihre Möglichkeiten, insbesondere den Ortsteil Flerzheim künftig noch besser vor den Folgen extremer Niederschläge zu schützen.

Die mobilen Pumpen sollen bei Hochwasser und Starkregen Wasser aus tieferliegenden Straßenbereichen gezielt in die Swist ableiten und so Überflutungen reduzieren. Die Beschaffung der drei Pumpen wurde als wichtige Maßnahme zur Starkregenvorsorge beschlossen. Die beiden weiteren Pumpen werden voraussichtlich Anfang Juli geliefert.

„Mit der Indienststellung der ersten Pumpe stärken wir unsere Einsatzfähigkeit bei Hochwasser- und Starkregenlagen deutlich. Gerade für Flerzheim, das in der Vergangenheit mehrfach von Überflutungen betroffen war, ist dies ein wichtiger Baustein unserer Vorsorgestrategie“, sagt Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel.

Die neue Drehkolbenpumpe verfügt über eine Förderleistung von bis zu 10.000 Litern pro Minute. Im Gegensatz zu herkömmlichen Pumpensystemen kann sie neben Wasser auch Feststoffe wie Schlamm fördern und eignet sich damit besonders für Einsätze unter anspruchsvollen Bedingungen. Da die Pumpe fest auf einem Anhänger montiert ist, kann sie schnell und flexibel an den Einsatzort gebracht werden. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Wartung: Durch die eingewiesenen Personen können Verschleißteile ausgetauscht und Fremdkörper aus der Pumpe entfernt werden.

Vor der Indienststellung wurden Mitarbeitende des Betriebshofes sowie Gerätewarte der Freiwilligen Feuerwehr in die Bedienung der neuen Technik eingewiesen. Ziel der Schulung war es, die Einsatzkräfte mit der neuen Pumpentechnologie vertraut zu machen und eine sichere sowie effiziente Nutzung im Ernstfall zu gewährleisten.

Mit der – durch Bund und das Land NRW geförderten - Investition in Höhe von rund 120.000 € setzt die Stadt Rheinbach ihre Maßnahmen zur Anpassung an die zunehmenden Wetterextreme konsequent fort und stärkt die Vorsorge für künftige Hochwasser- und Starkregenereignisse. 

Stadt Rheinbach beantragt Bundesförderung für die Sanierung des Freibades

Stadt Rheinbach beantragt Bundesförderung für die Sanierung des Freibades

  • Förderantrag soll den Weg für eine umfassende Modernisierung des Freibades ebnen
  • Sanierung erhöht Betriebssicherheit, Folgekosten werden gesenkt und die Attraktivität der Anlage nachhaltig gestärkt

Die Stadt Rheinbach möchte die Zukunft ihres Freibades langfristig sichern und wird einen Förderantrag im Rahmen des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder 2026“ stellen. Der Stadtrat ist in seiner Sitzung dem Beschlussvorschlag der Verwaltung mit mehrheitlichen Beschluss gefolgt und hat sie beauftragt, die erforderlichen Unterlagen beim Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen einzureichen.

Das Rheinbacher Freibad ist seit vielen Jahren ein wichtiger Treffpunkt für Sport, Freizeit und Erholung. Gleichzeitig befindet sich die Anlage trotz kontinuierlicher Unterhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen in einem zunehmend schlechten baulichen und technischen Zustand. Insbesondere das 50-Meter-Außenbecken, das Kinderbecken sowie die technische Infrastruktur weisen einen erheblichen Sanierungsbedarf auf.

In den vergangenen Monaten wurde dies erneut deutlich. Ein Rohrbruch an einer Wasserleitung konnte nur durch das schnelle und koordinierte Handeln des städtischen Eigenbetriebs Wasserwerks und der Freiwilligen Feuerwehr ohne gravierende Folgen bewältigt werden. Auch Frostschäden am Kinderbecken machten umfangreiche Reparaturen erforderlich. Die steigende Zahl notwendiger Instandsetzungen verursacht nicht nur erhebliche Kosten, sondern bindet zunehmend personelle Ressourcen.

„Mit dem Bundesprogramm bietet sich nun die Möglichkeit, einen erheblichen Teil der Sanierungskosten durch Fördermittel zu finanzieren. Vorgesehen ist eine Förderung von 45 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, was einer Fördersumme von bis zu rund 2,57 Millionen Euro entsprechen kann“, erklärt Torsten Bölinger, Technischer Beigeordneter der Stadt Rheinbach.

Grundlage des Förderantrags ist eine umfassende Konzeptstudie zur Zukunft des Freibades. Diese zeigt, dass der überwiegende Teil der notwendigen Investitionen ohnehin auf die bauliche und technische Bestandssicherung entfällt. Die Kosten für eine reine Erhaltung der bestehenden Anlage würden langfristig kaum unter denen einer umfassenden Modernisierung liegen. Diese eröffnet durch eine mögliche Inanspruchnahme von Fördermitteln aber die Gelegenheit, die Attraktivität des Freibades nachhaltig zu steigern.

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass die Umsetzung der Konzeptstudie nur im Falle einer positiven Förderzusage des Bundes erfolgen soll. Mit dem nun vorgesehenen Ratsbeschluss werden zunächst die Voraussetzungen geschaffen, um die Fördermittel fristgerecht beantragen zu können. Für die Durchführung der Sanierungsmaßnahme wurden bislang keine Haushaltsmittel im Haushaltsplan veranschlagt. Lediglich für die Beauftragung der erforderlichen Konzeptstudie wurde im Haushaltsjahr 2026 ein Mittelansatz in Höhe von 50.000 Euro berücksichtigt.

„Die geplante Sanierung würde neben der technischen Erneuerung insbesondere eine barrierefreie Gestaltung sowie eine moderne und energieeffiziente Infrastruktur ermöglichen. Dadurch könnten Betriebssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit des Freibades langfristig verbessert werden. Das Freibad leistet einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in Rheinbach. Es schafft attraktive Freizeit- und Bewegungsangebote für Kinder, Jugendliche und Familien, fördert Gesundheit und gesellschaftliches Miteinander und stärkt die Attraktivität der Stadt als Wohn- und Lebensstandort“, freut sich Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel über die im Rat getroffene Entscheidung.

„Forum: Alter und Pflege“ am 20. Juni 2026 auf dem Alliance Messegelände


„Forum: Alter und Pflege“ am 20. Juni 2026 auf dem Alliance Messegelände


Die Stadt Rheinbach lädt auch in diesem Jahr alle Seniorinnen und Senioren, Angehörige sowie Interessierte herzlich zur Teilnahme am „Forum: Alter und Pflege“ ein. Die Veranstaltung findet am Samstag, den 20. Juni 2026, von 11:00 bis 16:00 Uhr auf dem Alliance Messegelände statt.

Das Forum bietet eine Plattform für den Austausch zu Fragen des Älterwerdens, zur Pflege und zu Unterstützungsangeboten. Besucherinnen und Besucher erwartet ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm mit wertvollen Informationen und konkreten Hilfestellungen für den Alltag.

Das Vortragsprogramm:

  • 11:15 Uhr: Begrüßung durch Bürgermeister Herrn Dr. Daniel Phiesel
  •  12:00 Uhr: Kommunale Pflegeberatung – Lichtblick im Pflegedschungel Stadt Rheinbach – Frau Christine Eschweiler
  • 13:00 Uhr: Demenz - den Alltag gemeinsam meistern SKM – Sozialpsychiatrisches Zentrum / Adele – Frau Renate Brand
  • 14:00 Uhr: Die 24-Stunden Pflege durch den Pflegedienst Viventis24 Pflegedienst GmbH – Herr Dr. Tilo Bellm
  •  15:00 Uhr: Hilfe am Ende des Lebens Palliativteam SAPV RheinErft – Frau Barbara Voss

Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an Pflegebedürftige und ihre Angehörigen, sondern auch an alle, die sich frühzeitig über die Themen Pflege und Vorsorge informieren möchten.

Der Eintritt ist frei – eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bitte beachten Sie: Hunde müssen draußen warten (ausgenommen Assistenz- und Blindenhunde) 

Dienstag, 9. Juni 2026

„Demokratien unter Druck - Welche Zukunft hat der offene Verfassungsstaat?“

„Demokratien unter Druck - Welche Zukunft hat der offene Verfassungsstaat?“

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio im Rheinbacher Stadttheater

• Ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts, Distinguished Professor für Öffentliches Recht am gleichnamigen Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und Gründungsdirektor des Forschungskollegs normative Gesellschaftsgrundlagen zu Gast
• Vortrag im Rahmen des Projekts „Kunst findet Stadt“, das in diesem Jahr unter dem Leitmotiv Demokratie steht 


Demokratien stehen weltweit unter Druck: gesellschaftliche Spaltung, Populismus, Vertrauensverlust in Institutionen und globale Krisen stellen den offenen Verfassungsstaat vor große Herausforderungen. Welche Zukunft hat unsere Demokratie – und wie können Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und gesellschaftlicher Zusammenhalt bewahrt werden?

Diesen hochaktuellen Fragen widmet sich Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio, einer der bedeutendsten Staatsrechtler Deutschlands, in seinem Vortrag „Demokratien unter Druck. Welche Zukunft hat der offene Verfassungsstaat?“.

Mit seiner langjährigen Erfahrung, seiner klaren Analyse und seinem Blick auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen unserer Zeit bietet Udo Di Fabio am 10. Juni 2026, 19:00 Uhr, Stadttheater, Königsberger Straße 29, 53359 Rheinbach spannende Einblicke in die Zukunft demokratischer Gesellschaften. Der Vortrag lädt dazu ein, über die Grundlagen unseres Zusammenlebens nachzudenken und aktuelle Entwicklungen kritisch einzuordnen.

Ein Abend voller Impulse, Denkanstöße und aktueller gesellschaftlicher Relevanz – für alle, die sich für Demokratie, Politik und die Zukunft unserer Gesellschaft interessieren.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter events@stadt-rheinbach.de bzw. telefonisch unter 02226/917-503 oder -350. 

Dienstag, 2. Juni 2026

Gemeinsames Engagement für eine nachhaltige Zukunft in Rheinbach

Gemeinsames Engagement für eine nachhaltige Zukunft in drei öffentlichen Gebäuden der Stadt Rheinbach (v. l.): Susanne Manheller, Markus Schäfer (beide Stadt Rheinbach, Sachgebiet Bauliche Unterhaltung, Immobilienbewirtschaftung), Lydia Bauer Westenergie Kommunalmanagerin, Torsten Bölinger Technischer Beigeordneter Stadt Rheinbach und Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel (Foto: Stadt Rheinbach) 

Gemeinsames Engagement für eine nachhaltige Zukunft in Rheinbach

  • Westenergie unterstützt die Stadt Rheinbach bei der Umsetzung von energieeffizienten Maßnahmen

  • Umrüstung auf LED senkt bis zu 70 Prozent der Beleuchtungskosten

  • „Durch die neue, langlebigere LED-Technik entlasten wir den Haushalt der Stadt Rheinbach und schonen zudem die Umwelt”, erklärte Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel


Rheinbach, 2. Juni 2026. Gemeinsam mit der Stadt Rheinbach unterstützt Westenergie die Modernisierung der Beleuchtung in drei öffentlichen Gebäuden der Stadt Rheinbach. In der Sporthalle der Gesamtschule, Standort Villeneuver Straße, der Mehrzweckhalle Oberdrees und der Turnhalle der Grundschule Merzbach sorgen ab sofort mehr als 80 neue und umweltfreundliche LED-Leuchten für eine effiziente und energiesparende Beleuchtung. Um weitere Energiekosten zu sparen, wurden zusätzliche tageslichtabhängige Lichtsteuerungen eingesetzt. Mit dieser Umrüstung wurde ein weiterer Teil des Klimaschutzkonzeptes der Stadt umgesetzt. Bei einem gemeinsamen Termin überzeugten sich Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Westenergie-Kommunalmanagerin Lydia Bauer von der Modernisierung.

„Durch die neue, langlebigere LED-Technik, entlasten wir den Haushalt der Stadt und schonen zudem die Umwelt, eine klassische Win-Win Situation. Die öffentlichen Gebäude sind außerdem heller und freundlicher und zeigen den Bürgerinnen und Bürgern: Wir gehen mit gutem Beispiel voran. Ein herzlicher Dank geht an Westenergie für die schnelle Unterstützung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit“, erklärte Bürgermeister. Westenergie-Kommunalmanagerin Lydia Bauer fügte hinzu: „Wir freuen uns, dass wir zur Verbesserung der Infrastruktur in den drei öffentlichen Liegenschaften beitragen können. Die neue Beleuchtung sorgt durch die bessere Lichtqualität für eine angenehmere Lichtumgebung alle Besucherinnen und Besucher, Nutzerinnen und Nutzer der Gebäude.“

Die Stadt Rheinbach rechnet durch die Umrüstung mit einer Einsparung von über 70 Prozent der bisherigen Energiekosten.

Zusätzlich trägt der Einsatz modernster LED-Technik dazu bei, den CO2-Ausstoß erheblich zu reduzieren. 

Energie. Für Euch.

Die Westenergie AG engagiert sich in ihren Partnerkommunen und will mit ihren Initiativen vor Ort Menschen begeistern, das Miteinander stärken und für Chancengleichheit eintreten. Ein Unternehmen, das mit seinen Verteilnetzen Millionen Menschen rund um die Uhr verlässlich zur Seite steht – von Osnabrück bis Trier, von Wesel bis Arnsberg. Und das nicht nur mit Energie, sondern auch mit vollem Einsatz für soziale Projekte, Sport, Klimaschutz sowie Kultur und Bildung. Das Ziel: Gemeinsam entdecken, erforschen und erleben. Gemeinsam nachhaltiger handeln und die Zukunft gestalten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder Niedersachsen – mit Zuversicht und Entschlossenheit.

Donnerstag, 21. Mai 2026

Betreuungsbedarf in Kindertagesstätten für das Kindergartenjahr 2027/2028 jetzt anmelden

Das Jugendamt Rheinbach informiert!

Betreuungsbedarf in Kindertagesstätten für das Kindergartenjahr 2027/2028 jetzt anmelden


Viele Eltern im Zuständigkeitsbereich des Jugendamtes der Stadt Rheinbach haben die Anmeldung ihres Kindes in einer oder mehreren Kindertageseinrichtungen für das Kindergartenjahr 2027/28 (für die Aufnahme zum 01.08.2027) bereits vorgenommen oder planen dies für die kommenden Wochen. Um das Betreuungsangebot an den Bedarfen der Familien auszurichten und den Wünschen für den Betreuungsumfang in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege zu entsprechen, müssen nach dem Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) die Eltern den Betreuungsbedarf dem örtlichen Jugendamt schriftlich mitteilen.

Dafür ist von den Eltern der Rheinbacher Kinder eine „Bedarfsmeldung für die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen 2027/28“ auszufüllen und der Betreuungsbedarf beim Jugendamt zu melden.

Diese Meldung ist bis zum 01.12.2026 beim Jugendamt abzugeben, damit eine gute Planung möglich ist.

Auf der Bedarfsmeldung sollen die Wunscheinrichtung und ein zweit- und drittrangiger Wunsch angegeben werden. Um sich über die Wunscheinrichtung zur informieren, ist es unbedingt erforderlich, zeitnah Kontakt mit den Kindertageseinrichtungen, die für die Betreuung in Frage kommen, aufzunehmen und das Kind in den gewünschten drei Einrichtungen persönlich anzumelden.

Auf der Homepage der Stadt Rheinbach ist der Berdarfsmeldebogen unter folgendem Link abrufbar:
https://www.rheinbach.de/kinderbetreuung-in-kindertageseinrichtungen

Alle Kindertageseinrichtungen im Stadtgebiet mit den jeweilige Gruppen- und Altersstrukturen, die Öffnungszeiten und die Kontaktdaten sind ebenfalls dort aufgeführt.

Der Meldebogen ist ebenfalls in den Rheinbacher Kindertagesstätten, im Rathaus und im Jugendamt erhältlich.

Wichtig ist zu wissen, dass die Vergabe der Betreuungsplätze weiterhin von den Trägern der Kindertageseinrichtungen erfolgt und daher die Eltern die Kinder persönlich in der Kindertageseinrichtung bis spätestens Ende November 2026 anmelden müssen und der Meldebogen bis zum 01.12.2026 beim Jugendamt einzureichen ist. Denn nur so kann auch die Aufnahme des Kindes in einer der Wunscheinrichtungen gewährleistet werden. Der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz richtet sich an das für den Wohnort der Eltern zuständige Jugendamt.

Weitere Informationen erhalten Sie von den Mitarbeiterinnen des Jugendamtes Rheinbach,
Tel. 02226/917-231, -611 oder -452 

Mittwoch, 20. Mai 2026

Kulturbeirat Rheinbach startet erfolgreich

Monika Flieger, 1. Vorsitzende Rheinbach liest e.V. und Daniela Hoffmann, Erste Beigeordnete Stadt Rheinbach

Die Mitglieder des Kulturbeirats Rheinbach - Fotos: Stadt Rheinbach

Kulturbeirat Rheinbach startet erfolgreich

Monika Flieger zur Vorsitzenden gewählt


• Mit großer Beteiligung und spürbarem Aufbruch startet der Kulturbeirat in seine Arbeit für eine vernetzte und zukunftsfähige Stadtkultur

Mit einer engagierten und konstruktiven ersten Sitzung ist der neu gegründete Kulturbeirat der Stadt Rheinbach am 19. Mai 2026 im Glasmuseum erfolgreich gestartet. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Politik und Verwaltung kamen zusammen, um gemeinsam den Grundstein für die zukünftige Zusammenarbeit zu legen.

Im Mittelpunkt der Sitzung standen das gegenseitige Kennenlernen, die Vorstellung der Aufgaben und Ziele des Gremiums sowie die Abstimmung erster inhaltlicher Schwerpunkte. Ein besonderer Schwerpunkt war die Wahl des Vorsitzes. Dabei wurde Monika Flieger einstimmig zur Vorsitzenden des Kulturbeirats gewählt.

In ihrer ersten Stellungnahme betonte sie die Bedeutung des neuen Gremiums für die Stadt. Sie sagte, dass der Kulturbeirat mehr als ein beratendes Gremium sei. Er sei ein gemeinsamer Raum für Ideen, Perspektiven und Verantwortung. Wenn es gelinge, die Vielfalt der Rheinbacher Kulturszene nicht nur abzubilden, sondern aktiv miteinander zu verbinden, entstehe eine starke Grundlage für eine lebendige und zukunftsfähige Stadtkultur.

Auch die Erste Beigeordnete Daniela Hoffmann äußerte sich sehr zufrieden mit dem Auftakt. Sie erklärte, dass diese erste Sitzung eindrucksvoll gezeigt habe, wie viel Engagement, Kreativität und Bereitschaft zur Zusammenarbeit in der Rheinbacher sie freue sich darauf, die weitere Entwicklung aktiv zu begleiten.

Die Sitzung war insgesamt von einem offenen Austausch und einer hohen Bereitschaft zur Zusammenarbeit geprägt. Erste Projekte wie das Vorhaben „Kunst findet Stadt“ wurden vorgestellt und stießen auf großes Interesse. Zudem verständigten sich die Mitglieder auf eine enge, transparente Zusammenarbeit sowie auf regelmäßige Treffen.

Mit diesem erfolgreichen Auftakt ist ein wichtiger Schritt getan. Der Kulturbeirat nimmt seine Arbeit auf und wird künftig als Plattform dienen, um Impulse zu setzen, Interessen zu bündeln und die kulturelle Entwicklung der Stadt Rheinbach aktiv mitzugestalten. 

Dienstag, 5. Mai 2026

Jetzt mitmachen: Stadt Rheinbach und Westenergie suchen die LokalStars 2026

Jetzt mitmachen: Stadt Rheinbach und Westenergie suchen die LokalStars 2026

• Neuer Preis für nachhaltiges Engagement – Bewerbung bis Ende Mai
• Gewinnerprojekt erhält 500 Euro Preisgeld


Rheinbach, 4. Mai 2026. Ob Gemeinschaftsgarten, ehrenamtliche Vorlesegruppe im Altersheim oder Repair-Café – es gibt viele Menschen, die mit ihren Ideen das Leben vor Ort besser machen. Mit dem neuen LokalStars-Award würdigen die Stadt Rheinbach und Westenergie dieses Engagement und machen Projekte sichtbar, die die Kommune lebenswerter, sozialer und zukunftsfähiger gestalten. Initiatorinnen und Initiatoren, die sich für eine starke Gemeinschaft, bewussten Konsum oder eine gesunde Natur einsetzen, können sich bis Ende Mai 2026 bewerben.

„Bei uns vor Ort setzen sich zahlreiche Menschen für eine lebenswerte Zukunft ein. In Zusammenarbeit mit Westenergie geben wir diesem Engagement Sichtbarkeit und stellen die vielfältigen, nachhaltigen Ideen der LokalStars in den Mittelpunkt“, sagte Dr. Daniel Phiesel, Bürgermeister von Rheinbach.

Projektverantwortliche – ob Vereine, Gruppen, Initiativen oder engagierte Personen – können sich bis zum 31. Mai 2026 unter lokalstars.westenergie.de bewerben.

Susen Griemens, Projektleitung Westenergie LokalStars, betonte: „Die besten Ideen entstehen dort, wo Menschen zusammenkommen und Verantwortung übernehmen. Mit den LokalStars möchten wir nachhaltige Projekte sichtbar machen und auszeichnen.”

Institutionen, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen können sich bis zum 31. Mai 2026 für den Award Westenergie LokalStars bewerben.

Ablauf und Preisvergabe Westenergie LokalStars

Nach einem digitalen Bürgervoting wählt eine Jury aus den drei beliebtesten Projekten einen Sieger. Das Gewinnerprojekt erhält 500 Euro im Rahmen einer kommunalen Ehrung. Alle kommunalen Gewinner können sich zudem für den Regionalentscheid qualifizieren – dort warten zusätzlich bis zu 5.000 Euro Preisgeld.

Nachhaltigkeit gewinnt. Gemeinsam für die Region

Die Westenergie engagiert sich gemeinsam mit ihren Partnerkommunen für nachhaltige Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Umwelt. Mit Initiativen wie den Westenergie LokalStars setzt sich das Unternehmen für die Menschen vor Ort ein, unterstützt lokale Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen und Firmen zum Nutzen der Öffentlichkeit. Das Ziel: Gemeinsam die Zukunft gestalten – von Osnabrück bis Trier, von Wesel bis Arnsberg. Mit Zuversicht und Entschlossenheit. Eindrücke finden sich auch auf Instagram, Facebook und LinkedIn. Weitere Informationen: www.lokalstars.westenergie.de

Rund 200 Gäste bei Infoabend zum Swistbach in Rheinbach

Großes Interesse am Hochwasserschutz:

Rund 200 Gäste bei Infoabend zum Swistbach in Rheinbach

  • Bezirksregierung Köln stellt neue Berechnungen zum Überschwemmungsgebiet vor
  • Vertreter aus Meckenheim und Swisttal sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger im Austausch
  • Überarbeiteter Verordnungsentwurf ermöglicht erneute Beteiligung der Betroffenen

Rund 200 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten am 29. April 2026 der Einladung der Bezirksregierung Köln und der Stadt Rheinbach zu einer Informationsveranstaltung in der Mensa der Gesamtschule Rheinbach. Neben der breiten Öffentlichkeit waren auch Vertreterinnen und Vertreter der Unteren Wasserbehörde des Rhein-Sieg-Kreises, der Stadt Meckenheim sowie der Gemeinden Swisttal und Weilerswist und der Politik unter den Gästen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der aktuelle Stand des Verfahrens zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes des Swistbachs und seiner Nebengewässer. Die Bezirksregierung Köln erläuterte, dass im bisherigen Verfahren der Verordnungsentwurf sowie entsprechende Karten öffentlich ausgelegt worden waren und daraufhin zahlreiche Einwendungen aus der Bürgerschaft, von Kommunen und weiteren Beteiligten eingegangen sind.

Diese Hinweise wurden im Anschluss umfassend geprüft und führten zu detaillierten Neuberechnungen. Dabei stellte sich heraus, dass einige der ursprünglich ausgewiesenen Flächen künftig nicht mehr als überschwemmungsgefährdet gelten.

Gleichzeitig wurden jedoch neue Bereiche identifiziert, die nun in das Überschwemmungsgebiet aufgenommen werden müssen.

Die Fachleute der Bezirksregierung stellten die aktualisierten Berechnungen sowie die zugrundeliegenden Daten und Methoden vor und beantworteten Fragen aus dem Publikum. Ergänzend präsentierte die Stadt Rheinbach ihre Starkregengefahrenkarten und gab Einblicke in die lokalen Vorsorgemaßnahmen.

Auch Torsten Bölinger, Technischer Beigeordneter der Stadt Rheinbach, gab bereitwillig Auskunft zu bereits erfolgten sowie geplanten Maßnahmen und stand den Anwesenden kompetent Rede und Antwort.

Aufgrund der veränderten Flächenkulisse wird das Verfahren zur Festsetzung des Überschwemmungsgebietes für die neu hinzugekommenen Bereiche fortgeführt und ergänzt. Ein überarbeiteter Verordnungsentwurf soll zusammen mit aktualisierten Karten erneut öffentlich ausgelegt werden. Betroffene erhalten in diesem Zuge nochmals die Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben.

Die vorgestellten Überschwemmungskarten werden in Kürze auch online über das Fachinformationssystem „ELWAS-Web“ des Landes Nordrhein-Westfalen unter
https://www.elwasweb.nrw.de/elwas-web/index.xhtml einsehbar sein.

Die hohe Teilnehmerzahl und das große Interesse unterstrichen die Bedeutung des Themas für die Region sowie den Wunsch nach transparenter Information und Mitwirkung. 

Fotos: Stadt Rheinbach

 

Donnerstag, 30. April 2026

Gemeinsam für Hochwasserschutz: Zweite Dammbauaktion im Gewässereinzugsgebiet Rheinbach West erfolgreich umgesetzt

Fotos: Stadt Rheinbach

Gemeinsam für Hochwasserschutz: Zweite Dammbauaktion im Gewässereinzugsgebiet Rheinbach West erfolgreich umgesetzt


Die Hochwasserschutzinitiative Rodderfeld hat gemeinsam mit der von der EU und dem Land NRW geförderten LEADER-Kooperationsstelle „Wasserrückhalt im Wald“ und der Stadt Rheinbach eine zweite Dammbauaktion im südwestlich gelegenen Stadtwald erfolgreich umgesetzt. Nach der ersten Aktion im Mai 2025 knüpft die diesjährige Maßnahme an die gewonnenen Erfahrungen an und entwickelt den Ansatz konsequent weiter.

Rund 20 engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Rodderfeld errichteten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Leader-Kooperation und der Stadt an zwei Fließwegen insgesamt neun sogenannte „durchlässige Dämme“. Vielen Teilnehmende brachten ihre Kinder mit.

Der Aktionstag verband damit praktischen Hochwasserschutz mit Naturerlebnis und Umweltbildung. Insbesondere die jüngere Generation wurde für die Zusammenhänge von Klimawandel, Starkregen und Überschwemmungen sensibilisiert.

Die Maßnahme ist das Ergebnis intensiver Vorbereitung und enger Abstimmung verschiedener Akteure. Die Hochwasserschutzinitiative arbeitete dabei eng mit der interkommunalen Koordinierungsstelle „Wasserrückhalt im Wald“, Renate van Beek, dem Rheinbacher Förster, Sebastian Tölle, sowie dem technischen Beigeordneten der Stadt, Torsten Bölinger, zusammen. In gemeinsamen Begehungen wurden geeignete Standorte auf städtischem Grund identifiziert und die Flächen für die Dämme festgelegt. Die Stadt unterstützte die Maßnahme unter anderem durch die Bereitstellung der Materialien und Gerätschaften.

Eng begleitet wurde die Aktion durch die interkommunale Fachstelle für „Wasserrückhalt im Wald“, die im Rahmen des LEADER-Förderprogramms für Rheinbach, Meckenheim, Swisttal, Euskirchen, Weilerswist und den Rhein-Sieg-Kreis eingerichtet wurden. Ziel dieser Kooperation ist es, Maßnahmen zur Verbesserung des natürlichen Wasserrückhalts systematisch anzustoßen und fachlich zu begleiten.

Auch Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel packte vor Ort an und würdigte das Engagement der Beteiligten. „Der gemeinsame Einsatz zeigt, wie wirkungsvoll bürgerschaftliches Engagement und kommunale Unterstützung Hand in Hand gehen können“, so der Bürgermeister.

Die diesjährige Umsetzung profitierte von den Erkenntnissen aus dem Vorjahr. „Wir bauen inzwischen gezielt mehrere Dämme hintereinander entlang eines Fließwegs“, erläutert Reiner Verspai von der Initiative. Dieses kaskadierende Prinzip sorgt dafür, dass Wasser mehrfach zurückgehalten und sein Abfluss deutlich verlangsamt wird.

Auch aus städtischer Sicht wird dieser Ansatz bestätigt: Eine gestaffelte Anordnung steigert die Retentionsleistung erheblich.

Die Dammbauaktion trägt auch zum Gesamtkonzept der Wasserretention in Rheinbach bei. Während in den vergangenen Jahren zunächst der unmittelbare Schutz durch bauliche Anpassungen, mobile Schutzsysteme und technische Sicherungen, im Vordergrund stand, verschiebt sich der Fokus zunehmend. Ziel ist es, den Wasserzufluss bereits in der Fläche zu reduzieren und natürliche Rückhaltepotenziale im Wald sowie in der Agrarlandschaft gezielt zu stärken.

Dazu gehören perspektivisch auch Maßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen, etwa der Anbau wasserretentionsfördernder Pflanzen wie Miscanthus, den die Stadt Rheinbach finanziell fördert. Maßnahmen wie die errichteten Dämme zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie vergleichsweise kostengünstig sind, in Eigenregie umgesetzt werden können und gleichzeitig eine hohe Wirksamkeit entfalten.

Mit der zweiten Dammbauaktion setzten die Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger ein weiteres Zeichen für einen zukunftsorientierten, gemeinschaftlich getragenen Hochwasserschutz und zeigen, wie lokale Initiativen und kommunale Strategien erfolgreich ineinandergreifen. 


 

Montag, 27. April 2026

Ehrenamtsförderung in Rheinbach

Ehrenamtsförderung in Rheinbach


Im Rahmen der Ehrenamtsförderung in Rheinbach lädt Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel im Mai zu zwei Veranstaltungen ein. Mit einem Vereinsdialog im Ratssaal sowie einer gemeinsamen Wanderung bietet die Stadt engagierten Bürgerinnen und Bürgern Gelegenheit, ihre Anliegen einzubringen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Vereinsdialog am 5. Mai im Ratssaal

Am Dienstag, 5. Mai 2026, um 17 Uhr im Ratssaal im Himmeroder Hof besteht für alle, in Rheinbach Engagierten die Möglichkeit zu einem persönlichen Austausch.

Das Angebot soll offenlegen, was die Rheinbacher Vereine bewegt, welche Herausforderungen sich im Vereinsalltag ergeben und wie die Zusammenarbeit weiter verbessert werden kann. Ziel der Veranstaltung ist es, das Ehrenamt zu stärken und weiterhin gemeinsam an einer guten Zukunft für das Vereinsleben in Rheinbach zu arbeiten.

Eine Anmeldung ist bis 28. April 2026 möglich unter: www.rheinbach.de/ehrenamt-vereinsdialog

„Ehrenamt in Bewegung“: Wanderung am 29. Mai

Unter dem Motto „Ehrenamt in Bewegung“ lädt Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel zu einer gemeinsamen Wanderung am Freitag, 29. Mai 2026, um 17 Uhr ein.

Treffpunkt ist der Parkplatz an der Sportanlage „Am Stadtpark“.

Auf gut begehbarer Strecke bietet sich auf dem rund einstündigen Spaziergang die Gelegenheit für einen persönlichen Austausch in lockerer Atmosphäre.

Eine Anmeldung ist bis 22. Mai 2026 möglich unter: www.rheinbach.de/ehrenamt_in_bewegung 

Montag, 20. April 2026

Flohmarktsaison 2026 im Freizeitpark

Flohmarktsaison 2026 im Freizeitpark


Am Samstag, dem 23. Mai 2026 startet die Flohmarktsaison wieder im Freizeitpark Rheinbach. Von 9:00 – 16:00 Uhr (Aufbau ab 7:00 Uhr) dürfen alle nicht mehr im Haus benötigten "Altertümchen" angeboten werden. Außer Neuwaren, Lebensmitteln und Kunstobjekten kann alles verkauft werden, was der Keller hergibt.

Für Kinder bis 12 Jahre wird ein separater Kinderbereich zur Verfügung gestellt. Hier können die jungen Anbieter ihre Spielwaren auf Decken anbieten und brauchen keine Standgebühr zu entrichten.

Die Eingänge Schubertstraße / Höhe Regerstraße, Parkplatz Parkcafé (Nähe monte mare) und der Eingang an der Skater-Anlage werden um 7:00 Uhr geöffnet, im Anschluss daran die anderen Eingänge des Freizeitparks.

Anmeldungen werden ab dem 11. Mai 2026 unter der E-Mail: flohmarkt-freizeitpark@stadt-rheinbach.de unter Angabe von Name und Meterzahl entgegen genommen oder montags – freitags von 08:00 – 12:00 Uhr telefonisch unter: 02226 / 917-233 oder 02226 / 917-234. Anmeldeschluss ist Freitag, 22.05.2026, 11:00 Uhr.

Bitte beachten Sie:

  • Die Standgebühr beträgt 6,00 € pro laufenden Meter Standfläche. Ein Kleiderständer gilt als laufender Meter
  • Die längste Verkaufsfront wird berechnet. Wird z.B. ein Tapeziertisch (grds. 3 Meter lang und ca. 80 Zentimeter breit) in die Tiefe des Platzes aufgestellt, so werden 3 Meter zur Berechnung der Standmiete zugrunde gelegt.
  • Teilnehmer, die nicht angemeldet sind, haben die doppelte Standgebühr zu entrichten.
  • PKW und PKW-Hänger dürfen weder in den Park fahren noch in den Park geschoben werden.
  • Das Mitführen von Hunden ist im Park nicht erlaubt
  • Der Verkauf von Neuwaren, Lebensmitteln oder Selbsthergestelltem ist nicht erlaubt
  • Im Kinderbereich dürfen keine Kleidung und Schuhe angeboten werden


Kinder-Fahrrad-Aktion – Verkehrswacht Rhein-Sieg-Kreis gegenüber vom Parkcafé

Wieder mit dabei ist die Verkehrswacht des Rhein-Sieg-Kreises. Sie bietet verschiedene Aktionselemente, die in der präventiven Verkehrssicherheitsarbeit eingesetzt werden, an. Die Aktionselemente bestehen aus einem Fahrradsimulator für Kinder von 5 bis 14 Jahren, einem Infostand für die Kinder und deren Eltern sowie einer VR-Brille, in der gefährliche Fahrsituationen, wie z. B. der „Tote Winkel“ Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in 3D hervorragend visualisiert werden. Zusätzlich wird ein Seh-/Hör- und Reaktionstest im Infomobil der Landesverkehrswacht angeboten.

Vorschau:

Die nächsten Flohmärkte finden an folgenden Samstagen statt:

Samstag, 27. Juni 2026
Samstag, 22. August 2026
Samstag, 26. September 2026