Dienstag, 29. September 2026

Zweimal Literatur mit Eva Kraiss im Theater am Lohmarkt

Das Nein-Horn kommt mit einer Action-Lesung ins Theater am Lohmarkt

Eva Marianne Kraiss gastiert am 3. Oktober im Theater am Lohmarkt

Zweimal Literatur mit Eva Kraiss im Theater am Lohmarkt


In Kooperation mit Rheinbach liest e.V. gastiert die Kölner Schauspielerin Eva Kraiss am 3. Oktober mit zwei Eigenproduktionen im Theater am Lohmarkt. Um 15:00 gibt sie in einer Action-Lesung mit Bühnenpartner Sebastian Menges „Das Nein-Horn“ von Marc-Uwe Kling. Um 20:00 Uhr spielt sie „Das kunstseidene Mädchen“ als Einakter nach dem Romans von Irmgard Keun.

Eva Marianne Kraiss ist ein „Rheinbacher Mädchen“ mit Kölner Wohnsitz. Die Schauspielerin ist u.a. überzeugtes Vereinsmitglied bei Rheinbach liest e.V. kommt immer wieder gern in ihre alte Heimatstadt. Hier freut sie sich über eine nun schon seit drei Jahren bestehende Spielstätte. Das Theater am Lohmarkt so etwas wie ihr zweites Wohnzimmer außerhalb der Domstadt geworden. Und am 3. Oktober zeigt Eva Marianne Kraiss hier gleich zweimal ihre Kunst.

Ein absolutes Vorlesehighlight für Familien ist seit kurzem „Das Nein-Horn“. Das Kinderbuch von Marc-Uwe Kling (u.a. Känguru-Chroniken) über das sehr eigenwillige Wesen gehört zu den meistverkauften Büchern der letzten Jahre. Gemeinsam mit dem Schauspielkollegen Sebastian Menges verwandelt Kraiss die Vorlage in ein actionreiches Familienspektakel. Lachsalven und Kicherattacken garantiert!

Am Abend des gleichen Tages spielt Eva Marianne Kraiss dann eines ihrer absoluten Lieblingsstücke: „Das kunstseidene Mädchen“. Inmitten der großen Weltwirtschaftskrise flieht Doris mit einem gestohlenen Pelzmantel nach Berlin. Tagebuchartig erzählt sie von ihren Erlebnissen, den unterschiedlichen Männern und ihrem Traum von einem mondänen Leben. Kraiss hat den bekannten Roman von Irmgard Keun über ein tapferes Leben in schwerer Zeit in einen berührenden Einakter verwandelt.

Karten gibt es ab 8,00 € (Das Nein-Horn) bzw. 12,00 € (Das kunstseidene Mädchen) im Theater am Lohmarkt oder unter www.theater-am-lohmarkt.de
 

Preisverleihung im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach

Ausgezeichnet! Beim 13. Internationalen Glaskunstpreis. Foto: Stadt Rheinbach


Preisverleihung im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach 


Mit der feierlichen Preisverleihung endete die Ausstellung von insgesamt 38 Arbeiten, die im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach seit Juni im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“ zu sehen waren. Neun Glasfachschulen aus dem In- und Ausland beteiligten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin zu Köln a. D. und Vizepräsidentin der Stiftung Nordrhein-Westfalen, steht. Im Beisein von zahlreichen Wegbegleitern und Fördernden, Ratsmitgliedern und hochkarätigem Publikum freute sich auch Daniela Hoffmann, das künstlerische Schaffen der „internationalen Glasjugend“ zu würdigen und den Stellenwert des Wettbewerbs hervorzuheben. „Als Glasstadt mit einer hochangesehenen Glasfachschule und einem Glasmuseum mit einer hochkarätigen Sammlung lassen wir uns mit dem Nachwuchsförderpreis gerne in die Pflicht nehmen, um den jungen Glasenthusiasten aus Europa ein Forum des Austausches zu bieten, Gelegenheiten für Begegnungen und einen Rahmen für tragfähige Netzwerke zu schaffen“, so die Erste Beigeordnete.

Eine hochkarätig besetzte Jury hatte die drei besten Exponate mit 1.000 Euro, 750 Euro und 500 Euro prämiert. Darüber hinaus wurden der mit 500 Euro dotierte Publikumspreis „Franz-Josef Feuser“ sowie der ebenfalls mit 500 Euro dotierte Preis der Continuum Gallery vergeben. Die prämierten Werke stachen vor allem durch kreativen Einsatz von Glasdekorationstechniken und hoher handwerklicher Qualität in der Glasbläserei in Kombination mit geistreicher Bildsprache, Präzision und Verbindungen von tiefgründiger Reflexion und Humor.

Mit dem Internationalen Glaskunstpreis knüpft die Stadt Rheinbach an die nordböhmischen Wurzeln des Glaszentrums Rheinbach an und fördert zugleich die kulturelle Zusammenarbeit in Europa. Der Wettbewerb gibt jungen Gestalterinnen und Gestaltern die Möglichkeit, die traditionsreiche Glasherstellung zeitgemäß zu interpretieren und die Vielfalt des Werkstoffs Glas in der zeitgenössischen Kunst sichtbar zu machen.

Von Rittern, Hexen und Zauberern

Der Bergfried aus nordwestlicher Richtung, Foto: Stadtarchiv/Pertz

Von Rittern, Hexen und Zauberern


Am Sonntag, 11. Oktober, 15.00 Uhr, bieten der Eifel- und Heimatverein und das Stadtarchiv Rheinbach im Rahmen der von der Rhein-Voreifel Touristik koordinierten Reihe "Burgen öffnen ihre Tore" eine Führung über das Gelände der ehemaligen Rheinbacher Burg an. Höhepunkt ist sicherlich die Erkundung des sogenannten „Hexenturms“. 

Im Jahre 1190 wird die Rheinbacher Burg erstmals erwähnt. In den folgenden 150 Jahren wohnten hier die Ritter von Rheinbach und gründeten die gleichnamige Stadt. Später war die Burg Verwaltungsmittelpunkt der kurkölnischen Güter des Amtes Rheinbach. Der neben dem Torturm noch heute erhaltene Bergfried, seit dem 19. Jahrhundert Hexenturm genannt, beherbergt ein
Verlies, in dem vermutlich zur Zeit der Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert die vermeintlichen Hexen und Zauberer gefangen gehalten wurden.

Bei der Führung stehen Erläuterungen zur Bedeutung der Ritter von Rheinbach im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden aber auch Fake-News zur Geschichte der Rheinbacher Hexenverfolgung entlarvt und korrigiert.

Treffpunkt ist jeweils um 15:00 h im Himmeroder Hof (Glasmuseum). Die Führung dauert ca. 90 Minuten. Eine Anmeldung unter archiv@stadt-rheinbach.de oder 02226/917550 ist unbedingt notwendig, da die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Brandschutzgründen beschränkt ist. Die Führung ist kostenlos, Spenden aber herzlich willkommen.
 

Freiwilligenzentrum Bickwechsel belegt ersten Platz beim Westenergie LokalStars-Award 2026

Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel gemeinsam mit dem Team vom Freiwilligenzentrum Blickwechsel sowie Lydia Bauer und Gabriel Quirini von Westenergie - Foto: Stadt Rheinbach


Freiwilligenzentrum Bickwechsel belegt ersten Platz beim Westenergie LokalStars-Award 2026

  • Stadt Rheinbach und Westenergie zeichnen nachhaltiges Engagement aus

  • Gewinner Freiwilligenzentrum Blickwechsel erhält 500 Euro Preisgeld

Ob Tauschschrank, Seniorenclub oder ein Projekt für Natur und Klima – es gibt viele Menschen, die mit ihren Ideen das Leben vor Ort besser machen. Mit dem neuen LokalStars-Award würdigen die Stadt Rheinbach und Westenergie dieses Engagement und machen Projekte sichtbar, die die Kommune lebenswerter, sozialer und zukunftsfähiger gestalten.

Der erste Platz in Rheinbach geht an das Freiwilligenzentrum Blickwechsel mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Das Freiwilligenzentrum Blickwechsel ist in Rheinbach fest verankert und bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe und zum ehrenamtlichen Engagement. Seit 2014 bringt es Menschen unterschiedlichster Altersgruppen und Lebenssituationen mit Vereinen und Einrichtungen zusammen und stärkt so das Miteinander vor Ort.

Die Jury würdigt insbesondere die breite Wirkung sowie die Möglichkeit, das bestehende Engagement weiter auszubauen und noch stärker in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken.

„Wir sind auf den ehrenamtlichen Einsatz vor Ort sehr stolz, denn Ehrenamt bedeutet, füreinander da zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu schaffen und unsere Stadt aktiv mitzugestalten. Wir freuen uns sehr darüber, den LokalStars-Award 2026 zusammen mit Westenergie an das Freiwilligenzentrum Blickwechsel zu verleihen, denn es bringt Menschen zusammen, die sich engagieren möchten und beweist immer wieder, wie vielfältig und unkompliziert der Einstieg ins Ehrenamt sein kann.“, sagte Dr. Daniel Phiesel, Bürgermeister von Rheinbach.

„Der LokalStars-Award bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine Bühne, die ihre Visionen in die Tat umgesetzt haben. Menschen, die sich in unseren Kommunen für die Gemeinschaft engagieren und sich für bewussten Konsum, eine gesunde Natur oder eine starke Gemeinschaft einsetzen sollen hier ausgezeichnet werden“, sagte Lydia Bauer, Kommunalmanagerin bei Westenergie.

Nachhaltigkeit gewinnt. Gemeinsam für die Region

Projektverantwortliche – ob Vereine, Gruppen, Initiativen oder engagierte Personen konnten sich bis zum 31. Mai 2026 unter lokalstars.westenergie.de bewerben. Bei mehr als drei Projekten pro Kommune erfolgte ein digitales Bürgervoting. Im Anschluss wählte eine Jury aus den drei beliebtesten Projekten einen Sieger. Das Gewinnerprojekt erhält 500 Euro im Rahmen einer kommunalen Ehrung. Alle kommunalen Gewinner können sich zudem für den Regionalentscheid qualifizieren – dort warten zusätzlich bis zu 5.000 Euro Preisgeld.

Die Westenergie engagiert sich gemeinsam mit ihren Partnerkommunen für nachhaltige Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Umwelt. Mit Initiativen wie den Westenergie LokalStars setzt sich das Unternehmen für die Menschen vor Ort ein, unterstützt lokale Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen und Firmen zum Nutzen der Öffentlichkeit. Das Ziel: Gemeinsam die Zukunft gestalten – von Osnabrück bis Trier, von Wesel bis Arnsberg. Mit Zuversicht und Entschlossenheit. Eindrücke finden sich auch auf Instagram, Facebook und LinkedIn. Weitere Informationen: www.lokalstars.westenergie.de 

Welthospiztag am Samstag, 10. Oktober, 11-16 Uhr, in Meckenheim


Welthospiztag am Samstag, 10. Oktober, 11-16 Uhr, in Meckenheim

Vortrag, Lesung, Figurentheater und Musik


Zum Welthospiztag am Samstag, 10. Oktober 2026, lädt die Ökumenische Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal von 11-16 Uhr zu Vortrag, Figurentheater, Lesung und Musik in das Zeughaus der Meckenheimer Stadtsoldaten, Prof.-Scheeben-Straße 11. 

„Wenn die Krankheit fortschreitet – Wege zur Entscheidungsfindung“, lautet das Thema des Vortrags des Palliativmediziners und Vorsitzenden der Hospizgruppe e.V., Prof. Lukas Radbruch.  

Es folgt eine Lesung mit Karyn von Ostholt und Michael Althausen zu „Ach ja – die Liebe“ mit musikalischer Umrahmung. 

Um das Thema Demenz geht es in der Figurentheater-Aufführung „Ich hab`ne Meise“ mit der Puppenspielerin Sonja Lenneke. 

Der Besuch der Veranstaltung zum Welthospiztag kann von Interessierten flexibel gestaltet werden: sie können alle Veranstaltungen des tagfüllenden Programms besuchen oder zu einzelnen Teilangeboten kommen. Ein Imbiss wird angeboten. Genaue Uhrzeiten können der Homepage der Hospizgruppe oder Instagram entnommen werden. 

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. 
Weitere Informationen www.hospiz-voreifel.de, Tel.  02226/900 433
 

Iran-Krieg

Iran-Krieg


Vorab: Unmittelbar vor dem Abschicken der Kolumne las ich von Monika Bolliger in der Republik(*):
Guten Tag
Sind Sie die atemlosen Newsticker zu den Kriegen im Nahen Osten auch leid? Israel tötet Menschen in den palästinensischen Gebieten, zerstört Häuser im Libanon, besetzt Land in Syrien. Schiitische Milizen drohen Israel und den USA, Iran blockiert weiter die Strasse von Hormuz. Einmal sind US-Gespräche mit Iran angeblich kurz vor dem Durchbruch, am nächsten Tag droht US-Präsident Trump Iran mit der Vernichtung – als wäre das eine ganz normale Verhandlungstaktik.

Und jetzt treten auch noch die Huthi aus dem Jemen auf den Plan. Die mit Iran verbündete Miliz hat die Hafenstadt Mokha vor der Meerenge von Bab al-Mandab eingenommen. Und nun bedroht Iran mithilfe der Huthi auch dieses Nadelöhr des globalen Ölhandels.

Iran-Krieg

Man muss kein Freund der Mullahs sein, wenn man Außenminister Johann Wadephul (CDU) widerspricht, der dem Iran und seiner Atompolitik die Schuld am Irankrieg mit seinen Folgen für den gesamten Nahen Osten gibt, für die Sperrung der Straße von Hormus mit den Folgen für die globale Energiekrise, die auch eine Krise der Weltwirtschaft ist.

Das Atomabkommen mit dem Iran von 2015 war der diplomatische Höhepunkt der Iran-Politik von US-Präsident Barack Obama, mit dem der Bau einer iranischen Atombombe durch strenge Kontrollen verhindert werden sollte. Die Verhandlungen sollten auch militärische Konflikte im Nahen Osten verhindern. Beschränkung der Urananreicherung und Kontrolle durch die Internationale Atomenergiebehörde wurde Teheran vertraglich verpflichten, niemals Nuklearwaffen zu entwickeln.

Die USA verließen das Iran-Atomabkommen von Barack Obama. Der für Präsident Trump "schlechtesten Deal aller Zeiten" galt. Er setzte zudem Sanktionen gegen Teheran ein und warf dem Regime "Lüge" vor. Alle weiteren Versuche, Trumps neu zu verhandeln, scheiterten an seinen Bedingungen an die Mullahs.

Schuld am Irankrieg ist der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dessen Ziel es war, das Mullahregime mit Bombadierungen an einer atomare Bewaffnung zu hindern. Dazu sollte Trump als Handlanger diesen, was dieser auch gerne tat. Vereint versuchten sie, die Bombadierungen mit der Befreiung des tatsächlich gequälten, mit Foltergefangnissen und Tod bedrohten iranischen Volkes zu kaschieren. Das war aber nicht das eigentliche Ziel, sondern für Trump das Öl wie in Venezuela.
Das propagierte Ziel, die Befreiung des iranischen Volkes, war also nur eine Lüge, wie man sie hat erwarten können, wenn Netanjahu Trump mitschleppt. Dabei hätte das iranische Volk es durchaus verdient, von den Mullahs befreit zu werden.

Hatte es doch schon spätestens seit 1925 unter Regimen leben müssen, die Gewalt, Folter und Töten als ihre Kernkompetenz sahen.
Zunächst unter dem Vater des letzten Schahs von Persien, Reza Schah Pahlavi (Regierungszeit 1925–1941), war gekennzeichnet durch eine radikale brutale Modernisierung in einem Volk, das in keinster Weise darauf vorbereitet war. Er trieb die Säkularisierung voran, indem er den Einfluss des islamischen Klerus beschränkte. Er verbot den Frauen den Schleier. Polizisten rissen ihnen den Schleier vom Kopf und bestraften sie auf vielfältige Art. Die politische Opposition wurde unterdrückt.
Weil sie Reza Schah Pahlavi Sympathien für Deutschland vorwarfen, wurde er von den Alliierten zur Abdankung gezwungen und ins Exil geschickt. Sein 21-jähriger Sohn, Mohammad Reza Pahlavi, wurde 1941 Schah von Persien. 1951 wurde der demokratisch gewählte iranische Premierminister Mohammad Mossadegh zum Ministerpräsidenten. Mossadegh genoss großen Rückhalt in der Bevölkerung und im Parlament, da er für die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Iran vom britischen Empire eintrat.

Fast 50 Jahre kontrollierte eine britische Gesellschaft die gesamte Förderung und den Verkauf von iranischem Öl. Der Gewinn für die britische Regierung war doppelt so hoch wie für den iranischen Staat. Mohammad Mossadegh verstaatlichte die britische Anglo-Iranian Oil Company, um die Kontrolle über das iranische Erdöl zu erlangen.

Großbritannien reagierte mit dem Abzug seiner Techniker und einem weltweiten Boykott gegen iranisches Öl. Das stürzte den Iran in eine schwere Wirtschaftskrise.Aufgrund der Krise und der geopolitischen Lage inszenierten britische und US-amerikanische Geheimdienste (CIA und MI6) 1953 einen Staatsstreich. Die demokratische Blüte der Regierung Mossadegh war damit verwelkt.
Mit Ausnahme der Regierungszeit von Mossadegh, von 1951 bis 1953, war während der Regierungszeit Mohammad Reza Pahlavis das iranische Parlament nur formal Teil der Verfassung, jedoch weitgehend entmachtet oder vom Hof sowie dem Geheimdienst (SAVAK) kontrolliert.
Der SAVAK war von 1957 bis 1979 die gefürchtete iranische Geheimpolizei und der Nachrichtendienst der Schah.
Der SAVAK entstand 195, der Aufbau erfolgte mit massiver Hilfe westlicher Geheimdienste, insbesondere der US-amerikanischen CIA und des israelischen Mossad.

Der SAVAK besaß ein riesiges Netz aus Agenten und Informanten, das Universitäten, Märkte und die Zivilgesellschaft durchdringt. Er diente der gezielten Verfolgung, Folter und Ausschaltung politischer Gegner, Kritiker sowie linker und religiöser Gruppierungen.

Der SAVAK agierte im Ausland, um iranische Studierende und Dissidenten zu überwachen.
Mit dem Sieg der Islamischen Revolution und dem Sturz des Schahs wurde der SAVAK 1979 aufgelöst.
Als Nachfolge entstand 1984 der neue Geheimdienst VEVAK des Mullahregimes.

Inhaftierte Regimekritiker werden von ihm systematisch psychisch gebrochen, um im staatlichen iranischen Fernsehen erzwungene „Geständnisse“ abzulegen.

Der VEVAK überwacht den digitalen Datenverkehr im Iran, hackt Passwörter von Aktivisten und drosselt das Internet.


In seinen berüchtigten Gefängnistrakten (wie dem Trakt 209 des Evin-Gefängnisses in Teheran) wendet das VEVAK Methoden wie wochenlange Isolationshaft, Scheinhinrichtungen, Schlafentzug sowie massive physische und sexualisierte Gewalt an.

Um Kritiker im Exil zum Schweigen zu bringen, werden Verwandte im Iran massiv unter Druck gesetzt und bedroht. Obwohl die Quds-Force der Revolutionsgarden die meisten militärischen Auslandseinsätze durchführt, plant und unterstützt das VEVAK logistisch und finanziell Terroranschläge, Brandanschläge und gezielte Tötungen von Exil-Iranern. Um die eigene Spur zu verwischen, rekrutiert das VEVAK in Europa zunehmend lokale Banden und Schwerkriminelle für die Ausführung von Anschlägen oder die Einschüchterung von Zielpersonen vor Ort.

Man hätte dem iranischen Volk eine Befreiung aus der Gewalt gegönnt und keine Verstärkung der Gewalt als Folge von Netanjahus und Trumps Überfall auf das iranische Volk. Auch kein Zurückbonben in die Steinzeit.

Wann macht sich endlich die Weltgemeinschaft auf, konzertiert gegen Regime wie die Mullahs im Iran, Diktatoren wie Wladimir Putin und Xi Jinping sowie Bombadierer wie Bibi Netanjahu und Donald Trump vorzugehen.

(*)Republik AG, Sihlhallenstrasse 1, 8004 Zürich

Vortrag zur Tunisreise von August Macke und Paul Klee.

Vortrag zur Tunisreise von August Macke und Paul Klee


RHEINBACH Am Mittwoch, 14.10.2026 um 18:30 Uhr berichtet in einem Bildvortrag die Kunsthistorikerin Dr. Angelika Schmid in der VHS Voreifel über die Künstlerreise von August Macke, Paul Klee und Louis Moilliet nach Tunesien. Diese Reise 1914 war ein Glücksfall für die Kunstgeschichte: Während dieser 14tägigen Rundreise fertigten die drei in einem Schaffensrausch eine Vielzahl von Zeichnungen und Aquarellen an. Etliche davon wurden für Macke bei seiner Rückkehr in die Schweiz zu Inspirationsquellen für berühmt gewordene Gemälde wie das „Türkische Café I und II“. Die Bilder sind weithin bekannt, aber die Umstände der Reise und die Bedeutung für die Kunst sind von besonderem Interesse. 

Ort: VHS-Zweckverband Voreifel, Koblenzer Straße 6, 53359 Rheinbach

Weitere Infos zu Gebühren und Anmeldung unter www.vhs-voreifel.de oder unter 02226 – 8922620 sowie info@vhs-voreifel.de. 
 

Viel los in den Ferien


Viel los in den Ferien


Rheinbach. In den Herbstferien ist viel los in der Bücherei St. Martin, Lindenplatz  Wir laden ein zu folgenden Veranstaltungen:

Vorlesestunden Reisen ins Geschichtenland: 22.10.2026 um 16:30 Uhr Lissa Lehmenkühler: Wild, wilder, Wilda! - Das mutige Wildschwein Wilda hält sich für das wildeste Tier im Wald. Doch dann trifft sie das Rehkitz Pünktchen, das denselben Anspruch erhebt! Die beiden starten einen wilden Wettstreit, bis die Einbruch der Dunkelheit und unheimliche Geräusche sie erschrecken. Gemeinsam stellen sie fest, dass sie zusammen doppelt mutig sind.

29.10.2026 um 16:30 Uhr Johanna Klement: Wo liest Du mich? - Dieses gereimte Bilderbuch zeigt Kindern ab 3 Jahren, an welchen unterschiedlichen Orten man überall lesen kann – ob im gemütlichen Bett, am Strand oder hoch oben in den Wolken.

Roboter4Kids - mit den Ozobots unterwegs auf Deutschlandreise: Am Donnerstag, den 22.10.2026 findet von 10.00 – 14.00 Uhr wieder ein Robotik-Workshop statt. Die Teilnehmer begleiten Ozobot auf einer Reise durch Deutschland. Welcher Code wird benötigt, um ans nächste Ziel zu gelangen? In jeder Stadt muss Ozobot eine neue Programmieraufgabe lösen. Ergänzende Quizfragen werden mit Hilfe von Büchern aus der Bücherei beantwortet. Der Workshop richtet sich an Kinder im Alter von 9 bis 12 Jahren, die erste Erfahrungen im Programmieren sammeln möchten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung in der Bücherei ist erforderlich – die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

Gamingtage: Am Freitag, 23.10.2026 und Samstag 24.10.2026 während der Öffnungszeiten können alle von 6 bis 60 Jahren auf der Switch-Konsole spielen, bis die Controller heiß laufen.

Informationen auch unter www.buecherei-rheinbach.de oder 02226 / 3682. 

Montag, 28. September 2026

Rotlicht an, Kamera läuft: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg lädt auf dem Bonner Medien-Festival in ein Nachrichtenstudio ein

Rotlicht an, Kamera läuft: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg lädt auf dem Bonner Medien-Festival in ein Nachrichtenstudio ein


Sankt Augustin, 28. September 2026. Es ist eine Mischung aus journalistischer Fachkonferenz und Stadtfest: Das b.future-Festival bringt von Donnerstag, 1. Oktober, bis Samstag, 3. Oktober, auf dem Bonner Münsterplatz Öffentlichkeit und Fachwelt zusammen. Über dem vielfältigen Veranstaltungsprogramm steht die Frage, welchen Journalismus unsere Gesellschaft heute und in Zukunft braucht. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) ist mit einem Nachrichtenstudio dabei, in dem Besucherinnen und Besucher nach kurzer Einweisung Nachrichtentexte verlesen können. Außerdem zeigen Lehrende und Studierende des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Kommunikation, wie Storytelling im digitalen Zeitalter funktioniert.

Vor der Kamera statt vor dem Fernseher: Im Studio der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg auf dem b.future-Festival können Besucherinnen und Besucher die Perspektive wechseln und sich als Nachrichtensprecher oder -sprecherin ausprobieren. Wie in einem echten Fernsehstudio, steht der Interessent/die Interessentin vor dem Greenscreen und liest einen kurzen Nachrichtentext vom Teleprompter ab, sobald das Rotlicht der Kamera leuchtet. Die Technik legt zugleich ein virtuelles Nachrichtenstudio hinter die Aufnahme. Zur Erinnerung an den Auftritt erhalten alle Teilnehmenden einen Stick mit der Aufzeichnung. Zu finden ist das Ausprobierstudio am Samstag, 3. Oktober, von 10 bis 16 Uhr im Haus der Bildung (Raum 1.60).

„Das Besondere am b.future-Festival ist, dass Journalismus hier nicht nur diskutiert, sondern auch unmittelbar erlebbar wird. Eine Nachricht vor der Kamera zu präsentieren, sieht oft leichter aus, als es ist. Wer selbst vor dem Teleprompter steht, merkt schnell, wie viel journalistisches Handwerk in einem professionellen Auftritt steckt“, sagt Professorin Tanja Köhler, die an der H-BRS das Lehrgebiet Digitaler Journalismus und audiovisuelle Medien vertritt. „Mit unserem Nachrichtenstudio möchten wir genau das erfahrbar machen und zugleich zeigen, wie viel Spaß es macht, journalistische Formate selbst auszuprobieren. Genau diese Verbindung von journalistischem Handwerk, Medientechnik und praktischer Erfahrung zeichnet auch unsere Ausbildung an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg aus.“

Die Hochschule informiert auch über ihr Angebot an Medienstudiengängen. Die Leitfrage ist dabei, wie Storytelling im digitalen Zeitalter funktioniert. So bietet die Hochschule am Standort Sankt Augustin den Masterstudiengang „Digitale Kommunikation und Medieninnovation“. Zielgruppe sind hier Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten sowie Quereinsteigerinnen mit Berufserfahrung. Daneben gibt es den Masterstudiengang „International Media Studies“, der sich an Nachwuchsjournalistinnen und -journalisten aus der ganzen Welt wendet. Grundlagen des Mediensystems und der journalistischen Praxis vermittelt der Bachelor-Studiengang „Digitaler Journalismus und Technologie“. Der Bachelor-Studiengang „Visuelle Technikkommunikation“ qualifiziert dafür, komplexe technische Sachverhalte darzustellen.

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verfügt über eigene TV- und Radio-Studios, die eine technische Ausstattung auf höchstem Niveau bieten, um professionelle Audio- und Videoproduktionen zu erstellen.  

SPD-Fraktion: Wolbersacker für produzierendes Gewerbe sichern

SPD-Fraktion: Wolbersacker für produzierendes Gewerbe sichern


Wertvolle Gewerbeflächen nicht kurzfristig an Logistikunternehmen vergeben – Rat muss über strategische Neuausrichtung entscheiden

Die SPD-Fraktion Rheinbach fordert eine langfristig ausgerichtete Gewerbeflächenpolitik. Mit einem erneuten Antrag an den Rat will sie sicherstellen, dass die verfügbaren Flächen gezielt für unterschiedliche Unternehmensarten entwickelt werden und nicht allein die kurzfristige Vermarktung im Vordergrund steht. Insbesondere das Gewerbe- und Industriegebiet Wolbersacker soll weiterhin vorrangig dem produzierenden und verarbeitenden Gewerbe vorbehalten bleiben.

„Gewerbeflächen sind eine begrenzte Ressource. Es geht um Arbeitsplätze, Wertschöpfung und eine langfristig tragfähige Gewerbesteuerbasis. Wer heute allein auf eine möglichst schnelle Vermarktung setzt, nimmt sich die Entwicklungsmöglichkeiten von morgen“, erklärt Arne Ritter, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Bewährtes Konzept unter veränderten Rahmenbedingungen

Das bestehende Gewerbeflächenkonzept der Stadt Rheinbach sieht eine differenzierte Entwicklung vor: Die Gewerbegebiete Nord I und II sind vorrangig für kleinere und mittlere Gewerbe- und Handwerksbetriebe vorgesehen. Technologie- und wissensbasierte Unternehmen sollen insbesondere im Hochschulviertel angesiedelt werden. Das Gebiet Wolbersacker ist für größere Betriebe des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes bestimmt.

Nach Auffassung der SPD hat sich diese Aufteilung bewährt. Die positive Gewerbeansiedlungsentwicklung und steigende Gewerbesteuererträge der vergangenen Jahre unterstreichen aus Sicht der Fraktion den Erfolg dieser Strategie.

Allerdings haben sich die Rahmenbedingungen verändert: Das Hochschulviertel II ist aufgrund der Festsetzung als Überschwemmungsgebiet entfallen, Nord I und II sind nahezu vollständig belegt und der veränderte Regionalplan fordert für neue Entwicklungsperspektiven eine regionale Kooperation.

Die SPD hatte deshalb bereits am 25. Mai 2026 einen Antrag zur Überprüfung und Fortschreibung des Gewerbeflächenkonzeptes gestellt, den der Rat im Juli zur Vorberatung an den Ausschuss für Standortförderung und Feuerwehr (ASF) verwies.

SPD kritisiert Verfahren und strategische Neuausrichtung

In der Ausschusssitzung am 24. September stand der SPD-Antrag jedoch nicht auf der Tagesordnung. Stattdessen wurde eine Verwaltungsvorlage zur strategischen Ausrichtung der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Rheinbach (WFEG) und zur Fortschreibung des Gewerbeflächenkonzeptes beraten, ohne den ursprünglichen Antrag der SPD aufzugreifen.

Die Vorlage sieht eine aktivere und marktorientierte Gewerbeflächenpolitik mit dem vorrangigen Ziel höherer Gewerbesteuererträge vor. Die SPD sieht darin eine Abkehr von der bisherigen differenzierten Flächenstrategie. Damit würden langfristige Entwicklungsmöglichkeiten einer kurzfristigen Vermarktung untergeordnet und die wirtschaftliche Zukunft Rheinbachs aufs Spiel gesetzt.

„Wir sprechen hier über eine grundlegende Weichenstellung für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt. Eine solche Entscheidung muss sich der Stadtrat gut überlegen. Einen Verkauf von Flächen im Wolbersacker an Logistikunternehmen unter Abkehr vom bestehenden Gewerbeflächenkonzept und am Stadtrat vorbei darf es nicht geben“, betont Dr. Georg Wilmers, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

„Natürlich brauchen wir zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen. Aber eine nachhaltige Wirtschaftsförderung darf sich nicht allein daran orientieren, welche Unternehmen gerade Flächen nachfragen. Entscheidend ist, welchen langfristigen Nutzen eine Ansiedlung für Rheinbach bringt. Wir dürfen unsere wertvollsten Gewerbeflächen nicht kurzfristig an großflächige Logistikbetriebe mit vergleichsweise geringer Arbeitsplatzdichte und lokaler Wertschöpfung verkaufen, um dann später festzustellen, dass sie uns für andere Unternehmen fehlen“, erklärt Arne Ritter.

Vier konkrete Forderungen an den Rat

Mit ihrem Antrag will die SPD die strategische Ausrichtung der Gewerbeflächenentwicklung verbindlich festlegen:

1. Differenzierte Gewerbeflächenentwicklung beibehalten

Die bisherige Dreiteilung des Gewerbeflächenkonzeptes soll grundsätzlich erhalten bleiben. Der Bürgermeister soll vorschlagen, auf welchen Flächen künftig kleine und mittlere Unternehmen, technologie- und wissensbasierte Betriebe sowie größere Unternehmen des produzierenden und verarbeitenden Gewerbes vorrangig angesiedelt werden sollen.

2. Wolbersacker für produzierendes und verarbeitendes Gewerbe sichern

Über die WFEG sollen dort grundsätzlich nur produzierende oder verarbeitende Betriebe angesiedelt werden. Logistikbetriebe kommen nur bei entsprechenden Synergien mit produzierendem oder verarbeitendem Gewerbe oder aufgrund einer gesonderten Einzelfallentscheidung des Rates infrage.

3. Regionale Abstimmung aufnehmen

Mit der Region, insbesondere der Stadt Bonn, sollen Gespräche über die künftige Entwicklung der drei im Regionalplan als Gewerbe- und Industrieansiedlungsbereiche (GIB) regional festgelegten Flächen aufgenommen werden. Dabei soll geklärt werden, welche Gewerbearten und Betriebe dort künftig angesiedelt werden sollen. Ein erster Bericht des Bürgermeisters wird bis Mitte 2027 erwartet.

4. Ratsbeschluss für die WFEG verbindlich machen

Die städtischen Vertreter in den Organen der WFEG sollen gemäß § 113 Abs. 1 GO NRW verpflichtet werden, die beschlossenen Vorgaben bei ihrer Tätigkeit zu beachten.

Langfristige Entwicklung statt kurzfristiger Vermarktung

„Politik muss die Voraussetzungen schaffen und die Weichen stellen, damit sich Rheinbach wirtschaftlich gut entwickeln kann. Wir wollen eine Gewerbeflächenpolitik, die Arbeitsplätze schafft, die wirtschaftliche Vielfalt stärkt und langfristig zur finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Stadt beiträgt“, fasst Arne Ritter zusammen.

Die SPD will durch die Beschlussfassung im Stadtrat eine aktuelle verbindliche Grundlage für die weitere Gewerbeflächenentwicklung und die Arbeit der WFEG schaffen.