Dienstag, 4. Juli 2023

SPD-Kreistagsfraktion fordert Sicherstellung der Schuleingangsuntersuchung

SPD-Kreistagsfraktion fordert Sicherstellung der Schuleingangsuntersuchung


Im März dieses Jahres stellte die Kreistagsfraktion eine Anfrage an den Landrat zum Stand der Schuleingangsuntersuchung. Diese ist in NRW die einzige gesetzlich vorgeschriebene ärztliche Untersuchung eines Kindes und essenziell, um Unterstützung, Bildung und Teilhabe sowie die Bereitstellung der dafür benötigten Mittel zu garantieren.

Im aktuellen Untersuchungsjahrgang 2023/2024 werden voraussichtlich ca. 7.000 Kinder neu eingeschult, davon waren stand Mai ca. 1.900 Kinder bereits untersucht oder Termine hierfür geplant. Bei einer Quote von gerade mal 27,61% wird es also im Gegensatz zu den beiden Jahrgängen vor der Pandemie, 2023/2024, nicht möglich sein, alle Schulneulinge mit der gesetzlich vorgeschriebenen Schuleingangsuntersuchung zu erreichen.

Der Grund für diese geringen Zahlen: Nicht nur die Menge, der regelhaft zu untersuchenden Kinder steigt, sondern auch überdurchschnittlich viele Kinder zeigen infolge der verstärkten Zuwanderung und der Pandemie Verhaltensauffälligkeiten und erfordern einen erhöhten Begutachtungsaufwand. „Trotz dieses gestiegenen Aufwandes wurde der Personalbedarf für die Schuleingangsuntersuchung von einer Beratungsfirma nach unten korrigiert. Dazu kam besonders in der Pandemie eine nachlassende Verlässlichkeit bei der Terminwahrnehmung, häufig durch Krankmeldung. Es muss eine grundlegende Anpassung in der Durchführung der Schuleingangsuntersuchung geben, damit jedem Kind die Unterstützung und Mittel bereitgestellt werden können, die es benötigt“ forderte der Fraktionsvorsitzende Denis Waldästl.

„Im Rahmen des „Paktes für den öffentlichen Gesundheitsdienst“ wurden erste Anpassungen wie die Optimierung der digitalen Abwicklung und zusätzliche räumliche Kapazitäten bereits in die Wege geleitet. Jedoch wird das allein voraussichtlich nicht ausreichen, um die derzeit unzureichenden Kapazitäten auszugleichen. “ ergänzte die Gesundheitspolitsiche Sprecherin Katja Ruiters.