Sonntag, 25. Oktober 2026

Hochschulgesellschaft Bonn-Rhein-Sieg vergibt Förderpreise für 21 Abschlussarbeiten

Preisträgerinnen und Preisträger mit Stefan Raetz (links, Vorsitzender der Hochschulgesellschaft) und Professorin Katharina Seuser (rechts, Vorstandsmitglied der Hochschulgesellschaft) bei der Preisverleihung in Schloss Birlinghoven. Foto: Hochschulgesellschaft/Nathan Dreessen

Hochschulgesellschaft Bonn-Rhein-Sieg vergibt Förderpreise für 21 Abschlussarbeiten


Was nimmt ein Roboter wahr, wenn wir Kaffee kochen? Welche Bedeutung hat das Thema Nachhaltigkeit für die Attraktivität von Arbeitgebenden? Wie ist es um die Barrierefreiheit in öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Bonn bestellt? Auch in diesem Jahr zeichnen sich die Abschlussarbeiten von Studierenden aller Fachbereiche der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) durch eine sehr hohe Qualität und engen Praxisbezug aus. Für die 21 besten Arbeiten des Abschlussjahrgangs 2026 hat die Hochschulgesellschaft Bonn-Rhein-Sieg jetzt ihre Förderpreise vergeben. Diese sind mit jeweils 1000 Euro dotiert und werden von Unternehmen und Stiftungen getragen.

„Wir würdigen heute herausragende wissenschaftliche Leistungen von Absolventinnen und Absolventen der Hochschule“, sagte Stefan Raetz, Vorstandsvorsitzender der Hochschulgesellschaft Bonn-Rhein-Sieg, bei der Preisverleihung. Daran nahmen am vergangenen Freitag im Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven etwa 130 Gäste teil – neben den Absolventinnen und Absolventen feierten auch die Betreuerinnen und Betreuer der Abschlussarbeiten, Präsidium, Dekaninnen und Dekane, Stifterinnen und Stifter mit.

„Gerade an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften bearbeiten Studierende sehr häufig reale Fragen. Viele Arbeiten entstehen gemeinsam mit Unternehmen, Kommunen, sozialen Einrichtungen oder anderen Praxispartnern. Andere greifen technische oder gesellschaftliche Probleme auf, für die es noch keine fertige Antwort gibt“, sagte Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. Heute würden 21 Abschlussarbeiten ins Rampenlicht gestellt. „Diese 21 Arbeiten sind damit auch kleine Schaufenster in unsere Hochschule. Sie zeigen, was unsere Studierenden können und welches Wissen bei uns entsteht.“

Für jede erfolgreiche Arbeit sei zudem ein weiterer Faktor entscheidend, betonte Professorin Britta Essing. Die Gastgeberin und Vertreterin der Fraunhofer-Gesellschaft sprach in ihrem Grußwort über die Themen Spaß und Freude. „Aus Pflichtgefühl entsteht keine tolle Leistung“, sagte sie. Erst wenn man bei der Arbeit auch Freude verspüre, sei man richtig gut. Die Themen Spaß und Freude zogen sich danach wie ein roter Faden durch das Programm.

Insgesamt engagierten sich in diesem Jahr 20 Unternehmen und Stiftungen als Fördernde. Viele unterstützen bereits seit vielen Jahren junge Talente an der H-BRS. Neu im Kreis der Fördernden sind die VRT Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte und die FERCHAU Management GmbH. Über ihre Motivation als Förderer sprachen Andre Brüstle (VRT Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte), Dr. Henning Schnurbusch (Stiftung Evolution) und Maximilian Herz (WiCAM Stiftung) in einer Talkrunde. Die WiCAM Stiftung hat in diesem Jahr gleich zwei Förderpreise im Bereich Maschinenbau gestiftet. „Solche Themen braucht unser Land“, sagte Maximilian Herz. „Wir wollen Studierende stärker in die Praxis und die Produktion bringen.“

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Andre Brüstle erzählte davon, wie er beim Verfassen seiner eigenen Bachelorarbeit ins Schwitzen geriet – und auch heute noch immer wieder im Job ins Schwitzen gerate. Wichtig ist ihm: „Wir suchen Leute, die Freude an der Arbeit und Spaß an Zahlen haben.“ Da waren sie wieder – die Freude und der Spaß. Die Lust, sich mit Leidenschaft und Ausdauer in ein Thema hineinzuversetzen, sei ihm und seinen Partnern bei neuen Beschäftigten wichtig. Von den Studierenden wünsche er sich mehr Bereitschaft, im Rahmen von Praktika in das entsprechende Berufsfeld hineinzuschnuppern.

Dr. Henning Schnurbusch stellte die Stiftung Evolution vor, eine gemeinnützige, selbstständige Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Bonn. Die Stiftung hat in der Vergangenheit Projekte im Raum Rheinbach gefördert wie zum Beispiel Integrations- und Sportinitiativen, sie beteiligt sich aber auch an gemeinnützigen Gemeinschaftsprojekten im Ausland und unterstützt studentische Projekte. „Wir sind bereit, alles zu fördern, was einer guten Sache dient und etwas mit Entwicklung oder Weiterentwicklung, also Evolution zu tun hat.“ Mit der Übernahme eines Förderpreises wolle man Absolventinnen und Absolventen unterstützen, die intrinsisch motiviert seien und Spaß an ihrer Arbeit hätten, auch wenn es um ernste globale Themen wie die Erderhitzung oder den Verlust der Artenvielfalt gehe. Sein Appell an die Absolvent:innen „Machen Sie einfach so weiter!“

Die ausgezeichneten Arbeiten stammen aus allen fünf Fachbereichen der Hochschule und sind thematisch sehr vielfältig wie die vier Präsentationen bei der Preisverleihung zeigten. „Entwicklung einer Teststrategie zur Untersuchung der auditiven Sprachwahrnehmungs- und verarbeitungsfähigkeiten von sozialen Robotern“ lautet beispielsweise der Titel der Bachelorarbeit von Sarah Lukas aus dem Studiengang Informatik. Bei ihrer Untersuchung ging es darum herauszufinden, wie Roboter Menschen verstehen und in Sprache übersetzen können, zum Beispiel beim Kaffeekochen. Um zu demonstrieren, worum es dabei ging, stellte sie bei der Preisverleihung einen Kaffeefilter auf den Tisch. Im Gegensatz zum lauten Vollautomaten entstehen beim Hindurchlaufen des Kaffees hier Pausen – und das veranlasse die Systeme zum Erfinden, so Lukas. Ihr Fazit: „Die Systeme können sehr gut mit Geräuschen umgehen, aber nicht mit Pausen.“ Dass sie dann halluzinieren, sei eine große Gefahr. „Sie hatten eindeutig Freude und Spaß bei Ihrer Bachelorarbeit“, sagte Stefan Raetz nach dem unterhaltsamen Vortrag. „Wer unterhält sich schon mit seinem Kaffeefilter oder seiner Spülmaschine? Wir werden das alle einmal ausprobieren.“

Im Anschluss präsentierte Frieder Jördens (Studiengang Maschinenbau) seine Bachelorarbeit mit dem Titel „Entwicklung eines pneumatischen Aktuators und einer optimierten Bremspedaleinheit für das Notbremssystem eines autonom fahrenden Formula Student Rennwagens”. Beim autonomen Fahren sei nicht nur das Beschleunigen wichtig, sondern vor allem auch das Bremsen. Dieses verantwortungsvolle Zukunftsthema habe ihn besonders gereizt, so Jördens, der sich an der H-BRS im studentischen Formula-Student-Team BRS Motorsport engagiert. Er habe so selbst Entscheidungen mit großer Tragweite treffen können.

Antonia Rach hat sich im Masterstudiengang Controlling und Management in ihrer Abschlussarbeit intensiv mit der „Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Arbeitgeberattraktivität deutscher Flughäfen“ beschäftigt. Nach einer Ausbildung am Flughafen Köln/Bonn absolvierte sie berufsbegleitend an der H-BRS ihren Bachelor und Master und arbeitet mittlerweile im Controlling.

Dr. Michelle Walther vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften wurde für ihre Promotion mit dem Titel: „Seeing through the Stars: A Journey Through Human Fake Review Detection“ („Der Blick in die Sterne: Eine Reise durch die Erkennung gefälschter Bewertungen“) gewürdigt. Ihre Studie ist bereits in einem Buch veröffentlicht.

Sponsoren der diesjährigen Förderpreisverleihung waren die Hündgen Entsorgungs GmbH & Co. KG und die Stiftung Evolution. Stefan Raetz dankt im Namen des Vorstands herzlich für dieses Engagement. Weiterhin dankte er den Preisstifterinnen und Preisstiftern für die teils langjährige und verlässliche Unterstützung und für das damit verbundene gesellschaftliche Engagement.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch den Chor der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg „HörsaalEINS“.

Hintergrundinformationen:

Die Hochschulgesellschaft wurde 1998 als „Gesellschaft der Förderer der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg" gegründet. Der eingetragene Verein ist gemeinnützig. Er begleitet die Entwicklung der Hochschule, fördert die Beziehung zwischen Wissenschaft und Praxis und festigt die Verankerung der Hochschule in der Region.

Gemäß dem Leitbild einer anwendungsorientierten Hochschule ist vorrangiges Ziel der Hochschulgesellschaft die Förderung des Wissenstransfers zwischen Hochschule, Gesellschaft und Wirtschaft. In zahlreichen Projekten kommt die Hochschulgesellschaft diesem Auftrag nach.

Für ausgezeichnete Abschlussarbeiten und Promotionen verleiht die Hochschulgesellschaft jährlich in einem festlichen Ambiente dank der Unterstützung von Unternehmen aus der
Region besondere Preise. (https://hochschulgesellschaft-brs.de/)

Derzeit hat die Hochschulgesellschaft etwa 100 Mitglieder, darunter Hochschulangehörige, Privatpersonen und zahlreiche Firmen aus der Region.

Stifterinnen und Stifter der Förderpreise 2026:

Stadtwerke Bonn, VRT Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte, FERCHAU Management GmbH, SHD Group Holding GmbH, Kreissparkasse Köln, Bechtle IT-Systemhaus Bonn, Rupf Industries GmbH, Eaton Industries / Hein-Moeller-Stiftung, Dr. Reinold Hagen-Stiftung, Innovatec Gerätetechnik GmbH, Stiftung Evolution, Forum Sozialversicherungswissenschaft e. V., Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV), Industrie- und Handelsclub Bonn e. V., VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG, KUHNE Group, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Sparkasse KölnBonn, WiCAM Stiftung (2 Preise), Faßbender Stiftung

Sponsoren der Veranstaltung: Hündgen Entsorgungs GmbH & Co. KG und Stiftung Evolution 

Letzte Hilfe - Ein Kurs gegen Hilflosigkeit, der Mut macht

Letzte Hilfe - Ein Kurs gegen Hilflosigkeit, der Mut macht

Angebot der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. am Mittwoch, 4. November, 17-21 Uhr in Meckenheim  


Wo „Erste Hilfe“ Leben retten kann, beschäftigt sich „Letzte Hilfe“ mit dem Abschied vom Leben. Die Hospizgruppe e.V. bietet diese Kurse in „Letzter Hilfe“ an mit dem Ziel, die Hilflosigkeit zu lindern, die Menschen häufig beim Umgang mit Tod und Sterben empfinden. 

Der Kurs vermittelt Basiswissen und Orientierung zur Umsorgung von Menschen in der letzten Lebensphase. Dabei geht es beispielsweise um bewusstes Abschiednehmen und die Gestaltung des Abschieds, den Sterbeprozess und die Linderung möglicher Leiden während des Sterbens, aber auch um Vorsorge-Themen wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.   

Die Koordinatorinnen der Hospizgruppe, Stephanie Ruland und Janna Krahl, bieten am Mittwoch, 4.November in Meckenheim, 17– 21 Uhr einen Kurs in „Letzte – Hilfe“ an. Eine Anmeldung ist wegen begrenzter Platzzahl bis zum 1. November unbedingt notwendig: 02226/900 433 oder per E-Mail an kontakt@hospiz-voreifel.de

Der Letzte-Hilfe-Kurs ist wie alle Angebote der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unentgeltlich, unverbindlich und überkonfessionell. 

Rückfragen/ Kontakt unter: 02226/900 433, Infos: www.hospiz-voreifel.de
 

„Reisen ins Geschichtenland“

„Reisen ins Geschichtenland“

Vorlesestunden für Kinder in der Bücherei St. Martin


Rheinbach. Die Öffentliche Bücherei St. Martin, Lindenplatz, lädt im November wieder jeden Donnerstag zu den beliebten Vorlesestunden „Reisen ins Geschichtenland“ ein. Das kostenlose Angebot richtet sich an Kinder zwischen 4 und 7 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Die Vorlesepaten lesen jeweils von 16:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr in der gemütlichen Kinderecke der Bücherei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Programm im November im Überblick:

  • 05.11.2026: Passend zum bevorstehenden Lichterumzug wird die Geschichte von Sankt Martin vorgelesen und sich stimmungsvoll vorbereitet.
  • 12.11.2026: „Stachel und Stunk - Voll komisch!“ von Juli Wind – eine lustige Geschichte darüber, dass die schrägsten Typen oft die coolsten Freunde sind.
  • 19.11.2026: „Die Weihnachtslärche“ von J. Guggenmos und als Zugabe „Fünf Nüsse fürs Eichhörnchen“, bildhaft erzählt am japanischen Erzähltheater (Kamishibai).


Da die Bücherei keine Aufsichtspflicht übernehmen kann, werden die Begleitpersonen gebeten, während der Vorlesestunde in den Räumen der Bücherei zu verweilen. Die Zeit lädt ideal dazu ein, selbst in den Regalen nach neuem Lesestoff zu stöbern. 

„Haben Sie Freude an dem, was Sie tun“: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verabschiedet Absolventinnen und Absolventen

Emotionaler Höhepunkt für die Absolventinnen und Absolventen war das Hütewerfen. Foto: Nathan Dreessen 

„Haben Sie Freude an dem, was Sie tun“: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verabschiedet Absolventinnen und Absolventen


Emotionaler Höhepunkt war das traditionelle Hütewerfen: Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat am Samstag (24. Oktober) mit einer zentralen Feier im Telekom Dome auf dem Bonner Hardtberg rund 570 Absolventinnen und Absolventen des vergangenen Akademischen Jahres verabschiedet. Insgesamt feierten bei diesem besonderen Ereignis rund 2800 Gäste.

„Heute geht es um Sie“, sagte Hochschulpräsidentin Marion Halfmann in ihrer Festansprache in Richtung der Absolventinnen und Absolventen. „Um Ihren Studienabschluss, für den Sie viel geleistet haben – oft mehr, als eine Note oder ein Zeugnis erkennen lassen. Sie wissen selbst am besten, was dieser Weg Ihnen abverlangt hat. Im Namen der Hochschule gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem Studienabschluss!“

Heute werde das Erreichte gefeiert, betonte die Präsidentin, aber in nächster Zeit würden die Absolventinnen und Absolventen voraussichtlich oft die Frage „Und, was machst du jetzt?“ hören. Ein Studienabschluss sei ja nicht nur mit Freude, sondern ganz oft auch mit viel Unsicherheit und vielleicht ein bisschen Respekt vor dem nächsten Schritt verbunden. Für ihre berufliche Zukunft gab Halfmann den Graduierten in einer persönlichen Rede drei Gedanken mit auf den Weg. Nicht als Gebrauchsanweisung, wie sie sagte, da niemand im Saal wissen könne, wie die Arbeitswelt in zehn Jahren aussehen werde. Aber drei Dinge, die ihr auf ihrem eigenen Weg geholfen hätten.

Präsidentin Halfmann mit drei Gedanken zur Verabschiedung

Ihr erster Gedanke sei vielleicht sogar eine kleine Entlastung, sagte die Präsidentin: „Sie brauchen keinen langfristigen Masterplan.“ Auf dem künftigen Weg der Absolventinnen und Absolventen würden Menschen, Gelegenheiten und Entscheidungen eine Rolle spielen, von denen sie heute noch nichts ahnten. „Das lässt sich nicht alles planen. Zum Glück. Die interessantesten Entwicklungen ergeben sich oft ganz nebenbei“, so Halfmann.

Der Neuanfang nach dem Studium könne schwerfallen, es gäbe viele Möglichkeiten, viele Ratschläge und selten einen eindeutig richtigen Weg, so Halfmann weiter. „Manchmal muss man eine Überzeugung aufgeben, eine Entscheidung korrigieren oder einen Plan ändern. Kurskorrektur ist eben kein Scheitern, lautete ihr zweiter Punkt.

Halfmanns dritter und letzter Gedanke lautete: Bleiben Sie zuversichtlich und zeigen Sie kritischen Verstand. „Sie haben bei uns etwas gelernt, das wir gerade dringend brauchen: Sie können sich in komplexe Fragen einarbeiten, Behauptungen prüfen, zwischen Wissen und Meinung unterscheiden. Und Sie wissen, dass man seine Meinung ändern kann, wenn Fakten dagegensprechen“, sagte sie.

Auf die Frage „Und, was machst du jetzt?“, müssten die Absolventinnen und Absolventen also nicht den fertigen Masterplan aus der Tasche ziehen. „Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen interessante Aufgaben, gute Menschen an Ihrer Seite, Mut zu Entscheidungen und die Freiheit, diese auch einmal zu ändern. Haben Sie Freude an dem, was Sie tun, und machen Sie etwas aus dem, was Sie gelernt haben“, so die Hochschulpräsidentin.

Absolventin Klara Ollesch: Man geht mit einem Netzwerk von Menschen

Für die Studierenden trat Absolventin Klara Ollesch auf die Bühne, die an der H-BRS nach ihrem Bachelor in Technikjournalismus auch ihren Master in Digitaler Kommunikation und Medieninnovation erfolgreich abgeschlossen hat. Sie sprach über die Mühen der Abschlussarbeit und die Erleichterung bei deren Abgabe. „Genau diese Erleichterung ist der beste Beweis dafür, dass wir heute Abend feiern sollten. Man ist nur erleichtert, wenn vorher etwas wirklich Schweres da war“, so Ollesch. Sie sprach außerdem über persönliches Engagement und den Zusammenhalt an der Hochschule. „Dieses Studium war mehr als nur die Summe aus Klausuren und Hausarbeiten.“

Ollesch selbst mischte sich als Vorsitzende der Fachschaft des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften und Kommunikation und als Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses ein. Sie wollte in einem Amt das Studienleben mitgestalten. Andere hätten Erstsemestertutorien gegeben, sich in Sportgruppen, Hochschulgruppen und Initiativen engagiert oder den Kommilitoninnen und Kommilitonen in der Bibliothek ihre Mitschriften geliehen. „Diese kleinen, oft unsichtbaren Beiträge sind es, die aus einer Hochschule mehr machen als ein Gebäude mit Hörsälen. Es war nie der große Scheinwerfer-Moment. Es war die gemeinsame Erfahrung, dass man diese Hochschule nicht nur besuchen, sondern mitgestalten kann“, sagte sie.

Ollesch sprach auch über die Möglichkeit, über Seminare und Vorträge Kontakte für ein Praktikum oder den ersten Job zu finden. „Aber wenn ich ehrlich bin, ist das, was am Ende am meisten bleibt, gar nicht die Thesis, nicht die Klausuren, nicht einmal der Job, den man daraus mitnimmt. Es sind die Menschen.“ Es seien die Freundschaften, die entstanden seien. „Man kommt für einen Abschluss an eine Hochschule. Aber man geht mit so viel mehr als einem Zeugnis. Man geht mit einem ganzen Netzwerk an Menschen, die wissen, was man durchgemacht hat, weil sie es genauso durchgemacht haben.“

Offizieller Teil der Feier endet mit dem Hütewerfen

Zwei Studenten, die sich aktuell in Ämtern für die Belange aller Studierenden engagieren, sind John Meyerhoff, Vorsitzender des Studierendenparlaments, und der AStA-Vorsitzende Leon Jansen. Sie sprachen darüber, warum es sich lohnt, sich in die Hochschulgemeinschaft einzubringen, und gaben den Absolventinnen und Absolventen ihre guten Wünsche mit auf den Weg. „Seid ehrlich zu Euch selber, glaubt an Euren Traum“, sagte Meyerhoff. „Ich bedanke mich für eine wunderschöne Zeit“, betonte Jansen.

Für gute Stimmung während des offiziellen Teiles der von Sebastian Tittelbach moderierten Veranstaltung sorgte die Band BrassGazz mit ihrer Mischung aus Rap und Brass-Sound. Die Graphic Recorderin und Alumna Eva Ewerhart hielt das Ereignis live in Zeichnungen fest.

Mit dem Bild, das viele von diesem Tag im Kopf behalten werden, endete der offizielle Teil der Abschlussfeier: Alle anwesenden Absolventinnen und Absolventen versammelten sich auf der Bühne und warfen ihre Bachelor- und Masterhüte in die Luft. Auf dem Bild zu sehen sind auch Hochschulpräsidentin Marion Halfmann, die Vizepräsidenten Peter Muck und Johannes Steinhaus, Kanzlerin Angela Fischer, Dekaninnen und Dekane sowie Professorinnen und Professoren.

Dekaninnen und Dekane wünschen alles Gute für die Zukunft

Während die Absolventinnen und Absolventen der einzelnen Fachbereiche auf die Bühne traten, gab es zuvor Ansprachen der Dekaninnen und Dekane. Professor Norbert Seeger und Professorin Patrizia Ianiro-Dahm (beide Wirtschaftswissenschaften), Professor Richard Jäger (Angewandte Naturwissenschaften), Professor Sascha Alda (Informatik), Professor Christian Rexrodt (Nachhaltige Sozialpolitik) und Professorin Iris Groß (Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation) sprachen über das Erreichte, gratulieren für ihre Fachbereiche und vor allem wünschten sie den Absolventinnen und Absolventen alles Gute für die Zukunft.

Zur Erinnerung an ihre Studienzeit bekamen die Absolventinnen und Absolventen danach noch eine Schmuckurkunde als Symbol für das Abschlusszeugnis, bevor es dann mit DJ auf die Tanzfläche ging.

Spendenaktion für Partnerhochschule in der Ukraine

Viele Gäste zückten während und nach der Feier zudem noch ihre Geldbörse für die aktuelle Spendenaktion der H-BRS zugunsten ihrer ukrainischen Partneruniversität in Tschernihiw unter dem Titel „Energie für die Lehre“. Vizepräsident Professor Johannes Steinhaus warb für die Spendenaktion für die Partnerhochschule, mit der inzwischen eine sehr intensive Freundschaft entstanden sei. Mit dem Geld sollen Batteriespeicher gekauft werden. Aufgrund des russischen Angriffskrieges finden Vorlesungen und Seminare in Tschernihiw, das im Norden der Ukraine unweit der russischen Grenze liegt, nur noch online statt, um die Studierenden zu schützen. Dafür ist ausreichend Strom erforderlich.

 

17 regionale Sponsoren unterstützten die Absolvent:innenfeier 2026: Kreissparkasse Köln, Haribo, Wirtgen GmbH, ACP Group, Arbeiterwohlfahrt Bonn/Rhein-Sieg, Bechtle IT-Systemhaus Bonn, Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG, CSE Seekamp Elektroausrüstungen, Dr. Starck und Co., ELT Group, HiSolutions AG, IHK Bonn/Rhein Sieg, Innovatec, Solidaris, Sparkasse KölnBonn, Spectral Service AG und WetterOnline.

 

Offener Brief am Bundeskanzler Merz

Offener Brief am Bundeskanzler Merz

Sie Herr Bundeskanzler sprachen über Probleme im „Stadtbild“. Sie sagten bei einer Befragung zur Migrationspolitik im Oktober 2025: „Fragen Sie mal Ihre Töchter, ob es nach Einbruch der Dunkelheit im Stadtbild Probleme gebe.“

Unter #WirSindDieTöchter Prangerten zahlreiche Frauen, Initiativen und Politikerinnen die Instrumentalisierung ihrer Lebensrealität durch Sie.

2025 richteten prominente Frauen einen offenen Brief an Sie und forderten besseren Schutz vor häuslicher und sexualisierter Gewalt statt pauschaler Debatten über Migration. Bei den Erstunterzeichnerinnen, waren Luisa Neubauer, Ricarda Lang, die Sängerin Joy Denalane, die Ökonomin Isabella Weber, die Autorin Alice Hasters und die Soziologin Jutta Allmendinger.

#WirSindDieTöchter sammelte Hunderttausende Unterschriften zu: „Wir sind die Töchter, deren Freund*innen die Frauen aus dem sicheren Leben gerissen und abgeschoben wurden.“ Sie forderten Femizide als spezifischen Straftatbestand anzuerkennen. Sie forderten ein aktives Vorgehen gegen Rassismus und den Schutz von Frauen mit und ohne Migrationsgeschichte.

Sie sollten dafür sorgen, dass mehr Frauenhäuser bebaut werden. In Deutschland fehlen laut der Frauenhauskoordinierung e. V. (FHK) fast 12.000 Plätze in den Frauenhäusern. Es soll Sorge dafür getragen werden, dass die Frauen vor Gericht ihr Recht bekommen. Ihnen geglaubt wird, wenn sie Männer der Vergewaltigung bezichtigen, und nicht unterstellt wird, sie hätten die Vergewaltigung provoziert. Migrantinnen müssten oft bei ihren gewalttätigen Männern bleiben, da sie sonst abgeschoben werden.

Sie sollen den Chef der deutschen ICE-Truppe Alexander Dobrindt entlassen, statt ihn für erfolgreiche Abschiebungen zu belobigen.

Bisher ging es um Schicksale, die einzelne betreffen, wenn auch oft sehr schreckliche. Die heranbrausende Klimakatastrophe wird alle Menschen treffen – Frauen wie Männer, Junge wie Alte. Einen Vorgeschmack haben Sie, Herr Bundeskanzler, 2026 erlebt, selbst wenn Ihnen, wie ich ahne, das gar nicht bewußt ist. 2026 gab es in Europa nie dagewesene Waldbrände in Frankreich, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. Nordafrika und Mitteleuropa waren, wenn auch schwächer, betroffen.

In Europa wurde mehr als eine Million Hektar Waldfläche von den Bränden verwüstet. Eine Million Hektar sind zehntausend Quadratkilometer. Das entspricht viermal der Fläche des Saarlandes. Oder ein zwei Kilometer breiter Streifen zwischen Köln und Berlin. Weltweit gab es noch bedeutend mehr Brände. Sie Herr Bundeskanzler, sollten verstehen, dass die verbrannten Waldflächen keine CO₂-Senken, sondern CO₂-Quellen sind, Das befeuert zukünftige Brände. Sie werden häufiger und stärker ausfallen.

Ursache der Brände 2026 war die Sommerhitze, die schon im Frühjahr begann und die auf den galloppierenden Klimawandel zurückzuführen ist. Die ungewöhnlich hohe Temperatur des Mittelmeeres ist auch auf den Klimawandel zurückzuführen. Nach den Waldbränden im Sommer erlebt Katalonien mit der Hauptstadt Barcelona an wenigen Tagen Überschwemmungen mit Regenmengen, die sonst in zwei Jahren fallen. Die entstandenen Schäden an Infrastruktur und Sachwerten sind enorm. Das ganze Ausmaß zu bestimmen, wird noch eine Weile dauern. Weitere Folgen der galoppierenden Klimakatastrophe eher in Kurzform: Auftauen der Permafrostböden sorgt in den arktischen Gebieten rund um den Globus dafür, dass ungeheure Mengen an Methan in die Atmosphäre entlassen werden. Methan ist über 20 Jahre rund 80- bis 84-mal, über 100 Jahre rund 28-mal so stark wie CO₂.

Auftauender Permafrost birgt die Gefahr von Bergstürzen wie Blatten in der Schweiz im Mai 2025. Auch Sturzfluten mit großen Schlamm- und Geröllmassen wie im August 2026 im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet (China).

Die galoppierende Klimakatastrophe hat die Zerstörung der Lebensgrundlagen mit Hunger und Wassermangel zu Folge. Die Menschen in den zuerst betroffenen Regionen werden zur Migration gezwungen werden. Aber nicht nur die Menschen migrieren, auch Pflanzen, Tiere, Bakterien und Pilze, mit unabsehbaren Folgen für die Ökosysteme. Der Mensch ist Teil davon.

Die Meere werden sich weiter erwärmen. Das führt zu verstärkten Regenfluten an Land, gefährlicheren Stürmen, Störung der Meeresströmungen, Korallensterben u. a. mit negativen Folgen für Menge und Zusammensetzung der Fischbestände.

Das Gesagte deckt bei weitem nicht alle Folgen der galoppierenden Klimakatastrophe ab. Es soll aber mal reichen.

Ich will behaupten, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, in Zukunft werden Ihre Töchter sich weniger vor Migranten fürchten als vor den globalen klimabedingten Katastrophen. Ihre beiden Töchter und mehr noch Ihre sieben Enkel werden Sie fragen, ob Sie Ihren politischen Beitrag zur Begrenzung des Klimawandels geleistet haben. Wenn Sie ja sagen, werden Sie von Ihren Töchtern und Enkeln zurecht der Lüge bezichtigen. Für eine gute Politik müssten Sie nicht einmal verstehen, wie und mit welchen Modellen die Wissenschaft das Klima und seine Abhängigkeit von den unterschiedlichsten Parametern erklärt. Politik muss nur den simplen Zusammenhang kennen: Steigt die Konzentration der Treibhausgase in der Atmosphäre, steigt ihre Temperatur. Die der Natur nimmt Schaden und die Menschen als Teil von ihr.

Wie gesagt, brauchen Politiker wie Sie keine Details zu wissen. Die Prinzipien und das sollten ihnen schlaflose Nächte bereiten. Auch weil der Sommer 2026 der tödlichste Hitzesommer in europäischen Städten seit Beginn der Aufzeichnungen war. Rund 50.000 Menschen starben an den Folgen extremer Temperaturen. Ohne die gallopierende Klimakatastrophe hätten 33.000 noch leben können. In Deutschland erlagen 16.000 Menschen dem Hitzetod. Dramatisch war die Hitzewelle Ende Juni, die innerhalb einer Woche mehr als 4.300 Todesfälle forderte.

Das Übereinkommen von Paris ist ein völkerrechtlich verbindlicher Weltklimavertrag, der am 12. Dezember 2015 auf der UN-Klimakonferenz von 195 Staaten beschlossen wurde. Das Ziel ist es, die weltweite Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius, möglichst auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter (1850–1900) zu begrenzen. Bei 1,5 Grad liegt es derzeit schon. Nach dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) steuert die Erde bis 2100 auf 2,8 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit zu, sofern die aktuelle globale Klimapolitik unverändert bleibt.

Was treibt Sie an, sehr geehrter Herr Bundeskanzler? Könnte das der Hass auf Robert Habeck sein, den ehemaligen Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz?

Sie machen, was Habeck nie wollte: Öl und Gas im Heizkeller wieder möglich zu machen. Ihre letzte Klimagroßtat ist das Aus von "Verbrenneraus".

Sie haben eine Frau zur Wirtschaftsministerin gemacht, die sehr effektive Lobbyistin für Öl und Gas betreibt und eine Antilobbyistin für alternative Energieumwandlung ist. Ich nehme an, ihre Töchter und Enkel werden fragen: Warum?

Wissen Sie, sehr geehrter Herr Bundeskanzler, was das Schlimmste für mich persönlich und wohl für jeden vernünftig denkenden Menschen in Deutschland ist? Hoffen zu müssen, dass sie und ihre klimaschädliche Ministerriege bis zum Ende der Legislaturperioden nicht scheitern. Sonst kommt eine klimapolitisch noch schädlichere Alternative für Deutschland an die Macht.

Peter Schürkes 

 

Vortrag: Die Flussaue als Archiv der Landschaftsgeschichte in der Nordeifel

Vortrag: Die Flussaue als Archiv der Landschaftsgeschichte in der Nordeifel


Der Freundeskreis Römerkanal e.V. lädt für Donnerstag, den 26. November 2026 um 19:00 Uhr zu einem Vortrag in den Ratssaal des Glasmuseums am Himmeroder Wall 6 ein.

Referent ist Herr PD Dr. Philipp Schulte, Bonn.

Klimatische Schwankungen und Landnutzung beeinflussten in der Nordeifel über Jahrtausende die Abflussdynamik der Flüsse und die Entwicklung der Auenlandschaften. In der letzten Eiszeit entstanden schottereiche Talfüllungen mit verzweigten Gerinnen. Im Holozän stabilisierte Vegetation die Hänge, die Strömungsenergie nahm ab, und nur bei Überflutungen wurden Sedimente in dünnen Lagen auf der Aue abgelagert.

Im Mittelalter verstärkten wiederum Starkregen und Rodungen für Siedlung- und Bergbau die Bodenerosion. Es bildeten sich Kolluvien und feinkörnige Auelehme.

Seit der Industrialisierung veränderten Flussbegradigungen und der Bau von Talsperren die Abfluss- und Sedimentdynamik. Der Bergbau hinterließ jedoch Spuren: Schwermetalle wie Blei und Zink reichern sich in den Sedimenten an, sind ökologisch relevant, ermöglichen aber die Rekonstruktion von Nutzungsphasen.

Der Geograph PD Dr. Philipp Schulte leitet das Sachgebiets Geoarchäologie des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege im Rheinland. Er bringt seine wissenschaftliche Expertise in die Erforschung und Vermittlung der Boden- und Landschaftsgeschichte ein.

Veranstaltungsort: Ratssaal im Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Rheinbach

Eine Teilnahme an diesem Vortrag ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich – Spenden für das Römerkanal-Informationszentrum sind aber jederzeit herzlich willkommen. 

Vortrag: Ein Grab mit Seltenheitswert – der sogenannte „Wolbi“

Vortrag: Ein Grab mit Seltenheitswert – der sogenannte „Wolbi“


Der Freundeskreis Römerkanal e.V. lädt für Donnerstag, den 19. November 2026 um 19:00 Uhr zu einem Vortrag in den Ratssaal des Glasmuseums am Himmeroder Wall 6 ein.

Referent ist Herr Dr. Erich Claßen, Bonn.

Das bei Ausgrabungen im Gewerbegebiet Wolbersacker freigelegte Grab eines, als „Wolbi“ bezeichneten, etwa 40-jährigen Mannes aus der späten Jungsteinzeit stellt im Rheinland eine Seltenheit dar.

Der Vortrag fasst neben der Entdeckungs- und Freilegungsgeschichte insbesondere die bisher durchgeführten naturwissenschaftlichen Untersuchungen zusammen. Weiterhin wird der Grabfund als eine Quelle für das späte dritte vorchristliche Jahrtausend in den regionalen Kontext eingeordnet. Überregionale Vergleiche helfen dabei, ein Bild von den Lebensumständen des Mannes zu zeichnen, der in Rheinbach seine letzte Ruhestätte fand.

Herr Dr. Erich Claßen ist Landesarchäologie im Rheinland und Experte für die Jungsteinzeit. Er wirkt in der „AG Wolbersacker“ mit, die die Präsentation der archäologischen Funde im Stadtgebiet vorbereitet.

Veranstaltungsort: Ratssaal im Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Rheinbach

Eine Teilnahme an diesem Vortrag ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich – Spenden für das Römerkanal-Informationszentrum sind aber jederzeit herzlich willkommen.

  

Vortrag: Licht am Ende des Tunnels

Vortrag: Licht am Ende des Tunnels


Der Freundeskreis Römerkanal e.V. lädt für Donnerstag, den 12. November 2026 um 19:00 Uhr zu einem weiteren Vortrag zur Geschichte des Tunnelbaus seit den Anfängen 1000 v. Chr. in den Ratssaal des Glasmuseums am Himmeroder Wall 6 ein.

Referent ist Prof. Dr. Klaus Grewe, wissenschaftlicher Berater und Beisitzer des Freundeskreises.

"Patientia – Virtus – Spes!" – Geduld, Tatkraft und Zuversicht, so beschrieb der römische Ingenieur Nonius Datus im 2. Jahrhundert n. Chr. die Tugenden eines Tunnelbauers. Er wusste um die besonderen Probleme dieser Ingenieursdisziplin und tatsächlich sind die Schwierigkeiten der unterirdischen Trassenführung in fast jedem historischen Tunnelbau erkennbar.

Da Tunnelbaupläne oder -skizzen nicht erhalten sind, muss deren Konzeption aus den Bauwerken selbst abgelesen werden. Anhand von Arbeitsspuren war es möglich, die Strategien der antiken Baumeister bezüglich der Planung und Trassierung zu entschlüsseln. Es ist als großartige Leistung der antiken und mittelalterlichen Ingenieure zu werten, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz kein Tunnelbau unvollendet blieb!

Der Vortrag beleuchtet die rund 3000-jährige Geschichte des Tunnelbaus: vom ersten Großtunnel, gebaut unter König Hiskias um 700 v. Chr. in Jerusalem, und dem berühmten Eupalinos-Tunnel auf Samos über die großartigen Bauwerke der Römer bis zu den wenigen Tunnelbauten des Mittelalters. Im frühen Industriezeitalter wurde der Tunnelbau unverzichtbar, weil die Eisenbahntrassen in schwierigem Gelände nicht ohne Tunnel zu realisieren waren.

Veranstaltungsort: Ratssaal im Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Rheinbach

Eine Teilnahme an diesem Vortrag ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich – Spenden für das Römerkanal-Informationszentrum sind aber jederzeit herzlich willkommen.
 

Vortrag: Die Trinkwasserversorgung im Wandel der Zeit – von den Römern bis zur Moderne aus hygienisch-medizinischer Sicht

Vortrag: Die Trinkwasserversorgung im Wandel der Zeit – von den Römern bis zur Moderne aus hygienisch-medizinischer Sicht


Der Freundeskreis Römerkanal e.V. lädt für Donnerstag, den 05. November 2026 um 19:00 Uhr zu einem Vortrag in den Ratssaal des Glasmuseums am Himmeroder Wall 6 ein.

Referent ist Prof. emeritus Dr. med. Dr. h.c. Martin Exner, Bonn.

Der Vortrag geht aus hygienisch-medizinischer Sicht auf die epochale Bedeutung der römischen Wasserversorgung als zentrale leitungsgebundene Versorgung ein und berücksichtigt dabei die gesundheitlichen Konsequenzen.

Der hohe ingenieurtechnische Stand der römischen Wasserversorgung wurde in Deutschland erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts wieder erreicht. Dies führte ab 1870 zu einer konsistenten Reduktion der Sterblichkeit und einer Zunahme der Lebenserwartung – und das lange vor der Einführung von Antibiotika und Impfungen.

Es werden die unterschiedlichen Strukturen der Wasserversorgung in Deutschland dargestellt und die wichtigsten Herausforderungen erörtert, die sich aus dem Klimawandel und Krisen wie Kriegen ergeben und auf die man sich vorbereiten muss. Weltweit gilt eine unzureichende Wasserversorgung als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die öffentliche Gesundheit, insbesondere für Kinder.

Veranstaltungsort: Ratssaal im Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Rheinbach

Eine Teilnahme an diesem Vortrag ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich – Spenden für das Römerkanal-Informationszentrum sind aber jederzeit herzlich willkommen.

  

Wildtierbeobachtungen in Bild und Film von Heinrich Pützler

Wildtierbeobachtungen in Bild und Film von Heinrich Pützler

 
RHEINBACH Seit Jahren fotografiert der Rheinbacher Heinrich Pützler Wildtiere in unserer Heimatregion. 

Mit viel Geduld, Fachwissen und Herzblut hat er über die Zeit viele wunderschöne Bilder und Kurzfilme von der Tierwelt „vor unserer Haustür“ erstellt. 

Am Dienstag, 03.11.2026 um 19.00 Uhr präsentiert er in der VHS-Geschäftsstelle eine Auswahl seiner schönsten Aufnahmen und Videos. Eintritt ist frei. 

Anmeldung unter www.vhs-voreifel.de ist erforderlich. 
  
Weitere Infos zu Programm, Gebühren und Anmeldung unter www.vhs-voreifel.de oder unter 02226 – 8922620 sowie info@vhs-voreifel.de.