Sonntag, 21. Juni 2026

Rheinbacher Sommerkino startet Vorverkauf


Rheinbacher Sommerkino startet Vorverkauf


Bereits zum neunten Mal bringt die Bürgerstiftung "Wir für Rheinbach" an sechs Sommerabenden vom 22. bis 27. August 2026 Open-Air-Kino-Atmosphäre nach Rheinbach. Inmitten des Innenhofes der Katholischen Grundschule St. Martin in der Bachstraße haben alle Kinobesucher, vor der Kulisse des Hexenturms, freien Blick auf die 7 x 3 Meter große Leinwand. Das moderne Soundsystem sorgt für ein besonderes Hörerlebnis. Zudem gibt es alles, was zu einem Kinobesuch gehört: Gekühlte Getränke, Eis, Laugenstangen und Popcorn. Stefan Raetz, Organisator des Sommerkinos: "Alles wird ehrenamtlich organisiert, damit die Erlöse der Förderung sozialer Projekte in Rheinbach zu Gute kommen". Der Zugang zum Kino öffnet um 19.30 Uhr. Ab 20.15 Uhr gibt es ein täglich wechselndes Vorprogramm. Der Filmstart ist ab 21.00 Uhr. Stefan Raetz: "Wir haben wieder eine schöne Auswahl getroffen und starten mit Ach, diese Lücke". Weitere Filme sind: "Extrawurst", "Ganzer halber Bruder", "Der Pinguin meines Lebens", "Bon Voyager" und "Ein fast perfekter Auftrag". Der Vorverkauf bei der Buchhandlung Thalia, dem TUI-Reisebüro im Raiffeisenhaus und dem Tourismusbüro am Rathaus ist gestartet. Stefan Raetz rät sich frühzeitig Karten zu sichern, denn im letzten Jahr war jeder Filmabend ausverkauft. Die Karten kosten im Vorverkauf weiterhin 8 Euro. Beim Erwerb aller Filmabende sind es 40 Euro. 

Bilder: Stefan Raetz

Kultur am Hof erfolgreich gestartet - jeden Freitag Livemusik

Abendstimmung bei Kultur am Hof - Fotos: Stefan Raetz

Kultur am Hof erfolgreich gestartet - jeden Freitag Livemusik


Kultur am Hof, das kostenlose Live-Konzert Vergnügen in Rheinbach erfreut sich nun schon im 20. Jahr großer Beliebtheit. Jeden Freitag von Anfang Juni bis Mitte September spielen auf dem abgesperrten Himmeroder Wall Bands aus der erweiterten Region für die Musikbegeisterten Gäste. Die bestens abgemischten Konzerte beginnen um 19.00 Uhr. Dann ist drei Stunden Stimmung, gute Laune und mitsingen oder Tanzen angesagt. Stefan Raetz, Mitorganisator: "Alles wird ehrenamtlich organisiert. Besonderer Dank gilt den Anwohnern, die uns jährlich diese tolle Veranstaltung durchführen lassen. Das ist heute leider nicht mehr selbstverständlich". Für die Bands wird um Spenden gebeten. Den Anfang machten in diesem Jahr die Gruppen Stranges Songs und Rumba Gitana. Nun folgen die Rockformationen ICON5 und Thekenkapelle, bevor die bekannte BAP Tribute Band MAM den Juli einläutet. Wie immer werden Stehtische aufgebaut, Sitzbänke bereitgestellt und die Zufahrten abgesichert. Für das leibliche Wohl ist vor Ort bestens gesorgt. Stefan Raetz: "Bitte keine eigenen Getränke mitbringen. Wir finanzieren die Veranstaltung neben Sponsorengeldern nur aus dem Getränkeverkauf". 

Im Schatten vom Waasemer Turm


Stranges Songs

Auftakt Kultur am Hof mit Regenbogen


SPD-Rheinbach - Alter und Pflege werden auch in Rheinbach immer wichtigere Zukunftsthemen

v.l.n.r. Dr. Wilmers und  Dr. Phiesel - Foto: Gert-Uwe Geerts

SPD-Rheinbach - Alter und Pflege werden auch in Rheinbach immer wichtigere Zukunftsthemen


Das große Interesse am Forum Alter und Pflege der Stadt Rheinbach am 20. Juni hat erneut gezeigt, welche Bedeutung Fragen rund um Pflege, Unterstützung im Alltag und ein gutes Leben im Alter inzwischen für viele Menschen haben.

Die Veranstaltung wurde von Bürgermeister Dr. Phiesel eröffnet, der dabei auf die Angebote der städtischen Pflegeberatung verwies, die durch Frau Eschweiler begleitet wird.

Mit vor Ort war auch der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dr. Wilmers, der die Gelegenheit nutzte, mit zahlreichen Einrichtungen, Initiativen und Anbietern ins Gespräch zu kommen, die ihre Angebote inzwischen bereits zum vierten Mal der Öffentlichkeit präsentierten.

Gerade der persönliche Austausch machte deutlich, dass sich viele Akteure intensiv mit den Herausforderungen beschäftigen, die der demographische Wandel in den kommenden Jahren mit sich bringen wird. Auch Rheinbach wird von dieser Entwicklung unmittelbar betroffen sein.

Dr. Wilmers verweist in diesem Zusammenhang auf die langfristigen Veränderungen innerhalb der Gesellschaft: „Der Anteil älterer Menschen wird in den kommenden Jahren weiter steigen. Damit wachsen gleichzeitig die Anforderungen an gute Pflegeangebote, verlässliche Unterstützungsstrukturen und die Frage, wie Menschen auch im Alter selbstbestimmt leben können.“

Im Gespräch mit verschiedenen Anbietern wurden zudem Sorgen über die geplante Reform der Pflegeversicherung deutlich. Besonders mögliche Kürzungen bei Zuschüssen für Hilfeleistungen im Haushalt und bei pflegerischer Unterstützung werden vielerorts kritisch gesehen.

Gleichzeitig berichteten mehrere Einrichtungen von einem wachsenden Interesse an beruflichen Perspektiven im Pflegebereich – insbesondere dort, wo moderne Arbeitsbedingungen und attraktive Entwicklungsmöglichkeiten angeboten werden.

Die Entwicklungen zeigen schon heute, dass Fragen rund um Alter, Pflege und Versorgung auch auf kommunaler Ebene künftig noch stärker in den Fokus rücken werden.

Die Urfttalsperre öffnet zum 125jährigen Jubiläum ihre Tore

Luftbild der Urfttalsperre - (c) Wasserverbands Eifel-Rur

Die Urfttalsperre öffnet zum 125jährigen Jubiläum ihre Tore

Vor 125 Jahren wurde der Grundstein für ein Generationenbauwerk gelegt, das für das Leben vieler Menschen von Bedeutung ist: Die Urfttalsperre.

Sie trug und trägt bis heute zum Hochwasserschutz sowie zur Wasserbevorratung für den Unterlauf der Rur bei. Vom Urftwasser profitiert nicht zuletzt die unterhalb liegende, Wasser nutzende Industrie, die im Dürener Land viele Arbeitsplätze bereitstellt.

Die Urfttalsperre zieht seit ihrem Bau zahlreiche Menschen aus nah und fern an. Heute mitten im Nationalpark Eifel gelegen, ist sie fester Bestandteil vieler Wanderungen.

Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) als Talsperrenbetreiber bietet nun anlässlich des Geburtstags der Talsperre die Gelegenheit, die Jubilarin näher kennenzulernen.

Am Sonntag, dem 28.06.2026 wird von 11:00 – 16:00 Uhr ein Tag der offenen Tür stattfinden.
Dabei kann man das Staubauwerk bei fachkundigen Führungen auch in seinem Innenleben kennenlernen. Im Kontrollgang in der Mauer werden viele Daten erfasst, die für die laufende Überprüfung der Standsicherheit wichtig sind. Ein virtueller Rundgang durch den Kontrollgang ergänzt das Angebot nicht zuletzt für diejenigen, die die Treppenstufen nicht bewältigen können.

Außerdem werden am Wasserschulmobil spannende Einblicke in die Welt der Lebewesen in unseren Gewässern geboten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Verbands stehen dabei auch für alle Fragen rund um das Wasser zur Verfügung.

Die Urfttalsperre, die sich auf dem Gebiet der Stadt Schleiden befindet, kann nicht mit dem Auto angefahren werden. Deswegen ist vom großen Parkplatz an der Rurtalsperre in Schwammenauel für die Besuchszeit ein Shuttle-Service eingerichtet. Die Busse fahren im halbstündigen Takt zur Urfttalsperre und wieder zurück. Abfahrtspunkt ist das kleine Gebäude „Alte Tankstelle“ im Zufahrtsbereich zum Parkplatz. Die Talsperre kann aber auch mit den Elektroboten der Rurseeschifffahrt aus Rurberg und Einruhr oder zu Fuß vom oberhalb gelegenen „Kermeterparkplatz“ sowie zu Fuß oder mit dem Fahrrad von Rurberg entlang des Obersees der Rurtalsperre und von Gemünd aus über die alte K7 angesteuert werden.

Für die Besichtigung des Kontrollgangs ist festes Schuhwerk erforderlich. Ebenso ist es, unabhängig von den Außentemperaturen, im Inneren der Talsperre stets gleichbleibend kühl. Deswegen empfiehlt es sich, ein wärmendes Kleidungsstück dabei zu haben. Eine Anmeldung zu den Führungen ist nicht erforderlich. Diese finden kontinuierlich statt.

Feuerwache Wolbersacker: Verantwortung heißt, heute die richtigen Prioritäten zu setzen

Feuerwache Wolbersacker: Verantwortung heißt, heute die richtigen Prioritäten zu setzen


Mit der Entscheidung zur Fortführung der Planungen für den Neubau der Feuerwache im Wolbersacker ist für die SPD-Fraktion ein wichtiger Schritt für die zukünftige Sicherheitsinfrastruktur in Rheinbach erfolgt. Nach intensiven politischen Beratungen wurden Einsparmaßnahmen beschlossen, die den schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen Rechnung tragen, ohne die grundlegenden Anforderungen an eine leistungsfähige Feuerwehr infrage zu stellen.

Die SPD hatte bereits frühzeitig darauf gedrängt, im Rahmen der Haushaltskonsolidierung auch bei diesem Projekt mögliche Einsparpotenziale konsequent zu prüfen. Auf dieser Grundlage wurden Anpassungen der bisherigen Planungen vorgenommen und Maßnahmen zur Reduzierung der Baukosten umgesetzt.

Eine wichtige Grundlage für die politische Entscheidungsfindung war dabei die Informationsveranstaltung der Feuerwehr Rheinbach. Dort wurde deutlich, dass der Neubau weit mehr ist als ein zusätzlicher Feuerwehrstandort. Neben der Sicherstellung der Schutzziele im östlichen Stadtgebiet geht es insbesondere um die langfristige Einsatzfähigkeit der Feuerwehr, moderne Infrastruktur für Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie eine zukunftsfähige Sicherheitsstruktur für unsere Stadt.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Am Ende war für uns entscheidend, dass notwendige Einsparungen umgesetzt werden können, ohne die grundlegenden Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Feuerwehr grundsätzlich infrage zu stellen“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Arne Ritter.

Gleichzeitig zieht die SPD aus den vergangenen Wochen auch wichtige Schlussfolgerungen für zukünftige Großprojekte. Frühzeitige Transparenz, eine engere politische Begleitung und eine rechtzeitigere Einbindung der Fraktionen sind aus unserer Sicht entscheidend, damit notwendige Steuerungsentscheidungen bei finanziell bedeutsamen Projekten frühzeitig getroffen werden können.

Für die SPD steht deshalb fest: Haushaltskonsolidierung bedeutet nicht, notwendige Zukunftsinvestitionen grundsätzlich infrage zu stellen. Entscheidend ist, verantwortungsvoll abzuwägen und dort die richtigen Prioritäten zu setzen, wo Sicherheit und Daseinsvorsorge langfristig gesichert werden müssen. 

Vorträge und Veranstaltungen anlässlich des Tags des Römerkanals 2026

Vorträge und Veranstaltungen anlässlich des Tags des Römerkanals 2026


Der Freundeskreis Römerkanal e.V. lädt am Sonntag, den 28. Juni 2026 anlässlich des Tags des Römerkanals zu einer Reihe von Veranstaltungen an der Brunnenstube Klausbrunnen in Mechernich-Kallmuth ein.

Die römische Wasserleitung aus der Eifel nach Köln ist der größte antike Technikbau nördlich der Alpen und eines der populärsten Bodendenkmäler des Rheinlandes. In einem 95,4 Kilometer langen Aquädukt wurden täglich 20 Millionen Liter bestes Trinkwasser aus fünf Quellgebieten in der Sötenicher Kalkmulde nach Köln geleitet. Die Brunnenstube Klausbrunnen bei Kallmuth ist ein besonders schön rekonstruiertes Beispiel für eine römische Quellfassung. Gleich unterhalb der Brunnenstube ist die vom Grünen Pütz im Urfttal kommende Leitung angeschlossen.

Der Vortrag beim „Tag des Römerkanals“ beleuchtet die verschiedenen Möglichkeiten römischer Wassergewinnung mit besonderem Fokus auf der Brunnenstube in Kallmuth.

Programm

  • 11:00 Uhr am Klausbrunnen - Einführung für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der anschließenden Wanderung auf dem Römerkanal-Wanderweg.
  • „Archäologie vor Ort“ mit Prof. Dr. Klaus Grewe: „Techniken der Wassergewinnung in römischer Zeit – Der Klausbrunnen als ergiebige Brunnenstube zur Versorgung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium.
  • Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit und das Ortskartell Kallmuth sorgt für Kinderbelustigung, unter anderem mit einem Malwettbewerb rund um die Römer.
  • 11:30 Uhr ab Klausbrunnen - Geführte Wanderung auf dem Römerkanal-Wanderweg mit Reinhard Schweinheim.
  • Die Wanderung führt von der römischen Brunnenstube „Klausbrunnen“ bei Kallmuth zur Aquäduktbrücke in Vollem, der einzigen fast vollständig erhaltenen Brücke des Römerkanals.
  • Über den Römerkanalwanderweg geht es am Quellgebiet Urfey vorbei durch das Königsfelder Tal zum Ravelsberg. Unterwegs gibt es Erklärungen zur Agrippastraße, deren Verlauf wir ein kurzes Stück folgen, bevor es zurück nach Kallmuth geht.
  • Begleitend gibt es Informationen zur Baugeschichte und den Spuren der drittlängsten Fernwasserleitung des römischen Imperiums, die einst die antike Stadt Köln mit 20 Millionen Liter Wasser pro Tag versorgte. Neben der technischen Meisterleistung der römischen Bauherren erfahren die Wanderer auch einiges über die herrliche Kulturlandschaft entlang des Wanderweges.
  • 14:00 Uhr am Klausbrunnen - Vortrag für Nichtwanderer: „Archäologie vor Ort“ mit Prof. Dr. Klaus Grewe, „Techniken der Wassergewinnung in römischer Zeit – Der Klausbrunnen als ergiebige Brunnenstube zur Versorgung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium
  • 15:00 Uhr am Klausbrunnen - Gemütliches Beisammensein der Wanderer und Nichtwanderer. Kaffee und Kuchen-Angebot durch das Ortskartell Kallmuth.
  • Musik durch die bekannte Mundart-Gruppe „Wibbelstetz“, Frontmann Günter Hochgürtel. Gastbesuch von Konrad Beikircher, dem Paten des Römerkanal-Wanderweges.


Treffpunkt ist die Römische Brunnenstube Klausbrunnen, Mechernich-Kallmuth.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldungen sind nicht erforderlich! – Spenden für das Römerkanal-Informationszentrum sind aber jederzeit herzlich willkommen.

Schützenfest in Wormersdorf


Schützenfest in Wormersdorf


Die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Wormersdorf veranstaltet am 27. und 28. Juni 2026 ihr diesjähriges Schützenfest. In alter Tradition schmücken die Mitglieder am Samstag das Haus des Königspaares und eröffnen damit das Schützenfestwochenende am frühen Morgen. Abends sind die Bruderschaft und der Hofstaat beim Königspaar Heinz-Josef und Michaela Schmitz zu Gast. Im Anschluss marschieren alle gemeinsam zum Schützenplatz, wo schon viele Gäste die Majestäten erwarten. Beim Königsball, zu Ehren der Wormersdorfer Majestäten, sind viele befreundete Schützenbruderschaften und Ortsvereine zu Gast. Nach einem festlichen  Abend in der Schützenhalle trifft man sich Sonntags um 10.00 Uhr in der Ipplendorfer Kirche zur heiligen Messe mit anschließender Kranzniederlegung. Gegen 13.00 Uhr erwarten die Wormersdorfer Schützen ihre Gäste, die befreundeten Bruderschaften und Vereine zum Schützenfest. Um 14.00 Uhr findet ein großer Vorbeimarsch auf dem Dorfplatz statt. Ab 15.00 Uhr finden sich alle im gemütlichen Biergarten ein. Mit traditionellen Schießwettbewerben, einem großen Kuchenbuffet und den anschließenden Siegerehrungen endet das Schützenfest am frühen Abend. 
 

Sachbuchautor Werner Bartens liest am Donnerstag, 2. Juli 2026 in Rheinbach


Sachbuchautor Werner Bartens liest am Donnerstag, 2. Juli 2026, 19.30 Uhr, an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach

Von Aderlässen und Amputationen ohne Narkose hin zu Gentherapien und Schlüsselloch-Operationen: Der Journalist und Sachbuchautor Werner Bartens stellt sein Buch „Leib und Seele – eine Reise durch die Geschichte der Medizin“ am Donnerstag, 2. Juli 2026, um 19.30 Uhr in der Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg am Standort Rheinbach der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) vor. Das Publikum darf sich auf eine persönliche Atmosphäre freuen und die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Autor. Die Lesung in der Reihe „Zu Gast auf dem Sofa“ moderiert Susanne Kundmüller-Bianchini.

Werner Bartens führt die Leserinnen und Leser höchst kenntnisreich durch die Menschheits- und Medizingeschichte, so der Rowohlt Verlag. Lebensnah und manchmal blutig erzähle er von Helden der Medizin, vergessenen Dramen und erstaunlichen Entdeckungen, ohne die die Welt heute anders aussähe. Bartens zeige, was wir von der Viersäftelehre übernommen haben und wie Schneewittchens Glassarg und der Boom der Obduktionen zusammenhängen. Der ebenso lehrreiche wie kurzweilige Blick auf die Geschichte der Medizin wurde mit dem Preis „Wissenschaftsbuch des Jahres“ ausgezeichnet.

Dr. med. Werner Bartens ist leitender Redakteur im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung. Er gilt als einer der einflussreichsten deutschen Publizisten zum Thema Gesundheit. Seine Bücher „Was Paare zusammenhält“, „Körperglück“ und „Glücksmedizin“ waren Spiegel-Bestseller.

Die Lesung findet statt am Donnerstag, 2. Juli 2026, in der Hochschul- und Kreisbibliothek der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Von-Liebig-Straße 20, in Rheinbach. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 02241/865-680 oder per E-Mail an bibliothek@h-brs.de möglich. Im Vorverkauf sind Karten erhältlich bei der Buchhandlung Thalia Rheinbach und in der Hochschulbibliothek. Zudem gibt es eine Abendkasse (Barzahlung). Die Lesereihe „Zu Gast auf dem Sofa“ veranstaltet die Hochschul- und Kreisbibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Thalia Rheinbach. 

Arne Ritter: Wohnen muss zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für Rheinbach werden

Arne Ritter: Wohnen muss zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für Rheinbach werden


Bezahlbarer Wohnraum entwickelt sich auch in Rheinbach zunehmend zu einer der entscheidenden sozialen und stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre. Vor dem in wenigen Tagen anstehenden politischen Workshop zum zukünftigen Baulandmanagement macht die SPD Rheinbach deshalb deutlich, dass das Thema Wohnen künftig stärker in den Mittelpunkt der politischen Diskussion rücken muss.

„Für mich ist klar, dass die Frage, wie wir in Rheinbach künftig ausreichend und bezahlbaren Wohnraum schaffen, eine der zentralen Zukunftsfragen unserer Stadt sein wird. Gerade junge Familien, Alleinlebende und ältere Menschen spüren bereits heute immer stärker, wie angespannt der Wohnungsmarkt geworden ist“, erklärt Arne Ritter, Fraktionsvorsitzender der SPD Rheinbach.

Dass zusätzlicher Wohnraum dringend benötigt wird, zeigen aus Sicht der SPD bereits die aktuellen Entwicklungen in Rheinbach selbst. Das nahezu fertiggestellte Majolika-Quartier macht deutlich, wie hoch die Nachfrage nach neuem Wohnraum in unserer Stadt tatsächlich ist. Bereits heute zeigt sich dort durch die große Zahl bereits vermieteter Wohnungen, dass zusätzlicher Wohnraum dringend gebraucht wird.

Gleichzeitig sieht die SPD in weiteren Entwicklungsflächen große Chancen für die Zukunft der Stadt. Insbesondere die Erweiterungsfläche Weilerfeld II müsse nun zügig weiterentwickelt werden. „Rheinbach verfügt hier über eine wichtige Entwicklungsfläche mit erheblichem Potenzial. Wir dürfen nicht zulassen, dass dringend benötigter Wohnraum durch langwierige Verfahren oder politische Blockaden auf Jahre verzögert wird“, so Arne Ritter weiter.

Mit Blick auf die anstehenden Beratungen zum zukünftigen Baulandmanagement unterstützt die SPD-Fraktion grundsätzlich eine stärkere strategische Rolle der Stadt bei der Entwicklung neuer Wohnbauflächen. Gleichzeitig müsse Politik realistisch bleiben und sich an konkreten Ergebnissen messen lassen.

Arne Ritter macht dabei deutlich, worauf es aus seiner Sicht grundsätzlich ankommt: „Die Politik baut keine Wohnungen. Aber Politik schafft die Voraussetzungen und stellt die Weichen dafür, dass Wohnraum, insbesondere bezahlbarer Wohnraum überhaupt entstehen kann. Genau dieser Verantwortung müssen wir in Rheinbach jetzt gerecht werden.“

Für Arne Ritter steht deshalb fest, dass das Thema Wohnen in den kommenden Monaten stärker in den Mittelpunkt der politischen Debatte in Rheinbach rücken muss. „Wir müssen heute die richtigen Entscheidungen treffen, wenn wir auch in Zukunft eine Stadt bleiben wollen, in der Wohnen für alle Generationen bezahlbar und erreichbar bleibt.“ 

Vier Jahre Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft

„Drohnenaufnahme Baustelle Juni 2026“, Quelle: Erftverband

Vier Jahre Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft

Erfolgreiche Zusammenarbeit in der Erft-Region mit Vorbildcharakter

Bergheim/Zülpich, 17. Juni 2026. Nach der Flutkatastrophe 2021 haben sich der Erftverband sowie Kreise und Kommunen im Erft‑Einzugsgebiet zur Interkommunalen Hochwasserschutzkooperation Erft (hwsErft) zusammengeschlossen, um den Hochwasserschutz in der Region nachhaltig zu stärken. Seitdem wächst die Kooperation kontinuierlich, entwickelt gemeinsame Hochwasserschutzkonzepte und setzt erste Maßnahmen um. Vier Jahre nach ihrer Gründung umfasst sie drei Kreise, 18 Kommunen und den Erftverband als Projektleitung. Auf der Pressekonferenz am Zülpicher Wassersportsee zogen die Mitglieder im Beisein von Staatssekretär Viktor Haase aus dem Umweltministerium ein positives Resümee, besichtigten die erste interkommunale, durch das Land mit rund 2,7 Mio. Euro geförderte Baumaßnahme und gaben einen Ausblick auf die nächsten Schritte – darunter die weitere Beckenplanung und die Vertiefung der Zusammenarbeit, unter anderem im Regionalpakt für Hochwasserschutz Erft als Teil des Landespaktes für Hochwasserschutz.


Beteiligung und Informationsangebote für Bürger*innen

Über 100 Workshops haben bislang Transparenz in den Aktivitäten im lokalen und interkommunalen Hochwasserschutz geschaffen. Viele Bürger*innen trugen durch aktive Teilnahme mit zahlreichen Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Schutzmaßnahmen bei, die von den zuständigen Fachbüros ausgewertet und in das Kartensystem „WebGIS“ eingepflegt wurden. Die Workshop-Serien sind in den meisten Kommunen abgeschlossen.

Um den Bürger*innen die Komplexität und Zusammenhänge des Hochwasserschutzes näherzubringen, hat die hwsErft ihr Informationsangebot entsprechend ausgebaut. Neben einem Flyer mit den Basisinformationen zur Kooperation, sind zwei Erklärfilme entstanden – abrufbar auf der Website und dem YouTube‑Kanal des Erftverbandes. Sie vermitteln zentrale Grundlagen: Der erste Film erläutert die Unterschiede zwischen Starkregen und Hochwasser. Hier wird klar, warum effektiver Hochwasserschutz von der Quelle bis zur Mündung im Sinne des 10-Punkte-Arbeitsplans des Landes gedacht werden muss. Der zweite Film zeigt, wie natürliche Gewässerentwicklung und technische Schutzmaßnahmen ineinandergreifen. Auf der Website der hwsErft geben zudem interaktive Infografiken einen leicht verständlichen Überblick über Aufgaben, Maßnahmenansätze und die Bedeutung interkommunaler Zusammenarbeit. Für die Wissensvermittlung über Social Media wurden Steckbriefe der geplanten Hochwasserrückhaltebecken (HRB) erstellt. Die Kurzvideos zu den Baustellen-Updates erreichen in der Spitze bis zu 37.000 Impressionen.

Weitere Hochwasserschutzmaßnahmen

Zur Realisierung von weiteren HRBs steht der Erftverband in engem Austausch mit den kommunalen Planungsträgern und der Bezirksregierung Köln, um die Planungs- und Genehmigungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Folgende interkommunale Hochwasserschutzmaßnahmen werden zurzeit bearbeitet:

  • HRB Kommerner Mühlensee – in Umsetzung
  • HRB Schwerfen – in Planung
  • HRB Möschemer Mühle – in Planung
  • HRB Schweinheim – in Planung
  • Hochwasserabschlag in den Zülpicher Wassersportsee – in Umsetzung
  • HRB Flerzheim – im Grunderwerb
  • HRB Vussem – in Planung
  • HRB Liblar – in Vorbereitung
  • Ausbau des HRB Garsdorf (Bestandsbecken) – in Vorbereitung
  • Gewässerausbau Schweinheim – in Planung
  • Gewässerausbau Hohenholzer Graben – in Planung
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 20 Glesch – im Genehmigungsverfahren
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 10 Grevenbroicher Bend – im Genehmigungsverfahren
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 6-9 Erftaue Kapellen – in Planung


Kommunale Maßnahmen

Ergänzend zum Ausbau der interkommunal wirksamen Maßnahmen befassen sich die meisten Kommunen der hwsErft aktuell mit der Finalisierung der Maßnahmenkonzipierung. Die Hochwasserschutzmaßnahmen der Kommunen werden in definierten GIS-Projekten gesammelt, dem Erftverband übergeben und im Rahmen der Qualitätssicherung geprüft. Das Konzept der Stadt Euskirchen wurde bereits vom beauftragten Ingenieurbüro übergeben. Das Konzept der Stadt Bad Münstereifel wurde Ende Juni im Rat beschlossen. Parallel finalisiert der Erftverband die erste Fassung des Interkommunalen Hochwasserschutzkonzeptes, das die interkommunal wirksamen Hochwasserschutzmaßnahmen und die Maßnahmensteckbriefe der Kommunen umfasst.

Gemeinsame Lageeinschätzung verbessert Hochwassermanagement

Abseits konzeptioneller Überlegungen zum Hochwasserschutz und der konkreten Umsetzung von technischen Hochwasserschutzmaßnahmen, stärkt der Erftverband im Rahmen des EU-HORIZON-Innovation-Actions-Projekts DIRECTED die Schnittstelle zwischen Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz, um die Kommunikation während einer Hochwasserlage zu verbessern. Die gezielte Einbindung von Akteuren des Katastrophenschutzes der Landkreise, des LANUK und der Bezirksregierung Köln in Diskussionen und Planspielen (Tabletop Exercise) hat gezeigt, wie sich der Informationsaustausch während einer Hochwasserlage deutlich verbessern lässt.

Inzwischen wurde auch das Hochwasserinformationssystem (HOWIS) des Erftverbandes überarbeitet und ein Online-Meeting zur gemeinsamen Lageeinschätzung mit Akteuren des Erftverbandes und des Katastrophenschutzes der Kreise eingeführt. Dieses Online-Meeting wird mit der HOWIS Bereitschaftsstufe ausgerufen und ermöglicht eine gemeinsame Dateninterpretation bei einem wahrscheinlichen Hochwasserereignis sowie den Austausch und Abgleich von Informationen in Echtzeit. Der Erftverband und die Landkreise des Erft-Einzugsgebietes unterzeichneten die Vereinbarung zur gemeinsamen Lageeinschätzung im Rahmen der Pressekonferenz am 17. Juni. Seit dem Hochwasserereignis im Mai 2025 an der Swist wurde das Online-Meeting bereits dreimal erfolgreich durchgeführt.

Erftverband erweitert Messnetz und Modelltechnik

Der Erftverband baut im Rahmen des EFRE-Projekts Rivercast zudem sein Pegel- und Sensornetzwerk weiter aus, um die Informationslage im Einzugsgebiet zu verbessern. In diesem Zusammenhang wird das HOWIS-System technisch weiterentwickelt. Es wird die wesentlichen in HOWIS abgebildeten Mess- und Vorhersagedaten enthalten und um die neu installierten Sensoren ergänzt. Gleichzeitig fungiert dieses System als „Hülle“ für die Daten der kommunalen Frühwarnbestrebungen.

Fortführung der hwsErft und Regionalpakt für Hochwasserschutz Erft

Nebst den Bestrebungen der hwsErft zur Verbesserung des interkommunalen Hochwasserschutzes in der Erft-Region wird seitens des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein‑Westfalen (MUNV) die Gründung des Regionalpaktes für Hochwasserschutz Erft forciert. Dieser Regionalpakt baut auf den Strukturen und Zielen der hwsErft auf und soll langfristig die räumliche Ausdehnung der hwsErft auf das gesamte Einzugsgebiet der Erft sowie die Fortführung der Kooperation sicherstellen. Staatssekretär Haase betont: „Der Pakt bringt alle Beteiligten zusammen, damit wir Hochwasserschutz für ganze Flussgebiete denken und planen können. Das Ziel ist, den bestmöglichen Schutz für die Menschen in Nordrhein-Westfalen zu erreichen.“ Darüber hinaus werden die Kommunen bei der Umsetzung kommunaler Hochwasserschutzmaßnahmen besser unterstützt. Durch den Einsatz von Koordinator*innen plant der Erftverband im Rahmen des Regionalpaktes für Hochwasserschutz, den Kommunen ein Unterstützungsangebot bei der Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.