Mittwoch, 30. September 2026

Afrikanische Geschichten: Ein literarischer Blick auf Nigeria und Ruanda

Afrikanische Geschichten: Ein literarischer Blick auf Nigeria und Ruanda

Leseabend in Kooperation von Mission Entwicklung Frieden (MEF) und Buchhandlung Thalia Rheinbach


Jedes Land und jede Kultur sind einzigartig. In der heutigen Zeit, in der Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenleben, finden wir es wichtig, auch eine Idee von der Erlebniswelt Anderer zu haben.

Vorgelesen werden Abschnitte aus Büchern afrikanischer Autoren, die einen Einblick auf die afrikanische Sichtweise des Lebens vermitteln können. Ausgewählt wurden Texte von Dipo Faloyin (Nigeria), Chimananda Ngozi Adichie (Nigeria), Gael Faye (Ruanda), Stève Hiobi (Kamerun) sowie ein Text aus Nelson Mandelas bekannter afrikanischer Märchen-Anthologie. 

Donnerstag, 08.10.2026
18.30 - 20.00 Uhr Buchhandlung Thalia, Haupstr. 28, Rheinbach 
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich


Bei großem Besuchsaufkommen wechseln wir ins Pfarrzentrum am Lindenplatz, Rheinbach
 

Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt: Jugendhilfe in Rheinbach weiter stärken

Foto: Denise Limbach 

Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt: Jugendhilfe in Rheinbach weiter stärken


SPD-Fraktion begrüßt wichtige Entwicklungen im Jugendhilfeausschuss – Unterstützung von Familien, Beteiligung junger Menschen und bessere Bedingungen auf Spielplätzen im Fokus

Die jüngste Sitzung des Jugendhilfeausschusses hat gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe in Rheinbach sind. Von der Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern über die Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen bis hin zur Beschattung von Spielplätzen und der Beteiligung junger Menschen wurden wichtige Themen behandelt.

„Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur gute Angebote, sondern Strukturen, die sie und ihre Familien tatsächlich erreichen. Unser Jugendamt leistet hier an vielen Stellen eine sehr engagierte und wichtige Arbeit“, erklärt Denise Limbach, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Rheinbach.

Besondere Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern

Rheinbach bleibt Modellstandort im Projekt „Kinder von Inhaftierten“. Durch die Zusammenarbeit von Jugendamt, Justizvollzugsanstalt und weiteren Fachstellen sollen betroffene Kinder und Familien früher erreicht und gezielter unterstützt werden.

Für Donate Quadflieg, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses und Mitglied im Beirat der Justizvollzugsanstalt Rheinbach, hat das Projekt eine besondere Bedeutung:

„Dieses Projekt liegt mir durch meine Doppelrolle sehr am Herzen. In Gesprächen mit inhaftierten Vätern höre ich immer wieder, wie schwierig es für ihre Kinder und sie ist, in einem guten Kontakt zu bleiben. Die bisher einzigartige Zusammenarbeit von Jugendamt und Justizvollzugsanstalt in Rheinbach hat deshalb eine besondere Bedeutung und kann beispielgebend für andere Standorte sein.“

Für die SPD-Fraktion zeigt das Projekt, wie durch die Vernetzung verschiedener Institutionen die Bedürfnisse betroffener Kinder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden können.

Verfahrenslotse gibt Familien Orientierung

Seit November 2024 hat der Verfahrenslotse 85 Familien mit Kindern und jungen Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen begleitet. 32 Beratungen sind abgeschlossen, 53 dauern noch an. Im Mittelpunkt stehen die Klärung von Zuständigkeiten, Informationen über mögliche Leistungen sowie Unterstützung bei der Beantragung von Hilfen.

„Gerade wenn Familien ohnehin stark gefordert sind, darf ein kompliziertes Hilfesystem nicht zu einer zusätzlichen Hürde werden“, betont Limbach. „Der Verfahrenslotse schafft Orientierung und unterstützt Familien ganz konkret dabei, die ihnen zustehenden Hilfen zu erhalten.“

Mehr Schatten auf Rheinbachs Spielplätzen

Einstimmig beschlossen wurde das Beschattungskonzept für die 27 städtischen Spielplätze. 14 sind bereits gut beschattet, bei fünf besteht Verbesserungsbedarf und bei acht hoher Handlungsbedarf. Insgesamt sollen 19 zusätzliche Bäume für mehr Schatten sorgen. Einer wurde bereits in Irlenbusch gepflanzt, 18 weitere sollen in den kommenden beiden Jahren folgen.

„Spielplätze müssen auch an heißen Tagen Orte bleiben, an denen sich Kinder gerne und möglichst geschützt aufhalten können“, so Limbach. „Mehr Schatten bedeutet ganz konkret mehr Aufenthaltsqualität für Kinder und Familien.“

Die SPD-Fraktion dankt auch der Bürgerstiftung für ihre Unterstützung.

756 junge Menschen beteiligen sich

Auch die Kinder- und Jugendbefragung 2026 fand große Resonanz: 756 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Befragung und weiteren Formaten wie Fotorundgängen und Interviews. Zu ihren Themen gehören unter anderem Natur und Tiere, Spielplätze, Sport, Schule und Freizeit.

Für die SPD-Fraktion ist entscheidend, dass aus Beteiligung auch konkrete Wirkung entsteht.

„Kinder und Jugendliche wollen mitgestalten. Beteiligung ist dann glaubwürdig, wenn sie erleben, dass ihre Ideen gehört, geprüft und – wo es möglich ist – auch umgesetzt werden“, erklärt Limbach. „Mit den verschiedenen Beteiligungsformaten ist ein wichtiger Schritt gemacht. Entscheidend ist jetzt, was daraus konkret entsteht.“

Kinder- und Jugendpolitik bleibt eine zentrale Aufgabe

Für die SPD-Fraktion machen die Ergebnisse der Sitzung deutlich, wie wichtig gut funktionierende Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sind – von der individuellen Unterstützung über attraktive öffentliche Räume bis zur Beteiligung junger Menschen.

„Kinder und Jugendliche sind ein wichtiger Teil unserer Stadtgesellschaft – heute und nicht erst in Zukunft“, fasst Limbach zusammen. „Deshalb wollen wir die Strukturen weiter stärken, die Familien unterstützen und jungen Menschen ermöglichen, Rheinbach aktiv mitzugestalten.“

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg heißt ihre neuen Studierenden willkommen

Start an der Hochschule: Der Audimax ist bei der Begrüßungsveranstaltung gut gefüllt. Foto: Juri Küstenmacher


Hochschule Bonn-Rhein-Sieg heißt ihre neuen Studierenden willkommen

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat am 28. September ihre neuen Studierenden mit einer Begrüßungsveranstaltung am Campus Sankt Augustin offiziell willkommen geheißen. Auf dem Markt der Möglichkeiten präsentierten sich danach zahlreiche studentische Initiativen, Fachschaften und Einrichtungen der Hochschule. Zum Wintersemester 2026/2027 haben sich bislang rund 1800 Studierende für einen der rund 40 Bachelor- und Master-Studiengänge neu eingeschrieben. Diese Zahl wird bis zum Bewerbungsschluss in wenigen Tagen noch steigen.

Präsidentin Marion Halfmann begrüßte die neuen Studierenden zum Start in ihr Studium. „Schön, dass Sie da sind“, sagte sie. „Wir tun alles dafür, dass Sie hier eine gute Zeit haben und am Ende mit einem Abschluss unsere Hochschule verlassen.“ Die H-BRS sei eine Hochschule der Region, mit guter Ausstattung und gesellschaftlich relevanten Themen in Lehre und Forschung. „Wir möchten Sie fit machen für den Arbeitsmarkt, aber vor allem für Ihre Zukunft“, so die Präsidentin.

Zugleich betonte sie: „Das Studium ist Ihre Zeit.“ Den neuen Studierenden gab sie hierfür drei Tipps mit auf den Weg: in Vorlesungen zu gehen und Lerngruppen zu bilden, sich in Selbstverwaltung und studentische Gremien einzubringen, und vor allem schnell Kontakte zu den Kommilitoninnen und Kommilitonen zu knüpfen. „Aber jetzt wünsche ich Ihnen erstmal einen guten Start bei uns. Genießen Sie Ihren ersten Tag, freuen Sie sich auf Ihre Studienzeit und dann und dann sehen wir uns spätestens in ein paar Jahren wieder: bei Ihrer Absolventenfeier“, sagte Halfmann.

Auch der Vizepräsident Studium und Lehre, Professor Peter Muck, hieß die neuen Studierenden herzlich willkommen und wünschte ihnen einen erfolgreichen Studienstart – zum einen persönlich, aber auch als KI-Avatar Peter Muck. Im Zwiegespräch mit einer KI-Avatarin machte der Vizepräsidenten-Avatar deutlich, dass Studieren mehr ist als Lernen. Es bedeute Entdecken, wer man werden will.

„Habt den Mut, Euch zu entwickeln. Ihr beginnt heute nicht nur ein Studium, Ihr beginnt einen Weg“, sagte der Vizepräsident zu den Studierenden. Sie würden Wissen erwerben und Kompetenzen entwickeln, aber auch Menschen begegnen, die ihre Sicht auf die Welt verändern würden. „Ihr werdet Erfolge erleben, Ihr werdet Rückschläge erleben, Ihr werdet manchmal zweifeln“, so Muck. „Und genau das gehört dazu. Ein Studium ist nicht die Zeit, in der Ihr beweist, dass Ihr schon alles könnt, es ist die Zeit, in der Ihr herausfindet, was alles in Euch steckt.“ Dabei machte er deutlich: Das können nur Menschen und keine Künstlichen Intelligenzen mit ihren Algorithmen.

In der von Jonathan Schmitt, Student im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation (IWK), moderierten Veranstaltung erhielten die neuen Studierenden außerdem ganz praktische Informationen für ihre Zeit an der H-BRS. In Talkrunden informierten Vertreterinnen und Vertreter vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA), dem Studierendenparlament, von Fachschaften, studentischen Initiativen, dem Studierendenwerk und Hochschulgremien über Angebote und Mitwirkungsmöglichkeiten. Zudem stellten sich einige neu berufene Professorinnen und Professoren vor.

Preise für beste Abschlussarbeiten mit Genderbezug vergeben

Die neuen Studierenden starten gerade in ihre akademische Laufbahn. Franziska Aron, Ellen Kopischke und Emily Stübben dagegen haben seit Kurzem ihren Abschluss von der H-BRS in der Tasche. Während der Begrüßungsveranstaltung im Audimax wurden sie jetzt für die besten Abschlussarbeiten mit Genderbezug ausgezeichnet. Die Gleichstellungsbeauftragte Barbara Hillen-Haas und Vivien Matheis, studentisches Mitglied der Gleichstellungskommission, würdigten die Preisträgerinnen. „Gleichstellung ist kein Thema, das nur Frauen etwas angeht“, betonte Hillen-Haas, die sich mehr Bewerbungen aller Geschlechter für den Preis gewünscht hätte. „Die drei Arbeiten, die wir heute auszeichnen, zeigen das auf sehr unterschiedliche Weise.“

Die prämierten Abschlussarbeiten beschäftigen sich mit so unterschiedlichen Themen wie Prostitution, sexualisierte Belästigung und Menstruation. „Und doch verbindet sie etwas: Sie machen Lebensrealitäten sichtbar, die gesellschaftlich relevant sind, aber nicht immer die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen“, so Matheis. Franziska Aron wurde für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Prostitution aus Betroffenensicht“ ausgezeichnet, Ellen Kopischke für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Eingreifen oder Wegsehen“. Emily Stübben erhält den Preis für ihre Masterarbeit mit dem Titel „Menstruation und Arbeitsrealität“. Die Preise sind mit jeweils 1000 Euro dotiert.

Nach dem offiziellen Teil hatten die ‚Erstis‘ im Anschluss die Gelegenheit, sich einen Überblick über diverse Angebote rund ums Studium zu verschaffen. Auf dem Markt der Möglichkeiten im Hauptgebäude präsentierten sich unter anderem das studentische Motorsportteam BRS Motorsport, das Game-Dev-Team, der Finance Club und mehrere Fachschaften. Darüber hinaus informierten wichtige Anlaufstellen für den Studienalltag über ihre Angebote, darunter das Sprachenzentrum oder die Gesunde Hochschule.

Hintergrund – die H-BRS in Zahlen

Zum Stichtag 28. September haben sich rund 1800 Studierende für ein Studium an der H-BRS ab dem Wintersemester 2026/27 neu eingeschrieben. Bis zum Ende der Einschreibefrist in wenigen Tagen rechnet die Hochschule mit weiteren Einschreibungen. Die meisten der neuen Studierenden beginnen ein Bachelorstudium. An der H-BRS sind insgesamt rund 9000 Studierende eingeschrieben. Die H-BRS hat Standorte in Sankt Augustin, Rheinbach und Hennef. 

Dienstag, 29. September 2026

Zweimal Literatur mit Eva Kraiss im Theater am Lohmarkt

Das Nein-Horn kommt mit einer Action-Lesung ins Theater am Lohmarkt

Eva Marianne Kraiss gastiert am 3. Oktober im Theater am Lohmarkt

Zweimal Literatur mit Eva Kraiss im Theater am Lohmarkt


In Kooperation mit Rheinbach liest e.V. gastiert die Kölner Schauspielerin Eva Kraiss am 3. Oktober mit zwei Eigenproduktionen im Theater am Lohmarkt. Um 15:00 gibt sie in einer Action-Lesung mit Bühnenpartner Sebastian Menges „Das Nein-Horn“ von Marc-Uwe Kling. Um 20:00 Uhr spielt sie „Das kunstseidene Mädchen“ als Einakter nach dem Romans von Irmgard Keun.

Eva Marianne Kraiss ist ein „Rheinbacher Mädchen“ mit Kölner Wohnsitz. Die Schauspielerin ist u.a. überzeugtes Vereinsmitglied bei Rheinbach liest e.V. kommt immer wieder gern in ihre alte Heimatstadt. Hier freut sie sich über eine nun schon seit drei Jahren bestehende Spielstätte. Das Theater am Lohmarkt so etwas wie ihr zweites Wohnzimmer außerhalb der Domstadt geworden. Und am 3. Oktober zeigt Eva Marianne Kraiss hier gleich zweimal ihre Kunst.

Ein absolutes Vorlesehighlight für Familien ist seit kurzem „Das Nein-Horn“. Das Kinderbuch von Marc-Uwe Kling (u.a. Känguru-Chroniken) über das sehr eigenwillige Wesen gehört zu den meistverkauften Büchern der letzten Jahre. Gemeinsam mit dem Schauspielkollegen Sebastian Menges verwandelt Kraiss die Vorlage in ein actionreiches Familienspektakel. Lachsalven und Kicherattacken garantiert!

Am Abend des gleichen Tages spielt Eva Marianne Kraiss dann eines ihrer absoluten Lieblingsstücke: „Das kunstseidene Mädchen“. Inmitten der großen Weltwirtschaftskrise flieht Doris mit einem gestohlenen Pelzmantel nach Berlin. Tagebuchartig erzählt sie von ihren Erlebnissen, den unterschiedlichen Männern und ihrem Traum von einem mondänen Leben. Kraiss hat den bekannten Roman von Irmgard Keun über ein tapferes Leben in schwerer Zeit in einen berührenden Einakter verwandelt.

Karten gibt es ab 8,00 € (Das Nein-Horn) bzw. 12,00 € (Das kunstseidene Mädchen) im Theater am Lohmarkt oder unter www.theater-am-lohmarkt.de
 

Preisverleihung im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach

Ausgezeichnet! Beim 13. Internationalen Glaskunstpreis. Foto: Stadt Rheinbach


Preisverleihung im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach 


Mit der feierlichen Preisverleihung endete die Ausstellung von insgesamt 38 Arbeiten, die im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach seit Juni im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“ zu sehen waren. Neun Glasfachschulen aus dem In- und Ausland beteiligten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin zu Köln a. D. und Vizepräsidentin der Stiftung Nordrhein-Westfalen, steht. Im Beisein von zahlreichen Wegbegleitern und Fördernden, Ratsmitgliedern und hochkarätigem Publikum freute sich auch Daniela Hoffmann, das künstlerische Schaffen der „internationalen Glasjugend“ zu würdigen und den Stellenwert des Wettbewerbs hervorzuheben. „Als Glasstadt mit einer hochangesehenen Glasfachschule und einem Glasmuseum mit einer hochkarätigen Sammlung lassen wir uns mit dem Nachwuchsförderpreis gerne in die Pflicht nehmen, um den jungen Glasenthusiasten aus Europa ein Forum des Austausches zu bieten, Gelegenheiten für Begegnungen und einen Rahmen für tragfähige Netzwerke zu schaffen“, so die Erste Beigeordnete.

Eine hochkarätig besetzte Jury hatte die drei besten Exponate mit 1.000 Euro, 750 Euro und 500 Euro prämiert. Darüber hinaus wurden der mit 500 Euro dotierte Publikumspreis „Franz-Josef Feuser“ sowie der ebenfalls mit 500 Euro dotierte Preis der Continuum Gallery vergeben. Die prämierten Werke stachen vor allem durch kreativen Einsatz von Glasdekorationstechniken und hoher handwerklicher Qualität in der Glasbläserei in Kombination mit geistreicher Bildsprache, Präzision und Verbindungen von tiefgründiger Reflexion und Humor.

Mit dem Internationalen Glaskunstpreis knüpft die Stadt Rheinbach an die nordböhmischen Wurzeln des Glaszentrums Rheinbach an und fördert zugleich die kulturelle Zusammenarbeit in Europa. Der Wettbewerb gibt jungen Gestalterinnen und Gestaltern die Möglichkeit, die traditionsreiche Glasherstellung zeitgemäß zu interpretieren und die Vielfalt des Werkstoffs Glas in der zeitgenössischen Kunst sichtbar zu machen.

Vorlesezeit bei Thalia Rheinbach

© Insel Verlag 

Vorlesezeit bei Thalia Rheinbach

Am Samstag, den 10. Oktober wird bei Thalia Rheinbach wieder vorgelesen: Vorlesepatin Lucie Berg liest aus "Emma glaubt nicht an Feen", dem neuen Buch von Cornelia Funke. Die Veranstaltung richtet sich dieses Mal an Kinder zwischen sieben und zehn Jahren. Beginn ist um 11 Uhr in der Buchhandlung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Team und die Vorlesepatin freuen sich über regen Besuch.


Von Rittern, Hexen und Zauberern

Der Bergfried aus nordwestlicher Richtung, Foto: Stadtarchiv/Pertz

Von Rittern, Hexen und Zauberern


Am Sonntag, 11. Oktober, 15.00 Uhr, bieten der Eifel- und Heimatverein und das Stadtarchiv Rheinbach im Rahmen der von der Rhein-Voreifel Touristik koordinierten Reihe "Burgen öffnen ihre Tore" eine Führung über das Gelände der ehemaligen Rheinbacher Burg an. Höhepunkt ist sicherlich die Erkundung des sogenannten „Hexenturms“. 

Im Jahre 1190 wird die Rheinbacher Burg erstmals erwähnt. In den folgenden 150 Jahren wohnten hier die Ritter von Rheinbach und gründeten die gleichnamige Stadt. Später war die Burg Verwaltungsmittelpunkt der kurkölnischen Güter des Amtes Rheinbach. Der neben dem Torturm noch heute erhaltene Bergfried, seit dem 19. Jahrhundert Hexenturm genannt, beherbergt ein
Verlies, in dem vermutlich zur Zeit der Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert die vermeintlichen Hexen und Zauberer gefangen gehalten wurden.

Bei der Führung stehen Erläuterungen zur Bedeutung der Ritter von Rheinbach im Mittelpunkt. Darüber hinaus werden aber auch Fake-News zur Geschichte der Rheinbacher Hexenverfolgung entlarvt und korrigiert.

Treffpunkt ist jeweils um 15:00 h im Himmeroder Hof (Glasmuseum). Die Führung dauert ca. 90 Minuten. Eine Anmeldung unter archiv@stadt-rheinbach.de oder 02226/917550 ist unbedingt notwendig, da die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Brandschutzgründen beschränkt ist. Die Führung ist kostenlos, Spenden aber herzlich willkommen.
 

Freiwilligenzentrum Bickwechsel belegt ersten Platz beim Westenergie LokalStars-Award 2026

Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel gemeinsam mit dem Team vom Freiwilligenzentrum Blickwechsel sowie Lydia Bauer und Gabriel Quirini von Westenergie - Foto: Stadt Rheinbach


Freiwilligenzentrum Bickwechsel belegt ersten Platz beim Westenergie LokalStars-Award 2026

  • Stadt Rheinbach und Westenergie zeichnen nachhaltiges Engagement aus

  • Gewinner Freiwilligenzentrum Blickwechsel erhält 500 Euro Preisgeld

Ob Tauschschrank, Seniorenclub oder ein Projekt für Natur und Klima – es gibt viele Menschen, die mit ihren Ideen das Leben vor Ort besser machen. Mit dem neuen LokalStars-Award würdigen die Stadt Rheinbach und Westenergie dieses Engagement und machen Projekte sichtbar, die die Kommune lebenswerter, sozialer und zukunftsfähiger gestalten.

Der erste Platz in Rheinbach geht an das Freiwilligenzentrum Blickwechsel mit einem Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Das Freiwilligenzentrum Blickwechsel ist in Rheinbach fest verankert und bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe und zum ehrenamtlichen Engagement. Seit 2014 bringt es Menschen unterschiedlichster Altersgruppen und Lebenssituationen mit Vereinen und Einrichtungen zusammen und stärkt so das Miteinander vor Ort.

Die Jury würdigt insbesondere die breite Wirkung sowie die Möglichkeit, das bestehende Engagement weiter auszubauen und noch stärker in die Stadtgesellschaft hineinzuwirken.

„Wir sind auf den ehrenamtlichen Einsatz vor Ort sehr stolz, denn Ehrenamt bedeutet, füreinander da zu sein, Verantwortung zu übernehmen, Gemeinschaft zu schaffen und unsere Stadt aktiv mitzugestalten. Wir freuen uns sehr darüber, den LokalStars-Award 2026 zusammen mit Westenergie an das Freiwilligenzentrum Blickwechsel zu verleihen, denn es bringt Menschen zusammen, die sich engagieren möchten und beweist immer wieder, wie vielfältig und unkompliziert der Einstieg ins Ehrenamt sein kann.“, sagte Dr. Daniel Phiesel, Bürgermeister von Rheinbach.

„Der LokalStars-Award bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine Bühne, die ihre Visionen in die Tat umgesetzt haben. Menschen, die sich in unseren Kommunen für die Gemeinschaft engagieren und sich für bewussten Konsum, eine gesunde Natur oder eine starke Gemeinschaft einsetzen sollen hier ausgezeichnet werden“, sagte Lydia Bauer, Kommunalmanagerin bei Westenergie.

Nachhaltigkeit gewinnt. Gemeinsam für die Region

Projektverantwortliche – ob Vereine, Gruppen, Initiativen oder engagierte Personen konnten sich bis zum 31. Mai 2026 unter lokalstars.westenergie.de bewerben. Bei mehr als drei Projekten pro Kommune erfolgte ein digitales Bürgervoting. Im Anschluss wählte eine Jury aus den drei beliebtesten Projekten einen Sieger. Das Gewinnerprojekt erhält 500 Euro im Rahmen einer kommunalen Ehrung. Alle kommunalen Gewinner können sich zudem für den Regionalentscheid qualifizieren – dort warten zusätzlich bis zu 5.000 Euro Preisgeld.

Die Westenergie engagiert sich gemeinsam mit ihren Partnerkommunen für nachhaltige Projekte in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung und Umwelt. Mit Initiativen wie den Westenergie LokalStars setzt sich das Unternehmen für die Menschen vor Ort ein, unterstützt lokale Projekte von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Institutionen und Firmen zum Nutzen der Öffentlichkeit. Das Ziel: Gemeinsam die Zukunft gestalten – von Osnabrück bis Trier, von Wesel bis Arnsberg. Mit Zuversicht und Entschlossenheit. Eindrücke finden sich auch auf Instagram, Facebook und LinkedIn. Weitere Informationen: www.lokalstars.westenergie.de 

Welthospiztag am Samstag, 10. Oktober, 11-16 Uhr, in Meckenheim


Welthospiztag am Samstag, 10. Oktober, 11-16 Uhr, in Meckenheim

Vortrag, Lesung, Figurentheater und Musik


Zum Welthospiztag am Samstag, 10. Oktober 2026, lädt die Ökumenische Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal von 11-16 Uhr zu Vortrag, Figurentheater, Lesung und Musik in das Zeughaus der Meckenheimer Stadtsoldaten, Prof.-Scheeben-Straße 11. 

„Wenn die Krankheit fortschreitet – Wege zur Entscheidungsfindung“, lautet das Thema des Vortrags des Palliativmediziners und Vorsitzenden der Hospizgruppe e.V., Prof. Lukas Radbruch.  

Es folgt eine Lesung mit Karyn von Ostholt und Michael Althausen zu „Ach ja – die Liebe“ mit musikalischer Umrahmung. 

Um das Thema Demenz geht es in der Figurentheater-Aufführung „Ich hab`ne Meise“ mit der Puppenspielerin Sonja Lenneke. 

Der Besuch der Veranstaltung zum Welthospiztag kann von Interessierten flexibel gestaltet werden: sie können alle Veranstaltungen des tagfüllenden Programms besuchen oder zu einzelnen Teilangeboten kommen. Ein Imbiss wird angeboten. Genaue Uhrzeiten können der Homepage der Hospizgruppe oder Instagram entnommen werden. 

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. 
Weitere Informationen www.hospiz-voreifel.de, Tel.  02226/900 433
 

Iran-Krieg

Iran-Krieg


Vorab: Unmittelbar vor dem Abschicken der Kolumne las ich von Monika Bolliger in der Republik(*):
Guten Tag
Sind Sie die atemlosen Newsticker zu den Kriegen im Nahen Osten auch leid? Israel tötet Menschen in den palästinensischen Gebieten, zerstört Häuser im Libanon, besetzt Land in Syrien. Schiitische Milizen drohen Israel und den USA, Iran blockiert weiter die Strasse von Hormuz. Einmal sind US-Gespräche mit Iran angeblich kurz vor dem Durchbruch, am nächsten Tag droht US-Präsident Trump Iran mit der Vernichtung – als wäre das eine ganz normale Verhandlungstaktik.

Und jetzt treten auch noch die Huthi aus dem Jemen auf den Plan. Die mit Iran verbündete Miliz hat die Hafenstadt Mokha vor der Meerenge von Bab al-Mandab eingenommen. Und nun bedroht Iran mithilfe der Huthi auch dieses Nadelöhr des globalen Ölhandels.

Iran-Krieg

Man muss kein Freund der Mullahs sein, wenn man Außenminister Johann Wadephul (CDU) widerspricht, der dem Iran und seiner Atompolitik die Schuld am Irankrieg mit seinen Folgen für den gesamten Nahen Osten gibt, für die Sperrung der Straße von Hormus mit den Folgen für die globale Energiekrise, die auch eine Krise der Weltwirtschaft ist.

Das Atomabkommen mit dem Iran von 2015 war der diplomatische Höhepunkt der Iran-Politik von US-Präsident Barack Obama, mit dem der Bau einer iranischen Atombombe durch strenge Kontrollen verhindert werden sollte. Die Verhandlungen sollten auch militärische Konflikte im Nahen Osten verhindern. Beschränkung der Urananreicherung und Kontrolle durch die Internationale Atomenergiebehörde wurde Teheran vertraglich verpflichten, niemals Nuklearwaffen zu entwickeln.

Die USA verließen das Iran-Atomabkommen von Barack Obama. Der für Präsident Trump "schlechtesten Deal aller Zeiten" galt. Er setzte zudem Sanktionen gegen Teheran ein und warf dem Regime "Lüge" vor. Alle weiteren Versuche, Trumps neu zu verhandeln, scheiterten an seinen Bedingungen an die Mullahs.

Schuld am Irankrieg ist der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, dessen Ziel es war, das Mullahregime mit Bombadierungen an einer atomare Bewaffnung zu hindern. Dazu sollte Trump als Handlanger diesen, was dieser auch gerne tat. Vereint versuchten sie, die Bombadierungen mit der Befreiung des tatsächlich gequälten, mit Foltergefangnissen und Tod bedrohten iranischen Volkes zu kaschieren. Das war aber nicht das eigentliche Ziel, sondern für Trump das Öl wie in Venezuela.
Das propagierte Ziel, die Befreiung des iranischen Volkes, war also nur eine Lüge, wie man sie hat erwarten können, wenn Netanjahu Trump mitschleppt. Dabei hätte das iranische Volk es durchaus verdient, von den Mullahs befreit zu werden.

Hatte es doch schon spätestens seit 1925 unter Regimen leben müssen, die Gewalt, Folter und Töten als ihre Kernkompetenz sahen.
Zunächst unter dem Vater des letzten Schahs von Persien, Reza Schah Pahlavi (Regierungszeit 1925–1941), war gekennzeichnet durch eine radikale brutale Modernisierung in einem Volk, das in keinster Weise darauf vorbereitet war. Er trieb die Säkularisierung voran, indem er den Einfluss des islamischen Klerus beschränkte. Er verbot den Frauen den Schleier. Polizisten rissen ihnen den Schleier vom Kopf und bestraften sie auf vielfältige Art. Die politische Opposition wurde unterdrückt.
Weil sie Reza Schah Pahlavi Sympathien für Deutschland vorwarfen, wurde er von den Alliierten zur Abdankung gezwungen und ins Exil geschickt. Sein 21-jähriger Sohn, Mohammad Reza Pahlavi, wurde 1941 Schah von Persien. 1951 wurde der demokratisch gewählte iranische Premierminister Mohammad Mossadegh zum Ministerpräsidenten. Mossadegh genoss großen Rückhalt in der Bevölkerung und im Parlament, da er für die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Iran vom britischen Empire eintrat.

Fast 50 Jahre kontrollierte eine britische Gesellschaft die gesamte Förderung und den Verkauf von iranischem Öl. Der Gewinn für die britische Regierung war doppelt so hoch wie für den iranischen Staat. Mohammad Mossadegh verstaatlichte die britische Anglo-Iranian Oil Company, um die Kontrolle über das iranische Erdöl zu erlangen.

Großbritannien reagierte mit dem Abzug seiner Techniker und einem weltweiten Boykott gegen iranisches Öl. Das stürzte den Iran in eine schwere Wirtschaftskrise.Aufgrund der Krise und der geopolitischen Lage inszenierten britische und US-amerikanische Geheimdienste (CIA und MI6) 1953 einen Staatsstreich. Die demokratische Blüte der Regierung Mossadegh war damit verwelkt.
Mit Ausnahme der Regierungszeit von Mossadegh, von 1951 bis 1953, war während der Regierungszeit Mohammad Reza Pahlavis das iranische Parlament nur formal Teil der Verfassung, jedoch weitgehend entmachtet oder vom Hof sowie dem Geheimdienst (SAVAK) kontrolliert.
Der SAVAK war von 1957 bis 1979 die gefürchtete iranische Geheimpolizei und der Nachrichtendienst der Schah.
Der SAVAK entstand 195, der Aufbau erfolgte mit massiver Hilfe westlicher Geheimdienste, insbesondere der US-amerikanischen CIA und des israelischen Mossad.

Der SAVAK besaß ein riesiges Netz aus Agenten und Informanten, das Universitäten, Märkte und die Zivilgesellschaft durchdringt. Er diente der gezielten Verfolgung, Folter und Ausschaltung politischer Gegner, Kritiker sowie linker und religiöser Gruppierungen.

Der SAVAK agierte im Ausland, um iranische Studierende und Dissidenten zu überwachen.
Mit dem Sieg der Islamischen Revolution und dem Sturz des Schahs wurde der SAVAK 1979 aufgelöst.
Als Nachfolge entstand 1984 der neue Geheimdienst VEVAK des Mullahregimes.

Inhaftierte Regimekritiker werden von ihm systematisch psychisch gebrochen, um im staatlichen iranischen Fernsehen erzwungene „Geständnisse“ abzulegen.

Der VEVAK überwacht den digitalen Datenverkehr im Iran, hackt Passwörter von Aktivisten und drosselt das Internet.


In seinen berüchtigten Gefängnistrakten (wie dem Trakt 209 des Evin-Gefängnisses in Teheran) wendet das VEVAK Methoden wie wochenlange Isolationshaft, Scheinhinrichtungen, Schlafentzug sowie massive physische und sexualisierte Gewalt an.

Um Kritiker im Exil zum Schweigen zu bringen, werden Verwandte im Iran massiv unter Druck gesetzt und bedroht. Obwohl die Quds-Force der Revolutionsgarden die meisten militärischen Auslandseinsätze durchführt, plant und unterstützt das VEVAK logistisch und finanziell Terroranschläge, Brandanschläge und gezielte Tötungen von Exil-Iranern. Um die eigene Spur zu verwischen, rekrutiert das VEVAK in Europa zunehmend lokale Banden und Schwerkriminelle für die Ausführung von Anschlägen oder die Einschüchterung von Zielpersonen vor Ort.

Man hätte dem iranischen Volk eine Befreiung aus der Gewalt gegönnt und keine Verstärkung der Gewalt als Folge von Netanjahus und Trumps Überfall auf das iranische Volk. Auch kein Zurückbonben in die Steinzeit.

Wann macht sich endlich die Weltgemeinschaft auf, konzertiert gegen Regime wie die Mullahs im Iran, Diktatoren wie Wladimir Putin und Xi Jinping sowie Bombadierer wie Bibi Netanjahu und Donald Trump vorzugehen.

(*)Republik AG, Sihlhallenstrasse 1, 8004 Zürich