Dienstag, 27. Oktober 2026

Erinnerung an jüdisches Leben in Mehlem und Rheinbach

Erinnerung an jüdisches Leben in Mehlem und Rheinbach

Rheinbach – Anlässlich des deutschlandweiten Gedenkens der Pogromnacht des 9. Novembers 1938 erläutert am Sonntag, 8.11.2026, 14.00 Uhr die Direktorin der VHS Voreifel Dr. Barbara Hausmanns in Mehlem (Bonn-Bad Godesberg) im Rahmen einer kostenlosen Führung über den Jüdischen Friedhof, Levyweg/Oberausstraße die Geschichte dieses Ortes. Die Familie der Stifter der Grablege kam ursprünglich aus dem Drachenfelser Ländchen, dem heutigen Wachtberg. Männliche Besucher werden gebeten, während des Friedhofsbesuches eine Kopfbedeckung zu tragen.

Im Anschluss – gegen 15.30 Uhr - findet ein Gedenken an die Zerstörung der Mehlemer Synagoge statt.

Der Rheinbacher Stadtarchivar Dietmar Pertz erinnert am Sonntag, 15.11.26, 15.00 Uhr (Treffpunkt Himmeroder Hof, Rheinbach) im Rahmen einer Führung an das jüdische Leben in Rheinbach.

Um telefonische Anmeldung wird unter 02226 921920 gebeten. Weitere Infos unter www.vhs-voreifel.de .

 

Letzte Hilfe - Ein Kurs gegen Hilflosigkeit, der Mut macht

Letzte Hilfe - Ein Kurs gegen Hilflosigkeit, der Mut macht

Angebot der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. am Mittwoch, 4. November, 17-21 Uhr in Meckenheim 


Wo „Erste Hilfe“ Leben retten kann, beschäftigt sich „Letzte Hilfe“ mit dem Abschied vom Leben. Die Hospizgruppe e.V. bietet diese Kurse in „Letzter Hilfe“ an mit dem Ziel, die Hilflosigkeit zu lindern, die Menschen häufig beim Umgang mit Tod und Sterben empfinden.

Der Kurs vermittelt Basiswissen und Orientierung zur Umsorgung von Menschen in der letzten Lebensphase. Dabei geht es beispielsweise um bewusstes Abschiednehmen und die Gestaltung des Abschieds, den Sterbeprozess und die Linderung möglicher Leiden während des Sterbens, aber auch um Vorsorge-Themen wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.

Die Koordinatorinnen der Hospizgruppe, Stephanie Ruland und Janna Krahl, bieten am Mittwoch, 4.November in Meckenheim, 17– 21 Uhr einen Kurs in „Letzte – Hilfe“ an. Eine Anmeldung ist wegen begrenzter Platzzahl bis zum 1. November unbedingt notwendig: 02226/900 433 oder per E-Mail an kontakt@hospiz-voreifel.de

Der Letzte-Hilfe-Kurs ist wie alle Angebote der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unentgeltlich, unverbindlich und überkonfessionell.

Rückfragen/ Kontakt unter: 02226/900 433, Infos: www.hospiz-voreifel.de

 

Dirk Kurbjuweit stellt Roman „Lillas Leben“ am Freitag, 6. November, 19.30 Uhr, in der Hochschul- und Kreisbibliothek in Sankt Augustin vor


Dirk Kurbjuweit stellt Roman „Lillas Leben“ am Freitag, 6. November, 19.30 Uhr, in der Hochschul- und Kreisbibliothek in Sankt Augustin vor

Porträt eines Vaters, der an der Distanziertheit seiner Tochter leidet: Dirk Kurbjuweit liest am Freitag, 6. November 2026, 19.30 Uhr, in der Reihe „Zu Gast auf dem Sofa“ in der Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg (Grantham-Allee 20) in Sankt Augustin aus seinem neuen Roman „Lillas Leben“. Der Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ ist seit vielen Jahren auch ein erfolgreicher Romanautor.

Im Mittelpunkt seines neuen Werks stehen Vater Tibor und Tochter Lilla. Lilla ist erwachsen und hat beschlossen, ihr eigenes Leben zu führen, ohne Familie, ohne Nähe, ohne Kompromisse. In diesem Vater-Tochter-Roman erzählt Dirk Kurbjuweit von fragilen Bindungen, schleichender Entfremdung und dem nie versiegenden Wunsch nach echter, tiefer Verbundenheit. Zugleich rührt „Lillas Leben“ an weltanschauliche Grundfragen. Denn für die junge Generation steht gerade eine Menge auf dem Spiel. Wie eng in der aktuellen Auseinandersetzung das Politische mit dem Privaten verbunden ist, schildert Kurbjuweit ebenso tiefgründig wie bewegend.

Die Lesereihe „Zu Gast auf dem Sofa“ veranstaltet die Hochschul- und Kreisbibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Thalia Sankt Augustin. Das Publikum darf sich auf eine sehr persönliche Atmosphäre und die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Autor freuen. Moderiert wird der Abend von Susanne Kundmüller-Bianchini.

Die Lesung findet am Freitag, 6. November 2026, in der Hochschul- und Kreisbibliothek der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Grantham-Allee 20, in Sankt Augustin statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 02241/865-680 oder per E-Mail an bibliothek@h-brs.de möglich. Im Vorverkauf sind Karten erhältlich bei der Buchhandlung Thalia Sankt Augustin und in der Hochschulbibliothek. Zudem gibt es eine Abendkasse (Barzahlung).


 

SPD-Kreistagsfraktion prüft Kreishaushalt 2027: Rund 200 Millionen Euro steigende Belastungen für die Kommunen im Blick

SPD-Kreistagsfraktion prüft Kreishaushalt 2027: Rund 200 Millionen Euro steigende Belastungen für die Kommunen im Blick


Die SPD-Kreistagsfraktion prüft den Haushaltsentwurf des Rhein-Sieg-Kreises für 2027. Die geplanten Ausgaben steigen um rund 95 Millionen Euro, zugleich soll die Kreisumlage stärker steigen als ursprünglich vorgesehen. Die Fraktion will deshalb genau prüfen, wo der Kreis sparen kann und welche Folgen die zusätzlichen Belastungen für die Städte und Gemeinden haben.

„Alle 19 Kommunen wollen kein Benehmen zu diesem Kreishaushalt herstellen. Das ist ein deutliches Zeichen, dass wir Korrekturen an diesem Haushalt vornehmen müssen“, erklärt Sara Zorlu, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. Die angespannte Finanzlage der Kommunen in Nordrhein-Westfalen sei seit Langem bekannt.

Ein wichtiger Punkt ist, ob der Kreis seine eigenen Ausgaben ausreichend prüft. Im Haushaltsentwurf sind zwölf neue Stellen vorgesehen. Außerdem sollte geprüft werden, ob sich mögliche Defizite anders auffangen und zusätzliche Einsparungen einplanen lassen. „Bei 12 neuen Planstellen haben wir Zweifel, ob alle Konsolidierungsmaßnahmen ergriffen worden sind“, erklärt Michael Richter, Geschäftsführer der SPD-Kreistagsfraktion.

Besonders kritisch sieht die SPD die geplante Erhöhung der Kreisumlage. Das ist der Betrag, den die Städte und Gemeinden an den Kreis zahlen, um dessen Aufgaben mitzufinanzieren. Der Anteil sollte 2027 ursprünglich auf 32,95 Prozent steigen. Nun sind 33,95 Prozent vorgesehen. Für 2028 werden bereits 37,24 Prozent und bis 2030 39,49 Prozent erwartet. Dadurch müssen die Kommunen nach Berechnungen der Fraktion schon 2027 rund zehn Millionen Euro mehr zahlen als bisher geplant. Bis 2030 summiert sich die zusätzliche Belastung aller Städte und Gemeinden zusammen auf rund 200 Millionen Euro gegenüber den bisher erwarteten Ausgaben.

Wie stark einzelne Städte betroffen sind, zeigen die Berechnungen für Sankt Augustin und Hennef. Gegenüber der ursprünglichen Planung ergeben sich perspektivisch rund 20 Millionen Euro zusätzliche Belastung für Sankt Augustin und etwa 16 Millionen Euro für Hennef. „Das ist Geld, das dort für dringend notwendige Maßnahmen fehlt. Wenn den Städten und Gemeinden dadurch der finanzielle Spielraum fehlt, kann das auch die Bürgerinnen und Bürger treffen – etwa durch höhere Grundsteuern oder weniger Angebote vor Ort“, betont Ömer Kirli, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion.

Die SPD-Kreistagsfraktion wird in den kommenden Beratungen weiter prüfen, wo Einsparmöglichkeiten bestehen, wie wichtige öffentliche Angebote gesichert werden können und wie die finanziellen Folgen für die Städte und Gemeinden berücksichtigt werden können. 

Nachtwächterführung in Rheinbach


Nachtwächterführung in Rheinbach

Am Freitag, 30. Oktober, 21.00 Uhr, zieht wieder der Nachtwächter durch die Straßen Rheinbachs und erzählt interessante und amüsante Geschichten zur Historie der Stadt. Treffpunkt ist die Schwengelpumpe auf dem Platz „Am Bürgerhaus“. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Foto: Stadtarchiv Rheinbach


Viren als Baumeister komplexer Proteine: PNAS-Studie zum Ursprung der Tandem-Kaliumkanäle

Dr. Oliver Rauh bei elektrophysiologischen Messungen im Labor in Rheinbach. Foto: Eric Lichtenscheidt/H-BRS

Viren als Baumeister komplexer Proteine: PNAS-Studie zum Ursprung der Tandem-Kaliumkanäle

Forschende der TU Darmstadt und der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg haben gemeinsam mit internationalen Partnerinnen und Partnern in einem Algenvirus ein Gen für einen Tandem-Kaliumkanal entdeckt. Der Fund stützt die Annahme, dass Riesenviren wesentlich zur Evolution komplexer Proteine beigetragen haben. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences“ (PNAS) erschienen.

Dass selbst auf den ersten Blick unbedeutsam erscheinende Phänomene das Potential für große wissenschaftliche Entdeckungen und technische Entwicklungen in sich tragen, zeigte unlängst die Vergabe des Medizinnobelpreises: Die ausgezeichneten Forscher wollten verstehen, wie es Grünalgen möglich ist, sich in kürzester Zeit zum Licht zu orientieren. Dabei entdeckten sie eine Klasse von bis dahin unbekannten Ionenkanälen, die direkt durch Licht gesteuert werden, und begründeten damit die Optogenetik, die es nun Forschenden weltweit ermöglicht, die Komplexität des Gehirns zu entschlüsseln. Ionenkanäle sind Proteine, die in biologische Membranen eingebettet sind und deren Durchlässigkeit für elektrisch geladene Teilchen (Ionen) ermöglichen.

In einem neu erschienenen Artikel in PNAS berichtet nun ein internationales Team unter Beteiligung von Forschenden des Fachbereichs Biologie der TU Darmstadt und des Fachbereichs Angewandte Naturwissenschaften der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS), dass nicht nur Grünalgen, sondern auch Viren, die diese Grünalgen infizieren, Quelle interessanter Proteine sein können. Bei der Untersuchung des Erbguts eines riesigen Mimi-Virus, das marine Grünalgen der Spezies Pyramimonas orientalis befällt, entdeckten die Wissenschaftler ein Gen, das den Bauplan für einen sogenannten Tandem-Kaliumkanal bereitstellt.

Tandem-Kaliumkanäle erfüllen in Physiologie des Menschen wichtige Funktion

Tandem-Kaliumkanäle gehören zu den Ionenkanälen. Ionenkanäle sind wesentlich an einer großen Zahl von Zell- und Körperfunktionen beteiligt, zu denen unter anderem die Aufrechterhaltung des Salz- und Wasserhaushalts, die Empfindung von Wärme und Schmerzen sowie die Erzeugung von Aktionspotentialen in Nervenzellen gehören. Aufgrund der Fähigkeit von Tandem-Kaliumkanälen, Kaliumionen (K+) durch Zellmembranen zu leiten, erfüllen sie in der Physiologie des Menschen wichtige Funktionen. Sie stabilisieren beispielsweise das elektrische Membranpotential und regeln so die elektrische Erregbarkeit von Nervenzellen.

In ihrer Struktur weisen Tandem-Kaliumkanäle gegenüber allen anderen Kaliumkanälen eine Besonderheit auf: Während Kaliumkanäle üblicherweise aus vier identischen Untereinheiten bestehen, die gemeinsam die K+-durchlässige Pore bilden, sind im Falle der Tandem-Kaliumkanäle jeweils zwei der vier porenbildenden Untereinheiten direkt miteinander verbunden. Aus dieser tandemartigen Verbindung der Untereinheiten leitet sich ihr Name ab.

H-BRS-Forschende stellten das Protein im Reagenzglas her

Anders als für alle anderen Typen von Kaliumkanälen gibt es für die Tandem-Kaliumkanäle keine Vorläufer in Bakterien, was in der Vergangenheit Fragen bezüglich ihres evolutionären Ursprungs aufgeworfen hat. Um die Funktion des neu entdeckten Tandem-Kanals zu untersuchen, stellten Dr. Oliver Rauh und Jonas Toews von der H-BRS das Protein im Reagenzglas her und bauten es in künstliche Lipidmembranen ein. Dies erlaubte es ihnen, die Eigenschaften des Ionenkanals, genauer gesagt den Fluss von Ionen durch die Kanalpore, mit Hilfe elektrischer Messungen zu studieren. „Unsere Experimente belegen, dass dieses Gen für ein Protein mit den funktionellen Eigenschaften eines Kaliumkanals kodiert“, berichtet Dr. Oliver Rauh, der als Wissenschaftler im DFG-Forschungsverbund „CytoTransport“ an der H-BRS arbeitet.

Verblüffende Entdeckung: Gen scheint viralen Ursprung zu sein

Die Autoren der Studie haben darüber hinaus die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen dem neu entdeckten Virus-Kanal und bereits bekannten Tandem-Kaliumkanälen untersucht und dabei eine verblüffende Entdeckung gemacht: Anders als für die meisten Virus-Gene angenommen, ist das neu entdeckte Kaliumkanal-Gen nicht durch Diebstahl aus dem Erbgut des Wirts im Virusgenom gelandet. Vielmehr scheint das Gen viralen Ursprungs zu sein. „Dieser Befund unterstreicht einmal mehr eine neue Sichtweise, nach der die riesigen Mimi-Viren, zu denen das genannte Virus zählt, eine zentrale Rolle in der Evolution von Proteinen höherer Organismen gespielt haben“, betont Professor Gerhard Thiel vom Fachbereich Biologie der TU Darmstadt.

Die Ergebnisse der Studie unterstreichen ferner, dass diese Viren reichhaltige Quellen für sehr interessante Proteine sind. So wurde in demselben Virus von anderen Forschenden bereits ein lichtgesteuerter Ionenkanal entdeckt, der ebenso wie die aus Grünalgen stammenden Ionenkanäle für optogenetische Anwendungen verwendet wird.

Proteine viralen Ursprungs, so wie der neu entdeckte Tandem-Kaliumkanal, stellen darüber hinaus häufig deutlich einfacher aufgebaute und dadurch kleinere Versionen ihrer eukaryotischen Verwandten dar. Aufgrund dieses minimalistischen Aufbaus sind virale Proteine besonders gut als Bausteine für das gezielte Design von Proteinen mit ganz neuen Eigenschaften geeignet, so die Autoren.

Publikation:

Oliver Rauh, Sebastian Mach, Oliver Clarke, Jonas Toews, James L. Van Etten, Mike Althaus, Anna Moroni and Gerhard Thiel: A functional two-pore-domain K+ channel from a large DNA virus. In: Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), October 23, 2026, DOI: 10.1073/pnas.2626158123

www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2626158123 

Sonntag, 25. Oktober 2026

Hochschulgesellschaft Bonn-Rhein-Sieg vergibt Förderpreise für 21 Abschlussarbeiten

Preisträgerinnen und Preisträger mit Stefan Raetz (links, Vorsitzender der Hochschulgesellschaft) und Professorin Katharina Seuser (rechts, Vorstandsmitglied der Hochschulgesellschaft) bei der Preisverleihung in Schloss Birlinghoven. Foto: Hochschulgesellschaft/Nathan Dreessen

Hochschulgesellschaft Bonn-Rhein-Sieg vergibt Förderpreise für 21 Abschlussarbeiten


Was nimmt ein Roboter wahr, wenn wir Kaffee kochen? Welche Bedeutung hat das Thema Nachhaltigkeit für die Attraktivität von Arbeitgebenden? Wie ist es um die Barrierefreiheit in öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt Bonn bestellt? Auch in diesem Jahr zeichnen sich die Abschlussarbeiten von Studierenden aller Fachbereiche der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) durch eine sehr hohe Qualität und engen Praxisbezug aus. Für die 21 besten Arbeiten des Abschlussjahrgangs 2026 hat die Hochschulgesellschaft Bonn-Rhein-Sieg jetzt ihre Förderpreise vergeben. Diese sind mit jeweils 1000 Euro dotiert und werden von Unternehmen und Stiftungen getragen.

„Wir würdigen heute herausragende wissenschaftliche Leistungen von Absolventinnen und Absolventen der Hochschule“, sagte Stefan Raetz, Vorstandsvorsitzender der Hochschulgesellschaft Bonn-Rhein-Sieg, bei der Preisverleihung. Daran nahmen am vergangenen Freitag im Fraunhofer-Institutszentrum Schloss Birlinghoven etwa 130 Gäste teil – neben den Absolventinnen und Absolventen feierten auch die Betreuerinnen und Betreuer der Abschlussarbeiten, Präsidium, Dekaninnen und Dekane, Stifterinnen und Stifter mit.

„Gerade an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften bearbeiten Studierende sehr häufig reale Fragen. Viele Arbeiten entstehen gemeinsam mit Unternehmen, Kommunen, sozialen Einrichtungen oder anderen Praxispartnern. Andere greifen technische oder gesellschaftliche Probleme auf, für die es noch keine fertige Antwort gibt“, sagte Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. Heute würden 21 Abschlussarbeiten ins Rampenlicht gestellt. „Diese 21 Arbeiten sind damit auch kleine Schaufenster in unsere Hochschule. Sie zeigen, was unsere Studierenden können und welches Wissen bei uns entsteht.“

Für jede erfolgreiche Arbeit sei zudem ein weiterer Faktor entscheidend, betonte Professorin Britta Essing. Die Gastgeberin und Vertreterin der Fraunhofer-Gesellschaft sprach in ihrem Grußwort über die Themen Spaß und Freude. „Aus Pflichtgefühl entsteht keine tolle Leistung“, sagte sie. Erst wenn man bei der Arbeit auch Freude verspüre, sei man richtig gut. Die Themen Spaß und Freude zogen sich danach wie ein roter Faden durch das Programm.

Insgesamt engagierten sich in diesem Jahr 20 Unternehmen und Stiftungen als Fördernde. Viele unterstützen bereits seit vielen Jahren junge Talente an der H-BRS. Neu im Kreis der Fördernden sind die VRT Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte und die FERCHAU Management GmbH. Über ihre Motivation als Förderer sprachen Andre Brüstle (VRT Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte), Dr. Henning Schnurbusch (Stiftung Evolution) und Maximilian Herz (WiCAM Stiftung) in einer Talkrunde. Die WiCAM Stiftung hat in diesem Jahr gleich zwei Förderpreise im Bereich Maschinenbau gestiftet. „Solche Themen braucht unser Land“, sagte Maximilian Herz. „Wir wollen Studierende stärker in die Praxis und die Produktion bringen.“

Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Andre Brüstle erzählte davon, wie er beim Verfassen seiner eigenen Bachelorarbeit ins Schwitzen geriet – und auch heute noch immer wieder im Job ins Schwitzen gerate. Wichtig ist ihm: „Wir suchen Leute, die Freude an der Arbeit und Spaß an Zahlen haben.“ Da waren sie wieder – die Freude und der Spaß. Die Lust, sich mit Leidenschaft und Ausdauer in ein Thema hineinzuversetzen, sei ihm und seinen Partnern bei neuen Beschäftigten wichtig. Von den Studierenden wünsche er sich mehr Bereitschaft, im Rahmen von Praktika in das entsprechende Berufsfeld hineinzuschnuppern.

Dr. Henning Schnurbusch stellte die Stiftung Evolution vor, eine gemeinnützige, selbstständige Stiftung privaten Rechts mit Sitz in Bonn. Die Stiftung hat in der Vergangenheit Projekte im Raum Rheinbach gefördert wie zum Beispiel Integrations- und Sportinitiativen, sie beteiligt sich aber auch an gemeinnützigen Gemeinschaftsprojekten im Ausland und unterstützt studentische Projekte. „Wir sind bereit, alles zu fördern, was einer guten Sache dient und etwas mit Entwicklung oder Weiterentwicklung, also Evolution zu tun hat.“ Mit der Übernahme eines Förderpreises wolle man Absolventinnen und Absolventen unterstützen, die intrinsisch motiviert seien und Spaß an ihrer Arbeit hätten, auch wenn es um ernste globale Themen wie die Erderhitzung oder den Verlust der Artenvielfalt gehe. Sein Appell an die Absolvent:innen „Machen Sie einfach so weiter!“

Die ausgezeichneten Arbeiten stammen aus allen fünf Fachbereichen der Hochschule und sind thematisch sehr vielfältig wie die vier Präsentationen bei der Preisverleihung zeigten. „Entwicklung einer Teststrategie zur Untersuchung der auditiven Sprachwahrnehmungs- und verarbeitungsfähigkeiten von sozialen Robotern“ lautet beispielsweise der Titel der Bachelorarbeit von Sarah Lukas aus dem Studiengang Informatik. Bei ihrer Untersuchung ging es darum herauszufinden, wie Roboter Menschen verstehen und in Sprache übersetzen können, zum Beispiel beim Kaffeekochen. Um zu demonstrieren, worum es dabei ging, stellte sie bei der Preisverleihung einen Kaffeefilter auf den Tisch. Im Gegensatz zum lauten Vollautomaten entstehen beim Hindurchlaufen des Kaffees hier Pausen – und das veranlasse die Systeme zum Erfinden, so Lukas. Ihr Fazit: „Die Systeme können sehr gut mit Geräuschen umgehen, aber nicht mit Pausen.“ Dass sie dann halluzinieren, sei eine große Gefahr. „Sie hatten eindeutig Freude und Spaß bei Ihrer Bachelorarbeit“, sagte Stefan Raetz nach dem unterhaltsamen Vortrag. „Wer unterhält sich schon mit seinem Kaffeefilter oder seiner Spülmaschine? Wir werden das alle einmal ausprobieren.“

Im Anschluss präsentierte Frieder Jördens (Studiengang Maschinenbau) seine Bachelorarbeit mit dem Titel „Entwicklung eines pneumatischen Aktuators und einer optimierten Bremspedaleinheit für das Notbremssystem eines autonom fahrenden Formula Student Rennwagens”. Beim autonomen Fahren sei nicht nur das Beschleunigen wichtig, sondern vor allem auch das Bremsen. Dieses verantwortungsvolle Zukunftsthema habe ihn besonders gereizt, so Jördens, der sich an der H-BRS im studentischen Formula-Student-Team BRS Motorsport engagiert. Er habe so selbst Entscheidungen mit großer Tragweite treffen können.

Antonia Rach hat sich im Masterstudiengang Controlling und Management in ihrer Abschlussarbeit intensiv mit der „Bedeutung von Nachhaltigkeit für die Arbeitgeberattraktivität deutscher Flughäfen“ beschäftigt. Nach einer Ausbildung am Flughafen Köln/Bonn absolvierte sie berufsbegleitend an der H-BRS ihren Bachelor und Master und arbeitet mittlerweile im Controlling.

Dr. Michelle Walther vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften wurde für ihre Promotion mit dem Titel: „Seeing through the Stars: A Journey Through Human Fake Review Detection“ („Der Blick in die Sterne: Eine Reise durch die Erkennung gefälschter Bewertungen“) gewürdigt. Ihre Studie ist bereits in einem Buch veröffentlicht.

Sponsoren der diesjährigen Förderpreisverleihung waren die Hündgen Entsorgungs GmbH & Co. KG und die Stiftung Evolution. Stefan Raetz dankt im Namen des Vorstands herzlich für dieses Engagement. Weiterhin dankte er den Preisstifterinnen und Preisstiftern für die teils langjährige und verlässliche Unterstützung und für das damit verbundene gesellschaftliche Engagement.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch den Chor der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg „HörsaalEINS“.

Hintergrundinformationen:

Die Hochschulgesellschaft wurde 1998 als „Gesellschaft der Förderer der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg" gegründet. Der eingetragene Verein ist gemeinnützig. Er begleitet die Entwicklung der Hochschule, fördert die Beziehung zwischen Wissenschaft und Praxis und festigt die Verankerung der Hochschule in der Region.

Gemäß dem Leitbild einer anwendungsorientierten Hochschule ist vorrangiges Ziel der Hochschulgesellschaft die Förderung des Wissenstransfers zwischen Hochschule, Gesellschaft und Wirtschaft. In zahlreichen Projekten kommt die Hochschulgesellschaft diesem Auftrag nach.

Für ausgezeichnete Abschlussarbeiten und Promotionen verleiht die Hochschulgesellschaft jährlich in einem festlichen Ambiente dank der Unterstützung von Unternehmen aus der
Region besondere Preise. (https://hochschulgesellschaft-brs.de/)

Derzeit hat die Hochschulgesellschaft etwa 100 Mitglieder, darunter Hochschulangehörige, Privatpersonen und zahlreiche Firmen aus der Region.

Stifterinnen und Stifter der Förderpreise 2026:

Stadtwerke Bonn, VRT Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfer Steuerberater Rechtsanwälte, FERCHAU Management GmbH, SHD Group Holding GmbH, Kreissparkasse Köln, Bechtle IT-Systemhaus Bonn, Rupf Industries GmbH, Eaton Industries / Hein-Moeller-Stiftung, Dr. Reinold Hagen-Stiftung, Innovatec Gerätetechnik GmbH, Stiftung Evolution, Forum Sozialversicherungswissenschaft e. V., Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV), Industrie- und Handelsclub Bonn e. V., VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG, KUHNE Group, IHK Bonn/Rhein-Sieg, Sparkasse KölnBonn, WiCAM Stiftung (2 Preise), Faßbender Stiftung

Sponsoren der Veranstaltung: Hündgen Entsorgungs GmbH & Co. KG und Stiftung Evolution 

Letzte Hilfe - Ein Kurs gegen Hilflosigkeit, der Mut macht

Letzte Hilfe - Ein Kurs gegen Hilflosigkeit, der Mut macht

Angebot der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. am Mittwoch, 4. November, 17-21 Uhr in Meckenheim  


Wo „Erste Hilfe“ Leben retten kann, beschäftigt sich „Letzte Hilfe“ mit dem Abschied vom Leben. Die Hospizgruppe e.V. bietet diese Kurse in „Letzter Hilfe“ an mit dem Ziel, die Hilflosigkeit zu lindern, die Menschen häufig beim Umgang mit Tod und Sterben empfinden. 

Der Kurs vermittelt Basiswissen und Orientierung zur Umsorgung von Menschen in der letzten Lebensphase. Dabei geht es beispielsweise um bewusstes Abschiednehmen und die Gestaltung des Abschieds, den Sterbeprozess und die Linderung möglicher Leiden während des Sterbens, aber auch um Vorsorge-Themen wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht.   

Die Koordinatorinnen der Hospizgruppe, Stephanie Ruland und Janna Krahl, bieten am Mittwoch, 4.November in Meckenheim, 17– 21 Uhr einen Kurs in „Letzte – Hilfe“ an. Eine Anmeldung ist wegen begrenzter Platzzahl bis zum 1. November unbedingt notwendig: 02226/900 433 oder per E-Mail an kontakt@hospiz-voreifel.de

Der Letzte-Hilfe-Kurs ist wie alle Angebote der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unentgeltlich, unverbindlich und überkonfessionell. 

Rückfragen/ Kontakt unter: 02226/900 433, Infos: www.hospiz-voreifel.de
 

„Reisen ins Geschichtenland“

„Reisen ins Geschichtenland“

Vorlesestunden für Kinder in der Bücherei St. Martin


Rheinbach. Die Öffentliche Bücherei St. Martin, Lindenplatz, lädt im November wieder jeden Donnerstag zu den beliebten Vorlesestunden „Reisen ins Geschichtenland“ ein. Das kostenlose Angebot richtet sich an Kinder zwischen 4 und 7 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Die Vorlesepaten lesen jeweils von 16:30 Uhr bis ca. 17:00 Uhr in der gemütlichen Kinderecke der Bücherei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das Programm im November im Überblick:

  • 05.11.2026: Passend zum bevorstehenden Lichterumzug wird die Geschichte von Sankt Martin vorgelesen und sich stimmungsvoll vorbereitet.
  • 12.11.2026: „Stachel und Stunk - Voll komisch!“ von Juli Wind – eine lustige Geschichte darüber, dass die schrägsten Typen oft die coolsten Freunde sind.
  • 19.11.2026: „Die Weihnachtslärche“ von J. Guggenmos und als Zugabe „Fünf Nüsse fürs Eichhörnchen“, bildhaft erzählt am japanischen Erzähltheater (Kamishibai).


Da die Bücherei keine Aufsichtspflicht übernehmen kann, werden die Begleitpersonen gebeten, während der Vorlesestunde in den Räumen der Bücherei zu verweilen. Die Zeit lädt ideal dazu ein, selbst in den Regalen nach neuem Lesestoff zu stöbern. 

„Haben Sie Freude an dem, was Sie tun“: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verabschiedet Absolventinnen und Absolventen

Emotionaler Höhepunkt für die Absolventinnen und Absolventen war das Hütewerfen. Foto: Nathan Dreessen 

„Haben Sie Freude an dem, was Sie tun“: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verabschiedet Absolventinnen und Absolventen


Emotionaler Höhepunkt war das traditionelle Hütewerfen: Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat am Samstag (24. Oktober) mit einer zentralen Feier im Telekom Dome auf dem Bonner Hardtberg rund 570 Absolventinnen und Absolventen des vergangenen Akademischen Jahres verabschiedet. Insgesamt feierten bei diesem besonderen Ereignis rund 2800 Gäste.

„Heute geht es um Sie“, sagte Hochschulpräsidentin Marion Halfmann in ihrer Festansprache in Richtung der Absolventinnen und Absolventen. „Um Ihren Studienabschluss, für den Sie viel geleistet haben – oft mehr, als eine Note oder ein Zeugnis erkennen lassen. Sie wissen selbst am besten, was dieser Weg Ihnen abverlangt hat. Im Namen der Hochschule gratuliere ich Ihnen ganz herzlich zu Ihrem Studienabschluss!“

Heute werde das Erreichte gefeiert, betonte die Präsidentin, aber in nächster Zeit würden die Absolventinnen und Absolventen voraussichtlich oft die Frage „Und, was machst du jetzt?“ hören. Ein Studienabschluss sei ja nicht nur mit Freude, sondern ganz oft auch mit viel Unsicherheit und vielleicht ein bisschen Respekt vor dem nächsten Schritt verbunden. Für ihre berufliche Zukunft gab Halfmann den Graduierten in einer persönlichen Rede drei Gedanken mit auf den Weg. Nicht als Gebrauchsanweisung, wie sie sagte, da niemand im Saal wissen könne, wie die Arbeitswelt in zehn Jahren aussehen werde. Aber drei Dinge, die ihr auf ihrem eigenen Weg geholfen hätten.

Präsidentin Halfmann mit drei Gedanken zur Verabschiedung

Ihr erster Gedanke sei vielleicht sogar eine kleine Entlastung, sagte die Präsidentin: „Sie brauchen keinen langfristigen Masterplan.“ Auf dem künftigen Weg der Absolventinnen und Absolventen würden Menschen, Gelegenheiten und Entscheidungen eine Rolle spielen, von denen sie heute noch nichts ahnten. „Das lässt sich nicht alles planen. Zum Glück. Die interessantesten Entwicklungen ergeben sich oft ganz nebenbei“, so Halfmann.

Der Neuanfang nach dem Studium könne schwerfallen, es gäbe viele Möglichkeiten, viele Ratschläge und selten einen eindeutig richtigen Weg, so Halfmann weiter. „Manchmal muss man eine Überzeugung aufgeben, eine Entscheidung korrigieren oder einen Plan ändern. Kurskorrektur ist eben kein Scheitern, lautete ihr zweiter Punkt.

Halfmanns dritter und letzter Gedanke lautete: Bleiben Sie zuversichtlich und zeigen Sie kritischen Verstand. „Sie haben bei uns etwas gelernt, das wir gerade dringend brauchen: Sie können sich in komplexe Fragen einarbeiten, Behauptungen prüfen, zwischen Wissen und Meinung unterscheiden. Und Sie wissen, dass man seine Meinung ändern kann, wenn Fakten dagegensprechen“, sagte sie.

Auf die Frage „Und, was machst du jetzt?“, müssten die Absolventinnen und Absolventen also nicht den fertigen Masterplan aus der Tasche ziehen. „Für Ihren weiteren Weg wünsche ich Ihnen interessante Aufgaben, gute Menschen an Ihrer Seite, Mut zu Entscheidungen und die Freiheit, diese auch einmal zu ändern. Haben Sie Freude an dem, was Sie tun, und machen Sie etwas aus dem, was Sie gelernt haben“, so die Hochschulpräsidentin.

Absolventin Klara Ollesch: Man geht mit einem Netzwerk von Menschen

Für die Studierenden trat Absolventin Klara Ollesch auf die Bühne, die an der H-BRS nach ihrem Bachelor in Technikjournalismus auch ihren Master in Digitaler Kommunikation und Medieninnovation erfolgreich abgeschlossen hat. Sie sprach über die Mühen der Abschlussarbeit und die Erleichterung bei deren Abgabe. „Genau diese Erleichterung ist der beste Beweis dafür, dass wir heute Abend feiern sollten. Man ist nur erleichtert, wenn vorher etwas wirklich Schweres da war“, so Ollesch. Sie sprach außerdem über persönliches Engagement und den Zusammenhalt an der Hochschule. „Dieses Studium war mehr als nur die Summe aus Klausuren und Hausarbeiten.“

Ollesch selbst mischte sich als Vorsitzende der Fachschaft des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften und Kommunikation und als Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses ein. Sie wollte in einem Amt das Studienleben mitgestalten. Andere hätten Erstsemestertutorien gegeben, sich in Sportgruppen, Hochschulgruppen und Initiativen engagiert oder den Kommilitoninnen und Kommilitonen in der Bibliothek ihre Mitschriften geliehen. „Diese kleinen, oft unsichtbaren Beiträge sind es, die aus einer Hochschule mehr machen als ein Gebäude mit Hörsälen. Es war nie der große Scheinwerfer-Moment. Es war die gemeinsame Erfahrung, dass man diese Hochschule nicht nur besuchen, sondern mitgestalten kann“, sagte sie.

Ollesch sprach auch über die Möglichkeit, über Seminare und Vorträge Kontakte für ein Praktikum oder den ersten Job zu finden. „Aber wenn ich ehrlich bin, ist das, was am Ende am meisten bleibt, gar nicht die Thesis, nicht die Klausuren, nicht einmal der Job, den man daraus mitnimmt. Es sind die Menschen.“ Es seien die Freundschaften, die entstanden seien. „Man kommt für einen Abschluss an eine Hochschule. Aber man geht mit so viel mehr als einem Zeugnis. Man geht mit einem ganzen Netzwerk an Menschen, die wissen, was man durchgemacht hat, weil sie es genauso durchgemacht haben.“

Offizieller Teil der Feier endet mit dem Hütewerfen

Zwei Studenten, die sich aktuell in Ämtern für die Belange aller Studierenden engagieren, sind John Meyerhoff, Vorsitzender des Studierendenparlaments, und der AStA-Vorsitzende Leon Jansen. Sie sprachen darüber, warum es sich lohnt, sich in die Hochschulgemeinschaft einzubringen, und gaben den Absolventinnen und Absolventen ihre guten Wünsche mit auf den Weg. „Seid ehrlich zu Euch selber, glaubt an Euren Traum“, sagte Meyerhoff. „Ich bedanke mich für eine wunderschöne Zeit“, betonte Jansen.

Für gute Stimmung während des offiziellen Teiles der von Sebastian Tittelbach moderierten Veranstaltung sorgte die Band BrassGazz mit ihrer Mischung aus Rap und Brass-Sound. Die Graphic Recorderin und Alumna Eva Ewerhart hielt das Ereignis live in Zeichnungen fest.

Mit dem Bild, das viele von diesem Tag im Kopf behalten werden, endete der offizielle Teil der Abschlussfeier: Alle anwesenden Absolventinnen und Absolventen versammelten sich auf der Bühne und warfen ihre Bachelor- und Masterhüte in die Luft. Auf dem Bild zu sehen sind auch Hochschulpräsidentin Marion Halfmann, die Vizepräsidenten Peter Muck und Johannes Steinhaus, Kanzlerin Angela Fischer, Dekaninnen und Dekane sowie Professorinnen und Professoren.

Dekaninnen und Dekane wünschen alles Gute für die Zukunft

Während die Absolventinnen und Absolventen der einzelnen Fachbereiche auf die Bühne traten, gab es zuvor Ansprachen der Dekaninnen und Dekane. Professor Norbert Seeger und Professorin Patrizia Ianiro-Dahm (beide Wirtschaftswissenschaften), Professor Richard Jäger (Angewandte Naturwissenschaften), Professor Sascha Alda (Informatik), Professor Christian Rexrodt (Nachhaltige Sozialpolitik) und Professorin Iris Groß (Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation) sprachen über das Erreichte, gratulieren für ihre Fachbereiche und vor allem wünschten sie den Absolventinnen und Absolventen alles Gute für die Zukunft.

Zur Erinnerung an ihre Studienzeit bekamen die Absolventinnen und Absolventen danach noch eine Schmuckurkunde als Symbol für das Abschlusszeugnis, bevor es dann mit DJ auf die Tanzfläche ging.

Spendenaktion für Partnerhochschule in der Ukraine

Viele Gäste zückten während und nach der Feier zudem noch ihre Geldbörse für die aktuelle Spendenaktion der H-BRS zugunsten ihrer ukrainischen Partneruniversität in Tschernihiw unter dem Titel „Energie für die Lehre“. Vizepräsident Professor Johannes Steinhaus warb für die Spendenaktion für die Partnerhochschule, mit der inzwischen eine sehr intensive Freundschaft entstanden sei. Mit dem Geld sollen Batteriespeicher gekauft werden. Aufgrund des russischen Angriffskrieges finden Vorlesungen und Seminare in Tschernihiw, das im Norden der Ukraine unweit der russischen Grenze liegt, nur noch online statt, um die Studierenden zu schützen. Dafür ist ausreichend Strom erforderlich.

 

17 regionale Sponsoren unterstützten die Absolvent:innenfeier 2026: Kreissparkasse Köln, Haribo, Wirtgen GmbH, ACP Group, Arbeiterwohlfahrt Bonn/Rhein-Sieg, Bechtle IT-Systemhaus Bonn, Carl Knauber Holding GmbH & Co. KG, CSE Seekamp Elektroausrüstungen, Dr. Starck und Co., ELT Group, HiSolutions AG, IHK Bonn/Rhein Sieg, Innovatec, Solidaris, Sparkasse KölnBonn, Spectral Service AG und WetterOnline.