Sonntag, 21. Juni 2026

Feuerwache Wolbersacker: Verantwortung heißt, heute die richtigen Prioritäten zu setzen

Feuerwache Wolbersacker: Verantwortung heißt, heute die richtigen Prioritäten zu setzen


Mit der Entscheidung zur Fortführung der Planungen für den Neubau der Feuerwache im Wolbersacker ist für die SPD-Fraktion ein wichtiger Schritt für die zukünftige Sicherheitsinfrastruktur in Rheinbach erfolgt. Nach intensiven politischen Beratungen wurden Einsparmaßnahmen beschlossen, die den schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen Rechnung tragen, ohne die grundlegenden Anforderungen an eine leistungsfähige Feuerwehr infrage zu stellen.

Die SPD hatte bereits frühzeitig darauf gedrängt, im Rahmen der Haushaltskonsolidierung auch bei diesem Projekt mögliche Einsparpotenziale konsequent zu prüfen. Auf dieser Grundlage wurden Anpassungen der bisherigen Planungen vorgenommen und Maßnahmen zur Reduzierung der Baukosten umgesetzt.

Eine wichtige Grundlage für die politische Entscheidungsfindung war dabei die Informationsveranstaltung der Feuerwehr Rheinbach. Dort wurde deutlich, dass der Neubau weit mehr ist als ein zusätzlicher Feuerwehrstandort. Neben der Sicherstellung der Schutzziele im östlichen Stadtgebiet geht es insbesondere um die langfristige Einsatzfähigkeit der Feuerwehr, moderne Infrastruktur für Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie eine zukunftsfähige Sicherheitsstruktur für unsere Stadt.

„Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Am Ende war für uns entscheidend, dass notwendige Einsparungen umgesetzt werden können, ohne die grundlegenden Anforderungen an eine moderne und leistungsfähige Feuerwehr grundsätzlich infrage zu stellen“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Arne Ritter.

Gleichzeitig zieht die SPD aus den vergangenen Wochen auch wichtige Schlussfolgerungen für zukünftige Großprojekte. Frühzeitige Transparenz, eine engere politische Begleitung und eine rechtzeitigere Einbindung der Fraktionen sind aus unserer Sicht entscheidend, damit notwendige Steuerungsentscheidungen bei finanziell bedeutsamen Projekten frühzeitig getroffen werden können.

Für die SPD steht deshalb fest: Haushaltskonsolidierung bedeutet nicht, notwendige Zukunftsinvestitionen grundsätzlich infrage zu stellen. Entscheidend ist, verantwortungsvoll abzuwägen und dort die richtigen Prioritäten zu setzen, wo Sicherheit und Daseinsvorsorge langfristig gesichert werden müssen. 

Vorträge und Veranstaltungen anlässlich des Tags des Römerkanals 2026

Vorträge und Veranstaltungen anlässlich des Tags des Römerkanals 2026


Der Freundeskreis Römerkanal e.V. lädt am Sonntag, den 28. Juni 2026 anlässlich des Tags des Römerkanals zu einer Reihe von Veranstaltungen an der Brunnenstube Klausbrunnen in Mechernich-Kallmuth ein.

Die römische Wasserleitung aus der Eifel nach Köln ist der größte antike Technikbau nördlich der Alpen und eines der populärsten Bodendenkmäler des Rheinlandes. In einem 95,4 Kilometer langen Aquädukt wurden täglich 20 Millionen Liter bestes Trinkwasser aus fünf Quellgebieten in der Sötenicher Kalkmulde nach Köln geleitet. Die Brunnenstube Klausbrunnen bei Kallmuth ist ein besonders schön rekonstruiertes Beispiel für eine römische Quellfassung. Gleich unterhalb der Brunnenstube ist die vom Grünen Pütz im Urfttal kommende Leitung angeschlossen.

Der Vortrag beim „Tag des Römerkanals“ beleuchtet die verschiedenen Möglichkeiten römischer Wassergewinnung mit besonderem Fokus auf der Brunnenstube in Kallmuth.

Programm

  • 11:00 Uhr am Klausbrunnen - Einführung für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der anschließenden Wanderung auf dem Römerkanal-Wanderweg.
  • „Archäologie vor Ort“ mit Prof. Dr. Klaus Grewe: „Techniken der Wassergewinnung in römischer Zeit – Der Klausbrunnen als ergiebige Brunnenstube zur Versorgung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium.
  • Für die Kinder steht eine Hüpfburg bereit und das Ortskartell Kallmuth sorgt für Kinderbelustigung, unter anderem mit einem Malwettbewerb rund um die Römer.
  • 11:30 Uhr ab Klausbrunnen - Geführte Wanderung auf dem Römerkanal-Wanderweg mit Reinhard Schweinheim.
  • Die Wanderung führt von der römischen Brunnenstube „Klausbrunnen“ bei Kallmuth zur Aquäduktbrücke in Vollem, der einzigen fast vollständig erhaltenen Brücke des Römerkanals.
  • Über den Römerkanalwanderweg geht es am Quellgebiet Urfey vorbei durch das Königsfelder Tal zum Ravelsberg. Unterwegs gibt es Erklärungen zur Agrippastraße, deren Verlauf wir ein kurzes Stück folgen, bevor es zurück nach Kallmuth geht.
  • Begleitend gibt es Informationen zur Baugeschichte und den Spuren der drittlängsten Fernwasserleitung des römischen Imperiums, die einst die antike Stadt Köln mit 20 Millionen Liter Wasser pro Tag versorgte. Neben der technischen Meisterleistung der römischen Bauherren erfahren die Wanderer auch einiges über die herrliche Kulturlandschaft entlang des Wanderweges.
  • 14:00 Uhr am Klausbrunnen - Vortrag für Nichtwanderer: „Archäologie vor Ort“ mit Prof. Dr. Klaus Grewe, „Techniken der Wassergewinnung in römischer Zeit – Der Klausbrunnen als ergiebige Brunnenstube zur Versorgung der Colonia Claudia Ara Agrippinensium
  • 15:00 Uhr am Klausbrunnen - Gemütliches Beisammensein der Wanderer und Nichtwanderer. Kaffee und Kuchen-Angebot durch das Ortskartell Kallmuth.
  • Musik durch die bekannte Mundart-Gruppe „Wibbelstetz“, Frontmann Günter Hochgürtel. Gastbesuch von Konrad Beikircher, dem Paten des Römerkanal-Wanderweges.


Treffpunkt ist die Römische Brunnenstube Klausbrunnen, Mechernich-Kallmuth.

Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldungen sind nicht erforderlich! – Spenden für das Römerkanal-Informationszentrum sind aber jederzeit herzlich willkommen.

Schützenfest in Wormersdorf


Schützenfest in Wormersdorf


Die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Wormersdorf veranstaltet am 27. und 28. Juni 2026 ihr diesjähriges Schützenfest. In alter Tradition schmücken die Mitglieder am Samstag das Haus des Königspaares und eröffnen damit das Schützenfestwochenende am frühen Morgen. Abends sind die Bruderschaft und der Hofstaat beim Königspaar Heinz-Josef und Michaela Schmitz zu Gast. Im Anschluss marschieren alle gemeinsam zum Schützenplatz, wo schon viele Gäste die Majestäten erwarten. Beim Königsball, zu Ehren der Wormersdorfer Majestäten, sind viele befreundete Schützenbruderschaften und Ortsvereine zu Gast. Nach einem festlichen  Abend in der Schützenhalle trifft man sich Sonntags um 10.00 Uhr in der Ipplendorfer Kirche zur heiligen Messe mit anschließender Kranzniederlegung. Gegen 13.00 Uhr erwarten die Wormersdorfer Schützen ihre Gäste, die befreundeten Bruderschaften und Vereine zum Schützenfest. Um 14.00 Uhr findet ein großer Vorbeimarsch auf dem Dorfplatz statt. Ab 15.00 Uhr finden sich alle im gemütlichen Biergarten ein. Mit traditionellen Schießwettbewerben, einem großen Kuchenbuffet und den anschließenden Siegerehrungen endet das Schützenfest am frühen Abend. 
 

Sachbuchautor Werner Bartens liest am Donnerstag, 2. Juli 2026 in Rheinbach


Sachbuchautor Werner Bartens liest am Donnerstag, 2. Juli 2026, 19.30 Uhr, an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Rheinbach

Von Aderlässen und Amputationen ohne Narkose hin zu Gentherapien und Schlüsselloch-Operationen: Der Journalist und Sachbuchautor Werner Bartens stellt sein Buch „Leib und Seele – eine Reise durch die Geschichte der Medizin“ am Donnerstag, 2. Juli 2026, um 19.30 Uhr in der Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg am Standort Rheinbach der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) vor. Das Publikum darf sich auf eine persönliche Atmosphäre freuen und die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Autor. Die Lesung in der Reihe „Zu Gast auf dem Sofa“ moderiert Susanne Kundmüller-Bianchini.

Werner Bartens führt die Leserinnen und Leser höchst kenntnisreich durch die Menschheits- und Medizingeschichte, so der Rowohlt Verlag. Lebensnah und manchmal blutig erzähle er von Helden der Medizin, vergessenen Dramen und erstaunlichen Entdeckungen, ohne die die Welt heute anders aussähe. Bartens zeige, was wir von der Viersäftelehre übernommen haben und wie Schneewittchens Glassarg und der Boom der Obduktionen zusammenhängen. Der ebenso lehrreiche wie kurzweilige Blick auf die Geschichte der Medizin wurde mit dem Preis „Wissenschaftsbuch des Jahres“ ausgezeichnet.

Dr. med. Werner Bartens ist leitender Redakteur im Wissenschaftsressort der Süddeutschen Zeitung. Er gilt als einer der einflussreichsten deutschen Publizisten zum Thema Gesundheit. Seine Bücher „Was Paare zusammenhält“, „Körperglück“ und „Glücksmedizin“ waren Spiegel-Bestseller.

Die Lesung findet statt am Donnerstag, 2. Juli 2026, in der Hochschul- und Kreisbibliothek der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Von-Liebig-Straße 20, in Rheinbach. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 02241/865-680 oder per E-Mail an bibliothek@h-brs.de möglich. Im Vorverkauf sind Karten erhältlich bei der Buchhandlung Thalia Rheinbach und in der Hochschulbibliothek. Zudem gibt es eine Abendkasse (Barzahlung). Die Lesereihe „Zu Gast auf dem Sofa“ veranstaltet die Hochschul- und Kreisbibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Thalia Rheinbach. 

Arne Ritter: Wohnen muss zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für Rheinbach werden

Arne Ritter: Wohnen muss zu einer zentralen Zukunftsaufgabe für Rheinbach werden


Bezahlbarer Wohnraum entwickelt sich auch in Rheinbach zunehmend zu einer der entscheidenden sozialen und stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen der kommenden Jahre. Vor dem in wenigen Tagen anstehenden politischen Workshop zum zukünftigen Baulandmanagement macht die SPD Rheinbach deshalb deutlich, dass das Thema Wohnen künftig stärker in den Mittelpunkt der politischen Diskussion rücken muss.

„Für mich ist klar, dass die Frage, wie wir in Rheinbach künftig ausreichend und bezahlbaren Wohnraum schaffen, eine der zentralen Zukunftsfragen unserer Stadt sein wird. Gerade junge Familien, Alleinlebende und ältere Menschen spüren bereits heute immer stärker, wie angespannt der Wohnungsmarkt geworden ist“, erklärt Arne Ritter, Fraktionsvorsitzender der SPD Rheinbach.

Dass zusätzlicher Wohnraum dringend benötigt wird, zeigen aus Sicht der SPD bereits die aktuellen Entwicklungen in Rheinbach selbst. Das nahezu fertiggestellte Majolika-Quartier macht deutlich, wie hoch die Nachfrage nach neuem Wohnraum in unserer Stadt tatsächlich ist. Bereits heute zeigt sich dort durch die große Zahl bereits vermieteter Wohnungen, dass zusätzlicher Wohnraum dringend gebraucht wird.

Gleichzeitig sieht die SPD in weiteren Entwicklungsflächen große Chancen für die Zukunft der Stadt. Insbesondere die Erweiterungsfläche Weilerfeld II müsse nun zügig weiterentwickelt werden. „Rheinbach verfügt hier über eine wichtige Entwicklungsfläche mit erheblichem Potenzial. Wir dürfen nicht zulassen, dass dringend benötigter Wohnraum durch langwierige Verfahren oder politische Blockaden auf Jahre verzögert wird“, so Arne Ritter weiter.

Mit Blick auf die anstehenden Beratungen zum zukünftigen Baulandmanagement unterstützt die SPD-Fraktion grundsätzlich eine stärkere strategische Rolle der Stadt bei der Entwicklung neuer Wohnbauflächen. Gleichzeitig müsse Politik realistisch bleiben und sich an konkreten Ergebnissen messen lassen.

Arne Ritter macht dabei deutlich, worauf es aus seiner Sicht grundsätzlich ankommt: „Die Politik baut keine Wohnungen. Aber Politik schafft die Voraussetzungen und stellt die Weichen dafür, dass Wohnraum, insbesondere bezahlbarer Wohnraum überhaupt entstehen kann. Genau dieser Verantwortung müssen wir in Rheinbach jetzt gerecht werden.“

Für Arne Ritter steht deshalb fest, dass das Thema Wohnen in den kommenden Monaten stärker in den Mittelpunkt der politischen Debatte in Rheinbach rücken muss. „Wir müssen heute die richtigen Entscheidungen treffen, wenn wir auch in Zukunft eine Stadt bleiben wollen, in der Wohnen für alle Generationen bezahlbar und erreichbar bleibt.“ 

Vier Jahre Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft

„Drohnenaufnahme Baustelle Juni 2026“, Quelle: Erftverband

Vier Jahre Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft

Erfolgreiche Zusammenarbeit in der Erft-Region mit Vorbildcharakter

Bergheim/Zülpich, 17. Juni 2026. Nach der Flutkatastrophe 2021 haben sich der Erftverband sowie Kreise und Kommunen im Erft‑Einzugsgebiet zur Interkommunalen Hochwasserschutzkooperation Erft (hwsErft) zusammengeschlossen, um den Hochwasserschutz in der Region nachhaltig zu stärken. Seitdem wächst die Kooperation kontinuierlich, entwickelt gemeinsame Hochwasserschutzkonzepte und setzt erste Maßnahmen um. Vier Jahre nach ihrer Gründung umfasst sie drei Kreise, 18 Kommunen und den Erftverband als Projektleitung. Auf der Pressekonferenz am Zülpicher Wassersportsee zogen die Mitglieder im Beisein von Staatssekretär Viktor Haase aus dem Umweltministerium ein positives Resümee, besichtigten die erste interkommunale, durch das Land mit rund 2,7 Mio. Euro geförderte Baumaßnahme und gaben einen Ausblick auf die nächsten Schritte – darunter die weitere Beckenplanung und die Vertiefung der Zusammenarbeit, unter anderem im Regionalpakt für Hochwasserschutz Erft als Teil des Landespaktes für Hochwasserschutz.


Beteiligung und Informationsangebote für Bürger*innen

Über 100 Workshops haben bislang Transparenz in den Aktivitäten im lokalen und interkommunalen Hochwasserschutz geschaffen. Viele Bürger*innen trugen durch aktive Teilnahme mit zahlreichen Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Schutzmaßnahmen bei, die von den zuständigen Fachbüros ausgewertet und in das Kartensystem „WebGIS“ eingepflegt wurden. Die Workshop-Serien sind in den meisten Kommunen abgeschlossen.

Um den Bürger*innen die Komplexität und Zusammenhänge des Hochwasserschutzes näherzubringen, hat die hwsErft ihr Informationsangebot entsprechend ausgebaut. Neben einem Flyer mit den Basisinformationen zur Kooperation, sind zwei Erklärfilme entstanden – abrufbar auf der Website und dem YouTube‑Kanal des Erftverbandes. Sie vermitteln zentrale Grundlagen: Der erste Film erläutert die Unterschiede zwischen Starkregen und Hochwasser. Hier wird klar, warum effektiver Hochwasserschutz von der Quelle bis zur Mündung im Sinne des 10-Punkte-Arbeitsplans des Landes gedacht werden muss. Der zweite Film zeigt, wie natürliche Gewässerentwicklung und technische Schutzmaßnahmen ineinandergreifen. Auf der Website der hwsErft geben zudem interaktive Infografiken einen leicht verständlichen Überblick über Aufgaben, Maßnahmenansätze und die Bedeutung interkommunaler Zusammenarbeit. Für die Wissensvermittlung über Social Media wurden Steckbriefe der geplanten Hochwasserrückhaltebecken (HRB) erstellt. Die Kurzvideos zu den Baustellen-Updates erreichen in der Spitze bis zu 37.000 Impressionen.

Weitere Hochwasserschutzmaßnahmen

Zur Realisierung von weiteren HRBs steht der Erftverband in engem Austausch mit den kommunalen Planungsträgern und der Bezirksregierung Köln, um die Planungs- und Genehmigungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen. Folgende interkommunale Hochwasserschutzmaßnahmen werden zurzeit bearbeitet:

  • HRB Kommerner Mühlensee – in Umsetzung
  • HRB Schwerfen – in Planung
  • HRB Möschemer Mühle – in Planung
  • HRB Schweinheim – in Planung
  • Hochwasserabschlag in den Zülpicher Wassersportsee – in Umsetzung
  • HRB Flerzheim – im Grunderwerb
  • HRB Vussem – in Planung
  • HRB Liblar – in Vorbereitung
  • Ausbau des HRB Garsdorf (Bestandsbecken) – in Vorbereitung
  • Gewässerausbau Schweinheim – in Planung
  • Gewässerausbau Hohenholzer Graben – in Planung
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 20 Glesch – im Genehmigungsverfahren
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 10 Grevenbroicher Bend – im Genehmigungsverfahren
  • Erftumbau/Perspektivkonzept Erft: Abschnitt 6-9 Erftaue Kapellen – in Planung


Kommunale Maßnahmen

Ergänzend zum Ausbau der interkommunal wirksamen Maßnahmen befassen sich die meisten Kommunen der hwsErft aktuell mit der Finalisierung der Maßnahmenkonzipierung. Die Hochwasserschutzmaßnahmen der Kommunen werden in definierten GIS-Projekten gesammelt, dem Erftverband übergeben und im Rahmen der Qualitätssicherung geprüft. Das Konzept der Stadt Euskirchen wurde bereits vom beauftragten Ingenieurbüro übergeben. Das Konzept der Stadt Bad Münstereifel wurde Ende Juni im Rat beschlossen. Parallel finalisiert der Erftverband die erste Fassung des Interkommunalen Hochwasserschutzkonzeptes, das die interkommunal wirksamen Hochwasserschutzmaßnahmen und die Maßnahmensteckbriefe der Kommunen umfasst.

Gemeinsame Lageeinschätzung verbessert Hochwassermanagement

Abseits konzeptioneller Überlegungen zum Hochwasserschutz und der konkreten Umsetzung von technischen Hochwasserschutzmaßnahmen, stärkt der Erftverband im Rahmen des EU-HORIZON-Innovation-Actions-Projekts DIRECTED die Schnittstelle zwischen Wasserwirtschaft und Katastrophenschutz, um die Kommunikation während einer Hochwasserlage zu verbessern. Die gezielte Einbindung von Akteuren des Katastrophenschutzes der Landkreise, des LANUK und der Bezirksregierung Köln in Diskussionen und Planspielen (Tabletop Exercise) hat gezeigt, wie sich der Informationsaustausch während einer Hochwasserlage deutlich verbessern lässt.

Inzwischen wurde auch das Hochwasserinformationssystem (HOWIS) des Erftverbandes überarbeitet und ein Online-Meeting zur gemeinsamen Lageeinschätzung mit Akteuren des Erftverbandes und des Katastrophenschutzes der Kreise eingeführt. Dieses Online-Meeting wird mit der HOWIS Bereitschaftsstufe ausgerufen und ermöglicht eine gemeinsame Dateninterpretation bei einem wahrscheinlichen Hochwasserereignis sowie den Austausch und Abgleich von Informationen in Echtzeit. Der Erftverband und die Landkreise des Erft-Einzugsgebietes unterzeichneten die Vereinbarung zur gemeinsamen Lageeinschätzung im Rahmen der Pressekonferenz am 17. Juni. Seit dem Hochwasserereignis im Mai 2025 an der Swist wurde das Online-Meeting bereits dreimal erfolgreich durchgeführt.

Erftverband erweitert Messnetz und Modelltechnik

Der Erftverband baut im Rahmen des EFRE-Projekts Rivercast zudem sein Pegel- und Sensornetzwerk weiter aus, um die Informationslage im Einzugsgebiet zu verbessern. In diesem Zusammenhang wird das HOWIS-System technisch weiterentwickelt. Es wird die wesentlichen in HOWIS abgebildeten Mess- und Vorhersagedaten enthalten und um die neu installierten Sensoren ergänzt. Gleichzeitig fungiert dieses System als „Hülle“ für die Daten der kommunalen Frühwarnbestrebungen.

Fortführung der hwsErft und Regionalpakt für Hochwasserschutz Erft

Nebst den Bestrebungen der hwsErft zur Verbesserung des interkommunalen Hochwasserschutzes in der Erft-Region wird seitens des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein‑Westfalen (MUNV) die Gründung des Regionalpaktes für Hochwasserschutz Erft forciert. Dieser Regionalpakt baut auf den Strukturen und Zielen der hwsErft auf und soll langfristig die räumliche Ausdehnung der hwsErft auf das gesamte Einzugsgebiet der Erft sowie die Fortführung der Kooperation sicherstellen. Staatssekretär Haase betont: „Der Pakt bringt alle Beteiligten zusammen, damit wir Hochwasserschutz für ganze Flussgebiete denken und planen können. Das Ziel ist, den bestmöglichen Schutz für die Menschen in Nordrhein-Westfalen zu erreichen.“ Darüber hinaus werden die Kommunen bei der Umsetzung kommunaler Hochwasserschutzmaßnahmen besser unterstützt. Durch den Einsatz von Koordinator*innen plant der Erftverband im Rahmen des Regionalpaktes für Hochwasserschutz, den Kommunen ein Unterstützungsangebot bei der Umsetzung von Hochwasserschutzmaßnahmen zur Verfügung zu stellen.  

Neuer Veranstaltungsort für das Feinsliebchen-Konzert: Pfarrkirche Sankt Martin statt Himmeroder Hof

Das Ensemble Feinsliebchen zieht für das Konzert am Sonntag in die Pfarrkirche Sankt Martin um

Neuer Veranstaltungsort für das Feinsliebchen-Konzert: Pfarrkirche Sankt Martin statt Himmeroder Hof


Wegen der Hitzewelle an diesem Wochenende bot die Pfarrgemeinde Sankt Martin, dem Volkslied-Ensemble Feinsliebchen ihre Pfarrkirche an. „In der Kirche ist es schön kühl“, freuen sich die Musikanten. Am Sonntag, den 21. Juni ab 16:00 Uhr lädt Rheinbach liest e.V nun also nicht in den Himmeroder Hof zum „Plätzchen-Konzert“. Im Begleitprogramm von „Kunst findet Stadt“ kommt die 6-köpfige Gruppe in die Pfarrkirche Sankt Martin. Im Gepäck sind deutsche und internationale Volkslieder zum Lauschen und Mitsingen. Rheinbacher Kinder tragen Gedichte vor. Es gibt also „Volkslieder und Versgetümmel“. Der Eintritt ist frei. Spenden für ein Kulturprojekt werden erbeten.

Wo das Rheinbacher Ensemble „Feinsliebchen“ auch hinkommt, wird schnell mitgesungen. Im Programm sind deutsche und internationale Volkslieder aus den vergangenen Jahrhunderten. Der Programmtitel lautet diesmal „...tun wir was dazu!“. Die Worte sind dem emanzipatorischen „Bürgerlied“ aus der Mitte des 19. Jahrhunderts entliehen. „Unser Volkslied-Mitsingkonzert passt wunderbar ins Rahmenprogramm von ‚Kunst findet Stadt‘ mit seinem Themenschwerpunkt Demokratie“, finden die Feinsliebchen. „So wie unsere Demokratie lebt auch das Singen vom Mitmachen.“ Sänger Gerd Engel fügt augenzwinkernd hinzu: „Und über die Tonart wird bei uns zuvor rege diskutiert. Wenn die D-Dur-Fraktion dann die Abstimmung gewonnen hat, halten sich auch fast immer alle daran. Sofern der Pianist Protokoll geführt hat.“

Seit 2017 spielen die passionierten Hobbymusiker in verschiedener Besetzung, zur Zeit mit Maria Dörrscheidt (Geige), Heike Glaser (Flöte), Fabienne Löhr (Gitarre), Dirk Plücker (Klavier), Gerd Engel (Gitarre) sowie Marlene Theis (Gesang). Das letzte Konzert liegt nun schon gut eineinhalb Jahre zurück, und die große, überwiegend ältere Fangemeinde fragte regelmäßig nach. Da kam das Angebot der Stadt Rheinbach an Rheinbach liest e.V., sich an Plätzchen-Konzerten im Rahmen von „Kunst findet Stadt“ zu beteiligen, gerade recht. Der weitere Dienstweg war kurz, weil Volkslied-Freund Gerd Engel zugleich Vorstandsmitglied ist.

Die Feinsliebchen schöpfen mittlerweile aus einem Fundus von rund 50 Liedern. Die endgültige Auswahl fällt auch dann noch schwer, wenn Mai- und Herbstlieder bereits aussortiert sind. Neben einigen expliziten politischen Liedern gibt es am 21. Juni natürlich auch Heimat- Liebes- und Sehnsuchtslieder. Von „Kein schöner Land“ über „Die Lorelei“ bis zu „Dat du min Leevsten büst“ reicht das, was die altersgemischte Gruppe nun in der wunderschönen Pfarrkirche singen wird. singen wird. Rund 70 Minuten sind schnell gefüllt, zumal nicht nur gesungen und musiziert wird. Das Konzert wird nämlich garniert mit Gedichten von Eichendorff bis Busch, vorgetragen von Rheinbacher Kindern aus der Rheinbach-liest-Projektgruppe „VersGetümmel“.

„Wir sind dankbar, dass die Pfarrleitung von St. Martin uns den Umzug unseres Konzerts in die Kirche so kurzfristig ermöglicht hat“, so Gerd Engel. „Unsere Gäste können nun auch im Hochsommer beinah‚ in einem kühlen Grunde‘ mitsingen. Und vor Gewitter müssen wir uns nun auch nicht mehr fürchten.“

Beginn des Konzerts am Sonntag, den 21. Juni ist um 16:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Gesammelt wird am Ausgang für „Gutes Figurentheater für Rheinbacher Kinder“, ein Thema, dem sich Rheinbach liest e.V. seit einiger Zeit zusätzlich widmet. 
 

Mittwoch, 17. Juni 2026

„Sport im Park“ 22. Juni bis zum 17. Juli 2026


„Sport im Park“ 22. Juni bis zum 17. Juli 2026 

Montag bis Freitag von 18.00-19.00 Uhr
Bewegungswiese Freizeitpark Rheinbach
Ohne Teilnahmegebühr – mit dabei sein!

„Fit sein – Fit bleiben“

Beach-Volleyball, Tischtennis, Rückengymnastik, Fußball, Leichtathletik, Smovey, Basketball – sehr vielfältig zeigen sich die Rheinbacher Vereine im Sommer 2026. „So vielfältig waren wir noch nie – breit aufgestellt erwarten wir Jeden, der ein bisschen Sport treiben möchte“, sagt der Stadtsportverband Rheinbach zu Sport im Park 2026.

Von Montag bis Freitag ist der Freizeitpark in Rheinbach das sportliche Zentrum für alle Bürger, um sich ohne Stress und Leistungsanspruch vier Wochen lang bewegen möchten. Wir starten am 22. Juni und beenden Sport im Park am 17. Juli 2026.

„Unser Anspruch ist keiner. Wir möchten den Bürgern ausreichend Freizeitsport anbieten, um zu schnupper und festzustellen, welche Sportart „passt“. Einfach kommen und mitmachen und vielleicht eine neue Community zu finden“, sagen Karl-Heinz Carle und Dieter Schmidt vom Stadtsportverband Rheinbach. 

Zur Vorstellung des Programms laden wir für  Montag, 22. Juni um 17.30 Uhr in den Freizeitpark ein.

Anwesend sind Repräsentanten der Stadt Rheinbach, der BARMER, 
Partner des SSV wie Immobilien Gütelhöfer, die Wirtschaftsförderung Rheinbach sowie der Vorstand des Stadtsportverbandes.

Bei Fragen wählen Sie bitte:  0175-5814839 (Dieter Schmidt)
 

Dienstag, 16. Juni 2026

Ausschüsse geben grünes Licht für die weitere Planung der neuen Feuerwache Wolbersacker

Ausschüsse geben grünes Licht für die weitere Planung der neuen Feuerwache Wolbersacker

• Ziel der deutlichen Kosteneinsparung bei dem Bauprojekt Feuerwehrwache Wolbersacker gemeinsam erreicht


Der Ausschuss für Standortförderung und Feuerwehr, der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen sowie der Haupt- und Finanzausschuss haben der Weiterplanung des Projekts zugestimmt. Damit kann die Stadt Rheinbach die Planungen für die künftige Hauptfeuerwache der Kernstadt fortführen. Vorausgegangen war eine umfassende Überprüfung des Vorhabens. Hintergrund waren die im Frühjahr 2026 beschlossenen Haushaltssperren für größere Investitionsmaßnahmen. So galt es auch bei dieser Baumaßnahme mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren.

Das Ergebnis dieser intensiven Prüfung kann sich sehen lassen. Das ursprünglich kalkulierte Kostenvolumen konnte von rund 21,4 Millionen Euro auf etwa 18 Millionen Euro reduziert werden. Die Einsparungen wurden durch eine enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Planungsbüros und Freiwilliger Feuerwehr erreicht. Gleichzeitig bleibt die volle Funktionsfähigkeit der künftigen Feuerwache erhalten.

Die neue Feuerwache soll künftig als Hauptwache für den Kernstadtbereich dienen. Vorgesehen sind weiterhin eine Fahrzeughalle, Werkstattbereiche für Atemschutz und Gerätewartung, Verwaltungs- und Schulungsräume sowie ein Katastrophenschutzlager. Die Planung berücksichtigt zudem die Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021, die Anforderungen des aktuellen Brandschutzbedarfsplans und nicht zuletzt des Arbeitsschutzes.

Im Rahmen der Überarbeitung wurden zahlreiche Optimierungen vorgenommen. So werden unter anderem Flächen effizienter genutzt, einzelne Räume reduziert und verschiedene Bau- und Ausstattungsstandards angepasst. Gleichzeitig bleiben wesentliche Projektziele wie die volle Einsatzbereitschaft der Feuerwehr, die Zukunftsfähigkeit des Standorts sowie die Möglichkeit einer späteren Erweiterung erhalten.

Besondere Bedeutung kommt dem geplanten Katastrophenschutzlager zu. Dieses soll direkt an der neuen Feuerwache entstehen und die bislang an verschiedenen Standorten gelagerten Materialien bündeln. Dadurch werden nicht nur laufende Mietkosten eingespart, sondern auch die Einsatzfähigkeit im Katastrophenfall verbessert.

Mit dem Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses wurde zudem der Sperrvermerk für die Investitionsmaßnahme aufgehoben. Für das Jahr 2026 stehen damit zwei Millionen Euro für die weitere Planung des Projekts zur Verfügung.

Die nun beschlossene Weiterplanung bildet die Grundlage für die nächsten Planungsschritte. Ziel bleibt es, eine moderne, leistungsfähige und wirtschaftlich tragfähige Feuerwache zu schaffen, die den Anforderungen von Feuerwehr und Katastrophenschutz langfristig gerecht wird.
 

GEMA‑ Entlastung für Vereine: CDU Rheinbach begrüßt wichtigen Schritt zur Stärkung des Ehrenamts

GEMA‑ Entlastung für Vereine: CDU Rheinbach begrüßt wichtigen Schritt zur Stärkung des Ehrenamts

Die CDU Rheinbach begrüßt die Klarstellung des Landes Nordrhein‑ Westfalen, nach der gemeinnützige Vereine unter bestimmten Voraussetzungen von GEMA‑ Gebühren befreit werden können. Die Regelung bedeutet eine spürbare Entlastung für die zahlreichen Vereine und Ehrenamtlichen, die das gesellschaftliche Leben in Rheinbach prägen. Bereits im Wahlkampf hatte die CDU die Stärkung des Ehrenamts und den Abbau bürokratischer Hürden zu einem ihrer zentralen Anliegen gemacht.

Grundlage der Befreiung ist der bestehende Gesamtvertrag zwischen GEMA und den kommunalen Spitzenverbänden. Er ermöglicht Vergünstigungen oder vollständige Gebührenbefreiungen für nicht‑ kommerzielle Veranstaltungen wie Sommerfeste, Vereinsfeiern oder kulturelle Aktionen ohne Eintrittsgelder. Nicht erfasst sind hingegen Veranstaltungen mit Eintritt, professionellem Sponsoring, wirtschaftlicher Bewirtung oder kommerziellem Charakter.

Die CDU Rheinbach betont, dass die Regelung genau den Vereinen zugutekommt, die das Rückgrat des städtischen Lebens bilden. „Unsere Vereine leisten Unglaubliches für den Zusammenhalt in unserer Stadt“, so die CDU. Die Entscheidung des Landes setze ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung und reduziere finanzielle wie bürokratische Belastungen.

Die Antragstellung erfolgt weiterhin über die GEMA, die Kommune oder über Dachverbände mit eigenen Rahmenverträgen. Die CDU sieht die Bedingungen – Gemeinnützigkeit, Nicht‑ Kommerzialität und korrekte Anmeldung der Musiknutzung – als faire und transparente Grundlage, die sowohl Vereine als auch die Rechte der Künstlerinnen und Künstler berücksichtigt.

Die CDU Rheinbach kündigt an, sich weiterhin für bestmögliche Rahmenbedingungen für Vereine und Ehrenamtliche einzusetzen – durch finanzielle Entlastungen, weniger Bürokratie und verlässliche politische Unterstützung.