Donnerstag, 22. Oktober 2026

Erfolgreicher Laugenstangen-Verkauf der Togo Hilfe Rheinbach

(c) Stefan Raetz: Togo-Hilfe bei Kultur am Hof

Erfolgreicher Laugenstangen-Verkauf der Togo Hilfe Rheinbach 


Auch in dieser Saison war die Togo Hilfe Rheinbach wieder Teil von Kultur am Hof. Während den Musikveranstaltungen der beliebten Rheinbacher Open-Air-Reihe verkaufte die Togo Hilfe Laugenstangen. Nach dem Motto „Jeder Euro zählt“ wurden jeden Freitagabend frische Laugenstangen verkauft. Michael F. Firmenich, Vorsitzender des Vereins: „Mit dem Erlös aus dem Verkauf konnten wir in diesem Jahr eine Behindertenschule in Togo unterstützen.“. Stefan Raetz, Gründungsmitglied der Togo-Hilfe ergänzt: „Ohne unsere Unterstützung wären die Schülerinnen und Schüler in Togo nicht beschult worden und müssten in eine sorgenvolle Zukunft blicken“. Auch wenn der Erlös nicht immer so hoch war – für die betroffenen Kinder in Togo war jeder Cent ein Cent der Hoffnung. Als nächstes wird die Togo-Hilfe beim Jahreskonzert der Fidelia Wormersdorf am 28.11. im Stadttheater und am 13.12. auf dem Rheinbacher Weihnachtsmarkt Getränke und erneut Laugenstangen verkaufen. 

 

Heimspielapplaus und „Makroexpressionen“im Rheinbacher CoachHaus

Anne Keßel liest aus ihrem neuen Buch - (c) Rheinbach liest e.V.

Heimspielapplaus und „Makroexpressionen“im Rheinbacher CoachHaus


Rheinbach liest – und wie! Anne Keßels Premierenlesung ihres neuen Thrillers „Die Lüge in ihrem Gesicht“ wird ein voller Erfolg. Rund 90 Gäste im Rheinbacher CoachHaus erleben Nähkästchenplauderei mit Host Christel Engeland (Thalia), Spannung und exzellentes Vorlesen. Die nächste Keßel-Lesung ist in Meckenheim.

Glücklich, wer für diesen Abend eine Karte ergattern konnte! Das beliebte Rheinbacher CoachHaus ist bis zum letzten Platz gefüllt. Auf dem Thalia-Büchertisch zwischen den historischen Kutschen hat Rheinbachs Krimi-Expertin Ruth Bruchhausen den Thriller mit dem flammend roten Einband zu beachtlicher Höhe gestapelt. Und das Publikum läuft sich vorfreudig bei frisch gezapftem Guiness und einem Irischen Käseteller warm. Das Heimspiel der Rheinbacher Autorin Anne Keßel hätte sicher einen deutlichen größeren Raum gefüllt, aber der müsste erst einmal so gemütlich sein, wie das Kutschenmuseum der Familie Mostert.

Einige Gäste sind überrascht, dass der bei Ullstein verlegte Thriller „Die Lüge in ihrem Gesicht“ jene Geschichte ist, die sie zwei Tage zuvor zur besten Sendezeit in der ARD unter dem Titel „Frau ohne Namen“ gesehen haben – gemeinsam mit 5,6 Millionen Fernsehzuschauern. Wem das viel erscheint, liegt richtig: Das war seit Jahren die beste Einschaltquote für den ARD-Mittwochsfilm. Der Erfolg weckt vermutlich auch beim zuständigen NDR Begehrlichkeiten. 

Moderatorin Christel Engeland, Leiterin der Rheinbacher Thalia-Filiale, plaudert zunächst über die berufliche Vita Keßels, den Kapriolen beim Verfassen eines Manuskripts – Zitat: „‘Rom brennt“, ist als erster Satz sehr teuer in der filmischen Umsetzung und wird gerne gestrichen.“ - und die Entstehung der Buchidee bzw. des Drehbuches, bei der u.a. auch die mit Keßel befreundete Hauptdarstellerin Marleen Lohse eine maßgebliche Rolle spielt. Man erfährt, was Mikroexpressionen sind, denn die ermittelnde Hauptfigur, Psychologin Marlene Nielsen, ist genau dafür Expertin. Sie vermag nämlich die unwillkürlichen mimischen Reaktionen, die im ersten Fünftel einer Sekunde nicht unterdrückt oder gesteuert werden können, zu deuten und eine Inkongruenz zum übrigen Verhalten als „Lüge“ wahrzunehmen. 

Nicht sparsam mit Gestik und Mimik ist hingegen die temperamentvolle Anne Keßel. Das Gespräch mit Christel Engeland verläuft äußerst unterhaltsam und lebhaft – gleichsam makroexpressionistisch - und liefert dem anwesenden Fotografen tolle Bilder, für die allerdings eine kurze Belichtungszeit nötig ist. Als Keßel dann die Lesung mit dem Prolog beginnt („Es ist ja ganz praktisch vorne anzufangen.“),  zeigt sie, wie auch bei zwei weiteren sorgfältig ausgewählten Lesestellen, beeindruckende Vorlesekunst. Das vom Hausherrn Hanns-Georg Mostert geäußerte Lob, er würde sich „gerne auch noch das ganz Buch“ von Keßel vorlesen lassen, wird mit stürmischem Beifall bestätigt. Die Rheinbacher jedenfalls lieben „ihre Anne“ und die Schlange am Signiertisch ist entsprechend lang. Eine zweite Auflage von „Die Lüge in ihrem Gesicht“ verrät, dass es den deutschsprachigen Fans von Spannungsbelletristik ebenso geht. Ein Trost für alle, die das Ereignis im CoachHaus verpasst haben: Am 12. November liest Anne Keßel im „Buchladen am Neuen Markt“ im Meckenheim.

Am Ende des Abends bedankt sich Christel Engeland beim Kooperationspartner Rheinbach liest e.V. und bei den Gastgebern mitsamt Gastro-Team für die Unterstützung. Und während Keßel noch emsig signiert, werden an der Bar in geselliger Runde bereits Pläne für die Zukunft geschmiedet.
 

Stadtführung durch das mittelalterliche Rheinbach

Rheinbach während der Eroberung durch die Niederländer 1673, Kupferstich.

Stadtführung durch das mittelalterliche Rheinbach


Am Sonntag, 25. Oktober, 15.00 Uhr, bieten der Eifel- und Heimatverein und das Stadtarchiv wieder eine Führung durch die Kernstadt Rheinbach an. Bei dieser etwa eineinhalbstündigen Tour wird vor allem das Leben im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rheinbach unterhaltsam und fachkundig erläutert. Viele Anekdoten aus der Rheinbacher Geschichte lassen alte Zeiten wieder lebendig werden. Treffpunkt ist der Himmeroder Hof am Himmeroder Wall. Die Teilnahme ist kostenlos. 

Schüler säubern die Kriegsgräberstätte in Rheinbach

(c) Stefan Raetz: Schüler reinigen Kriegsgräberstätte

Schüler säubern die Kriegsgräberstätte in Rheinbach


Rechtzeitig vor dem Volkstrauertag wird der Verein Partnerschaft des Friedens Rheinbach / Douaumont-Vaux e.V. wieder mit Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Rheinbach die Kriegsgräberstätte in Rheinbach von Laub, Ästen und Unrat säubern. Hierzu treffen sich die Teilnehmer am 4. November 2026 von 12.00 Uhr bis 15.30 Uhr auf der Kriegsgräberstätte an der Villeneuver Straße. Gleichzeitig erhalten die Schüler eine Einführung in die Kriegsgräberstätte. Neben der Geschichte des „Soldatenfriedhofes Rheinbach“ wird an den Kreuzen exemplarisch erläutert wer hier bestattet wurde. Vom Soldaten, über die Krankenschwester, bis hin zum ermordeten Zwangsarbeiter. Die Bürgerschaft ist herzlich eingeladen mit teilzunehmen. Stefan Raetz, Vorsitzender der Partnerschaft des Friedens: "Es ist ermutigend zu sehen, dass auch unserer Jugend diese Gedenkstätte nicht egal ist."
 

Montag, 19. Oktober 2026

Gute Verkehrsplanung braucht gute Entscheidungsgrundlagen

Hauptstraße in Rheinbach, SPD Rheinbach


Gute Verkehrsplanung braucht gute Entscheidungsgrundlagen

SPD-Fraktion kritisiert fehlende Variantenprüfung und zu kurze politische Beratung – Vier Änderungsanträge zum Verkehrsentwicklungsplan abgelehnt

Rheinbach. Die SPD-Fraktion sieht im beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan (VEP) weiterhin eine wichtige Grundlage für die zukünftige Verkehrsentwicklung in Rheinbach. Gleichzeitig kritisiert sie die aus ihrer Sicht unzureichenden Entscheidungsgrundlagen für einzelne Maßnahmen und die zu kurze politische Beratung. Nachdem ihre vier Änderungsanträge keine Mehrheit gefunden hatten, stimmte die Fraktion dem Plan in der vorgelegten Fassung nicht zu.

„Der Verkehrsentwicklungsplan enthält viele sinnvolle Maßnahmen und ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung. Das haben wir bereits nach der Beratung im Ausschuss betont. Allerdings bleiben wichtige Fragen offen, die aus unserer Sicht vor einer abschließenden Entscheidung hätten geklärt werden müssen“, erklärt Arne Ritter, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Hauptstraße: Variantenprüfung fehlt

Besonders deutlich wird die Kritik bei der geplanten Entwicklung der Hauptstraße. Während der Verkehrsentwicklungsplan einen verkehrsberuhigten Bereich vorsieht, hatte die SPD eine nachvollziehbare Gegenüberstellung unterschiedlicher Möglichkeiten gefordert. Dazu gehören eine Fußgängerzone, eine eingeschränkte Zufahrt und die vorgesehene Verkehrsberuhigung mit ihren jeweiligen Auswirkungen auf die Innenstadt und die umliegenden Straßen.

Eine ausreichende vergleichende Bewertung dieser Varianten liegt nach Auffassung der SPD bislang nicht vor. Deshalb hatte die Fraktion beantragt, die Entscheidung über die Hauptstraße vom übrigen Verkehrsentwicklungsplan zu trennen. So hätten die anderen Maßnahmen unabhängig davon weiterverfolgt werden können.

Änderungsanträge fanden keine Mehrheit

Mit insgesamt vier Änderungsanträgen wollte die SPD offene Fragen klären, zusätzliche fachliche Bewertungen ermöglichen und einzelne Maßnahmen verbessern. Keiner der Anträge fand im Rat eine Mehrheit.

Die Fraktion bedauert insbesondere, dass trotz der Komplexität des Verkehrsentwicklungsplans keine vertiefte abschließende Beratung ermöglicht wurde. Bereits im Beteiligungsprozess war deutlich geworden, dass die Auseinandersetzung mit den zahlreichen Maßnahmen mehr Zeit erfordert.

Politische Entscheidungen gehören in Rat und Ausschüsse

Für die SPD geht es dabei auch um das grundsätzliche Verständnis politischer Entscheidungsprozesse. Workshops, Verwaltung und Fachgutachter leisten wichtige Vorarbeit. Die politische Diskussion und Abwägung unterschiedlicher Lösungswege muss jedoch in den gewählten Gremien stattfinden.

„Mir ist wichtig, dass wir politische Entscheidungen auf der Grundlage nachvollziehbarer fachlicher Bewertungen treffen. Workshops und Verwaltung können Entscheidungen vorbereiten, aber nicht die politische Debatte ersetzen. Die gehört in den Rat und seine Ausschüsse. Wir müssen unterschiedliche Möglichkeiten offen diskutieren und abwägen können, statt nur über bereits vorstrukturierte Lösungen abzustimmen, deren Zustandekommen nicht ausreichend transparent ist“, betont Ritter.

Für die SPD bleibt der Verkehrsentwicklungsplan trotz ihrer Ablehnung eine wichtige Grundlage. Die Diskussion über die Zukunft der Hauptstraße und eine ganzheitliche Innenstadtentwicklung ist mit dem Ratsbeschluss jedoch nicht beendet.

 

Gewerbeflächen sind Zukunftsflächen – nicht nur Verkaufsflächen

Gewerbeflächen sind Zukunftsflächen – nicht nur Verkaufsflächen

SPD-Fraktion sieht neue Ausrichtung der Gewerbeflächenentwicklung mit Sorge – Antrag auf Überprüfung der bisherigen Strategie fand keine Mehrheit

Rheinbach. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Rheinbach sieht die neue strategische Ausrichtung der Gewerbeflächenentwicklung mit wachsender Sorge. Aus ihrer Sicht besteht die Gefahr, dass kurzfristige Vermarktungserfolge zunehmend in den Vordergrund rücken und langfristige wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten verloren gehen. Eine von der SPD beantragte Überprüfung und Weiterentwicklung des bisherigen Gewerbeflächenkonzepts fand im Rat zuletzt keine Mehrheit.

„Unsere Gewerbeflächen sind begrenzt. Was heute verkauft und bebaut wird, steht für andere Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen auf Jahrzehnte nicht mehr zur Verfügung. Deshalb müssen wir sorgfältig entscheiden, welche wirtschaftliche Entwicklung wir für Rheinbach ermöglichen wollen“, erklärt Arne Ritter, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Bisherige Zielsetzung für den Wolbersacker nicht aus dem Blick verlieren

Bereits 2015 hatte der Rat einstimmig ein Gewerbeflächenentwicklungskonzept beschlossen, das insbesondere für den Wolbersacker eine klare wirtschaftliche Ausrichtung vorsah. Dort sollten vor allem größere produzierende und verarbeitende Unternehmen angesiedelt werden. Eine Entwicklung zum Standort für Großlogistik war ausdrücklich nicht das Ziel.

Die inzwischen beschlossenen neuen Leitlinien setzen nach Auffassung der SPD stärker auf eine zügige, marktorientierte Vermarktung der verfügbaren Flächen. Die Fraktion befürchtet, dass dabei die bisher verfolgten langfristigen Standortziele zunehmend in den Hintergrund geraten. Gerade angesichts der begrenzten Flächenreserven könnte dies dazu führen, dass Ansiedlungsmöglichkeiten für produzierende und verarbeitende Betriebe dauerhaft verloren gehen.

SPD-Antrag auf Überprüfung blieb ohne Mehrheit

Bereits im Mai hatte die SPD-Fraktion beantragt, die Umsetzung des Gewerbeflächenkonzepts von 2015 zu überprüfen, veränderte Rahmenbedingungen – insbesondere den neuen Regionalplan – zu berücksichtigen und auf dieser Grundlage Vorschläge für eine Fortschreibung oder Ergänzung zu erarbeiten.

Der Rat verwies den Antrag im Juli zunächst einstimmig an den zuständigen Ausschuss. Dort wurde er jedoch nicht eigenständig beraten. Stattdessen wurden neue strategische Leitlinien beschlossen, die aus Sicht der SPD die beantragte Überprüfung nicht ersetzen. Ein erneuter Vorstoß der Fraktion fand anschließend im Rat keine Mehrheit.

„Wir wollten zunächst nachvollziehbar klären, welche Ziele des bisherigen Konzepts erreicht wurden, welche weiterhin sinnvoll sind und wo Anpassungsbedarf besteht. Stattdessen wurde eine neue Ausrichtung beschlossen, ohne dass diese Fragen aus unserer Sicht ausreichend beantwortet wurden. Das bedauern wir, denn die Entscheidungen von heute werden Rheinbach über Jahrzehnte prägen“, so Ritter.

Kurzfristige Einnahmen – langfristig der richtige Weg?

Die SPD erkennt ausdrücklich an, dass Rheinbach angesichts seiner angespannten Haushaltslage zusätzliche Einnahmen benötigt. Auch die Gewerbesteuer ist für die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt von großer Bedeutung. Eine möglichst schnelle Vermarktung der verfügbaren Gewerbeflächen sei jedoch nicht automatisch die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung.

Aus Sicht der SPD besteht die Gefahr, dass kurzfristige Einnahmeerwartungen den Blick auf die langfristigen wirtschaftlichen Möglichkeiten verstellen. Denn einmal vergebene und bebaute Flächen stehen für andere Ansiedlungen auf absehbare Zeit nicht mehr zur Verfügung.

Für die SPD kommt es deshalb darauf an, Gewerbeflächen gezielt für eine vielfältige Wirtschaftsstruktur zu entwickeln. Insbesondere produzierende und verarbeitende Unternehmen, mittelständische Betriebe, gute Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung sollen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Ziel müsse es sein, die wirtschaftliche Basis der Stadt dauerhaft zu stärken und damit auch langfristig tragfähige Gewerbesteuereinnahmen zu ermöglichen.

Sorge um langfristige Folgen

Die SPD-Fraktion befürchtet, dass Rheinbach mit der neuen Ausrichtung wirtschaftliche Chancen vergeben könnte, die sich später nicht mehr zurückholen lassen. Die begrenzten Gewerbeflächen seien eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Deshalb dürfe ihre Vermarktung nicht allein von der aktuellen Nachfrage und kurzfristigen Einnahmeerwartungen bestimmt werden.

„Entscheidend ist nicht, wie schnell wir unsere Gewerbeflächen verkaufen. Entscheidend ist, welche Unternehmen, Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Perspektiven wir damit langfristig für Rheinbach gewinnen. Wir bedauern, dass unser Antrag keine Mehrheit gefunden hat, und befürchten, dass wir die Folgen dieser Entscheidungen erst in einigen Jahren wirklich erkennen werden“, erklärt Ritter abschließend.


 

Samstag, 17. Oktober 2026

Papierstatik und Magnetzauber




Papierstatik und Magnetzauber

Junge Entdecker erproben physikalische Kräfte am Städtischen Gymnasium Rheinbach


Leuchtende Augen und konzentriertes Tuscheln: Die Chemie- und Physikräume des Städtischen Gymnasiums Rheinbach verwandelten sich am zdi-Tag in ein lebendiges Forschungslabor. Unter dem Leitmotiv „Kräfte – was die Welt zusammenhält“ tauchten über 50 begeisterte SchülerInnen der Grundschule Merzbach und der Grundschule Sürster Weg in die faszinierende Welt der Naturwissenschaften ein und zeigten eindrucksvoll, dass der Forscherdrang an der als MINT-Exzellenz-Center ausgezeichneten Schule keine Grenzen kennt.

Im Chemieraum stand eine knifflige Aufgabe an: Aus nur fünf Blatt Papier und zehn Zentimetern Klebeband sollten die jungen Kinder eine tragfähige Brücke bauen. Unterstützt von Physiklehrerin Dr. Maika Königs und Neuntklässlern tüftelten sie hochmotiviert daran, durch Falten, Rollen und Knicken das Papier in stabile Konstruktionen zu verwandeln, und entdeckten, wie entscheidend die gewählte Form die wirkenden Kräfte verändern kann.

Dann stieg die Spannung: Die Papierbrücken wurden einer harten Bewährungsprobe unterzogen und dafür über einer Lücke platziert und nach und nach mit Gewichten belastet. Die Kinder jubelten, als die stabilste Konstruktion beeindruckende 800 Gramm trug. 

Auch im benachbarten Physikraum erkundeten die Kinder den Magnetismus. An vier Stationen beobachteten sie erstaunliche Phänomene: Gebannt verfolgten sie, wie feines Eisenpulver durch ein Reagenzglas wanderte, als Robin einen Magneten außen an der Glaswand entlangführte – ganz ohne Berührung. Auch die Kreativität der kleinen Forscher erwachte auf ganz unterschiedliche Weise. Während kleine Automobilfans magnetische Elemente nutzten, um originelle Karosserien auf fahrbaren Chassis aufzubauen, erschufen andere kreative Geister aus farbenfroh bemalten Magneten immer neue, fantasievolle Landschaften. Ganz nebenbei und durch das eigene Experimentieren lernten die Schüler eine der wichtigsten Grundregeln des Magnetismus: Ungleichnamige Pole ziehen sich an, während gleichnamige Pole sich gegenseitig abstoßen.

Die kindliche Neugier an den naturwissenschaftlichen Experimenten hat an diesem Vormittag einmal mehr verdeutlicht, wie fruchtbar es ist, die Begeisterung für naturwissenschaftliche Schwerpunkte frühzeitig zu wecken, ein besonderes Anliegen des MINT-Exzellenzgymnasiums. Darüber hinaus hat dieser zdi-Tag den jungen Schülern eindrucksvoll gezeigt, dass Lernen am SGR weit mehr sein kann als graue Theorie: Es bedeutet vor allem, mit Freude zu entdecken, zu experimentieren und den eigenen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

„Lions-Club Bonn-Rhenobacum“ und „Partnerschaft des Friedens“ danken der Bundespolizei für großzügige Spende

Stehend li Stefan Raetz, re LtdPD Carsten Westerkamp


„Lions-Club Bonn-Rhenobacum“ und „Partnerschaft des Friedens“ danken der Bundespolizei für großzügige Spende 

Am 01. und 02. Oktober feierte die Bundespolizei ihr 75-jähriges Bestehen. Das Bundespolizeiaus- und fortbildungszentrum in Heimerzheim lud zu einem erstklassigen Benefizkonzert des Bundespolizeiorchesters Hannover mit der Sängerin Menna Mulugeta, bekannt aus „Voice of Germany“, in das Rheinbacher Stadttheater ein. Musik und Gesang begeisterten das Auditorium so, dass bei einer Hutspende ein Erlös von € 5.000 erzielt wurde. 

Diese große Summe übergab Leitender Polizeidirektor Carsten Westerkamp vor der feierlichen Vereidigung der Anwärterinnen und Anwärter des mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienstes. Stefan Raetz, Vorsitzender „Partnerschaft des Friedens“, bedankte sich im Namen beider Empfänger für die Spende. In wenigen Worten erläuterte er, dass der Lions-Club das Geld für die Schulung pädagogischer Fachkräfte in der Gemeinde Swisttal und den Städten Meckenheim und Rheinbach einsetzt, um sie bei der Vermittlung und Förderung von Lebenskompetenzen zu unterstützen. Die „Partnerschaft des Friedens“ finanziert anstehende Studienfahrten nach Verdun, um jungen Menschen die Folgen sinnloser Kriege zu verdeutlichen. Dabei steht ein Besuch der Soldatenfriedhöfe und des Gebeinhauses auf dem Programm. 

Lions-Club wie Partnerschaft danken der Bundespolizei für die Entscheidung, die Gelder gezielt in der Region einzusetzen und diese zur Stärkung des Demokratieverständnisses zu nutzen.  

17. Jugend Tennis Stadtmeisterschaft Rheinbach

Ausschreibung Stadtmeisterschaft


Team Siegerehrung - von r: Karl-Heinz Carle, Dr. Daniel Phiesel, Patrick Kuhn, Ingo Schwiering

17. Jugend Tennis Stadtmeisterschaft Rheinbach

Rheinbach – Erst zum zweiten Wochenende im Oktober, also nach dem Abschluss der Sommersaison im Tennis, konnte wegen Terminüberschneidungen die Stadtmeisterschaft der Rheinbacher Tennisjugend ausgetragen werden.

Schirmherr war Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel, der zur Siegerehrung auch persönlich jeder Spielerin und jedem Spieler gratulierte und die Teilnahmemedaille aushändigte.

Turnusgemäß hatte der TC Flerzheim mit Sportwart Ingo Schwiering die Organisation der Spiele übernommen, während der TC Rheinbach seine Anlage zur Verfügung stellte und mit dem Team Jugendbetreuung vor allem bei Speisen und Getränken unterstützte.

Der Start der Spiele am Samstagmorgen war zunächst nur möglich, weil die Ganzjahresplätze und die Traglufthalle nach dem starken Regen in der Nacht zur Verfügung standen. Doch dann hatte der Wettergott ein Einsehen und bald konnte auf der gesamten Anlage gespielt werden. 

Damit konnten die insgesamt 29 Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichen Altersklassen von U 8, U 10, U 12, U 15 und U 18 ihre Matches austragen.

Auch wenn natürlich jede und jeder Stadtmeisterin oder Stadtmeister werden wollte, das Vergnügen am Spiel und das faire Miteinander standen bei allem kämpferischen Ehrgeiz im Vordergrund.

Doch bleiben im Ergebnis die neuen Stadtmeister 2026 zu nennen; sie heißen:

U 8 Leo Pohl

U 10 Chris Ebert

U 12 Toni Giessler

U 15 w Eva Hurst

U 15 m Leander Arens

U 18 w Helena von Scheven

U 18 m Maximilian Saal

Herzlichen Glückwunsch!


Ihr  Herz für die Rheinbacher Jugend zeigten mit Spenden, Preisen und Speisen: 

VR-Bank Bonn-Rhein-Sieg, vertreten durch Patrick Kuhn bei der Siegerehrung
Stadtsportverband Rheinbach, vertreten durch Karl-Heinz Karle bei der Siegerehrung
Robinson WellFit Rheinbach und Robinson Rheinland
Achims Sportshop
Monte Mare Rheinbach
Phantasialand
Getränkehandel Küster
Bäckerei Lennartz

Ein herzliches Dankeschön den Sponsoren, die der Rheinbacher Tennisjugend ein tolles Erlebnis mit bleibenden Erinnerungen ermöglichten. 

Gruppenfoto Rheinbacher Jugend mit Team Siegerehrung


 

Einladung zum Rheinbacher Schweigegang


Einladung zum Rheinbacher Schweigegang

Alle Bürgerinnen*Bürger aus Rheinbach und Umgebung sind dazu eingeladen.

Wir „Erinnern“ seit mehr als 35 Jahren mit dem Schweigegang an die Gräueltaten der Deutschen, nicht nur aber besonders an den Jüdinnen*Juden.

Wir „Gedenken“ der Jüdinnen*Juden, die aus Rheinbach in die Konzentrationslager gebracht und getötet wurden.

Wir „Mahnen“: „Nie wieder“!

Weg des Schweigeganges:

Wir treffen uns am 9.11. um 1700 in der Gnadenkirche in der Ramershovenerstr., von dort gehen wir um 1730 zum Bürgerhausplatz, Bachstr., Polligstr. Weiherstr., Hauptstr., Vor dem Dreeser Tor, Am Jüdischen Friedhof, Bahnhofstr., Kriegerstr., Schweigelstr., Ende des Schweigeganges auf dem Lindenplatz.

Auf dem Weg halten wir an den Häusern, in denen die Rheinbacher Jüdinnen*Juden gelebt haben, bevor die meisten von ihnen über das Kloster Mariahilf in Bonn Endenich und Köln in die verschiedenen Vernichtungslager im Osten gebracht wurden.

Am Jüdischen Friedhof wird ein jüdisches Gebet vorgetragen; im Rathaus werden die Namen von Personen verlesen, die auf der Gedenkwand stehen (s. u.); der Bürgermeister wird am Mahnmal in der Schweigelstraße eine Rede halten; Schlussansprache auf dem Lindenplatz. Änderungen vorbehalten.

Eine Schülergruppe der Gesamtschule Rheinbach wird uns mit eigenen Beiträgen begleiten:

Fürbitten in der Kirche.

Am Jüdischen Friedhof werden ausgewählte, deportierte jüdische Bürgerinnen*Bürger Rheinbachs vorgestellt.

Im Rathaus wird das Gedicht "Kein Kinderlied" von Mascha Kaléko vorgetragen.

Anschließend lesen die Schülerinnen*Schüler die Namen der ermordeten Rheinbacher Bürgerinnen*Bürger von der Gedenkwand vor.

Organisiert wird der diesjährige Schweigegang von:

Anton Beyer, Jochen Bois, Willi Oberheiden, Peter Schürkes und der Gesamtschule Rheinbach.

Die Organisatoren bitten, schweigend zu gehen.