Mittwoch, 8. Juli 2026

Ehrenamt zum Anfassen: BLICKWECHSEL lädt wieder ins Rathaus ein


Ehrenamt zum Anfassen: BLICKWECHSEL lädt wieder ins Rathaus ein

„Neugierig aufs Ehrenamt? Dann schauen Sie doch mal im Rathaus vorbei.“


Manchmal braucht es nur ein Gespräch, um auf eine neue Idee zu kommen. Genau das hat der erste Infostand des Freiwilligenzentrums BLICKWECHSEL im Rheinbacher Rathaus eindrucksvoll gezeigt: Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich unverbindlich über Ehrenamt zu informieren, Fragen zu stellen oder einfach einmal zu schauen, welche Möglichkeiten es in Rheinbach gibt.

Die positive Resonanz hat das Team ermutigt, das Format fortzusetzen. Deshalb ist das Freiwilligenzentrum BLICKWECHSEL am 16. Juli von 14 bis 18 Uhr erneut mit einem Infostand im Foyer des Rathauses vertreten.

Wer sich schon einmal gefragt hat, ob ein Ehrenamt zu den eigenen Interessen, Fähigkeiten oder zeitlichen Möglichkeiten passen könnte, ist herzlich eingeladen vorbeizukommen. Auch Vereine und Initiativen sind willkommen, um sich über Unterstützungsmöglichkeiten und die Vermittlung von Freiwilligen zu informieren.

„Der erste Infostand hat gezeigt, dass viele Menschen offen für Engagement sind. Oft fehlt nur die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen oder die passenden Informationen zu finden“, sagt das Team von BLICKWECHSEL. 

Ganz gleich, ob Sie bereits konkrete Vorstellungen haben oder einfach neugierig sind: Kommen Sie vorbei, lernen Sie das Freiwilligenzentrum kennen und entdecken Sie, wie vielfältig Ehrenamt in Rheinbach sein kann.

Infostand Freiwilligenzentrum BLICKWECHSEL
Donnerstag, 16. Juli 2026, 14 bis 18 Uhr
Foyer Rathaus Rheinbach

„Viele wollen helfen – wir zeigen, wo.“

Freiwilligenzentrum BLICKWECHSEL - Information und Beratung jeden Do., 14-16 Uhr, Himmeroder Hof, Rheinbach, oder nach Vereinbarung (02226 917 210, helfen@blickwechsel-rheinbach.de, www.blickwechsel-rheinbach.de)
 

Medienbildung gemeinsam stärken


Medienbildung gemeinsam stärken

Öffentliche Bücherei Rheinbach und Grundschulen schließen Bildungspartnerschaft


Rheinbach. Die Öffentliche Bücherei St. Martin sowie die Kath. Grundschule St. Martin und die Gemeinschaftsgrundschule Sürster Weg haben ihre langjährige Zusammenarbeit mit einer offiziellen Kooperationsvereinbarung im Rahmen des Landesprogramms „Bildungspartner NRW“ besiegelt. Mit der Vereinbarung schaffen die Partner eine verbindliche Grundlage, um ihre gemeinsamen Bildungsangebote langfristig weiterzuentwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt künftig auf der Förderung der Medienkompetenz von Kindern.

Mit neuen Workshops zu den Themen Medienkompetenz, Programmieren und Robotik erweitert die Bücherei ihr Angebot als moderner außerschulischer Lernort. Die Workshops unterstützen die Schulen bei der Umsetzung des Medienkompetenzrahmens NRW und vermitteln den Schülerinnen und Schülern wichtige Kompetenzen für den sicheren und kreativen Umgang mit digitalen Medien. Das Projekt wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Die Bildungspartnerschaft baut auf einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit auf. Bereits seit vielen Jahren begleitet die Bücherei die Schulen u.a. mit dem Leseförderprogramm „Bibfit – Der Lesekompass“. Es führt Kinder der zweiten Klassen spielerisch an die Bücherei heran und weckt frühzeitig Freude am Lesen.

Neben der Leseförderung umfasst die Kooperation künftig auch Angebote zur Medienbildung für die Schulen. Darüber hinaus wird die Bildungspartnerschaft in den Schulprogrammen verankert und gemeinsame Bildungsangebote werden kontinuierlich weiterentwickelt. „Die Kooperation mit der Bücherei bringt einen echten Mehrwert: Unsere Schülerinnen und Schüler lernen Programmieren und Robotik mit großer Begeisterung, während unsere Lehrkräfte wertvolle Unterstützung erhalten. So werden Medienkompetenzen praxisnah und nachhaltig vermittelt“, so die beiden Schulleiterinnen.

Mit der Unterzeichnung setzen die Bücherei und die beiden Schulen ein sichtbares Zeichen für eine zukunftsorientierte Bildungsarbeit. Gemeinsam wollen sie Kinder nicht nur für das Lesen begeistern, sondern sie auch dabei unterstützen, sich sicher, kritisch und kompetent in einer zunehmend digitalen Welt zu bewegen. Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel bedankt sich für die kontinuierliche Zusammenarbeit der beiden Partner „Bildung gelingt besonders dann, wenn Schulen und außerschulische Bildungspartner eng zusammenarbeiten. Mit dieser Kooperationsvereinbarung stärken wir die Bildungslandschaft in Rheinbach nachhaltig. Die Öffentliche Bücherei ist längst mehr als ein Ort zum Ausleihen von Büchern – sie ist ein moderner Lern- und Begegnungsort, der Kinder auf ihrem Bildungsweg begleitet und wichtige Zukunftskompetenzen vermittelt“. Zum Abschluss konnten die Gäste selbst aktiv werden: Beim Ausprobieren der Roboter erhielten sie einen anschaulichen Einblick in die Workshops, in denen Kinder mit viel Spaß erste Erfahrungen im Programmieren und in der Robotik sammeln. 


 

Einfacher zur Wärmepumpe

Vertreter des neuen Netzwerks WärmePartner Bonn-Rhein-Sieg (von links): Felix Hagen, ProEco Rheinland, Stephan Moos, Kreissparkasse Köln, sowie Oliver Krämer und Fabian Radermacher von der Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg.

Einfacher zur Wärmepumpe

Neue Initiative bringt Handwerk, Beratung und Finanzierung in Bonn-Rhein-Sieg zusammen


Köln, den 8. Juli 2026. Drei regionale Partner haben die Initiative WärmePartner Bonn-Rhein-Sieg gegründet: die Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg, die ProEco Rheinland und die Kreissparkasse Köln. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Eigentümerinnen und Eigentümern einen einfachen und qualitätsgesicherten Weg zur Wärmepumpe zu ebnen – insbesondere auch im Gebäudebestand, um die aktuell historisch hohen staatlichen Förderungen von bis zu 70 Prozent optimal auszuschöpfen.

Hausbesitzerinnen und -besitzer erhalten bei den WärmePartnern ein aufeinander abgestimmtes Full-Service-Paket rund um den Einbau einer Wärmepumpe. Das Angebot umfasst die Prüfung der technischen Machbarkeit, die Heizlastberechnung, die Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln sowie bei der Finanzierung des verbleibenden Eigenanteils. Darüber hinaus koordinieren die WärmePartner die Installation und Inbetriebnahme der Wärmepumpe und begleiten den Prozess von der Planung bis zur Umsetzung.

Drei Partner, eine klare Aufgabenteilung

Die ProEco Rheinland verantwortet als Kompetenzzentrum für energieeffiziente Immobilien die Energieberatung, die Heizlastberechnung nach standardisiertem Verfahren, die Datenermittlung für den hydraulischen Abgleich und begleitet bei der Förderung.

„Viele Hausbesitzende möchten umsteigen, scheitern aber an der Komplexität – an der Frage, ob die Wärmepumpe ins Haus passt, und am Förderdschungel“, erklärt Felix Hagen, Geschäftsführer der ProEco Rheinland. „Genau hier setzen wir an: Wir berechnen die Heizlast präzise, sorgen für die Grundlagen des hydraulischen Abgleichs und führen unsere Kundinnen und Kunden sicher durch die Förderung. So wird aus einem unübersichtlichen Vorhaben ein planbarer Weg.“

Die Installation übernehmen die Innungsbetriebe der Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg. „Eine Wärmepumpe ist nur so gut wie ihre Planung und Installation“, betont Oliver Krämer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg. „Unsere Innungsbetriebe sind für die Errichtung von Wärmepumpen qualifiziert und bleiben auch nach der Inbetriebnahme vor Ort erreichbar“, ergänzt Fabian Radermacher, Geschäftsführer der Innung Sanitär-Heizung-Klima Bonn-Rhein-Sieg.

Für den Teilbetrag der Gesamtinvestition, der nicht durch die staatliche Förderung abgedeckt ist, bietet die Kreissparkasse Köln eine passende Finanzierung. „Nicht jeder kann oder möchte den verbleibenden Investitionsbetrag aus eigenen Mitteln stemmen“, sagt Stephan Moos, Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Köln. „Für die Installation einer Wärmepumpe und weitere energetische Maßnahmen bieten wir daher mit dem S Energiekredit ein flexibles Finanzierungsangebot mit Zinsvorteil. So wird der Umstieg auf klimafreundliches Heizen planbar und einfach.“

Aufruf an Fachbetriebe der Region

Das Netzwerk der WärmePartner Bonn-Rhein-Sieg soll weiterwachsen. Qualifizierte SHK- und Heizungsfachbetriebe aus der Region, die Wärmepumpen planen und installieren und Teil der Initiative werden möchten, sind eingeladen, sich bei der Kreishandwerkerschaft Bonn-Rhein-Sieg zu melden. Mitgliedsbetriebe profitieren von gebündelter Nachfrage, einem verlässlichen Partnernetzwerk und einem qualitätsgesicherten Prozess von der Beratung bis zur Fördermittelauszahlung.

Interessierte Immobilien-Eigentümerinnen und -Eigentümer können sich über die Website www.waermepartner.com informieren und Kontakt aufnehmen.


  

5. Oberdreeser Schwafeltafel


5. Oberdreeser Schwafeltafel

Gedenken an Flut und Opfer am 18.07.2026 ab 15.00 Uhr auf dem alten Schulhof


Die Flutkatastrophe aus 2021 jährt sich zum 5. Mal. Der Ortsausschuss Oberdrees bietet auch in diesem Jahr mit der Schwafeltafel der Dorfgemeinschaft die Gelegenheit, die gemeinsamen Anstrengungen zu würdigen und den beiden während des Flutereignisses verstorbenen Feuerwehrleuten zu gedenken.
Ein Bild der Flutkerze, die ihren Standort in Odendorf hat und vom Team Gedenken im Juni dieses Jahres in mehreren Feuerwehrgerätehäusern der Umgebung Station machte, wird bei der SchwafelTafel als Erinnerung ausgestellt sein. Ein Fernsehteam des WDR hat die Ausstellung rund um die Flut begleitet und wird die Dokumentation am Jahrestag der Flut ausstrahlen.

Der Ortsausschuss lädt alle Oberdreeser Bürger*innen zur Schwafeltafel ein. Alle sind herzlich willkommen und nicht nur Flutbetroffene. Die Schwafeltafel soll auch Anlass sein, vor allem für Neubürger*innen, die Dorfgeminschaft in lockerer Atmosphäre kennen zu lernen.

Im Vordergrund stehen gemütliches Beisammensein, eine lange Speisentafel mit selbstgemachten Salaten und Leckereien, Selbstversorgung mit Getränken, 2 Grills für das mitgebrachte Grillgut, eine Spanferkelverköstigung und Kinderbelustigung. Zelte, Tische und Bänke sind vorhanden. Jeder kann sich auch gerne seine eigene Bestuhlung mitbringen. 

Der Erfolg der 4 vorangegangenen Oberdreeser Schwafeltalfeln lässt, unter Mitwirkung von Astrid´s Getränke-Express, wieder auf eine schöne Dorfveranstaltung hoffen.
 

Kreativtage im LIVE St. Martin

Kreativtage im LIVE St. Martin

Bastelspaß für Teilnehmende des Sommerleseclubs


Rheinbach. Im Rahmen des Sommerleseclubs (SLC) lädt die Öffentliche Bücherei St. Martin zu zwei kreativen Aktionstagen ein. Dieses exklusive Angebot richtet sich ausschließlich an angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer des diesjährigen Sommerleseclubs. Jeweils von 11:00 bis 15:00 Uhr verwandelt sich das Kinder- und Jugendzentrum LIVE St. Martin, Bachstraße 2, in eine bunte Künstlerwerkstatt. Innerhalb dieses Zeitfensters ist der Ablauf offen gestaltet: Die Clubmitglieder können ab 11:00 Uhr flexibel starten und bis zum Nachmittag an ihren Werken basteln.

Die beiden Ferientage bieten unterschiedliche kreative Schwerpunkte:

  • Donnerstag, 23. Juli 2026: Im Mittelpunkt stehen das Basteln von witzigen Büchermonstern, praktischen Lesehilfen sowie individuellen DIY-Stickern.
  • Donnerstag, 30. Juli 2026: An diesem Tag dreht sich alles um den Bau von originellen Bücherlampen und das Experimentieren in einer spannenden Fälscher-Werkstatt.


An beiden Terminen haben die Clubmitglieder zudem die Möglichkeit, ihr offizielles SLC-Logbuch künstlerisch zu gestalten. Für kostenfreie Getränke und kleine Snacks vor Ort ist gesorgt.

Anmeldung und Kontakt:

Da die Plätze begrenzt und exklusiv für SLC-Mitglieder reserviert sind, ist eine vorherige Anmeldung bei der Öffentlichen Bücherei St. Martin am Lindenplatz erforderlich:

Sonderausstellung „Eifelland Wasserland“ in Rheinbach eröffnet

Auf dem Foto zu sehen (von links nach rechts): Sebastian Greven (KSK), Lorenz Euskirchen (1. Vorsitzender des Freundeskreis), Michaela Klinke (KSK), Dr. Erich Claßen (LVR), Dr. Kirsten Britz (Blankenheim), Friedhelm Elsen (Blankenheim), Prof. Dr. Klaus Grewe (wissenschaftlicher Berater des Freundeskreis), Markus Pütz (1. stellvertretender Bürgermeister Rheinbach)

Sonderausstellung „Eifelland Wasserland“ in Rheinbach eröffnet

Mit der Sonderausstellung „Eifelland Wasserland“ macht der Freundeskreis Römerkanal e.V. im Foyer der KSK-Regional-Filiale Rheinbach die besondere Bedeutung des Wassers für die Kultur- und Technikgeschichte der Eifel sichtbar. Die Schau ist vom 03. bis 30.07.2026 zu sehen und Teil des Rheinbacher Kulturprojekts „Kunst findet Stadt!“.

Zur Eröffnung der Sonderausstellung waren die Stuhlreihen im Foyer der KSK-Regionalfiliale Rheinbach bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Ausstellung wird mit finanzieller Unterstützung der KSK Köln gezeigt.

Sebastian Greven begrüßte die Gäste als Filialleiter der KSK-Regional-Filiale Rheinbach. Er hob hervor, wie wichtig bürgerschaftliches und kulturelles Engagement für die Region ist und dass die KSK Köln entsprechende Initiativen seit vielen Jahren finanziell unterstützt.

Lorenz Euskirchen, Vorsitzender des Freundeskreises Römerkanal e.V., bedankte sich in seinem Grußwort bei allen Unterstützer*innen des Ausstellungsprojekts sowie den zahlreich erschienenen Gästen.

Markus Pütz, 1. stellvertretender Bürgermeister der Stadt Rheinbach, unterstrich die demokratiestärkende Wirkung der zahlreichen ehrenamtlich tätigen Vereine in der Stadt. Zugleich betonte er, dass der Blick in die Vergangenheit helfen könne, künftige Herausforderungen besser zu bewältigen.

Prof. Dr. Klaus Grewe, der bereits in die Konzeption der zuvor im Eifelmuseum Blankenheim gezeigten Schau eingebunden war, stellte in seinem Kurzvortrag die enge Verbindung zwischen Wasser und Mensch in der Eifel heraus. Er würdigte zudem die Zusammenarbeit mit befreundeten Institutionen, Vereinen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern, ohne die die Erforschung des kulturellen Erbes der Region deutlich schwieriger wäre.

Ob als Trinkwasser, Heilwasser oder Kraftquelle: Wasser hat die Landschaft der Eifel auf besondere Weise geprägt. Über Jahrhunderte hinweg wurden große Anstrengungen unternommen, um diese Ressource zu erschließen und nutzbar zu machen. Quellfassungen, Talsperren, Druckleitungen und Tunnel zeugen bis heute von herausragenden Ingenieurleistungen. Sie zeigen, wie sehr Wasser als Lebenselixier genutzt und zugleich in seinen Kräften beherrscht werden musste.

Die Ausstellung ist bis einschließlich 30.07.2026 im Foyer der Kreissparkasse Köln, KSK-Regionalfiliale Rheinbach, Am Bürgerhaus 1–3, 53359 Rheinbach, zu sehen. Die Besuchszeiten entsprechen den Öffnungszeiten der Regional-Filiale.

Begleitend zur Ausstellung hält Prof. Dr. Klaus Grewe am Donnerstag, 09.07.2026, ab 19 Uhr im Ratssaal im Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Rheinbach, einen Vortrag zur Wasserwirtschaft in der Eifel von der Römerzeit bis ins Mittelalter. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



 

Montag, 6. Juli 2026

„TextProbe“ im Kulturzentrum Himmeroder Hof

Literaturkabarettist Lothar Tolksdorf moderiert die TextProbe mit dem Themenschwerpunkt Demokratie

„TextProbe“ im Kulturzentrum Himmeroder Hof


Am 27. Juli um 19:00 Uhr veranstaltet der Verein Rheinbach liest e.V. um 19:00 Uhr im Bürger- und Kulturzentrum Himmeroder Hof eine „TextProbe“ unter freiem Himmel mit dem Themenschwerpunkt „Demokratie“. Die „talentierte Literaturbühne“ ist ein seit 2012 bestehendes Format für ambitionierte Hobbyautoren und -autorinnen, das nun als sogenanntes „Kulturplätzchen“ ins aktuelle Begleitprogramm von „Kunst findet Stadt“ aufgenommen wurde. Zwei Startplätze für schreibende Menschen ab 14 Jahren sind noch frei.

Der Maler und Literaturkabarettist Lothar Tolksdorf erinnert sich noch gerne an seine erste Moderation der TextProbe im Hexenturm des Jahres 2012 – damals noch bei loderndem Kaminfeuer. „Wir wollten ein wettbewerbsfreies und niederschwelliges Format für Hobbyautoren schaffen – eine Ergänzung und Alternative zu dem sich damals etablierenden Rheinhexenslam.“ Das kam sehr gut an und so gab die „TextProbe“ Autoren und Autorinnen ab 14 Jahren bis zu vier Mal im Jahr eine Chance, ihre neuen Texte vor Publikum zu erproben. Als Tolksdorf sich Jahre später künstlerisch anders orientierte, übernahmen „Zuarbeiter“ Gerd Engel sowie später Stefanie Ewaldt die Moderation. Auch wurde noch der Ableger „TextProbe junior“ erfunden. Während der Pandemie „schliefen“ beide Formate – trotz Versuchen, sie zu digitalisieren - nach und nach ein.

Als Tolksdorf im Januar 2026 beim Jahresempfang von Rheinbach liest e.V. als Ehrengast „aufschlug“, wurde gleichsam das „Comeback“ eingefädelt. „Wir fanden, dass eine TextProbe als partizipatives Format wunderbar ins Begleitprogramm von ‚Kunst findet Stadt‘ passt. Und Lothar sagte spontan zu, den Termin zu moderieren“, berichtet Gerd Engel Rheinbach liest e.V. Auch die Öffentliche Bücherei St. Martin als langjährige Kooperationspartnerin unterstützte den Vorstoß und natürlich die Stadt Rheinbach, die sich über eine weitere Perle in ihrem Kulturprogramm freute. Die Veranstaltung ist für den schönen Innenhof des Bürger- und Kulturzentrums geplant. Bei schlechtem Wetter wird sie nach innen verlegt.

Erste Autoren haben bereits ihre Texte zum Schwerpunktthema „Demokratie“ eingereicht, darunter Günter Detro, Reiner Verspai, Achim E. Tobias und Hasso Rieck. Das Genre spielt bei der „TextProbe“ seit jeher keine Rolle, ob Lyrik, Essay, Romanfragment, Lied, Drama oder Kurzgeschichte – alle Formen sind willkommen. Die Lesezeit ist auf 8-10 Minuten begrenzt. Wer noch mitmachen möchte, kann seinen Text bei Gerd Engel einreichen (Email: mailto:gerd-engel@gmx.net). 

Veranstaltungstipp: Waldfestival in Bonn

Veranstaltungstipp: Waldfestival in Bonn

Wald- und Klimacamp mit Zelten, Workshops und Co.

Bonn, 06.07.2026. Am zweiten Augustwochenende (6. bis 9.08.2026) findet erneut das Waldfestival der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e. V. (SDW) auf dem Jugendzeltplatz in Bonn-Bad Godesberg statt. Alle 16- bis 29-Jährigen sind eingeladen, mit kostenloser Unterkunft und Verpflegung ein buntes Wochenende mit Workshops, Zelten und Musik unter Gleichaltrigen zu verbringen. Erlebt ein spannendes Ferien- oder Sommerprogramm und meldet euch an unter www.sdw.de/waldfestival.

Als anerkannter Naturschutzverband haben wir uns die Förderung jungen Engagements zur Aufgabe gemacht und möchten junge Menschen für den Wald- und Klimaschutz begeistern. Deswegen bieten wir zum zweiten Mal ein Waldfestival an, in dessen Rahmen die Teilnehmenden aktiv Naturschutz betreiben, ihr Netzwerk mit anderen Engagierten erweitern und mit viel Spaß ein Sommerwochenende verbringen.

An wen richtet sich das Waldfestival?

An alle 16- bis 29-Jährigen aus NRW, aber auch bundesweit, die bereits im Wald- und Klimaschutz aktiv sind, ebenso aber an diejenigen, die damit noch keinerlei Berührungspunkte haben und reinschnuppern möchten. Und an alle, die unter freiem Himmel andere junge Menschen kennenlernen und ein gemeinsames Wochenende mit spannendem Input erleben möchten.

Vielseitiges Programm:

  • Waldführungen
  • Bogenschießen
  • Fledermausführung
  • Wildkräuterwanderung
  •  Trommelworkshop
  • SilentDisco und Livemusik
  • Bonner Soundbike
  • Waldpädagogische Workshops
  • Workshops zu Wald- und Klimaschutz
  • Achtsamkeitspfad durch den Kottenforst 


Wer sich einen Eindruck verschaffen möchte, kann sich unseren Videorückblick des ersten Waldfestivals anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=1WTK_6zIJWk 

Rheinbach zieht Bilanz und blickt nach vorn

Fünf Jahre nach der Unwetterkatastrophe:

Rheinbach zieht Bilanz und blickt nach vorn

  • Wo steht Rheinbach fünf Jahre nach dem 14. Juli 2021?
  • Ein Überblick über den Stand des Wiederaufbaus sowie die Fortschritte beim Hochwasser-, Starkregen- und Bevölkerungsschutz.

Die Folgen der Unwetterkatastrophe prägen Rheinbach bis heute. Die nachfolgenden Ausführungen geben einen Einblick in die größten Herausforderungen und zeigen, mit welchen Maßnahmen die Stadt den Wiederaufbau entschlossen vorantreibt, ihre Resilienz stärkt und die Weichen für eine sichere und lebenswerte Zukunft stellt.

Der 14. Juli 2021 und die Tage nach der Unwetterkatastrophe

Die Unwetterkatastrophe vom 14. Juli 2021 stellte die Stadt Rheinbach vor Herausforderungen von bislang nicht gekanntem Ausmaß. Innerhalb weniger Stunden führten außergewöhnlich starke Niederschläge zu großflächigen Überflutungen, erheblichen Schäden an der öffentlichen Infrastruktur sowie zu Beeinträchtigungen in nahezu allen Bereichen des öffentlichen Lebens, bei denen leider fünf Menschen ihr Leben verloren. Ganze Ortschaften und Stadtteile wurden überflutet, hunderte Häuser beschädigt.

Das Rathaus wurde durch die Flut erheblich beschädigt. Der umgehend einberufene Stab für außergewöhnliche Ereignisse wurde deshalb in der Feuerwache Brucknerweg eingerichtet.

Zahlreiche Bereiche waren zeitweise nicht oder nur eingeschränkt nutzbar. Hinzu kamen Ausfälle bzw. Beeinträchtigungen von IT-Systemen, Kommunikationswegen und Arbeitsplätzen. Die Verwaltung musste innerhalb kürzester Zeit ihre Handlungsfähigkeit sichern und gleichzeitig die Krisenbewältigung organisieren. Viele Mitarbeitende waren selbst persönlich betroffen und arbeiteten unter provisorischen Bedingungen, während parallel die Schäden erfasst, Hilfen koordiniert und die ersten Wiederaufbaumaßnahmen vorbereitet wurden.

Zu den unmittelbaren Herausforderungen während des Ereignisses gehörten die Rettung und Unterstützung betroffener Bürgerinnen und Bürger, die Evakuierung der Niederdreeser und Oberdreeeser Bürgerinnen und Bürgern aufgrund des drohenden Bruchs der Steinbachtalsperre. Die Folge war die behelfsweise Einrichtung von Notunterkünften für das Evakuierungsgebiet und für Menschen die alles verloren hatten.

Die Sicherstellung der Einsatzfähigkeit von Feuerwehr und Hilfsorganisationen sowie die Aufrechterhaltung der Kommunikation erfolgte unter teilweise äußerst schwierigen Bedingungen: Totalausfall der Telekommunikation, die zunächst nur mit Unterstützung der Bundeswehr über ein Satelitentelefon möglich war, sowie Ausfälle der Stromversorgung über einen Zeitraum von zehn Tagen.

Erschwerend kamen unpassierbare Straßen sowie Schäden an Brücken und anderen Verkehrsanlagen hinzu. Die eigentlich geltenden rechtlichen Einschränkungen der Coronaschutzverordnung traten völlig in den Hintergrund.

Der Katastrophenfall wurde erst am 18. Juli offiziell festgestellt. In den Tagen und Wochen nach der Katastrophe lag der Schwerpunkt zunächst auf der Gefahrenabwehr und der Wiederherstellung grundlegender Versorgungs- und Infrastrukturleistungen sowie der Unterbringung und Verpflegung von Menschen in Not. Beschädigte Straßen und Wege mussten gesichert, öffentliche Einrichtungen wieder nutzbar gemacht, Gewässer und Entwässerungsanlagen überprüft sowie große Mengen an Schutt und Treibgut beseitigt werden. Bis dahin unvorstellbare Mengen von Sperrmüll entlang der Straßen mussten zügig entsorgt werden, damit Rettungswege frei wurden. Die Stadt hat temporär Sammelplätze und Deponien eingerichtet und betrieben. Alleine die Entsorgung des Abfalls hat in Rheinbach Kosten in Höhe von rund 5 Mio EUR verursacht. Leistungen der Soforthilfe wurden durch die Stadt an die geschädigten Bürgerinnen und Bürger vergeben. Gleichzeitig galt es, Betroffene zu unterstützen, Hilfsangebote zu koordinieren und nicht zuletzt die zahlreichen Schäden zu erfassen und zu dokumentieren.

Wiederaufbau

Bei den im Wiederaufbauplan ausgewiesenen Kosten handelt es sich ausschließlich um die Kosten, die unmittelbar der Beseitigung der durch die Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 entstandenen Schäden an städtischen Gebäuden und Infrastruktur dem förderfähigen Wiederaufbau zugeordnet werden können.

Diese Beträge bilden daher nicht in jedem Fall die tatsächlichen Gesamtkosten der jeweiligen Maßnahme ab.

In der praktischen Umsetzung werden viele Projekte ganzheitlich betrachtet und nicht lediglich auf den Zustand vor der Flut zurückgeführt. Insbesondere bei der Sanierung oder dem Wiederaufbau öffentlicher Gebäude, Schulen und Infrastruktureinrichtungen werden zusätzliche Anforderungen berücksichtigt, die über den eigentlichen Wiederaufbau hinausgehen. Hierzu zählen beispielsweise Maßnahmen zum Hochwasser- und Starkregenschutz, zur Klimafolgenanpassung, zum Klimaschutz, zur Energieeffizienz sowie zur nachhaltigen und zukunftsfähigen Gestaltung kommunaler Infrastruktur.

Die tatsächlichen Investitionskosten einzelner Projekte liegen daher nicht selten über den im Wiederaufbauplan dargestellten Wiederaufbaukosten. Viele Schäden sind deutlich umfangreicher zu sanieren als nach erster Inaugenscheinnahme des Schadens festgestellt. Die Steigerung der Bau- und Materialkosten, der Mangel an Fachkräften, die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine, die zwischenzeitliche Energiemangellage, der Irankrieg und daraus folgende Ölknappheit, haben seitdem den Wiederaufbau erschwert. Die darüberhinausgehenden Aufwendungen dienen jedoch dazu, die kommunale Infrastruktur nicht nur wiederherzustellen, sondern zugleich widerstandsfähiger, nachhaltiger und zukunftssicher auszurichten.

Die Gesamtkosten im Wiederaufbauplan betragen aktuell über 60 Mio. EUR. Von insgesamt 93 Maßnahmen im Wiederaufbauplan sind 37 bereits umgesetzt.

Hierzu zählen insbesondere:

  • Erneuerung Brückenwerk Neugartenstraße/Stadtpark einschließlich Versorgungsleitungen, 600.000 EUR
  • Schäden am Parkplatz Freizeitpark nach Lagerung von Müll, 550.000 EUR
  • Interimslösung Containeranlage Katholische Grundschule Flerzheim, 4 Mio. EUR
  • Interimslösung Containeranlage Städtischer Betriebshof, 2 Mio. EUR
  • Wiederherstellung Rathaus, 3,5 Mio. EUR
  • Stützmauer Gräbbach 1,4 Mio. EUR
  • Erneuerung Brücke Holunderweg, 260.000 EUR

Nahezu abgeschlossen:

  • Erneuerung von Durchlässen im Stadtgebiet Rheinbach, 1,8 Mio. EUR
  • Sanierung Städtischer Betriebshof, 2 Mio. EUR

Aktuell in Umsetzung:

  • Sanierung der Haustechnik im Freizeitbad, 2,7 Mio. EUR
  • Sanierung/Neubau Katholische Grundschule Bachstraße, 2,5 Mio. EUR

Planansätze zu noch nicht begonnen Maßnahmen:

  • Neubau Katholische Grundschule Flerzheim, 12 Mio. EUR
  • Neubau Turnhalle Flerzheim, 7 Mio. EUR
  • Neubau RTV-Heim (Rheinbacher-Turn-Verein), 3,7 Mio. EUR
  • Maßnahmen des Präventiven Hochwasserschutzes, 5,9 Mio. EUR


Der Wiederaufbau beschränkt sich nicht auf die bauliche Umsetzung der Maßnahmen.

Auch die Abwicklung der Förderverfahren ist äußerst komplex und mit einem erheblichen Verwaltungsaufwand verbunden. Die Beantragung, Nachweisführung und Abrechnung der Fördermittel erfordern umfangreiche Dokumentationen und Abstimmungen mit den zuständigen Bewilligungsbehörden (Bezirksregierung Köln, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW.URBAN, Erftverband). Dadurch werden über Jahre hinweg erhebliche personelle Ressourcen gebunden und auch Kosten der Zwischenfinanzierung anfallen. Trotz dieser zusätzlichen Herausforderungen treibt die Stadt Rheinbach den Wiederaufbau konsequent voran und nutzt die Maßnahmen gleichzeitig, um die Stadt besser auf die Herausforderungen von Hochwasser, Starkregen und Klimawandel vorzubereiten.

Hochwasser- und Starkregenschutz

Im Bereich Hochwasser- und Starkregenschutz hat die Stadt Rheinbach seit der Flutkatastrophe 2021 deutlich mehr umgesetzt als oft öffentlich wahrgenommen wird.

Die Stadt Rheinbach hat ein umfassendes Hochwasser- und Starkregenschutzprogramm aufgebaut. Dazu gehören die Erstellung eines kommunalen Hochwasser- und Starkregenschutzkonzeptes, die Einführung von Starkregengefahrenkarten, die Beteiligung an der Hochwasserschutzkooperation Erft, die Beschaffung mobiler Hochwasserschutzelemente, der Ausbau der Pegel- und Frühwarnsysteme sowie die Planung technischer und naturnaher Schutzmaßnahmen. Gleichzeitig wurde die private Vorsorge durch Informations- und Beratungsangebote gestärkt.

1. Strategischer Ansatz: Drei-Säulen-Modell

Rheinbach verfolgt inzwischen einen ganzheitlichen Ansatz aus:

  • kommunalen Schutzmaßnahmen,
  • interkommunaler Zusammenarbeit und
  • privater Vorsorge.

2. Kommunales Hochwasser- und Starkregenschutzkonzept

  • Seit Ende 2021 arbeitet die Stadt an einem umfassenden Hochwasser- und Starkregenschutzkonzept für das gesamte Stadtgebiet.
  • Das Konzept betrachtet alle Ortsteile und die vier Gewässereinzugsgebiete Swist, Eulenbach, Wallbach, Schiefelsbach und Nebengewässer gemeinsam, um Verlagerungseffekte von Schutzmaßnahmen zu vermeiden.
  • Das Konzept wird mit den Nachbarkommunen innerhalb der Hochwasserschutzkooperation Erft abgestimmt um Synergien zu heben und schädliche Verlagerungen der Hochwasserfolgen zu vermeiden
  • Die Konzepterstellung erfolgt mit Förderung des Landes NRW und unter Beteiligung der Bürgerschaft. Es fanden mehrere Bürgerworkshops und Gewässerbegehungen statt.

3. Starkregengefahrenkarten

Ein wesentlicher Meilenstein war die Erstellung und Veröffentlichung der Starkregengefahrenkarten:

  • Vorstellung im September 2023.
  • Seit Oktober 2023 öffentlich online verfügbar.
  • Darstellung der zu erwartenden Überflutungstiefen bei einem statistischen 100- jährlichen Starkregenereignis für das gesamte Stadtgebiet. Diese Karten dienen sowohl der städtischen Planung als auch der privaten Vorsorge.

4. Technische und bauliche Maßnahmen

  • Schaffung und Planung von Rückhalteflächen und -Becken,
  • Anpassungen an der Entwässerungs- und Infrastruktur,
  • Berücksichtigung von Starkregen- und Hochwasserrisiken bei Bauleitplanung und Stadtentwicklung,
  • Entwicklung weiterer technischer Schutzmaßnahmen wie Rückhaltebecken und Schutzbauwerke, Gewässerverlegungen und Entlastungsgräben

5. Mobile Hochwasserschutzsysteme

Zur unmittelbaren Gefahrenabwehr wurden:

  • 56 mobile Hochwasserschutzelemente beschafft, die im Einsatzfall durch Feuerwehr, Betriebshof oder auch Anwohner aufgebaut werden können. Hierzu finden regelmäßige Übungen statt,
  • drei Hochleistungspumpen mit einer Förderleistung von bis zu 15.000 Litern pro Minute beschafft bzw. bestellt.

6. Frühwarnung und Pegelüberwachung

Gemeinsam mit der Stadt Meckenheim und der Gemeinde Swisttal wurde ein Wasserstandsmessnetz und Niederschlagsstationen aufgebaut bzw. erweitert, um kritische Entwicklungen an Gewässern früher zu erkennen und Einsatzkräfte schneller alarmieren zu können. Zusammen mit dem Erftverband sollen diese Daten zukünftig in einem KI-System ausgewertet werden, um schnell die Auswirkungen des Ereignisses beurteilen zu können und so die Richtigen Entscheidungen zur Gefahrenabwehr treffen zu können.

7. Interkommunale Hochwasserschutzkooperation Erft Rheinbach ist Gründungsmitglied der Hochwasserschutzkooperation Erft.

Ziele sind:

  • gemeinsame Planung von Hochwasserrückhaltebecken, bspw. in Flerzheim und in Schweinheim
  • Schaffung natürlicher Retentionsräume,
  • Abstimmung von Schutzmaßnahmen über Gemeindegrenzen hinweg,
  • Verringerung der Risiken im gesamten Einzugsgebiet.
  • In Vorbereitung: Gründung Regionalpakt Erft mit Land NRW

8. Naturnahe Maßnahmen

Neben technischen Bauwerken setzt Rheinbach auf:

  • Renaturierungen,
  • Retentions- und Überflutungsflächen,
  • Freihalten dieser Flächen
  • natürliche Wasserrückhaltung im Wald (hier interkommunales Projekt) Maßnahmen im Wald.

9. Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger

Die Stadt stellt inzwischen umfangreiche Informationen bereit:

  • Starkregengefahrenkarten,
  • Überschwemmungsgebietskarten,
  • Empfehlungen / Beratungen zum Objektschutz,
  • Hinweise zur Eigenvorsorge an Gebäuden und Grundstücken.

Mit dem Beschluss des Hochwasser- und Starkregenschutzkonzeptes, der derzeit für Ende des Jahres vorgesehen ist, soll die Grundlage für die nächste Phase geschaffen werden: die systematische Priorisierung und Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Dabei werden die einzelnen Projekte nach ihrer Wirksamkeit, Dringlichkeit, technischen Umsetzbarkeit und den verfügbaren finanziellen Ressourcen bewertet.

Nach dem Beschluss des Konzeptes wird die Verwaltung die priorisierten Maßnahmen schrittweise in die Planung und Umsetzung überführen. Hierzu gehören sowohl technische Schutzmaßnahmen an Gewässern und Entwässerungseinrichtungen als auch weitere naturnahe Maßnahmen zur Wasserrückhaltung in der Fläche sowie organisatorische und vorsorgende Maßnahmen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung eingebrachten Vorschläge sollen dabei ausdrücklich berücksichtigt werden.

Die Stadt Rheinbach verfolgt damit das Ziel, den Hochwasser- und Starkregenschutz langfristig und nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig macht die Komplexität der Aufgabenstellung deutlich, dass ein wirksamer Schutz nicht durch einzelne Maßnahmen erreicht werden kann, sondern nur durch ein Bündel aufeinander abgestimmter Maßnahmen, die in den kommenden Jahren konsequent umgesetzt werden.

Die sichere Finanzierung der Maßnahmen, die alleine für Rheinbach über 50 Mio € kosten werden, ist eine große Hürde. Ein Teil der Maßnahmen kann als präventiv Maßnahme im Rahmen des Wiederaufbaufonds finanziert werden. Dafür ist die Stadt Rheinbach sehr dankbar. Es bleibt aber zu befürchten, dass die derzeitigen Förderprograme von Bund und Land nicht ausreichen und selbst dabei der Eigenanteil (20 %) in der aktuellen Finanzlage der Stadt nicht aufzubringen ist. Hier braucht es Lösungen und Unterstützung.

Bevölkerungsschutz

Seit der Flutkatastrophe vom 14. Juli 2021 hat die Stadt Rheinbach den Bevölkerungsschutz deutlich ausgebaut. Der Schwerpunkt wurde deutlich von der reinen Gefahrenabwehr hin zu einem umfassenden Konzept aus Vorsorge, Krisenresilienz und Bürgerbeteiligung erweitert Die Maßnahmen betreffen sowohl die Krisenvorsorge als auch die Fähigkeit der Bevölkerung, sich in Notlagen selbst zu helfen..

1. Professionalisierung des Krisen- und Katastrophenschutzes

  • Die Stadt hat ihre Krisenmanagementstrukturen überarbeitet und Beschäftigte gezielt für außergewöhnliche Schadenslagen geschult.
  • Am 27. Oktober 2023 wurde im Rahmen einer gemeinsamen Übung des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse der Stadt Rheinbach und der Technischen Einsatzleitung der Freiwilligen Feuerwehr, mit Besetzung der Notfall-Meldestelle und des Selbsthilfe-Standorts, im Ortsteil Queckenberg, unter Beteiligung von Experten und Bürger*innen, in das Krisenresilienzkonzept der Stadt Rheinbach erprobt.
  • Es wurde erstmals eine Stelle für einen Sachbearbeiter Bevölkerungs- und Katastrophenschutz geschaffen, um den Bereich dauerhaft professionell zu betreuen. Gleichzeitig wurde die Krisenkommunikation personell verstärkt.

2. Resilienzkonzept für die gesamte Stadt

Gemeinsam mit Fachbüros wurde ein Resilienzkonzept entwickelt, das die Selbsthilfefähigkeit der Bevölkerung stärken soll. Dazu gehören:

  • Workshops mit Bürgerinnen und Bürgern,
  • Notfallübungen,
  • Verbesserungen bei Warn- und Informationssystemen,
  • Aufbau der Notfallmelde-Stellen und Selbsthilfe-Standorte
  • Vorplanung Notfallpraxis
  • Beratung und Unterstützung kritischer Infrastrukturen (Beispiel: Seniorenheime)

3. Ausfallsichere Kommunikations- und Notstromversorgung

  • Die Kommunikationsinfrastruktur wurde zur Sicherstellung der Kommunikation zwischen den Behörden krisen- und ausfallsicher gestaltet.
  • Abläufe für die Bevölkerungswarnung wurden neu konzipiert.
  • Für wichtige städtische Einrichtungen wurde eine Notstromversorgung aufgebaut bzw. sichergestellt, damit Verwaltung und Gefahrenabwehr auch bei Stromausfällen handlungsfähig bleiben. Zusätzlich ist im Bedarfsfall für eine Beheizung bei Ausfall des Strom- und Gasnetzes ist gesorgt.
  • Stärkung von Feuerwehr und Gefahrenabwehr
  • Der Brandschutzbedarfsplan wurde nach den Erfahrungen der Flut aktualisiert.
  • Die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr wurde an die neuen Anforderungen angepasst. Ein Hochwasseralarmplan befindet sich in Aufstellung.

5. Notfallmeldestellen und Selbsthilfe-Standorte

  • Notfallmeldestellen werden in allen Ortschaften bei größeren Krisenlagen als Anlaufstellen für die Bevölkerung betrieben.
  • Sie werden von Feuerwehr und Stadtverwaltung besetzt und dienen als Informations- und Hilfspunkte.
  • Ein besonders wichtiger Baustein ist das neue Konzept der Selbsthilfe-Standorte, die schrittweise in allen Ortschaften eingerichtet wurden. Sie sollen bei Ausfällen von Strom, Kommunikation oder anderer Infrastruktur aktiviert werden.
  • Bürgerinnen und Bürger können dort Hilfe organisieren und Nachbarschaftshilfe koordinieren.

6. Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz

Die Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz wurde intensiviert. Relevante Akteure (Bundeswehr, Polizei, Hilfsorganisationen, Energieversorger) haben ihre Krisenmanagementaktivitäten miteinander abgeglichen und verzahnt.

7. Krisenkommunikation

Die Erfahrungen aus der Flutnacht 2021 haben in Rheinbach zu einer Reihe weiterer Maßnahmen geführt, die speziell die Krisen- und Notfallkommunikation verbessern sollen.

  • Ausbau der Informations- und Kommunikationskanäle
    Ergänzend zur technischen Absicherung der Kommunikationsinfrastruktur wurden die Möglichkeiten zur Information der Bevölkerung deutlich erweitert. Dazu gehören der Relaunch der Internetseite, der Aufbau von Facebook- und Instagram-Auftritten (mit Social Wall) sowie die Einrichtung eines WhatsApp- Kanals. Über diese Kanäle können Bürgerinnen und Bürger im Ereignisfall schnell und zielgerichtet über Notfälle, Katastrophen oder andere Großschadenslagen informiert werden.

Professionalisierung der Krisenkommunikation
Der Rat beschloss eine personelle Verstärkung der Pressestelle, um die Bevölkerung im Krisenfall schneller und gezielter informieren zu können. Zu den Aufgaben gehört ausdrücklich die Kommunikation mit Feuerwehr, Kreis, Bezirksregierung, Bundeswehr, Hilfsorganisationen und der Bevölkerung.

  • Verbesserte Krisenmanagementstrukturen

    Die Stadt hat ihre Krisenmanagementstrukturen überarbeitet und Beschäftigte für außergewöhnliche Schadenslagen geschult, darunter auch für die Bevölkerungsinformation und Medienarbeit (BUMA). Ziel ist, dass Informationen im Ereignisfall schneller verarbeitet, Entscheidungen schneller getroffen und diese anschließend auch zielgerichtet kommuniziert werden können. Darüber hinaus wurden für unterschiedliche Krisenlagen Checklisten, Textbausteine und Vorlagen für Social-Media-Kommunikation vorbereitet. 

Neuer Bachelor-Studiengang Nachhaltige Wirtschaftsingenieurwissenschaft an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Campus Sankt Augustin der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg - Foto Juri Kuestenmacher

Neuer Bachelor-Studiengang Nachhaltige Wirtschaftsingenieurwissenschaft an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg 


Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) bietet ab dem Wintersemester 2026/27 den neuen Bachelor-Studiengang „Nachhaltige Wirtschaftsingenieurwissenschaft“ an. Der praxisorientierte Studiengang verbindet Ingenieurwesen, Wirtschaft und Nachhaltigkeit. Eine zentrale Rolle spielen die Zukunftsthemen Digitalisierung und künstliche Intelligenz.

„Der Studiengang richtet sich an Menschen, die die Zukunft unserer Gesellschaft mitgestalten und nicht nur den kurzfristigen wirtschaftlichen Erfolg in den Blick nehmen wollen“, sagt Professorin Tanja Clees, die den neuen Studiengang leitet. „Es geht um die Frage: Wo wollen wir hin? Was ist uns wichtig? Wie können wir die Gewinnorientierung von Unternehmen in Einklang mit Umwelt, Gesellschaft und sozialer Verantwortung bringen?“ Die Absolventinnen und Absolventen würden in die Lage versetzt, Veränderungen voranzutreiben, indem sie Abläufe optimieren und die besten Kompromisslösungen finden, so Clees.

In den ersten beiden Semestern befassen sich die Studierenden sowohl mit den Grundlagen von Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik und Werkstoffkunde als auch mit BWL, Controlling und Nachhaltigkeit aus technischer und wirtschaftlicher Perspektive. Darauf aufbauend geht es um Themen wie Supply Chain Management, Finanzierung, Erneuerbare Energien und Lebenszyklusanalysen. Eine große Bedeutung kommt im Lehrplan den großen Zukunftsthemen Digitalisierung und künstliche Intelligenz zu. Zudem ist Praxisnähe elementar – etwa in Laborpraktika und Projektwochen. Nach dem obligatorischen Praxis- oder Auslandssemester wird ein Semester auf Englisch gelehrt und gelernt. Den Abschluss bildet die Bachelorarbeit, die in Kooperation mit Unternehmen oder Forschungsinstituten geschrieben werden kann. Auf diese Weise können auch gleich Kontakte für den Berufseinstieg geknüpft werden.

Auf dem Arbeitsmarkt werden Fachleute, die die Qualifikationen aus der Wirtschaftsingenieurwissenschaft mit dem Nachhaltigkeitsaspekt verbinden, schon jetzt gesucht. „Wir gehen davon aus, dass der Bedarf künftig noch deutlich größer wird. Die nachhaltige Transformation betrifft alle Unternehmen“, sagt Clees. Die H-BRS setzt seit Jahren einen entsprechenden Schwerpunkt. „Unser Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation steht für das Thema Nachhaltigkeit“, betont die Studiengangsleiterin.

Der Abschluss des neuen Studiengangs „Nachhaltige Wirtschaftsingenieurwissenschaft“ qualifiziert für Tätigkeiten an der Schnittstelle von Management und technischer Entwicklung in Unternehmen, aber auch in Forschung, Beratung und Verwaltung. Typische Berufsfelder liegen im Projekt- und Prozessmanagement, der Digitalisierung oder der technischen Unternehmensführung.

Der neue Studiengang ergänzt das Angebot des Fachbereichs Ingenieurwissenschaften und Kommunikation, der mit Maschinenbau, Elektrotechnik und Nachhaltiger Ingenieurwissenschaft bislang technische Studiengänge mit Nachhaltigkeitsaspekten bietet, um einen Studiengang für techno-ökonomisch orientierte Generalisten, die informierte Entscheidungen für die nachhaltige Transformation der Gesellschaft treffen wollen. „Unsere Studierenden sollten über den Tellerrand hinausschauen und mitgestalten wollen. Es ist ihre Zukunft, um die es geht“, so Clees.

Der Studiengang ist zulassungsfrei. Die Einschreibung für das kommende Wintersemester ist ab sofort bis zum 1. Oktober 2026 möglich.