Donnerstag, 5. Februar 2026

Reisen ins Geschichtenland und Literaturgespräche

Reisen ins Geschichtenland und Literaturgespräche


Rheinbach. Im Februar wird in der Öffentlichen Bücherei St. Martin, Lindenplatz, wieder donnerstags die Vorlesestunden „Reisen ins Geschichtenland“ vorgelesen. Es ist ein Angebot für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Unsere Vorlesepaten lesen in der Kinderecke der Bücherei St. Martin von 16.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr vor. Unsere Vorlespaten haben folgende Titel ausgesucht:

05.02.2026 Britta Sabbag: “Ich will so sein wie du“ - Tiger und Löwe bewundern das prachtvolle Äußere des jeweils anderen und wären gerne mehr wie dieser. Sie tun alles Mögliche um das zu schaffen, merken aber schnell, dass sie das nicht glücklich macht

12.02.2026 Weiberfastnacht ist vorlesefrei. Die Bücherei hat geschlossen.

19.02.2026 Sabine Bohlmann: „Die Liebe wohnt auf Wolke 7“ - „Liebe kann man nicht kaufen, Liebe empfindet man …“ Eine tolle Botschaft kindgerecht umgesetzt.

26.02.2026 Anna Milbourne: “Ich bin (fast) immer nett!“ - Nett zu sein, ist superwichtig – wichtiger als ganz schnell laufen zu können oder alles zu wissen. Deswegen bin ich (fast) immer NETT. Aber was bedeutet „nett sein“ eigentlich? Und warum ist es manchmal so schwierig?

Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf viele kleine Zuhörer!

Das diesjährige Thema der Literaturgespräche ist „Vom Sehnsuchts-Ort Indien - Literatur aus und über Indien“ Trotz Globalisierung und unbegrenzter Reise- und Begegnungsmöglichkeiten bleiben uns Zusammenhänge fremder Kulturen oft verborgen und wir greifen auf Klischees und Projektionen zurück. Unser Literaturgesprächskreis lädt wieder zu einer "Horizonterweiterung" ein! Wir beschäftigen uns mit zwei modernen Texten aus und über Indien, ausgehend von europäischem Denken und Sehnsüchten eines H. Hesse bis hin zu lyrischen Schätzen eines R. Tagore. Immer schimmern in diesen Texten auch die Wurzeln alter, über Jahrtausende gewachsener Kulturen/Religionen durch.

6. Februar 2026  und 6. März 2026, jeweils  10-11:30 Uhr

Hermann Hesse, Sehnsucht nach Indien (Erzählungen), Berlin 2024 (dtv Tb 3793). Im Gegensatz zur modischen "Indiensehnsucht" vieler Europäer war Hesses Verbindung zu Indien von Kindheit an ein lebensbestimmendes Thema. Viele seiner Vorfahren waren dort Missionare und durch verschiedene Reisen hat der Autor Regionen und Religionen Indiens selbst kennengelernt. Außer dem berühmten Roman "Siddharta" sind durch diese Studien auch Erzählungen mit indischen Motiven entstanden. Letztere erschienen 2006 erstmals im og. Taschenbuch.

  

Wohnortnahe Bestattung nach religiösem Ritus ermöglichen

Wohnortnahe Bestattung nach religiösem Ritus ermöglichen


Meckenheim, 05.02.2026 – Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Meckenheim hat für die kommende Ratssitzung am 25. März 2026 einen Antrag zur Schaffung muslimischer Grabstätten auf städtischen Friedhöfen eingebracht. Ziel ist es, Bestattungen nach muslimischem Ritus künftig auch wohnortnah in Meckenheim zu ermöglichen.

„In Meckenheim leben viele Menschen muslimischen Glaubens. Für sie und ihre Familien ist es heute oft mit erheblichen emotionalen, organisatorischen und finanziellen Belastungen verbunden, wenn eine Bestattung nicht am Wohnort möglich ist“, erklärt Stefan Pohl, Fraktionsvorsitzender der SPD Meckenheim. „Das möchten wir ändern – respektvoll, rechtssicher und im Einklang mit unseren bestehenden Friedhofsregelungen.“

Konkret beantragt die SPD, auf mindestens einem städtischen Friedhof entsprechende Grabfelder einzurichten. Die Verwaltung soll geeignete Flächen prüfen, notwendige Anpassungen der Friedhofssatzung vorbereiten sowie die organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen darstellen. Grundlage des Antrags ist unter anderem das bewährte Modell der Gemeinde Alfter, die bereits seit 2022 muslimische Grabstätten in ihrer Friedhofssatzung geregelt hat.

Vorgesehen sind dabei unter anderem:

    Wahlgrabstätten als Grundlage des Nutzungsrechts,
    die Möglichkeit der Beisetzung ohne Sarg in einem Leinentuch,
    eine Ausrichtung der Grabstätten nach Mekka,
    sowie die Einhaltung aller übrigen allgemein geltenden Friedhofsregelungen.

„Diese Form der Bestattung ist mit deutschem Recht voll vereinbar und wird inzwischen in vielen Kommunen in Nordrhein-Westfalen praktiziert“, so Pohl weiter. „Es geht hier um Respekt, Integration und um ein würdiges Angebot für alle Menschen in unserer Stadt – unabhängig von ihrem Glauben.“

Die SPD-Fraktion betont, dass der Antrag einen wichtigen Beitrag zu einer modernen, vielfältigen und solidarischen Stadtgesellschaft leistet. Weitere Anträge und Konkretisierungen im Zuge der Beratungen behält sich die Fraktion ausdrücklich vor.

Meckenheim hilft e. V. würdigt Unterstützung der SPD Königswinter beim Neujahrsempfang


Meckenheim hilft e. V. würdigt Unterstützung der SPD Königswinter beim Neujahrsempfang


Meckenheim / Königswinter, 31. Januar 2026. Am Samstag, den 31. Januar 2026, folgte der Vorsitzende von Meckenheim hilft e. V., Stefan Pohl, einer Einladung der SPD Königswinter zum diesjährigen Neujahrsempfang.

Im Rahmen der Veranstaltung berichtete Stefan Pohl über die Entstehungsgeschichte des Vereins sowie über die kontinuierliche humanitäre Arbeit von Meckenheim hilft e. V. mit Schwerpunkt auf der Unterstützung der Ukraine. Dabei ging es insbesondere um die ehrenamtliche Organisation von Hilfstransporten, die Herausforderungen vor Ort sowie um die Bedeutung kommunaler und politischer Unterstützung für eine wirksame Hilfe.

Ein besonderer Programmpunkt des Neujahrsempfangs war die Übergabe von Dankesurkunden durch Meckenheim hilft e. V.
Der Verein zeichnete dabei die SPD Königswinter für ihre verlässliche Unterstützung der Ukraine-Hilfe aus. Darüber hinaus wurde auch der ehemalige Bürgermeister der Stadt Königswinter, Lutz Wagner, für sein Engagement und seine Unterstützung gewürdigt.

Da Herr Wagner persönlich nicht anwesend sein konnte, wurde die Urkunde stellvertretend an seinen Sohn überreicht.

Hintergrund der Auszeichnung ist die konkrete Hilfe aus Königswinter: Die Stadt Königswinter hat dem Verein bereits zwei Feuerwehrfahrzeuge für den Einsatz in der Ukraine zur Verfügung gestellt. Das zuletzt übergebene Fahrzeug wurde vor weniger als einem halben Jahr erfolgreich in die ostukrainische Region Sumy überführt, wo es heute im Zivil- und Bevölkerungsschutz eingesetzt wird.

Der Vorsitzende der SPD Königswinter, Nils Suchetzki, begleitete im September 2024 persönlich einen Hilfstransport von Meckenheim hilft e. V., bei dem das erste Feuerwehrfahrzeug aus Königswinter in die Ukraine gebracht wurde. Dadurch konnte er sich vor Ort ein eigenes Bild von den Bedingungen, Risiken und logistischen Herausforderungen solcher Einsätze machen.

Darüber hinaus nutzte Stefan Pohl den Neujahrsempfang für Gespräche mit dem Bürgermeister der Stadt Hennef, Mario Dahm. In dem Austausch ging es um die aktuelle Lage in der Ukraine sowie um mögliche zukünftige Unterstützungsleistungen durch die Stadt Hennef und ihre Feuerwehr. Bürgermeister Dahm sagte zu, entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen.

„Die heutige Veranstaltung hat erneut gezeigt, wie wichtig die Zusammenarbeit von Ehrenamt, Kommunen und Politik ist. Ohne diese Unterstützung wären viele unserer Hilfstransporte nicht möglich“, so Stefan Pohl, Vorsitzender von Meckenheim hilft e. V.

Meckenheim hilft e. V. bedankt sich ausdrücklich bei der SPD Königswinter für die Einladung und die Möglichkeit, die eigenen Hilfsprojekte im Rahmen des Neujahrsempfangs vorzustellen.

Über Meckenheim hilft e. V.
Meckenheim hilft e. V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seit mehreren Jahren humanitäre Hilfe organisiert, insbesondere für die vom Krieg betroffenen Regionen der Ukraine. Der Schwerpunkt liegt auf der Überführung von Fahrzeugen, technischer Ausrüstung und Hilfsgütern für den Zivil- und Bevölkerungsschutz. 

Grundsteuer in Bonn: Mieterbund warnt vor weiterer Wohnkostensteigerung

Grundsteuer in Bonn: Mieterbund warnt vor weiterer Wohnkostensteigerung

Rat muss Hebesatz-Erhöhung stoppen


Bonn - Am Donnerstag entscheidet der Rat der Stadt Bonn über die Rückkehr zu einheitlichen Grundsteuerhebesätzen. Die Verwaltung schlägt einen einheitlichen Hebesatz von 732 Punkten vor und begründet dies unter anderem mit einer erstinstanzlichen Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen zu gesplitteten Hebesätzen in Ruhrgebietskommunen. Dies wären satte 11 Prozent mehr als der aktuelle Hebesatz von 657 Punkten für Wohngrundstücke in Bonn.

Der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. lehnt den Vorschlag mit aller Entschiedenheit ab. Ein Hebesatz von 732 Punkten würde das Wohnen in Bonn weiter verteuern – und damit ausgerechnet in einer Stadt mit ohnehin massivem Mietdruck die Wohnkosten zusätzlich nach oben treiben.

„Die Grundsteuer wird in der Praxis über die Betriebskosten auf viele Mieterinnen und Mieter umgelegt. Wer in dieser Lage den Hebesatz pauschal auf 732 Punkte anhebt, setzt den falschen Schwerpunkt: Das ist ein Wohnkostenprogramm – nur leider in die falsche Richtung“, erklärt die DMB-Vorsitzende Magdalena Möhlenkamp.

Urteil aus Gelsenkirchen ist kein Freibrief für Erhöhungen

Nach Auffassung des Mieterbunds taugt das Urteil aus Gelsenkirchen nicht als Argument, um in Bonn „alternativlos“ auf einen hohen einheitlichen Hebesatz umzuschwenken. Das Gericht hat gesplittete Hebesätze nicht grundsätzlich verworfen, sondern verlangt eine sachliche Rechtfertigung – etwa wohnungspolitische Lenkungsziele – und lehnt ausdrücklich eine Konstruktion ab, bei der Nichtwohngrundstücke vor allem zur fiskalischen Kompensation herangezogen werden. Zudem ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.

„Wer das Urteil verkürzt als ‚gesplittete Hebesätze sind rechtswidrig‘ darstellt, macht es sich zu leicht. Entscheidend sind Ziel, Begründung und Ausgestaltung – und vor allem: Bonn darf daraus keinen Vorwand machen, die Grundsteuer insgesamt weiter nach oben zu schrauben“, so Möhlenkamp.

Mieterbund: Rat muss Wohnkosten zumindest stabil halten

Der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. fordert den Rat auf, den Verwaltungsvorschlag abzulehnen und stattdessen wohnkostenentlastend zu entscheiden - zum Beispiel durch die Beibehaltung der gesplitteten Hebesätze. „Aufkommensneutralität darf nicht heißen: neutral für den städtischen Haushalt, aber teurer fürs Wohnen. Bonn braucht eine Grundsteuerpolitik, die den Wohnkosten-Druck nicht weiter anheizt“, sagt Möhlenkamp. 

Kochen für Anfänger und Vegetarier

Kochen für Anfänger und Vegetarier


Rheinbach – Kochen ist kein Hexenwerk und kann unter professioneller Anleitung bei der VHS Voreifel erlernt werden. Am Montag, 09.02.26, 17.30 Uhr findet ein Kurs „Kochen für Anfänger“ in der Lehrküche der Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Wachtberg-Berkum, Stumpebergweg 5 statt. Unter professioneller Anleitung wird geschält, geschnibbelt, gekocht und gemeinsam probiert. 

Am Donnerstag, 19.02.26, 17.30 Uhr geht’s in der Berkumer Lehrküche rund ums vegetarische Kochen. Ohne Fleisch und Fisch kann man leckere sowie gesunde Speisen zubereiten – wie das geht, vermittelt die Dozentin Kaya Heyerhoff. Sie zeigt Tipps und Tricks rund um eine exquisite Küche für alle, die sich weitestgehend ohne tierische Produkte ernähren wollen.

Weitere Infos und Fragen zu Gebühren u. ä. unter 02226 8922620 oder info@vhs-voreifel.de
 

Fit und entspannt in den Frühling

Fit und entspannt in den Frühling


Rheinbach – Die VHS Voreifel startet im Februar mit mehreren Angeboten rund um die seelische und körperliche Gesundheit: Am Mittwoch, 18.2.26, 15.30 Uhr – 16.30 Uhr beginnt der Kurs „Ganzheitliches Gedächtnistraining für Ältere“. Achtmal werden in der Rheinbacher VHS-Geschäftsstelle, Koblenzer Straße 6 die grauen Zellen spielerisch und mit Spaß trainiert. 

Am selben Tag gibt es von 18.30 – 21.00 Uhr – ebenfalls in der Geschäftsstelle – einen Workshop mit leicht erlernbaren Hilfen für Körper und Seele, um aus Stress und Anspannung herauszukommen.

Am Mittwoch, 25.02.26, 18.00 Uhr startet wiederum in der Rheinbacher VHS-Geschäftsstelle der Kurs „Immer noch sauer – Basenfasten“. Es geht beim Basen“fasten“ nicht um eine Hungerkur, sondern um eine spezielle Ernährungs- und Lebensweise über vier Wochen mit dem Ziel, den Säure-Basen-Haushalt im Körper auszugleichen, dem Körper auf ganz verschiedenen Ebenen in die Selbstregulierung zu verhelfen.

In der Meckenheimer Gemeinschaftsgrundschule, Zypressenweg 2 findet schließlich am selben Tag, 18.30 – 20.00 Uhr der Workshop „Klopfakupressur“ statt. Es werden Techniken zum Stressabbau vermittelt.

Weitere Infos und Fragen zu Gebühren u. ä. unter 02226 8922620 oder info@vhs-voreifel.de
 

Dienstag, 3. Februar 2026

Partnerschaft des Friedens lädt ein zur Friedensdemo am 24.2.2026

Partnerschaft des Friedens lädt ein zur Friedensdemo am 24.2.2026

Es ist immer noch Krieg in Europa. Der russische Diktator Wladimir Putin überfällt vor vier Jahren ein friedliches Volk. Jeden Tag und jede Nacht greifen die russische Luftwaffe und die Artillerie mit Drohnen, Bomben und Raketen die Menschen in der Ukraine an. Es sterben immer noch täglich unschuldige Menschen.

Daher lädt die Partnerschaft des Friedens am Jahrestag des Einmarsches russischer Truppen und Söldner in die Ukraine am 24. Februar 2026 um 18.00 Uhr zu einer Friedensdemonstration auf den Kirchplatz in Rheinbach ein. "Wir müssen Putin zeigen, dass wir seinen Krieg ablehnen und wir müssen dem tapferen ukrainischen Volk zeigen, dass wir solidarisch zur Ukraine stehen", so Stefan Raetz, der Vorsitzende der Partnerschaft des Friedens. Mit vielen Jugendlichen und der Rheinbacher Bevölkerung soll ein deutliches Zeichen des Friedens gesetzt werden.  

NCR Blau-Gold feiert 60 Jahre Karneval in Rheinbach

NCR-Musikzug

NCR Blau-Gold feiert 60 Jahre Karneval in Rheinbach


Mit einem festlichen Jubiläumsabend hat der NCR Blau-Gold Rheinbach sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Ein abwechslungsreiches Programm prägte die Veranstaltung: Der vereinseigene Musikzug, die kleine Glitzer- sowie die Große Tanzgarde begeisterten ebenso das Publikum wie Solomariechen Louisa Rittmeier von Feuerio Mannheim, die Prinzengarde Meckenheim und Sürsch United. Zur anschließenden Party hießen die Altreuscher die Gäste willkommen.

Auch Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel stattete dem Geburtstagskind einen Besuch ab und unterstrich damit die Bedeutung des Vereins für die Stadt Rheinbach.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung wurden Heike Watty und Luise Arenz für ihre langjährige Vorstandsarbeit ausgezeichnet. Beide erhielten aus den Händen der Regionalpräsidentin der FEN Europa 1970 e. V., Roswitha Born, den Orden „Narr von Europa“ in Silber.

Im Mittelpunkt des Abends standen zudem die Laudationes von Ehrensenator Stefan Raetz, Bürgermeister a. D., sowie dem Vorsitzenden Jörg Nawrath. Beide hoben die Bedeutung des NCR Blau-Gold für das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt hervor.

Stefan Raetz würdigte in seiner Rede den Rheinbacher Karneval als weit mehr als bloße Unterhaltung. Narretei stehe für Lebensfreude, Gemeinschaft und gelebtes Brauchtum. Der Karneval schaffe Freundschaften, halte der Gesellschaft den „Narrenspiegel“ vor und ermögliche es, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen. Der NCR habe sich seit seiner Gründung im Jahr 1966 – damals noch belächelt – zu einer festen Größe im Stadtleben entwickelt. Besonders hob Raetz die Vielfalt des Vereins hervor, der Menschen unterschiedlichster Hintergründe zusammenbringe. Gerade diese Heterogenität mache den besonderen Zusammenhalt von Blau-Gold aus.

Zugleich sprach Raetz die veränderten Rahmenbedingungen für Karnevalsvereine an. Der klassische Saalkarneval habe an Resonanz verloren, doch gut organisierte, authentische Veranstaltungen mit Niveau würden weiterhin gut angenommen. Chancen sehe er vor allem im persönlichen Miteinander: „Lieber analog miteinander als digital nebeneinander.“ Als positives Beispiel nannte er die erfolgreiche Doppelveranstaltung aus Showtanzfestival und Freundschaftstreffen sowie die engagierte Nachwuchsarbeit des Vereins.

Auch der Vorsitzende Jörg Nawrath blickte in seiner Laudatio auf sechs Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurück. Ausgehend von den Zielen der Gründungszeit betonte er, dass der Anspruch des NCR bis heute unverändert sei: ein offener Karneval für alle Bürgerinnen und Bürger, getragen vom ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder. Aus ursprünglich 29 Gründungsmitgliedern sei der Verein auf heute über 200 Mitglieder angewachsen. In dieser Zeit habe der NCR zahlreiche Veranstaltungen auf die Beine gestellt und das Karnevalsgeschehen in Rheinbach maßgeblich mitgeprägt.

Mit Blick auf die Zukunft betonten beide Redner die Bedeutung von Zusammenarbeit, Generationenarbeit und Ehrenamt. Der Tenor des Abends: Der NCR Blau-Gold Rheinbach kann auf eine lange Geschichte zurückblicken – und hat auch für die kommenden Jahre eine klare Perspektive.

Vorsitzender Jörg Nawrath

Ehrensenator und Bürgermeister a.D. Stefan Raetz

Ehrung von NCR-Mitgliedern: Luise Arenz (erste von links) und Heike Watty (dritte von links) durch Regionalpräsidentin der FEN Europa Roswitha Born (zweite von links)

die kleine Glitzer- sowie die Große Tanzgarde bei ihrem Gemeinschaftstanz

Nahversorger für Merzbach bleibt in Priorität 2

Der mögliche Standort wohnortnah am Ortsausgang in Richtung Rheinbach

Nahversorger für Merzbach bleibt in Priorität 2

Moderner Netto-Markt mit Bäckerei und Café verbessert Lebensqualität in Höhenorten


Mit Erleichterung nimmt die UWG Rheinbach zur Kenntnis, dass der für Merzbach angedachte Nahversorger, ein Netto-Markt mit Bäckerei und Café weiterhin auf der Prioritätenliste für die Bauleitplanung in Priorität 2 verbleibt. Das Projekt wird also weiterhin als ein Vorhaben mit perspektivischem Handlungsbedarf geführt

Grüne, FDP und SPD hatten in der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen in einer Kampfabstimmung dafür votiert, den für Merzbach angedachten Nahversorger von der Prioritätenliste herunterzustufen auf 3, um? damit das Vorhaben später von der Liste gestrichen wird. UWG und CDU stimmten erfolgreich für den Verbleib des Projektes in Priorität 2

Das über viele Jahre von Fachleuten erarbeitete und 2025 im Stadtrat von allen Fraktionen einstimmig beschlossene Rheinbacher Einzelhandels- und Zentrenkonzept weist für die Ortschaften Wormersdorf, Merzbach, Oberdrees und Flerzheim einen eindeutigen Bedarf für einen Nahversorger zur Sicherstellung einer wohnortnahen Grundversorgung aus.

Der langjährige Merzbacher UWG-Ratsherr Jörg Meyer hatte bereits 2023 mit Erfolg die Aufnahme des Nahversorgers in die Prioritätenliste auf Prio 2 beantragt und begrüßt ausdrücklich die nun aktuellen Planungen des Investors für einen Standort direkt am nördlichen Ortsrand von Merzbach.  „Für gut 2/3 aller Merzbacher wäre der Markt in weniger als 500m Entfernung sehr gut zu Fuß, mit dem Fahrrad, Rollator oder einem der neuen kleinen Elektromobile zur Deckung des täglichen Bedarfs erreichbar. Auch für die Bewohner von Schlebach, Irlenbusch, Neukirchen, Kurtenberg, Berscheid und Loch/Queckenberg, wäre der Markt eine interessante Alternative zu den deutlich weiter entfernt gelegenen Märkten in Rheinbach, auch ohne Auto, mit dem Fahrrad, einem Elektromobil oder dem Dorfhüpfer, dann natürlich mit einer Bushaltestelle vor Ort.  Mit dem Café wäre ein schöner sozialer Treffpunkt für das Dorf möglich“, so Meyer weiter.  „Besonders auch die immer größer werdende Zahl unserer in den Höhenorten lebenden, teils weniger mobilen Senioren würde hiervon profitieren. Ich stehe mit dem Investor regelmäßig in Kontakt und freue mich sehr, wenn die Firma Schoofs Immobilien GmbH aus Kevelaer noch in diesem Jahr den Bürgerinnen und Bürgern vom Merzbach/Neukirchen ihre Planungen vorstellt“, so Jörg Meyer abschließend.

 

Sicherheitsbedingte Fällung der Linde am Weiher in Ramershoven

Sicherheitsbedingte Fällung der Linde am Weiher in Ramershoven


Die große Linde am Weiher gehört zum Ortsbild von Ramershoven. Viele Menschen verbinden persönliche Erinnerungen mit ihr.

Leider wurde bei einer fachlichen Untersuchung ein starker Befall mit dem Brandkrustenpilz festgestellt. Dieser Pilz zerstört das Holz im Inneren des Baumes. Vor allem am Stammfuß und an den Wurzeln ist die Substanz so stark geschädigt, dass die Standfestigkeit nicht zuverlässig ist. Der Baum gilt damit nicht mehr als sicher und könnte im schlimmsten Fall brechen oder umstürzen und Menschen gefährden. Eine Fällung lässt sich daher leider nicht vermeiden.

Gleichzeitig wird bereits geprüft, wie ein zeitnaher und würdiger Ersatz aussehen kann. Ein neuer Baum soll das Ortsbild auch für kommende Generationen prägen.