Dienstag, 30. Juni 2026

Abenteuer am Lindenplatz

Abenteuer am Lindenplatz

Öffentliche Bücherei St. Martin startet Testphase für interaktive „Tonieplay“-Spiele und neue Leih-Boxen!


Rheinbach. Große Augen, klopfende Herzen und Hör- und Rätselspaß ganz ohne Bildschirm: Die Öffentliche Bücherei St. Martin verwandelt die heimischen Kinderzimmer ab sofort in interaktive Spielplätze. Während die klassischen Tonie-Hörfiguren schon lange zu den absoluten Favoriten in der Kinderecke gehören, bricht nun ein neues digitales Zeitalter an. Pünktlich zum Start einerTestphase hat die Bücherei 8 brandneue „Tonieplay“-Spiele angeschafft. Mit diesen werden Kinder selbst zu den Helden ihrer Lieblingsgeschichten. Das Besondere: Wer kein passendes Gerät zu Hause hat, leiht sich die Technik einfach gleich mit aus!

Mitmachen statt nur Zuhören

Bei den neuen „Tonieplay“ sitzen Kinder nicht mehr nur still daneben. Sie bestimmen selbst, wie das Abenteuer weitergeht! Durch eine clevere Kombination aus Audio-Discs, Spielkarten und einem physischen, magnetischen Controller lösen die Kids knifflige Rätsel, knacken Quizfragen und meistern spannende Aufgaben. Das macht nicht nur riesigen Spaß, sondern fördert spielerisch das logische Denken. Und das Beste für die Eltern: Das Ganze funktioniert komplett bildschirmfrei.

Das Rundum-sorglos-Paket auf Nachfrage an der Ausleihtheke.

Während die 8 neuen Spiele wie gewohnt zum Stöbern im Erdgeschoss bereitstehen, wird die wertvolle Technik sicher verwahrt. Die Boxen und Controller stehen nicht offen im Bestand, sondern werden ausschließlich auf direkte Anfrage an der Ausleihtheke ausgegeben.

„Unsere klassischen Tonies sind seit Jahren ein absoluter Dauerbrenner“, freut sich das Team der Bücherei. „Mit den 8 neuen Tonieplay-Spielen in unserer Testphase und den Leih-Boxen möchten wir den Rheinbacher Familien die Möglichkeit geben, diese neue Technik ganz unkompliziert und ohne hohe Anschaffungskosten auszuprobieren. Sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch einfach an!“

Der gesamte neue Bestand sowie die Ausleih-Spielregeln können ab sofort auch über www.buecherei-rheinbach.de eingesehen werden. Kommt vorbei – das Team der Bücherei freut sich auf euren Besuch! 

Neuer Geschäftsführer der Otto Benecke Stiftung e.V.

(c) Werner Siess

Neuer Geschäftsführer der Otto Benecke Stiftung e.V.

Ab 1. Juli 2026 übernimmt Prof. Dr. Frank Überall


Die Otto Benecke Stiftung e.V. in Bonn hat den Kölner Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Frank Überall mit Wirkung ab 1. Juli 2026 zum Geschäftsführer bestellt. Überall wird das Amt zunächst bis zum Jahresende wahrnehmen.

„Wir sind glücklich, mit Herrn Überall einen versierten Fachmann gewonnen zu haben, der neben seiner Tätigkeit in Führungspositionen im Journalismus und an einer Hochschule auch in verschiedenen Organisationen des sozialen und gesellschaftlichen Bereichs verantwortlich war“, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Vereins Dr. Lothar Theodor Lemper.

„Ich freue mich auf eine spannende Aufgabe bei dieser traditionsreichen Stiftung und möchte sie gemeinsam mit dem ehren- und hauptamtlichen Team in eine erfolgreiche Zukunft führen“, sagte Überall.

Die Otto Benecke Stiftung e.V. ist ein gemeinnütziger und weltanschaulich neutraler Verein mit Sitz in Bonn. Seit mehr als 60 Jahren setzt sich die Organisation mit großem Engagement für mehr Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte in der deutschen Gesellschaft ein. Im Auftrag öffentlicher Zuwendungsgeber qualifiziert sie für das Studium und den Arbeitsmarkt und vernetzt Auszubildende mit Ausbildungsstellen.

 Ein honorarfrei nutzbares Foto ist beigefügt - Fotograf Werner Siess. 

Rettungsdienst: Bericht des Landrats bestätigt Kritik der SPD

Rettungsdienst: Bericht des Landrats bestätigt Kritik der SPD


Die SPD-Kreistagsfraktion sieht sich in ihrer Haltung zur Finanzierung des Rettungsdienstes klar bestätigt. Wie der Landrat in der Sitzung des Kreisausschusses am 29. Juni berichtet hat, soll nun das Modell angewendet werden, das die SPD von Anfang an vorgeschlagen hatte, um eine Belastung der Bürgerinnen und Bürger zu vermeiden. Noch im vergangenen Dezember hatten Landrat und schwarz-grüne Kreistagsmehrheit den Weg eröffnet, die Kosten für sogenannte Fehlfahrten auf die Bevölkerung abzuwälzen.

„Die nun vorgeschlagene Lösung war von Anfang an die naheliegende und verantwortbare Option. Sie wird in Kommunen des Kreises bereits erfolgreich angewendet. Statt diesen praxiserprobten Ansatz frühzeitig aufzugreifen, haben Landrat und Kreistagsmehrheit unnötig Zeit verstreichen lassen und die Menschen mit möglichen Rettungsdienstgebühren verunsichert. Entscheidend ist jetzt, dass die Bürgerinnen und Bürger voraussichtlich nicht für notwendige Rettungsdiensteinsätze zahlen müssen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende Sara Zorlu.

Für die SPD ist klar: Die jetzige Kehrtwende war überfällig. Bereits im Januar hatte die Fraktion darauf hingewiesen, dass eine bloße Aussetzung der Gebühren keine tragfähige Lösung ist. Nun zeigt sich, dass genau der Weg eingeschlagen wird, den die SPD von Beginn an gefordert hatte.

„Das politische Hin und Her hat inzwischen einen hohen Preis. Monat für Monat ist ein Gebührenrückstau von 850.000 Euro aufgelaufen, der nun mit erheblichem Aufwand bearbeitet werden muss. Auch dieser zusätzliche Verwaltungsaufwand hätte vermieden werden können, wenn man früher eine praktikable Lösung gewählt hätte“, sagt der finanzpolitische Sprecher und Geschäftsführer der SPD-Kreistagsfraktion Michael Richter.

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ömer Kirli betont, dass damit nur das unmittelbare Problem entschärft ist: „Die Entscheidung ist richtig, aber sie löst das eigentliche Problem nicht. Solange die Krankenkassen die tatsächlichen Kosten nicht vollständig übernehmen, bleibt die Finanzierung des Rettungsdienstes strukturell ungesichert. Deshalb braucht es jetzt endlich eine verlässliche gesetzliche Regelung und gemeinsamen Druck auf Landes- und Bundesebene.“

Für die SPD-Kreistagsfraktion steht fest: Der ursprüngliche Kurs von Landrat und schwarz-grüner Mehrheit war falsch. Die Entwicklung der vergangenen Monate bestätigt die Kritik der SPD Punkt für Punkt. Dass nun auf das von der SPD favorisierte Modell umgeschwenkt wird, verhindert voraussichtlich eine finanzielle Belastung der Bürgerinnen und Bürger. Zugleich zeigt sich, dass die Verunsicherung der Bevölkerung und der entstandene Verwaltungsaufwand vermeidbar gewesen wären. 

Sonntag, 28. Juni 2026

Die Vorlesefamilie wächst – laut und deutlich

Moderatorin Lenya Kreuzer lässt sich von Emma die Lesestelle erklären - Fotos: Ursula
Peters

Die Vorlesefamilie wächst – laut und deutlich


Beim 11. Vorlesewettbewerb für Rheinbacher Grundschulkinder boten 14 Kinder in der Aula der GGS Sürster Weg beeindruckende Vorlesekunst und beste Werbung für Kinderliteratur. Die neue Titelträgerin heißt Nora Dinse (KGS St. Martin). Auf Platz zwei und drei landeten Magdalena Altmann (KGS an der Tomburg) und Matha Woesler (KGS St. Martin).

„Laut oder deutlich“, wie der Grundschulvorlesewettbewerb von Ausrichter Rheinbach liest e.V. genannt wird, entwickelt sich immer mehr zum Familientreffen. Die Siegerin aus dem Schuljahr 20/21, Gesangstalent Leni Beer (14), eröffnete mit Sarah Connors „Wie schön du bist“. Lenya Kreuzer, die an der Seite von Gerd Engel die Veranstaltung moderierte, hatte im Schuljahr 17/18 auf dem Siegerpodest gestanden, und auch in der Jury und im Coaching-Team tummelten sich viele ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer. 

Diesen Zusammenhalt – auch zwischen den Kooperationspartnern aus Bücherei, Buchhandlungen, Stadt, Schulen und Verein - hatte Schirmherr, Rheinbachs Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel „als besonderen Geist dieser Veranstaltung“ hervorgehoben. Es stünden zudem „nicht nur Leistung und Bewertung im Mittelpunkt, sondern vor allem Leidenschaft für Bücher, die persönliche Entwicklung der Kinder und das gemeinsame Erleben.“

Es war ein großartiger Reigen aus liebevoll ausgesuchten Buchstellen, die in der schönen und von Michael Sprick festlich erleuchteten und beschallten Grundschulaula vor gut 100 Gästen vorgelesen wurden. Berührend die von Johanna Bansemer gelesene Wiedersehensszene im Land Nangijala aus Lindgrens „Die Brüder Löwenherz“, brüllend komisch das Vater-Tochter-Gespräch in der Götterwelt von Frank Schwiegers „Ich, Odysseus und die Bande aus Troja“, gelesen von Sophia Schember. Eindringlich und von ungewohntem Ernst war Anton Fronhoffs Vortrag aus „Der Tunnelbauer“ von Frank Schwieger, ein Roman, der die sogenannte „Republikflucht“ aus der ehemaligen DDR zum Thema hatte.

Mathea Woesler ließ den bösen Zauberer Irrwitzer in Michael Endes „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ beim Besuch von Beelzebubs Abgesandten Herrn Made ins Schwitzen kommen – sie genoss ihre Zeit am Lesepult sichtlich und wurde mit Platz 3 belohnt. Magdalena Altmann tat es ihr in gewisser Weise gleich: In Cornelia Funkes „Herr der Diebe“ hatte sie die Stelle ausgesucht, in der ein Detektiv bei seinem Beschattungsauftrag von der Kinderbande ausgetrickst und am Ende einer schmerzhaften „Handtaschenbehandlung“ zorniger dicker Venezianerinnen unterzogen wird. Damit sowie mit sehr gekonnter Pausensetzung und gutem Publikumskontakt las die Schülerin der KGS an der Tomburg sich auf Platz 2. 

Nora Dinse war es gelungen eine gleichermaßen lustige als auch emotionale Stelle in Gesa Schwarz’ „Ella Löwenstein – Eine Welt voller Wunder“ zu finden. Sie wechselte gekonnt zwischen den Stimmungen und Figuren, Ella und einem Heidekobold namens Kasimir, Dazu verband sich Nora souverän mit ihren Zuhörern. Nun steht die junge Vorlesekünstlerin in der „Liste der besonders Glücklichen“, wie es im Programmblatt heißt, direkt hinter Vorjahresgewinnerin Marie Özer. Bemerkenswert: Diese Liste beginnt im Schuljahr 2015/16 mit der späteren Deutschlandsiegerin im Vorlesen Victoria Schaay. .

Die Jury aus fünf Erwachsenen und vier Jugendlichen war offensichtlich ganz schön ins Schwitzen gekommen, was nur zum Teil an der hohen Raumtemperatur lag, vor allem aber an den herausragenden Leseleistungen der teilnehmenden Kinder, denen die Hitze nichts auszumachen schien. Im Gegenteil – sie wuchsen über sich hinaus. Für die Vorlesenden und das große Coaching-Team gehen nun intensive und gesellige Wochen der gemeinsamen Vorbereitung in der Öffentlichen Bücherei St. Martin und dem Kulturzentrum Himmeroder Hof erst einmal zu Ende. Aber das Gute an Rheinbach ist ja, dass es noch mehr Formate gibt, bei denen Kinder vor Publikum vorlesen und vortragen können: die Lesewiese, die Geschichtenwanderung im Merzbacher Wald und das Projekt „VersGetümmel“, um nur einige zu nennen. Und im nächsten Jahr, so versprachen viele, werde das Coaching-Team garantiert ein paar junge Mitglieder mehr haben. Die Vorlese-Familie dürfte also weiter wachsen.

Aaron liest souverän aus Stefan Gemmels Zauberkugel-Saga

Anton aus Wormersdorf sorgte für einen Gänsehautmoment

Die ehemalige Teilnehmerin Leni Beer zeigte im Rahmenprogramm ihr Gesangstalent

Elisa liest hier zur Freude des Publikums von einem Aprilscherz in Astrid Lindgrens Bullerbü

Marisa aus Flerzheim überzeugte mit Magic Lilly

Mathea Nora und Magdalena strahlen um die Wette

Nora liest sich beim diesjährigen Rheinbacher Vorlesewettbewerb für Grundschulkinder auf den ersten Platz

 

Heiße Rhythmen und coole Drinks

Das Orga Team (von l. n. r: Simone Giessler, Silke Heresy, Theresa Fischer, Mina Wiese, Petra Conrad)

Heiße Rhythmen und coole Drinks


Rheinbach - zu heiß zum Tennisspielen?
Dann im Tennisclub TC Rheinbach eine coole Cocktailparty am Abend genießen!
Da kam die Initiative der Damenmannschaft 40 gerade recht.
Das Orga-Team  Petra Conrad, Theresa Fischer, Mina Wiese und Silke Hersey gestalteten das Programm und leisteten umfangreiche Vorarbeiten, damit der Abend erfolgreich verlaufen konnte.

Der Einladung zum Cocktailabend am Freitag, den 26.06., folgten zahlreiche Mitglieder sehr gerne und genossen auf der Terrasse den heißen Sommerabend mit spätem Sonnenuntergang bei kühlen Drinks und heißer Musik. 
Das wirklich hervorragende Buffet wurde komplett von Mitgliedern gespendet, 
ein herzliches Dankeschön an alle Spender.

Während die freiwilligen Helfer aus mehreren Mannschaften kühle Getränke an der Bar mixten, sorgte Geschäftsstellenleiter Thomas Milla als DJ für die musikalische Unterhaltung.
Währenddessen wechselten sich die Helfer beim Spüldienst ab.
Und so dauerte der fröhlich entspannte Abend bis spät in die Nacht. 

Erneut ein überzeugendes Beispiel für das gute soziale Miteinander der Mitglieder des 
TC Rheinbach.

Die Aufräumarbeiten am nächsten Tag ließen des Orga-Team bei brütender Hitze noch einmal zahlreiche Schweißtropfen vergießen.

Ein herzliches Dankeschön für diese gelungene Initiative.

Zeam Cocktailbar

Gäste beim Cocktailabend 2026

DJ Thomas

Oberdrees trödelt wieder – Dorfflohmarkt lädt zum Stöbern und Verweilen ein


Oberdrees trödelt wieder – Dorfflohmarkt lädt zum Stöbern und Verweilen ein


Am Sonntag, den 5. Juli 2026, verwandelt sich Oberdrees wieder in ein Paradies für Trödelfans. Unter dem Motto „Oberdrees trödelt wieder!“ öffnen zahlreiche private Stände ihre Türen und laden Besucherinnen und Besucher zum Bummeln, Entdecken und Plaudern ein.

Von 10:00 bis 16:00 Uhr können große und kleine Gäste nach besonderen Schätzen stöbern, mit den Ausstellern ins Gespräch kommen und die besondere Atmosphäre des Dorfflohmarktes genießen. Ob Bücher, Kleidung, Haushaltswaren, Spielzeug oder nostalgische Fundstücke – für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Kaffee, Kuchen und Softdrinks werden auf dem Platz vor der Kita angeboten. Der Verkauf findet dort von 12:00 bis 16:00 Uhr statt.

Der Dorfflohmarkt ist längst zu einem beliebten Treffpunkt geworden und bietet die Gelegenheit, Nachbarn kennenzulernen, Freunde zu treffen und gemeinsam einen entspannten Sommertag zu verbringen.

Termin auf einen Blick:

Veranstaltung: Oberdrees trödelt wieder
Datum: Sonntag, 5. Juli 2026
Uhrzeit: Trödelmarkt von 10:00 bis 16:00 Uhr
Bewirtung: Kaffee, Kuchen und Softdrinks von 12:00 bis 16:00 Uhr auf dem Platz vor der Kita

Alle Interessierten aus der Region sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen und einen abwechslungsreichen Tag in Oberdrees zu erleben.

Stellungnahme des Bündnis Wohnen Bonn zum Handlungskonzept Wohnen

Stellungnahme des Bündnis Wohnen Bonn zum Handlungskonzept Wohnen


Bonn - Viel Licht, aber auch Schatten erkennt das Bündnis Wohnen Bonn - der Zusammenschluss von DGB, Deutscher Mieterbund, AWO, Caritas, Diakonie und Paritätischer in der Bundesstadt - beim jüngst durch die Stadtverwaltung vorgelegten Entwurf eines „Handlungskonzepts Wohnen“ für Bonn. Zwar sei es zu begrüßen, dass die Verwaltung gemeinsam mit Akteuren der Wohnungswirtschaft endlich ein Strategiepapier vorgelegt habe, dass die wesentlichen Probleme des erschöpften Bonner Wohnungsmarkts adressiert und Instrumente beschreibt, mit denen diese Probleme angepackt werden bzw. werden sollen. Allerdings bleibt das Konzept an vielen Stellen unpräzise, und verlässliche Zielkennzahlen fehlen.

Daher legen die Bündnispartner nun eine gemeinsame Stellungnahme vor (s. Anlage), mit der das Bündnis nochmals bekräftigt, dass Wohnen ein Grundbedürfnis und Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge ist. Die Bewältigung der Wohnungsfrage in Bonn erfordert eine aktive kommunale Wohnungspolitik, die Neubau, Bestandsschutz und soziale Verantwortung gleichermaßen in den Mittelpunkt stellt.

Im Einzelnen kommentieren die Bündnispartner:

Katja Dörner, Vorsitzende Deutscher Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V.: „Der massive Wegfall von Mietpreisbindungen in den kommenden Jahren gehört zu den dramatischsten Herausforderungen mit Blick auf  bezahlbares Wohnen in der Stadt. Es ist daher gut, dass das Handlungskonzept dieses Thema besonders fokussiert. Wir erwarten nun, dass hieraus auch konkrete, messbare Ergebnisse folgen.“  

Rainer Bohnet
, stellv. Vorsitzender DGB Bonn: "Wohnen ist ein Menschenrecht und wir müssen erheblich schneller werden. Ich hoffe sehr, dass der Bau-Turbo in Bonn und der Region zündet."

Barbara König, Geschäftsführerin AWO Bonn/Rhein-Sieg: „Wohnen ist ein Grundrecht und gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge, deshalb muss Bonn eine aktive Wohnungspolitik mit mehr gefördertem Wohnraum, starkem Mieterschutz und wirksamer Prävention von Wohnungslosigkeit verfolgen.“

Jean-Pierre Schneider, Direktor Caritasverband für die Stadt Bonn: „Wir begrüßen ein umfassendes und verbindliches Handlungskonzept sehr. – Nun kommt es aber darauf an, wirklich die nötige Energie und die erforderlichen Ressourcen aufzubringen, damit es schnell gegen die tägliche dramatische Not am Bonner Wohnungsmarkt wirkt.“

Tobias Köhler, Geschäftsführer Diakonisches Werk Bonn und Region: „Wir merken die Brisanz des desolaten Wohnungsmarkts in allen unseren Einrichtungen und Diensten. Sowohl diejenigen, die Rat und Hilfe suchen haben keine Chance etwas zu finden, aber ebenso unsere Mitarbeitenden. Die Lage ist prekär, deshalb müssen die Maßnahmen so deutlich spürbar sein.“

Manfred Becker, Der Paritätische Bonn: „Der Paritätische Bonn befürwortet besonders eine noch mehr zu verstärkende Schaffung von und Zugang zu preiswertem Wohnraum für Menschen und Gruppen, die am derzeitigen Wohnungsmarkt besonders benachteiligt sind.“ 

Übergabe des Präsidentenamtes des LC Bonn-Rhenobacum

Foto: Hubertus Frieling, LC Bonn-Rhenobacum


Übergabe des Präsidentenamtes des LC Bonn-Rhenobacum 

Karsten Logemann legt Amtskette symbolisch an 


Zum 01. Juli wechselt in der größten Service-Organisation der Welt Lions-International und somit in allen Clubs auf allen Kontinenten das Ehrenamt des Präsidenten. So übergab für den in Rheinbach beheimateten Lions-Club Bonn-Rhenobacum der amtierende Präsident Alexander Kirfel am 21. Juni die Amtskette an seinen Nachfolger Karsten Logemann.

Auf seine Amtszeit blickend unterstrich Alexander Kirfel das positive und erfolgreiche Wirken des Clubs. Er dankte allen Mitgliedern der „Lions-Familie“ für deren hohes Engagement. Dabei betonte er, dass die drei Hauptaktivitäten – das Klassische Konzert im November, gefolgt vom Weihnachtsmarkt zum Jahresende und dem Frühschoppen im März – fest im Lions-Kalender verankert sind. Diesen Worten folgte ein besonderer Dank an die Bewohner der Städte Meckenheim und Rheinbach sowie der Gemeinde Swisttal, die seit Jahrzehnten dem Club die Treue halten und ohne deren Teilnahme keine Erlöse zum Wohl von Jugendlichen und Bedürftigen erzielt worden wären. 

Abschließend betonte der zukünftige Präsident Karsten Logemann, dass er seiner fordernden Amtszeit mit Spannung entgegensieht. Unterstützt wird er durch seinen Vorstand, der sich aus Erfahrung und frischen Ideen zusammensetzt. So erweitert der Club in den kommenden Monaten sein kulturelles Angebot mit kleineren Veranstaltungen und verbessert intern die digitale Zusammenarbeit. 

International lautet das Motto „We serve“, dem sich der LC Bonn-Rhenobacum für seine Region zu tiefst verpflichtet fühlt.
 

Schwimmen lernen darf keine Frage des Wohnorts sein

Schwimmen lernen darf keine Frage des Wohnorts sein


Rhein-Sieg-Kreis, 25. Juni 2026 - Die Zahlen zur Schwimmfähigkeit von Kindern verbessern sich zwar im Vergleich zu den vergangenen Jahren leicht, trotzdem bleibt die Situation alarmierend. Fast jedes zweite Kind in der zweiten Klasse kann noch nicht sicher schwimmen. Und auch am Ende der Grundschule besteht weiter Handlungsbedarf: Rund jedes fünfte Kind verlässt die Grundschule ohne ausreichende Schwimmfähigkeit. Die Ergebnisse der sportmotorischen Testungen an Grundschulen im Rhein-Sieg-Kreis zeigen deutlich, dass es weitere Maßnahmen braucht.

„Dass sich die Werte etwas verbessern, ist ein positives Signal. Aber wir können uns nicht damit zufriedengeben, dass so viele Kinder grundlegende Schwimmkenntnisse fehlen. Gerade bei heißen Sommertagen und zunehmenden Aufenthalten am Wasser ist Schwimmen eine wichtige Sicherheitskompetenz“, erklärt Otis Henkel, sportpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion Rhein-Sieg.

Andere Regionen zeigen, dass bessere Ergebnisse möglich sind. Städte wie Hamburg oder Braunschweig erreichen höhere Werte. Die SPD-Kreistagsfraktion fordert deshalb, den Austausch mit erfolgreichen Kommunen zu suchen und daraus konkrete Maßnahmen für den Rhein-Sieg-Kreis abzuleiten.

„Wir müssen schauen, welche Konzepte dort funktionieren und wie Schulen, Schwimmbäder, Vereine und Kommunen besser zusammenarbeiten können. Gerade Kommunen ohne eigenes Schwimmbad brauchen mehr Unterstützung“, so Henkel.

Die SPD warnt zugleich davor, angesichts der angespannten Finanzlage der Kommunen beim Sport und insbesondere bei der Schwimmförderung zu sparen. „Finanznot darf nicht dazu führen, dass Kinder weniger Chancen bekommen. Wir brauchen gemeinsame Lösungen statt Kürzungen. Die Schwimmfähigkeit darf nicht davon abhängen, in welcher Kommune ein Kind lebt“, betont Henkel.

Dabei müssen aus Sicht der SPD auch Kinder erreicht werden, die bisher wenig Zugang zu Sportangeboten haben. Dafür braucht es eine gezielte Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendhilfe, Streetwork und sozialen Einrichtungen, insbesondere dort, wo Familien durch klassische Angebote schwerer erreicht werden. Auch das Projekt „Starthilfe“ des Kreissportbundes Rhein-Sieg und des Rhein-Sieg-Kreises sollte weiterentwickelt werden. Bisher profitieren davon vor allem Sportarten wie Fußball oder Judo. Die SPD fordert, künftig auch Schwimmvereine und auch die DLRG stärker einzubinden.

„Die Starthilfe zeigt, wie wichtig Kooperationen zwischen Schulen und Vereinen sind. Dieses Modell müssen wir auch für die Schwimmförderung nutzen, damit gerade Kinder mit weniger Chancen nicht abgehängt werden“, erklärt Henkel. Die SPD-Kreistagsfraktion fordert deshalb ein gemeinsames Vorgehen von Kreis, Kommunen, Schulen, Schwimmbädern, Vereinen und Jugendhilfe, damit jedes Kind im Rhein-Sieg-Kreis sicher schwimmen lernen kann. 

Westgerman Cup 2026 - Outcast überzeugt mit starken Leistungen

(vlnr): Jonas Ewy, Marlon Nickel, Niklas Münnich, Tristan Dederichs, Till Wagner, Fabian Franke, Jakob Batt, Jan Smarzyk, Darin Ersoy - (c) Outcast Fighting e.V.

Westgerman Cup 2026 - Outcast überzeugt mit starken Leistungen 


Am vergangenen Samstag, den 20. Juni 2026, nahm das Outcast Team an der Westdeutschen Meisterschaft (WGC) der WFMC in Diez teil und setzte dabei ein eindrucksvolles sportliches Ausrufezeichen. Bereits zu Beginn der Woche war absehbar, dass alle Athleten nicht nur gegen starke Konkurrenz, sondern auch gegen hochsommerliche Temperaturen antreten müssen. Die Hitze stellte für alle Beteiligten eine zusätzliche Herausforderung dar und verlangte den Sportlern, Trainern sowie den Offiziellen einiges ab.

Unter der Leitung von Coach Till Wagner gingen Fabian Franke (18), Marlon Nickel (14), Jonas Ewy (11), Jakob Batt (14), Tristan Dederichs (22), Niklas Münnich (22), Jan Smarzyk (12) und Darin Ersoy (22) für das Outcast Team an den Start. Nach einer intensiven und zielgerichteten Vorbereitung war die Aufgabenstellung klar definiert: Die erarbeiteten Leistungen auf die Matte und in den Ring zu bringen - und sich mit den besten Athleten zu messen.

Der Westgerman Cup 2026 war erneut hochklassig besetzt. Zahlreiche leistungsstarke Sportlerinnen und Sportler sowie namhafte Teams sorgten für ein anspruchsvolles Teilnehmerfeld und spannende Wettkämpfe. Umso bemerkenswerter sind die Ergebnisse des Outcast Teams, das sich trotz der schwierigen Bedingungen mit starken Leistungen behauptete.

Die Bilanz des Wettkampftages kann sich somit auch mehr als sehen lassen:

9x Westdeutscher Meister, 3x Westdeutscher Vizemeister und 1x Bronzmedaille

Mit insgesamt 13 Podestplatzierungen sicherte sich das Outcast Team zudem einen hervorragenden 3. Platz in der Gesamtwertung der Top 10 aller 60 teilnehmenden Gyms und gehörte damit zu den erfolgreichsten Vereinen des gesamten Turniers.

Die Vereinsverantwortlichen zeigten sich entsprechend stolz auf die Leistungen ihrer Athleten. Besonders erfreulich war dabei nicht nur die Anzahl der Medaillen, sondern vor allem die Art und Weise, wie sich die Sportler präsentierten: mit großem Einsatz, hoher Disziplin und starken Teamgeist.

Ein besonderer Dank gilt Björn Lukas und dem Team von KSS Lukas sowie der WFMC Germany für die hervorragende Organisation der Veranstaltung der Westdeutschen Meisterschaft. Ebenso verdient die Arbeit der Punkt- und Kampfrichter größte Anerkennung, die trotz der außergewöhnlichen Temperaturen für einen reibungslosen und professionellen Ablauf des Turniers sorgten.

Mit dem dritten Platz in der Teamwertung und einer beeindruckenden Medaillenausbeute hat das Outcast Team einmal mehr unter Beweis gestellt, dass es zu den leistungsstärksten Teams der Region gehört und auch bei hochklassig besetzten Turnieren um die Spitzenplätze mitkämpfen kann. 

Nach dem erfolgreichen Auftritt in Diez richtet sich der Blick nun bereits auf die kommenden Aufgaben. Das nächste große Ziel des Outcast Teams ist die Ausrichtung der - Internationalen Deutsche Meisterschaft (IDM / WFMC) - am 12. September 2026 in Meckenheim. Bis dahin wird das gesamte Team die positiven Eindrücke und gewonnenen Erkenntnisse aus dem Westgerman Cup mit in die weitere Vorbereitung nehmen.