Freitag, 27. März 2026

GLÜCK lässt sich trainieren: Workshop für mehr Alltagsglück

GLÜCK lässt sich trainieren: Workshop für mehr Alltagsglück


RHEINBACH. Glück ist trainierbar! In einem inspirierenden Workshop lernen Teilnehmer, aus kleinen Glücksmomenten einen tragfähigen Teppich für den Alltag zu weben. Der Kurs vermittelt fundierte Inhalte aus der Glücksforschung, darunter die Wirkung von Sprache, mentale Techniken, Fantasiereisen, Beziehungsgestaltung, Achtsamkeit, Körperübungen und vieles mehr – inklusive praktischer Impulse, Übungen und Ideen für persönliches Glück.

Das Dozentenehepaar Ursula Mühlen-Münchhoff und Eberhard Münchhoff sind zertifizierte „Kursleiter Glück“ der Akademie Gesundes Leben und beide u.a. Übungsleiter beim Olympischen Sportbund. Sie haben sich nach Ihrem aktiven Berufsleben in verantwortungsvollen Positionen zur Aufgabe gemacht, Menschen in der Alltagsbewältigung zu unterstützen. In dem Workshop erfahren Sie an drei aufeinander folgenden Sonntagen, Beginn ist der 12.04.2026, jeweils von 11.00 bis 14.00 Uhr wie Sie Ihr Glück aktiv gestalten. 

Der Kurs findet in der Geschäftsstelle VHS-Zweckverband Voreifel, Koblenzer Str. 6, 53359 Rheinbach statt. 

Weiter Informationen und Anmeldung unter www.vhs-voreifel.de oder telefonisch unter 02226 89226-20.
 

Besuch eines Ziegenhofes für Familien in den Ferien

Besuch eines Ziegenhofes für Familien in den Ferien


RHEINBACH. Katrin Buderath betreibt den eigenen Ziegenhof zickzack. Sie führt Familien und Kinder am Dienstag, den 07.04.2026 ab 14.00 Uhr über Ihren Hof und erzählt viele spannende Geschichten und Informationen über Ziegen. Die Besucher haben die Möglichkeit die Ziegen zu kraulen, erfahren, wie Ziegenkäse hergestellt wird und können diesen auch probieren. Sie beantwortet alle Fragen rund um das Leben mit den Ziegen. Ein spannendes Programm für Kinder und ihre erwachsenen Begleitpersonen. Der Ziegenhof zickzack befindet sich Max-Planck-Str. 25, 53881 Euskirchen.

Weiter Informationen und Anmeldung unter www.vhs-voreifel.de oder telefonisch unter 02226 89226-20.
 

Wunsch.Los.Glücklich - Ökumenische Hospizgruppe e.V. erhält Spende der Kreisparkasse in Meckenheim

von links: Dieter Engels (1. Stellvertr. Vorsitzender Ökum. Hospizgruppe e.V.); Jörn Küster (Stellvertr. Filialleiter KSK Köln in Meckenheim), Stephanie Ruland (Koordinatorin Ökum. Hospizgruppe e.V.), Karl-Heinz Staedtler (ehrenamtl. Mitarbeiter im Team Meckenheim der Ökum. Hospizgruppe e.V.)

Wunsch.Los.Glücklich - Ökumenische Hospizgruppe e.V. erhält Spende der Kreisparkasse in Meckenheim


Die PS-Lose der Kreissparkasse Köln – ein Glücksfall für viele in der Region. Man spart einen Betrag, erwirbt zugleich ein Los und nimmt damit an einer Lotterie teil, aus deren Erlös ein Teil in einen Spendentopf für die Region fließt. 

Am Ende gibt es viele Gewinner: die Loskäufer, deren Los gewonnen hat und gemeinnützige Einrichtungen in der Region. Und auch die, deren Los nicht gewonnen hat, haben etwas gespart und die Gewissheit, mit ihrem Kauf etwas Gutes getan zu haben.

Der Inhalt des Spendentopfs wird an die verschiedensten sozialen Einrichtungen in Meckenheim und Rheinbach verteilt. Jörn Küster, stellv. Filialleiter in Meckenheim, betonte, es gebe in der Region so viel förderungswürdige Arbeit, dass er mit seinem Team großen Wert auf eine breite Streuung der Spenden lege.

Diesmal wurde die Ökumenische Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal aus dem Prämienspartopf bedacht. Dieter Engels und Stephanie Ruland von der Ökumenischen Hospizgruppe wollen diese Spende für den nächsten Qualifizierungskurs zur Trauerbegleitung verwenden. Dieter Engels erklärt, dass Trauerbegleitung immer noch vollständig aus Spenden finanziert werden muss. So auch das monatlich stattfindende Gespräch-Café für Trauernde in Meckenheim im Präsenzraum der Hospizgruppe, Hauptstraße 38. Die Begleitung Trauernder habe sich im Laufe der Jahre zu einer weiteren wichtigen Aufgabe der Hospizarbeit entwickelt. Begonnen habe es als logische Ergänzung nach der Begleitung von Menschen am Lebensende. 

Weitere Informationen zur Hospizgruppe unter www.hospiz-voreifel.de.

Nachholtermin: Autor Dmitrij Kapitelman liest am Mittwoch, 15. April, 19.30 Uhr, an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Nachholtermin: Autor Dmitrij Kapitelman liest am Mittwoch, 15. April, 19.30 Uhr, an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg


Eine Familie aus Kyjiw verkauft in Leipzig russische Spezialitäten, doch seit dem russischen Überfall auf die Ukraine ist nichts mehr, wie es war. Die putintreue Mutter ist den russischen Lügen verfallen, und um sie zur Vernunft zu bringen, fährt Sohn Dmitrij mitten im Krieg mit dem Bus nach Kyjiw. In seinem Roman „Russische Spezialitäten“ erzählt Dmitrij Kapitelman von dieser Reise in die Ukraine und dem Laden „Magasin“. Am Mittwoch, 15. April 2026, 19.30 Uhr, stellt er das Buch in der Reihe „Zu Gast auf dem Sofa“ in der Hochschul- und Kreisbibliothek in Sankt Augustin vor. Ursprünglich war die Lesung für Januar geplant, musste jedoch aus persönlichen Gründen des Autors verschoben werden. Für den Januar-Termin gekaufte Karten sind an dem Nachholtermin gültig.

„Russische Spezialitäten“ ist ein Buch über Familie, Zugehörigkeit und Herausforderungen des Lebens zwischen Kulturen - bewegend, unterhaltsam und sehr humorvoll erzählt. Der Roman stand im vergangenen Jahr auf der Longlist des Deutschen Buchpreises.

Die Lesereihe „Zu Gast auf dem Sofa“ veranstaltet die Hochschul- und Kreisbibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Thalia Sankt Augustin. Das Publikum darf sich auf eine sehr persönliche Atmosphäre und die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Autor freuen. Moderiert wird der Abend von Susanne Patt-Bohlscheid.

Die Lesung findet am Mittwoch, 15. April 2026, in der Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin, Grantham-Allee 20, statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 02241/865-680 oder per E-Mail an bibliothek@h-brs.de möglich. Im Vorverkauf sind Karten erhältlich bei der Buchhandlung Thalia Sankt Augustin und in der Hochschulbibliothek. Zudem gibt es eine Abendkasse (Barzahlung). 

Umweltspürnasen erfolgreich unterwegs


Umweltspürnasen erfolgreich unterwegs


Merzbach/Neukirchen. Am 21. März hatte die Arbeitsgemeinschaft der Ortsvereine Merzbach/Neukirchen e.V. wieder wie seit vielen Jahren zur jährlichen Müllsammelaktion unter dem Motto „Umweltspürnasen unterwegs“ aufgerufen und die Resonanz war wieder groß. Mehr als 30 kleine und große Sammler trafen sich morgens an der Grundschule und waren bereit, den von der Stadt Rheinbach bereitgestellten Container zu füllen.

Mit Handschuhen, Greifzangen und Müllsäcken ausgestattet schwärmten die verschiedenen Gruppen in alle Himmelsrichtungen aus und trafen sich nach etwa zwei Stunden wieder an der Grillhütte zu einem gemeinsamen Imbiss und Berichten über die erfolgreiche Aktion. Leider hat die Menge des gefundenen Abfalls insgesamt zugenommen, neben vielen Glasflaschen und sehr viel Plastikmüll wurden auch ein Tretroller gefunden. Unterstützung leistete dabei auch in diesem Jahr wieder H.-P. Kreische, der mit seinem Fahrzeug die abgestellten vollen Säcke und größeren Gegenstände einsammelte.

Alle hatten am Ende das gute Gefühl mitgebracht, das Dorf und die Umgebung von viel Müll befreit zu haben. Die gemeinsame Aktion stärkt nicht nur das Teamgefühl in unserem Dorf, sondern auch das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt. 

Mittwoch, 25. März 2026

Rheinbach macht Wirtschaft erlebbar: Unternehmen können sich für neuen Aktionstag anmelden

Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und Manuel Knauber von der Wirtschaftsförderung Rheinbach im Gründer- und Technologiezentrum

Rheinbach macht Wirtschaft erlebbar: Unternehmen können sich für neuen Aktionstag anmelden


Am Freitag, 9. Oktober 2026, öffnen Rheinbacher Unternehmen erstmals gemeinsam ihre Türen für die Öffentlichkeit. Von 15:00 bis 21:00 Uhr erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in Arbeitsabläufe, Produkte sowie Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten vor Ort. Unternehmen können sich noch bis zum 31. Juli für den RheinbachTag des offenen Gewerbegebiets (ROG26) anmelden. Weitere Informationen und die Anmeldemöglichkeit sind unter www.rheinbachtag.de verfügbar.

Die Veranstaltung wird von der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach (WFEG) gemeinsam mit der Stadt Rheinbach und dem Gewerbeverein Rheinbach organisiert. Ermöglicht wird das Projekt durch eine Förderung aus dem LEADER-Programm der Region Voreifel.

„Unsere Unternehmen halten unsere Stadt wirtschaftlich stark und schaffen Arbeitsplätze vor Ort. Der Tag des offenen Gewerbegebiets bietet eine tolle Gelegenheit, Betriebe kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und zu entdecken, wie vielfältig unsere lokale Wirtschaft in Rheinbach ist“, sagt Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel.

Der Aktionstag ist als dezentrale Veranstaltung in den Rheinbacher Gewerbegebieten angelegt. Die teilnehmenden Betriebe gestalten ihren Auftritt eigenständig und können beispielsweise Betriebsführungen, Mitmach-Aktionen, Vorträge oder Gesprächsrunden anbieten. Ein Shuttle-Service verbindet die verschiedenen Standorte miteinander. Ab 20:00 Uhr beginnt eine gemeinsame Abendveranstaltung, die Unternehmen und Gäste in lockerer Atmosphäre zusammenbringen soll. Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben.

„Viele Menschen wissen gar nicht, welche spannenden Betriebe und beruflichen Möglichkeiten sich direkt vor ihrer Haustür befinden“, sagt Manuel Knauber von der WFEG. „Der ROG26 bietet eine besondere Chance, die wirtschaftliche Vielfalt Rheinbachs sichtbar zu machen. Wenn Unternehmen ihre Türen öffnen und Besucher unmittelbare Einblicke in Arbeitsabläufe und Berufsfelder erhalten, stärkt das nicht nur die Fachkräftesicherung, sondern auch das Verständnis für die Wertschöpfung vor Ort.

Ziel ist eine breite Beteiligung aus allen Rheinbacher Gewerbegebieten, vom Handwerksbetrieb über Dienstleister bis hin zu Industrieunternehmen. Die Teilnahme ist sowohl für Unternehmen als auch für Besucherinnen und Besucher kostenfrei.  

Rheinbacher Brotpfad - CDU verteilt Brot an der Waldkapelle


Rheinbacher Brotpfad - CDU verteilt Brot an der Waldkapelle


Das Verteilen von Brot hat in Rheinbach eine lange Tradition. Viele Jahrzehnte lang wurde am 4. Fastensonntag an der Ipplendorfer Kirche in Wormersdorf eine Brotverteilung an die Besucher durchgeführt. Dafür nahmen viele Familien einen weiten und anstrengenden Weg auf sich. Dieser sog. „Brotpfad“ existiert bis heute noch und ist ein beliebter Wanderweg im Rheinbacher Wald. Bis zum ersten Weltkrieg wurde diese Tradition gepflegt, danach geriet sie in Vergessenheit. 2022 griff die CDU Rheinbach diesen alten Brauch wieder auf und hauchte ihm Leben ein. Seither wird am Wochenende vor Ostern an der Waldkapelle wieder ein Brotlaib an Besucher und Wanderer verteilt.

Auch an diesem Wochenende, Samstag, 28.03.2026 von 14.00 bis 16.00 Uhr, werden CDU-Vorstand,   Fraktion und Junge Union an der Waldkapelle Brot an Besucher und Wanderer verteilen. Auch Bürgermeister, Dr. Daniel Phiesel, hat sich angekündigt und wird die leckeren Brote verteilen. Vor Ort wird es auch eine kleine Wegzehrung geben. „Wir freuen uns über die sehr positive Resonanz und mittlerweile gibt es viele Menschen, die am Samstag vor Palmsonntag in den Rheinbacher Wald kommen, um diese Tradition mitzuerleben.“, freut sich Karin Schulze.
 

Veranstaltungen des Freundeskreis Römerkanal e.V. im Jahr 2026

Veranstaltungen des Freundeskreis Römerkanal e.V. im Jahr 2026


Auch im Jahr 2026 hat der Freundeskreis Römerkanal e.V. wieder ein sehr interessantes und abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm gestaltet.

Neben den Führungen durch Rheinbach, einer Fahrradtour, verschiedenen Wanderungen entlang des Römerkanals und einem Ferienprogramm ab dem Grundschulalter in den Sommer- und Herbstferien, gibt es wieder spannende Vorträge im Herbst und neue Archäologie vor Ort-Veranstaltungen.

Am 25.04.2026 um 14:00 Uhr erfahren wir z.B. im Rahmen einer Archäologie vor Ort-Veranstaltungen mehr über den „Eisernen Mann“ und den Ausbruchgraben der römischen Eifelwasserleitung im Kottenforst.

Zum Tag des „Römerkanals“ laden wir am 28.06.2026 zum Vortrag, Wanderung und Rahmenprogramm an die römische Brunnenstube nach Kallmuth ein.

Im Rahmen unserer Vortragsreihe geht es am 09.07.2026 im Begleitvortrag zur Ausstellungseröffnung „Eifelland-Wasserland“ um den Bau und die Geschichte des Römerkanals sowie um die Wasserversorgung in der Eifel im Mittelalter.

Für Kinder ab dem Grundschulalter bieten wir in den Sommer- und Herbstferien jeweils 2 Veranstaltungen im Römerkanal Informationszentrum an.

Weitere abendliche Vorträge im Himmeroder Hof:

  • 05.11.2026 Trinkwasserversorgung im Wandel der Zeit
  • 12.11.2026 Licht am Ende des Tunnels
  • 19.11.2026 Ein Grab mit Seltenheitswert
  • 26.11.2026 Die Flussaue als Archiv der Landschaftgeschichte in der Nordeifel
  • 03.12.2026 Einblicke zur Arbeit des LVR am Beispiel der Außenstelle Overath


Weitere Informationen zum Freundeskreis und unseren Veranstaltungen im Jahr 2026 finden Sie ab der kommenden Woche in unserem Veranstaltungs-Flyer auf unserer Internetseite unter www.freundeskreis-romerkanal.de  

Die Zukunft der Wasserversorgung im Rheinischen Revier

Die Zukunft der Wasserversorgung im Rheinischen Revier

Eine neue wasserwirtschaftlichen Dimension für die Region


Bergheim/Mönchengladbach, 19. März 2026. Mit dem absehbaren Ende der Braunkohlengewinnung im Rheinischen Revier fällt der Startschuss für die Regeneration des Wasserhaushalts in der Region – vom Bergbaurevier hin zu einer zukunftsfähigen Wasserregion. Kern dieses Transformationsprozesses ist das Auffüllen der Tagebaue und der teilweise entleerten Grundwasserleiter mit Flusswasser. Ziel ist ein sich weitgehend selbstregulierender Wasserhaushalt, der grundwasserabhängige Feuchtgebiete natürlicherweise erhält, oberirdische Fließgewässer speist und eine Trinkwasserversorgung aus lokalen Quellen ermöglicht.

Flutung der Tagebaue – eine Generationsaufgabe

Ab 2030 wird Wasser aus dem Rhein in den Tagebau Hambach sowie aus der Rur in den Tagebau Inden eingeleitet. Ab 2036 folgt die Einleitung in den Tagebau Garzweiler. Die Flutung wird – je nach Tagebau – rund 25 Jahre (Inden), etwa 30 Jahre (Garzweiler) beziehungsweise bis zu 40 Jahre (Hambach) in Anspruch nehmen. Bis das aus den entstehenden Seen abströmende Wasser die Grundwasservorräte vollständig regeneriert hat, werden weitere zwei bis drei Jahrzehnte vergehen.

Mehrere wissenschaftliche Studien bestätigen, dass der Rhein auch unter den Bedingungen des Klimawandels über ausreichend Wasserressourcen verfügt. Die geplante Entnahme entspricht lediglich wenigen Promille der Abflussmenge des größten deutschen Flusses und beeinträchtigt weder die Ökologie noch die Schifffahrt.

Entstehung neuer Seen von einzigartiger Dimension

Zukünftiger Kern des Rheinischen Reviers und zentraler Baustein eines regenerierten und funktionsfähigen Wasserhaushalts werden die drei Tagebaufolgeseen sein. Deren Füllung mit Flusswasser ist zur Stabilisierung der Böschung zwingend erforderlich. Es entstehen einige der größten und – in Hambach mit bis zu 345 m – tiefsten deutschen Seen. Sie schaffen gleichzeitig Lebensraum für Tiere und Pflanzen und eröffnen neue Perspektiven für Tourismus, Naherholung sowie innovative wirtschaftliche Nutzungen, etwa in Form von schwimmenden Photovoltaikanlagen (Floating-PV). Vergleichbare Projekte dieser Größenordnung existieren weltweit bislang nicht.

Forschungsschwerpunkt See- und Grundwasserqualität

Die See- und Grundwasserqualität, die in den Seen ablaufenden physikalischen, biologischen und chemischen Prozesse (Limnologie) und ökologische Fragestellungen werden in den kommenden Jahrzehnten intensiv zu erforschen sein. Diese für die Region neuen wasserwirtschaftlichen Themen greift der Erftverband bereits jetzt gemeinsam mit Behörden und Nachbarverbänden auf. Ziel ist es, bestmögliche Voraussetzungen für die Seefüllung aus technischer, ökologischer und chemischer Sicht zu schaffen. Die gewonnen Erkenntnisse können gleichzeitig als Grundlagen der ausstehenden behördlichen Genehmigungen für die Einleitung des Flusswassers in die Seen verwendet werden.
 

Rheinwasseraufbereitung für die Sicherung der Wasserversorgung

Bei der Nutzung des Rheinwassers sind zwei Ziele zu unterscheiden.

Im sogenannten Nordraum nördlich des Tagebaus Garzweiler wird seit Jahrzehnten Wasser in die Grundwasserleiter infiltriert, um Feuchtgebiete, Fließgewässer und Wasserwerke vor den Folgen der bergbaubedingten Absenkungen zu schützen. Bislang wird hierfür abgepumptes Grundwasser (Sümpfungswasser) verwendet. Nach Bergbauende steht dieses nicht mehr in ausreichender Menge zur Verfügung, sodass künftig auch Rheinwasser eingesetzt werden muss.

Die Grundwasserleiter, in die die Infiltration dort erfolgt, können im Rheinwasser enthaltene Spurenstoffe kaum zurückhalten oder abbauen, weil sie wenig natürliche reaktive Substanzen (wie Pflanzenreste, Eisenminerale oder Tonpartikel) enthalten. Außerdem erreicht das Wasser bereits nach wenigen Monaten die Brunnen der Trinkwasserwerke. Daher gilt ein besonders hohes Schutzniveau und die Spurenstoffe sind nach Auffassung des Erftverbandes durch eine entsprechende Aufbereitung zu entfernen.

Nutzen einer Rheinwasseraufbereitung für Tagebauseen fraglich

Anders stellt sich die Situation in den Bereichen dar, in denen das Flusswasser in die Tagebauseen eingeleitet wird. Dieses Wasser fließt überwiegend ins Grundwasser ab und durchströmt hierbei die sogenannten Abraumkippen. Hier lagern die im Tagebaubetrieb abgegrabenen Braunkohlennebengesteine. Diese enthalten viele Kohlereste und sehr reaktive Eisenminerale, die erst während des Tagebaubetriebs durch den chemischen Prozess – der sogenannten Pyritoxidation – entstanden sind. Die Eisenminerale stellen ein Selbstreinigungsvermögen für Spurenstoffe dar, weil sich diese an die neugebildeten Minerale anlagern können (Adsorption) und somit aus dem Grundwasser entfernt werden. Umfang und Wirksamkeit dieses natürlichen Rückhaltevermögens wird derzeit im Rahmen eines Gutachtens untersucht.

Eine Folge dieser Pyritoxidation ist jedoch die Freisetzung von Sulfat in hoher Konzentration. Dieses Sulfat gelangt aus den Abraumkippen ins Grundwasser und breitet sich großräumiger aus als die Spurenstoffe aus dem Rheinwasser. Die Sulfatausbreitung ist maßgebend dafür, dass dieses betroffene Grundwasser für eine Trinkwasserversorgung langfristig nicht genutzt werden kann. Das ist bereits in den langfristigen Wasserversorgungskonzepten des Erftverbandes für die gesamte Region berücksichtigt, um die Wasserversorgung zu sichern.

Dr. Dietmar Jansen, Bereichsleiter Gewässer des Erftverbandes: „Eine zusätzliche Aufbereitung des Rheinwassers zur Spurenstoffentfernung hätte wegen der überprägenden Sulfatbelastung keine Auswirkungen auf die Nutzbarkeit des Grundwassers für die Wasserversorgung. Die langfristigen Wasserversorgungskonzepte des Erftverbandes zeigen, wie die Wasserversorgung in der Region trotzdem gesichert werden kann.“

Nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung für die Region


Mit der Flutung der Tagebauseen und dem Wiederanstieg des Grundwassers wird die Grundlage für eine zukunftsfähige Wasserversorgung geschaffen. Ziel ist es, ausreichend Wasser in guter Qualität für Feuchtgebiete, Oberflächengewässer sowie Trinkwasser und industrielle Nutzungen dauerhaft zu erhalten. Das Rheinwasser übernimmt dabei eine unverzichtbare Rolle. Die wasserwirtschaftliche Transformation des Rheinischen Reviers stellt eine Generationenaufgabe dar – sie bietet jedoch die Chance, die Region nachhaltig ökologisch, ökonomisch und infrastrukturell zu stärken und die Wasserversorgung langfristig zu sichern. 

Reparaturcafé in Rheinbach fördert die Nachhaltigkeit

Reparaturcafé in Rheinbach fördert die Nachhaltigkeit


Am Mittwoch, dem 1.April 2026 um 15 Uhr findet  im Himmeroder Hof (Glasmuseum), Rheinbach  Himmeroder Wall 6, das Reparaturcafé des Georgsring e.V. Rheinbach statt. Jeder kann kleine Reparaturen im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten durchführen lassen, z.B. eine defekte Bügeleisenschnur, an einer Leuchte ein Wackelkontakt, wenn etwas klemmt, quietscht, wackelt usw. 

Die Betreiber des Cafés versuchen, zu helfen. Das Angebot ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei Fragen Tel. 02226/8099140 und 02226/ 912984.