![]() |
| Kinderuni-Diplome für die jungen Forschenden: Gruppenfoto mit Elektro-Rennwagen bei der Abschlussveranstaltung. Foto: Juri Küstenmacher/H-BRS |
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg verleiht Kinderuni-Diplome an 30 junge Forschende
Wie entsteht „Dubai“-Schokolade? Wie baut man einen Elektro-Rennwagen? Wie lernen Roboter das Sehen? Und wie lautet der genetische Code von Erdbeeren? All diesen Fragen gingen mehr als 145 Nachwuchsforscherinnen und -forscher bei der 11. Auflage der Kinderuni an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) auf den Grund. Bei der Abschlussfeier gestern Nachmittag (Donnerstag, 11. Juni 2026) erhielten rund 30 Mädchen und Jungen, die an mindestens zwei Veranstaltungen teilgenommen hatten, im großen Hörsaal in Sankt Augustin ihre Diplome. Hierzu waren auch die Familien eingeladen.
Professor Peter Muck, Vizepräsident Studium und Lehre, überreichte die Urkunden und brachte den Kindern auf spielerische Art nahe, dass Lernen Spaß macht – vor allem dann, wenn sich der berühmte Aha-Effekt einstellt. „Lernen sollte so sein: etwas ausprobieren, etwas erleben, dabei lachen und manchmal auch denken: `Das kann doch nicht wahr sein!`“, sagte Muck. Es habe in den Veranstaltungen der Kinderuni viele solcher Momente gegeben. Zugleich seien bei der wissenschaftlichen Arbeit Neugier und Beharrlichkeit wichtig, nach dem Motto „Das scheint zwar unmöglich, aber ich versuche es trotzdem“.
Das Mitmachen, Entdecken und Ausprobieren ist wesentlich für alle Veranstaltungen der Kinderuni, die die Hochschule diesmal unter das Oberthema „Neues aus der Weltwerkstatt – Forschen, Staunen, Verstehen!“ gestellt hatte. Alle Plätze für die vier Termine waren wie immer schnell ausgebucht. Mitmachen konnten Kinder von acht bis zwölf Jahren beziehungsweise der dritten bis sechsten Klassen aller Schulformen. Wer an mindestens zwei Vorlesungen teilgenommen hatte, war zur Verleihung des Kinderuni-Diploms eingeladen.
Der Auftakt der Kinderuni-Reihe war mit Schokolade, Engelshaar und Pistaziencreme zuckrig. Guido Krause stellte mit den jungen Forschenden Schokolade im „Dubai-Style“ her und ging der Frage nach, warum diese Kreation so populär geworden ist. Danach wurde es rasant. Das studentische Team von BRS Motorsport stellte den Mädchen und Jungen den selbst entwickelten Elektro-Rennwagen und seine Technik vor – Probesitzen natürlich inklusive. Um die spannende Welt der Roboter ging es dann mit „Pepper“. Ritwik Sinha zeigte den Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern das Labor für autonome Systeme und demonstrierte die komplexen Kamerasysteme der Roboter. Mit „Pepper“ wurde gescherzt und getanzt. Zum Abschluss der diesjährigen Veranstaltungsreihe spürten die Kinder schließlich dem Geheimnis der Gene nach. Mit Professor Oskar Schnappauf, Dr. Nicole Strauß und Dagmar Kockler bastelten sie einen bunten DNA-Strang und entschlüsselten im Labor den genetischen Code von Erdbeeren.
Die Organisatorin der Kinderuni, Caroline Jahn vom Eventmanagement der H-BRS, bereitet demnächst die zwölfte Auflage der Kinderuni vor. Inhaltlich wird sich die neue Vorlesungsreihe wieder mit unterschiedlichen Forschungsthemen befassen und voraussichtlich ab Anfang kommenden Jahres stattfinden. Das Programm wird vorab auf der Website der Kinderuni veröffentlicht – dann heißt es: Schnell anmelden, um einen der begehrten Plätze zu erhalten.
