Donnerstag, 12. Februar 2026

„Rhembacher Määdche“ schreibt für Deutschland

Die vielseitige Rheinbacher Autorin Anne-M. Keßel. Foto Juliane Hornstein

„Rhembacher Määdche“ schreibt für Deutschland


Da hat Rheinbach liest e.V. aber ein außergewöhnliches „schillerndes“ Vereinsmitglied! Die vielseitige Autorin Anne-Marie Keßel war schon für den Deutschen Fernsehpreis und den Grimme-Preis nominiert. Nun schrieb sie mit „Es war einmal … anders!“ eine rasante Märchenkomödie mit Tiefgang, die am 27. Februar im Theater am Lohmarkt uraufgeführt wird.

Die Mitglieder von Rheinbach liest e.V. staunten nicht schlecht, als sie beim Jahresempfang im Januar aus dem Mund von Raoul Migliosi (Theater am Lohmarkt) erfuhren, wen ihr Verein zur Leseförderung da in den eigenen Reihen hat. Anne Keßel, gebürtige Bonnerin mit Schulzeit am Erzbischöflichen Sankt-Joseph-Gymnasium, hat sich nach Jahren in München nämlich wieder in ihrer alten Heimat, der Voreifelstadt Rheinbach, niedergelassen und gehört nun mit ihrer Familie dem umtriebigen Kulturverein an. „Und aus Rheinbach will ich auch nicht mehr weg!“, lacht die gut gelaunte Power-Frau und True-Crime-Fan mit dem besonderen Talent zum Geschichtenerzählen. „Schreiben kann ich im Prinzip von überall, aber in der Heimat meiner Kinder- und Jugendjahre fühle ich mich am wohlsten. In meinem Herzen bin ich ein ‚Rheembacher Määdche’!“

Schreiben ist ihr Beruf – „ein Vollzeitjob!“ - und Vielseitigkeit die Stärke von Anne Keßel. Sie schreibt Drehbücher für Fernsehsehserien, wie „Friesland“ sowie für Fernsehfilme. Für das Drehbuch des SAT1-Films „Nackt – Das Netzt vergisst nie“, mit Felicitas Woll in der Hauptrolle, war sie 2018  sogar für den Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Bestes Buch“ nominiert, für das Finale der 2. Staffel von „Liebe jetzt“ (ZDF-Neo) 2021 für den Grimme-Preis. Auch Anne Keßels zahlreiche Hörspiele und Podcasts wurden bereits ausgezeichnet. Aktuell ist sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Lisa van Brakel Podcast-Host bei dem 14-tägigen Film-und-Serien-Analyse-Format "Schon gesehen?". Und „ganz normale Bücher“ schreiben kann sie auch, wie die bei Piper verlegten Kriminalromane um die Ermittlerinnen Connie Steenberg und Nora Boysen „Gefährliche Gischt“ und „Tödliche Strömung“, die beide an der deutsch-dänischen Nordseeküste spielen.

Was den Verein zur Leseförderung mit Stolz erfüllt, ist für das Theater am Lohmarkt ein wahrer Glücksfall. So kommt es mit der Märchenkomödie „Es war einmal … anders!“ zu einer ersten Zusammenarbeit zwischen Anne Keßel und den jungen Theatermachern. Und weil diese schöne Rheinbacher Zusammenführung so besonders ist, übernehmen Theaterleiterin Christina Stephan und Raoul Migliosi gleich zwei der drei Rollen und Migliosi dazu noch die Regie. Auch eine erfolgreiche Autorin kennt noch die Vorfreude und die Aufregung vor einer Premiere. Keßel schwärmt: „Die Tatsache, dass mein neuestes Theaterstück gerade in meiner Heimatstadt uraufgeführt wird, macht die Premiere so einzigartig.“ 

Besagte Premiere am 27. Februar ist natürlich längst ausverkauft. Aber wer das Stück über die Auseinandersetzung zwischen der „Märchen-Ausbrecherin“ Schneewittchen und der traditionsbewussten Rapunzel - mit einem bedauernswerten suchenden Prinzen in der Mitte - sehen will, der findet im Programmheft zum Glück noch zwölf weitere Aufführungstermine bis Ende März. Und im Herbst, am 16. Oktober, stellt Rheinbach liest e.V. gemeinsam mit der Buchhandlung Thalia im schönen „CoachHaus“ an der Koblenzer Straße Anne Keßels neuen bei Ullstein verlegten Roman vor. Es bleibt also spannend in Deutschlands heimlicher Vorlesehauptstadt.
 

Karnevalistisches Tanzwochenende begeistert Rheinbach

Moderatoren des Männerballett- und Showtanzfestivals – Kommandant HP Watty und Jugendsprecher Lukas Sauer (von links nach rechts) - Fotos von Foto Eich

NCR Glitzergarde und Große Tanzgarde

Karnevalistisches Tanzwochenende begeistert Rheinbach


Ganz im Zeichen des rheinischen Karnevals stand das Männerballett- & Showtanzfestival sowie dem karnevalistischen Freundschaftstreffen, das am 31. Januar und 1. Februar 2026 in der Stadthalle Rheinbach stattfand. Mit dieser zweitägigen Veranstaltung setzte der NCR Blau-Gold Rheinbach ein deutliches Zeichen für gelebtes Brauchtum, närrische Lebensfreude und den aktiven Austausch der Karnevalsvereine. Als Ausrichter und Gastgeber unterstrich der NCR erneut seine zentrale Rolle als tragende Säule und verlässlicher Motor des Rheinbacher Karnevals.

Der Samstagabend entwickelte sich zu einem stimmungsvollen karnevalistischen Highlight. Insgesamt 20 Tanz- und Showgruppen präsentierten ein abwechslungsreiches Programm aus kreativen Choreografien, akrobatischen Elementen, Humor und spürbarer Leidenschaft. Die Beiträge reichten von klassischem Männerballett über moderne Showtänze bis hin zu aufwendig inszenierten Themenauftritten und sorgten für beste Unterhaltung sowie ausgelassene Stimmung im Saal. Durch das Programm führten souverän Kommandant HP Watty und Jugendsprecher Lukas Sauer, die mit karnevalistischem Witz, fachkundigen Kommentaren und viel Gespür für Publikum und Aktive überzeugten. Auch wenn in diesem Jahr lediglich ein Männerballett vertreten war, tat dies der Begeisterung im Saal keinen Abbruch – vielmehr stand die Vielfalt des Showtanzes klar im Vordergrund.

Am Sonntag rückte das traditionelle Freundschaftstreffen der Karnevalsvereine in den Mittelpunkt. 24 Gruppen aus Rheinbach und der Region nutzten die Gelegenheit, ihre Tänze und Showauftritte zu präsentieren und den karnevalistischen Austausch untereinander zu pflegen. Moderiert wurde der Tag vom Vorsitzenden des NCR Blau-Gold, Jörg Nawrath, gemeinsam mit Lukas Sauer, die mit Charme und Routine durch das Programm führten. Einen besonderen Höhepunkt bildete der feierliche Empfang der Tollitäten, der die enge Verbundenheit des NCR mit dem lokalen und regionalen Karneval eindrucksvoll unterstrich.

Der an beiden Tagen gewährte freie Eintritt sowie die vereinseigene Bewirtung zu fairen Preisen trugen zusätzlich zu einem gelungenen Veranstaltungswochenende bei. Veranstalter, Mitwirkende und Gäste zeigten sich gleichermaßen zufrieden und würdigten das Festival als wichtigen Beitrag zur Pflege des karnevalistischen Brauchtums, zur Förderung des tänzerischen Nachwuchses und zur Stärkung der karnevalistischen Gemeinschaft in Rheinbach und der Region.
 

Initiative "Rettet die Alte Post" sammelt Unterschriften

Initiative "Rettet die Alte Post" sammelt Unterschriften


Der beliebten Rheinbacher Kneipe "Alte Post" droht das aus. Die Pächterin möchte gerne weitermachen, aber die Eigentümerin hat das Pachtverhältnis zum Herbst gekündigt. Sie möchte an der Stelle ein China-Restaurant eröffnen. Die Alte Post ist beliebter Kneipentreff für Jung und Alt und auch für viele Vereine das Stammlokal. Eine Initiative rund um Fred Paral, Ruth Hering, Heiko Hecking und Stefan Raetz sammeln Unterschriften für den Erhalt der Alten Post und geben die Hoffnung nicht auf, dass es noch zu einem Umdenken bei der Eigentümerin kommt. Es sind schon über 1000 Unterstützerunterschriften zusammen gekommen. 

Am Samstag, dem 21. Februar 2026 ab 10.00 Uhr sammelt das Team in der Rheinbacher Hauptstraße / Ecke Weiherstraße weitere Unterschriften. 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Wir feiern das Ehrenamt – 40 Jahre NRW-Stiftung

Natur, Heimat und Kultur stärken

Wir feiern das Ehrenamt – 40 Jahre NRW-Stiftung


Düsseldorf: Wer 1986 geboren wurde, teilt ein besonderes Jahr mit der Nordrhein-Westfalen-Stiftung: Es ist ihr Gründungsjahr. Zum 40-jährigen Bestehen blickt die Stiftung auf vier Jahrzehnte erfolgreichen Engagements für Natur, Heimat und Kultur in Nordrhein-Westfalen zurück – und sagt Danke an die vielen Menschen, die dieses Engagement möglich machen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 durch die Landesregierung unter Ministerpräsident Johannes Rau hat die NRW-Stiftung fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit rund 340 Millionen Euro gefördert. Und das in allen Regionen des Landes in nahezu allen 396 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens: Von der Eifel bis ins Münsterland und vom Niederrhein bis nach Ostwestfalen-Lippe. Sie unterstützt Vereine, Initiativen und ehrenamtliche Gruppen, die sich für den Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaften, für lebendige Orte und für das gesellschaftliche Miteinander einsetzen.

Getragen wird diese Arbeit bis heute vom Ehrenamt. Das Engagement vieler Freiwilliger macht NRW vielfältig, lebendig und lebenswert. Dieses Engagement möchte die NRW-Stiftung zu ihrem runden Geburtstag nicht nur würdigen, sondern auch gezielt stärken. Deshalb besucht sie in diesem Jahr viele Initiativen. Auf zahlreichen Veranstaltungen wird der Einsatz für Natur, Heimat und Kultur gefeiert.

Der Förderverein ist dabei eine wichtige Stütze der Stiftungsarbeit: Rund 20.000 Bürgerinnen und Bürger, 280 Vereine, knapp 100 Unternehmen und mehr als 300 Kommunen unterstützen die NRW-Stiftung bereits durch ihre Mitgliedschaft. Mit ihrem 40-jährigen Bestehen verbindet die NRW-Stiftung eine klare Botschaft: Eine starke Zukunft für Nordrhein-Westfalen braucht Menschen, die sich engagieren. Um dieses Engagement weiter zu stärken, setzt die Stiftung in ihrem Jubiläumsjahr ein besonderes Zeichen.

Als Dankeschön schenkt die NRW-Stiftung allen Menschen des Jahrgangs 1986, die noch kein Mitglied im Förderverein sind, eine Mitgliedschaft bis zum 31. Dezember 2026. Damit verbindet die Stiftung ihren Geburtstag mit der Einladung, sich dauerhaft für Natur, Heimat und Kultur in Nordrhein-Westfalen einzusetzen. Alle naturverbundenen und kulturinteressierten Menschen können bei der NRW-Stiftung und ihrem Förderverein mitmachen!

So bekommen alle Interessierten die kostenlose Geburtstags-Mitgliedschaft:
Alle 1986 Geborenen, die noch kein Mitglied im Förderverein der NRW-Stiftung sind, können die Mitgliedschaft ganz einfach online beantragen. Dazu füllen Sie das Antragsformular unter www.nrw-stiftung.de/mitglied-werden aus. Ihre Mitgliedschaft wird bis zum 31.12.2026 beitragsfrei gestellt. Am Ende des Jahres freuen wir uns, wenn Sie Ihre Mitgliedschaft bestätigen und weiterhin Teil für ein starkes NRW bleiben.

Weitere Informationen zur Geburtstags-Aktion sowie Neues von der Stiftung und unseren Podcast „Förderbande“ finden Sie unter www.nrw-stiftung.de

Tschechien - das unbekannte Nachbarland


Tschechien - das unbekannte Nachbarland

Eine Vortragsreihe unter der Schirmherrschaft der  Generalkonsulin der tschechischen Republik in Düsseldorf, Frau Kristina Larischová

26. 02. 2026: Dipl.-Geogr. Walter Erlenbach:

Tschechien, Land und Leute – eine geographische Landeskunde 

Wie sieht die Topographie des Nachbarlandes aus, seine Gebirge, der Naturraum und seine Bodenschätze? Welche Bedingungen findet die Landwirtschaft vor, welche Agrarprodukte sind wichtig? Wo finden sich Wälder, National- und Naturparke? Wie verteilt sich die Bevölkerung und wie sieht die administrative Gliederung aus? 

Dieser Vortrag soll die geographische Grundlage bilden, um das Nachbarland besser kennen zu lernen und eine gewisse Orts- und Raumkenntnis für die folgenden Veranstaltungen zu liefern.

05. 03. 2026: Dr. Walter Daugsch, Historisches Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:

Böhmen/Tschechien – eine deutsch-tschechische historische Landeskunde
Böhmen hatte über Jahrhunderte viele, häufig enge Beziehungen zu Deutschland und Österreich. Die Zeit nach dem I. Weltkrieg, die nationalsozialistische Besetzung, die Vertreibung der Deutschen und die Zugehörigkeit zu zwei konkurrierenden politischen Lagern bis 1989 führten zur Entfremdung, anschließend zu einer Annäherung durch die Zugehörigkeit beider Staaten zur NATO und zur EU.
Der Vortrag wird einen interessanten historischen Überblick geben zu all diesen Perioden der mal gemeinsamen, mal getrennten Vergangenheit.

Weitere Vorträge der Reihe sind:

16. 04. 2026: Dr. Ruth Fabritius: Glas aus Böhmen und Tschechien
30. 04. 2026: Jana Královcová, Tschechische Zentrale für Tourismus in Berlin: 
Tschechien als Reiseland
07. 05. 2026: Dr. Ulrich Eltgen: Kunstgeschichte Tschechiens mit Schwerpunkt Böhmen

(alle Vorträge um 19.00 Uhr im Ratssaal im Himmeroder Hof)
Der Eintritt ist frei
 

Dienstag, 10. Februar 2026

Zehn Erfolge in 100 Tagen: Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel setzt klare Schwerpunkte

Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel im Gespräch mit Mitarbeitenden des Betriebshofs der Stadt Rheinbach

Zehn Erfolge in 100 Tagen: Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel setzt klare Schwerpunkte


In seinen ersten 100 Tagen im Amt hat Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel gemeinsam mit Rat und Verwaltung in zehn zentralen Bereichen konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht und wichtige Entscheidungen getroffen.

Der Fokus lag dabei auf Handlungsfähigkeit, klaren Prioritäten und zügiger Umsetzung.

1. Finanzen

Konsolidierungspakt beschlossen: Mit verwaltungsinternen Sparmaßnahmen, der Einrichtung einer Sparkommission, und einer Selbstverpflichtung wurden effektive Maßnahmen ergriffen, um die Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern, Steuererhöhungen zu vermeiden und den Bürgerinnen und Bürgern wichtige Leistungen auch in Zukunft zur Verfügung zu stellen. Bürgermeister Dr. Phiesel stellt klar heraus: „Mit gemeinsamen Anstrengungen, einer sparsamen Haushaltsführung und klarer Priorisierung halten wir unsere Stadt am Laufen und sichern die Zukunft Rheinbachs ab.“

2. Sicherheit und Ordnung

Neubau beschlossen: Mit der Planungsentscheidung für den Neubau der Feuerwehrwache im Wolbersacker wurde ein zentraler Schritt zur langfristigen Sicherung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr getan.
Entgegen der ursprünglichen Planung wird dabei mehr als eine Million Euro eingespart, da für den Bau auf die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V. in Gold verzichtet wird – und dennoch nachhaltige Aspekte berücksichtigt werden.

3. Digitalisierung

Nutzung von ChatGPT per Dienstanweisung beschlossen: Die Stadtverwaltung setzt ab sofort KI als unterstützendes Arbeitswerkzeug ein, um Mitarbeitende zu entlasten und Abläufe effizienter zu gestalten.

4. Hochwasserschutz

Voller Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger: Rheinbach hat klar Stellung zur Ausweisung neuer Überschwemmungsgebiete bezogen und ergänzt laufend den Schutz durch technische und naturbasierte Maßnahmen. So wurde in Ramershoven ein Fluttor installiert und ein Förderprogramm für erosions- und überschwemmungsmindernde Bepflanzung eingerichtet. Das kommunale Hochwasser- und Starkregenschutzkonzept wird 2026 verabschiedet.

5. Kultur

Rheinbach wird von Mai bis September 2026 zum Kulturmagneten in der Region: „Kunst findet Stadt“ rückt das Leitthema Demokratie in den Mittelpunkt, bringt künstlerisches Potenzial nach Rheinbach und schafft
Aufmerksamkeit über die Stadtgrenzen hinaus. Im öffentlichen Raum und in den Schaufenstern nutzen wir den Stadtraum als offenen, niedrigschwelligen Ort für Austausch und Dialog.

6. Verkehr

Tempo 30 in alle Ortschaften bringen, Hauptstraße beruhigen, Fahrradverkehr weiter stärken: Der Verkehrsentwicklungsplan wurde mit Nachdruck vorangetrieben. Im Frühjahr wird die Verwaltung ein umfassendes Konzept vorstellen, um die Mobilität in Rheinbach noch sicherer, leiser und umweltfreundlicher zu machen. Außerdem: Die vielen Gespräche mit Landespolitik und Straßen NRW tragen Früchte – aktuell befindet sich die Stadtverwaltung in enger Abstimmung und Planung mit Straßen NRW in Bezug auf die bevorstehende Sanierung des Ölmühlenwegs zwischen Rheinbach und Merzbach.

7. Wirtschaftsförderung

Strategie beauftragt: Die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete und die Neuausrichtung des Gründer- und Technologiezentrums mit Fokus auf Biotechnologie sollen Rheinbachs Leistungsfähigkeit langfristig sichern. Die Verwaltung und die WFEG werden im Frühjahr ein richtungsweisendes Strategiepapier vorlegen.

8. Klimaschutz

Kommunale Wärmeplanung vorgestellt: Zwei Jahre vor der gesetzlichen Verpflichtung hat die Stadt Rheinbach eine tragfähige Wärmeplanung erarbeitet. Das Ziel ist die Klimaneutralität bis 2045. „Dabei ist mir eine transparente Information wichtig. Eine enge Beteiligung der Bürgerschaft steht auch bei den weiteren Schritten im Mittelpunkt.“, hebt Phiesel hervor.

9. Stadtentwicklung

Bauturbo beschlossen: Mit dem Grundsatzbeschluss zum Bauturbo werden Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt, um schneller neuen Wohnraum zu schaffen.

10. Jugend

Das Projekt Rutschenberg nimmt Formen an: Die Vermessungsarbeiten sind abgeschlossen, die LEADER-Förderung wurde beantragt, die Spendensammlung ist angelaufen. Ein konkreter Zeitplan soll im März vorgestellt werden. Zusätzlich startet ein Vorhaben zur Beschattung von vielen städtischen Spielplätzen, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen und die Gesundheit der Kinder zu schützen. Begonnen wird im Frühjahr mit einer Baumpflanzung in Irlenbusch.

Bürgermeister Phiesel betont, dass die ersten 100 Tage erst der Anfang sind. „Wir haben die Zeit gut genutzt, um wichtige Entscheidungen zu treffen und Weichen zu stellen. Jetzt geht es darum, die Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen und uns strategisch clever zu positionieren.

Das ist Teamarbeit von Bürgerschaft, Verwaltung und Rat.“ 

Nächstes Gesprächs-Frühstück für Trauernde in Swisttal am Freitag, 20. Februar

Nächstes Gesprächs-Frühstück für Trauernde in Swisttal am Freitag, 20. Februar


Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist schwer zu ertragen. Viele Trauernde fühlen sich in dieser Zeit hilflos und alleingelassen. Das Gesprächs-Frühstück für Trauernde bietet die Möglichkeit, mit Menschen in ähnlicher Lebenslage in Kontakt zu kommen, einander zuzuhören, Tränen und Trauer auszuhalten. Aber auch, um einander zu stärken und zu ermutigen, neue Wege zu versuchen. 
Die ausgebildeten und erfahrenen Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unterstützen in dieser Lebenssituation des erlebten Verlustes, bis ausreichend Kraft gefunden wurde, mit der veränderten Situation zu leben. Das Gesprächs-Frühstück ist nicht an eine Konfession gebunden, unverbindlich und kostenfrei.

Das nächste Treffen findet statt am Freitag, 20. Februar, 10 Uhr in der Maria-Magdalena-Kirche, Sebastianusweg 7 in Swisttal-Heimerzheim. 

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. begleitet lebensbedrohlich Erkrankte sowie deren An- und Zugehörige. Sie macht auch weitere Angebote für Trauernde - u.a. für Kinder und auch für Eltern, die ein Kind vor oder kurz nach der Geburt verloren haben und den Verlust eines Sternenkindes betrauern. Alle Angebote werden entgeltfrei angeboten und sind nicht an eine Konfession gebunden. Für die vielfältigen Aufgaben sucht der Verein wieder Menschen, die sich in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren möchten.

Rückfragen zu allen Angeboten unter 02226/900 433. Weitere Termine und Informationen zum Verein finden Sie unter: www.hospiz-voreifel.de 

Kostenfreies Parken für Ehrenamtliche: SPD-Fraktion sieht Nachbesserungsbedarf

Kostenfreies Parken für Ehrenamtliche: SPD-Fraktion sieht Nachbesserungsbedarf


Der Rat der Stadt Rheinbach hat die Einführung einer kostenfreien Parkmöglichkeit für Inhaberinnen und Inhaber der NRW-Ehrenamtskarte auf den Parkflächen am Himmeroder und Prümer Wall beschlossen. Die SPD-Fraktion hat sich in dieser Form der Beschlussfassung nicht dafür ausgesprochen.

„Die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements ist uns ein wichtiges Anliegen. Allerdings greift die jetzt beschlossene Regelung aus unserer Sicht zu kurz und ist in der praktischen Umsetzung noch nicht ausreichend ausgereift“, erklärt die SPD-Fraktion. Ratsfrau Martina Koch bringt es auf den Punkt: „Gut gedacht ist nicht immer gut gemacht.“

Nach Auffassung der SPD-Fraktion profitieren derzeit zu wenige engagierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rheinbach von der beschlossenen Regelung, da in erster Linie nur Ehrenamtliche begünstigt sind, die im Besitz der NRW-Ehrenamtskarte sind. Viele engagierte Menschen in Rheinbach verfügen jedoch nicht über eine solche Karte – darunter beispielsweise Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr oder weitere ehrenamtlich tätige Gruppen, die ebenfalls einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl leisten.

Kritisch bewertet die SPD-Fraktion zudem das derzeit vorgesehene Verfahren. Die vorgeschlagene Lösung, die Ehrenamtskarte im Fahrzeug auszulegen und die Parkzeit mittels Parkscheibe nachzuweisen, wird als nicht ausreichend praxistauglich angesehen.

Die SPD-Fraktion setzt sich deshalb dafür ein, die Regelung weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Möglichkeit des kostenfreien Parkens auf weitere ehrenamtlich Engagierte auszuweiten und ein praktikables sowie nachvollziehbares Verfahren zu schaffen. Ein möglicher Ansatz könnte nach Auffassung der SPD-Fraktion darin bestehen, dass die Stadtverwaltung spezielle Parkberechtigungen ausgibt, die im Fahrzeug ausgelegt werden können. In diesem Zusammenhang sollte geprüft werden, wie ein geregeltes Vergabeverfahren ausgestaltet werden kann, um auch Ehrenamtliche ohne NRW-Ehrenamtskarte einzubeziehen.

„Wir möchten eine Lösung, die das Ehrenamt in seiner gesamten Breite anerkennt, praktikabel funktioniert und für alle nachvollziehbar ist. Deshalb sollte die Verwaltung prüfen, wie die Regelung sinnvoll erweitert und praxistauglich umgesetzt werden kann“, so die SPD-Fraktion abschließend.

„Wir werden hierzu einen entsprechenden Antrag formulieren und in den zuständigen Ausschuss einbringen.“ erklärt Arne Ritter, Fraktionsvorsitzender der SPD Rheinbach. 

SPD-Fraktion Rheinbach zum Beschluss des Konsolidierungspakts

SPD-Fraktion Rheinbach zum Beschluss des Konsolidierungspakts


Der Rat der Stadt Rheinbach hat den sogenannten Konsolidierungspakt beschlossen. Ein Vertagungsantrag der SPD-Fraktion, mit dem erreicht werden sollte, den Konsolidierungspakt erst auf Grundlage einer vollständigen Analyse und im Zusammenhang mit den anstehenden Haushaltsberatungen zu entscheiden, fand keine Mehrheit.

Die SPD-Fraktion respektiert das Abstimmungsergebnis. Entscheidend ist nun jedoch, dass der gefasste Beschluss nicht bei einem politischen Signal stehen bleibt, sondern in einen nachvollziehbaren und tragfähigen Konsolidierungspfad überführt wird.

Michael Rohloff, Ratsmitglied der SPD-Fraktion, erklärt: „Der Beschluss setzt einen Rahmen, ersetzt aber nicht die notwendige inhaltliche Arbeit. Jetzt kommt es darauf an, dass die Konsolidierung mit Substanz hinterlegt wird und tragfähige Entscheidungen auf einer fundierten Grundlage getroffen werden.“

Die SPD-Fraktion nimmt die finanzielle Lage der Stadt weiterhin ernst. Bereits frühzeitig haben wir ein strukturiertes und fundiertes Vorgehen angeregt und hierzu konkrete Vorschläge in den politischen Prozess eingebracht. Unser Anliegen war und ist es, tragfähige Grundlagen für nachhaltige Entscheidungen zu schaffen. Ohne wirksame und belastbare Maßnahmen bleibt das Risiko bestehen, dass perspektivisch doch ein Haushaltssicherungsverfahren erforderlich werden könnte. Georg Wilmers, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ergänzt:
„Haushaltskonsolidierung ist kein politisches Signal, sondern ein strukturierter Prozess. Entscheidend sind belastbare Zahlen, eine klare Analyse und Maßnahmen, die tatsächlich wirken. Nur dann kann der eingeschlagene Weg tragfähig sein.“

„Die SPD-Fraktion wird die weiteren Haushaltsberatungen konstruktiv begleiten und sich weiterhin verantwortungsvoll einbringen“, erklärt Arne Ritter, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Unser Ziel bleibt eine nachhaltige Stabilisierung der Stadtfinanzen auf einer transparenten und tragfähigen Grundlage.“ 

Montag, 9. Februar 2026

Von „Dorfhausmaus“ bis „Raumtemperaturregulierung“

Eva Kraiss und Michael Baute hatten bei ihrer Spontanlesung mindestens so viel Spaß wie ihr Publikum

Von „Dorfhausmaus“ bis „Raumtemperaturregulierung“


Bei der beliebten Spontanlesung „Ohne Probe ganz nach obe“ im voll besetzten Rheinbacher Theater am Lohmarkt stellten Eva Marianne Kraiss und Michael Baute wieder ihre Vorlesekunst, Schlagfertigkeit und viel Sympathie für das Groteske unter Beweis.

Eva Kraiss (Köln) und Michael Baute (Wuppertal) sind Schauspieler. Sie haben schöne Stimmen und beherrschen das Metier des gestalteten Sprechens und Lesens. Aber ihr aberwitziges Format „Ohne Probe ganz nach obe“  lebt dazu noch von gekonnter Publikumsinteraktion, von enormem popkulturellem Wissen, Spontanität, Ehrlichkeit und Humor. Und jeder Abend ist eine Wundertüte!

Um es vorwegzunehmen: Das Versprechen, „alles vorzulesen, was man ihnen hinlegt“, konnten  Kraiss und Baute diesmal bei weitem nicht einlösen. Zu hoch waren diesmal die Stapel an Büchern, selbstverfassten Texten und anderen Druckwerken. So schafften es beispielsweise Eichendorff, Heinz Erhardt, Wilhelm Busch, ein „Rheinisches Kochbuch“ und ein Sachbuch über die Kunst des Tennisspiels diesmal nicht ans Mikro. Stattdessen wurde eine klappernd gereimte Büttenrede einer „Dorfhausmaus“ aus dem Jahr 2012, samt schrillem Mäuseohren-Haarreif (die sich Baute ganz uneitel bis zur Pause aufsetzte) zum unerwarteten Publikumserfolg. 

Eine Besucherin aus Euskirchen hatte Astrid Lindgrens Märchen und Michael Endes Momo „im Auto liegen lassen“ und stattdessen einen Katalog des British Shop aus ihrer Handtasche geholt und auf den Teetisch gelegt. Ein „gefundenes Fressen“ für die beiden Vorlesekünstler! Nie klang die Beschreibung einer Tweed-Jacke witziger.

Zwei nachdenkliche Texte von Hans-Dieter Hüsch bekamen die nötige Würde, bevor es wieder lustig wurde. Ein Stammgast der Veranstaltung hatte einen wirklich witzige kulturelle Betrachtung über die Qualität von Toilettenpapier geschrieben.

Das Horoskop aus einer Jugendzeitschrift – samt Verteilung der eingehefteten Starposter - nach der Pause ist eine feste Rubrik des Formats. Irgendwann ermahnten sich die beiden glucksend: „Jetzt müssen wir aber noch mal was Richtiges lesen.“ Gesagt, getan. Der Abends endete nach zwei weiteren Texten furios bei den aberwitzigen „Ausführungsvorschriften der Bundeswehr zur Raumtemperaturregulierung“ in ihren  Liegenschaften. Fazit: Bei so viel Bürokratie konnten den begeisterten Besuchern Zweifel an der Wehrfähigkeit unserer Armee kommen. Kein Zweifel besteht an der Schlussbewertung des Abends: „Ohne Probe, ganz nach obe“ war einmal mehr toll gelesene Impro-Comedy mit zwei sympathischen Protagonisten, die herrliche Albernheit mit wunderbarem Tiefgang verbinden. Der nächste Termin der Kooperationsveranstaltung des Theaters am Lohmarkt mit Rheinbach liest e.V. findet am 23. April statt.