Mittwoch, 19. August 2026

Straßenbauarbeiten in der Bahnhofgasse dauern bis in den September an


Straßenbauarbeiten in der Bahnhofgasse dauern bis in den September an


Seit Oktober 2025 werden in der Bahnhofgasse umfangreiche Bauarbeiten zur Sanierung des Abwasserkanals durchgeführt.

Große Meilensteine bei der Modernisierung der Infrastruktur in der Bahnhofgasse sind erreicht: Sowohl die umfangreichen Kanalbauarbeiten als auch die Verlegung der neuen Trinkwasserleitung wurden erfolgreich abgeschlossen. Mit dem Abschluss der Tiefbauarbeiten an Kanalisation und Trinkwassernetz liegt der anspruchsvollste Teil des Großprojekts hinter den Projektbeteiligten.

Nun startet der finale Bauabschnitt. Um die Straße wieder komplett herzurichten und eine moderne, sichere Verkehrsfläche zu schaffen, folgen nahtlos die Straßenbauarbeiten.

Hierzu gehören unter anderem das Aufnehmen der provisorischen Baustraße, das Verlegen der Rinnensteine sowie der Einbau der neuen Asphalt- und Tragschichten. Für die anstehenden Straßenbauarbeiten ist die Bahnhofgasse seit dem 17.08.2026 auf der gesamten Länge voll gesperrt. Eine Durchfahrt ist während dieses Bauabschnitts nicht möglich.

Trotz der Vollsperrung bleibt die Erreichbarkeit der Grundstücke für die Anwohnerinnen und Anwohner selbstverständlich gewährleistet. Auch die Zufahrt für Einsatz- und Rettungsfahrzeuge ist zu jeder Zeit sichergestellt. Sollte es an einzelnen Tagen – etwa direkt während des heißen Asphalteinbaus – zu kurzzeitigen, unumgänglichen Einschränkungen bei der direkten Zufahrt zu den Grundstücken kommen, werden die Anwohnenden darüber vorab separat informiert.

Die Stadt Rheinbach bittet alle Verkehrsteilnehmenden und insbesondere die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner um Verständnis für die kommenden Beeinträchtigungen.
Da nun der letzte Bauabschnitt läuft, ist ein absehbares Ende der Baustelle in Sicht. Nach Abschluss der Asphaltierungsarbeiten kann die Bahnhofgasse zeitnah wieder komplett für den Verkehr freigegeben werden.

Endspurt bei Kultur am Hof


Endspurt bei Kultur am Hof 


Das Team von Kultur am Hof blickt auf gut besuchte Konzerte zurück und freut sich auf weitere schöne Musikabende bis Mitte September. Jeden Freitag um 19.00 Uhr heißt es auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach „Bühne frei“ für beliebte Bands aus der näheren und weiteren Region. Stefan Raetz, Mitorganisator der kostenfreien Musikreihe: „Besonderer Dank gilt den Nachbarn, die uns dieses regional einmalige Event ermöglichen, den Sponsoren als Unterstützer und dem stets sehr diszipliniertem Publikum. Wenn wir um 22 Uhr Schluss machen, räumen die Gäste mit auf und verlassen schnell den Festplatz, so dass wieder Ruhe einkehrt.“ 

Am 21.8. spielt die bekannte Rheinbacher Band „PlayOff“ auf. Am 28.8. gibt es nachmittags um 15 Uhr ein spezielles Kinderkonzert von „Jack is back“ – Rock für Kinder. Natürlich ist auch der Eiswagen vor Ort. Um 19 Uhr spielen dann die „Covermaniacs“ auf, da die „Männer von Flake“ leider absagen mussten. Aber mit den Covermaniacs wird der Himmeroder Wall mit Sicherheit auch wieder voll belegt sein. Den Abschluss im September machen die „Orange Cake Band“ am 4.9. und „Zet B“ am 11.9.. Der Eintritt ist frei. Es wird um Spenden in den Hut für die Bands gebeten.  

„Alter und Pflege“ Vortragsreihe im September 2026

„Alter und Pflege“ Vortragsreihe im September 2026


Die Stadt Rheinbach lädt alle Senior*innen sowie Angehörige und Interessierte vom 7. bis zum 28. September 2026 zur Vortragsreihe „Alter und Pflege“ ein. Die Vorträge widmen sich Themen rund um das Älterwerden und die Pflege.

Die Vortragsreihe „Alter und Pflege“ findet jeweils montags ab 17 Uhr im Glasmuseum Rheinbach, Ratssaal, Himmeroder Wall 6, statt und bietet eine gute Gelegenheit, wertvolle Einblicke und Informationen für den Umgang mit den Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Älterwerden zu gewinnen. Die Teilnehmenden können sich auf interessante Fachvorträge freuen.

Das Programm:

  • Montag, 07.09.2026, 17:00 Uhr:
    Vorsorgende Verfügungen für Krankheit und Alter

    Vorsorgevollmacht/ Betreuungsverfügung/ Patientenverfügung
    Kreissozialamt – Betreuungsbehörde - Herr Kowalewski

  • Montag, 14.09.2026, 17:00 Uhr:
    Gut umsorgt in den eigenen vier Wänden

    Betreuungswelt Norbert Stolz - Herr Stolz und Pflegeteam Wentland - Herr Sommer

  • Montag, 21.09.2026, 17:00 Uhr:
    Schockanrufe, falscher Polizeibeamter und Bankmitarbeiter sowie aktuelle Betrugsmaschen im Internet

    Polizei Bonn – Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz – Seniorenberatung

  • Montag, 28.09.2026, 17:00 Uhr:
    Fahreignung (k)eine Frage des Alters?

    Deutsche Verkehrswacht – Frau Brodeßer


Im Anschluss an die Vorträge ist Gelegenheit Fragen zum jeweiligen Thema zu stellen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. 

Gesprächs-Café für Trauernde in Meckenheim

In der Trauer nicht allein

Gesprächs-Café für Trauernde in Meckenheim am Dienstag, 25. August, 15-17 Uhr


Einen geliebten Menschen zu verlieren ist schwer zu ertragen, viele Menschen fühlen sich in dieser Zeit hilflos und allein gelassen. 

Am Dienstag, 25. August, 15 -17 Uhr, bietet die Ökumenische Hospizgruppe e.V. in Meckenheim im Präsenzraum des Hospizvereins, Hauptstr. 38, Trauernden die Möglichkeit, sich in vertrauensvoller Atmosphäre mit Menschen in ähnlicher Lebenssituation auszutauschen. Ausgebildete und erfahrene Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter unterstützen Trauernde in der Lebenssituation des erlebten Verlustes, bis diese ausreichend Kraft gefunden haben, mit der veränderten Situation zu leben.  
Das Angebot ist entgeltfrei und nicht an eine Konfession gebunden. Wegen begrenzter Platzzahl ist eine Anmeldung notwendig bei Karin Wallraff:  02225/44 02 oder 01578/680 45 12.

Im Präsenzraum finden Interessierte auch von Montag bis Donnerstag jeweils 10-12 Uhr und 15-17 Uhr Ansprechpartner*Innen der Hospizgruppe.

Weitere Termine und Informationen zum Verein telefonisch unter 02226/900 433 oder im Internet www.hospiz-voreifel.de

 

SPD will "Baumallee" in der Löherstraße als Hitzeschutz erhalten

Bild: SPD Rheinbach 

SPD will "Baumallee" in der Löherstraße als Hitzeschutz erhalten


Die SPD-Fraktion will sich dafür einsetzen, dass die vorhandenen Bäume in der Löherstraße beim geplanten Umbau möglichst weitgehend erhalten bleiben und der Baumbestand nach Möglichkeit sogar ergänzt wird. Zwischen Hauptstraße und Kallenturm stehen derzeit auf beiden Straßenseiten jeweils vier Bäume. Gerade angesichts zunehmend heißer Sommertage sieht die SPD darin einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz in der dicht bebauten Innenstadt.

Wie groß die Wirkung bereits heute ist, zeigt ein Vergleich mit der unmittelbar angrenzenden Straße Vor dem Voigtstor. Eigene Temperaturmessungen vor Ort ergaben an heißen Tagen im Schatten einen Unterschied von fast vier Grad. Beim Vergleich sonnenbeschienener Bereiche lag der Unterschied sogar bei fast zehn Grad. Die Messungen sind keine wissenschaftliche Untersuchung, machen die unterschiedliche Aufheizung der beiden Straßenräume aber deutlich.

Bäume wirken in dicht bebauten Bereichen gleich mehrfach gegen Hitze: Ihre Kronen verschatten Straßen und Fassaden und verhindern damit, dass sich Asphalt und andere Oberflächen so stark aufheizen. Zusätzlich trägt die Verdunstung über die Blätter zur Abkühlung der Umgebung bei.

„Wenn man von der sonnenbeschienenen Straße Vor dem Voigtstor nur wenige Meter weiter in den Schatten der Bäume in der Löherstraße geht, ist der Unterschied unmittelbar zu spüren“, erläutert SPD-Fraktionsvorsitzender Arne Ritter. „Das zeigt auch, welchen Unterschied vorhandene große Bäume für die Aufenthaltsqualität in unserer Innenstadt machen.“

Für die SPD ist aus den bisherigen Umbauplanungen nicht eindeutig erkennbar, in welchem Umfang der vorhandene Baumbestand erhalten werden kann. In der letzten Ratssitzung hatte die Verwaltung auf eine Abwägung verwiesen, nach der Fällungen im Zuge der Planung erforderlich seien. Angesichts der hohen Temperaturen in diesem Sommer möchte die SPD diese Abwägung noch einmal unter dem Gesichtspunkt des Hitzeschutzes betrachten lassen.

Dabei geht es der SPD ausdrücklich nicht darum, den geplanten Umbau der Löherstraße infrage zu stellen. Auch der vorgesehene Zweirichtungsverkehr im Kurvenbereich soll durch die Initiative nicht verhindert werden. Er ist ein wichtiger Baustein für die weitere verkehrliche Entwicklung der Hauptstraße und mögliche Verkehrsberuhigungen.

„Wo ausgewachsene und gesunde Bäume mit der Planung vereinbar sind, sollten wir sie erhalten“, so Arne Ritter. „Ersatzpflanzungen sind wichtig, können die Wirkung großer vorhandener Bäume aber nicht kurzfristig ersetzen. Bis neu gepflanzte Bäume eine vergleichbare Kronengröße und Verschattungswirkung erreichen, vergeht viel Zeit.“

Die SPD-Fraktion will deshalb erreichen, dass der Stadtrat den möglichst weitgehenden Erhalt des vorhandenen Baumbestands in der Löherstraße als Planungsziel festlegt. Gleichzeitig soll geprüft werden, an welchen Stellen zusätzliche Bäume gepflanzt werden können. Ziel ist es, den geplanten Umbau und die verkehrlichen Veränderungen mit einem wirksamen Hitzeschutz für die Innenstadt zu verbinden.

Donnerstag, 13. August 2026

Neue WM Titel auch in 2026 für Tomburg Boxing Rheinbach e.V.!

Erfolgreiches WM-Team

Neue WM Titel auch in 2026 für Tomburg Boxing Rheinbach e.V.!


Vom 3.bis 9.August ging es für 12  Wettkämpfer nach Berlin. Hier fand die Weltmeisterschaft der WKU statt. Über 1700 Sportler aus aller Herren Länder hatten sich zusammengefunden  um sich untereinander zu messen. Austragungsort war das Estrel Hotel, eines der größten Hotels in Europa.

Für einige der Tomburg Boxer war es die erste Weltmeisterschaft, entsprechend groß die Aufregung der Kämpfer und Ihren Eltern. Das sportliche Niveau war sehr hoch, trotzdem gelang es allen 12 sich bis in die Medaillenränge durchzukämpfen.  Erst in den Finalkämpfen mussten sich dann einige verabschieden.

Die Finalkämpfe für sich entscheiden konnten und somit Weltmeister im Verband der WKU:

  • Charlotte Stocker 1. Platz Leichtkontakt und 1. Platz Kick Light Kids -25kg
  • Jolie Zavelberg 1. Platz Leichtkontakt und 1. Platz Kick Light -30kg
  • Liv Bender 1. Platz Kick Light juniors -50 kg
  • Dominik Riehl 1. Platz Kick Light Veterans +85 kg 

Dominik Riehl nach Finale gegen Mexiko

Liv Bender nach Finalkampf

Team Deutschland in Berlin

 
Sophia Noll nach gewonnenem Halbfinale

 



NCR-Grillevent geht in die vierte Runde: Spanische Fiesta begeistert die Gäste

Neuer Grill und zubereitete Tapas

NCR-Mitglieder und zubereitete Paella und Tapas

NCR-Grillevent geht in die vierte Runde: Spanische Fiesta begeistert die Gäste


Am vergangenen Samstag ging das beliebte Grillevent des NCR Blau-Gold bereits in die vierte Runde. Unter dem Motto „Spanische Fiesta“ kamen rund 30 Mitglieder und Gäste im Vereinsheim zusammen, um einen geselligen Tag mit spanischem Flair zu verbringen.

Für das leibliche Wohl sorgten zahlreiche selbst zubereitete Spezialitäten. Serviert wurden eine frisch zubereitete Paella und verschiedene leckere Tapas. Passend dazu genossen die Gäste Sangria. Die mit viel Engagement vorbereiteten Speisen fanden großen Anklang und trugen ebenso wie die entspannte Atmosphäre zum gelungenen Verlauf des Abends bei.

Ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung war die Einweihung des neuen Gasgrills. Seine Anschaffung wurde durch eine großzügige Spende in Höhe von 500 Euro ermöglicht. Im Rahmen der spanischen Fiesta kam der Grill direkt zum ersten Mal zum Einsatz. Er wird das Vereinsleben künftig bei vielen weiteren Veranstaltungen bereichern. 

Der NCR Blau-Gold bedankt sich herzlich bei dem großzügigen Spender für die wertvolle Unterstützung. Ein großer Dank gilt außerdem an die Organisatoren Thomas Arenz, HP Watty und Paul Manheller sowie allen Helferinnen und Helfern, die die Speisen zubereiteten, das Vereinsheim herrichteten und mit ihrem Einsatz zum Erfolg des vierten Grillevents beitrugen.

Die „Spanische Fiesta“ war ein rundum gelungener Tag und zeigte einmal mehr, wie lebendig Gemeinschaft und Geselligkeit beim NCR Blau-Gold gepflegt werden. Nach der erfolgreichen vierten Auflage dürfen sich die Mitglieder und Gäste bereits auf eine Fortsetzung des Grillevents im nächsten Jahr freuen.

 

„Soziale Herkunft entscheidet mit darüber, wer Zugang zum Journalismus erhält“

Dr. Tanja Köhler ist Professorin für digitalen Journalismus und audiovisuelle Medien an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Foto: Annika Fußwinkel 


„Soziale Herkunft entscheidet mit darüber, wer Zugang zum Journalismus erhält“

H-BRS Aktuell mit Professorin Tanja Köhler über Klassismus im Journalismus


Wie prägt die soziale Herkunft journalistische Karrierewege und was bedeutet das für die Vielfalt in den Medien? In ihrer Studie „Klassismus im Journalismus“ hat H-BRS-Professorin Dr. Tanja Köhler gemeinsam mit Co-Autorin Dr. Julia Lönnendonker erstmals diese bislang in Forschung und Praxis vernachlässigte Diversitätsdimension beim Mediennachwuchs umfassend untersucht. „Wenn in Redaktionen überwiegend Menschen mit ähnlichen Herkunftserfahrungen arbeiten, besteht die Gefahr, dass bestimmte Lebensrealitäten und Sichtweisen weniger wahrgenommen werden“, sagt die Journalismus-Professorin. Im Interview spricht sie über die Ergebnisse ihrer Studie, deren gesellschaftspolitische Dimension und Herausforderungen für die Medienpraxis.

Frau Professorin Köhler, Sie haben eine Studie zum Thema „Klassismus im Journalismus“ verfasst. Was versteht man unter Klassismus?

Professorin Tanja Köhler: Klassismus bezeichnet die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihrer sozialen Herkunft oder ihres sozialen Status. Klassismus ist daher eine Diskriminierungsform wie Sexismus oder Rassismus, allerdings bezogen auf die soziale Zugehörigkeit. Dabei zeigt sich Klassismus in allen gesellschaftlichen Bereichen. Das Bildungssystem ist dafür ein gutes Beispiel. Die Chancen auf Abitur und Studium hängen in Deutschland nach wie vor stark davon ab, aus welchem Elternhaus jemand kommt. Solche Ungleichheiten setzen sich später auf dem Arbeitsmarkt fort, und, wie unsere Studie zeigt, auch beim Zugang zum Journalismus. Im Journalismus zeigt sich Klassismus auf zwei Ebenen: zum einen darin, wer überhaupt Zugang zum Beruf erhält und zum anderen in der Berichterstattung, etwa wenn Menschen aus weniger privilegierten Verhältnissen darin kaum vorkommen oder ihre Lebensrealitäten überwiegend stereotyp oder abwertend dargestellt werden.

Wie sind Sie bei Ihrer Studie vorgegangen?

Köhler: Wir haben uns zunächst die Frage gestellt, aus welchen sozialen Herkunftsgruppen Volontär:innen und Journalistenschüler:innen in Deutschland stammen. Wir wollten dabei bewusst den journalistischen Nachwuchs untersuchen, weil Volontariate und Journalistenschulen zu den wichtigsten Ausbildungswegen in den Journalismus gehören und sich genau hier entscheidet, wer langfristig Zugang zum Beruf erhält.

In einem ersten Schritt haben wir sehr aufwendig recherchiert, wie viele Nachwuchsjournalist:innen derzeit überhaupt in größeren deutschen Medienhäusern und Journalistenschulen ausgebildet werden. Dabei kamen wir auf eine Grundgesamtheit von 979 Personen. Anschließend haben wir im Herbst 2024 eine standardisierte Online-Befragung durchgeführt. Insgesamt nahmen 250 Nachwuchsjournalist:innen teil, darunter 180 Volontär:innen und 70 Journalistenschüler:innen.

In der Befragung ging es um unterschliche Aspekte: unter anderem um Ressourcen, die für den Einstieg in den Journalismus wichtig sein können, um das journalistische Rollenverständnis und natürlich um die soziale Herkunft. Diese haben wir anhand verschiedener Indikatoren erfasst, unter anderem über die Bildungsherkunft der Eltern. Dabei unterscheiden wir zwischen Akademiker-Kindern, bei denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, und Nicht-Akademiker-Kindern.
Was sind die Ergebnisse der Studie?

Köhler: Das zentrale Ergebnis lautet: Der Zugang zum Journalismus ist wenig sozial durchlässig. Das heißt: Soziale Herkunft entscheidet mit darüber, wer Zugang zum Journalismus erhält. Mehr als die Hälfte der Volontär:innen und rund zwei Drittel der Journalistenschüler:innen stammen aus akademischen Elternhäusern. Während in der vergleichbaren jungen Gesamtbevölkerung 72 Prozent aus Nicht-Akademikerhaushalten stammen, sind es unter den Volontär:innen nur 47,7 Prozent und unter den Journalistenschüler:innen sogar nur 34,8 Prozent.

Gleichzeitig haben wir uns auch den Bildungshintergrund der Befragten angeschaut. Dabei zeigt sich eine starke Bildungsselektion. Fast alle Befragten haben Abitur und über 90 Prozent haben eine Hochschule besucht. Nur ein ganz kleiner Anteil hat nicht studiert. Damit wirkt die soziale Selektion des Bildungssystems bis in den Journalismus hinein. Denn wir wissen aus vielen Studien, dass die Aufnahme eines Studiums eng mit der Bildungsherkunft der Eltern zusammenhängt. Zur Veranschaulichung: Von 100 Akademikerkindern nehmen 78 ein Studium auf, bei Familien, in denen kein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, sind es nur 25. Und in Familien, in denen kein Elternteil eine Berufsausbildung hat, sind es sogar nur acht.

Nachwuchsjournalist:innen aus nicht-akademischen Familien verfügen zudem seltener über hilfreiche Netzwerke, können weniger häufig auf finanzielle Unterstützung ihrer Eltern zurückgreifen und nennen finanzielle Einschränkungen häufiger als Hindernis für journalistische Praktika.

Wie erklären Sie sich diese fehlende Diversität und was bedeutet das für den Journalismus

Köhler: Diversität ist seit vielen Jahren ein wichtiges Thema im Journalismus. Medienhäuser und Journalistenschulen bekennen sich zu Diversität und inzwischen auch zu sozialer Vielfalt. Sie haben auf Forderungen nach mehr Diversität gezielt ihre Rekrutierungsprozesse angepasst. So ist ein Hochschulabschluss in vielen Fällen gar kein formales Zulassungskriterium mehr. Und trotzdem schaffen es am Ende vor allem diejenigen in die journalistische Ausbildung, die selbst studiert haben und zugleich aus einem akademischen Elternhaus stammen. Unsere Ergebnisse zeigen also eine deutliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Warum ist das so?

Köhler: Dafür gibt es unterschiedliche Erklärungen. Unsere Ergebnisse zeigen zunächst, dass die Ausgangsbedingungen für den Berufseinstieg sozial ungleich verteilt sind. Nachwuchsjournalist:innen aus nicht-akademischen Elternhäusern können seltener auf finanzielle Unterstützung und hilfreiche berufliche Netzwerke zurückgreifen.

Ein weiteres Problem könnte sein, dass soziale Herkunft im Rekrutierungsprozess bislang kaum systematisch erfasst wird. Meine Vermutung ist, dass viele Medienhäuser unsicher sind, welche Kriterien sich dafür überhaupt eignen.

Aus anderen Studien wissen wir außerdem, dass in Auswahlverfahren häufig soziale Ähnlichkeiten belohnt werden, etwa hinsichtlich sprachlicher Ausdrucksweise oder ein bildungsbürgerlicher Habitus. Ein solcher Habitus wird wesentlich durch Familie und soziales Umfeld geprägt. Wenn Auswahlverfahren unbewusst diejenigen bevorzugen, die den bereits Beschäftigen ähneln, können auch vermeintlich neutrale Auswahlkriterien soziale Ungleichheiten reproduzieren.

Das ist nicht nur mit Blick auf Chancengerechtigkeit problematisch, sondern kann auch Auswirkungen auf die Perspektivenvielfalt im Journalismus haben.

Die Frage, wer Medien macht, hat also auch eine gesellschaftspolitische Dimension …

Köhler: Absolut. Journalismus soll gesellschaftliche Wirklichkeit in ihrer Vielfalt abbilden, unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen und Menschen in die Lage versetzen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Damit erfüllt er eine zentrale demokratische Funktion. Soziale Herkunft prägt unsere Erfahrungen und unseren Blick auf die Welt. Wenn in Redaktionen überwiegend Menschen mit ähnlichen Herkunftserfahrungen arbeiten, besteht die Gefahr, dass bestimmte Lebensrealitäten, Themen und Sichtweisen weniger wahrgenommen oder anders behandelt werden. Und das berührt auch die Frage des Vertrauens. Wir wissen aus anderen Untersuchungen, dass sich ein Teil der Bevölkerung in der Themenauswahl und im Meinungsspektrum der Medien nicht ausreichend repräsentiert sieht und dass das Medienvertrauen mit sinkendem Bildungsniveau tendenziell abnimmt. Deshalb ist soziale Vielfalt im Journalismus für mich nicht nur eine Frage von Fairness und Teilhabe, sondern auch von Perspektivenvielfalt und gesellschaftlicher Repräsentation.

Welche Empfehlungen leiten Sie aus Ihrer Studie ab?

Köhler: Unsere Ergebnisse zeigen, dass soziale Herkunft ein blinder Fleck im Rekrutierungsprozess ist. Der erste Schritt muss deshalb sein, diesen blinden Fleck sichtbar zu machen. Deshalb halte ich es für wichtig, soziale Herkunft im Bewerbungsprozess systematisch zu erfassen. Denn solange Medienhäuser nicht wissen, aus welchen sozialen Gruppen ihre Bewerber:innen und Beschäftigten stammen, können sie auch nicht erkennen, an welcher Stelle im Rekrutierungsprozess Menschen verloren gehen.

Gleichzeitig müssen die konkreten Zugangshürden überprüft werden. Deshalb empfehlen wir ausreichend vergütete Praktika, Stipendien und Förderprogramme für Menschen aus weniger privilegierten Verhältnissen. Außerdem sollten Mitarbeitende, die über Einstellungen und Ausbildungsplätze entscheiden, stärker für Klassismus sensibilisiert werden, beispielsweise über verpflichtende Fortbildungen.

Und wir empfehlen, über zeitlich befristete Quoten für Menschen aus weniger privilegierten sozialen Verhältnissen nachzudenken. Denn strukturelle Benachteiligung verschwindet nicht allein dadurch, dass man sich zu Diversität bekennt.

Sie forschen an der H-BRS zu den Themen soziale Ungleichheit im Journalismus sowie Diversität und Teilhabe in medialen Öffentlichkeiten. Wie erleben Sie die Debatte über Klassismus?

Köhler:
Ich habe den Eindruck, dass das Bewusstsein für Klassismus wächst, wenn auch sehr langsam. Über soziale Herkunft wird heute mehr gesprochen als noch vor einigen Jahren. Im Journalismus erhält sie aber gegenüber anderen Diversitätsdimensionen weiterhin weniger Aufmerksamkeit.

Wo besteht weiterer Forschungsbedarf?

Köhler: Wir brauchen zunächst regelmäßige Daten darüber, wie sich der Journalismus sozial zusammensetzt. Unsere Untersuchung ist eine Momentaufnahme des journalistischen Nachwuchses, mit der wir keine Entwicklung über die Zeit nachweisen können. Wir wissen auch zu wenig darüber, wie sich die soziale Herkunft der Journalist:innen, die bereits im Beruf sind, heute darstellt. Die vorliegenden Erkenntnisse dazu sind zum Teil über 20 Jahre alt.

Die vielleicht spannendste Frage geht aber noch einen Schritt weiter: Was bedeutet die soziale Zusammensetzung einer Redaktion tatsächlich für den Journalismus, der dort entsteht? Verändert eine sozial vielfältigere Redaktion die Themenauswahl? Kommen andere Quellen und Protagonist:innen vor? Werden soziale Ungleichheit und Armut anders dargestellt? Und erreichen solche Angebote möglicherweise auch Bevölkerungsgruppen besser, die sich von etablierten Medien bislang weniger repräsentiert fühlen?

Die Studie von Tanja Köhler und Julia Lönnendonker ist unter dem Titel „Klassismus im Journalismus. Wie soziale Herkunft journalistische Karrierewege prägt“ im Herbert von Halem Verlag erschienen. Sie ist als Open-Access-Publikation online verfügbar unter: https://www.halem-verlag.de/produkt/klassismus-im-journalismus/
 

Waldbrandmodul GFFF-V DE1 zurück aus Spanien

In Spanien versorgen die Johanniter die Einsatzkräfte vom Waldbrandmodul mit frisch gekochtem Essen. Foto: Feuerwehr Bonn 

Regionalvorständin Verena Dienst und das Johanniter-Team vom Waldbrandmodul. Foto: Johanniter

Waldbrandmodul GFFF-V DE1 zurück aus Spanien

Johanniter-Feldküche unterstützte Feuerwehr bei der Bekämpfung von Waldbränden.


Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen – Gemeinsam im europäischen Einsatz: Das Waldbrandmodul GFFF-V DE1 ist wohlbehalten aus seinem Einsatz in Spanien zurückgekehrt. Vom 30. Juli bis 5. August 2026 unterstützten 56 Einsatzkräfte aus Feuerwehr-Spezialeinheiten, Partnerorganisationen und von den Johannitern die Bekämpfung von mehreren Waldbränden in der Region Kastilien und León. Mit dabei waren auch vier Ehrenamtliche aus den Regionalverbänden Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen und Rhein-Ruhr: Raphael Graf, Jasper Moenninghoff, Jens Schmelmer und Nick Sebald sorgten dafür, dass die Feuerwehrleute während des gesamten Einsatzes zuverlässig versorgt wurden – von Lunchpaketen auf der Anreise bis zu frisch zubereiteten Mahlzeiten vor Ort.

Versorgung unter besonderen Bedingungen

Untergebracht war das Team in einem ehemaligen Kloster. Dort bereiteten die Johanniter aus mitgebrachten und frisch eingekauften Lebensmitteln täglich warme Mahlzeiten für die Einsatzkräfte zu. Teamleiter Jens Schmelmer: „Bereits nach eineinhalb Tagen konnten die Waldbrände in der Nähe des Camps erfolgreich eingedämmt werden. Da die spanischen Behörden keine weitere Unterstützung benötigten, traten wir die Rückfahrt an und erreichte Bonn wieder am 5. August.“

Ehrenamt, das Grenzen überwindet

Regionalvorständin Verena Dienst begrüßte das Team nach seiner Rückkehr und dankte allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz: „Das war in diesem Jahr bereits der zweite Einsatz unseres Waldbrandmoduls. Das Engagement unserer Ehrenamtlichen und aller Unterstützenden im Hintergrund zeigt, wie wichtig eine starke Zusammenarbeit im europäischen Katastrophenschutz ist.“
Für das Team heißt es nun, neue Kraft sammeln. Dann wird die Feldküche bereits für eine neue Alarmierung vorbereitet – denn im Katastrophenschutz gilt: Nach dem Einsatz ist vor dem Einsatz.

Stadtsoldatencorps 1905 Rheinbach e.V. lädt zum 3. Turmfest 2026 ein


Stadtsoldatencorps 1905 Rheinbach e.V. lädt zum 3. Turmfest 2026 ein


Rheinbach – Das Stadtsoldatencorps 1905 Rheinbach e.V. veranstaltet am 5. und 6. September 2026 das mittlerweile dritte Turmfest rund um den Wasemer Turm, Prümer Wall, 53359 Rheinbach. Was einst als Sommerfest begann, hat sich zu einem festen Bestandteil des Rheinbacher Veranstaltungskalenders entwickelt.

Programm am Samstag, 5. September 2026 (Beginn: 11:00 Uhr)

Um 13:00 Uhr können Besucherinnen und Besucher im Rahmen einer historischen Turmführung mehr über die Geschichte Rheinbachs erfahren. Um 15:11 Uhr werden die designierten Kindertollitäten der Session 2026/2027 feierlich vorgestellt. Ab 18:30 Uhr sorgt Live-Musik für Stimmung: Es spielen nacheinander Tacheles (18:30 Uhr), Rabaue (19:00 Uhr) und Domstürmer (20:00 Uhr). Für das leibliche Wohl ist mit Steak, Bratwurst und Currywurst mit Pommes sowie kühlen Getränken und einer Weinbar mit Wein aus Mayschoß gesorgt. Für die kleinen Gäste steht eine Hüpfburg bereit.

Programm am Sonntag, 6. September 2026 (Beginn: 11:00 Uhr)

Der zweite Tag steht im Zeichen eines gemütlichen Frühschoppens mit Musik und Gelegenheit zum geselligen Austausch. Für die jüngsten Gäste sind zusätzliche Überraschungen geplant.
Das Stadtsoldatencorps 1905 Rheinbach e.V. lädt Familien, Freunde und alle Interessierten herzlich ein, an beiden Tagen dabei zu sein.