Sonntag, 8. November 2026

Sammler- und Briefmarkenbörse 2026


Sammler- und Briefmarkenbörse 2026

Am Sonntag, dem 6. Dezember findet in der Aula der Schule am Dederichsgraben die 45. Rheinbacher Sammler- und Briefmarkenbörse statt. Die Rheinbacher Briefmarkenfreunde e. V. laden dazu herzlich ein. Der Schwerpunkt liegt bei Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten. Viele Sammler und auch einige Händler sind hier vertreten und bieten Marken, Sammlungen, Briefe oder Ansichtskarten aus Deutschland, Europa und Übersee an. Aber auch andere Sammelgebiete sind diesmal vertreten. Ein großes Angebot an Münzen hat sich angekündigt. Die Börse ist von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Für das leibliche Wohl wird in einer Cafeteria gesorgt, Kataloge der ganzen Welt stehen zur Ansicht bereit. Für Kinder und Jugendliche wird auf der Messe wieder ein großer Stand eingerichtet, wo man nach Herzenslust in Briefmarken wühlen und aussuchen darf - und das alles kostenlos.

Ab ca 11 Uhr stehen Spezialisten bereit, um Briefmarken und Münzen unabhängig und kostenfrei zu taxieren.

Weitere Informationen sind erhältlich bei Udo Lucas 02226 12680 (oder per Mail: udo.lucas@freenet.de)

Briefmarken: Echter Wert oder doch nur Hobby?

Ca 6 Millionen Euro hat im Jahr 2014 die wertvollste Briefmarke der Welt bei einer Auktion eingebracht. Es handelte sich hierbei um eine Marke aus British Guyana / Südamerika aus dem Jahr 1857. Viel jünger, aber mit ca 50.000 Euro nicht ganz so teuer ist eine deutsche Briefmarke aus dem Jahr 2001. Die sogenannte "Audrey-Hepburn"-Marke wurde nie offiziell ausgegeben, einige wenige Musterexemplare wurde aber versehentlich zum Frankieren gebraucht und erreichten schließlich über Auktionen den zahlungskräftigen neuen Besitzer.

Vor gar nicht so langer Zeit - sogar die Tagesschau und andere Medien hatten berichtet - brachte ein Ersttagsbrief der ersten deutschen Briefmarke , dem bayerischen schwarzen Einser, den immensen Betrag von 440.000 Euro.

Wer solche Marken besitzt, hat den großen Treffer gelandet.

Aber auch Briefmarken aus exotischen Ländern wie China oder Thailand sind derzeit gesucht und erzielen gute Preise.

Und was ist mit deutschen Marken ?

 Unterschiedlich möchte man sagen: "Sogenannte postgeschichtliche Belege wie Briefe oder Ansichtskarten werden heutzutage in einem viel größeren Maße gesucht, als noch vor 10 oder 20 Jahren", betont Udo Lucas, Vorsitzender des örtlichen Vereins und Ausrichter der Börse. Weniger gefragt ist dafür das Sammelgebiet Bundesrepublik Deutschland. Und das hat Gründe: "Die Jahrgänge der Bundesrepublik von 1954 bis zur Einführung des Euros haben einen Preisdruck erfahren, weil einfach die Auflagen zu hoch waren und frühere Sammler die Briefmarken nicht einzeln, sondern gleich zu 5- oder 10-fach gesammelt haben. Jetzt werden diese Marken verstärkt auf den Markt gebracht", weiß Briefmarkenfachmann Friedhelm Stautz aus Meckenheim. Auch Ersttagsbriefe (Ausnahme siehe oben) und Ersttagsblätter sind aktuell nahezu unverkäuflich. Auf der anderen Seite sind Besonderheiten wie Randzudrucke, Hausauftrags- und Formnummern weiterhin nachgefragt.