Sonntag, 25. Oktober 2026

Vortrag: Licht am Ende des Tunnels

Vortrag: Licht am Ende des Tunnels


Der Freundeskreis Römerkanal e.V. lädt für Donnerstag, den 12. November 2026 um 19:00 Uhr zu einem weiteren Vortrag zur Geschichte des Tunnelbaus seit den Anfängen 1000 v. Chr. in den Ratssaal des Glasmuseums am Himmeroder Wall 6 ein.

Referent ist Prof. Dr. Klaus Grewe, wissenschaftlicher Berater und Beisitzer des Freundeskreises.

"Patientia – Virtus – Spes!" – Geduld, Tatkraft und Zuversicht, so beschrieb der römische Ingenieur Nonius Datus im 2. Jahrhundert n. Chr. die Tugenden eines Tunnelbauers. Er wusste um die besonderen Probleme dieser Ingenieursdisziplin und tatsächlich sind die Schwierigkeiten der unterirdischen Trassenführung in fast jedem historischen Tunnelbau erkennbar.

Da Tunnelbaupläne oder -skizzen nicht erhalten sind, muss deren Konzeption aus den Bauwerken selbst abgelesen werden. Anhand von Arbeitsspuren war es möglich, die Strategien der antiken Baumeister bezüglich der Planung und Trassierung zu entschlüsseln. Es ist als großartige Leistung der antiken und mittelalterlichen Ingenieure zu werten, dass allen Schwierigkeiten zum Trotz kein Tunnelbau unvollendet blieb!

Der Vortrag beleuchtet die rund 3000-jährige Geschichte des Tunnelbaus: vom ersten Großtunnel, gebaut unter König Hiskias um 700 v. Chr. in Jerusalem, und dem berühmten Eupalinos-Tunnel auf Samos über die großartigen Bauwerke der Römer bis zu den wenigen Tunnelbauten des Mittelalters. Im frühen Industriezeitalter wurde der Tunnelbau unverzichtbar, weil die Eisenbahntrassen in schwierigem Gelände nicht ohne Tunnel zu realisieren waren.

Veranstaltungsort: Ratssaal im Himmeroder Hof, Himmeroder Wall 6, Rheinbach

Eine Teilnahme an diesem Vortrag ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich – Spenden für das Römerkanal-Informationszentrum sind aber jederzeit herzlich willkommen.