Einladung zum Rheinbacher Schweigegang
Alle Bürgerinnen*Bürger aus Rheinbach und Umgebung sind dazu eingeladen.
Wir „Erinnern“ seit mehr als 35 Jahren mit dem Schweigegang an die Gräueltaten der Deutschen, nicht nur aber besonders an den Jüdinnen*Juden.
Wir „Gedenken“ der Jüdinnen*Juden, die aus Rheinbach in die Konzentrationslager gebracht und getötet wurden.
Wir „Mahnen“: „Nie wieder“!
Weg des Schweigeganges:
Wir treffen uns am 9.11. um 1700 in der Gnadenkirche in der Ramershovenerstr., von dort gehen wir um 1730 zum Bürgerhausplatz, Bachstr., Polligstr. Weiherstr., Hauptstr., Vor dem Dreeser Tor, Am Jüdischen Friedhof, Bahnhofstr., Kriegerstr., Schweigelstr., Ende des Schweigeganges auf dem Lindenplatz.
Auf dem Weg halten wir an den Häusern, in denen die Rheinbacher Jüdinnen*Juden gelebt haben, bevor die meisten von ihnen über das Kloster Mariahilf in Bonn Endenich und Köln in die verschiedenen Vernichtungslager im Osten gebracht wurden.
Am Jüdischen Friedhof wird ein jüdisches Gebet vorgetragen; im Rathaus werden die Namen von Personen verlesen, die auf der Gedenkwand stehen (s. u.); der Bürgermeister wird am Mahnmal in der Schweigelstraße eine Rede halten; Schlussansprache auf dem Lindenplatz. Änderungen vorbehalten.
Eine Schülergruppe der Gesamtschule Rheinbach wird uns mit eigenen Beiträgen begleiten:
Fürbitten in der Kirche.
Am Jüdischen Friedhof werden ausgewählte, deportierte jüdische Bürgerinnen*Bürger Rheinbachs vorgestellt.
Im Rathaus wird das Gedicht "Kein Kinderlied" von Mascha Kaléko vorgetragen.
Anschließend lesen die Schülerinnen*Schüler die Namen der ermordeten Rheinbacher Bürgerinnen*Bürger von der Gedenkwand vor.
Organisiert wird der diesjährige Schweigegang von:
Anton Beyer, Jochen Bois, Willi Oberheiden, Peter Schürkes und der Gesamtschule Rheinbach.
Die Organisatoren bitten, schweigend zu gehen.
