Sonntag, 21. Juni 2026

Neuer Veranstaltungsort für das Feinsliebchen-Konzert: Pfarrkirche Sankt Martin statt Himmeroder Hof

Das Ensemble Feinsliebchen zieht für das Konzert am Sonntag in die Pfarrkirche Sankt Martin um

Neuer Veranstaltungsort für das Feinsliebchen-Konzert: Pfarrkirche Sankt Martin statt Himmeroder Hof


Wegen der Hitzewelle an diesem Wochenende bot die Pfarrgemeinde Sankt Martin, dem Volkslied-Ensemble Feinsliebchen ihre Pfarrkirche an. „In der Kirche ist es schön kühl“, freuen sich die Musikanten. Am Sonntag, den 21. Juni ab 16:00 Uhr lädt Rheinbach liest e.V nun also nicht in den Himmeroder Hof zum „Plätzchen-Konzert“. Im Begleitprogramm von „Kunst findet Stadt“ kommt die 6-köpfige Gruppe in die Pfarrkirche Sankt Martin. Im Gepäck sind deutsche und internationale Volkslieder zum Lauschen und Mitsingen. Rheinbacher Kinder tragen Gedichte vor. Es gibt also „Volkslieder und Versgetümmel“. Der Eintritt ist frei. Spenden für ein Kulturprojekt werden erbeten.

Wo das Rheinbacher Ensemble „Feinsliebchen“ auch hinkommt, wird schnell mitgesungen. Im Programm sind deutsche und internationale Volkslieder aus den vergangenen Jahrhunderten. Der Programmtitel lautet diesmal „...tun wir was dazu!“. Die Worte sind dem emanzipatorischen „Bürgerlied“ aus der Mitte des 19. Jahrhunderts entliehen. „Unser Volkslied-Mitsingkonzert passt wunderbar ins Rahmenprogramm von ‚Kunst findet Stadt‘ mit seinem Themenschwerpunkt Demokratie“, finden die Feinsliebchen. „So wie unsere Demokratie lebt auch das Singen vom Mitmachen.“ Sänger Gerd Engel fügt augenzwinkernd hinzu: „Und über die Tonart wird bei uns zuvor rege diskutiert. Wenn die D-Dur-Fraktion dann die Abstimmung gewonnen hat, halten sich auch fast immer alle daran. Sofern der Pianist Protokoll geführt hat.“

Seit 2017 spielen die passionierten Hobbymusiker in verschiedener Besetzung, zur Zeit mit Maria Dörrscheidt (Geige), Heike Glaser (Flöte), Fabienne Löhr (Gitarre), Dirk Plücker (Klavier), Gerd Engel (Gitarre) sowie Marlene Theis (Gesang). Das letzte Konzert liegt nun schon gut eineinhalb Jahre zurück, und die große, überwiegend ältere Fangemeinde fragte regelmäßig nach. Da kam das Angebot der Stadt Rheinbach an Rheinbach liest e.V., sich an Plätzchen-Konzerten im Rahmen von „Kunst findet Stadt“ zu beteiligen, gerade recht. Der weitere Dienstweg war kurz, weil Volkslied-Freund Gerd Engel zugleich Vorstandsmitglied ist.

Die Feinsliebchen schöpfen mittlerweile aus einem Fundus von rund 50 Liedern. Die endgültige Auswahl fällt auch dann noch schwer, wenn Mai- und Herbstlieder bereits aussortiert sind. Neben einigen expliziten politischen Liedern gibt es am 21. Juni natürlich auch Heimat- Liebes- und Sehnsuchtslieder. Von „Kein schöner Land“ über „Die Lorelei“ bis zu „Dat du min Leevsten büst“ reicht das, was die altersgemischte Gruppe nun in der wunderschönen Pfarrkirche singen wird. singen wird. Rund 70 Minuten sind schnell gefüllt, zumal nicht nur gesungen und musiziert wird. Das Konzert wird nämlich garniert mit Gedichten von Eichendorff bis Busch, vorgetragen von Rheinbacher Kindern aus der Rheinbach-liest-Projektgruppe „VersGetümmel“.

„Wir sind dankbar, dass die Pfarrleitung von St. Martin uns den Umzug unseres Konzerts in die Kirche so kurzfristig ermöglicht hat“, so Gerd Engel. „Unsere Gäste können nun auch im Hochsommer beinah‚ in einem kühlen Grunde‘ mitsingen. Und vor Gewitter müssen wir uns nun auch nicht mehr fürchten.“

Beginn des Konzerts am Sonntag, den 21. Juni ist um 16:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Gesammelt wird am Ausgang für „Gutes Figurentheater für Rheinbacher Kinder“, ein Thema, dem sich Rheinbach liest e.V. seit einiger Zeit zusätzlich widmet.