Donnerstag, 4. Juni 2026

Kabeldiebe stehlen Lebenszeit – Nach monatelangen Einschränkungen dürfen Pendler nicht erneut die Leidtragenden sein

Kabeldiebe stehlen Lebenszeit – Nach monatelangen Einschränkungen dürfen Pendler nicht erneut die Leidtragenden sein


Die SPD-Kreistagsfraktion zeigt sich besorgt über die erneuten Einschränkungen bis Ende Juni 2026 auf der Stadtbahnlinie 66 zwischen Sankt Augustin und Siegburg. Die von den Stadtwerken Bonn bekannt gemachten Schäden durch Kabeldiebstahl und Vandalismus treffen erneut tausende Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende in der Region.

„Kabeldiebe stehlen nicht nur Kupfer, sie stehlen den Menschen jeden Tag wertvolle Lebenszeit. Wer die Linie 66 sabotiert, sorgt dafür, dass Tausende Pendler länger unterwegs sind, Anschlüsse verpassen und später bei ihren Arbeitsstätten und Familien ankommen. Nach Monaten von Baustellen und Einschränkungen haben die Menschen in der Region jedes Verständnis für notwendige Arbeiten aufgebracht. Für kriminellen Vandalismus gibt es dagegen keinerlei Verständnis.“, erklärt Michael Richter, Kreistagsmitglied aus Sankt Augustin.

Für die SPD im Kreistag bleibt die Linie 66 das Rückgrat des Nahverkehrs in der Region. Entsprechend schwer wiegen die erneuten Einschränkungen für die vielen Menschen, die täglich auf diese Verbindung angewiesen sind.

Richters Fraktionskollege Otis Henkel aus Wachtberg betont: „Die Fahrgäste wurden in den vergangenen Monaten bereits mehrfach auf später vertröstet und haben sich auf die angekündigte Rückkehr zum regulären Betrieb verlassen. Dass sich die Einschränkungen nun erneut verlängern, ist eine erhebliche Belastung. Unser Dank gilt den Mitarbeitenden der Stadtwerke Bonn, die unter Hochdruck an der Schadensbeseitigung arbeiten. Jetzt erwarten wir von allen Beteiligten maximale Anstrengungen, damit die Linie 66 schnellstmöglich wieder vollständig und zuverlässig fährt.“

„Die Fahrgäste wollen keine neuen Ankündigungen, sondern Verlässlichkeit. Deshalb erwarten wir einen transparenten Zeitplan für die Reparaturen und ein gemeinsames Sicherheitskonzept von Deutscher Bahn, Stadtwerken und Behörden. Die Frage wird aber auch erlaubt sein, ob eine über Wochen stillgelegte Strecke ausreichend gegen Diebstahl und Vandalismus gesichert war und welche Konsequenzen daraus gezogen werden müssen, damit sich solche Vorfälle künftig nicht wiederholen. Wer die Verkehrswende ernst meint, muss auch die Infrastruktur schützen, auf der sie fährt“, ergänzt Richter abschließend.