Sonntag, 24. Mai 2026

Die Besten ihres Fachbereichs können Zukunft gestalten


Die Besten ihres Fachbereichs können Zukunft gestalten


Das Städtische Gymnasium Rheinbach hat seine Förderpreise zum 23. Mal verliehen. Die mit jeweils 500 Euro dotierten Auszeichnungen gingen an fünf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12, die sich durch besondere Begabung, hohe Leistungsbereitschaft und eine besondere Persönlichkeit auszeichnen. Für diese Initiative im Bereich der Exzellenzförderung konnte Stefan Schwarzer in seiner Festansprache Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel und die Spitzen-Vertreter*innen des Lions Club Bonn Rhenobacum, des Rotary Clubs Bonn Rheinbach und des Fördervereins der Schule begrüßen, die die hohen Geldpreise stiften. Schwarzer wies darauf hin, dass sich die fünf Besten ihres Fachbereichs, die ausgezeichnet werden, „als 23. in die lange Reihe der hervorragendsten Köpfe unserer Schule stellen dürfen.“ „Ihr schreibt den Text, nicht den Prompt und ihr wisst, dass eine echte Leistung nicht auf Knopfdruck zu haben ist“, lobte er die Preisträger. 

Bürgermeister Dr. Phiesel betonte in seinem Grußwort, dass es besondere Menschen sind, die die Zukunft unserer Welt gestalten und nicht Maschinen und dass sich solche besonderen Menschen auch unter den heutigen Preisträgern befinden könnten.

In diesem Jahr wurden die Förderpreise für beständig herausragende Leistungen im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Bereich an Ben Kleefuß, im sprachlich-literarisch-künstlerischen Bereich an Johanna Korn, im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich an Paul Winkens und für besonderes schulisches Engagement an Anna-Marie Gregorius und Dana Undorf verliehen. 

Katrin Köhler-Kohlstrung, welche als Vorsitzender des Fördervereins stellvertretend für die Geldgeber und die Jurymitglieder die Laudationes hielt, schilderte Ben Kleefuß als einen „Menschen, der Verantwortung übernimmt, ohne viel Aufhebens davon zu machen.“ Sie hob insbesondere seine analytischen Fähigkeiten hervor; er könne komplexe naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge so durchdringen, dass daraus neue Ideen entstünden.  Ben überzeugte  unter anderem beim Bundeswettbewerb „Invent-a-Chip“, bei dem er auf nationaler Ebene einen hervorragenden zweiten Platz erringen konnte.

„Johanna Korn, die wir heute im sprachlich-literarisch-künstlerischen Bereich auszeichnen, kann Sprache, Musik und Kunst nicht nur beherrschen, sondern mit Leben füllen“, berichtete die Fördervereinsvorsitzende. Somit wurden Johannas herausragende Leistungen in den Fächern Deutsch, Spanisch, Französisch und Musik hervorgehoben. Darüber hinaus engagiere sie sich musikalisch vielfältig, unter anderem am Klavier, im Jugendsinfonieorchester der Stadt Bonn sowie im Rheinbacher Jugendchor „Young Voices“.

Wer Zukunft gestalten will, sollte auch die Vergangenheit verstehen können. Diese besondere Fähigkeit besitze Paul Winkens. „Er betrachtet Geschichte als etwas Lebendiges: als ein Gespräch zwischen Vergangenheit und Gegenwart“, bemerkte Köhler-Kohlstrung. Der junge Denker habe nicht nur ein enormes Wissen, sondern auch die bemerkenswerte Fähigkeit, Entwicklungen epochenübergreifend zu verknüpfen und theoretische Inhalte auf aktuelle gesellschaftliche Fragen zu übertragen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich seine Leistungen in Geschichte, Sozialwissenschaften und katholischer Religionslehre konstant auf höchstem Niveau bewegen. Besonders eindrucksvoll sei darüber hinaus darüber hinaus sein verantwortungsbewusstes und teamorientiertes Auftreten.

Für besonderes schulisches Engagement ehrte die Schule außerdem Anna-Marie Gregorius und Dana Undorf. Als stellvertretende Schülersprecherin, Jahrgangsstufensprecherin und aktive Mitgestalterin in schulischen Gremien setze sich Dana Undorf engagiert für die Interessen der Schülerschaft ein, hob Köhler-Kohlstrung hervor. Besonders beeindruckend sei dabei nicht nur ihre hohe Eigeninitiative, sondern auch die Art, wie sie ihre Meinung vertrete: klar und überzeugend, zugleich aber immer wertschätzend und respektvoll. 

Als Leiterin von „Snackpoint Charlie“, der Schülerfirma des Städtischen Gymnasiums, koordiniere Anna-Marie Gregorius mit großer Verlässlichkeit die gesamte Firma, wobei sie ihre bemerkenswerte Fähigkeit nutze, sowohl führend als auch unterstützend im Team zu arbeiten.

So unterschiedlich die Preiträger*innen des SGR-Förderpreises 2026 auch sind, etwas zeichnet sie alle aus: Talent, hohe Leistungsbereitschaft und eine besondere Persönlichkeit, was sie zu Vorbildern für alle macht.