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| Preisübergabe (v.l.): H-BRS-Professorin Tanja Köhler, Till Bermbach, Lukas Ben Dahlhausen, Dr. Susannah Cremer-Bermbach, Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. Foto: Martin Schulz/H-BRS |
Studie zu Deepfakes: H-BRS-Student Lukas Ben Dahlhausen erhält für Masterarbeit den Förderpreis Informationskompetenz
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) und die Stiftung Informationskompetenz haben Lukas Ben Dahlhausen mit dem Förderpreis Informationskompetenz ausgezeichnet. Der Absolvent des Studiengangs Wirtschaftspsychologie erhält den Preis für seine Masterarbeit mit dem Titel „Manipulation durch künstliche Intelligenz: Eine empirisch-quantitative Untersuchung zur Anfälligkeit für Täuschung durch Deepfakes im Vergleich zu textbasierter Desinformation". Der mit 1000 Euro dotierte Preis ist heute am internationalen Tag des Faktenchecks (2. April) übergeben worden.
„Die Masterarbeit von Lukas Ben Dahlhausen untersucht die Frage, wie anfällig Menschen für Desinformation sind und welche Rolle dabei Deepfakes im Vergleich zu textbasierten Falschinformationen spielen. Damit greift sie ein hochaktuelles Thema auf, das angesichts der zunehmenden Verbreitung KI-generierter Inhalte von großer gesellschaftlicher Bedeutung für demokratische Diskurse ist“, heißt es in dem Statement der Jury. „Durch eine fundierte theoretische Analyse und eine empirische Untersuchung zur Täuschungsanfälligkeit von Nutzerinnen und Nutzern liefert die Arbeit wichtige Erkenntnisse über die Wirkmechanismen digitaler Desinformation“, lobte das Gremium. Die Studie zeige auf, welche Faktoren Menschen besonders anfällig für Fake News und Deepfakes machen, und gebe damit wertvolle Impulse für Forschung und Medienpraxis zur Stärkung von Informationskompetenz.
Desinformationen sind falsche oder irreführende Informationen, die absichtlich verbreitet werden, um Personen oder Institutionen zu schaden. Mit der Weiterentwicklung der technologischen Möglichkeiten steigt auch die Herausforderung, Manipulationen als solche zu erkennen. Um dieser gefährlichen Entwicklung entgegenzuwirken und die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Desinformation zu erhöhen, haben die H-BRS und die Stiftung Informationskompetenz vor zwei Jahren den „Förderpreis Informationskompetenz“ ins Leben gerufen. Er richtet sich an alle Studierenden der H-BRS und würdigt einmal jährlich die beste Abschlussarbeit zum Thema „Desinformation“.
„Der Förderpreis Informationskompetenz würdigt wissenschaftliche Arbeiten, die sich in besonderer Weise mit der Analyse und Eindämmung von Desinformation auseinandersetzen“, sagt Tanja Köhler, Professorin für digitalen Journalismus an der H-BRS. „Gerade vor dem Hintergrund einer wachsenden Verbreitung irreführender Inhalte ist es von großer Bedeutung, Forschung hervorzuheben, die Orientierung bietet, den kritischen Umgang mit Informationen stärkt und Impulse für eine sachlich fundierte öffentliche Diskussion liefert.“ Professorin Tanja Köhler hat den Preis gemeinsam mit Dr. Susannah Cremer-Bermbach und Till Bermbach von der Stiftung Informationskompetenz initiiert. Das Stifterpaar betont die gesellschaftliche Relevanz des Preises: „Wenn wir weiterhin in einer demokratischen Gesellschaft leben wollen, müssen wir alle entschieden gegen Desinformation vorgehen. Deshalb möchten wir junge Menschen fördern, die auch wissenschaftlich zur Eindämmung der damit verbundenen Probleme und Gefahren im Medienbereich beitragen wollen.”
Der Jury gehörten an: Prof. Dr. Tanja Köhler (Professorin für digitalen Journalismus an der H-BRS, Initiatorin des Preises und Jury-Vorsitzende), Prof. Dr. Susanne Keil (Professorin für Journalismus, H-BRS), Joscha Weber (Head of Fact-Checking, Deutsche Welle), Dr. Susannah Cremer-Bermbach (Stiftung Informationskompetenz und Initiatorin des Preises) und Jürgen Theisen (Stiftung Informationskompetenz).
