Samstag, 28. Februar 2026

Frauen mit Sportwagen erfasst: Geständnis im Mordprozess

Frauen mit Sportwagen erfasst: Geständnis im Mordprozess


WUPPERTAL. Der Mordprozess um den Tod einer jungen Frau in Remscheid, die von einem 640-PS-Sportwagen erfasst worden ist, hat mit einem Geständnis begonnen. Er sei verantwortlich für den Tod der 19-Jährigen, ließ der Angeklagte (25) über seinen Verteidiger erklären. Er habe angetrunken mit seinem Auto angeben wollen. Das sei leichtsinnig und rücksichtslos gewesen, aber:
,,Ein Mörder bin ich nicht.“

Der Wagen sei beim Anfahren ausgebrochen, auf den Bürgersteig geraten und habe zwei junge Frauen erfasst, hieß es. Die 19-Jährige starb wenige Tage später an schweren Kopfverletzungen, eine 17-Jährige wurde mit Knochenbrüchen und lebensgefährlichen inneren Verletzungen im Krankenhaus behandelt.

Zudem soll der Angeklagte mehrfach gerast sein, innerorts mit weit über 100 Kilometern pro Stunde.
„Es gibt schlimme und richtig schlimme Tage“, sagte die bei dem Unfall schwer verletzte 17-Jährige, inzwischen 18 Jahre alt, als Zeugin aus. Sie habe täglich Kopf- und Rückenschmerzen, leide unter Schlafstörungen. ,,Ich bin geprägt von Angst und Panik." Derzeit versuche sie, ihr Abitur nachzuholen. Sie habe ein Jahr verloren durch den Unfall.

Made in Germany neu gedacht

Die deutsche Autoindustrie steckt 140 Jahre nach der Patentanmeldung von Carl Benz mitten in einer Transformation.

STUTTGART. Vor 140 Jahren veränderte Carl Benz die Welt Am 29. Januar 1886 meldete er das Patent für sein ,,Fahrzeug mit Gasmotorenbetrieb“ unter der Nummer 37435 beim Kaiserlichen
Patentamt in Berlin an. Für viele gilt das als Geburt des modernen Automobils. Und als Grundstein für eine der größten Erfolgsgeschichten der deutschen Wirtschaft.

Die Autos haben Deutschland in die Weltspitze der Industrienationen katapultiert. Sie haben den Deutschen Hunderttausende Arbeitsplätze und gute Gehälter beschert. Die Verbrenner standen für Ingenieurskunst und höchste Qualitat. Mercedes-Benz, BMW, Audi, Porsche und VW kennen die Menschen überall.
(beides dpa Meldungen im Bonner Generalanteiger)

Carl Benz ist derjenige, der Entwicklungen angestoßen hat, die in seiner Nachfolge die Geschosse gebaut haben, mit dem eines von Ihnen die 19-Jährige getötet und die 17-Jährige für ihr Leben mit täglichen Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, mit ständiger Angst und Panik gezeichnet hat.
Das Geschoß konnte vom Fahrer nicht gebändigt werden, „brach“ aus (das gab es in der Vergangenheit nur bei 1PS-lern, der jetzige hatte 640 davon) und erfasste die Frauen auf dem Bürgersteig.
Die Autos haben Deutschland in die Weltspitze der Industrienationen katapultiert und die beiden Frauen in Tod und Unglück geschleudert, und sie sind bei weitem nicht die einzigen, die von Adrenalin gesteuerten Schwachköpfen mit solchen Geschossen Menschen getötet, verletzt oder für das weitere Leben physisch und psychisch gezeichnet haben.

WDR Aktuelle Stunde . 20.02.2026:
„Zwei Frauen sterben auf der A555: Ex-FC-Spieler erklärt "tiefe Schuld"“, „Mit 205 km/h über die Autobahn“, "Polo durch Wucht des Aufpralls explodiert".
„Angeklagte streiten ab, dass es sich um ein Autorennen handelte“
„Am ersten Verhandlungstag versicherten beide Angeklagte, sich kein Autorennen geliefert zu haben. "Es ging wirklich nur um den Flow und den Spaß", sagte der eine Angeklagte.“ 
Der „Flow und Spaß" kostete zwei Frauen das Leben.

Wie hätten die Gesellschaften sich entwickelt ohne Carl Benz und die Entwicklungen, die er angestoßen.
Die Gesellschaft hätte einen vernünftigen Personen- und Güternah- und -fernverkehr Sie hätte verzichten können auf den wahnsinnigen Landschaftsverbrauch durch Land- und Bundesstraßen. Die Landschaft wäre durch sie nicht in kleine Teile zerrissen worden, die den Arten keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr lassen und das Artensterben wesentlich beeinflussen.
Den Städten wären die autogerechten Schneisen erspart geblieben. Millionen Menschen wären nicht getötet worden. Die Klimakatastrophe hätte zwar durch den Verzicht auf Carl Benzens Entwicklungen nicht verhindert, aber deutlich herausgezögert werden können und die Hoffnung entstehen lassen können, sie noch rechtzeitig zu verhindern oder mindestens abzuschwächen.

Wie die Autolobby von den Herstellern bis zu Verkehrsclubs sinnvolle Verkehrsträger systematisch verhindert hat, wird exemplarisch deutlich am „Große Amerikanische Straßenbahnskandal“ (*) einer Reihe von Ereignissen in den USA zwischen den 1930er- und 1950er-Jahren. 
Große Konzerne wie General Motors, Firestone und Standard Oil kauften zahlreiche Straßenbahnunternehmen auf. Sie legten die elektrischen Straßenbahnen schrittweise still. An ihre Stelle traten Busse mit Verbrennungsmotoren, die von den beteiligten Firmen (den „Erben“ von Carl Benz) produziert wurden. Das führte in vielen Städten zum vollständigen Verschwinden der Straßenbahnnetze und die Abhängigkeit vom Auto nahm stark zu. 1949 wurden einige der beteiligten Firmen wegen Verschwörung verurteilt. Die Strafen fielen gering aus und hatten keine abschreckende Wirkung.
Bis heute gilt der Skandal als Beispiel für den Einfluss großer Konzerne auf Stadtentwicklung und Verkehrspolitik.
Die Entwicklung von Carl Benz war das Schlimmste, was der Welt und allen Arten ihrer Bewohner hätte zustoßen können.

(*)https://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fer_Amerikanischer_Stra%C3%9Fenbahnskandal