Dienstag, 28. Mai 2024

Spendenlauf in der ev. Kita Theodor Fliedner in Rheinbach


Kita-Kinder vor dem „maroden“ Rutschenhügel (v. links nach rechts: Oliver, Malu, Maximilian, Leonie, Johannes und Theo)

Spendenlauf in der ev. Kita Theodor Fliedner in Rheinbach

Kinder laufen für ein neues Klettergerüst


„Eine Ritterburg, ein Karussell, ein Luftschloss oder ein Klettergerüst mit riesengroßer Rutsche“. Das antworteten die Kinder aus dem evangelischen Kindergarten Theodor Fliedner in Rheinbach auf die Frage, welches neue Spielgerät sie sich für ihren Garten wünschen. Der alte „Rutschenhügel“ ist leider marode und eine Sanierung wäre zu teuer. Darum muss er nun Platz für etwas Neues machen.

Aber was soll das Neue sein? „Uns ist es besonders wichtig, dass die Kinder an der Entscheidung, welches Spielgerät nun tatsächlich angeschafft wird, beteiligt werden. Es ist der Garten der Kinder, sie spielen, toben, klettern, lachen dort. Und daher sollen sie auch entscheiden. Natürlich müssen wir Erwachsene darauf achten, dass ein bestimmtes Budget eingehalten wird“, betont Frau Stoltenhoff, pädagogische Mitarbeiterin, „Kita-Kataloge wälzen, Post-Its kleben, Vergleiche anstellen, Abstimmungen herbeiführen. So möchten wir unsere Kinder an der Neugestaltung des Gartens teilhaben lassen.“

Es gibt nur ein Problem: Ein neues Klettergerüst, das nicht nur die Wünsche der Kinder erfüllt, sondern auch den DIN-Anforderungen an Spielgeräte in Kindertageseinrichtungen entspricht, ist äußerst kostspielig. Aus diesem Grund trotzten die Kinder sogar dem Regen und liefen hochmotiviert im Rahmen eines Spendenlaufs eine Runde nach der anderen für ihr neues Spielgerät. Für jede gelaufene Runde rund um das Kindergartengelände erhielten sie individuelle Spendenbeträge von Eltern, Großeltern, Freunden und Bekannten. Diese Spenden wurden dem Förderverein übergeben.

Der erste Schritt in Richtung „Ritterburg, Karussell, Luftschloss oder Riesenrutsche“ ist nun getan. „Aber bis das neue Spielgerät tatsächlich im Garten der Kita aufgestellt sein wird, liegt noch ein langer Weg vor uns“, erklärt Marco Jäger, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins der ev. Kita Theodor Fliedner, „Wir unterstützen dieses Projekt selbstverständlich und freuen uns über jede finanzielle Zuwendung. Es freut uns sehr zu sehen, wie die Erzieherinnen unsere Kinder in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen. Hier wird Partizipation gelebt.“

Alles in allem war der Spendenlauf eine gelungene Aktion. Eltern und Großeltern feuerten die Kinder am Wegesrand an und zur Belohnung gab es Eiscreme für alle. „Morgen will ich wieder laufen, Mama“, strahlt Maximilian, 3 Jahre.