Mittwoch, 10. Januar 2024

SPD Swisttal würdigt Ehrenamt und schlägt Förderung vor

v.l. SPD-Vorsitzender Tobias Leuning, Axel Fuhs (Gesamtschule), Angela Garus (Preisträgerin), Karin Merkel (Gesamtschule), Sporthelferinnen und Sporthelfer (Preisträger), Gisela Hein (SPD)


SPD Swisttal würdigt Ehrenamt und schlägt Förderung vor


Viele Gäste aus Vereinen, Politik und Gesellschaft hatten sich im Dünstekovener Dorfsaal zum Neujahrsempfang der SPD Swisttal zusammengefunden. Im Fokus stand das Ehrenamt. Mit der Stiftung der Preisgelder für den SPD-Swisttal-Preis würdigt die Partei dies seit 25 Jahren. Mit Angela Garus und den Sporthelferinnen und Sporthelfern der Gesamtschule Swisttal hatte sich die Jury diesmal für die Ehrung von sehr langjährigem und sehr jungem Engagement entschieden. „Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Stärkung demokratischer Werte ist das Ehrenamt unverzichtbar“, betonte Tobias Leuning, Vorsitzender der SPD Swisttal. „Ohne würde in Swisttal nicht viel funktionieren, ob Feuerwehr, Politik, Integration, Kultur, Brauchtum oder Sport.“ Um das Ehrenamt in Swisttal besser zu fördern, werde sich die SPD für die Einführung eines Heimatpreises der Gemeinde einsetzen, kündigte Leuning an. Mit 5.000 Euro Preisgeld, die das Land übernehme, könnte so die Arbeit der Vereine und Initiativen unterstützt werden.

In seinem Ausblick auf das kommunalpolitische Jahr forderte Leuning zudem die Umsetzung der vom Gemeinderat beschlossenen Projekte durch die Verwaltung. Feuerwehr, Schulen, Wohnungsbau, Radverkehr, überall hake es, „es brauche mehr Umsetzungskraft“, so Leuning. Die stellvertretende Partei- und Fraktionsvorsitzende Gisela Hein hatte zuvor einen kurzen Blick zurück geworfen. Während die Folgen der Flutkatastrophe noch lange nicht behoben seien, müsse die Gemeinde geflüchtete Menschen unterbringen. Dies sei eine große Herausforderung; die Vergangenheit zeige aber, dass die Integration in Swisttal gut gelinge und geäußerte Befürchtungen nicht eingetreten seien. Positiv hob sie hervor, dass sich die Bürgermeisterin und alle Ratsmitglieder gemeinsam gegen Hetze und Rassismus gestemmt und für einen sachlichen Dialog eingesetzt hätten.

Zu einem emotionalen Plädoyer für das Ehrenamt wurden die Dankesworte von Angela Garus: „Das Ehrenamt hat mein Leben positiv geprägt und man bekommt sehr viel zurück.“ Seit ihrem 15. Lebensjahr engagierte sie sich in der Katholischen jungen Gemeinde Heimerzheim (KJG), aus der später der Kinder- und Jugendring Swisttal (KJR) hervorging. Seit 25 Jahren betreut und organisiert sie die Feriennaherholungen in Heimerzheim und beschert Kindern eine abwechslungs- und erinnerungsreiche Zeit. Als Fußballtrainerin bei Rot-Weiß Dünstekoven vermittelte sie Kindern sportliche Werte. Geprägt hat sie zudem die Laufgemeinschaft Heimerzheim, u.a. 15 Jahre lang als Vorsitzende. Zudem engagierte sie sich in Kirche, Karneval und für den Erhalt der Heimerzheimer Dorfgeschichte.

Die 35 Sporthelferinnen und Sporthelfer sind die bisher jüngsten Preisträger. Während andere Pause machen, organisieren sie Sportangebote für jüngere Schülerinnen und Schüler. Außerdem begleiten sie während und außerhalb der Unterrichtszeiten Wettkampfteams an unterschiedlichsten Austragungsorten. Der Unterrichtsstoff muss selbstständig nachgearbeitet werden. Betreut wird das ehrenamtliche Projekt von der Sportkoordinatorin Karin Merkel. Für Axel Fuhs, dem didaktischen Leiter der Gesamtschule, strahlt das Engagement der Jugendlichen in die Gesellschaft aus. Damit würde gezeigt, dass die Schulen ein wichtiger Teil der Gemeinde sind. Dies lobte auch Klaus Jansen, Vorsitzender des Gemeindesportverband Swisttal, in einem kurzen Grußwort und motivierte den Nachwuchs für das sportliche Ehrenamt.