Vortragsreihe „Gesundheit der Zukunft“ an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg
Start am Mittwoch, 3. Juni, 17 Uhr
Wie sieht die Medizin der Zukunft aus? Welche Rolle spielen genetische Diagnostik, personalisierte Therapien, neue Arzneimittel oder digitale Technologien für Gesundheit und Versorgung? Im Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ beteiligt sich die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) mit der öffentlichen Vortragsreihe „Gesundheit der Zukunft“ am vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) initiierten bundesweiten Dialog zu Forschung, Medizin und Gesellschaft. Die Reihe startet mit dem Vortrag „Wirksame Arzneimittel für alle!“ am Mittwoch, 3. Juni, 17 Uhr.
Die interdisziplinäre Reihe ist im Forschungsschwerpunkt „Life Sciences & Gesundheit“ der Hochschule verankert und greift aktuelle Entwicklungen einer Medizin auf, die präventiver, personalisierter, digitaler und partizipativer wird. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften geben im Sommersemester 2026 und im Wintersemester 2026/27 spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen und diskutieren Chancen, Herausforderungen und gesellschaftliche Fragen. Alle Vorträge sind öffentlich und kostenfrei. Sie finden hybrid am Campus Rheinbach der H-BRS in Raum B030 sowie online statt.
Die Einwahllinks zu den Veranstaltungen und weitere Informationen gibt es auf der Website der H-BRS: https://www.h-brs.de/de/vp2/vortragsreihe-wissenschaftsjahr-2026
Für das Sommersemester 2026 sind folgende Vorträge geplant:
- Mittwoch, 3. Juni 2026, 17 bis 18 Uhr: Prof. Dr. Remi Maier-Rigaud (Fachbereich Sozialpolitik und Soziale Sicherung) mit dem Vortrag „Wirksame Arzneimittel für alle!“.
Im Vortrag geht es um die Frage, welche Regulierung des Arzneimittelsektors sinnvoll wäre, um zwei Ziele zu erreichen: Wie sichergestellt werden kann, dass neue Arzneimittel besser wirken als bestehende Therapieformen oder dass sie deren Nebenwirkungen reduzieren. Und wie der Zugang zu wirksamen Arzneimitteln unabhängig vom Geldbeutel der Patientinnen und Patienten bleiben kann. - Mittwoch, 24. Juni 2026, 17 bis 18 Uhr: Prof. Dr. Jörn Oliver Sass (Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, Institut für funktionale Gen-Analytik) mit dem Vortrag „Wenn die Chemie des Körpers aus dem Takt gerät: Seltene angeborene Stoffwechselstörungen verstehen“.
Der menschliche Körper verarbeitet Nahrung wie ein hochpräzises chemisches Labor – doch bei manchen Menschen geht etwas schief. Ein einziges fehlerhaftes Teil im genetischen Bauplan kann den gesamten Stoffwechsel aus dem Gleichgewicht bringen. Warum können manche Menschen bestimmte Nährstoffe nicht richtig verarbeiten? Was passiert, wenn die chemischen Reaktionen im Körper aus dem Takt geraten? Und welche Folgen hat das – für den Körper, für das Leben? - Mittwoch, 15. Juli 2026, 17 bis 18 Uhr: Prof. Dr. Oskar Schnappauf (Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften, Institut für funktionale Gen-Analytik) mit dem Vortrag „Genetik der Zukunft: Wie CRISPR/Cas und Genomsequenzierung die Medizin verändern“.
Noch vor wenigen Jahren klang es nach Science Fiction: Krankheiten direkt im Erbgut erkennen, gezielt Gene verändern oder individuelle Therapien auf Basis der eigenen DNA entwickeln. Heute sind viele dieser Technologien Realität. Der Vortrag gibt einen verständlichen Einblick in moderne Methoden wie CRISPR/Cas und Genomsequenzierung und zeigt, was bereits heute in Forschung und Medizin möglich ist, wo die Grenzen liegen und welche Chancen und Herausforderungen diese Entwicklungen für unsere Gesellschaft mit sich bringen.
Alle Beiträge der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zum Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft“ gibt es auf der Website der H-BRS: https://www.h-brs.de/de/vp2/wissenschaftsjahr-2026.

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