Sonntag, 2. August 2026

Ferienprogramm: Waldfestival in Bonn

Ferienprogramm: Waldfestival in Bonn

Waldführungen, Workshops und Musik


Bonn, 31.07.2026. Wer noch auf der Suche nach einer spontanen Ferienaktion in Bonn ist, kann am zweiten Augustwochenende (6. bis 9.08.2026) auf dem Waldfestival der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bundesverband e. V. (SDW) auf dem Jugendzeltplatz in Bonn-Bad Godesberg vorbeischauen. Unterkunft und Vollverpflegung sind kostenlos. Die Teilnahme ist sowohl ein- als auch mehrtägig oder auch nur für einzelne Workshops möglich. Anmeldung und weitere Infos unter www.sdw.de/waldfestival.

Wer noch nach einem abwechslungsreichen und spontanen Programm für die Sommerferien sucht, ist auf dem SDW-Waldfestival genau richtig. Lediglich die Anmeldung über die Website ist notwendig, um kostenfrei an unserem Wald- und Klimacamp teilzunehmen. Die Teilnahme ist auch nur an einzelnen Tagen oder Programmpunkten möglich.

An wen richtet sich das Waldfestival?

An alle 16- bis 29-Jährigen aus NRW, die bereits im Wald- und Klimaschutz aktiv sind, ebenso aber an diejenigen, die damit noch keinerlei Berührungspunkte haben und erstmals reinschnuppern möchten. Und an alle, die unter freiem Himmel andere junge Menschen kennenlernen und ein gemeinsames Wochenende mit spannendem Input erleben möchten.

Vielseitiges Programm:

  • Workshops zu Wald- und Klimaschutz, Kreativität, Waldpädagogik uvm.
  • Fachvorträge zu Biodiversität und Junges Engagement
  • Waldführung mit Müllsammelaktion
  • Bogenschießen und weitere Freizeitaktivitäten
  • Kinoabend mit Dokumentationsreihe von Jan Haft
  • Livemusik und Silent-Disco


Als anerkannter Naturschutzverband haben wir uns die Förderung jungen Engagements zur Aufgabe gemacht und möchten junge Menschen für den Wald- und Klimaschutz begeistern. Deswegen bieten wir zum zweiten Mal ein Waldfestival an, in dessen Rahmen die Teilnehmenden aktiv Naturschutz erleben. Einen Eindruck gibt es unter: https://www.youtube.com/watch?v=1WTK_6zIJWk  

Sechs neue Ehrenamtliche starten ihre Begleitungen für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Rheinbach


Sechs neue Ehrenamtliche starten ihre Begleitungen für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Rheinbach 


Nach 6 Monaten intensiver Qualifizierung mit vielfältigen Informationen, bereichernden Begegnungen und wertvollem Austausch ist es nun so weit: Sechs neue Ehrenamtliche haben ihren Vorbereitungskurs erfolgreich abgeschlossen und starten nun in ihre Begleitung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit lebensverkürzender Erkrankung in Rheinbach und Umgebung.

Mit ihrem Engagement schenken sie betroffenen Familien Zeit, Unterstützung und ein Stück Alltag. Zu diesem wichtigen Schritt gratulieren wir allen Kursteilnehmenden von Herzen. Für ihren Start in das Ehrenamt wünschen wir ihnen viele wertvolle Begegnungen, bereichernde Erfahrungen und viel Freude bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe.

Weitere Informationen unter www.rheinbach@deutscher.kinderhospizverein.de
 

Ferienprogramm Gaming und Robotik in der Bücherei


Ferienprogramm Gaming und Robotik in der Bücherei


Die Öffentliche Bücherei St. Martin lädt nach einem erfolgreichen Start in den diesjährigen Sommerleseclub dazu ein, an den kommenden interessanten Workshops und Events teilzunehmen und weitere Stempel im SLC-Logbuch zu sammeln.

Am Freitag. 31.7.26 und Samstag, 1.08.26 sind wieder Gamingtage, es wird an der Switch und Switch2 gespielt, bis der Controller qualmt. Kommt gerne vorbei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Hier sind alle zwischen 6 und 90 Jahren eingeladen mitzuspielen.

Für Donnerstag, den 13.08.26 gibt es noch ein paar Plätze im Robotik-Workshop, exklusiv für Sommerleseclub-Teilnehmende. „Die Abenteuer des kleinen Roboters Ozobot“ finden von 10 – 12 Uhr statt, hier ist eine Anmeldung in der Bücherei nötig. Der Workshop ist für Kinder von 9 – 12 Jahren vorgesehen.

Alle weiteren Informationen, auch zum Sommerleseclub, gibt es auf der Homepage der Bücherei www.buecherei-rheinbach.de.

Mit der Trauer nicht allein

Mit der Trauer nicht allein 

Gesprächs-Café für Trauernde in Rheinbach am Montag, 10. August, 15-17 Uhr


Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist schwer zu ertragen. Viele Trauernde fühlen sich hilflos und alleingelassen. Wer ist da, wenn man seine Geschichte immer und immer wieder erzählen will? Wer hört einfach zu und hält die Trauer und Tränen aus? Wer ermutigt, neue Wege zu versuchen? 

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. bietet Trauernden im nächsten Gesprächs-Café in Rheinbach am Montag, 10. August, 15-17 Uhr, Kaminzimmer Haus am Römerkanal, Römerkanal 11, die Möglichkeit, sich mit Menschen in ähnlicher Lebenssituation auszutauschen. 

Die ausgebildeten und erfahrenen Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unterstützen Trauernde in ihrer Lebenssituation des erlebten Verlustes, bis diese ausreichend Kraft gefunden haben, mit der veränderten Situation zu leben. In verständnisvoller Atmosphäre kann der Trauer Ausdruck verliehen oder auch einfach nur zugehört werden.  

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. begleitet lebensbedrohlich Erkrankte sowie deren An- und Zugehörige. Sie macht auch weitere Angebote für Trauernde. Die Angebote sind entgeltfrei und nicht an eine Konfession gebunden. 

Informationen: 02226/900 433, www.hospiz-voreifel.de
 

Grillfest beim Prinzenclub „Groß-Rheinbach“

Senat des Prinzenclub

Grillfest beim Prinzenclub „Groß-Rheinbach“


Das alljährliche Grillfest des Prinzenclubs fand in diesem Jahr auf dem Schützenplatz zu Oberdrees statt. Von den 186 Mitgliedern konnte der neue Vorsitzende Horst Wassong rund 60 begrüßen. Traditionsgemäß werden auch die designierten Tollitäten geladen. Urlaubsbedingt bestanden nicht alle Dreigestirne aus drei Personen, was die Stimmung jedoch nicht trübte. Besonders freute sich Wassong unseren Bürgermeister Daniel Phiesel begrüßen zu dürfen.

Die Veranstaltung war wieder bestens organisiert, sodass die Gäste voll des Lobes waren. Am Grill gaben Winni von Sturm und Bruno Frahmann ihr bestens, um alle Wünsche zu befriedigen. Als Beilage gab es selbstgemachte Salate, die die Mitglieder mitgebracht hatten. Der zweite Vorsitzende Dirk Zavelberg bedankte sich dafür und bei allen anderen für ihre Arbeit für das Fest.

Der Senat des Prinzenclubs war gut vertreten. Man konnte sie anhand der neuen Polohemden gut von den übrigen Gästen unterscheiden. Natürlich waren auch der neue Senatspräsident Ralf Dahs und der neue Sprecher des Senats, Jürgen Roitzheim zugegen.

Gefeiert wurde bis in den Abend hinein und alle traten gut gesättigt den Heimweg an.

Die nächsten Termine des Prinzenclubs:

  • Freitag, 6.November Ordensfest in Merzbach
  • Sonntag, 3.Januar 2027 Empfang in Queckenberg

Dirk Zavelberg 


Senat und Tollitäten

Winni v.Sturm


 

Erfolg im Wettbewerb: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg für neue Forschungskollegs ausgewählt

Freuen sich über die Förderung neuer Forschungskollegs an der H-BRS: Professor Oliver Ruf, Professorin Margit Schulze, Professor Marc Williams. Foto (Collage): H-BRS 

Erfolg im Wettbewerb: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg für neue Forschungskollegs ausgewählt


Das Promotionskolleg für angewandte Forschung in Nordrhein-Westfalen (PK NRW) fördert drei neue Forschungskollegs. An gleich zwei dieser Verbundvorhaben ist die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) maßgeblich beteiligt. Bei dem Vorhaben REFORM steht die industrielle Verarbeitung pflanzlicher Rohstoffe im Mittelpunkt. In dem Projekt „Anfassen/Aushandeln“ geht um die Frage, wie vor allem junge Menschen digitale Technik wie etwa Smartphones besser verstehen und kritisch reflektieren können. REFORM startet im September 2026, „Anfassen/Aushandeln“ im Januar 2027.

„Dass die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg an zwei der insgesamt drei bewilligten Forschungskollegs beteiligt ist, unterstreicht eindrucksvoll die Forschungsstärke unserer Hochschule“, sagt Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. „Die Entscheidung des Promotionskollegs NRW bestätigt unsere wachsende Bedeutung als forschungsstarke Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Zugleich eröffnet sie hervorragende Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs und für den Transfer innovativer Forschung in Gesellschaft und Wirtschaft.“

Mit den beiden Forschungskollegs deckt die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zwei zukunftsweisende Themenfelder ab: nachhaltige Bioökonomie sowie digitale Souveränität. Das Forschungskolleg REFORM untersucht, wie lignocellulosehaltige Biomasse – etwa Holz- oder Pflanzenreste – energieeffizienter und ressourcenschonender zu Chemikalien und Treibstoffen verarbeitet werden kann. Ziel ist es, strukturelle Barrieren in bestehenden Bioraffinerieprozessen zu überwinden und neue, datengetriebene Verfahren für eine nachhaltige stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu entwickeln. Die Erkenntnisse sollen langfristig in industrielle Bioraffinerien einfließen und die Bioökonomie stärken.

Von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg bringen Professorin Margit Schulze und Professor Marc Williams ihre Expertise in das Kolleg ein. An der H-BRS haben sie eine Schwerpunktprofessur zu Technischer Nachhaltigkeit am Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften. Gemeinsam mit Partnern der FH Aachen, der Hochschule Niederrhein sowie Industrieunternehmen arbeiten sie an innovativen Verfahren für eine ressourceneffiziente chemische Industrie.

Das Forschungskolleg „Anfassen/Aushandeln“ widmet sich der Frage, wie Menschen digitale Technologien nicht nur nutzen, sondern deren Funktionsweisen verstehen, kritisch reflektieren und aktiv mitgestalten können. Im Mittelpunkt steht das Konzept der digitalen Souveränität – also die Fähigkeit, digitale Medien informiert und selbstbestimmt einzusetzen. Das interdisziplinäre Kolleg verbindet Medienästhetik, Interaktionsdesign, Human-Computer Interaction und Medienpädagogik. Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern und Jugendlichen, für die neue Ansätze zur Förderung digitaler Mündigkeit entwickelt werden sollen.

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Professor Oliver Ruf, Forschungsprofessor für Medienästhetik am Institut für Medienentwicklung und -analyse (IMEA), gehört zum vierköpfigen Antragstellerteam und ist gemeinsam mit der TH Köln an der wissenschaftlichen Leitung beteiligt. Er verantwortet unter anderem ein Teilprojekt zur Medienästhetik digitaler Souveränität und betreut gemeinsam mit der TH Köln Promotionsvorhaben innerhalb des Kollegs.

Die Entscheidung des Promotionskollegs NRW fiel nach einem wissenschaftlichen Begutachtungsverfahren und einer Präsentation der Anträge vor einer unabhängigen Jury. Insgesamt wurden drei Forschungskollegs zur Förderung ausgewählt. Mit den PK-Forschungskollegs baut das Promotionskolleg seine Förderstrukturen gezielt weiter aus. Bis 2035 sollen insgesamt acht Forschungskollegs eingerichtet werden, um exzellente Promotionen und Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) nachhaltig zu stärken. PK-Forschungskollegs sind zeitlich befristete Forschungsgruppen, in denen besonders forschungsstarke Professorinnen und Professoren gemeinsam mit Doktorandinnen und Doktoranden themenbezogen über vier Jahre intensiv zusammenarbeiten, um Lösungen für gesellschaftlich relevante Fragestellungen zu finden.

Freitag, 24. Juli 2026

1000 Euro für die Rheinbacher Bücherei nach Premierenkonzert von „Weilerfeld“

Alle Macht den Liedern hieß es beim Premierenkonzert der Band Weilerfeld aus Rheinbach

1000 Euro für die Rheinbacher Bücherei nach Premierenkonzert von „Weilerfeld“ 


Alle macht den Liedern! Rund 100 Gäste lauschten im Pfarrzentrum St. Martin begeistert dem ersten abendfüllenden Konzert der Rheinbacher Band „Weilerfeld“ im Begleitprogramm von „Kunst findet Stadt“. Die Band rundete die Hutspenden für die Anschaffung von Medien der Öffentlichen Bücherei St. Martin auf glatte 1.000 € auf.

Eine solche Vielfalt an musikalischen Stilen, Instrumenten und Liedtexten hat es von einer Rheinbacher Band wohl noch nicht gegeben. Die neue Band „Weilerfeld“ hatte angekündigt, sie mache Musik „von Folk, Rock, Pop, Chanson und Liedermacher mit deutschen und kölschen Texten überwiegend aus eigener Feder“. Zur Freude des Publikums hielt sie Wort.
Da war zu Beginn das Lied über Liebe zu gutem Kaffee, eine freie Übertragung eines Popsongs von Vero Nouk, für die Gitarrist Dieter Peters verantwortlich zeichnete. Reine Cover wie „And’re, die das Land so sehr nicht liebten“ von der Gruppe Zupfgeigenhansel nach einem Gedicht von Theodor Kramer und das humorvolle „Das erste Mal mit Andrea“ (Die Feisten) wechselten mit Eigenkompositionen wie „Königssohn“ (Gerd Engel) und „Wind der Erinnerung“ (Gregor Haida). Haida spielt dabei nicht nur Bass, sondern griff immer wieder auf beeindruckende Art zur Klarinette.

Auch Pianist Winfried Lehnen hielt es nicht durchgehend auf seinem Klavierhocker. Bei „Ketten“, einer kölschen Bearbeitung eines Liedes des Ostberliners Toni Mahoni, gelangen im freche Einwürfe von seinem neuen Zweitinstrument, der Posaune. Die Rockgitarre holte Dieter Peters bei „Weilerfeld“ aus dem Ständer. „Ja, wir wohnen im Neubaugebiet …. Ich glaube der Ostwind, der rächt sich mit dem Rauschen der A61“ hatte der damalige Neubürger Gerd Engel vor knapp zwanzig Jahren getextet und Dirk Plücker aus dem Spickermannweg hatte die Musik dazu geschrieben. Im Arrangement mit Cajon (Mark Grüner) und der Percussion von Heike Glaser klang der „Oldie“ nun frisch und unverbraucht.

Nach der Pause glänzte eine weitere Heimathymne. U.a. Posaune, Irish-Pipe, Sopranino-Flöte und Querflöte (Glaser) instrumentierten kunstvoll „Et Tomburch-Leed“. In Anlehnung an eine irische Melodie hatte Gerd Engel mit Dialekt-Unterstützung des mittlerweile verstorbenen Hubert Beyer seinen Identifikationspunkt mit der neuen Heimat ein lyrisches Denkmal gesetzt: „Ming Wuazele ördendlich driewe janz deef em Rhembacher Lehm.“
Beim irre komischen „Nussschüsselblues“ von „Die Feisten“ zeigte Peters, dass er auch Mundharmonika kann. Der „Meister der Melancholie“, wie Engel den Band-Bassisten Gregor Haida augenzwinkernd getauft hatte, steuerte anschließend ein weiteres Chanson bei: „Wo die Liebe hinfiel“. Schwermütig wurde es auch bei dem Wenzel-Cover „Wenn nur diese Fratzen nicht wär’n“ für das Heike Glaser sich ihr Akkordeon umschnallte, um gleichsam die hässlichen Fratzen zu vertreiben und zugleich die alten Dichter herbeizurufen.
Beim letzten Lied vor der Zugabe hatte wiederum Dieter Peters gezeigt, wie treffend Mundart Dinge auf den Punkt bringen kann. Aus Georgs Ringsgwandls wienerischen Blues-Nummer „Nix mitnemma“ textete er beispielsweise „Froch doch ens dä Düvel oder froch dä Leeve Jott. Nä, du kanns nix mitnemme.“ Bastian Bandts wunderbares Lied „Tochter“ durfte als Zugabe den Abschluss eines unvergesslichen Konzertabends bilden.

Daniela Hahn, Leiterin der Öffentlichen Bücherei St. Martin Rheinbach, freute sich als Gastgeberin gemeinsam mit dem mitveranstaltenden Verein Rheinbach liest e.V. über den Erfolg des Abends, der sich auch an den großzügigen Hutspenden festmachte. Durch die Band aufgerundete 1.000 Euro konnte sie in Empfang nehmen. „Damit werden wir unseren Medienbestand aktualisieren, insbesondere bei den Medien aus dem Themenfeld Demokratie.“ Das passte insofern auch gut, weil der Konzertabend Teil des Begleitprogramms von „Kunst findet Stadt“ mit dem Themenschwerpunkt „Demokratie“ war. Die „Weilerfelder“ haben jedenfalls Blut geleckt und werden jetzt wieder in den Probenkeller tauchen, um weitere Lieder zu entwickeln.
 

Applausbad und ein voller Spendenhut. 1000 Euro für die Öffentliche Bücherei St. Martin Rheinbach.

Dieter Peters an der Gitarre liebt und singt gerne kölsche Tön

 

Erfolg im Wettbewerb: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg für neue Forschungskollegs ausgewählt

Freuen sich über die Förderung neuer Forschungskollegs an der H-BRS: Professor Oliver Ruf, Professorin Margit Schulze, Professor Marc Williams. Foto (Collage): H-BRS 

Erfolg im Wettbewerb: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg für neue Forschungskollegs ausgewählt


Das Promotionskolleg für angewandte Forschung in Nordrhein-Westfalen (PK NRW) fördert drei neue Forschungskollegs. An gleich zwei dieser Verbundvorhaben ist die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) maßgeblich beteiligt. Bei dem Vorhaben REFORM steht die industrielle Verarbeitung pflanzlicher Rohstoffe im Mittelpunkt. In dem Projekt „Anfassen/Aushandeln“ geht um die Frage, wie vor allem junge Menschen digitale Technik wie etwa Smartphones besser verstehen und kritisch reflektieren können. REFORM startet im September 2026, „Anfassen/Aushandeln“ im Januar 2027.

„Dass die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg an zwei der insgesamt drei bewilligten Forschungskollegs beteiligt ist, unterstreicht eindrucksvoll die Forschungsstärke unserer Hochschule“, sagt Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. „Die Entscheidung des Promotionskollegs NRW bestätigt unsere wachsende Bedeutung als forschungsstarke Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Zugleich eröffnet sie hervorragende Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs und für den Transfer innovativer Forschung in Gesellschaft und Wirtschaft.“

Mit den beiden Forschungskollegs deckt die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zwei zukunftsweisende Themenfelder ab: nachhaltige Bioökonomie sowie digitale Souveränität. Das Forschungskolleg REFORM untersucht, wie lignocellulosehaltige Biomasse – etwa Holz- oder Pflanzenreste – energieeffizienter und ressourcenschonender zu Chemikalien und Treibstoffen verarbeitet werden kann. Ziel ist es, strukturelle Barrieren in bestehenden Bioraffinerieprozessen zu überwinden und neue, datengetriebene Verfahren für eine nachhaltige stoffliche Nutzung nachwachsender Rohstoffe zu entwickeln. Die Erkenntnisse sollen langfristig in industrielle Bioraffinerien einfließen und die Bioökonomie stärken.

Von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg bringen Professorin Margit Schulze und Professor Marc Williams ihre Expertise in das Kolleg ein. An der H-BRS haben sie eine Schwerpunktprofessur zu Technischer Nachhaltigkeit am Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften. Gemeinsam mit Partnern der FH Aachen, der Hochschule Niederrhein sowie Industrieunternehmen arbeiten sie an innovativen Verfahren für eine ressourceneffiziente chemische Industrie.

Das Forschungskolleg „Anfassen/Aushandeln“ widmet sich der Frage, wie Menschen digitale Technologien nicht nur nutzen, sondern deren Funktionsweisen verstehen, kritisch reflektieren und aktiv mitgestalten können. Im Mittelpunkt steht das Konzept der digitalen Souveränität – also die Fähigkeit, digitale Medien informiert und selbstbestimmt einzusetzen. Das interdisziplinäre Kolleg verbindet Medienästhetik, Interaktionsdesign, Human-Computer Interaction und Medienpädagogik. Ein besonderer Fokus liegt auf Kindern und Jugendlichen, für die neue Ansätze zur Förderung digitaler Mündigkeit entwickelt werden sollen.

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Professor Oliver Ruf, Forschungsprofessor für Medienästhetik am Institut für Medienentwicklung und -analyse (IMEA), gehört zum vierköpfigen Antragstellerteam und ist gemeinsam mit der TH Köln an der wissenschaftlichen Leitung beteiligt. Er verantwortet unter anderem ein Teilprojekt zur Medienästhetik digitaler Souveränität und betreut gemeinsam mit der TH Köln Promotionsvorhaben innerhalb des Kollegs.

Die Entscheidung des Promotionskollegs NRW fiel nach einem wissenschaftlichen Begutachtungsverfahren und einer Präsentation der Anträge vor einer unabhängigen Jury. Insgesamt wurden drei Forschungskollegs zur Förderung ausgewählt. Mit den PK-Forschungskollegs baut das Promotionskolleg seine Förderstrukturen gezielt weiter aus. Bis 2035 sollen insgesamt acht Forschungskollegs eingerichtet werden, um exzellente Promotionen und Forschung an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) nachhaltig zu stärken. PK-Forschungskollegs sind zeitlich befristete Forschungsgruppen, in denen besonders forschungsstarke Professorinnen und Professoren gemeinsam mit Doktorandinnen und Doktoranden themenbezogen über vier Jahre intensiv zusammenarbeiten, um Lösungen für gesellschaftlich relevante Fragestellungen zu finden.
Freuen sich über die Förderung neuer Forschungskollegs an der H-BRS: Professor Oliver Ruf, Professorin Margit Schulze, Professor Marc Williams. Foto (Collage): H-BRS 

Blaues Auge oder Schuss vor den Bug?

Blaues Auge oder Schuss vor den Bug?

SPD: Haushaltsgenehmigung ist Bestätigung und Auftrag zugleich


Die Genehmigung des Rheinbacher Haushaltsplans für 2026 durch die Kommunalaufsicht schafft Planungssicherheit für die kommenden Monate. Für die SPD-Fraktion ist sie zugleich ein deutliches Signal. Die schwierige Haushaltslage ist keineswegs überwunden. Vielmehr macht die Haushaltsgenehmigung deutlich, dass der eingeschlagene Konsolidierungskurs konsequent fortgesetzt werden muss.

Die SPD-Fraktion hat sich bereits in den Haushaltsberatungen dafür eingesetzt, den Konsolidierungskurs auf eine breitere Grundlage zu stellen. Neben dem Konsolidierungspakt wurden auf Initiative der SPD-Fraktion ein freiwilliges Haushaltssicherungskonzept beschlossen, große Investitionen einer erneuten Überprüfung unterzogen sowie Sperrvermerke eingerichtet. Damit muss der Rat bei wesentlichen Investitionen erneut über Umfang, Ausgestaltung und Notwendigkeit entscheiden.

„Der Konsolidierungspakt war ein wichtiger erster Schritt. Entscheidend ist aber, dass wir diesen Weg durch konkrete Maßnahmen ergänzt haben. Die Haushaltsgenehmigung zeigt, dass wir Verantwortung übernommen haben. Jetzt müssen wir den eingeschlagenen Kurs mit Augenmaß fortsetzen.“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der SPD Rheinbach, Arne Ritter. Für die SPD-Fraktion ist dabei klar, dass Haushaltskonsolidierung nicht auf pauschale Kürzungen reduziert werden darf. „Jede Investition verdient eine sorgfältige Abwägung. Wir müssen verantwortungsvoll mit öffentlichen Mitteln umgehen, ohne dabei die Daseinsvorsorge und die Zukunft unserer Stadt aus dem Blick zu verlieren. Unser Ziel ist ein Haushalt, der finanzielle Stabilität schafft und gleichzeitig die Voraussetzungen dafür erhält, dass Rheinbach auch künftig handlungsfähig bleibt.“

Die SPD-Fraktion versteht die Sparkommission deshalb ausdrücklich nicht als reines Spargremium. Ihr Auftrag ist es, gemeinsam mit Verwaltung und Rat einen dauerhaft tragfähigen Haushalt zu entwickeln. Dazu gehört, Ausgaben kritisch zu hinterfragen, Prioritäten neu zu bewerten und ebenso Möglichkeiten zur Verbesserung der Einnahmesituation in den Blick zu nehmen. Ziel ist nicht das Sparen um des Sparens willen, sondern die langfristige Sicherung der finanziellen Handlungsfähigkeit der Stadt.

Gleichzeitig macht die Haushaltsgenehmigung deutlich, dass die bestehenden Herausforderungen weiter bestehen. Die vorgesehenen Verlustvorträge und der notwendige Schutz des Eigenkapitals zeigen, dass der Konsolidierungskurs dauerhaft und konsequent fortgeführt werden muss. „Wir werden jede Investition daran messen, ob sie fachlich notwendig, wirtschaftlich vertretbar und dauerhaft finanzierbar ist. Gleichzeitig dürfen wir nicht zulassen, dass kurzfristige Einsparungen unsere Feuerwehr, unsere Schulen, unsere Kindertagesstätten oder andere Bereiche der kommunalen Daseinsvorsorge dauerhaft schwächen. Konsolidierung bedeutet Verantwortung – nicht Symbolpolitik.“

Für die SPD-Fraktion zeigt die aktuelle Haushaltslage aber auch, dass die Verantwortung nicht allein bei der Stadt Rheinbach liegt. Bund und Land stehen ebenso in der Pflicht, die Kommunen dauerhaft handlungsfähig zu halten. „Viele Kostensteigerungen entstehen nicht vor Ort. Immer neue gesetzliche Aufgaben, steigende Sozialausgaben und wachsende Standards belasten die kommunalen Haushalte erheblich. Deshalb erwarten wir, dass Bund und Land das Konnexitätsprinzip konsequent beachten: Wer Aufgaben überträgt, muss ihre Finanzierung dauerhaft sicherstellen. Nur so können Städte wie Rheinbach ihre Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern erfüllen.“

Für die SPD-Fraktion bleibt das Ziel klar: eine nachhaltige Haushaltskonsolidierung, die solide Finanzen mit einer starken Daseinsvorsorge und einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung verbindet. Die Haushaltsgenehmigung ist deshalb weder Anlass für Selbstzufriedenheit noch Grund zur Panik. Sie ist ein wichtiges Signal, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen – mit finanzieller Verantwortung, Augenmaß und dem klaren Anspruch, Rheinbach auch langfristig handlungs- und zukunftsfähig zu halten. 

Dienstag, 21. Juli 2026

Wanderung mit Ritter Trenk und Latte Igel durch den Geschichtenwald

Vorlesen und Lauschen im Merzbacher Wald

Wanderung mit Ritter Trenk und Latte Igel durch den Geschichtenwald 


Ein Rucksack voller Waldgeschichten! Über 50 Kinder und Erwachsene machten sich mit Eifelverein und Rheinbach Liest am ersten Feriensamstag auf den 6 km langen Rundweg durch den Merzbacher Wald. Bei der ersten Geschichtenwanderung seit 2021 wurde an fünf Stationen vorgelesen. Nachmachen ausdrücklich erwünscht!

Gemeinsam Wandern, Picknicken und dabei liebevoll ausgewählte Geschichten hören - diese einfache Idee war auf viel Interesse gestoßen. Dreizehn Familien mit Kindern von zwei bis elf Jahren konnte das Vorbereitungsteam am Wanderparkplatz in Merzbach begrüßen. Die weiteste Anreise hatte Nadim (6) aus Berlin, der mit Freund Amir (9) bei seiner Rheinbacher Oma Doris zu Besuch war. 

Bei herrlich mildem Sommerwetter ging es los zum ersten Haltepunkt im Wald. Dort las Ingeborg Mikloss, Pressewartin des Eifelvereins, eine Episode aus Sabine Bohlmanns „Der kleine Siebenschläfer – Ein Rucksack voller Waldgeschichten“. Es geht im Gespräch zwischen dem kleinen Siebenschläfer und seiner Freundin, der Haselmaus, um die richtige Art sich zu langweilen, bevor die beiden doch Lust auf ein Abenteuer bekommen und prompt der Reisemaus begegnen.

Langweilig wurde es auch der altersgemischten Wandergruppe nicht. Schon kurz darauf nämlich versammelte sie sich am weitgehend ausgetrockneten Bett des Stiefelsbaches. Dort lasen Susanne Hartmanns und Gerd Engel von Rheinbach Liest aus Sebastian Lybecks Klassiker „Latte Igel und der Wasserstein“. Der Wald droht zu verdorren, und der tapfere Igel bekommt vom Raben Korp einen gefährlichen Weg zur Lösung des Problems aufgezeigt. Nach einem weiteren Halt übernahm in der Nähe des Schwarzen Kreuzes Rheinbachs Bürgermeister Daniel Phiesel, der mit seiner Familie ebenfalls mitwanderte, spontan die Lesung aus Kirsten Boies „Der kleine Ritter Trenk“. Dabei wurde er vom Vorlesetalent Mathea Woesler (10) unterstützt.

„Wir mussten uns im Vorfeld zwischen den Konzepten ‚Fortsetzungsgeschichte‘ und ‚Geschichtenpotpourri‘ entscheiden“, erklärte Gerd Engel. „Wir haben schließlich das zweite Konzept gewählt, um den Familien möglichst viele Impulse für das häusliche Vorlesen zu geben.“
So landete auch die von Susanne Hartmanns an Station 5 hinreißend vorgelesene Episode aus Andreas Schmachtls „Hörnchen und Bär“ über die Kunst des „Nichtangelns“ auf der Literaturliste. Diese lag im zum „Lesegarten“ umfunktionierten malerischen Privatgarten von Christiane Stockmanns in Neukirchen zum Mitnehmen bereit. Dort kehrte die Wandergruppe nach gut 3 Km für eine gute Stunde ein. In auf der Wiese verteilten Holzkisten stand nicht nur ein inspirierendes Bücherangebot bereit. Auch schenkte die Eifelverein-Familienwartin Claudia Althausen gemeinsam mit der Gastgeberin kühlen Holunderpunsch nach Neukirchener Geheimrezept aus und reichte Hot-Dogs. Elsbeth Bois (85), die über Jahre die Familienarbeit im Eifelverein maßgeblich mit aufgebaut hatte, gehörte auch zur Wandergruppe und freute sich über die Wiedergeburt des Formats „Geschichtenwanderung“ und den heiteren Trubel im Garten.

„Das war heute die schönste Art, die Sommerferien einzuläuten“, schwärmte ein Vater von zwei Kindern vor dem gemeinsamen Rückweg zum Wanderparkplatz. So wie er nahmen viele Familien die Anregung auf, das private Wandern nun ebenfalls häufiger mit dem Vorlesen zu verbinden und bei Ausflügen immer ein paar Bücher mitzunehmen. „Es muss ja nicht gleich ein ganzer Rucksack voll sein“, schmunzelte Susanne Hartmanns.

Und wann findet die nächste Geschichtenwanderung für Kinder statt? - Spätestens vor den nächsten Sommerferien! Aber am 27. September gibt es von den beiden kooperierenden Vereinen zunächst einmal nach einem ähnlichen Konzept den „Literaturspaziergang“ für Erwachsene mit dem schönen Titel „Ein Herbsttag, wie ich keinen sah“. Und das ist dann eine echte Premiere!

Daniel Phiesel liest am Schwarzen Kreuz mit Mathea aus dem Kleinen Ritter Trenk

Im Garten von Christiane Stockmanns durfte dann eigenständig weitergelesen werden.

Susanne Hartmanns liest vor herrlicher Kulisse über die Kunst des Nichtangels