Donnerstag, 8. Oktober 2026

Feierlicher Abend zum Tag der Deutschen Einheit im Ratssaal des Glasmuseums Rheinbach

Feierlicher Abend zum Tag der Deutschen Einheit im Ratssaal des Glasmuseums Rheinbach

Rund 130 Gäste folgten am 3. Oktober der Einladung der CDU Rheinbach zu einer besonderen Veranstaltung im Ratssaal des Glasmuseums. Im Mittelpunkt stand der Vortrag der estnischen Botschafterin in Deutschland, Marina Linntam, die eindrucksvoll über die aktuelle Lage in Estland, die sicherheitspolitische Situation an der Ostgrenze Europas und die Bedeutung eines starken europäischen Zusammenhalts sprach.

Die Botschafterin machte deutlich, dass die Freiheit Europas nur in Geschlossenheit verteidigt werden kann. Mehrfach betonte sie, wie wichtig es sei, „in Einigkeit aufzutreten und die gemeinsame europäische Freiheit zu schützen“. Ihre Worte fanden große Aufmerksamkeit im Saal und prägten den Abend nachhaltig.

Eröffnet wurde die Veranstaltung vom Vorsitzenden des CDU‑ Stadtverbandes Bernd Zimmermann, der die Gäste begrüßte und die Bedeutung des 3. Oktober als Tag der Einheit und Verantwortung hervorhob. Nach dem Vortrag dankte Zimmermann der Botschafterin und unterstrich die Relevanz ihrer Botschaft für die aktuelle politische Lage.

Auch Bürgermeister Daniel Phiesel richtete zu Beginn ein Grußwort an die Anwesenden. Er hob hervor, wie entscheidend Einigkeit und demokratische Standfestigkeit in einer politisch herausfordernden Zeit seien. Sein Appell zur gemeinsamen Verantwortung bildete einen würdigen Auftakt für den Abend.

I Rahmen der Veranstaltung wurden auch zwei langjährige CDU Mitglieder für ihre Treue und ihr Engagement für die CDU geehrt. Herr Günther Wurster wurde vor 40 Jahren Mitglied der CDU, Joachim Schneider, aktueller Fraktionsvorsitzender der CDU Rheinbach trat vor 25 Jahren in die CDU ein. Karin Schulze, Mitgliederbeauftragte der CDU Rheinbach, beglückwünschte die Jubilare und dankte für die Unterstützung und das Engagement.

Nach dem offiziellen Teil und dem feierlichen Absingen der deutschen Nationalhymne blieb die Botschafterin noch lange im Ratssaal und suchte das persönliche Gespräch mit den Gästen. Auch dr. Norbert Röttgen, MdB, Oliver Krauß, MdL, und weitere Ehrengäste nutzten die Gelegenheit zum Austausch und standen für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.


Für das leibliche Wohl sorgte die Junge Union Rheinbach, die die Besucherinnen und Besucher mit kulinarischen Leckereien versorgte. Die herzliche Atmosphäre und die vielen intensiven Gespräche machten den Abend zu einer rundum gelungenen Veranstaltung, die den Geist des 3. Oktober eindrucksvoll widerspiegelte.

 

Info/Demostand der OMAS GEGEN RECHTS in Rheinbach


Info/Demostand der OMAS GEGEN RECHTS in Rheinbach 

Die OMAS GEGEN RECHTS aus Rheinbach haben einen Info/Demostand in Rheinbach am Samstag 10.10.2026 von 10 - 12 Uhr in der Hauptstraße von Rheinbach (Höhe Optiker Firmenich) geplant und genehmigt bekommen.

Sie wollen ein deutliches Zeichen gegen den Rechtsextremismus setzen und als Gemeinschaft Zusammenhalt und Solidarität zeigen. 

Gesprächs-Café für Trauernde in Rheinbach am Montag, 12. Oktober, 15-17 Uhr

Mit der Trauer nicht allein

Gesprächs-Café für Trauernde in Rheinbach am Montag, 12. Oktober, 15-17 Uhr

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. bietet Trauernden die Möglichkeit, sich mit Menschen in ähnlicher Lebenssituation auszutauschen, einander zuzuhören und neue Kraft zu finden. Das nächste Gesprächs-Café in Rheinbach findet statt am Montag, 12. Oktober, 15-17 Uhr, im Kaminzimmer, ev. Altenzentrum Haus am Römerkanal, Römerkanal 11. 

Die ausgebildeten und erfahrenen Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unterstützen Trauernde in ihrer Lebenssituation des erlebten Verlustes, bis diese ausreichend Kraft gefunden haben, mit der veränderten Situation zu leben. In verständnisvoller Atmosphäre kann der Trauer Ausdruck verliehen oder auch einfach nur zugehört werden.  

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. begleitet lebensbedrohlich Erkrankte sowie deren An- und Zugehörige. Sie macht auch weitere Angebote für Trauernde. Die Angebote sind entgeltfrei und nicht an eine Konfession gebunden. 

Informationen: 02226/900 433, www.hospiz-voreifel.de

 

Neue Reinigungsstufe für den Swistbach in Betrieb

„In der eingeweihten Membranhalle auf dem Gruppenklärwerk Rheinbach-Flerzheim (v. l. n. r.): Erftverbandsvorstand Prof. Heinrich Schäfer, Umweltminister Oliver Krischer, BM Euskirchen Sacha Reichelt, stellv. BM Swisttal Paul Adams, BM Rheinbach Dr. Daniel Phiesel und Bereichsleiter Abwasser Rene Düppen -Quelle: Erftverband

Neue Reinigungsstufe für den Swistbach in Betrieb

Gruppenklärwerk Rheinbach-Flerzheim setzt auf Membranfiltration und Aktivkohle – 31,5 Millionen Euro investiert

Bergheim/Rheinbach, 6. Oktober 2026. Weniger Spurenstoffe, mehr Gewässerschutz: Im Gruppenklärwerk Rheinbach-Flerzheim ist nach rund drei Jahren Bauzeit eine neue Reinigungsstufe in Betrieb gegangen. Mit einer Kombination aus Membranfiltration und Pulveraktivkohle wird das Abwasser künftig deutlich umfassender gereinigt, bevor es in den Swistbach gelangt. Der Erftverband hat die Kläranlage zugleich von 50.000 auf 67.000 Einwohnerwerte erweitert. Insgesamt wurden 31,5 Millionen Euro in die Modernisierung und den Ausbau investiert. Das Land Nordrhein-Westfalen beteiligte sich mit rund 17,8 Millionen Euro. „Gerade im Sommer besteht der Swistbach zum Großteil aus gereinigtem Abwasser, das auch für landwirtschaftliche Belange genutzt werden könnte. Genau deshalb ist modernste Filtertechnik hier wichtig. Mit der vierten Reinigungsstufe verbessern wir künftig gezielt den Rückhalt von Mikroschadstoffen wie Chemikalien und Medikamentenresten sowie Mikroplastik aus dem Wasser, bevor sie in die Natur gelangen", sagt Landesumweltminister Oliver Krischer.

Membranen filtern kleinste Partikel

Das Herzstück der neuen Anlage sind Membranen mit einer Porengröße von nur 0,04 Mikrometern. Sie halten Feststoffe und Mikroorganismen weitgehend zurück und verbessern auch den Rückhalt von Mikroplastik. Zusätzlich kommt Pulveraktivkohle zum Einsatz. Sie bindet im Abwasser gelöste Spurenstoffe – darunter Arzneimittelrückstände sowie Haushalts- und Industriechemikalien. Die beladene Aktivkohle wird anschließend zusammen mit den Feststoffen aus dem Abwasser entfernt. „Die neue Anlagentechnik verbindet eine leistungsfähige biologische Reinigung mit einem weitgehenden Rückhalt von Feststoffen, Keimen, Mikroplastik und gelösten Spurenstoffen“, erklärt Heinrich Schäfer, Vorstand des Erftverbandes. „Damit ist das Gruppenklärwerk Flerzheim für die zukünftigen Anforderungen an einen modernen Gewässerschutz gut aufgestellt.“

Große Bedeutung für den längsten Bach Europas

Die Bedeutung der Kläranlage ist für den Swistbach besonders groß: In den Sommermonaten kann der gereinigte Ablauf rund 90 Prozent der Wasserführung des Flusses ausmachen. Das Wasser des Baches wird unter anderem zur Beregnung von Obst- und Gemüsekulturen genutzt. Stickstoff und Phosphor wurden bereits vor dem Ausbau weitgehend aus dem Abwasser entfernt. Die neue Reinigungsstufe verbessert insbesondere die Entfernung von Spurenstoffen, Feststoffen und Keimen. Auch die Kläranlage Rheinbach verfügt über eine zusätzliche Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination. Dort wurde 2019 im Rahmen eines Forschungsvorhabens ein Retentionsbodenfilter in Betrieb genommen. Damit erhalten die wesentlichen Kläranlagen im Einzugsgebiet des Swistbaches eine vierte Reinigungsstufe.

Ausbau schafft Perspektive für Swisttal-Miel

Mit der Erweiterung des Gruppenklärwerks wurde außerdem die Voraussetzung geschaffen, künftig auch das Abwasser der nahegelegenen Kläranlage Swisttal-Miel in Flerzheim zu behandeln. Die Überleitung der Kläranlage Swisttal-Miel ist Mitte 2027 vorgesehen. Die Anlage in Flerzheim nimmt derzeit Abwasser aus Meckenheim, Rheinbach und Wachtberg sowie aus Teilen von Altenahr und Grafschaft auf.

Investition in die Zukunft

Der Ausbau der Anlage war zugleich eine umfassende Modernisierung des Standorts. Einige Anlagenteile stammten noch aus früheren Bauphasen. Einzelne Bauwerke gehen sogar auf die erste Kläranlage am Standort zurück, die 1967 in Betrieb ging. Der Erftverband will nun wissenschaftlich untersuchen lassen, wie sich die zusätzliche Reinigungsleistung auf die Wasserqualität des Swistbaches auswirkt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Veränderungen verschiedener Abwasserinhaltsstoffe und deren Bedeutung für das Gewässer. Mit der neuen Reinigungsstufe in Flerzheim wird damit nicht nur eine moderne Abwassertechnik in Betrieb genommen, sondern auch ein weiterer Schritt zum langfristigen Schutz des Swistbaches und des nachfolgenden Gewässersystems umgesetzt.

Vortrag zum Kauf und effizienter Nutzung einer Photovoltaikanlage

Vortrag zum Kauf und effizienter Nutzung einer Photovoltaikanlage 

RHEINBACH Wer eine Photovoltaikanlage kaufen und installieren möchte, sieht sich mit vielen Fragen und Entscheidungen konfrontiert. Einen Überblick über die Bewertung und Auswahl von Photovoltaik Angeboten sowie hilfreiche Informationen zur Umsetzung gibt der Diplom-Ingenieur und Photovoltaik-Experte Gerhard Priegnitz in seinem Online-Vortrag am Mittwoch, 14.10.26 von 19.00 - 20.30 Uhr. Anhand seiner persönlichen langjährigen Erfahrungen mit Photovoltaik weiß er worauf es bei Angeboten und der Auftragsvergabe ankommt. Er erklärt welche Vorbereitungen und Informationen wichtig sind, bevor eine Installation vorgenommen werden kann. Ebenfalls Thema ist, wie das Ziel einer effizienten Nutzung mit Senkung der eigenen Energiekosten erreicht werden kann. Am Ende geht der Referent auf die individuellen Fragen ein. Ein praxisnaher Vortrag für Einsteiger.  

Weitere Infos zu Programm, Gebühren und Anmeldung unter www.vhs-voreifel.de oder unter 02226 – 8922620 sowie info@vhs-voreifel.de.  

H-BRS aktuell: Extreme Hitze ist eine „stille Katastrophe“

Professor Benjamin Best. Foto: Martin Schulz/H-BRS


H-BRS aktuell: Extreme Hitze ist eine „stille Katastrophe“

Die Hitzewelle im Sommer 2026 in Deutschland hat nach Zahlen des RKI etwa 16.000 Menschenleben gefordert. Trotzdem sind die mediale Berichterstattung und die politischen Reaktionen lange nicht so präsent wie etwa im Fall der Flutkatastrophe 2021. Über die Gründe dafür, unperfekte Lösungen und wie sich die Zeit bis zum nächsten Hitzesommer nutzen lässt, spricht im Interview Benjamin Best, Professor für Public Policy und Transformation an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS).

H-BRS: Wie erklären Sie sich, dass die Hitzetoten des Sommers und die Konsequenzen daraus in den Medien und in der Politik längst nicht so intensiv diskutiert werden wie etwa die Flutkatastrophe des Jahres 2021?

Best: Das liegt auch daran, dass das Hitze-Ereignis im Vergleich zu einem Flusshochwasser kein lokal und regional begrenzter Schock ist, sondern flächendeckend auftritt. Auch fehlen drastische Bilder: Die Menschen sterben in Pflegeheimen, in Krankenhäusern und ihren Wohnungen. Extreme Hitze ist eine „stille Katastrophe“, aber trotzdem ist sie unter den direkten Folgen der Klimakrise die tödlichste.

H-BRS: In der Öffentlichkeit standen dennoch andere Aspekte im Fokus.

Best: Es wurde in diesem Sommer vermehrt über indirekte Folgen diskutiert. Die wirtschaftlichen Kosten eines Hitzetages über 30 Grad wurden durch eine Studie von Prognos auf 431 Millionen Euro quantifiziert. Kostentreiber ist vor allem die reduzierte Arbeitsproduktivität - jedes zusätzliche Grad über 25 Grad senkt die Produktivität um zwei Prozent.

In vielen Medien wurde über diesen Sommer auch über die Folgen der Hitze für die Gesundheit, die Psyche und die Infrastruktur berichtet. Viele Kommunen arbeiten gerade schon an ihren Hitzeschutzkonzepten. Mein Vorschlag ist, dass man hier nicht auf die perfekte Lösung setzt, sondern auch erste Arbeitsergebnisse veröffentlicht und der Politik vorlegt – auch wenn vielleicht noch nicht das Gesamtpaket abgeschlossen ist und alle Zuständigkeitsfragen geklärt wurden.

H-BRS: Welche weiteren Aspekte sind in der Klimakrise von Belang? 

Best: Die kulturellen und psychischen Folgen der Klimakrise und soziale Gerechtigkeit rücken vermehrt in den Vordergrund. Emotionen wie zum Beispiel Sorge, Trauer und auch Neid spielen da eine Rolle. Das kann auch der Neid auf die Anpassungsmöglichkeiten von Vermögenden sein, die extremer Hitze vielleicht durch eine spontane Auslandsreise ausweichen konnten. Die Kostensteigerungen für fossile Energieträger treffen Menschen mit weniger Einkommen härter, weil sie anteilig mehr Geld für Mobilität und Heizen ausgeben, und sie haben eventuell begrenzte Handlungsspielräume, weil sie dem vielleicht nicht mit energetischer Sanierung, einer neuen Wärmepumpe oder dem Kauf eines E-Autos entgegenwirken können. 

H-BRS: Was steht aus Ihrer Sicht jetzt an?

Best: Jetzt, wo die Temperaturen wieder sinken, nimmt die Dringlichkeit wieder ab. Aber mir scheint wichtig, dass man jetzt die Zeit nutzt, um sich auf die nächsten Hitzesommer vorzubereiten. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass unkompliziert Zugang zu öffentlichen „kühlen Orten“ geschaffen wird. In einigen Städten gibt es schon bei großer Hitze einen kostenfreien Eintritt in Museen. Viele Museen sind klimatisiert. Das ist eine im Vergleich sehr kostengünstige Maßnahme, weil die Kommunalverwaltungen vor allem den entsprechenden Prozess definieren und überschaubare Einnahmeausfälle kompensieren müssen. Gleichzeitig tun sie dabei etwas Gutes für die kulturelle Bildung und die Kulturinstitutionen der Stadt.

H-BRS: Und was muss und kann für die Alten und Pflegebedürftigen getan werden?

Best: Um vulnerable Gruppen zu schützen, will das Land NRW Fördergelder von 287 Millionen Euro zwischen 2027 bis 2030 für den Hitzeschutz im Pflege- und Gesundheitssektor zur Verfügung stellen. Das ist gut, reicht aber nicht aus. Förderungen und Zuschüsse dieser Art sollten ausgebaut werden, um Krankenhäuser, Kitas, Schulen und Pflegeheime energetisch zu modernisieren und Maßnahmen für sommerlichen Wärmeschutz durchzuführen.

H-BRS: Fördergelder alleine werden es aber wohl nicht richten?

Best: Politik und Verwaltung können die vielen neuen sozial-ökologischen Risiken, die mit der Klimakrise einher gehen, nicht allein bewältigen. Vielmehr braucht es auch kulturelle und gesellschaftliche Anpassungsleistungen. In diesem Kontext ist zu beobachten, dass wir alle derzeit damit experimentieren, wie wir gut mit der Hitze umgehen gehen können. Dazu gehören viele kleine Praktiken, zum Beispiel das Verlegen von Uni-Prüfungen auf Randzeiten, nachbarschaftliche Hilfe für ältere und einsame Menschen, Kindern in Kita und Schule feuchte und kühle Tücher mitzugeben und die Installation von improvisierten Verschattungen, vor allem für Süd- und Südwestfenster. Das alles hilft, die Folgen extremer Hitze abzumildern.

H-BRS: An der Hochschule bereiten Sie Ihre Studierenden darauf vor, in Politik und Verwaltung an solchen Anpassungsprozessen mitzuwirken. Was geben Sie ihnen mit auf den Weg?

Best: In unserem neuen Master „Public Policy & Transformation“ lernen die Studierenden zentrale Fähigkeiten, um im Politikfeld der Sozial- und Klimapolitik zu agieren. Als Hochschule für angewandte Wissenschaft haben wir starke Kooperationsstrukturen mit regionalen Praxispartnern aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Politikberatung und Wirtschaft. Unser Master beinhaltet Module aus den Bereichen Kommunikation, Ethik, Politikwissenschaft und inter- und transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung, so dass die Studierenden vielfältige berufsrelevante Inhalte kennenlernen, an denen sie praxisorientiert in kleinen Teams arbeiten.

Hintergrund:

Professor Benjamin Best ist auch Studiengangsleiter im Masterstudiengang Public Policy & Transformation: Klima-Sozial-Politik. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören die sozial-ökologische Transformation, die nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung und Suffizienz. Die Bewerbungsphase für den Master startet am 15. November, weitere Informationen unter diesem Link: https://www.h-brs.de/en/sv/study/master/public-policy-transformation-climate-social-policy 

Heizperiode gestartet: Rechte und Pflichten in der kalten Jahreszeit

Heizperiode gestartet: Rechte und Pflichten in der kalten Jahreszeit

Bonn - Noch ist der Oktober „golden“, doch ab Donnerstag soll nicht nur das Wetter schlechter werden. Auch die Temperaturen sinken schon tagsüber spürbar. „Spätestens am 1. Oktober beginnt die sogenannte Heizperiode“, darauf weist die Katja Dörner, Vorsitzende des Deutschen Mieterbunds Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V., hin. „Vermietende müssen dann die Heizung im Gebäude einschalten. Nach Auffassung des Deutschen Mieterbundes muss sie so eingestellt sein, dass in der Wohnung mindestens 20 bis 22 Grad Celsius erreicht werden können. Diese Mindesttemperaturen gelten zwischen 6 und 24 Uhr; in der Nacht darf die Temperatur auf ungefähr 18 Grad sinken.“

Fällt die Heizung während der Wintermonate aus oder werden die Mindesttemperaturen von 20 bis 22 Grad Celsius nicht erreicht, liegt ein Wohnungsmangel vor. Mietende sollten den Vermieter oder die Vermieterin in diesem Fall schnellstmöglich informieren. Diese müssen dafür sorgen, dass der Mangel behoben wird, und gegebenenfalls die Heizung reparieren lassen. Solange die Heizung gar nicht oder nur eingeschränkt funktioniert, kann auch eine Mietminderung infrage kommen. Sind in der Wohnung beispielsweise lediglich 16 bis 18 Grad Celsius erreichbar, kann sie bei 20 bis 30 Prozent liegen. „Niemand sollte aus Sorge vor hohen Heizkosten in einer dauerhaft zu kalten Wohnung ausharren. Wenn die Heizung nicht ausreichend funktioniert, ist es wichtig, den Ausfall frühzeitig zu melden und die Temperaturen festzuhalten. Wenn der Vermieter nicht reagiert, sollten sich Mieterinnen und Mieter beraten lassen, damit der Mangel schnell abgestellt wird“, erklärt Peter Kox, Geschäftsführer Recht beim Bonner Mieterbund.

Eine allgemeine Pflicht, die Wohnung zu heizen, besteht für Mietende nicht. Wer mit geringeren Temperaturen zurechtkommt, muss nicht auf 20 oder 22 Grad Celsius heizen. Auch während einer Abwesenheit, am Wochenende oder im Urlaub besteht keine Heizpflicht. Allerdings muss verhindert werden, dass die Räume so stark auskühlen, dass Schäden an der Mietsache entstehen. Wer sparsam heizt, sollte zudem häufiger lüften, um Feuchtigkeitsschäden vorzubeugen.

Dienstag, 6. Oktober 2026

Studentischer Motorsportverein blickt auf die Saison zurück

Spurtstark und wendig: Der vollelektrische G26e-Renner beeindruckt mit seiner Performance. Foto: Martin Schulz/H-BRS

Rennstreckenatmosphäre auf dem Campus der H-BRS: 

Studentischer Motorsportverein blickt auf die Saison zurück

Das studentische Motorsportteam der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat bei seiner Saisonabschlussfeier am Freitag, 2. Oktober, Bilanz eines ereignisreichen Rennjahres gezogen. Höhepunkt war die Formula Student France: Mit dem Elektro-Rennwagen G26e „Eduard“ belegte das Team jeweils den dritten Platz in den Disziplinen Endurance und Efficiency und Rang neun in der Gesamtwertung. Das junge Team hat auch schon die kommende Rennsaison im Blick: Für den neuen Rennwagen entwickelt es neue Motoren und eine neue Aerodynamik.

Für ein paar Stunden wurde der Parkplatz der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin zur Rennstrecke, Boxengasse und Zuschauerbereich inklusive. Die Studierenden des Hochschul-Motorsportvereins hatten die komplette Fläche gesperrt und mit grün-weißen Pylonen einen Rundkurs markiert. Und der hatte es durchaus in sich: Mit Haarnadelkurven, Spitzkehren und kurzen Geraden war er ein verkleinertes Abbild der Strecken, auf denen bei den internationalen Rennsportwettbewerben der „Formula Student“ gefahren wird. Höchste Konzentration und große Wendigkeit waren auch hier gefragt, immerhin kann der vollelektrische Rennwagen in etwa 2,3 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Diese Geschwindigkeit fuhren die Piloten auf dem engen Parcours bewusst nicht, das Tempo und die Präzision, mit der der Renner um die engen Kurven zirkelte, beeindruckten dennoch. Die Studierenden des Vereins BRS Motorsport hatten sich einiges einfallen lassen, um Rennstreckenatmosphäre auf den Parkplatz zu bringen. Getränke- und Bratwurststand hatten sie ebenso aufgebaut wie einen abgetrennten Zuschauerbereich und Lautsprecher für Kommentare zum Geschehen. Die Gäste der Saisonabschlussfeier sollten, so die Idee, die Atmosphäre der Wettbewerbe nachempfinden können.

Zuvor hatten die Studierenden im großen Hörsaal die abgelaufene Rennsaison noch einmal Revue passieren lassen. Vor Sponsorinnen und Sponsoren, Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Hochschulangehörigen berichteten Teammitglieder von Erfolgen und Rückschlägen – und davon, was es braucht, um einen selbst entwickelten Rennwagen unter Wettbewerbsbedingungen an den Start zu bringen.

Bei den Wettbewerben der Formula Student treten Studierendenteams mit selbst konstruierten und gebauten Formelrennwagen gegeneinander an. Bewertet werden sowohl dynamische Disziplinen auf der Strecke als auch das technische Fahrzeugkonzept, Kostenanalyse und Geschäftsmodell.

Den Grundstein für die Saison legte das Team von BRS Motorsport früh. Nach dem Roll-out im Mai absolvierte der G26e genannte Rennwagen bereits am 19. Mai seine erste Testfahrt – so früh wie seit Jahren kein neues Modell des Vereins. Es folgten Testtage auf dem Flugplatz Bonn-Hangelar sowie ein gemeinsames Testevent mit anderen Formula-Student-Teams in Paderborn.

Der rund 200 Kilogramm schwere G26e wird von vier Elektromotoren mit insgesamt 80 Kilowatt Leistung angetrieben. Für die Saison hatten die Studierenden unter anderem die Aerodynamik an ein neues Regelwerk angepasst, ein wirkungsgradoptimiertes Getriebe entwickelt, das Batterie-Management-System neu aufgebaut und das Carbon-Monocoque überarbeitet. Der Rennwagen ist mehr als fünf Kilogramm leichter als sein Vorgänger und wurde zudem wartungsfreundlicher konstruiert.

Beim ersten internationalen Wettbewerb, der Formula Student Czech auf dem Autodrom Most, bestand das Team die anspruchsvolle technische Abnahme und absolvierte anschließend den Autocross. Aber in der Ausdauerdisziplin musste BRS Motorsport nach acht Runden aufgeben. Am Ende standen Platz zwölf in der Business-Plan-Präsentation und Rang 26 in der Gesamtwertung.

Deutlich besser lief es Ende August bei der Formula Student France auf dem Testgelände Transpolis nahe Lyon. Als erstes Fahrzeug des Wettbewerbs bestand der G26e sämtliche technischen Abnahmen. Ein technisches Problem führte zwar zu einem Ausfall im Autocross, doch die Studierenden brachten das Auto rechtzeitig für die entscheidende Ausdauerprüfung wieder an den Start.

Noch am Vorabend war es aufgrund von Problemen mit den Motoren ungewiss, ob der Rennwagen zur Ausdauerprüfung auf der Langstrecke würde antreten können. Bei diesem Teil des Wettbewerbs, auch „Endurance“ genannt, muss der Rennwagen nicht nur seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, sondern auch seine Zuverlässigkeit und Effizienz über eine Distanz von 22 Kilometern. Er muss konstant hohe Leistungen erbringen und dabei effizient mit den Ressourcen umgehen.

Dann gelang der Durchbruch: Der G26e bewältigte alle 18 Runden und überquerte die Ziellinie. Es war der erste vollständig absolvierte Endurance von BRS Motorsport seit vier Jahren. Die Belohnung folgte am Abend mit zwei Pokalen: Platz drei im Endurance und Platz drei in der Efficiency. Auch in den übrigen Wertungen behauptete sich das Team in einem starken internationalen Feld. In der Gesamtwertung bedeuteten 315 Punkte Rang neun.

„Die Saison 2026 war eine wirklich herausfordernde Saison. Über die Entwicklungs-, Fertigungs- und Eventzeit gab es immer wieder Rückschläge, die wir als Team gemeinsam gemeistert haben. Mit dem 3. Platz im Endurance und in der Efficiency konnten wir wirklich stark die Saison beenden. Ich bin stolz auf das Team und was wir geleistet haben!“, sagt Bernhard Winkelhake, Informatik-Student und Teamleiter von BRS Motorsport.

Eng verbunden bleibt das Motorsportprojekt mit Studium und Lehre. Rund um die Entwicklung des Rennwagens sind mehrere Bachelor- und Masterarbeiten entstanden. Zwei Studierende absolvieren derzeit ihr Praxissemester im Team. Zugleich hat der Verein weitere Unterstützer aus Wirtschaft und Industrie gewonnen. Geplant ist außerdem ein Austausch mit einem Formula-Student-Team an einer Partnerhochschule im kanadischen New Brunswick.

Auch für die motorsportbegeisterten Studentinnen und Studenten gilt das Motto „Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb“: Mit den Vorbereitungen für die Saison 2027 haben sie längst begonnen. Mit der neuen Teamleiterin, Maschinenbau-Studentin Antonia Arweiler, formiert sich eine neue Teamleitung, während die Testfahrten weitergehen und der neue Rennwagen auf dem digitalen Reißbrett entsteht. Bei dem 2027er-Modell soll vieles anders werden. Vorgesehen sind neue Motoren, ein neues Chassis und eine neu entwickelte Aerodynamik. Viel Arbeit liegt also vor dem jungen Team – zusätzlich zum Studium.

**INFO**

Die Studierenden von BRS Motorsport entwickeln auf dem Campus Sankt Augustin für jede Rennsaison einen neuen Rennwagen; gebaut wird er in ihrer Werkstatt in Siegburg. Die Gruppe besteht seit 2007, ist als Verein organisiert und nimmt regelmäßig an Wettbewerben der Formula Student in Europa teil. Seit 2014 baut sie ausschließlich elektrisch angetriebene Wagen. Das Team hat rund 60 Mitglieder und steht Studierenden aller Fachbereiche offen. Die Mitarbeit ist in das Lehrangebot der Hochschule eingebettet und wird von Professor Dirk Reith betreut. 

ROG26 steht bevor: Rheinbachs Unternehmen öffnen am 9. Oktober ihre Türen


ROG26 steht bevor: Rheinbachs Unternehmen öffnen am 9. Oktober ihre Türen


32 Stationen, drei Shuttle-Linien, kostenfreie Einblicke in Rheinbachs Wirtschaft und ein gemeinsamer Abschluss im GTZ: Am Freitag, 9. Oktober 2026, findet erstmals der ROG26 – RheinbachTag des offenen Gewerbegebiets statt. Von 15:00 bis 21:00 Uhr erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in Unternehmen, Werkstätten, Produktionshallen, Büros und Arbeitsbereiche, die sonst häufig nicht öffentlich zugänglich sind.

An 32 Stationen zeigen Rheinbacher Betriebe, was vor Ort entwickelt, produziert, geplant, organisiert und bewegt wird. Die Bandbreite reicht von Industrie und Produktion über Handwerk, Technologie und Dienstleistungen bis hin zu Ausbildungs- und Karriereangeboten. Der ROG26 richtet sich damit an die breite Öffentlichkeit ebenso wie an Schülerinnen und Schüler, Studierende, Fachkräfte, Jobsuchende, Familien, Nachbarn und alle Interessierten.

„Mit dem ROG26 möchten wir zeigen, wie vielfältig und leistungsstark der Wirtschaftsstandort Rheinbach ist. Viele Unternehmen leisten hier tagtäglich Beeindruckendes, ohne dass die Öffentlichkeit davon viel mitbekommt. Am 9. Oktober öffnen sie ihre Türen und machen genau diese Arbeit erlebbar“, sagt Dr. Joachim Rasch, Geschäftsführer der WFEG.

Alle zentralen Informationen zur Veranstaltung sind unter www.rheinbachtag.de abrufbar. Dort finden Interessierte die Übersicht der teilnehmenden Unternehmen, das Programm, Standorte, Besuchshinweise sowie Informationen zu den drei Shuttle-Linien, die die Gewerbegebiete miteinander verbinden.

Die Teilnahme am ROG26 ist kostenfrei. Die meisten Angebote können spontan besucht werden. Für einzelne Führungen, Besuche und Programmpunkte ist aufgrund begrenzter Kapazitäten oder betrieblicher Sicherheitsvorgaben jedoch eine vorherige Reservierung erforderlich. Die Reservierungsmöglichkeit wird am 5. Oktober 2026 um 10:00 Uhr über die Projektwebsite freigeschaltet. Entsprechende Programmpunkte sind dort gekennzeichnet.

Ein fester Bestandteil des ROG26 ist auch die gemeinsame Abschlussveranstaltung am Abend. Ab 20:00 Uhr lädt der ROG26 zum Get-together ins Gründer- und Technologiezentrum Rheinbach ein. Dort klingt der Tag mit Live-Musik von The Magic of Coldplay, Essen, Getränken und Gelegenheit zum Austausch aus.

Getragen wird der ROG26 von der WFEG, der Stadt Rheinbach und dem Gewerbeverein Rheinbach. Das Projekt wird gefördert mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.

Weitere Informationen zum Programm, zu den teilnehmenden Unternehmen, Shuttle-Linien und Reservierungshinweisen finden Interessierte unter: www.rheinbachtag.de 

 

Montag, 5. Oktober 2026

Spontanes Vorlesen im Theater am Lohmarkt

Eva Kraiss und Michael Baute sind weit über das Rheinland hinaus bekannt für spontanes Vorlesen

Spontanes Vorlesen im Theater am Lohmarkt


Rheinbach lässt sich vorlesen! Nach der Sommerpause startet wieder das beliebte Impro-Vorlese-Format „Ohne Probe ganz nach obe“. Am Donnerstag, den 15. Oktober ab 20.00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr) lesen die Schauspieler Eva Marianne Kraiss und Michael Baute im Theater am Lohmarkt spontan alles vor, was ihnen das vergnügte Publikum unter die nostalgische Leselampe legt. Der Eintritt ist frei.

Zwei Schauspieler, eine altmodische Leselampe, eine kitschige Teekanne und ein Stapel mit Büchern und Lesetexten aller Art. Mehr braucht es nicht für einen vergnüglichen Abend. Eva Marianne Kraiss, Wahlkölnerin mit Rheinbacher Wurzeln verspricht: „Wir lesen wirklich alles vor, was man uns hinlegt – von der Speisekarte, über das Benimmbuch aus den 60er Jahren, bis hin zu Weltliteratur aus dem Offenen Bücherschrank.“ Und Traumschiffexperte Michael Baute aus Wuppertal sekundiert schmunzelnd: „Wir bringen wieder die Überraschungsillustrierte von der Raststätte Peppenhoven mit, alles andere ist Aufgabe des Publikums.“ 

Das geniale Impro-Format hat längst viele Fans in der Voreifel und im Vorgebirge, auch weil mit dem Theater am Lohmarkt eine attraktive regelmäßige Spielstätte für „Ohne Probe …“ entstanden ist. Hier passt das interaktive Vorlesevergnügen perfekt hin. Sobald der Überraschungstee des Lohmarkt-Teams eingeschenkt ist, werfen sich Kraiss und Baute die Bälle in dem kuscheligen Raum nämlich äußerst unterhaltsam zu, und das Publikum darf mitfangen. Die beiden machen aus jeder Situation Situationskomik. Dieses Format sucht Seinesgleichen. Aber auch besinnliche Texte bekommen einen würdigen Vortrag. Die beiden befreundeten Schauspieler sind nicht nur popkulturell auf dem neuesten Stand, sondern auch absolute Vorlesekünstler. 

Einlass zu „Ohne Probe ganz nach obe“, der Kooperationsveranstaltung von Rheinbach liest e.V. mit dem Theater am Lohmarkt (Eingang Deinzer Platz 33), ist am 23. April ab 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Hutspende wird erbeten.