Mittwoch, 11. Februar 2026

Wir feiern das Ehrenamt – 40 Jahre NRW-Stiftung

Natur, Heimat und Kultur stärken

Wir feiern das Ehrenamt – 40 Jahre NRW-Stiftung


Düsseldorf: Wer 1986 geboren wurde, teilt ein besonderes Jahr mit der Nordrhein-Westfalen-Stiftung: Es ist ihr Gründungsjahr. Zum 40-jährigen Bestehen blickt die Stiftung auf vier Jahrzehnte erfolgreichen Engagements für Natur, Heimat und Kultur in Nordrhein-Westfalen zurück – und sagt Danke an die vielen Menschen, die dieses Engagement möglich machen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1986 durch die Landesregierung unter Ministerpräsident Johannes Rau hat die NRW-Stiftung fast 4.000 Natur- und Kulturprojekte mit rund 340 Millionen Euro gefördert. Und das in allen Regionen des Landes in nahezu allen 396 Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens: Von der Eifel bis ins Münsterland und vom Niederrhein bis nach Ostwestfalen-Lippe. Sie unterstützt Vereine, Initiativen und ehrenamtliche Gruppen, die sich für den Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaften, für lebendige Orte und für das gesellschaftliche Miteinander einsetzen.

Getragen wird diese Arbeit bis heute vom Ehrenamt. Das Engagement vieler Freiwilliger macht NRW vielfältig, lebendig und lebenswert. Dieses Engagement möchte die NRW-Stiftung zu ihrem runden Geburtstag nicht nur würdigen, sondern auch gezielt stärken. Deshalb besucht sie in diesem Jahr viele Initiativen. Auf zahlreichen Veranstaltungen wird der Einsatz für Natur, Heimat und Kultur gefeiert.

Der Förderverein ist dabei eine wichtige Stütze der Stiftungsarbeit: Rund 20.000 Bürgerinnen und Bürger, 280 Vereine, knapp 100 Unternehmen und mehr als 300 Kommunen unterstützen die NRW-Stiftung bereits durch ihre Mitgliedschaft. Mit ihrem 40-jährigen Bestehen verbindet die NRW-Stiftung eine klare Botschaft: Eine starke Zukunft für Nordrhein-Westfalen braucht Menschen, die sich engagieren. Um dieses Engagement weiter zu stärken, setzt die Stiftung in ihrem Jubiläumsjahr ein besonderes Zeichen.

Als Dankeschön schenkt die NRW-Stiftung allen Menschen des Jahrgangs 1986, die noch kein Mitglied im Förderverein sind, eine Mitgliedschaft bis zum 31. Dezember 2026. Damit verbindet die Stiftung ihren Geburtstag mit der Einladung, sich dauerhaft für Natur, Heimat und Kultur in Nordrhein-Westfalen einzusetzen. Alle naturverbundenen und kulturinteressierten Menschen können bei der NRW-Stiftung und ihrem Förderverein mitmachen!

So bekommen alle Interessierten die kostenlose Geburtstags-Mitgliedschaft:
Alle 1986 Geborenen, die noch kein Mitglied im Förderverein der NRW-Stiftung sind, können die Mitgliedschaft ganz einfach online beantragen. Dazu füllen Sie das Antragsformular unter www.nrw-stiftung.de/mitglied-werden aus. Ihre Mitgliedschaft wird bis zum 31.12.2026 beitragsfrei gestellt. Am Ende des Jahres freuen wir uns, wenn Sie Ihre Mitgliedschaft bestätigen und weiterhin Teil für ein starkes NRW bleiben.

Weitere Informationen zur Geburtstags-Aktion sowie Neues von der Stiftung und unseren Podcast „Förderbande“ finden Sie unter www.nrw-stiftung.de

Tschechien - das unbekannte Nachbarland


Tschechien - das unbekannte Nachbarland

Eine Vortragsreihe unter der Schirmherrschaft der  Generalkonsulin der tschechischen Republik in Düsseldorf, Frau Kristina Larischová

26. 02. 2026: Dipl.-Geogr. Walter Erlenbach:

Tschechien, Land und Leute – eine geographische Landeskunde 

Wie sieht die Topographie des Nachbarlandes aus, seine Gebirge, der Naturraum und seine Bodenschätze? Welche Bedingungen findet die Landwirtschaft vor, welche Agrarprodukte sind wichtig? Wo finden sich Wälder, National- und Naturparke? Wie verteilt sich die Bevölkerung und wie sieht die administrative Gliederung aus? 

Dieser Vortrag soll die geographische Grundlage bilden, um das Nachbarland besser kennen zu lernen und eine gewisse Orts- und Raumkenntnis für die folgenden Veranstaltungen zu liefern.

05. 03. 2026: Dr. Walter Daugsch, Historisches Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf:

Böhmen/Tschechien – eine deutsch-tschechische historische Landeskunde
Böhmen hatte über Jahrhunderte viele, häufig enge Beziehungen zu Deutschland und Österreich. Die Zeit nach dem I. Weltkrieg, die nationalsozialistische Besetzung, die Vertreibung der Deutschen und die Zugehörigkeit zu zwei konkurrierenden politischen Lagern bis 1989 führten zur Entfremdung, anschließend zu einer Annäherung durch die Zugehörigkeit beider Staaten zur NATO und zur EU.
Der Vortrag wird einen interessanten historischen Überblick geben zu all diesen Perioden der mal gemeinsamen, mal getrennten Vergangenheit.

Weitere Vorträge der Reihe sind:

16. 04. 2026: Dr. Ruth Fabritius: Glas aus Böhmen und Tschechien
30. 04. 2026: Jana Královcová, Tschechische Zentrale für Tourismus in Berlin: 
Tschechien als Reiseland
07. 05. 2026: Dr. Ulrich Eltgen: Kunstgeschichte Tschechiens mit Schwerpunkt Böhmen

(alle Vorträge um 19.00 Uhr im Ratssaal im Himmeroder Hof)
Der Eintritt ist frei
 

Dienstag, 10. Februar 2026

Zehn Erfolge in 100 Tagen: Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel setzt klare Schwerpunkte

Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel im Gespräch mit Mitarbeitenden des Betriebshofs der Stadt Rheinbach

Zehn Erfolge in 100 Tagen: Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel setzt klare Schwerpunkte


In seinen ersten 100 Tagen im Amt hat Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel gemeinsam mit Rat und Verwaltung in zehn zentralen Bereichen konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht und wichtige Entscheidungen getroffen.

Der Fokus lag dabei auf Handlungsfähigkeit, klaren Prioritäten und zügiger Umsetzung.

1. Finanzen

Konsolidierungspakt beschlossen: Mit verwaltungsinternen Sparmaßnahmen, der Einrichtung einer Sparkommission, und einer Selbstverpflichtung wurden effektive Maßnahmen ergriffen, um die Handlungsfähigkeit der Stadt zu sichern, Steuererhöhungen zu vermeiden und den Bürgerinnen und Bürgern wichtige Leistungen auch in Zukunft zur Verfügung zu stellen. Bürgermeister Dr. Phiesel stellt klar heraus: „Mit gemeinsamen Anstrengungen, einer sparsamen Haushaltsführung und klarer Priorisierung halten wir unsere Stadt am Laufen und sichern die Zukunft Rheinbachs ab.“

2. Sicherheit und Ordnung

Neubau beschlossen: Mit der Planungsentscheidung für den Neubau der Feuerwehrwache im Wolbersacker wurde ein zentraler Schritt zur langfristigen Sicherung der Einsatzfähigkeit der Feuerwehr getan.
Entgegen der ursprünglichen Planung wird dabei mehr als eine Million Euro eingespart, da für den Bau auf die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V. in Gold verzichtet wird – und dennoch nachhaltige Aspekte berücksichtigt werden.

3. Digitalisierung

Nutzung von ChatGPT per Dienstanweisung beschlossen: Die Stadtverwaltung setzt ab sofort KI als unterstützendes Arbeitswerkzeug ein, um Mitarbeitende zu entlasten und Abläufe effizienter zu gestalten.

4. Hochwasserschutz

Voller Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger: Rheinbach hat klar Stellung zur Ausweisung neuer Überschwemmungsgebiete bezogen und ergänzt laufend den Schutz durch technische und naturbasierte Maßnahmen. So wurde in Ramershoven ein Fluttor installiert und ein Förderprogramm für erosions- und überschwemmungsmindernde Bepflanzung eingerichtet. Das kommunale Hochwasser- und Starkregenschutzkonzept wird 2026 verabschiedet.

5. Kultur

Rheinbach wird von Mai bis September 2026 zum Kulturmagneten in der Region: „Kunst findet Stadt“ rückt das Leitthema Demokratie in den Mittelpunkt, bringt künstlerisches Potenzial nach Rheinbach und schafft
Aufmerksamkeit über die Stadtgrenzen hinaus. Im öffentlichen Raum und in den Schaufenstern nutzen wir den Stadtraum als offenen, niedrigschwelligen Ort für Austausch und Dialog.

6. Verkehr

Tempo 30 in alle Ortschaften bringen, Hauptstraße beruhigen, Fahrradverkehr weiter stärken: Der Verkehrsentwicklungsplan wurde mit Nachdruck vorangetrieben. Im Frühjahr wird die Verwaltung ein umfassendes Konzept vorstellen, um die Mobilität in Rheinbach noch sicherer, leiser und umweltfreundlicher zu machen. Außerdem: Die vielen Gespräche mit Landespolitik und Straßen NRW tragen Früchte – aktuell befindet sich die Stadtverwaltung in enger Abstimmung und Planung mit Straßen NRW in Bezug auf die bevorstehende Sanierung des Ölmühlenwegs zwischen Rheinbach und Merzbach.

7. Wirtschaftsförderung

Strategie beauftragt: Die Weiterentwicklung der Gewerbegebiete und die Neuausrichtung des Gründer- und Technologiezentrums mit Fokus auf Biotechnologie sollen Rheinbachs Leistungsfähigkeit langfristig sichern. Die Verwaltung und die WFEG werden im Frühjahr ein richtungsweisendes Strategiepapier vorlegen.

8. Klimaschutz

Kommunale Wärmeplanung vorgestellt: Zwei Jahre vor der gesetzlichen Verpflichtung hat die Stadt Rheinbach eine tragfähige Wärmeplanung erarbeitet. Das Ziel ist die Klimaneutralität bis 2045. „Dabei ist mir eine transparente Information wichtig. Eine enge Beteiligung der Bürgerschaft steht auch bei den weiteren Schritten im Mittelpunkt.“, hebt Phiesel hervor.

9. Stadtentwicklung

Bauturbo beschlossen: Mit dem Grundsatzbeschluss zum Bauturbo werden Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt, um schneller neuen Wohnraum zu schaffen.

10. Jugend

Das Projekt Rutschenberg nimmt Formen an: Die Vermessungsarbeiten sind abgeschlossen, die LEADER-Förderung wurde beantragt, die Spendensammlung ist angelaufen. Ein konkreter Zeitplan soll im März vorgestellt werden. Zusätzlich startet ein Vorhaben zur Beschattung von vielen städtischen Spielplätzen, um den Folgen des Klimawandels zu begegnen und die Gesundheit der Kinder zu schützen. Begonnen wird im Frühjahr mit einer Baumpflanzung in Irlenbusch.

Bürgermeister Phiesel betont, dass die ersten 100 Tage erst der Anfang sind. „Wir haben die Zeit gut genutzt, um wichtige Entscheidungen zu treffen und Weichen zu stellen. Jetzt geht es darum, die Maßnahmen Schritt für Schritt umzusetzen und uns strategisch clever zu positionieren.

Das ist Teamarbeit von Bürgerschaft, Verwaltung und Rat.“ 

Nächstes Gesprächs-Frühstück für Trauernde in Swisttal am Freitag, 20. Februar

Nächstes Gesprächs-Frühstück für Trauernde in Swisttal am Freitag, 20. Februar


Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist schwer zu ertragen. Viele Trauernde fühlen sich in dieser Zeit hilflos und alleingelassen. Das Gesprächs-Frühstück für Trauernde bietet die Möglichkeit, mit Menschen in ähnlicher Lebenslage in Kontakt zu kommen, einander zuzuhören, Tränen und Trauer auszuhalten. Aber auch, um einander zu stärken und zu ermutigen, neue Wege zu versuchen. 
Die ausgebildeten und erfahrenen Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unterstützen in dieser Lebenssituation des erlebten Verlustes, bis ausreichend Kraft gefunden wurde, mit der veränderten Situation zu leben. Das Gesprächs-Frühstück ist nicht an eine Konfession gebunden, unverbindlich und kostenfrei.

Das nächste Treffen findet statt am Freitag, 20. Februar, 10 Uhr in der Maria-Magdalena-Kirche, Sebastianusweg 7 in Swisttal-Heimerzheim. 

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. begleitet lebensbedrohlich Erkrankte sowie deren An- und Zugehörige. Sie macht auch weitere Angebote für Trauernde - u.a. für Kinder und auch für Eltern, die ein Kind vor oder kurz nach der Geburt verloren haben und den Verlust eines Sternenkindes betrauern. Alle Angebote werden entgeltfrei angeboten und sind nicht an eine Konfession gebunden. Für die vielfältigen Aufgaben sucht der Verein wieder Menschen, die sich in der Öffentlichkeitsarbeit engagieren möchten.

Rückfragen zu allen Angeboten unter 02226/900 433. Weitere Termine und Informationen zum Verein finden Sie unter: www.hospiz-voreifel.de 

Kostenfreies Parken für Ehrenamtliche: SPD-Fraktion sieht Nachbesserungsbedarf

Kostenfreies Parken für Ehrenamtliche: SPD-Fraktion sieht Nachbesserungsbedarf


Der Rat der Stadt Rheinbach hat die Einführung einer kostenfreien Parkmöglichkeit für Inhaberinnen und Inhaber der NRW-Ehrenamtskarte auf den Parkflächen am Himmeroder und Prümer Wall beschlossen. Die SPD-Fraktion hat sich in dieser Form der Beschlussfassung nicht dafür ausgesprochen.

„Die Anerkennung ehrenamtlichen Engagements ist uns ein wichtiges Anliegen. Allerdings greift die jetzt beschlossene Regelung aus unserer Sicht zu kurz und ist in der praktischen Umsetzung noch nicht ausreichend ausgereift“, erklärt die SPD-Fraktion. Ratsfrau Martina Koch bringt es auf den Punkt: „Gut gedacht ist nicht immer gut gemacht.“

Nach Auffassung der SPD-Fraktion profitieren derzeit zu wenige engagierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt Rheinbach von der beschlossenen Regelung, da in erster Linie nur Ehrenamtliche begünstigt sind, die im Besitz der NRW-Ehrenamtskarte sind. Viele engagierte Menschen in Rheinbach verfügen jedoch nicht über eine solche Karte – darunter beispielsweise Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr oder weitere ehrenamtlich tätige Gruppen, die ebenfalls einen wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl leisten.

Kritisch bewertet die SPD-Fraktion zudem das derzeit vorgesehene Verfahren. Die vorgeschlagene Lösung, die Ehrenamtskarte im Fahrzeug auszulegen und die Parkzeit mittels Parkscheibe nachzuweisen, wird als nicht ausreichend praxistauglich angesehen.

Die SPD-Fraktion setzt sich deshalb dafür ein, die Regelung weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Möglichkeit des kostenfreien Parkens auf weitere ehrenamtlich Engagierte auszuweiten und ein praktikables sowie nachvollziehbares Verfahren zu schaffen. Ein möglicher Ansatz könnte nach Auffassung der SPD-Fraktion darin bestehen, dass die Stadtverwaltung spezielle Parkberechtigungen ausgibt, die im Fahrzeug ausgelegt werden können. In diesem Zusammenhang sollte geprüft werden, wie ein geregeltes Vergabeverfahren ausgestaltet werden kann, um auch Ehrenamtliche ohne NRW-Ehrenamtskarte einzubeziehen.

„Wir möchten eine Lösung, die das Ehrenamt in seiner gesamten Breite anerkennt, praktikabel funktioniert und für alle nachvollziehbar ist. Deshalb sollte die Verwaltung prüfen, wie die Regelung sinnvoll erweitert und praxistauglich umgesetzt werden kann“, so die SPD-Fraktion abschließend.

„Wir werden hierzu einen entsprechenden Antrag formulieren und in den zuständigen Ausschuss einbringen.“ erklärt Arne Ritter, Fraktionsvorsitzender der SPD Rheinbach. 

SPD-Fraktion Rheinbach zum Beschluss des Konsolidierungspakts

SPD-Fraktion Rheinbach zum Beschluss des Konsolidierungspakts


Der Rat der Stadt Rheinbach hat den sogenannten Konsolidierungspakt beschlossen. Ein Vertagungsantrag der SPD-Fraktion, mit dem erreicht werden sollte, den Konsolidierungspakt erst auf Grundlage einer vollständigen Analyse und im Zusammenhang mit den anstehenden Haushaltsberatungen zu entscheiden, fand keine Mehrheit.

Die SPD-Fraktion respektiert das Abstimmungsergebnis. Entscheidend ist nun jedoch, dass der gefasste Beschluss nicht bei einem politischen Signal stehen bleibt, sondern in einen nachvollziehbaren und tragfähigen Konsolidierungspfad überführt wird.

Michael Rohloff, Ratsmitglied der SPD-Fraktion, erklärt: „Der Beschluss setzt einen Rahmen, ersetzt aber nicht die notwendige inhaltliche Arbeit. Jetzt kommt es darauf an, dass die Konsolidierung mit Substanz hinterlegt wird und tragfähige Entscheidungen auf einer fundierten Grundlage getroffen werden.“

Die SPD-Fraktion nimmt die finanzielle Lage der Stadt weiterhin ernst. Bereits frühzeitig haben wir ein strukturiertes und fundiertes Vorgehen angeregt und hierzu konkrete Vorschläge in den politischen Prozess eingebracht. Unser Anliegen war und ist es, tragfähige Grundlagen für nachhaltige Entscheidungen zu schaffen. Ohne wirksame und belastbare Maßnahmen bleibt das Risiko bestehen, dass perspektivisch doch ein Haushaltssicherungsverfahren erforderlich werden könnte. Georg Wilmers, haushaltspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, ergänzt:
„Haushaltskonsolidierung ist kein politisches Signal, sondern ein strukturierter Prozess. Entscheidend sind belastbare Zahlen, eine klare Analyse und Maßnahmen, die tatsächlich wirken. Nur dann kann der eingeschlagene Weg tragfähig sein.“

„Die SPD-Fraktion wird die weiteren Haushaltsberatungen konstruktiv begleiten und sich weiterhin verantwortungsvoll einbringen“, erklärt Arne Ritter, Fraktionsvorsitzender der SPD. „Unser Ziel bleibt eine nachhaltige Stabilisierung der Stadtfinanzen auf einer transparenten und tragfähigen Grundlage.“ 

Montag, 9. Februar 2026

Von „Dorfhausmaus“ bis „Raumtemperaturregulierung“

Eva Kraiss und Michael Baute hatten bei ihrer Spontanlesung mindestens so viel Spaß wie ihr Publikum

Von „Dorfhausmaus“ bis „Raumtemperaturregulierung“


Bei der beliebten Spontanlesung „Ohne Probe ganz nach obe“ im voll besetzten Rheinbacher Theater am Lohmarkt stellten Eva Marianne Kraiss und Michael Baute wieder ihre Vorlesekunst, Schlagfertigkeit und viel Sympathie für das Groteske unter Beweis.

Eva Kraiss (Köln) und Michael Baute (Wuppertal) sind Schauspieler. Sie haben schöne Stimmen und beherrschen das Metier des gestalteten Sprechens und Lesens. Aber ihr aberwitziges Format „Ohne Probe ganz nach obe“  lebt dazu noch von gekonnter Publikumsinteraktion, von enormem popkulturellem Wissen, Spontanität, Ehrlichkeit und Humor. Und jeder Abend ist eine Wundertüte!

Um es vorwegzunehmen: Das Versprechen, „alles vorzulesen, was man ihnen hinlegt“, konnten  Kraiss und Baute diesmal bei weitem nicht einlösen. Zu hoch waren diesmal die Stapel an Büchern, selbstverfassten Texten und anderen Druckwerken. So schafften es beispielsweise Eichendorff, Heinz Erhardt, Wilhelm Busch, ein „Rheinisches Kochbuch“ und ein Sachbuch über die Kunst des Tennisspiels diesmal nicht ans Mikro. Stattdessen wurde eine klappernd gereimte Büttenrede einer „Dorfhausmaus“ aus dem Jahr 2012, samt schrillem Mäuseohren-Haarreif (die sich Baute ganz uneitel bis zur Pause aufsetzte) zum unerwarteten Publikumserfolg. 

Eine Besucherin aus Euskirchen hatte Astrid Lindgrens Märchen und Michael Endes Momo „im Auto liegen lassen“ und stattdessen einen Katalog des British Shop aus ihrer Handtasche geholt und auf den Teetisch gelegt. Ein „gefundenes Fressen“ für die beiden Vorlesekünstler! Nie klang die Beschreibung einer Tweed-Jacke witziger.

Zwei nachdenkliche Texte von Hans-Dieter Hüsch bekamen die nötige Würde, bevor es wieder lustig wurde. Ein Stammgast der Veranstaltung hatte einen wirklich witzige kulturelle Betrachtung über die Qualität von Toilettenpapier geschrieben.

Das Horoskop aus einer Jugendzeitschrift – samt Verteilung der eingehefteten Starposter - nach der Pause ist eine feste Rubrik des Formats. Irgendwann ermahnten sich die beiden glucksend: „Jetzt müssen wir aber noch mal was Richtiges lesen.“ Gesagt, getan. Der Abends endete nach zwei weiteren Texten furios bei den aberwitzigen „Ausführungsvorschriften der Bundeswehr zur Raumtemperaturregulierung“ in ihren  Liegenschaften. Fazit: Bei so viel Bürokratie konnten den begeisterten Besuchern Zweifel an der Wehrfähigkeit unserer Armee kommen. Kein Zweifel besteht an der Schlussbewertung des Abends: „Ohne Probe, ganz nach obe“ war einmal mehr toll gelesene Impro-Comedy mit zwei sympathischen Protagonisten, die herrliche Albernheit mit wunderbarem Tiefgang verbinden. Der nächste Termin der Kooperationsveranstaltung des Theaters am Lohmarkt mit Rheinbach liest e.V. findet am 23. April statt.

Tradition in Niederdrees wiederbelebt: Dreigestirn feierlich proklamiert

Tradition in Niederdrees wiederbelebt: Dreigestirn feierlich proklamiert


Rheinbach-Niederdres, 7. Februar – Nach einer längeren Pause ist in Niederdres eine karnevalistische wiederaufgelebt. Am 7. Februar wurde seit mehreren Jahren wieder eine Tollität feierlich proklamiert.

Zur Tollität der laufenden Session wurden Prinz Daniel I. (Daniel Büsser), Bauer Till I. (Till Klingelhöfer) und Jungfrau Maxima I. (Max Philipp Schlagowski) ernannt. Mit der Proklamation übernehmen sie offiziell die närrische Regentschaft in Niederdres und stehen fortan im Mittelpunkt des karnevalistischen Geschehens.

Die feierliche Inthronisierung wurde von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Ort begleitet. Die Vize-Landrätin Ute Krupp, der stellvertretende Bürgermeister Michael Rohloff, der Ortsvorsteher Jürgen Esser sowie der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Kalle Kersthold nahmen die Proklamation gemeinsam vor.

Mit der Wiederaufnahme der Tollitäten-Tradition setzt Niederdres ein deutliches Zeichen für den Erhalt des karnevalistischen Brauchtums und stärkt zugleich den gemeinschaftlichen Zusammenhalt im Ort. Die Proklamation markierte damit nicht nur den offiziellen Start der närrischen Regentschaft, sondern auch einen besonderen Moment für das kulturelle Leben in Rheinbach- Niederdres.

Durch das Programm des Abends führte der erste Vorsitzende des Spielmanszug Echo Niederdrees 1921e.V.  Ralf Büser, der gemeinsam mit zahlreichen Gästen für eine rundum gelungene Sitzung sorgte. Im Gerätehaus der Feuerwehr Niederdrees versammelten sich viele befreundete Tanzgruppen und Vereine, die zu einer gemütlichen und zugleich stimmungsvollen karnevalistischen Veranstaltung beitrugen.

Mit dabei waren unter anderem Die Lingsches Junge, die Tanzgruppe Die Dicke Fös, die Prinzengarde Rheinbach, die Prinzengarde Meckenheim sowie die Stadtsoldaten Rheinbach. Musikalisch begleitet wurden die Auftritte vom Spielmannszug Eschung 1921e.V., der die Beteiligten über die gesamte Session hinweg immer wieder unterstützt. Über die vergangenen Jahre ist zwischen den Vereinen eine enge und freundschaftliche Verbundenheit gewachsen, die an diesem Abend deutlich spürbar war.
Auch der Blick in die Zukunft des Niederdreesser Karnevals wurde bereits gerichtet. Für die kommende Session gibt es schon Anwärter auf das neue Prinzenamt. Anders als in diesem Jahr wird es dann kein Dreigestirn geben, sondern ein Prinzenpaar. Vorgestellt wurde dieses im Rahmen der Sitzung von Ortsvorsteher Jürgen Esser: Ralf Büser und Doris Büser sollen in der Session 2026/27 die närrische Regentschaft übernehmen. 

Lions-Club Bonn-Rhenobacum fördert Brauchtum


Lions-Club Bonn-Rhenobacum fördert Brauchtum 


Es sind nicht immer die Erlöse aus den bekannten Aktivitäten des Lions-Clubs Bonn-Rhenobacum, die an Vereine, soziale Einrichtungen oder Bedürftige übergeben werden. Das großzügige Entgegenkommen eines Rheinbacher Supermarktes, nicht eingetauschte Bons von zurückgegebenem Leergut für die Lions zu sammeln, ergab eine erfreulichen vierstelligen Betrag. 

Kurz vor dem Höhepunkt der fünften Jahreszeit floss ein Anteil dieser Summe dem NCR Blau-Gold Rheinbach und der GRO-RHEI-KA Narrenzunft Prinzengarde 1895 zu. 

Lions Präsident Alexander Kirfel nahm im Beisein des Ehepaares Esser den Dank der Abordnungen der beiden Vereine entgegen und wurde mit dem jeweiligen Jahresorden geehrt. In seiner kurzen Ansprache betonte er die intensiven Bemühungen des Clubs, sich weiterhin gezielt für das Gemeinwohl in der Region einzusetzen und lud zum Jazz-Frühschoppen des Clubs am 15. März in die Rheinbacher Stadthalle ein. 
 

Närrisches Biwak der KG Wormersdorf begeistert mit buntem Programm und großer Beteiligung

KG Vorsitzender Thomas Zavelberg mit dem Wormersdorfer Kinderprinzenpaar und der Tanzgruppe Hainzelmännchen der Fidelen Burgfrauen Wormersdorf 

Närrisches Biwak der KG Wormersdorf begeistert mit buntem Programm und großer Beteiligung


Wormersdorf, 07.02.2026 – Bei bester karnevalistischer Stimmung feierte die Karnevalsgesellschaft Wormersdorf unter dem Vorsitz von Thomas Zavelberg ihr närrisches Biwak 2026 im Wormersdorfer Gürzenich. Zahlreiche Vereine aus Rheinbach und der Umgebung folgten der Einladung und sorgten mit ihren Auftritten für ein abwechslungsreiches Programm und eine gelungene Veranstaltung.

Vertreten waren unter anderem der NCR Blau-Gold, die Fidelen Burgfrauen Wormersdorf mit ihren Tanzgruppen und dem Kinderprinzenpaar Angelina und Max. Die Große Rheinbacher Karnevalsgesellschaft mit ihrer Vorsitzenden Astrid Fassbender reiste in großer Besetzung an und begeisterte gemeinsam mit ihrer Tanzgruppe das Publikum mit einem wunderbaren Auftritt. Ebenso dabei war die Stadtgarde Meckenheim.

Auch Sürsch United Merzbach war mit gleich drei Kindertanzgruppen und dem Queckenberger Mädchendreigestirn vor Ort, ebenso wie die Karnevalsfreunde Rheinbach.

Aus der we iteren Umgebung bereicherten die Tanzgruppe de Lack es aff, die Löstige Postillonen Wesseling sowie die KG Alt-Oeskirche das Programm. Weitere tänzerische Highlights lieferten die Cheer Dance Company und die Rio Palace Showtanzgruppe aus Walporzheim.

Das närrische Biwak zeigte einmal mehr den starken Zusammenhalt der Karnevalsfamilie in der Region. Vorsitzender Thomas Zavelberg dankte allen teilnehmenden Vereinen sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz: „Solche Veranstaltungen leben von Gemeinschaft, Engagement und der Freude am Brauchtum – und genau das haben wir heute erlebt.“