Montag, 9. Februar 2026

Von „Dorfhausmaus“ bis „Raumtemperaturregulierung“

Eva Kraiss und Michael Baute hatten bei ihrer Spontanlesung mindestens so viel Spaß wie ihr Publikum

Von „Dorfhausmaus“ bis „Raumtemperaturregulierung“


Bei der beliebten Spontanlesung „Ohne Probe ganz nach obe“ im voll besetzten Rheinbacher Theater am Lohmarkt stellten Eva Marianne Kraiss und Michael Baute wieder ihre Vorlesekunst, Schlagfertigkeit und viel Sympathie für das Groteske unter Beweis.

Eva Kraiss (Köln) und Michael Baute (Wuppertal) sind Schauspieler. Sie haben schöne Stimmen und beherrschen das Metier des gestalteten Sprechens und Lesens. Aber ihr aberwitziges Format „Ohne Probe ganz nach obe“  lebt dazu noch von gekonnter Publikumsinteraktion, von enormem popkulturellem Wissen, Spontanität, Ehrlichkeit und Humor. Und jeder Abend ist eine Wundertüte!

Um es vorwegzunehmen: Das Versprechen, „alles vorzulesen, was man ihnen hinlegt“, konnten  Kraiss und Baute diesmal bei weitem nicht einlösen. Zu hoch waren diesmal die Stapel an Büchern, selbstverfassten Texten und anderen Druckwerken. So schafften es beispielsweise Eichendorff, Heinz Erhardt, Wilhelm Busch, ein „Rheinisches Kochbuch“ und ein Sachbuch über die Kunst des Tennisspiels diesmal nicht ans Mikro. Stattdessen wurde eine klappernd gereimte Büttenrede einer „Dorfhausmaus“ aus dem Jahr 2012, samt schrillem Mäuseohren-Haarreif (die sich Baute ganz uneitel bis zur Pause aufsetzte) zum unerwarteten Publikumserfolg. 

Eine Besucherin aus Euskirchen hatte Astrid Lindgrens Märchen und Michael Endes Momo „im Auto liegen lassen“ und stattdessen einen Katalog des British Shop aus ihrer Handtasche geholt und auf den Teetisch gelegt. Ein „gefundenes Fressen“ für die beiden Vorlesekünstler! Nie klang die Beschreibung einer Tweed-Jacke witziger.

Zwei nachdenkliche Texte von Hans-Dieter Hüsch bekamen die nötige Würde, bevor es wieder lustig wurde. Ein Stammgast der Veranstaltung hatte einen wirklich witzige kulturelle Betrachtung über die Qualität von Toilettenpapier geschrieben.

Das Horoskop aus einer Jugendzeitschrift – samt Verteilung der eingehefteten Starposter - nach der Pause ist eine feste Rubrik des Formats. Irgendwann ermahnten sich die beiden glucksend: „Jetzt müssen wir aber noch mal was Richtiges lesen.“ Gesagt, getan. Der Abends endete nach zwei weiteren Texten furios bei den aberwitzigen „Ausführungsvorschriften der Bundeswehr zur Raumtemperaturregulierung“ in ihren  Liegenschaften. Fazit: Bei so viel Bürokratie konnten den begeisterten Besuchern Zweifel an der Wehrfähigkeit unserer Armee kommen. Kein Zweifel besteht an der Schlussbewertung des Abends: „Ohne Probe, ganz nach obe“ war einmal mehr toll gelesene Impro-Comedy mit zwei sympathischen Protagonisten, die herrliche Albernheit mit wunderbarem Tiefgang verbinden. Der nächste Termin der Kooperationsveranstaltung des Theaters am Lohmarkt mit Rheinbach liest e.V. findet am 23. April statt.

Tradition in Niederdrees wiederbelebt: Dreigestirn feierlich proklamiert

Tradition in Niederdrees wiederbelebt: Dreigestirn feierlich proklamiert


Rheinbach-Niederdres, 7. Februar – Nach einer längeren Pause ist in Niederdres eine karnevalistische wiederaufgelebt. Am 7. Februar wurde seit mehreren Jahren wieder eine Tollität feierlich proklamiert.

Zur Tollität der laufenden Session wurden Prinz Daniel I. (Daniel Büsser), Bauer Till I. (Till Klingelhöfer) und Jungfrau Maxima I. (Max Philipp Schlagowski) ernannt. Mit der Proklamation übernehmen sie offiziell die närrische Regentschaft in Niederdres und stehen fortan im Mittelpunkt des karnevalistischen Geschehens.

Die feierliche Inthronisierung wurde von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Ort begleitet. Die Vize-Landrätin Ute Krupp, der stellvertretende Bürgermeister Michael Rohloff, der Ortsvorsteher Jürgen Esser sowie der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Kalle Kersthold nahmen die Proklamation gemeinsam vor.

Mit der Wiederaufnahme der Tollitäten-Tradition setzt Niederdres ein deutliches Zeichen für den Erhalt des karnevalistischen Brauchtums und stärkt zugleich den gemeinschaftlichen Zusammenhalt im Ort. Die Proklamation markierte damit nicht nur den offiziellen Start der närrischen Regentschaft, sondern auch einen besonderen Moment für das kulturelle Leben in Rheinbach- Niederdres.

Durch das Programm des Abends führte der erste Vorsitzende des Spielmanszug Echo Niederdrees 1921e.V.  Ralf Büser, der gemeinsam mit zahlreichen Gästen für eine rundum gelungene Sitzung sorgte. Im Gerätehaus der Feuerwehr Niederdrees versammelten sich viele befreundete Tanzgruppen und Vereine, die zu einer gemütlichen und zugleich stimmungsvollen karnevalistischen Veranstaltung beitrugen.

Mit dabei waren unter anderem Die Lingsches Junge, die Tanzgruppe Die Dicke Fös, die Prinzengarde Rheinbach, die Prinzengarde Meckenheim sowie die Stadtsoldaten Rheinbach. Musikalisch begleitet wurden die Auftritte vom Spielmannszug Eschung 1921e.V., der die Beteiligten über die gesamte Session hinweg immer wieder unterstützt. Über die vergangenen Jahre ist zwischen den Vereinen eine enge und freundschaftliche Verbundenheit gewachsen, die an diesem Abend deutlich spürbar war.
Auch der Blick in die Zukunft des Niederdreesser Karnevals wurde bereits gerichtet. Für die kommende Session gibt es schon Anwärter auf das neue Prinzenamt. Anders als in diesem Jahr wird es dann kein Dreigestirn geben, sondern ein Prinzenpaar. Vorgestellt wurde dieses im Rahmen der Sitzung von Ortsvorsteher Jürgen Esser: Ralf Büser und Doris Büser sollen in der Session 2026/27 die närrische Regentschaft übernehmen. 

Lions-Club Bonn-Rhenobacum fördert Brauchtum


Lions-Club Bonn-Rhenobacum fördert Brauchtum 


Es sind nicht immer die Erlöse aus den bekannten Aktivitäten des Lions-Clubs Bonn-Rhenobacum, die an Vereine, soziale Einrichtungen oder Bedürftige übergeben werden. Das großzügige Entgegenkommen eines Rheinbacher Supermarktes, nicht eingetauschte Bons von zurückgegebenem Leergut für die Lions zu sammeln, ergab eine erfreulichen vierstelligen Betrag. 

Kurz vor dem Höhepunkt der fünften Jahreszeit floss ein Anteil dieser Summe dem NCR Blau-Gold Rheinbach und der GRO-RHEI-KA Narrenzunft Prinzengarde 1895 zu. 

Lions Präsident Alexander Kirfel nahm im Beisein des Ehepaares Esser den Dank der Abordnungen der beiden Vereine entgegen und wurde mit dem jeweiligen Jahresorden geehrt. In seiner kurzen Ansprache betonte er die intensiven Bemühungen des Clubs, sich weiterhin gezielt für das Gemeinwohl in der Region einzusetzen und lud zum Jazz-Frühschoppen des Clubs am 15. März in die Rheinbacher Stadthalle ein. 
 

Närrisches Biwak der KG Wormersdorf begeistert mit buntem Programm und großer Beteiligung

KG Vorsitzender Thomas Zavelberg mit dem Wormersdorfer Kinderprinzenpaar und der Tanzgruppe Hainzelmännchen der Fidelen Burgfrauen Wormersdorf 

Närrisches Biwak der KG Wormersdorf begeistert mit buntem Programm und großer Beteiligung


Wormersdorf, 07.02.2026 – Bei bester karnevalistischer Stimmung feierte die Karnevalsgesellschaft Wormersdorf unter dem Vorsitz von Thomas Zavelberg ihr närrisches Biwak 2026 im Wormersdorfer Gürzenich. Zahlreiche Vereine aus Rheinbach und der Umgebung folgten der Einladung und sorgten mit ihren Auftritten für ein abwechslungsreiches Programm und eine gelungene Veranstaltung.

Vertreten waren unter anderem der NCR Blau-Gold, die Fidelen Burgfrauen Wormersdorf mit ihren Tanzgruppen und dem Kinderprinzenpaar Angelina und Max. Die Große Rheinbacher Karnevalsgesellschaft mit ihrer Vorsitzenden Astrid Fassbender reiste in großer Besetzung an und begeisterte gemeinsam mit ihrer Tanzgruppe das Publikum mit einem wunderbaren Auftritt. Ebenso dabei war die Stadtgarde Meckenheim.

Auch Sürsch United Merzbach war mit gleich drei Kindertanzgruppen und dem Queckenberger Mädchendreigestirn vor Ort, ebenso wie die Karnevalsfreunde Rheinbach.

Aus der we iteren Umgebung bereicherten die Tanzgruppe de Lack es aff, die Löstige Postillonen Wesseling sowie die KG Alt-Oeskirche das Programm. Weitere tänzerische Highlights lieferten die Cheer Dance Company und die Rio Palace Showtanzgruppe aus Walporzheim.

Das närrische Biwak zeigte einmal mehr den starken Zusammenhalt der Karnevalsfamilie in der Region. Vorsitzender Thomas Zavelberg dankte allen teilnehmenden Vereinen sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz: „Solche Veranstaltungen leben von Gemeinschaft, Engagement und der Freude am Brauchtum – und genau das haben wir heute erlebt.“

Erzählcafé der VHS Voreifel

Erzählcafé der VHS Voreifel


Rheinbach – Mit einem Angebot zum geselligen Austausch für Alt und Jung startet die VHS Voreifel am Donnerstag, 19.2.26, 10.30 Uhr im Rheinbacher Café „Zuckerstück“, Hauptstraße 10. Das kostenlose Angebot richtet sich an alle Generationen, jede und jeder ist willkommen! 

Gemeinsam mit zwei Gastgeberinnen soll die Vielfalt persönlicher Lebensgeschichten sichtbar gemacht werden. Austausch und Zuhören stehen im Zentrum. 

Zu dem Erzählcafé gehören ein moderierter Teil, wobei die Erzählungen der Teilnehmenden im Zentrum stehen, und ein Ausklang bei einem Kaffee mit individuellen Gesprächen.

Weitere Infos und Anmeldung unter 02226 8922620 oder info@vhs-voreifel.de
 

CDU Rheinbach setzt starkes Zeichen für das Ehrenamt zur Unterstützung von Vereinen und Engagierten


CDU Rheinbach setzt starkes Zeichen für das Ehrenamt zur Unterstützung von Vereinen und Engagierten


Die CDU Rheinbach freut sich über einen wichtigen Erfolg für das Ehrenamt und die vielfältige Vereinslandschaft der Stadt. Mit breiter Mehrheit hat der Rat der Stadt Rheinbach dem Entschließungsantrag der CDU-Fraktion vom 03.04.2025 zur Förderung von Vereinen und gemeinwohlorientierten Organisationen zugestimmt. Der Antrag war im Juni 2025 offiziell eingebracht worden, nachdem er bereits im Mai 2025 im Rahmen einer Wahlkampfveranstaltung von der Jungen Union – vertreten durch Ratsherrn Can Schorn und Ratsfrau Katharina Moschny – vorgestellt worden war.

Nun folgen erste wichtige und spürbare Maßnahmen:.

Die CDU Rheinbach setzt sich seit vielen Jahren für die Stärkung des Ehrenamts ein. Die Unterstützung der Vereine war eines der zentralen Themen im Kommunalwahlkampf. Ziel des Antrags ist es, die zunehmenden bürokratischen Anforderungen für Vereine abzufedern und die Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement nachhaltig zu verbessern.

Rückenwind erhält das Ehrenamt zusätzlich durch umfassende Verbesserungen auf Landesebene. Ab 2026 werden Vereine in Nordrhein-Westfalen spürbar entlastet. Die geplanten Änderungen reduzieren bürokratische Hürden, schaffen mehr steuerliche Flexibilität und stärken die Sichtbarkeit des Engagements. Zu den zentralen Neuerungen gehören:

  • Anhebung der Freigrenze für die zeitnahe Mittelverwendung von 45.000 auf 100.000 Euro,
  • Erhöhung der Freigrenze für wirtschaftliche Geschäftsbetriebe gemeinnütziger Körperschaften auf 50.000 Euro,
  • unbeschränkte Nutzung von Mitteln für Photovoltaik auf Vereinsgebäuden,
  • Anhebung der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale,
  • kostenfreie Weiterbildungsangebote zur Öffentlichkeitsarbeit für Vereine,
  • sowie erleichterte Zugangsvoraussetzungen für die Ehrenamtskarte.


Diese landesweiten Verbesserungen ergänzen die lokalen Maßnahmen der CDU Rheinbach und schaffen zusätzliche Handlungsspielräume für Vereine und Engagierte vor Ort.

Zentrale Anlaufstelle und Qualifizierungsangebote

• Hendrikje Krancke fungiert in der Stabsstelle Kommunikation als zentrale Ansprechpartnerin für das Ehrenamt.
• Kostenlose Fortbildungsangebote – etwa über das Engagement-Portal des Landes NRW – werden regelmäßig im zweiwöchigen Newsletter der Stadt beworben.
• Am 15.04.2026 organisiert die Stadt Rheinbach gemeinsam mit der Diakonie Rhein-Sieg eine Schulung zum Vereinsrecht, zu der auch Ehrenamtliche aus Meckenheim und Swisttal eingeladen werden.

Stärkung der Sichtbarkeit des Ehrenamts

  • Unter dem Motto „Engagement macht stark! Gemeinsam stark für Rheinbach!“ fand am 11.09.2025 der Aktionstag des BLICKWECHSEL im Rahmen der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements statt – mit dem Schwerpunkt „Einsamkeit“.
  • Seit Dezember 2025 wird dem Rheinbacher Ehrenamt monatlich ein Gesicht gegeben – zunächst im Newsletter, später auch im Podcast-Format.

Dialogformate und Austausch

  • Am 03.03.2026 lädt der Bürgermeister zum Vereinsdialog in den Ratssaal.
  • Am 29.05.2026 folgt ein persönlicher Austausch im Rahmen einer Wanderung im Stadtwald.

Bessere Orientierung für Veranstaltende

  • Das Ordnungsamt erarbeitet derzeit einen Leitfaden für Veranstaltende, der den Prozess von Anmeldung bis Genehmigung transparenter machen und einen zentralen Servicepunkt im Rathaus schaffen soll.
  • Die städtische Internetseite bietet bereits jetzt ein umfassendes, fortlaufend aktualisiertes Informationsangebot für Ehrenamtliche.

Neue Gebührenordnung: Kostenfreies Parken für Ehrenamtskarten-Inhaber

Ein weiterer Baustein zur Anerkennung des Ehrenamts wurde ebenfalls beschlossen:
Der Rat der Stadt Rheinbach führt eine kostenfreie Parkmöglichkeit von bis zu drei Stunden pro Tag für Inhaberinnen und Inhaber der NRW-Ehrenamtskarte sowie der Jubiläums-Ehrenamtskarte NRW ein. Diese Regelung gilt auf den bewirtschafteten Parkplätzen am Himmeroder Wall und Prümer Wall.

Die Auswirkungen dieser neuen Gebührenordnung werden nach spätestens einem Jahr evaluiert und dem Haupt- und Finanzausschuss sowie dem Rat berichtet.

Mit diesen Maßnahmen setzt die CDU Rheinbach ein klares Zeichen: Ehrenamt und Vereinsleben sind das Rückgrat der Stadtgesellschaft. Die CDU wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass Engagierte die bestmögliche Unterstützung erhalten, um ihre wertvolle Arbeit für Rheinbach fortzuführen.
 

Knollen mit Kartoffelkrebs duften speziell – Studie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Doktorandin Sarah Vermeeren nahm in einem Quarantäneraum am Standort Rheinbach etwa 200 Messungen vor. Foto: Hochschule Bonn-Rhein-Sieg


Knollen mit Kartoffelkrebs duften speziell – Studie der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg


Gekocht, gedünstet oder gebraten: Kartoffeln sind ein Grundnahrungsmittel. Die gesunde Knolle wird laut Bundeslandwirtschaftsministerium bundesweit auf rund 300.000 Hektar angebaut – bei einem Jahresertrag von durchschnittlich 44 Tonnen pro Hektar. Ernteausfälle durch Pflanzenkrankheiten wie den meldepflichtigen Kartoffelkrebs können massive wirtschaftliche Folgen haben. Ein Team der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat nun eine Methode entwickelt, wie Kartoffelkrebs anhand seines Duftes frühzeitig erkannt werden kann. Die Studie wurde im „Journal of Plant Diseases and Protection“ veröffentlicht.

Wenn Kartoffeln vom Pilz Synchytrium endobioticum befallen werden, hat das für die Landwirtinnen und Landwirte gravierende Auswirkungen. Der Pilz ist zwar für Menschen ungefährlich, aber er verursacht den sogenannten Kartoffelkrebs, der den Knollen alle Nährstoffe entzieht. Eine Gefahr ist der Pilz schon, bevor sich an befallenen Knollen die typischen blumenkohlartigen Wucherungen ausbilden, die der Pflanzenkrankheit ihren Namen gaben. Denn er verbreitet sich über Sporen, die in sogenannten „Dauersori“ gebildet werden. Diese verkapselten Sporen können im Boden mehr als 40 Jahre keimfähig bleiben. Deshalb ist der Kartoffelkrebs meldepflichtig und befallene Felder werden jahrzehntelang für den Kartoffelanbau gesperrt. In den vergangenen Jahren gab es laut Julius-Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, mehrere bestätigte Kartoffelkrebs-Fälle in Bayern, aber auch Funde in Niedersachsen und Baden-Württemberg.

Doktorandin Sarah Vermeeren hat nun im Verbundprojekt „SYNergie“ an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg eine Methode entwickelt, wie sich Kartoffelkrebs anhand charakteristischer flüchtiger organischer Verbindungen (VOCs) erkennen lässt. „Mithilfe der Gaschromatographie-Massenspektrometrie und mathematisch-statistischer Auswertungen der chemischen Daten kann man anhand der Duftstoffe ein spezifisches Infektionsmuster infizierter Kartoffelknollen nachweisen, das eine zuverlässige Unterscheidung von gesunden Proben ermöglicht“, sagt die Forscherin. Vereinfacht gesagt: Infizierte Knollen riechen anders als gesunde Knollen – allerdings nicht für die menschliche Nase, sondern nur für die Messgeräte.

Ausgangspunkt war eine sehr große Datenmenge. Vermeeren nahm in einem extra hergerichteten Quarantäneraum am H-BRS-Standort Rheinbach rund 200 Messungen an befallenen und gesunden Knollen vor, bei jeder Messung erhob sie jeweils 7000 Datenpunkte von flüchtigen organischen Verbindungen. „Die Herausforderung war die Datenreduktion“, sagt Vermeeren. Das Herausfiltern der relevanten organischen Verbindungen gelang ihr mit einem selbst geschriebenen Programm auf Basis des maschinellen Lernens, einem Teilbereich der Künstlichen Intelligenz. Ergebnis: „Wenn sieben Stoffe in Kombination auftreten, ist das ein starkes Indiz für den Befall mit Kartoffelkrebs“, so die Doktorandin aus dem Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften. Diese Stoffe sind 1-Methoxy-3-Methylbutan, 3-Methyl-1-Butanol, 2-Methyl-1-Butanol, 2,3-Butanediol, Prenyl Ethyl Ether, Styrene und Solavetivone. Damit gibt es erstmals eine detaillierte Beschreibung der VOC-Profile bei Kartoffelkrebs. Die Studie wurde im „Journal of Plant Diseases and Protection“ veröffentlicht.

Der Kartoffelkrebs ist eine gleich mehrfach tückische Pflanzenkrankheit. Die Kartoffelknollen wachsen unter der Erdoberfläche, sodass ein Befall nicht gleich zu erkennen ist. Zudem kann der Erreger nicht nur jahrelang inaktiv und zugleich infektiös im Boden überdauern und über die Erde weiterverbreitet werden, sondern er ist auch sehr resistent. Weder Hitze oder Kälte noch Chemikalien können ihn unschädlich machen. „Deshalb sucht man nach schnellen Methoden, um den Pilz nachzuweisen und eine Ausbreitung zu verhindern“, erläutert Professor Peter Kaul den Hintergrund des Forschungsprojektes „SYNergie“ zum Erkennen von Synchytrium endobioticum, das er am Institut für Sicherheitsforschung (ISF) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) leitete. „SYNergie“ war ein Verbundprojekt der H-BRS mit dem Julius-Kühn-Institut (JKI), der Hochschule Osnabrück und dem Unternehmen Inopur. Es wurde vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMELH) gefördert

„Die Ergebnisse zeigen das Potenzial nicht-invasiver Diagnoseverfahren für den Pflanzenschutz und die Quarantäneüberwachung“, sagt Kaul. Nächster Schritt könnte nun die Entwicklung eines Kartoffelkrebs-Schnelltestes mit einem mobilen System für den Acker sein. Kaul ist überzeugt, dass sich perspektivisch mit Hilfe der flüchtigen organischen Verbindungen auch andere bakterielle und pilzliche Schaderreger bei Kartoffeln, aber auch bei anderen Pflanzen wie Mais, Ingwer, Kurkuma oder Bohnen nachweisen lassen. Die H-BRS konzentriert sich in der Forschung derzeit weiter auf die Kartoffel. Im neuen Projekt „PoC-DiKa“ stehen vier bakterielle und zwei pilzliche Schaderreger bei den Erdäpfeln im Mittelpunkt. Das Verbundprojekt mit dem Julius-Kühn-Institut, der TU Braunschweig, der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation und den Unternehmen Lionex und Airsense Analytics wird erneut gefördert vom BMELH. 

Rheinbach ruft zur Teilnahme an Aktionswoche vom 21. bis 28. Februar 2026 auf

Gemeinsam für eine saubere Stadt:

Rheinbach ruft zur Teilnahme an Aktionswoche vom 21. bis 28. Februar 2026 auf

Auch in diesem Jahr nimmt die Stadt Rheinbach an der kreisweiten Umweltaktion „Wir räumen den Kreis auf“ teil. Die von der Rhein-Sieg-Abfallentsorgungsgesellschaft (RSAG) organisierte Aktion ist Teil der europaweiten Kampagne „Let’s Clean Up Europe“, die seit 2014 dazu ermutigt, gemeinsam aktiv gegen Umweltverschmutzung vorzugehen.

Vom 21. bis 28. Februar 2026 sind alle Rheinbacherinnen und Rheinbacher eingeladen, öffentliche Flächen von Müll zu befreien. Ob auf Spielplätzen, Gehwegen oder in Parks – jede Unterstützung zählt. Die Aktion bietet eine großartige Gelegenheit, das Bewusstsein für Umweltschutz zu stärken und gemeinschaftliches Engagement zu fördern. Auf der Website der Let’s Clean Up Europe Initiative (https://letscleanupeurope.de/) können alle Sammelaktionen registriert werden.

Interessierte Gruppen, Schulen, Vereine und Einzelpersonen können sich bei der Stadt Rheinbach unter klima@stadt-rheinbach.de anmelden. Nach vorheriger Absprache stellt das Rathaus Greifzangen und Müllsäcke zur Verfügung. Die Stadtverwaltung sorgt für die Abholung des gesammelten Abfalls. Um eine reibungslose Organisation zu gewährleisten, wird größeren Gruppen eine frühzeitige Anmeldung empfohlen.

In diesem Jahr unterstützt der Raiffeisen-Markt Rheinbach die Müllsammelaktion. Zudem sind alle eingeladen, Fotos von ihrer Sammelaktion zu machen und diese mit der Stadt Rheinbach zu teilen (klima@stadt-rheinbach.de).

Die Stadtverwaltung bittet darum, beim Müllsammeln umsichtig zu handeln, um die Tierwelt möglichst wenig zu beeinträchtigen. 

Saisonstart 2026

Erfolgreiches Team in Haiger

Saisonstart 2026

Am 7.02.2026 starteten die Wormersdorfer Kickboxer in die Wettkampfsaison 2026.


Es ging ins rund 150km entfernte Haiger. 8 Wochen Wettkampfpause hatte man hinter sich und so waren alle begierig endlich wieder Kämpfen zu dürfen. In der Vorbereitung lief nicht alles ganz rund so fielen einige der Wettkämpfer verletzungsbedingt aus. Das Turnier, organisiert vom Verband der WFMC und dem Fightclub Haiger war sehr gut besucht und entsprechend war die Willi Thielmann Sporthalle sehr voll.  

Die verbleibendenWormersdorfer  Wettkämpfer konnten in spannenden und hochwertigen Kämpfen Ihren Leistungsstand abrufen und lieferten Top Ergebnisse.

  • Jolie Zavelberg 3x Platz 1
  • Ava Bender 1x Platz 1 und 1x Platz 2 (das 1. Wettkampfturnier)
  • Liv Bender 1x Platz 1 und 1x Platz 2 (Platz 2 in der 55kg Klasse)
  • Luisa Riehl 1x Platz 1 und 1x Platz 2

Das große Ziel für alle in diesem Jahr ist sich für die Weltmeisterschaft der WKU zu qualifizieren welche dieses Jahr in Abu Dhabi stattfindet.


 

Luisa Riehl (rechts)nach erfolgreichem Finale

Jolie Zavelberg (links) nicht aufzuhalten

Ava und Liv Bender

Donnerstag, 5. Februar 2026

Reisen ins Geschichtenland und Literaturgespräche

Reisen ins Geschichtenland und Literaturgespräche


Rheinbach. Im Februar wird in der Öffentlichen Bücherei St. Martin, Lindenplatz, wieder donnerstags die Vorlesestunden „Reisen ins Geschichtenland“ vorgelesen. Es ist ein Angebot für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Unsere Vorlesepaten lesen in der Kinderecke der Bücherei St. Martin von 16.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr vor. Unsere Vorlespaten haben folgende Titel ausgesucht:

05.02.2026 Britta Sabbag: “Ich will so sein wie du“ - Tiger und Löwe bewundern das prachtvolle Äußere des jeweils anderen und wären gerne mehr wie dieser. Sie tun alles Mögliche um das zu schaffen, merken aber schnell, dass sie das nicht glücklich macht

12.02.2026 Weiberfastnacht ist vorlesefrei. Die Bücherei hat geschlossen.

19.02.2026 Sabine Bohlmann: „Die Liebe wohnt auf Wolke 7“ - „Liebe kann man nicht kaufen, Liebe empfindet man …“ Eine tolle Botschaft kindgerecht umgesetzt.

26.02.2026 Anna Milbourne: “Ich bin (fast) immer nett!“ - Nett zu sein, ist superwichtig – wichtiger als ganz schnell laufen zu können oder alles zu wissen. Deswegen bin ich (fast) immer NETT. Aber was bedeutet „nett sein“ eigentlich? Und warum ist es manchmal so schwierig?

Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf viele kleine Zuhörer!

Das diesjährige Thema der Literaturgespräche ist „Vom Sehnsuchts-Ort Indien - Literatur aus und über Indien“ Trotz Globalisierung und unbegrenzter Reise- und Begegnungsmöglichkeiten bleiben uns Zusammenhänge fremder Kulturen oft verborgen und wir greifen auf Klischees und Projektionen zurück. Unser Literaturgesprächskreis lädt wieder zu einer "Horizonterweiterung" ein! Wir beschäftigen uns mit zwei modernen Texten aus und über Indien, ausgehend von europäischem Denken und Sehnsüchten eines H. Hesse bis hin zu lyrischen Schätzen eines R. Tagore. Immer schimmern in diesen Texten auch die Wurzeln alter, über Jahrtausende gewachsener Kulturen/Religionen durch.

6. Februar 2026  und 6. März 2026, jeweils  10-11:30 Uhr

Hermann Hesse, Sehnsucht nach Indien (Erzählungen), Berlin 2024 (dtv Tb 3793). Im Gegensatz zur modischen "Indiensehnsucht" vieler Europäer war Hesses Verbindung zu Indien von Kindheit an ein lebensbestimmendes Thema. Viele seiner Vorfahren waren dort Missionare und durch verschiedene Reisen hat der Autor Regionen und Religionen Indiens selbst kennengelernt. Außer dem berühmten Roman "Siddharta" sind durch diese Studien auch Erzählungen mit indischen Motiven entstanden. Letztere erschienen 2006 erstmals im og. Taschenbuch.