Dienstag, 7. April 2026

Ausstellungseröffnung „tierisch gut“ im Caritas-Haus Meckenheim


Ausstellungseröffnung „tierisch gut“ im Caritas-Haus Meckenheim


Rheinbach – Unter dem Titel „tierisch gut“ zeigen Teilnehmerinnen des Acrylmalkurses der VHS Voreifel unter der Leitung der Künstlerin Maria Dierker ihre Bilder.

Die Ausstellung wird am Freitag, 17.04.2026 im Caritas-Haus, Kirchplatz 1, 53340 Meckenheim, um 17.30 Uhr eröffnet. 

In der Ausstellung sind eine breite Palette von Tierdarstellungen in realistischer oder leicht abstrakter Manier zu sehen. Es sind Tiere aus der Heimat als auch exotische Exemplare mit Acrylfarben und Mischtechniken dargestellt. Die besondere Beziehung zwischen Mensch und Tier findet hier eine gelungene künstlerische Umsetzung und regt zum Nachdenken an. 

Zur Vernissage begrüßen und sprechen Annegret Kastorp vom Fachdienst Gemeindecaritas, Frau Dr. Barbara Hausmanns, Direktorin der VHS Voreifel und Dr. Yvonne Schütze, Fachbereichsleiterin Kunst und Kultur an der VHS Voreifel, begleitet mit Musik von Schülerinnen und Schülern der Musikschule Voreifel.

Namentlich stellen aus: Margret Dabringhausen, Angela Eckert, Barbara Glässner, Pia Grünberg, Gisela Lewen, Christiane Lilienthal, Gudrun Malcher, Doris Röder, Christa Schoenfeldt, Anja Weingarten. 
Die Ausstellung kann bis zum 28.05.2026 zu den folgenden Öffnungszeiten montags bis donnerstags 9.00-16.00 Uhr, freitags 9.00-12.00 Uhr oder nach telefonischer Rücksprache 02225/992420 besucht werden. Der Eintritt ist frei. 
Die Adresse lautet: Caritas-Haus, Kirchplatz 1, 53340 Meckenheim

Weitere Infos unter www.vhs-voreifel.de oder telefonisch unter 02226 8922620.
 

17. Karfreitagswanderung der Tennisabteilung des SV SW Merzbach startete in Nettersheim

Die Wandergruppe an der Ahekapelle

17. Karfreitagswanderung der Tennisabteilung des SV SW Merzbach startete in Nettersheim


Nach der Begrüßung an den Tennisplätzen durch die Wanderführerin Edeltraut Bongartz ging die Fahrt nach Nettersheim. Der Weg führte vorbei an zwei historischen Kalkbrennöfen bis zum idyllisch gelegenen Römerweiher. An der Urft entlang ging es bis zum spätrömischen Kastell. Von dort wanderte die Gruppe ins Genfbachtal wo an einem schönen Picknickplatz mit überdachter Hütte Rast gemacht wurde. Gut gestärkt führte der Weg bis zur Ahekapelle und weiter auf der Rundtour nach Nettersheim wo im Landgasthof "Nettersheimer Hof" Plätze reserviert waren. Dort fand bei gutem Essen der gemütliche Abschluss statt.

Gesprächs-Café für Trauernde in Rheinbach am 13. April

Mit der Trauer nicht allein 

Gesprächs-Café für Trauernde in Rheinbach am 13. April


Einen geliebten Menschen zu verlieren, ist schwer zu ertragen. Viele fühlen sich in dieser Zeit hilflos und alleingelassen. 

Im nächsten Gesprächs-Café für Trauernde in Rheinbach am Montag, 13. April, 15-17 Uhr, im Kaminzimmer im Haus am Römerkanal, Römerkanal 11, besteht die Möglichkeit, sich mit Menschen in ähnlicher Lebenssituation auszutauschen. 

Die Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. unterstützen Trauernde in ihrer Lebenssituation des erlebten Verlustes, bis diese ausreichend Kraft gefunden haben, mit der veränderten Situation zu leben. In verständnisvoller Atmosphäre kann der Trauer Ausdruck verliehen oder auch einfach nur zugehört werden.

 Vor der Einrichtung gibt es bei Bedarf 2 Parkplätze für Menschen mit Beeinträchtigung. Weitere Parkplätze befinden sich in fußläufiger Nähe.

Die Ökumenische Hospizgruppe e.V. begleitet lebensbedrohlich Erkrankte sowie deren An- und Zugehörige. Sie macht auch weitere Angebote für Trauernde. Die Angebote sind entgeltfrei und nicht an eine Konfession gebunden. 

Rückfragen zu allen Angeboten unter 02226/900 433. Weitere Termine und Informationen zum Verein finden Sie unter: www.hospiz-voreifel.de
 

Leichtathleten des TV Rheinbach in Verden

Trainingslager-Teilnehmer des TV Rheinbach, Foto: Timm Ody/TV Rheinbach

Mehr als nur Training: das RTV-Trainingslager

Leichtathleten des TV Rheinbach in Verden


Zum bereits vierten Mal ging es für die 38 Leichtathleten aus Rheinbach, Rhein-Sieg-Kreis und Kreis Euskirchen in die Ferienfreizeit des TV Rheinbach nach Verden (Aller). Mit Schweiß, vor allem aber viel Spaß verbrachten die 10- bis 18-jährigen Kinder und Jugendlichen die 8 Tage in der niedersächsischen Reiterstadt. Begleitet von einem hervorragenden Trainer- und Betreuerteam ging es am 28. März zum Beginn der Osterferien los.

Nicht nur die vielen Disziplinen der Leichtathletik standen auf dem Programm, auch die Freizeitaktivitäten kamen nicht zu kurz. Zum ersten Mal konnte Hammerwurf trainiert werden, Hürdensprint, Weit-, Hochsprung, Speerwurf und vieles mehr waren wie üblich Teil des abwechslungsreichen Trainings im in die Pferderennbahn eingebetteten Stadion.

Das gute Wetter erlaubte es die Lagerolympiade mit diversen Spielen im Sand der Verdener Dünen durchzuführen. Beim Schwimmen konnte man sich über die Tagesbestzeit auf der Rutsche freuen, im Kletterpark durften sich Schwindelfreie in Parcours bis zu 10m Höhe ausprobieren, alternativ beim Minigolf. Außerdem gab es natürlich wieder das traditionelle Hockeyturnier und die Intervallstaffel zum Abschluss des Trainingslagers. Abends hatten alle Spaß mit dem Line Dance Memphis, bevor alle Tanzbegeisterten Discofox und Bachata mit zahlreichen Figuren lernen konnten. Spiele-, Film- und Quizabende rundeten die Freizeit ab.

Am Samstag, den 4. April, ging es für alle mit dem Zug zurück. Diesmal mit einem längeren Zwischenstopp in Bremen, wo neben etwas Sightseeing der Besuch der Osterkirmes viel Freude bereitete. Am Abend konnten die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang nehmen - müde, aber glücklich. Die Vorbereitungen für das Trainingslager 2027 des TV Rheinbach laufen schon wieder in vollem Gange und sorgen schon jetzt für Vorfreude bei allen. Bei Interesse am Leichtathletiktraining lohnt sich ein Blick auf die Homepage oder eine Mail an leichtathletik@tv-rheinbach.de

Freitag, 3. April 2026

Großes Kino für die Ohren: Weißer Fuchs, Wölfe und ein bester Sommer

Der Rheinbacher Jonathan Fronhoffs überzeugte mit einer Stelle aus dem Buch Wir sind Wölfe

Großes Kino für die Ohren: Weißer Fuchs, Wölfe und ein bester Sommer


Beim Bezirksentscheid Köln-Süd des Bundesweiten Vorlesewettbewerbs in Rheinbach zeigten zwölf Kinder der Klassenstufe 6 Vorlesen auf höchstem Niveau, darunter Jonathan Fronhoffs vom Städtischen Gymnasium Rheinbach. Als Sieger dürfen Clemens Herold aus Aachen und Iannis Mensching aus Troisdorf am 13. Mai zum NRW-Entscheid in Mühlheim an der Ruhr.

Der Bundesweite Vorlesewettbewerb hat eine lange Tradition. 1959 von und mit Erich Kästner ins Leben gerufen, ist die Teilnahme mittlerweile für viele weiterführende Schulen in Deutschland ein fester Bestandteil der Jahresplanung und der schulinternen Leseförderung. Bundesweit rund 600.000 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 versuchen, sich über verschiedene Wettbewerbsrunden für das Bundesfinale im Juni in Berlin zu qualifizieren. In Rheinbach hat die Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels besonders engagierte lokale Ausrichter gefunden. Nicht nur, dass alle drei weiterführende Schulen regelmäßig teilnehmen. Durch das Zusammenwirken von örtlichem Buchhandel, der Öffentlichen Bücherei Sankt-Martin und dem Verein „Rheinbach liest“ wurden in der Glasstadt in den letzten Jahren zehn Kreisentscheide, sechs Bezirksentscheide und 2022 sogar der NRW-Entscheid ausgetragen. Und dies in vorbildlicher Weise, wie das Publikum des jüngsten Bezirksentscheids am 22. März dem Moderator Andreas „Billy“ Moh in spontanen Saalinterviews erneut bestätigte.

Seit drei Jahren ist Melanie Korber von der Rheinbacher Buchhandlung kunterbunt in der Weiherstraße die Ansprechpartnerin des Börsenvereins. Sie begrüßte die rund 80 Besucherinnen und Besucher im Pfarrzentrum St. Martin und wünschte vor allem den Kindern viel Spaß. Den hatte es schon zuvor beim gemeinsamen Warm-Up mit Musicalsängerin Ricarda Kowalewski gegeben. Auch das von ihr gesungene Eingangslied „Ich bin bereit“ (Piano: Dirk Plücker) aus dem Disney-Film „Vaiana“ stand programmatisch für die nachfolgenden tollen Leistungen beim Lesen des etwa drei Minuten langen Wahltextes. Die Stadtsieger aus Bonn Mala Pues (Rick Riordan: „Tochter der Tiefe“) und Jette Voigt (Poetter: „Jukli“) machten ihre Sache ebenso gut wie der Euskirchener Kreissieger Aaron Seibt (Simak Büchel: Projekt Mimesis). Aufmerken ließ auch der Aachener Clemens Herold mit einer sehr souveränen Lesung aus Sarah Welks „Frei – Bester Sommer“.

Besonders zahlreich war der Rhein-Sieg-Kreis vertreten: Emilia Schiffter-Weinle vom Antoniuskolleg in Neukirchen-Seelscheid (Kira Gembri: „Nelly Emberwing“), Iannis Mensching vom Troisdorfer Gymnasium „Zum Altenforst“ (Chen Jiatong: „White Fox“) und Jonathan Fronhoffs vom Rheinbacher Städtischen Gymnasium (Katrina Nannestadt: „Wir sind Wölfe“) hinterließen allesamt einen starken Eindruck. Emilia schilderte einen Flug des Fabelwesens Nelly so gut, dass Jurorin Corinna Lawlor rückmeldete, sie habe gleichsam den Wind in ihren Haaren spüren können. Iannis erschuf mit ganz viel Ruhe eine atmosphärisch dichte Szene beim Aufeinandertreffen des Polarfuchses „Dealer“ mit einem Fuchsrudel, das an seinem geheimnisvollen Mondstein interessiert ist. Jonathan las ebenso vortrefflich eine gleichermaßen emotionale wie dramatische Anfangsszene des Romans über die Flucht der fiktiven Familie Wolf aus Ostpreußen. Wie geht man damit um, wenn der kleine Bruder nach dem Eintreffen der Vermisstenmeldung seines Vaters „Hitler ist eine Ratte“ aus dem Fenster brüllt? Großes Kino für die Ohren.

Während sich die Jury, bestehend aus dem Romanisten Prof. Dr. Roland Ißler (Uni Frankfurt), Radio-Moderatorin Corinna Lawlor (Euskirchen), Rezitatorin Susanne Hartmanns (Ahrweiler), Rednerin und Märchenerzählerin Ingrid Czechanowski (Swisttal), Thomas Außem (Literatur im Siebengebirge) sowie die Bonner Autorin Chiara Jung, zu einer ersten Beratung zurückzog, plünderten die Kinder das Buffet.
Nach der Pause lasen Kinder des „Jungen Vorleseteams Rheinbach“ (Kilian Hällmayer, Maja Niebes, Henriette Schlenkhoff und Charlotte Hartmann) den sogenannten „Fremdtext“ an: „Calypsos Irrfahrt“ von Cornelia Franz. Zusammen mit den zwölf etwa zwei Minuten langen Textpassagen der Teilnehmer entstand ein beeindruckendes Hörerlebnis. Das Niveau war so hoch, dass das Fremdtextlesen nur wenig Bewegung in die Entscheidungsfindung bringen konnte, aber manchmal entscheiden Kleinigkeiten. Am Ende wurden der Aachener Stadtsieger Clemens Herold und Iannis Mensching aus Troisdorf zu Siegern gekürt. Die beiden Jungen ernteten den verdienten Applaus aller. Ricarda Kowalewskis zweites Lied „Ein Hoch auf uns“ fasste das positive Jury-Feedback musikalisch zusammen.

Neben neun anderen Kindern hatte Lokalmatador Jonathan sein großes Ziel, auf das er sich in vielen Coachings sehr engagiert vorbereitet hatte, nur knapp verpasst: Die Teilnahme am NRW-Entscheid. Der Moment der Enttäuschung währte jedoch nur kurz: „Ich bin dankbar für die Unterstützung meines Teams. Jetzt setze ich mir neue Ziele, z.B. meine Erfahrungen an die nächsten Jahrgänge weiterzugeben.“ Außerdem interessieren den 12-jährigen Wormersdorfer auch Hörspielproduktionen: „Bei so etwas würde ich gerne einmal mitmachen.“ Angesichts von Jonathans Talent könnte aus diesem Traum durchaus etwas werden.

Monika Flieger, 1. Vorsitzende von Rheinbach liest e.V., dankte den vielen helfenden Händen und zog ebenfalls ein positives Fazit. Dann lud sie noch alle Gäste kurzerhand zum Lesefest „Seitenknistern“ vom 24.-26. April in Deutschlands heimliche kleine Vorlesehauptstadt ein.


 

Melanie Korber von der Buchhandlung kunterbunt strahlt mit Moderator Andreas Moh um die Wette

Ricarda Kowalewski begleitet von Dirk Plücker am Klavier rahmte den Wettbewerb mit zwei Liedern ein

DasPublikum im Pfarrzentrum am Lindenplatz sparte nicht mit Applaus

Am Ende gab es noch einmal Applaus für alle

Stadtführung durch das mittelalterliche Rheinbach

Foto: Ansicht der Stadt 1659, Repro: Stadtarchiv


Stadtführung durch das mittelalterliche Rheinbach


Am Sonntag, 12. April, 15.00 Uhr, bieten der Eifel- und Heimatverein und das Stadtarchiv wieder eine Führung durch die Kernstadt Rheinbach an. Bei dieser etwa eineinhalbstündigen Tour wird vor allem das Leben im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rheinbach unterhaltsam und fachkundig erläutert. Viele Anekdoten aus der Rheinbacher Geschichte lassen alte Zeiten wieder lebendig werden. Treffpunkt ist der Himmeroder Hof am Himmeroder Wall. 

Die Teilnahme ist kostenlos. 
 

Upgrade für den ÖPNV: RVK gründet einen neuen Mobilitätshub in der Region

von links nach rechts: Dirk Müller (Niederlassungsleiter der Regionalverkehr Köln GmbH in Hürth), Dr. Marcel Frank (Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH), Svenja Udelhoven (Kreisdirektorin des Rhein-Sieg Kreises und Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalverkehr Köln GmbH), Marco Dederichs (Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Hürth), Dirk Breuer (Bürgermeister der Stadt Hürth), Thomas Schmalen (Betriebsleiter und Prokurist der Regionalverkehr Köln GmbH) und Stefan Welsch (Geschäftsführer der Stadtwerke Hürth AöR) - Quelle Regionalverkehr Köln GmbH (RVK)

Upgrade für den ÖPNV: RVK gründet einen neuen Mobilitätshub in der Region


Köln, 2. April 2026. Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) geht den nächsten großen Schritt in ihrer Entwicklung und hat am 1. April 2026 ihren neuen Standort in Hürth bezogen. Damit vergrößert sich das Verkehrsunternehmen im Vergleich zum bisherigen Objekt in Hürth um ein Vielfaches. Das neue Gelände in der Max-Planck-Straße 21 bringt den öffentlichen Nahverkehr und die Leistungen der RVK auf eine völlig neue Stufe.

Viel Platz und neue Möglichkeiten

Das gesamte Areal erstreckt sich über 29.000 Quadratmeter und bietet damit nicht nur ge- nügend Büroräumlichkeiten zur Koordination des Betriebs. Die Parkfläche auf dem Gelände bietet Platz für bis zu 120 Busse.

Der neue Standort bietet aber nicht nur ausreichend Platz, sondern erweitert das Handlungsfeld der RVK auf vielen Ebenen, hin zu einem Mobilitätshub in der Region, um den Anforderungen an einen zukunftsweisenden und modernen ÖPNV gerecht zu werden. In der aktuellen Umbauphase werden Werkstattplätze errichtet, um Busse bereits vor Ort warten und Reparaturarbeiten zu übernehmen. Die Werkstatt wird eine geplante Fläche von 1.000 Quadratmetern haben und auf die Betreuung aller Antriebsformen ausgerichtet ist, die bei der RVK genutzt werden. Dazu gehören Wasserstoff und batterieelektrische Busse.

Eine Waschstraße, die obligatorisch Teil einer jeden RVK-Niederlassung ist, wird ebenfalls integriert. Um die klimaneutrale Strategie der RVK mit dem Ziel Null Emission auch in Hürth zu verfolgen, wird nach und nach eine große Ladeinfrastruktur zur elektrischen Versorgung von Bussen errichtet. Darüber hinaus wird auch die personenbesetzte Leitstelle und die Betriebsplanung der RVK nach Hürth umsiedeln, um von dort den Betrieb aller ca. 650 Busse, die täglich für die RVK und Ihrer Fahrgäste auf der Straße unterwegs sind, zu koordinieren.

Bis der Standort in Hürth vollumfänglich diese Vorzüge bietet, wird allerdings noch etwas Zeit verstreichen. Am 1. April zieht zunächst das Personal der Niederlassung in provisorische Büros ein. Die Fertigstellung der neuen Büros ist für Herbst 2026 eingeplant. Im kommenden Jahr starten dann die Hallenarbeiten.

Große Entwicklung – nicht nur für Hürth

Dr. Marcel Frank, Geschäftsführer der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK): „Wir freuen uns riesig, dass wir mit dem neuen Standort in Hürth einen so großen Schritt für die Mobilität machen. Kapazität, Infrastruktur, moderne Büros, eine ganzheitliche Werkstatt, die Leitstelle und das alles an einem Ort – das stärkt den ÖPNV auf ganz hohem Niveau. In dem Zuge bedanken wir uns sehr bei der Stadt Hürth, die uns bei der Suche nach diesem neuen Standort unterstützt hat. Dieses Ergebnis ist für alle ein Gewinn“.

Kreisdirektorin Svenja Udelhoven, Aufsichtsratsvorsitzende der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK): „Der neue Standort in Hürth ist ein großer Gewinn für die Mobilität in der Region.

Besonders die Förderung und Unterstützung von alternativen Antrieben an diesem Standort ist ein weiteres klares Zeichen dafür, dass die RVK ihre Infrastruktur weiter zum Ziel Null Emission optimiert. Von diesen Maßnahmen profitieren alle, aber vor allem die Fahrgäste, die einen guten ÖPNV mit entsprechender Infrastruktur brauchen“. 

Mit dem Umzug an den neuen Standort lässt die RVK die Zeit im Objekt in der Bonnstraße zurück. Insgesamt sind in Hürth mehr als 130 Mitarbeitende der RVK im Einsatz. 

Donnerstag, 2. April 2026

Meister der gereimten Pointe

Johannes Engel hat den Schelm im Nacken

Meister der gereimten Pointe


Bei der nun schon dritten Veranstaltung in der neuen Reihe „Pasta, Poesia e Passione“ war der Komische Lyriker Johannes Engel zu Gast im Via del Gusto Rheinbach. Das augenzwinkernd ausgerufene Motto „Die Nudel muss weg“ wurde spätestens im Hauptgang vollumfänglich umgesetzt. Der Verein Rheinbach Liest und Markt-Inhaber Jörg Meyer freuen sich nun auf den nächsten Termin des Formats am 18. April, der da lautet: „Amore – Geige trifft Akkordeon“.

Johannes Engel macht seit rund 30 Jahren Kleinkunst. Sein Schwerpunkt ist die Komische Lyrik und deren Vortrag. Darin hat er es - ohne Übertreibung - zur Meisterschaft gebracht. Die Menschen in der Region kennen den bekennenden Lehrer für Physik und Mathematik als Mitglied der Lesebühne „Stuss mit Lustig“. Für „Pasta, Poesia e Passione“ hat Engel eine Auswahl eigener Gedichte den vier Gängen zugeordnet, mit denen die Gäste an den liebevoll gedeckten Tischen im „Via del Gusto verwöhnt wurden. Zusammen mit dem Begrüßungs-Prosecco, mehreren erlesenen Weinen vom Gardasee bis Sizilien und den detaillierten Erläuterungen des Gastgebers Jörg Meyer sowohl zu den Weinen als auch zu den mit Lebensmitteln aus dem Markt zubereiteten Gerichten, ergab sich ein kurzweiliger und im doppelten Sinne köstlicher Abend.

Johannes Engels Lesebühnen-Kollege Gerd Engel, der die Veranstaltung für Rheinbach liest e.V. betreute, konnte am Ende sogar eine Premiere als Zugabe ankündigen: Ein neues Gedicht seines Namensvetters mit der Kunstfigur „Herr Mey“, die er samt Ehefrau vor Jahren „aus Reimzwang“ erfand und die längst ein Eigenleben entwickelt hat. Der Applaus der beglückten Gäste war herzlich und lang. 

Johannes Engel, der mit seiner Gattin Claudia, zu allen Gängen eingeladen war, schmeckte nicht nur das hervorragende Essen. Dem Ehepaar gefiel es in dem anregend sortierten Ladenlokal auch sichtlich. So wurde es nach Programmende und abschließendem Espresso noch ein langer Abend. Die bei aller Genialität Engels beste Pointe lieferte unfreiwillig ein Gast, der zum Dichter an den Tisch kam, um ihm zu danken und dann den Erftstädter fragte: „Sind die Gedichte wirklich von Ihnen?“ Als Johannes Engel dies bestätigte, fragte der Gast noch einmal ungläubig nach: „Auch die lustigen?“

Die Reihe „Pasta, Poesia e Passione“ mit Rheinbach liest e.V. wird am 18. April fortgesetzt. Dann kommen Maria Dörrscheidt (Geige) und Antonello Simone (Akkordeon) mit ihrem Programm „Amore“ in die Via del Gusto. Auch dieser  Termin ist bereits ausgebucht, was laut Gerd Engel zeige, dass „unsere gemeinsam entwickelte Idee, Kulinarik mit Kultur und anregender Konversation zu verbinden, voll aufgeht und dem Leben in Rheinbach ein neues farbenprächtiges Glassteinchen ins Mosaik setzt.“
 

Jörg Meyer von Via del Gusto kann leidenschaftlich über Wein sprechen

Studie zu Deepfakes: H-BRS-Student Lukas Ben Dahlhausen erhält für Masterarbeit den Förderpreis Informationskompetenz

Preisübergabe (v.l.): H-BRS-Professorin Tanja Köhler, Till Bermbach, Lukas Ben Dahlhausen, Dr. Susannah Cremer-Bermbach, Hochschulpräsidentin Marion Halfmann. Foto: Martin Schulz/H-BRS


Studie zu Deepfakes: H-BRS-Student Lukas Ben Dahlhausen erhält für Masterarbeit den Förderpreis Informationskompetenz


Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) und die Stiftung Informationskompetenz haben Lukas Ben Dahlhausen mit dem Förderpreis Informationskompetenz ausgezeichnet. Der Absolvent des Studiengangs Wirtschaftspsychologie erhält den Preis für seine Masterarbeit mit dem Titel „Manipulation durch künstliche Intelligenz: Eine empirisch-quantitative Untersuchung zur Anfälligkeit für Täuschung durch Deepfakes im Vergleich zu textbasierter Desinformation". Der mit 1000 Euro dotierte Preis ist heute am internationalen Tag des Faktenchecks (2. April) übergeben worden.

„Die Masterarbeit von Lukas Ben Dahlhausen untersucht die Frage, wie anfällig Menschen für Desinformation sind und welche Rolle dabei Deepfakes im Vergleich zu textbasierten Falschinformationen spielen. Damit greift sie ein hochaktuelles Thema auf, das angesichts der zunehmenden Verbreitung KI-generierter Inhalte von großer gesellschaftlicher Bedeutung für demokratische Diskurse ist“, heißt es in dem Statement der Jury. „Durch eine fundierte theoretische Analyse und eine empirische Untersuchung zur Täuschungsanfälligkeit von Nutzerinnen und Nutzern liefert die Arbeit wichtige Erkenntnisse über die Wirkmechanismen digitaler Desinformation“, lobte das Gremium. Die Studie zeige auf, welche Faktoren Menschen besonders anfällig für Fake News und Deepfakes machen, und gebe damit wertvolle Impulse für Forschung und Medienpraxis zur Stärkung von Informationskompetenz.

Desinformationen sind falsche oder irreführende Informationen, die absichtlich verbreitet werden, um Personen oder Institutionen zu schaden. Mit der Weiterentwicklung der technologischen Möglichkeiten steigt auch die Herausforderung, Manipulationen als solche zu erkennen. Um dieser gefährlichen Entwicklung entgegenzuwirken und die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Desinformation zu erhöhen, haben die H-BRS und die Stiftung Informationskompetenz vor zwei Jahren den „Förderpreis Informationskompetenz“ ins Leben gerufen. Er richtet sich an alle Studierenden der H-BRS und würdigt einmal jährlich die beste Abschlussarbeit zum Thema „Desinformation“.

„Der Förderpreis Informationskompetenz würdigt wissenschaftliche Arbeiten, die sich in besonderer Weise mit der Analyse und Eindämmung von Desinformation auseinandersetzen“, sagt Tanja Köhler, Professorin für digitalen Journalismus an der H-BRS. „Gerade vor dem Hintergrund einer wachsenden Verbreitung irreführender Inhalte ist es von großer Bedeutung, Forschung hervorzuheben, die Orientierung bietet, den kritischen Umgang mit Informationen stärkt und Impulse für eine sachlich fundierte öffentliche Diskussion liefert.“ Professorin Tanja Köhler hat den Preis gemeinsam mit Dr. Susannah Cremer-Bermbach und Till Bermbach von der Stiftung Informationskompetenz initiiert. Das Stifterpaar betont die gesellschaftliche Relevanz des Preises: „Wenn wir weiterhin in einer demokratischen Gesellschaft leben wollen, müssen wir alle entschieden gegen Desinformation vorgehen. Deshalb möchten wir junge Menschen fördern, die auch wissenschaftlich zur Eindämmung der damit verbundenen Probleme und Gefahren im Medienbereich beitragen wollen.”

Der Jury gehörten an: Prof. Dr. Tanja Köhler (Professorin für digitalen Journalismus an der H-BRS, Initiatorin des Preises und Jury-Vorsitzende), Prof. Dr. Susanne Keil (Professorin für Journalismus, H-BRS), Joscha Weber (Head of Fact-Checking, Deutsche Welle), Dr. Susannah Cremer-Bermbach (Stiftung Informationskompetenz und Initiatorin des Preises) und Jürgen Theisen (Stiftung Informationskompetenz). 

Nächster Vortrag der Archivfreunde

Das Städtische Gymnasium befand sich ursprünglich an der Ecke Pallottistr./Am Voigtstor. Repro: Stadtarchiv Rheinbach

Nächster Vortrag der Archivfreunde 


Zu einem Vortrag mit Buchvorstellung unter dem Titel „Sechs vaterlose Brüder - Kindheit und frühe Jugend in Ludendorf im Bonner Land 1939 bis 1959“ laden die Freunde des Archivs der Stadt Rheinbach alle Interessierten herzlich ein.

Der Vortragsabend findet am Montag, 20. April 2026, um 19:00 Uhr im Ratssaal des Glasmuseums Rheinbach, Himmeroder Wall 6, statt.

Der Referent und Buchautor Josef Wißkirchen, geb. 1939, ist in Ludendorf großgeworden. Sein Vater war Schmied. Am Dorfrand errichtete er mit seinen Brüdern eine große Werkstatthalle für ein Hammerwerk und den Bau von Anhängern für die Landwirtschaft und die Organisation Todt. 1942 kam er an die Ostfront und starb 1945 in russischer Gefangenschaft. Seine junge Frau stand mit sechs kleinen Kindern alleine da. 

In seinem Buch und in seinem Vortrag erinnert Josef Wißkirchen an die Fähigkeit seiner Mutter, das Überleben der Familie in den Not- und Hungerjahren 1946/47 zu sichern. Präzise schildert er auch Brauchtum und Alltagsleben im Ort. Eine neue Welt erschloss sich ihm mit dem Wechsel an das Städtische Gymnasium in Rheinbach, das er von 1949 bis 1958 besuchte. Bei Wind und Wetter fuhr er mit dem Fahrrad dorthin. Er spricht an diesem Abend ausführlich über seine Lehrer und analysiert, wie sehr die Nazizeit ihre Biografien erschütterte.

Der vielfach ausgezeichnete Forscher lebt heute als Studiendirektor i. R. in Pulheim-Stommeln.

Das 282 Seiten umfassende Buch kann am Vortragsabend erworben werden.