Dienstag, 6. Oktober 2026

Studentischer Motorsportverein blickt auf die Saison zurück

Spurtstark und wendig: Der vollelektrische G26e-Renner beeindruckt mit seiner Performance. Foto: Martin Schulz/H-BRS

Rennstreckenatmosphäre auf dem Campus der H-BRS: 

Studentischer Motorsportverein blickt auf die Saison zurück

Das studentische Motorsportteam der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat bei seiner Saisonabschlussfeier am Freitag, 2. Oktober, Bilanz eines ereignisreichen Rennjahres gezogen. Höhepunkt war die Formula Student France: Mit dem Elektro-Rennwagen G26e „Eduard“ belegte das Team jeweils den dritten Platz in den Disziplinen Endurance und Efficiency und Rang neun in der Gesamtwertung. Das junge Team hat auch schon die kommende Rennsaison im Blick: Für den neuen Rennwagen entwickelt es neue Motoren und eine neue Aerodynamik.

Für ein paar Stunden wurde der Parkplatz der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin zur Rennstrecke, Boxengasse und Zuschauerbereich inklusive. Die Studierenden des Hochschul-Motorsportvereins hatten die komplette Fläche gesperrt und mit grün-weißen Pylonen einen Rundkurs markiert. Und der hatte es durchaus in sich: Mit Haarnadelkurven, Spitzkehren und kurzen Geraden war er ein verkleinertes Abbild der Strecken, auf denen bei den internationalen Rennsportwettbewerben der „Formula Student“ gefahren wird. Höchste Konzentration und große Wendigkeit waren auch hier gefragt, immerhin kann der vollelektrische Rennwagen in etwa 2,3 Sekunden von 0 auf 100 Kilometer pro Stunde beschleunigen. Diese Geschwindigkeit fuhren die Piloten auf dem engen Parcours bewusst nicht, das Tempo und die Präzision, mit der der Renner um die engen Kurven zirkelte, beeindruckten dennoch. Die Studierenden des Vereins BRS Motorsport hatten sich einiges einfallen lassen, um Rennstreckenatmosphäre auf den Parkplatz zu bringen. Getränke- und Bratwurststand hatten sie ebenso aufgebaut wie einen abgetrennten Zuschauerbereich und Lautsprecher für Kommentare zum Geschehen. Die Gäste der Saisonabschlussfeier sollten, so die Idee, die Atmosphäre der Wettbewerbe nachempfinden können.

Zuvor hatten die Studierenden im großen Hörsaal die abgelaufene Rennsaison noch einmal Revue passieren lassen. Vor Sponsorinnen und Sponsoren, Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Hochschulangehörigen berichteten Teammitglieder von Erfolgen und Rückschlägen – und davon, was es braucht, um einen selbst entwickelten Rennwagen unter Wettbewerbsbedingungen an den Start zu bringen.

Bei den Wettbewerben der Formula Student treten Studierendenteams mit selbst konstruierten und gebauten Formelrennwagen gegeneinander an. Bewertet werden sowohl dynamische Disziplinen auf der Strecke als auch das technische Fahrzeugkonzept, Kostenanalyse und Geschäftsmodell.

Den Grundstein für die Saison legte das Team von BRS Motorsport früh. Nach dem Roll-out im Mai absolvierte der G26e genannte Rennwagen bereits am 19. Mai seine erste Testfahrt – so früh wie seit Jahren kein neues Modell des Vereins. Es folgten Testtage auf dem Flugplatz Bonn-Hangelar sowie ein gemeinsames Testevent mit anderen Formula-Student-Teams in Paderborn.

Der rund 200 Kilogramm schwere G26e wird von vier Elektromotoren mit insgesamt 80 Kilowatt Leistung angetrieben. Für die Saison hatten die Studierenden unter anderem die Aerodynamik an ein neues Regelwerk angepasst, ein wirkungsgradoptimiertes Getriebe entwickelt, das Batterie-Management-System neu aufgebaut und das Carbon-Monocoque überarbeitet. Der Rennwagen ist mehr als fünf Kilogramm leichter als sein Vorgänger und wurde zudem wartungsfreundlicher konstruiert.

Beim ersten internationalen Wettbewerb, der Formula Student Czech auf dem Autodrom Most, bestand das Team die anspruchsvolle technische Abnahme und absolvierte anschließend den Autocross. Aber in der Ausdauerdisziplin musste BRS Motorsport nach acht Runden aufgeben. Am Ende standen Platz zwölf in der Business-Plan-Präsentation und Rang 26 in der Gesamtwertung.

Deutlich besser lief es Ende August bei der Formula Student France auf dem Testgelände Transpolis nahe Lyon. Als erstes Fahrzeug des Wettbewerbs bestand der G26e sämtliche technischen Abnahmen. Ein technisches Problem führte zwar zu einem Ausfall im Autocross, doch die Studierenden brachten das Auto rechtzeitig für die entscheidende Ausdauerprüfung wieder an den Start.

Noch am Vorabend war es aufgrund von Problemen mit den Motoren ungewiss, ob der Rennwagen zur Ausdauerprüfung auf der Langstrecke würde antreten können. Bei diesem Teil des Wettbewerbs, auch „Endurance“ genannt, muss der Rennwagen nicht nur seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen, sondern auch seine Zuverlässigkeit und Effizienz über eine Distanz von 22 Kilometern. Er muss konstant hohe Leistungen erbringen und dabei effizient mit den Ressourcen umgehen.

Dann gelang der Durchbruch: Der G26e bewältigte alle 18 Runden und überquerte die Ziellinie. Es war der erste vollständig absolvierte Endurance von BRS Motorsport seit vier Jahren. Die Belohnung folgte am Abend mit zwei Pokalen: Platz drei im Endurance und Platz drei in der Efficiency. Auch in den übrigen Wertungen behauptete sich das Team in einem starken internationalen Feld. In der Gesamtwertung bedeuteten 315 Punkte Rang neun.

„Die Saison 2026 war eine wirklich herausfordernde Saison. Über die Entwicklungs-, Fertigungs- und Eventzeit gab es immer wieder Rückschläge, die wir als Team gemeinsam gemeistert haben. Mit dem 3. Platz im Endurance und in der Efficiency konnten wir wirklich stark die Saison beenden. Ich bin stolz auf das Team und was wir geleistet haben!“, sagt Bernhard Winkelhake, Informatik-Student und Teamleiter von BRS Motorsport.

Eng verbunden bleibt das Motorsportprojekt mit Studium und Lehre. Rund um die Entwicklung des Rennwagens sind mehrere Bachelor- und Masterarbeiten entstanden. Zwei Studierende absolvieren derzeit ihr Praxissemester im Team. Zugleich hat der Verein weitere Unterstützer aus Wirtschaft und Industrie gewonnen. Geplant ist außerdem ein Austausch mit einem Formula-Student-Team an einer Partnerhochschule im kanadischen New Brunswick.

Auch für die motorsportbegeisterten Studentinnen und Studenten gilt das Motto „Nach dem Wettbewerb ist vor dem Wettbewerb“: Mit den Vorbereitungen für die Saison 2027 haben sie längst begonnen. Mit der neuen Teamleiterin, Maschinenbau-Studentin Antonia Arweiler, formiert sich eine neue Teamleitung, während die Testfahrten weitergehen und der neue Rennwagen auf dem digitalen Reißbrett entsteht. Bei dem 2027er-Modell soll vieles anders werden. Vorgesehen sind neue Motoren, ein neues Chassis und eine neu entwickelte Aerodynamik. Viel Arbeit liegt also vor dem jungen Team – zusätzlich zum Studium.

**INFO**

Die Studierenden von BRS Motorsport entwickeln auf dem Campus Sankt Augustin für jede Rennsaison einen neuen Rennwagen; gebaut wird er in ihrer Werkstatt in Siegburg. Die Gruppe besteht seit 2007, ist als Verein organisiert und nimmt regelmäßig an Wettbewerben der Formula Student in Europa teil. Seit 2014 baut sie ausschließlich elektrisch angetriebene Wagen. Das Team hat rund 60 Mitglieder und steht Studierenden aller Fachbereiche offen. Die Mitarbeit ist in das Lehrangebot der Hochschule eingebettet und wird von Professor Dirk Reith betreut. 

ROG26 steht bevor: Rheinbachs Unternehmen öffnen am 9. Oktober ihre Türen


ROG26 steht bevor: Rheinbachs Unternehmen öffnen am 9. Oktober ihre Türen


32 Stationen, drei Shuttle-Linien, kostenfreie Einblicke in Rheinbachs Wirtschaft und ein gemeinsamer Abschluss im GTZ: Am Freitag, 9. Oktober 2026, findet erstmals der ROG26 – RheinbachTag des offenen Gewerbegebiets statt. Von 15:00 bis 21:00 Uhr erhalten Besucherinnen und Besucher Einblicke in Unternehmen, Werkstätten, Produktionshallen, Büros und Arbeitsbereiche, die sonst häufig nicht öffentlich zugänglich sind.

An 32 Stationen zeigen Rheinbacher Betriebe, was vor Ort entwickelt, produziert, geplant, organisiert und bewegt wird. Die Bandbreite reicht von Industrie und Produktion über Handwerk, Technologie und Dienstleistungen bis hin zu Ausbildungs- und Karriereangeboten. Der ROG26 richtet sich damit an die breite Öffentlichkeit ebenso wie an Schülerinnen und Schüler, Studierende, Fachkräfte, Jobsuchende, Familien, Nachbarn und alle Interessierten.

„Mit dem ROG26 möchten wir zeigen, wie vielfältig und leistungsstark der Wirtschaftsstandort Rheinbach ist. Viele Unternehmen leisten hier tagtäglich Beeindruckendes, ohne dass die Öffentlichkeit davon viel mitbekommt. Am 9. Oktober öffnen sie ihre Türen und machen genau diese Arbeit erlebbar“, sagt Dr. Joachim Rasch, Geschäftsführer der WFEG.

Alle zentralen Informationen zur Veranstaltung sind unter www.rheinbachtag.de abrufbar. Dort finden Interessierte die Übersicht der teilnehmenden Unternehmen, das Programm, Standorte, Besuchshinweise sowie Informationen zu den drei Shuttle-Linien, die die Gewerbegebiete miteinander verbinden.

Die Teilnahme am ROG26 ist kostenfrei. Die meisten Angebote können spontan besucht werden. Für einzelne Führungen, Besuche und Programmpunkte ist aufgrund begrenzter Kapazitäten oder betrieblicher Sicherheitsvorgaben jedoch eine vorherige Reservierung erforderlich. Die Reservierungsmöglichkeit wird am 5. Oktober 2026 um 10:00 Uhr über die Projektwebsite freigeschaltet. Entsprechende Programmpunkte sind dort gekennzeichnet.

Ein fester Bestandteil des ROG26 ist auch die gemeinsame Abschlussveranstaltung am Abend. Ab 20:00 Uhr lädt der ROG26 zum Get-together ins Gründer- und Technologiezentrum Rheinbach ein. Dort klingt der Tag mit Live-Musik von The Magic of Coldplay, Essen, Getränken und Gelegenheit zum Austausch aus.

Getragen wird der ROG26 von der WFEG, der Stadt Rheinbach und dem Gewerbeverein Rheinbach. Das Projekt wird gefördert mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.

Weitere Informationen zum Programm, zu den teilnehmenden Unternehmen, Shuttle-Linien und Reservierungshinweisen finden Interessierte unter: www.rheinbachtag.de 

 

Montag, 5. Oktober 2026

Spontanes Vorlesen im Theater am Lohmarkt

Eva Kraiss und Michael Baute sind weit über das Rheinland hinaus bekannt für spontanes Vorlesen

Spontanes Vorlesen im Theater am Lohmarkt


Rheinbach lässt sich vorlesen! Nach der Sommerpause startet wieder das beliebte Impro-Vorlese-Format „Ohne Probe ganz nach obe“. Am Donnerstag, den 15. Oktober ab 20.00 Uhr (Einlass 19:00 Uhr) lesen die Schauspieler Eva Marianne Kraiss und Michael Baute im Theater am Lohmarkt spontan alles vor, was ihnen das vergnügte Publikum unter die nostalgische Leselampe legt. Der Eintritt ist frei.

Zwei Schauspieler, eine altmodische Leselampe, eine kitschige Teekanne und ein Stapel mit Büchern und Lesetexten aller Art. Mehr braucht es nicht für einen vergnüglichen Abend. Eva Marianne Kraiss, Wahlkölnerin mit Rheinbacher Wurzeln verspricht: „Wir lesen wirklich alles vor, was man uns hinlegt – von der Speisekarte, über das Benimmbuch aus den 60er Jahren, bis hin zu Weltliteratur aus dem Offenen Bücherschrank.“ Und Traumschiffexperte Michael Baute aus Wuppertal sekundiert schmunzelnd: „Wir bringen wieder die Überraschungsillustrierte von der Raststätte Peppenhoven mit, alles andere ist Aufgabe des Publikums.“ 

Das geniale Impro-Format hat längst viele Fans in der Voreifel und im Vorgebirge, auch weil mit dem Theater am Lohmarkt eine attraktive regelmäßige Spielstätte für „Ohne Probe …“ entstanden ist. Hier passt das interaktive Vorlesevergnügen perfekt hin. Sobald der Überraschungstee des Lohmarkt-Teams eingeschenkt ist, werfen sich Kraiss und Baute die Bälle in dem kuscheligen Raum nämlich äußerst unterhaltsam zu, und das Publikum darf mitfangen. Die beiden machen aus jeder Situation Situationskomik. Dieses Format sucht Seinesgleichen. Aber auch besinnliche Texte bekommen einen würdigen Vortrag. Die beiden befreundeten Schauspieler sind nicht nur popkulturell auf dem neuesten Stand, sondern auch absolute Vorlesekünstler. 

Einlass zu „Ohne Probe ganz nach obe“, der Kooperationsveranstaltung von Rheinbach liest e.V. mit dem Theater am Lohmarkt (Eingang Deinzer Platz 33), ist am 23. April ab 19:00 Uhr, Beginn um 20:00 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Hutspende wird erbeten. 
 

Freitag, 2. Oktober 2026

Tiger und Bär zu Besuch in der Glasstadt: Figurentheater für Rheinbacher Kinder

Figurenspieler Stephan Wunsch vom Theater Rosenfisch 

KSK Filialdirektor Sebastian Greven als Unterstützer freute sich mit Hausherrin und den Initiatoren von Rheinbach liest e.V über eine gelungene Rheinbach-Premiere

Tiger und Bär zu Besuch in der Glasstadt: Figurentheater für Rheinbacher Kinder


Auf Einladung von Rheinbach liest e.V. spielt das Aachener Figurentheater „rosenfisch“ im Herbst acht Vorstellungen von Janoschs „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“ für insgesamt rund 800 Kinder im Vor- und Grundschulalter. Eine großzügige Unterstützung der „Stiftung Kreissparkasse – Für uns Pänz“ für den Kulturverein und sein Projekt macht es möglich. Am 7. November um 15:00 Uhr gibt es eine öffentliche Veranstaltung für Kinder von 3 bis 99 Jahren im Jugendzentrum Live St. Martin. Der Vorverkauf in der Rheinbacher Buchhandlung kunterbunt läuft.

Rheinbach liest e.V., der in diesem Jahr sein 15-jähriges Jubiläum feiert, hat sich im Rahmen eines neuen Projekts vorgenommen, regelmäßig gutes Figurentheater für Kinder in und um Rheinbach anzubieten. „Es ist eine spannende Form der Vermittlung von Literatur und Sprache und regt zum Nachahmen an“, erklärt Gerd Engel vom Projektteam. „Zugleich leistet hochwertiges Figurentheater immer auch einen Beitrag zur ästhetischen und ethischen Erziehung.“

In diesem Jahr feiert der bekannte Künstler und Kinderbuchautor Janosch seinen 95. Geburtstag. Der „Erfinder“ des Kleinen Tigers und des Kleinen Bären hat in sechs Geschichten sehr klug und humorvoll über Freundschaft und das Leben geschrieben. Das vielfach ausgezeichnete Figurentheater „rosenfisch“ aus Aachen hat die vierte der Geschichten wunderbar inszeniert und wurde nach der persönlichen Begutachtung der Premiere in Aachen von Rheinbach liest e.V. in die Glasstadt eingeladen. Gutes Figurentheater ist wertvoll, hat aber auch seinen seinen Preis. So etwas können bzw. wollen sich daher oft nur wenige Familien leisten. Durch die Unterstützung der „Stiftung Kreissparkasse – Für uns Pänz“ konnten die Aufführungen als Schulveranstaltungen stark subventioniert und in ihrer Wirkung auf Sprach- und Leseförderung verstärkt werden.

Bereits vor den Sommerferien wurden rund 40 Sammelbände mit Janoschs insgesamt sechs Tiger-und-Bär-Geschichten an die Rheinbacher Grundschulen und Kitas verschenkt. „Durch den Vorleseimpuls sollten die Kinder den Figurenkosmos und vielleicht sogar die spezielle Geschichte schon kennenlernen dürfen“, erläutert Elke Dietrich-Rein aus dem Projekt-Team.

Am Starttag kamen Kinder der KGS St. Martin, der Grundschule Flerzheim sowie Vorschulkinder der Kitas Lurheck, Sankt Helena, Am Stadtpark und des Naturkindergartens zu den ersten beiden Aufführungen in die zentral gelegene Aula der GGS Sürster Weg und warteten gespannt auf die gespielte Geschichte „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“. Der kleine Tiger möchte krank sein und sich von seinem Freund, dem kleinen Bären verwöhnen und pflegen lassen. Dazu gehören ein Verband, eine Suppe, lieber Besuch und am Ende sogar ein aufregender Krankenhausaufenthalt. Das alles ist auf einer Ebene irre komisch und voller Dialogwitz und Slapstick, regt aber auch zum Nachdenken über Freundschaft, Fürsorge und unterschiedliche Bedürfnisse an. Stephan Wunsch spielt offen – ohne einen „Kasperle-Guckkasten“ - und hat dazu mit seiner Ehefrau und Bühnenbildnerin Vera Wunsch um einen alten Sonnenschirm herum ein höchst interessantes Bühnenarrangement gebaut, das unterschiedliche Spieltechniken ermöglicht. Die Präzision und Leichtigkeit von Stephan Wunschs Spiel, seine stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten, die Vielfalt an Dialekten und die kleinen humorvollen Anspielungen - auch für die Erwachsenen im Publikum – machen die Inszenierung zu einem Gesamtkunstwerk.

Eindrucksvoll war zu sehen, dass das Zusammenspiel aus Entschleunigung und Aktion, unverstärkter Stimme, Live-Musik, analogem Figurenspiel und authentischer Begegnung mit dem Puppenspieler die Kinder faszinierte und mitriss. „Wir glauben, dass es genau dieser Ansatz ist, der zur Nachahmung ermuntert und die Fantasie beflügelt“, meint Bernadette Spreer. „Neben der Vor- und Nachbereitung durch das Vorlesen soll ja auch das eigene Spiel angeregt werden und damit sprachfördernde Akzente setzen.“ Der Vereinsvorsitzenden Monika Flieger ist insbesondere der Aspekt der Leseförderung wichtig: „Die Janosch-Geschichten eignen sich gut auch zum ersten eigenen Lesen ab der Klasse 2. Die Aufführung war pure Lesemotivation.“ Bei KSK-Filialdirektor Sebastian Greven konnte sie sich gleich persönlich bedanken. Der war nämlich am ersten Spieltag auch in die Grundschulaula gekommen und befand anschließend: „Ein ganz tolles Projekt, das die Kinder, aber auch mich wirklich begeistert hat.“ Mehr als zufrieden war auch Figurenspielkünstler Stephan Wunsch: „Die Betreuung durch den Verein und die gastgebende Schule war optimal. Der Spielort, die kleine verdunkelbare Aula mit Bühne und ansteigenden Sitzreihen, ist für mein Spiel perfekt.“

In insgesamt sieben geschlossenen Veranstaltungen am Vormittag werden alle Erst- und Zweitklässler Rheinbachs erreicht und noch einmal mehr als hundert Vorschulkinder. Am 7. November um 15:00 Uhr gibt es in Kooperation mit der Öffentlichen Bücherei St. Martin noch eine öffentliche Veranstaltung im Jugendzentrum Live St. Martin. Der Vorverkauf zum subventionierten Preis von 2 € bzw. 5 € (Erwachsene) in der Buchhandlung kunterbunt läuft. Das Projekt „Figurentheater für Rheinbacher Kinder“ soll im nächsten Jahr fortgesetzt werden.
 

Käpt’n Book in Rheinbach



Käpt’n Book in Rheinbach

Jasmin Schaudinn begeistert Grundschulkinder


Rheinbach. Das rheinische Lesefest „Käpt’n Book“ hat den Grundschülern in Rheinbach einen besonders lebendigen Lesetag beschert. Auf Einladung der Öffentlichen Bücherei St. Martin war die Kinderbuchautorin Jasmin Schaudinn am Donnerstag den 1.10.2026 für zwei interaktive Lesungen in der Stadt zu Gast.

Zunächst kamen die dritten Klassen der Grundschule St. Martin in den Genuss einer Lesung. Jasmin Schaudinn stellte ihr Buch „Hiro, der Drache“ vor. Mit ihrer offenen Art bezog sie die Kinder direkt in das Geschehen ein: Die Schülerinnen und Schüler waren nicht nur stille Zuhörer, sondern bewiesen bei verschiedenen Spielen ihr „Abenteuer-Talent“, lachten und durften der Autorin Fragen stellen.

Direkt im Anschluss öffnete die Grundschule St. Martin ihre Aula für eine zweite Veranstaltung: Die vierten Klassen der GGS Sürster Weg waren zu Gast, um gemeinsam in die Geschichte „Der Päckchensommer“ zu starten. Auch hier saßen die Kinder nicht nur leise im Publikum, sondern wurden zwischendurch immer wieder eingeladen, bei kleinen Aktionen selbst aktiv zu werden und mitzumachen.

Sowohl das Team der Bücherei St. Martin als auch die Lehrkräfte zeigten sich begeistert über die gelungene Kooperation, die den Kindern ein unvergessliches Leseerlebnis ermöglichte. 

Planung zum Wohnen im „Weilerfeld II“ wird vorgestellt

Weilerfeld II - Foto: Stadt Rheinbach

Einladung zur Bürgerinformationsveranstaltung

Planung zum Wohnen im „Weilerfeld II“ wird vorgestellt


Im Südosten der Rheinbacher Kernstadt soll neuer Wohnraum entstehen. Auf Grundlage der dafür notwendigen Bauleitplanungen sollen die Voraussetzungen für neue und zeitgemäße Wohnangebote, insbesondere für das familienbezogene Wohnen im eigenen Haus, geschaffen werden.

„Die Stadt Rheinbach möchte die Planungen frühzeitig vorstellen und die Öffentlichkeit daran beteiligen. Deshalb lade ich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich zu einer Informationsveranstaltung ein.“, so Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel.

  • Mittwoch, 14. Oktober 2026, 18:00 Uhr
  • Mensa der Gesamtschule Rheinbach
  • Villeneuver Straße 5, 53359 Rheinbach

Im Rahmen der Veranstaltung informieren Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Rheinbach gemeinsam mit beteiligten Planungs- und Gutachterbüros über:

  • die Planungsinhalte im ersten Planungsabschnitt,
  • die Ergebnisse der bereits vorliegenden Fachgutachten,
  • die Ziele für die weiteren Planungsabschnitte sowie
  • den weiteren Ablauf der Verfahren und Beteiligungsmöglichkeiten

Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen rund um das Planungsvorhaben und zu den Ergebnissen der Gutachten zu stellen, Anregungen abzugeben und mit den Verantwortlichen ins Gespräch zu kommen.

Eine Beteiligung zum Planverfahren ist auch in schriftlicher Form möglich. Stellungnahmen können im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB sowohl vor als auch nach der Bürgerinformationsveranstaltung innerhalb der Beteiligungsfrist vom 08.10.2026 bis 10.11.2026 per E-Mail an: planung@stadt-rheinbach.de gesendet werden 

Kinder und Jugendliche zeigen Interesse an der Mitgestaltung Rheinbachs

Die Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Rheinbach bei einer Aktion im Stadtpark. Foto: Stadt Rheinbach

Kinder und Jugendliche zeigen Interesse an der Mitgestaltung Rheinbachs

• 756 junge Menschen haben ihre Wünsche geäußert
• Themenschwerpunkte liegen im unmittelbaren Lebensumfeld


Im letzten Jugendhilfeausschuss am 24. September wurden die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbefragung der Stadt Rheinbach vorgestellt. Eindeutig war die Erkenntnis, dass junge Menschen ihre Stadt mitgestalten möchten.

„Die Befragung hat nicht nur gezeigt, was Kinder und Jugendliche in Rheinbach möchten. Sie hat uns auch gezeigt, wie sie beteiligt werden möchten. Jetzt geht es darum, aus dieser Befragung eine dauerhafte Beteiligungsstruktur zu entwickeln“, erläutert Lena Bölinger von der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung.

Die Kinder- und Jugendbefragung bildet den Auftakt zur Umsetzung des Rheinbacher Konzepts zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Von März bis Juli 2026 äußerten insgesamt 756 junge Menschen im Alter von sechs bis 18 Jahren ihre Wünsche. Die Ergebnisse spiegeln ein großes Interesse: Unter den jüngeren Befragten möchten sich 81,6 Prozent beteiligen. Bei den 10- bis 18-Jährigen ist es 87,7 Prozent wichtig, Rheinbach mitgestalten und eigene Ideen einbringen zu können.

Im Mittelpunkt stehen Themen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld: Treff- und Aufenthaltsorte, Spiel- und Sportmöglichkeiten, Freizeitangebote, Umwelt und Sauberkeit sowie Mobilität und Verkehrssicherheit. Gewünscht werden unter anderem ein Bikepark oder Pumptrack, weitere Grünflächen, gemeinsame Müllsammelaktionen und ein Kino.

Interesse besteht an unterschiedlichen Wegen der Mitwirkung, von einer möglichen Jugendvertretung bis hin zu offenen, projektbezogenen und digitalen Angeboten. Die Auswertung dient als Grundlage für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung in Rheinbach.

Die Ergebnisse werden vom 19. bis 25. Oktober im Rathausfoyer und vom 26. Oktober bis 1. November in der Passage des Raiffeisenhauses präsentiert.

Anschließend ist die Ausstellung an den weiterführenden Schulen in Rheinbach zu sehen. 

Neue Nachhaltigkeitskarte der Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht

Neue Nachhaltigkeitskarte der Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht - Bürgerinnen und Bürger können aktiv mitgestalten

Die Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht ihre Nachhaltigkeitskarte am 5. Oktober. Sie bietet erstmals einen transparenten, leicht zugänglichen Überblick über nachhaltige Angebote, Projekte und kommunale Maßnahmen aller sechs Kommunen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Die Karte zeigt, wie sich die Region in zentralen Bereichen wie Mobilität, Energie, Bildung, Klimaanpassung und sozialem Miteinander weiterentwickelt – übersichtlich, verständlich und an einem Ort gebündelt: https://beteiligung.nrw.de/k/1028225

Mit der Veröffentlichung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Karte macht sichtbar, wo nachhaltige Entwicklung bereits heute konkret zur Steigerung der Lebensqualität in der Region beiträgt. Gleichzeitig bleibt sie bewusst offen für weitere Ergänzungen. Dabei setzen die Kommunen auf eine aktive Beteiligung der Bürgerschaft, um die Übersicht aktuell, vollständig und praxisnah zu halten.
„Die Menschen in unseren Städten und Gemeinden suchen nach nachhaltigen Angeboten für die unterschiedlichsten Aspekte im Alltag – vom Einkaufen bis zu Mobilitätsangeboten. Durch eine gemeinsame Nachhaltigkeitskarte der Kommunen in der Klimaregion Rhein-Voreifel bringen wir diese Nachfrage und unsere vielfältigen lokalen Angebote noch besser zusammen.“, so LIZ- Vorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Alfter, Christian Lanzrath.

Was die Karte bietet

  • regionale Übersicht — Alle nachhaltigen Angebote und Projekte der sechs Kommunen in einer gemeinsamen Karte.
  • transparente Fortschritte — Nachvollziehbare Darstellung kommunaler und interkommunaler Maßnahmen.
  • alltagsrelevante Informationen — Orientierung zu Mobilität, Grünflächen, Energieprojekten, Kultur- und Bildungsangeboten sowie sozialen Treffpunkten und nachhaltigem Konsumverhalten.
  • Beteiligungsmöglichkeiten — Bürgerinnen und Bürger können eigene Hinweise, Ergänzungen und neue Fundstellen melden.

Die Nachhaltigkeitskarte ist ein lebendiges Instrument. Viele nachhaltige Angebote entstehen lokal, kleinteilig und oft durch bürgerschaftliches Engagement. Damit diese Vielfalt transparent und für alle sichtbar wird, setzen die Kommunen auf die Mithilfe der Menschen vor Ort. Jede Meldung trägt dazu bei, die Karte weiter zu verbessern und die nachhaltige Entwicklung der Region noch transparenter abzubilden. 

Ausblick

Die Karte wird fortlaufend Aktualisierung und Weiterentwicklung erfahren. Es sollen stetig weitere Kategorien, Beteiligungsformate und regionale Schwerpunktbereiche ergänzt werden. Die Klimaregion Rhein-Voreifel lädt alle Interessierten herzlich ein, die Karte zu nutzen und aktiv mitzugestalten. 

Mehr Wohnraum, gute Grünstrukturen und Vorsorge vor Starkregen


Mehr Wohnraum, gute Grünstrukturen und Vorsorge vor Starkregen


Die SPD-Fraktion unterstützt die weitere Entwicklung des Baugebiets Weilerfeld II. Mit dem geplanten Quartier kann dringend benötigter Wohnraum geschaffen und zugleich eine nachhaltige und klimaangepasste städtebauliche Entwicklung vorangebracht werden.

Nach den aktuellen Planungen sollen auf einer Fläche von rund 6,7 Hektar etwa 206 Wohneinheiten entstehen. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohnformen: rund 42 Wohnungen in Doppelhäusern, 62 in Reihenhäusern sowie etwa 102 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Für die SPD-Fraktion ist besonders erfreulich, dass die Notwendigkeit der Entwicklung von Weilerfeld II inzwischen von einer breiten Mehrheit der Ratsfraktionen unterstützt wird. Die SPD hatte sich bereits in der vergangenen Wahlperiode und im Kommunalwahlkampf dafür ausgesprochen, vorhandene Potenziale für neuen Wohnraum konsequent zu nutzen und die Entwicklung des Weilerfelds voranzubringen.

„Wir haben immer deutlich gemacht, dass Rheinbach zusätzlichen Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen braucht. Deshalb begrüßen wir sehr, dass die Entwicklung des Weilerfelds inzwischen auf eine breite politische Unterstützung trifft. Das zeigt, dass die Notwendigkeit, jetzt zeitnah neuen Wohnraum zu schaffen, zunehmend erkannt wird. Diese Chance sollten wir nutzen und die weiteren Planungen zügig voranbringen“, erklärt Arne Ritter, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Das Weilerfeld II bietet dabei die Möglichkeit, unterschiedliche Wohnformen miteinander zu verbinden. Neben Doppel- und Reihenhäusern ist ein erheblicher Anteil an Wohnungen in Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Damit kann ein vielfältiges Wohnangebot entstehen.

Ein besonderes Augenmerk legt die SPD auf Klimaanpassung, Grünstrukturen und den Schutz vor Starkregen. Die aktuellen Planungen sehen unter anderem Retentionsflächen und Regenrückhaltebecken vor.

„Bei der Planung eines neuen Wohngebiets müssen wir von Anfang an mehr als nur die Zahl der Wohneinheiten im Blick haben. Wohnraum, Verkehr, Grünflächen, Klimaanpassung und Starkregenvorsorge müssen zusammen gedacht werden. Die aktuellen Planungen schaffen dafür eine gute Grundlage, die wir im weiteren Verfahren konsequent weiterentwickeln wollen“, erklärt Timo Janitschke, Mitglied der SPD-Fraktion im zuständigen Ausschuss.

Die SPD-Fraktion wird den weiteren Planungsprozess konstruktiv begleiten. Ziel bleibt, das Weilerfeld II zügig zu entwickeln, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und dabei die Anforderungen an eine klimaangepasste und lebenswerte Stadtentwicklung miteinander zu verbinden.

Auf die Informationsveranstaltung der Stadt Rheinbach zum neuen Wohngebiet Rheinbach Süd am 14.10.2026, 18 Uhr in der Mensa der Gesamtschule Rheinbach weisen wir hin. 

Internationaler Tag der Mieter: Wohngeld darf nicht zum Sparschwein des Bundes werden

Internationaler Tag der Mieter: Wohngeld darf nicht zum Sparschwein des Bundes werden

Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr begrüßt die Kritik des Bundesrates an den geplanten Einschnitten – Tausende Mieterinnen und Mieter in der Region wären betroffen


Bonn - Zum Internationalen Tag der Mieter am 5. Oktober warnt der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr vor den geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, die für 2027 vorgesehene Fortschreibung des Wohngeldes auszusetzen, die Heizkostenkomponente zu halbieren und die Wohngeldformel zu verändern. Der Bundesrat hat sich im ersten Durchgang am 25. September kritisch zu dem Vorhaben positioniert. Das Gesetzgebungsverfahren geht nun im Deutschen Bundestag weiter.

„Das Wohngeld ist ein zentrales Instrument, damit Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihre Wohnung halten können. Gerade in einer Hochpreisregion wie Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis wären Kürzungen eine sozialpolitische Katastrophe. Sie würden Tausende Haushalte hier vor Ort – in Bonn, Siegburg, Sankt Augustin, Troisdorf, Bornheim und den übrigen Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises treffen“, kommentiert Katja Dörner, Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.

Betroffen wären insbesondere Kinder, Jugendliche und alleinstehende Familien, da der vorprogrammierte Rausfall aus dem Wohngeld mit dem Wegfall von weiteren Leistungen (u.a. Kindersofortzuschlag, Bildungs- und Teilhabepaket) verbunden wäre und die Armut und Not bis hin zu drohender Obdachlosigkeit weiter vertiefen würde. Ulrich Franz, Beiratsobmann des Bonner Mieterbundes dazu: "Es ist es absolut kontraproduktiv, ein solches Paket zu beschließen, wo man doch bis 2030 die Wohnungs-und Obdachlosigkeit eigentlich beseitigen will."

Der Deutsche Mieterbund Nordrhein-Westfalen hatte bereits vor der Bundesratssitzung darauf hingewiesen, dass von den vorgesehenen Kürzungen allein in Nordrhein-Westfalen rund 350.000 Haushalte betroffen wären. Aus Sicht des Mieterbundes droht zudem ein Verschiebebahnhof zulasten der Kommunen: Sinkt das Wohngeld so stark, dass Haushalte stattdessen auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind, werden Ausgaben nicht eingespart, sondern teilweise in andere Sozialleistungssysteme verlagert.

„Für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis ist das keine abstrakte bundespolitische Debatte. Hier treffen hohe Mieten auf viele Haushalte, die ihre Wohnkosten gerade noch aus eigenem Einkommen und mit Unterstützung des Wohngeldes tragen können. Wer beim Wohngeld kürzt, erhöht das Risiko, dass Menschen in die Grundsicherung abrutschen oder ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können. Und er belastet am Ende auch die Städte und Gemeinden. Der Bund spart dann womöglich auf dem Papier – die Rechnung landet aber teilweise vor Ort“, so Peter Kox, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.

Der Mieterbund begrüßt deshalb, dass der Bundesrat zentrale Teile der geplanten Einschnitte nicht einfach passieren lassen will. Aus Sicht des Vereins muss das weitere Gesetzgebungsverfahren genutzt werden, um die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes zu erhalten. Eine regelmäßige Anpassung an die Entwicklung von Mieten und Einkommen sowie eine angemessene Berücksichtigung der Heizkosten seien gerade in angespannten Wohnungsmärkten unverzichtbar.

Der Internationale Tag der Mieter wird seit 1986 jeweils am ersten Montag im Oktober begangen. Die International Union of Tenants stellt ihn 2026 unter das Motto „Affordable, Stable and Secure Housing for Young People“. Für den Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr gehört dazu auch eine verlässliche soziale Absicherung der Wohnkosten: Bezahlbares Wohnen sei Voraussetzung dafür, dass Menschen unabhängig von Alter und Einkommen in ihrer Stadt und ihrer Region bleiben können.