Freitag, 2. Oktober 2026

Kinder und Jugendliche zeigen Interesse an der Mitgestaltung Rheinbachs

Die Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Rheinbach bei einer Aktion im Stadtpark. Foto: Stadt Rheinbach

Kinder und Jugendliche zeigen Interesse an der Mitgestaltung Rheinbachs

• 756 junge Menschen haben ihre Wünsche geäußert
• Themenschwerpunkte liegen im unmittelbaren Lebensumfeld


Im letzten Jugendhilfeausschuss am 24. September wurden die Ergebnisse der Kinder- und Jugendbefragung der Stadt Rheinbach vorgestellt. Eindeutig war die Erkenntnis, dass junge Menschen ihre Stadt mitgestalten möchten.

„Die Befragung hat nicht nur gezeigt, was Kinder und Jugendliche in Rheinbach möchten. Sie hat uns auch gezeigt, wie sie beteiligt werden möchten. Jetzt geht es darum, aus dieser Befragung eine dauerhafte Beteiligungsstruktur zu entwickeln“, erläutert Lena Bölinger von der Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung.

Die Kinder- und Jugendbefragung bildet den Auftakt zur Umsetzung des Rheinbacher Konzepts zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Von März bis Juli 2026 äußerten insgesamt 756 junge Menschen im Alter von sechs bis 18 Jahren ihre Wünsche. Die Ergebnisse spiegeln ein großes Interesse: Unter den jüngeren Befragten möchten sich 81,6 Prozent beteiligen. Bei den 10- bis 18-Jährigen ist es 87,7 Prozent wichtig, Rheinbach mitgestalten und eigene Ideen einbringen zu können.

Im Mittelpunkt stehen Themen aus dem unmittelbaren Lebensumfeld: Treff- und Aufenthaltsorte, Spiel- und Sportmöglichkeiten, Freizeitangebote, Umwelt und Sauberkeit sowie Mobilität und Verkehrssicherheit. Gewünscht werden unter anderem ein Bikepark oder Pumptrack, weitere Grünflächen, gemeinsame Müllsammelaktionen und ein Kino.

Interesse besteht an unterschiedlichen Wegen der Mitwirkung, von einer möglichen Jugendvertretung bis hin zu offenen, projektbezogenen und digitalen Angeboten. Die Auswertung dient als Grundlage für die bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendbeteiligung in Rheinbach.

Die Ergebnisse werden vom 19. bis 25. Oktober im Rathausfoyer und vom 26. Oktober bis 1. November in der Passage des Raiffeisenhauses präsentiert.

Anschließend ist die Ausstellung an den weiterführenden Schulen in Rheinbach zu sehen. 

Neue Nachhaltigkeitskarte der Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht

Neue Nachhaltigkeitskarte der Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht - Bürgerinnen und Bürger können aktiv mitgestalten

Die Klimaregion Rhein-Voreifel veröffentlicht ihre Nachhaltigkeitskarte am 5. Oktober. Sie bietet erstmals einen transparenten, leicht zugänglichen Überblick über nachhaltige Angebote, Projekte und kommunale Maßnahmen aller sechs Kommunen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis. Die Karte zeigt, wie sich die Region in zentralen Bereichen wie Mobilität, Energie, Bildung, Klimaanpassung und sozialem Miteinander weiterentwickelt – übersichtlich, verständlich und an einem Ort gebündelt: https://beteiligung.nrw.de/k/1028225

Mit der Veröffentlichung ist ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die Karte macht sichtbar, wo nachhaltige Entwicklung bereits heute konkret zur Steigerung der Lebensqualität in der Region beiträgt. Gleichzeitig bleibt sie bewusst offen für weitere Ergänzungen. Dabei setzen die Kommunen auf eine aktive Beteiligung der Bürgerschaft, um die Übersicht aktuell, vollständig und praxisnah zu halten.
„Die Menschen in unseren Städten und Gemeinden suchen nach nachhaltigen Angeboten für die unterschiedlichsten Aspekte im Alltag – vom Einkaufen bis zu Mobilitätsangeboten. Durch eine gemeinsame Nachhaltigkeitskarte der Kommunen in der Klimaregion Rhein-Voreifel bringen wir diese Nachfrage und unsere vielfältigen lokalen Angebote noch besser zusammen.“, so LIZ- Vorsitzender und Bürgermeister der Gemeinde Alfter, Christian Lanzrath.

Was die Karte bietet

  • regionale Übersicht — Alle nachhaltigen Angebote und Projekte der sechs Kommunen in einer gemeinsamen Karte.
  • transparente Fortschritte — Nachvollziehbare Darstellung kommunaler und interkommunaler Maßnahmen.
  • alltagsrelevante Informationen — Orientierung zu Mobilität, Grünflächen, Energieprojekten, Kultur- und Bildungsangeboten sowie sozialen Treffpunkten und nachhaltigem Konsumverhalten.
  • Beteiligungsmöglichkeiten — Bürgerinnen und Bürger können eigene Hinweise, Ergänzungen und neue Fundstellen melden.

Die Nachhaltigkeitskarte ist ein lebendiges Instrument. Viele nachhaltige Angebote entstehen lokal, kleinteilig und oft durch bürgerschaftliches Engagement. Damit diese Vielfalt transparent und für alle sichtbar wird, setzen die Kommunen auf die Mithilfe der Menschen vor Ort. Jede Meldung trägt dazu bei, die Karte weiter zu verbessern und die nachhaltige Entwicklung der Region noch transparenter abzubilden. 

Ausblick

Die Karte wird fortlaufend Aktualisierung und Weiterentwicklung erfahren. Es sollen stetig weitere Kategorien, Beteiligungsformate und regionale Schwerpunktbereiche ergänzt werden. Die Klimaregion Rhein-Voreifel lädt alle Interessierten herzlich ein, die Karte zu nutzen und aktiv mitzugestalten. 

Mehr Wohnraum, gute Grünstrukturen und Vorsorge vor Starkregen


Mehr Wohnraum, gute Grünstrukturen und Vorsorge vor Starkregen


Die SPD-Fraktion unterstützt die weitere Entwicklung des Baugebiets Weilerfeld II. Mit dem geplanten Quartier kann dringend benötigter Wohnraum geschaffen und zugleich eine nachhaltige und klimaangepasste städtebauliche Entwicklung vorangebracht werden.

Nach den aktuellen Planungen sollen auf einer Fläche von rund 6,7 Hektar etwa 206 Wohneinheiten entstehen. Vorgesehen sind unterschiedliche Wohnformen: rund 42 Wohnungen in Doppelhäusern, 62 in Reihenhäusern sowie etwa 102 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Für die SPD-Fraktion ist besonders erfreulich, dass die Notwendigkeit der Entwicklung von Weilerfeld II inzwischen von einer breiten Mehrheit der Ratsfraktionen unterstützt wird. Die SPD hatte sich bereits in der vergangenen Wahlperiode und im Kommunalwahlkampf dafür ausgesprochen, vorhandene Potenziale für neuen Wohnraum konsequent zu nutzen und die Entwicklung des Weilerfelds voranzubringen.

„Wir haben immer deutlich gemacht, dass Rheinbach zusätzlichen Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen braucht. Deshalb begrüßen wir sehr, dass die Entwicklung des Weilerfelds inzwischen auf eine breite politische Unterstützung trifft. Das zeigt, dass die Notwendigkeit, jetzt zeitnah neuen Wohnraum zu schaffen, zunehmend erkannt wird. Diese Chance sollten wir nutzen und die weiteren Planungen zügig voranbringen“, erklärt Arne Ritter, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Das Weilerfeld II bietet dabei die Möglichkeit, unterschiedliche Wohnformen miteinander zu verbinden. Neben Doppel- und Reihenhäusern ist ein erheblicher Anteil an Wohnungen in Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Damit kann ein vielfältiges Wohnangebot entstehen.

Ein besonderes Augenmerk legt die SPD auf Klimaanpassung, Grünstrukturen und den Schutz vor Starkregen. Die aktuellen Planungen sehen unter anderem Retentionsflächen und Regenrückhaltebecken vor.

„Bei der Planung eines neuen Wohngebiets müssen wir von Anfang an mehr als nur die Zahl der Wohneinheiten im Blick haben. Wohnraum, Verkehr, Grünflächen, Klimaanpassung und Starkregenvorsorge müssen zusammen gedacht werden. Die aktuellen Planungen schaffen dafür eine gute Grundlage, die wir im weiteren Verfahren konsequent weiterentwickeln wollen“, erklärt Timo Janitschke, Mitglied der SPD-Fraktion im zuständigen Ausschuss.

Die SPD-Fraktion wird den weiteren Planungsprozess konstruktiv begleiten. Ziel bleibt, das Weilerfeld II zügig zu entwickeln, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und dabei die Anforderungen an eine klimaangepasste und lebenswerte Stadtentwicklung miteinander zu verbinden.

Auf die Informationsveranstaltung der Stadt Rheinbach zum neuen Wohngebiet Rheinbach Süd am 14.10.2026, 18 Uhr in der Mensa der Gesamtschule Rheinbach weisen wir hin. 

Internationaler Tag der Mieter: Wohngeld darf nicht zum Sparschwein des Bundes werden

Internationaler Tag der Mieter: Wohngeld darf nicht zum Sparschwein des Bundes werden

Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr begrüßt die Kritik des Bundesrates an den geplanten Einschnitten – Tausende Mieterinnen und Mieter in der Region wären betroffen


Bonn - Zum Internationalen Tag der Mieter am 5. Oktober warnt der Deutsche Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr vor den geplanten Kürzungen beim Wohngeld. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, die für 2027 vorgesehene Fortschreibung des Wohngeldes auszusetzen, die Heizkostenkomponente zu halbieren und die Wohngeldformel zu verändern. Der Bundesrat hat sich im ersten Durchgang am 25. September kritisch zu dem Vorhaben positioniert. Das Gesetzgebungsverfahren geht nun im Deutschen Bundestag weiter.

„Das Wohngeld ist ein zentrales Instrument, damit Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihre Wohnung halten können. Gerade in einer Hochpreisregion wie Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis wären Kürzungen eine sozialpolitische Katastrophe. Sie würden Tausende Haushalte hier vor Ort – in Bonn, Siegburg, Sankt Augustin, Troisdorf, Bornheim und den übrigen Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises treffen“, kommentiert Katja Dörner, Vorsitzende des Deutschen Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.

Betroffen wären insbesondere Kinder, Jugendliche und alleinstehende Familien, da der vorprogrammierte Rausfall aus dem Wohngeld mit dem Wegfall von weiteren Leistungen (u.a. Kindersofortzuschlag, Bildungs- und Teilhabepaket) verbunden wäre und die Armut und Not bis hin zu drohender Obdachlosigkeit weiter vertiefen würde. Ulrich Franz, Beiratsobmann des Bonner Mieterbundes dazu: "Es ist es absolut kontraproduktiv, ein solches Paket zu beschließen, wo man doch bis 2030 die Wohnungs-und Obdachlosigkeit eigentlich beseitigen will."

Der Deutsche Mieterbund Nordrhein-Westfalen hatte bereits vor der Bundesratssitzung darauf hingewiesen, dass von den vorgesehenen Kürzungen allein in Nordrhein-Westfalen rund 350.000 Haushalte betroffen wären. Aus Sicht des Mieterbundes droht zudem ein Verschiebebahnhof zulasten der Kommunen: Sinkt das Wohngeld so stark, dass Haushalte stattdessen auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind, werden Ausgaben nicht eingespart, sondern teilweise in andere Sozialleistungssysteme verlagert.

„Für Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis ist das keine abstrakte bundespolitische Debatte. Hier treffen hohe Mieten auf viele Haushalte, die ihre Wohnkosten gerade noch aus eigenem Einkommen und mit Unterstützung des Wohngeldes tragen können. Wer beim Wohngeld kürzt, erhöht das Risiko, dass Menschen in die Grundsicherung abrutschen oder ihre Wohnung nicht mehr bezahlen können. Und er belastet am Ende auch die Städte und Gemeinden. Der Bund spart dann womöglich auf dem Papier – die Rechnung landet aber teilweise vor Ort“, so Peter Kox, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes Bonn/Rhein-Sieg/Ahr.

Der Mieterbund begrüßt deshalb, dass der Bundesrat zentrale Teile der geplanten Einschnitte nicht einfach passieren lassen will. Aus Sicht des Vereins muss das weitere Gesetzgebungsverfahren genutzt werden, um die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes zu erhalten. Eine regelmäßige Anpassung an die Entwicklung von Mieten und Einkommen sowie eine angemessene Berücksichtigung der Heizkosten seien gerade in angespannten Wohnungsmärkten unverzichtbar.

Der Internationale Tag der Mieter wird seit 1986 jeweils am ersten Montag im Oktober begangen. Die International Union of Tenants stellt ihn 2026 unter das Motto „Affordable, Stable and Secure Housing for Young People“. Für den Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr gehört dazu auch eine verlässliche soziale Absicherung der Wohnkosten: Bezahlbares Wohnen sei Voraussetzung dafür, dass Menschen unabhängig von Alter und Einkommen in ihrer Stadt und ihrer Region bleiben können. 

SPD will Entlastung bei Windelentsorgung weiter vorantreiben

SPD will Entlastung bei Windelentsorgung weiter vorantreiben


Rund 15.000 Kinder unter drei Jahren leben derzeit im Rhein-Sieg-Kreis. Hinzu kommen Haushalte, in denen aufgrund medizinisch bedingter Inkontinenz dauerhaft große Mengen an Windeln anfallen. Für diese Familien und Betroffenen entstehen dadurch regelmäßig zusätzliche Entsorgungskosten. Die SPD-Kreistagsfraktion hatte deshalb beantragt, ein kreisweites System für Windelabfallsäcke oder vergleichbare Entlastungsangebote zu prüfen.

„Für viele Familien und Menschen mit Inkontinenz sind die zusätzlichen Entsorgungskosten eine ganz konkrete Belastung. Deshalb müssen wir nach Lösungen suchen, anstatt das Problem einfach beiseitezuschieben“, erklärt Achim Tüttenberg, Kreistagsabgeordneter aus Troisdorf, der den Antrag angestoßen hat. Die RSAG hat darauf hingewiesen, dass ein Verzicht auf Abfallgebühren grundsätzlich nicht zulässig sei. Eine Ausnahme sei lediglich im Rahmen einer sogenannten Billigkeitsentscheidung nach den Vorgaben der Abgabenordnung möglich. Der soziale oder karitative Zweck allein reiche dafür jedoch nicht aus. „Auch der Hinweis auf den Arbeitsschutz überzeugt uns so noch nicht. Bereits heute gibt es Beistellsäcke, die zusätzlich gekauft werden können und von den Beschäftigten ebenfalls bewegt werden müssen. Wir sollten deshalb prüfen, ob beispielsweise die zusätzlichen Kosten für diese Beistellsäcke über den Rhein-Sieg-Kreis finanziert werden können. Das Problem besteht unabhängig davon weiter und wir werden uns dafür einsetzen, dass solche Möglichkeiten ernsthaft geprüft werden.“, fügte die Fraktionsvorsitzende Sara Zorlu abschließend hinzu. 

Mittwoch, 30. September 2026

Afrikanische Geschichten: Ein literarischer Blick auf Nigeria und Ruanda

Afrikanische Geschichten: Ein literarischer Blick auf Nigeria und Ruanda

Leseabend in Kooperation von Mission Entwicklung Frieden (MEF) und Buchhandlung Thalia Rheinbach


Jedes Land und jede Kultur sind einzigartig. In der heutigen Zeit, in der Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenleben, finden wir es wichtig, auch eine Idee von der Erlebniswelt Anderer zu haben.

Vorgelesen werden Abschnitte aus Büchern afrikanischer Autoren, die einen Einblick auf die afrikanische Sichtweise des Lebens vermitteln können. Ausgewählt wurden Texte von Dipo Faloyin (Nigeria), Chimananda Ngozi Adichie (Nigeria), Gael Faye (Ruanda), Stève Hiobi (Kamerun) sowie ein Text aus Nelson Mandelas bekannter afrikanischer Märchen-Anthologie. 

Donnerstag, 08.10.2026
18.30 - 20.00 Uhr Buchhandlung Thalia, Haupstr. 28, Rheinbach 
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich


Bei großem Besuchsaufkommen wechseln wir ins Pfarrzentrum am Lindenplatz, Rheinbach
 

Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt: Jugendhilfe in Rheinbach weiter stärken

Foto: Denise Limbach 

Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt: Jugendhilfe in Rheinbach weiter stärken


SPD-Fraktion begrüßt wichtige Entwicklungen im Jugendhilfeausschuss – Unterstützung von Familien, Beteiligung junger Menschen und bessere Bedingungen auf Spielplätzen im Fokus

Die jüngste Sitzung des Jugendhilfeausschusses hat gezeigt, wie vielfältig die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe in Rheinbach sind. Von der Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern über die Beratung von Familien mit Kindern mit Beeinträchtigungen bis hin zur Beschattung von Spielplätzen und der Beteiligung junger Menschen wurden wichtige Themen behandelt.

„Kinder und Jugendliche brauchen nicht nur gute Angebote, sondern Strukturen, die sie und ihre Familien tatsächlich erreichen. Unser Jugendamt leistet hier an vielen Stellen eine sehr engagierte und wichtige Arbeit“, erklärt Denise Limbach, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Rheinbach.

Besondere Unterstützung für Kinder inhaftierter Eltern

Rheinbach bleibt Modellstandort im Projekt „Kinder von Inhaftierten“. Durch die Zusammenarbeit von Jugendamt, Justizvollzugsanstalt und weiteren Fachstellen sollen betroffene Kinder und Familien früher erreicht und gezielter unterstützt werden.

Für Donate Quadflieg, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses und Mitglied im Beirat der Justizvollzugsanstalt Rheinbach, hat das Projekt eine besondere Bedeutung:

„Dieses Projekt liegt mir durch meine Doppelrolle sehr am Herzen. In Gesprächen mit inhaftierten Vätern höre ich immer wieder, wie schwierig es für ihre Kinder und sie ist, in einem guten Kontakt zu bleiben. Die bisher einzigartige Zusammenarbeit von Jugendamt und Justizvollzugsanstalt in Rheinbach hat deshalb eine besondere Bedeutung und kann beispielgebend für andere Standorte sein.“

Für die SPD-Fraktion zeigt das Projekt, wie durch die Vernetzung verschiedener Institutionen die Bedürfnisse betroffener Kinder stärker in den Mittelpunkt gerückt werden können.

Verfahrenslotse gibt Familien Orientierung

Seit November 2024 hat der Verfahrenslotse 85 Familien mit Kindern und jungen Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen begleitet. 32 Beratungen sind abgeschlossen, 53 dauern noch an. Im Mittelpunkt stehen die Klärung von Zuständigkeiten, Informationen über mögliche Leistungen sowie Unterstützung bei der Beantragung von Hilfen.

„Gerade wenn Familien ohnehin stark gefordert sind, darf ein kompliziertes Hilfesystem nicht zu einer zusätzlichen Hürde werden“, betont Limbach. „Der Verfahrenslotse schafft Orientierung und unterstützt Familien ganz konkret dabei, die ihnen zustehenden Hilfen zu erhalten.“

Mehr Schatten auf Rheinbachs Spielplätzen

Einstimmig beschlossen wurde das Beschattungskonzept für die 27 städtischen Spielplätze. 14 sind bereits gut beschattet, bei fünf besteht Verbesserungsbedarf und bei acht hoher Handlungsbedarf. Insgesamt sollen 19 zusätzliche Bäume für mehr Schatten sorgen. Einer wurde bereits in Irlenbusch gepflanzt, 18 weitere sollen in den kommenden beiden Jahren folgen.

„Spielplätze müssen auch an heißen Tagen Orte bleiben, an denen sich Kinder gerne und möglichst geschützt aufhalten können“, so Limbach. „Mehr Schatten bedeutet ganz konkret mehr Aufenthaltsqualität für Kinder und Familien.“

Die SPD-Fraktion dankt auch der Bürgerstiftung für ihre Unterstützung.

756 junge Menschen beteiligen sich

Auch die Kinder- und Jugendbefragung 2026 fand große Resonanz: 756 Kinder und Jugendliche beteiligten sich an der Befragung und weiteren Formaten wie Fotorundgängen und Interviews. Zu ihren Themen gehören unter anderem Natur und Tiere, Spielplätze, Sport, Schule und Freizeit.

Für die SPD-Fraktion ist entscheidend, dass aus Beteiligung auch konkrete Wirkung entsteht.

„Kinder und Jugendliche wollen mitgestalten. Beteiligung ist dann glaubwürdig, wenn sie erleben, dass ihre Ideen gehört, geprüft und – wo es möglich ist – auch umgesetzt werden“, erklärt Limbach. „Mit den verschiedenen Beteiligungsformaten ist ein wichtiger Schritt gemacht. Entscheidend ist jetzt, was daraus konkret entsteht.“

Kinder- und Jugendpolitik bleibt eine zentrale Aufgabe

Für die SPD-Fraktion machen die Ergebnisse der Sitzung deutlich, wie wichtig gut funktionierende Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe sind – von der individuellen Unterstützung über attraktive öffentliche Räume bis zur Beteiligung junger Menschen.

„Kinder und Jugendliche sind ein wichtiger Teil unserer Stadtgesellschaft – heute und nicht erst in Zukunft“, fasst Limbach zusammen. „Deshalb wollen wir die Strukturen weiter stärken, die Familien unterstützen und jungen Menschen ermöglichen, Rheinbach aktiv mitzugestalten.“

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg heißt ihre neuen Studierenden willkommen

Start an der Hochschule: Der Audimax ist bei der Begrüßungsveranstaltung gut gefüllt. Foto: Juri Küstenmacher


Hochschule Bonn-Rhein-Sieg heißt ihre neuen Studierenden willkommen

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat am 28. September ihre neuen Studierenden mit einer Begrüßungsveranstaltung am Campus Sankt Augustin offiziell willkommen geheißen. Auf dem Markt der Möglichkeiten präsentierten sich danach zahlreiche studentische Initiativen, Fachschaften und Einrichtungen der Hochschule. Zum Wintersemester 2026/2027 haben sich bislang rund 1800 Studierende für einen der rund 40 Bachelor- und Master-Studiengänge neu eingeschrieben. Diese Zahl wird bis zum Bewerbungsschluss in wenigen Tagen noch steigen.

Präsidentin Marion Halfmann begrüßte die neuen Studierenden zum Start in ihr Studium. „Schön, dass Sie da sind“, sagte sie. „Wir tun alles dafür, dass Sie hier eine gute Zeit haben und am Ende mit einem Abschluss unsere Hochschule verlassen.“ Die H-BRS sei eine Hochschule der Region, mit guter Ausstattung und gesellschaftlich relevanten Themen in Lehre und Forschung. „Wir möchten Sie fit machen für den Arbeitsmarkt, aber vor allem für Ihre Zukunft“, so die Präsidentin.

Zugleich betonte sie: „Das Studium ist Ihre Zeit.“ Den neuen Studierenden gab sie hierfür drei Tipps mit auf den Weg: in Vorlesungen zu gehen und Lerngruppen zu bilden, sich in Selbstverwaltung und studentische Gremien einzubringen, und vor allem schnell Kontakte zu den Kommilitoninnen und Kommilitonen zu knüpfen. „Aber jetzt wünsche ich Ihnen erstmal einen guten Start bei uns. Genießen Sie Ihren ersten Tag, freuen Sie sich auf Ihre Studienzeit und dann und dann sehen wir uns spätestens in ein paar Jahren wieder: bei Ihrer Absolventenfeier“, sagte Halfmann.

Auch der Vizepräsident Studium und Lehre, Professor Peter Muck, hieß die neuen Studierenden herzlich willkommen und wünschte ihnen einen erfolgreichen Studienstart – zum einen persönlich, aber auch als KI-Avatar Peter Muck. Im Zwiegespräch mit einer KI-Avatarin machte der Vizepräsidenten-Avatar deutlich, dass Studieren mehr ist als Lernen. Es bedeute Entdecken, wer man werden will.

„Habt den Mut, Euch zu entwickeln. Ihr beginnt heute nicht nur ein Studium, Ihr beginnt einen Weg“, sagte der Vizepräsident zu den Studierenden. Sie würden Wissen erwerben und Kompetenzen entwickeln, aber auch Menschen begegnen, die ihre Sicht auf die Welt verändern würden. „Ihr werdet Erfolge erleben, Ihr werdet Rückschläge erleben, Ihr werdet manchmal zweifeln“, so Muck. „Und genau das gehört dazu. Ein Studium ist nicht die Zeit, in der Ihr beweist, dass Ihr schon alles könnt, es ist die Zeit, in der Ihr herausfindet, was alles in Euch steckt.“ Dabei machte er deutlich: Das können nur Menschen und keine Künstlichen Intelligenzen mit ihren Algorithmen.

In der von Jonathan Schmitt, Student im Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Kommunikation (IWK), moderierten Veranstaltung erhielten die neuen Studierenden außerdem ganz praktische Informationen für ihre Zeit an der H-BRS. In Talkrunden informierten Vertreterinnen und Vertreter vom Allgemeinen Studierenden-Ausschuss (AStA), dem Studierendenparlament, von Fachschaften, studentischen Initiativen, dem Studierendenwerk und Hochschulgremien über Angebote und Mitwirkungsmöglichkeiten. Zudem stellten sich einige neu berufene Professorinnen und Professoren vor.

Preise für beste Abschlussarbeiten mit Genderbezug vergeben

Die neuen Studierenden starten gerade in ihre akademische Laufbahn. Franziska Aron, Ellen Kopischke und Emily Stübben dagegen haben seit Kurzem ihren Abschluss von der H-BRS in der Tasche. Während der Begrüßungsveranstaltung im Audimax wurden sie jetzt für die besten Abschlussarbeiten mit Genderbezug ausgezeichnet. Die Gleichstellungsbeauftragte Barbara Hillen-Haas und Vivien Matheis, studentisches Mitglied der Gleichstellungskommission, würdigten die Preisträgerinnen. „Gleichstellung ist kein Thema, das nur Frauen etwas angeht“, betonte Hillen-Haas, die sich mehr Bewerbungen aller Geschlechter für den Preis gewünscht hätte. „Die drei Arbeiten, die wir heute auszeichnen, zeigen das auf sehr unterschiedliche Weise.“

Die prämierten Abschlussarbeiten beschäftigen sich mit so unterschiedlichen Themen wie Prostitution, sexualisierte Belästigung und Menstruation. „Und doch verbindet sie etwas: Sie machen Lebensrealitäten sichtbar, die gesellschaftlich relevant sind, aber nicht immer die Aufmerksamkeit bekommen, die sie verdienen“, so Matheis. Franziska Aron wurde für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Prostitution aus Betroffenensicht“ ausgezeichnet, Ellen Kopischke für ihre Bachelorarbeit mit dem Titel „Eingreifen oder Wegsehen“. Emily Stübben erhält den Preis für ihre Masterarbeit mit dem Titel „Menstruation und Arbeitsrealität“. Die Preise sind mit jeweils 1000 Euro dotiert.

Nach dem offiziellen Teil hatten die ‚Erstis‘ im Anschluss die Gelegenheit, sich einen Überblick über diverse Angebote rund ums Studium zu verschaffen. Auf dem Markt der Möglichkeiten im Hauptgebäude präsentierten sich unter anderem das studentische Motorsportteam BRS Motorsport, das Game-Dev-Team, der Finance Club und mehrere Fachschaften. Darüber hinaus informierten wichtige Anlaufstellen für den Studienalltag über ihre Angebote, darunter das Sprachenzentrum oder die Gesunde Hochschule.

Hintergrund – die H-BRS in Zahlen

Zum Stichtag 28. September haben sich rund 1800 Studierende für ein Studium an der H-BRS ab dem Wintersemester 2026/27 neu eingeschrieben. Bis zum Ende der Einschreibefrist in wenigen Tagen rechnet die Hochschule mit weiteren Einschreibungen. Die meisten der neuen Studierenden beginnen ein Bachelorstudium. An der H-BRS sind insgesamt rund 9000 Studierende eingeschrieben. Die H-BRS hat Standorte in Sankt Augustin, Rheinbach und Hennef. 

Dienstag, 29. September 2026

Zweimal Literatur mit Eva Kraiss im Theater am Lohmarkt

Das Nein-Horn kommt mit einer Action-Lesung ins Theater am Lohmarkt

Eva Marianne Kraiss gastiert am 3. Oktober im Theater am Lohmarkt

Zweimal Literatur mit Eva Kraiss im Theater am Lohmarkt


In Kooperation mit Rheinbach liest e.V. gastiert die Kölner Schauspielerin Eva Kraiss am 3. Oktober mit zwei Eigenproduktionen im Theater am Lohmarkt. Um 15:00 gibt sie in einer Action-Lesung mit Bühnenpartner Sebastian Menges „Das Nein-Horn“ von Marc-Uwe Kling. Um 20:00 Uhr spielt sie „Das kunstseidene Mädchen“ als Einakter nach dem Romans von Irmgard Keun.

Eva Marianne Kraiss ist ein „Rheinbacher Mädchen“ mit Kölner Wohnsitz. Die Schauspielerin ist u.a. überzeugtes Vereinsmitglied bei Rheinbach liest e.V. kommt immer wieder gern in ihre alte Heimatstadt. Hier freut sie sich über eine nun schon seit drei Jahren bestehende Spielstätte. Das Theater am Lohmarkt so etwas wie ihr zweites Wohnzimmer außerhalb der Domstadt geworden. Und am 3. Oktober zeigt Eva Marianne Kraiss hier gleich zweimal ihre Kunst.

Ein absolutes Vorlesehighlight für Familien ist seit kurzem „Das Nein-Horn“. Das Kinderbuch von Marc-Uwe Kling (u.a. Känguru-Chroniken) über das sehr eigenwillige Wesen gehört zu den meistverkauften Büchern der letzten Jahre. Gemeinsam mit dem Schauspielkollegen Sebastian Menges verwandelt Kraiss die Vorlage in ein actionreiches Familienspektakel. Lachsalven und Kicherattacken garantiert!

Am Abend des gleichen Tages spielt Eva Marianne Kraiss dann eines ihrer absoluten Lieblingsstücke: „Das kunstseidene Mädchen“. Inmitten der großen Weltwirtschaftskrise flieht Doris mit einem gestohlenen Pelzmantel nach Berlin. Tagebuchartig erzählt sie von ihren Erlebnissen, den unterschiedlichen Männern und ihrem Traum von einem mondänen Leben. Kraiss hat den bekannten Roman von Irmgard Keun über ein tapferes Leben in schwerer Zeit in einen berührenden Einakter verwandelt.

Karten gibt es ab 8,00 € (Das Nein-Horn) bzw. 12,00 € (Das kunstseidene Mädchen) im Theater am Lohmarkt oder unter www.theater-am-lohmarkt.de
 

Preisverleihung im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach

Ausgezeichnet! Beim 13. Internationalen Glaskunstpreis. Foto: Stadt Rheinbach


Preisverleihung im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach 


Mit der feierlichen Preisverleihung endete die Ausstellung von insgesamt 38 Arbeiten, die im Rahmen des 13. Internationalen Glaskunstpreises der Stadt Rheinbach seit Juni im Glaspavillon „Hans-Schmitz-Haus“ zu sehen waren. Neun Glasfachschulen aus dem In- und Ausland beteiligten sich in diesem Jahr an dem Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin zu Köln a. D. und Vizepräsidentin der Stiftung Nordrhein-Westfalen, steht. Im Beisein von zahlreichen Wegbegleitern und Fördernden, Ratsmitgliedern und hochkarätigem Publikum freute sich auch Daniela Hoffmann, das künstlerische Schaffen der „internationalen Glasjugend“ zu würdigen und den Stellenwert des Wettbewerbs hervorzuheben. „Als Glasstadt mit einer hochangesehenen Glasfachschule und einem Glasmuseum mit einer hochkarätigen Sammlung lassen wir uns mit dem Nachwuchsförderpreis gerne in die Pflicht nehmen, um den jungen Glasenthusiasten aus Europa ein Forum des Austausches zu bieten, Gelegenheiten für Begegnungen und einen Rahmen für tragfähige Netzwerke zu schaffen“, so die Erste Beigeordnete.

Eine hochkarätig besetzte Jury hatte die drei besten Exponate mit 1.000 Euro, 750 Euro und 500 Euro prämiert. Darüber hinaus wurden der mit 500 Euro dotierte Publikumspreis „Franz-Josef Feuser“ sowie der ebenfalls mit 500 Euro dotierte Preis der Continuum Gallery vergeben. Die prämierten Werke stachen vor allem durch kreativen Einsatz von Glasdekorationstechniken und hoher handwerklicher Qualität in der Glasbläserei in Kombination mit geistreicher Bildsprache, Präzision und Verbindungen von tiefgründiger Reflexion und Humor.

Mit dem Internationalen Glaskunstpreis knüpft die Stadt Rheinbach an die nordböhmischen Wurzeln des Glaszentrums Rheinbach an und fördert zugleich die kulturelle Zusammenarbeit in Europa. Der Wettbewerb gibt jungen Gestalterinnen und Gestaltern die Möglichkeit, die traditionsreiche Glasherstellung zeitgemäß zu interpretieren und die Vielfalt des Werkstoffs Glas in der zeitgenössischen Kunst sichtbar zu machen.