Montag, 19. Oktober 2026

Gute Verkehrsplanung braucht gute Entscheidungsgrundlagen

Hauptstraße in Rheinbach, SPD Rheinbach


Gute Verkehrsplanung braucht gute Entscheidungsgrundlagen

SPD-Fraktion kritisiert fehlende Variantenprüfung und zu kurze politische Beratung – Vier Änderungsanträge zum Verkehrsentwicklungsplan abgelehnt

Rheinbach. Die SPD-Fraktion sieht im beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan (VEP) weiterhin eine wichtige Grundlage für die zukünftige Verkehrsentwicklung in Rheinbach. Gleichzeitig kritisiert sie die aus ihrer Sicht unzureichenden Entscheidungsgrundlagen für einzelne Maßnahmen und die zu kurze politische Beratung. Nachdem ihre vier Änderungsanträge keine Mehrheit gefunden hatten, stimmte die Fraktion dem Plan in der vorgelegten Fassung nicht zu.

„Der Verkehrsentwicklungsplan enthält viele sinnvolle Maßnahmen und ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung. Das haben wir bereits nach der Beratung im Ausschuss betont. Allerdings bleiben wichtige Fragen offen, die aus unserer Sicht vor einer abschließenden Entscheidung hätten geklärt werden müssen“, erklärt Arne Ritter, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Hauptstraße: Variantenprüfung fehlt

Besonders deutlich wird die Kritik bei der geplanten Entwicklung der Hauptstraße. Während der Verkehrsentwicklungsplan einen verkehrsberuhigten Bereich vorsieht, hatte die SPD eine nachvollziehbare Gegenüberstellung unterschiedlicher Möglichkeiten gefordert. Dazu gehören eine Fußgängerzone, eine eingeschränkte Zufahrt und die vorgesehene Verkehrsberuhigung mit ihren jeweiligen Auswirkungen auf die Innenstadt und die umliegenden Straßen.

Eine ausreichende vergleichende Bewertung dieser Varianten liegt nach Auffassung der SPD bislang nicht vor. Deshalb hatte die Fraktion beantragt, die Entscheidung über die Hauptstraße vom übrigen Verkehrsentwicklungsplan zu trennen. So hätten die anderen Maßnahmen unabhängig davon weiterverfolgt werden können.

Änderungsanträge fanden keine Mehrheit

Mit insgesamt vier Änderungsanträgen wollte die SPD offene Fragen klären, zusätzliche fachliche Bewertungen ermöglichen und einzelne Maßnahmen verbessern. Keiner der Anträge fand im Rat eine Mehrheit.

Die Fraktion bedauert insbesondere, dass trotz der Komplexität des Verkehrsentwicklungsplans keine vertiefte abschließende Beratung ermöglicht wurde. Bereits im Beteiligungsprozess war deutlich geworden, dass die Auseinandersetzung mit den zahlreichen Maßnahmen mehr Zeit erfordert.

Politische Entscheidungen gehören in Rat und Ausschüsse

Für die SPD geht es dabei auch um das grundsätzliche Verständnis politischer Entscheidungsprozesse. Workshops, Verwaltung und Fachgutachter leisten wichtige Vorarbeit. Die politische Diskussion und Abwägung unterschiedlicher Lösungswege muss jedoch in den gewählten Gremien stattfinden.

„Mir ist wichtig, dass wir politische Entscheidungen auf der Grundlage nachvollziehbarer fachlicher Bewertungen treffen. Workshops und Verwaltung können Entscheidungen vorbereiten, aber nicht die politische Debatte ersetzen. Die gehört in den Rat und seine Ausschüsse. Wir müssen unterschiedliche Möglichkeiten offen diskutieren und abwägen können, statt nur über bereits vorstrukturierte Lösungen abzustimmen, deren Zustandekommen nicht ausreichend transparent ist“, betont Ritter.

Für die SPD bleibt der Verkehrsentwicklungsplan trotz ihrer Ablehnung eine wichtige Grundlage. Die Diskussion über die Zukunft der Hauptstraße und eine ganzheitliche Innenstadtentwicklung ist mit dem Ratsbeschluss jedoch nicht beendet.

 

Gewerbeflächen sind Zukunftsflächen – nicht nur Verkaufsflächen

Gewerbeflächen sind Zukunftsflächen – nicht nur Verkaufsflächen

SPD-Fraktion sieht neue Ausrichtung der Gewerbeflächenentwicklung mit Sorge – Antrag auf Überprüfung der bisherigen Strategie fand keine Mehrheit

Rheinbach. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Rheinbach sieht die neue strategische Ausrichtung der Gewerbeflächenentwicklung mit wachsender Sorge. Aus ihrer Sicht besteht die Gefahr, dass kurzfristige Vermarktungserfolge zunehmend in den Vordergrund rücken und langfristige wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten verloren gehen. Eine von der SPD beantragte Überprüfung und Weiterentwicklung des bisherigen Gewerbeflächenkonzepts fand im Rat zuletzt keine Mehrheit.

„Unsere Gewerbeflächen sind begrenzt. Was heute verkauft und bebaut wird, steht für andere Unternehmen und wirtschaftliche Entwicklungen auf Jahrzehnte nicht mehr zur Verfügung. Deshalb müssen wir sorgfältig entscheiden, welche wirtschaftliche Entwicklung wir für Rheinbach ermöglichen wollen“, erklärt Arne Ritter, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Bisherige Zielsetzung für den Wolbersacker nicht aus dem Blick verlieren

Bereits 2015 hatte der Rat einstimmig ein Gewerbeflächenentwicklungskonzept beschlossen, das insbesondere für den Wolbersacker eine klare wirtschaftliche Ausrichtung vorsah. Dort sollten vor allem größere produzierende und verarbeitende Unternehmen angesiedelt werden. Eine Entwicklung zum Standort für Großlogistik war ausdrücklich nicht das Ziel.

Die inzwischen beschlossenen neuen Leitlinien setzen nach Auffassung der SPD stärker auf eine zügige, marktorientierte Vermarktung der verfügbaren Flächen. Die Fraktion befürchtet, dass dabei die bisher verfolgten langfristigen Standortziele zunehmend in den Hintergrund geraten. Gerade angesichts der begrenzten Flächenreserven könnte dies dazu führen, dass Ansiedlungsmöglichkeiten für produzierende und verarbeitende Betriebe dauerhaft verloren gehen.

SPD-Antrag auf Überprüfung blieb ohne Mehrheit

Bereits im Mai hatte die SPD-Fraktion beantragt, die Umsetzung des Gewerbeflächenkonzepts von 2015 zu überprüfen, veränderte Rahmenbedingungen – insbesondere den neuen Regionalplan – zu berücksichtigen und auf dieser Grundlage Vorschläge für eine Fortschreibung oder Ergänzung zu erarbeiten.

Der Rat verwies den Antrag im Juli zunächst einstimmig an den zuständigen Ausschuss. Dort wurde er jedoch nicht eigenständig beraten. Stattdessen wurden neue strategische Leitlinien beschlossen, die aus Sicht der SPD die beantragte Überprüfung nicht ersetzen. Ein erneuter Vorstoß der Fraktion fand anschließend im Rat keine Mehrheit.

„Wir wollten zunächst nachvollziehbar klären, welche Ziele des bisherigen Konzepts erreicht wurden, welche weiterhin sinnvoll sind und wo Anpassungsbedarf besteht. Stattdessen wurde eine neue Ausrichtung beschlossen, ohne dass diese Fragen aus unserer Sicht ausreichend beantwortet wurden. Das bedauern wir, denn die Entscheidungen von heute werden Rheinbach über Jahrzehnte prägen“, so Ritter.

Kurzfristige Einnahmen – langfristig der richtige Weg?

Die SPD erkennt ausdrücklich an, dass Rheinbach angesichts seiner angespannten Haushaltslage zusätzliche Einnahmen benötigt. Auch die Gewerbesteuer ist für die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt von großer Bedeutung. Eine möglichst schnelle Vermarktung der verfügbaren Gewerbeflächen sei jedoch nicht automatisch die wirtschaftlich sinnvollste Entscheidung.

Aus Sicht der SPD besteht die Gefahr, dass kurzfristige Einnahmeerwartungen den Blick auf die langfristigen wirtschaftlichen Möglichkeiten verstellen. Denn einmal vergebene und bebaute Flächen stehen für andere Ansiedlungen auf absehbare Zeit nicht mehr zur Verfügung.

Für die SPD kommt es deshalb darauf an, Gewerbeflächen gezielt für eine vielfältige Wirtschaftsstruktur zu entwickeln. Insbesondere produzierende und verarbeitende Unternehmen, mittelständische Betriebe, gute Arbeitsplätze und regionale Wertschöpfung sollen weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Ziel müsse es sein, die wirtschaftliche Basis der Stadt dauerhaft zu stärken und damit auch langfristig tragfähige Gewerbesteuereinnahmen zu ermöglichen.

Sorge um langfristige Folgen

Die SPD-Fraktion befürchtet, dass Rheinbach mit der neuen Ausrichtung wirtschaftliche Chancen vergeben könnte, die sich später nicht mehr zurückholen lassen. Die begrenzten Gewerbeflächen seien eine wichtige Grundlage für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Deshalb dürfe ihre Vermarktung nicht allein von der aktuellen Nachfrage und kurzfristigen Einnahmeerwartungen bestimmt werden.

„Entscheidend ist nicht, wie schnell wir unsere Gewerbeflächen verkaufen. Entscheidend ist, welche Unternehmen, Arbeitsplätze und wirtschaftlichen Perspektiven wir damit langfristig für Rheinbach gewinnen. Wir bedauern, dass unser Antrag keine Mehrheit gefunden hat, und befürchten, dass wir die Folgen dieser Entscheidungen erst in einigen Jahren wirklich erkennen werden“, erklärt Ritter abschließend.


 

Samstag, 17. Oktober 2026

Papierstatik und Magnetzauber




Papierstatik und Magnetzauber

Junge Entdecker erproben physikalische Kräfte am Städtischen Gymnasium Rheinbach


Leuchtende Augen und konzentriertes Tuscheln: Die Chemie- und Physikräume des Städtischen Gymnasiums Rheinbach verwandelten sich am zdi-Tag in ein lebendiges Forschungslabor. Unter dem Leitmotiv „Kräfte – was die Welt zusammenhält“ tauchten über 50 begeisterte SchülerInnen der Grundschule Merzbach und der Grundschule Sürster Weg in die faszinierende Welt der Naturwissenschaften ein und zeigten eindrucksvoll, dass der Forscherdrang an der als MINT-Exzellenz-Center ausgezeichneten Schule keine Grenzen kennt.

Im Chemieraum stand eine knifflige Aufgabe an: Aus nur fünf Blatt Papier und zehn Zentimetern Klebeband sollten die jungen Kinder eine tragfähige Brücke bauen. Unterstützt von Physiklehrerin Dr. Maika Königs und Neuntklässlern tüftelten sie hochmotiviert daran, durch Falten, Rollen und Knicken das Papier in stabile Konstruktionen zu verwandeln, und entdeckten, wie entscheidend die gewählte Form die wirkenden Kräfte verändern kann.

Dann stieg die Spannung: Die Papierbrücken wurden einer harten Bewährungsprobe unterzogen und dafür über einer Lücke platziert und nach und nach mit Gewichten belastet. Die Kinder jubelten, als die stabilste Konstruktion beeindruckende 800 Gramm trug. 

Auch im benachbarten Physikraum erkundeten die Kinder den Magnetismus. An vier Stationen beobachteten sie erstaunliche Phänomene: Gebannt verfolgten sie, wie feines Eisenpulver durch ein Reagenzglas wanderte, als Robin einen Magneten außen an der Glaswand entlangführte – ganz ohne Berührung. Auch die Kreativität der kleinen Forscher erwachte auf ganz unterschiedliche Weise. Während kleine Automobilfans magnetische Elemente nutzten, um originelle Karosserien auf fahrbaren Chassis aufzubauen, erschufen andere kreative Geister aus farbenfroh bemalten Magneten immer neue, fantasievolle Landschaften. Ganz nebenbei und durch das eigene Experimentieren lernten die Schüler eine der wichtigsten Grundregeln des Magnetismus: Ungleichnamige Pole ziehen sich an, während gleichnamige Pole sich gegenseitig abstoßen.

Die kindliche Neugier an den naturwissenschaftlichen Experimenten hat an diesem Vormittag einmal mehr verdeutlicht, wie fruchtbar es ist, die Begeisterung für naturwissenschaftliche Schwerpunkte frühzeitig zu wecken, ein besonderes Anliegen des MINT-Exzellenzgymnasiums. Darüber hinaus hat dieser zdi-Tag den jungen Schülern eindrucksvoll gezeigt, dass Lernen am SGR weit mehr sein kann als graue Theorie: Es bedeutet vor allem, mit Freude zu entdecken, zu experimentieren und den eigenen Fragen auf den Grund zu gehen.

 

„Lions-Club Bonn-Rhenobacum“ und „Partnerschaft des Friedens“ danken der Bundespolizei für großzügige Spende

Stehend li Stefan Raetz, re LtdPD Carsten Westerkamp


„Lions-Club Bonn-Rhenobacum“ und „Partnerschaft des Friedens“ danken der Bundespolizei für großzügige Spende 

Am 01. und 02. Oktober feierte die Bundespolizei ihr 75-jähriges Bestehen. Das Bundespolizeiaus- und fortbildungszentrum in Heimerzheim lud zu einem erstklassigen Benefizkonzert des Bundespolizeiorchesters Hannover mit der Sängerin Menna Mulugeta, bekannt aus „Voice of Germany“, in das Rheinbacher Stadttheater ein. Musik und Gesang begeisterten das Auditorium so, dass bei einer Hutspende ein Erlös von € 5.000 erzielt wurde. 

Diese große Summe übergab Leitender Polizeidirektor Carsten Westerkamp vor der feierlichen Vereidigung der Anwärterinnen und Anwärter des mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienstes. Stefan Raetz, Vorsitzender „Partnerschaft des Friedens“, bedankte sich im Namen beider Empfänger für die Spende. In wenigen Worten erläuterte er, dass der Lions-Club das Geld für die Schulung pädagogischer Fachkräfte in der Gemeinde Swisttal und den Städten Meckenheim und Rheinbach einsetzt, um sie bei der Vermittlung und Förderung von Lebenskompetenzen zu unterstützen. Die „Partnerschaft des Friedens“ finanziert anstehende Studienfahrten nach Verdun, um jungen Menschen die Folgen sinnloser Kriege zu verdeutlichen. Dabei steht ein Besuch der Soldatenfriedhöfe und des Gebeinhauses auf dem Programm. 

Lions-Club wie Partnerschaft danken der Bundespolizei für die Entscheidung, die Gelder gezielt in der Region einzusetzen und diese zur Stärkung des Demokratieverständnisses zu nutzen.  

17. Jugend Tennis Stadtmeisterschaft Rheinbach

Ausschreibung Stadtmeisterschaft


Team Siegerehrung - von r: Karl-Heinz Carle, Dr. Daniel Phiesel, Patrick Kuhn, Ingo Schwiering

17. Jugend Tennis Stadtmeisterschaft Rheinbach

Rheinbach – Erst zum zweiten Wochenende im Oktober, also nach dem Abschluss der Sommersaison im Tennis, konnte wegen Terminüberschneidungen die Stadtmeisterschaft der Rheinbacher Tennisjugend ausgetragen werden.

Schirmherr war Bürgermeister Dr. Daniel Phiesel, der zur Siegerehrung auch persönlich jeder Spielerin und jedem Spieler gratulierte und die Teilnahmemedaille aushändigte.

Turnusgemäß hatte der TC Flerzheim mit Sportwart Ingo Schwiering die Organisation der Spiele übernommen, während der TC Rheinbach seine Anlage zur Verfügung stellte und mit dem Team Jugendbetreuung vor allem bei Speisen und Getränken unterstützte.

Der Start der Spiele am Samstagmorgen war zunächst nur möglich, weil die Ganzjahresplätze und die Traglufthalle nach dem starken Regen in der Nacht zur Verfügung standen. Doch dann hatte der Wettergott ein Einsehen und bald konnte auf der gesamten Anlage gespielt werden. 

Damit konnten die insgesamt 29 Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichen Altersklassen von U 8, U 10, U 12, U 15 und U 18 ihre Matches austragen.

Auch wenn natürlich jede und jeder Stadtmeisterin oder Stadtmeister werden wollte, das Vergnügen am Spiel und das faire Miteinander standen bei allem kämpferischen Ehrgeiz im Vordergrund.

Doch bleiben im Ergebnis die neuen Stadtmeister 2026 zu nennen; sie heißen:

U 8 Leo Pohl

U 10 Chris Ebert

U 12 Toni Giessler

U 15 w Eva Hurst

U 15 m Leander Arens

U 18 w Helena von Scheven

U 18 m Maximilian Saal

Herzlichen Glückwunsch!


Ihr  Herz für die Rheinbacher Jugend zeigten mit Spenden, Preisen und Speisen: 

VR-Bank Bonn-Rhein-Sieg, vertreten durch Patrick Kuhn bei der Siegerehrung
Stadtsportverband Rheinbach, vertreten durch Karl-Heinz Karle bei der Siegerehrung
Robinson WellFit Rheinbach und Robinson Rheinland
Achims Sportshop
Monte Mare Rheinbach
Phantasialand
Getränkehandel Küster
Bäckerei Lennartz

Ein herzliches Dankeschön den Sponsoren, die der Rheinbacher Tennisjugend ein tolles Erlebnis mit bleibenden Erinnerungen ermöglichten. 

Gruppenfoto Rheinbacher Jugend mit Team Siegerehrung


 

Einladung zum Rheinbacher Schweigegang


Einladung zum Rheinbacher Schweigegang

Alle Bürgerinnen*Bürger aus Rheinbach und Umgebung sind dazu eingeladen.

Wir „Erinnern“ seit mehr als 35 Jahren mit dem Schweigegang an die Gräueltaten der Deutschen, nicht nur aber besonders an den Jüdinnen*Juden.

Wir „Gedenken“ der Jüdinnen*Juden, die aus Rheinbach in die Konzentrationslager gebracht und getötet wurden.

Wir „Mahnen“: „Nie wieder“!

Weg des Schweigeganges:

Wir treffen uns am 9.11. um 1700 in der Gnadenkirche in der Ramershovenerstr., von dort gehen wir um 1730 zum Bürgerhausplatz, Bachstr., Polligstr. Weiherstr., Hauptstr., Vor dem Dreeser Tor, Am Jüdischen Friedhof, Bahnhofstr., Kriegerstr., Schweigelstr., Ende des Schweigeganges auf dem Lindenplatz.

Auf dem Weg halten wir an den Häusern, in denen die Rheinbacher Jüdinnen*Juden gelebt haben, bevor die meisten von ihnen über das Kloster Mariahilf in Bonn Endenich und Köln in die verschiedenen Vernichtungslager im Osten gebracht wurden.

Am Jüdischen Friedhof wird ein jüdisches Gebet vorgetragen; im Rathaus werden die Namen von Personen verlesen, die auf der Gedenkwand stehen (s. u.); der Bürgermeister wird am Mahnmal in der Schweigelstraße eine Rede halten; Schlussansprache auf dem Lindenplatz. Änderungen vorbehalten.

Eine Schülergruppe der Gesamtschule Rheinbach wird uns mit eigenen Beiträgen begleiten:

Fürbitten in der Kirche.

Am Jüdischen Friedhof werden ausgewählte, deportierte jüdische Bürgerinnen*Bürger Rheinbachs vorgestellt.

Im Rathaus wird das Gedicht "Kein Kinderlied" von Mascha Kaléko vorgetragen.

Anschließend lesen die Schülerinnen*Schüler die Namen der ermordeten Rheinbacher Bürgerinnen*Bürger von der Gedenkwand vor.

Organisiert wird der diesjährige Schweigegang von:

Anton Beyer, Jochen Bois, Willi Oberheiden, Peter Schürkes und der Gesamtschule Rheinbach.

Die Organisatoren bitten, schweigend zu gehen. 

Bestseller-Autor Stephan Thome liest am Mittwoch, 21. Oktober, 19.30 Uhr, in der Hochschul- und Kreisbibliothek in Sankt Augustin

Bestseller-Autor Stephan Thome liest am Mittwoch, 21. Oktober, 19.30 Uhr, in der Hochschul- und Kreisbibliothek in Sankt Augustin

Schriftsteller Stephan Thome stellt am Mittwoch, 21. Oktober 2026, 19.30 Uhr, seinen neuen Roman „Besser als nie“ in der Lesereihe „Zu Gast auf dem Sofa“ in der Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn-Rhein-Sieg (Grantham-Allee 20) in Sankt Augustin vor. Der „Meister der Dialog-Kunst“, wie der „Spiegel“ einmal schrieb, ist auf dem Lesungssofa wohlbekannt. Der 54-Jährige, der in Taipeh lebt, hat dort bereits seine Romane „Grenzgang“ und „Gott der Barbaren“ präsentiert.

In seinem neuen Roman knüpft Thome inhaltlich an seinen Roman „Grenzgang“ an, mit dem er 2009 den „aspekte“-Literaturpreis für das beste Debüt des Jahres gewonnen hatte und auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises stand. Der Autor erzählt in „Besser als nie“ laut Verlag davon, dass im oberhessischen Bergenstadt wieder der 200 Jahre alte „Grenzgang“ gefeiert werden soll, der pandemiebedingt zweimal verschoben werden musste. Doch das traditionelle Heimatfest wird zum Streitfall und spaltet das Dorf. Warum spielen Frauen immer noch eine untergeordnete Rolle und dürfen beim Festumzug nicht mitreiten? Und der Hessische Rundfunk hat Fragen zu dem sogenannten „Mohren“, der dem Festzug voranschreitet. Bürgermeister Jürgen Bamberger gerät mehrfach in Erklärungsnot.

Die Lesereihe „Zu Gast auf dem Sofa“ veranstaltet die Hochschul- und Kreisbibliothek gemeinsam mit der Buchhandlung Thalia Sankt Augustin. Das Publikum darf sich auf eine sehr persönliche Atmosphäre und die Gelegenheit zum Gespräch mit dem Autor freuen. Moderiert wird der Abend von Susanne Kundmüller-Bianchini.

Die Lesung findet am 21. Oktober 2026 in der Hochschul- und Kreisbibliothek der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, Grantham-Allee 20, Sankt Augustin statt, Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Kartenreservierungen sind telefonisch unter 02241/865-680 oder per E-Mail an bibliothek@h-brs.de möglich. Im Vorverkauf sind Karten erhältlich bei der Buchhandlung Thalia Sankt Augustin und in der Hochschulbibliothek. Zudem gibt es eine Abendkasse (Barzahlung).

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg unter https://www.h-brs.de/de/bib/termin/zu-gast-auf-dem-sofa-stephan-thome 

Trauerspaziergang mit Picknick

Trauerspaziergang mit Picknick

Angebot der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. auch für Berufstätige am Samstag, 24. Oktober, 11 Uhr

Zu einem Trauerspaziergang mit Picknick lädt die Ökumenische Hospizgruppe e.V. all diejenigen ein, die um einen geliebten Menschen trauern und sich Austausch in entspannter Atmosphäre wünschen. Um auch Interessierten die Teilnahme zu ermöglichen, die unter der Woche keine Gelegenheit haben, die Angebote der Hospizgruppe wahrzunehmen, wurde gezielt ein Samstag als Termin gewählt: Samstag, 24. Oktober, 11 Uhr, Treffpunkt am Glaspavillon, An der Glasfachschule 4, in Rheinbach. Gemeinsam mit erfahrenen ausgebildeten Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleitern unternehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in gemütlichem Tempo einen etwa 5 Kilometer langen Spaziergang. Unterwegs ist Raum für Gespräche, Erinnerungen und das Erleben der Natur. 

Bitte für das Picknick selbst etwas zu essen und zu trinken mitbringen. 

Anmeldungen bis 21. Oktober: kontakt@hospiz-voreifel.de, Tel. 02226/ 900 433, Info: www.hospiz-voreifel.de und Instagram 


18. Oberdreeser Herbstmarkt bei Sonnenschein und guter Laune

Schon früh füllte sich der Marktplatz an der alten Schule mit Gästen.

v.l.n.r Regionaldirektor der VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG, Maximilian Schmitz, stellv. Bürgermeister Markus Pütz, OAS-Vorsitzender Peter Eich

Großer Andrang im Scheunenkaffee an beiden Markttagen

18. Oberdreeser Herbstmarkt bei Sonnenschein und guter Laune 

Der Ortsausschuss und die Vereine empfingen an beiden Markttagen mehrere Hundert Gäste auf dem alten Schulhof 

Die wochenlangen Vorbereitungen und tagelangen Aufbauarbeiten auf dem alten Schulhof im Dorfkern von Oberdrees für den mittlerweile 18. Oberdreeser Herbstmarkt wurden durch das durchgehend gute Wetter mit seinen frühlingshaften Temperaturen belohnt. 

Zur Eröffnung des Herbstmarktes am Samstag stellten der stellvertretender Bürgermeister Markus Pütz, der Regionaldirektor der VR-Bank, Maximilian Schmitz und OAS-Vorsitzender und Ortsvorsteher Peter Eich gleichermaßen fest, dass die Rückkehr nach 3 Jahren auf den alten Schulhof die richtige Entscheidung war. Die vergangenen 3 Jahre hatte der OAS an einem anderen Standort durch die Nähe zur Ludwig-Fett-Halle das Wetterrisiko minimieren wollen.  

Maximilian Schmitz hob das ehrenamtliche Engagement der Oberdreeser Vereine hervor und bereits zum 9. Mal unterstützt die VR-Bank Bonn-Rhein Sieg e.G. den Oberdreeser Herbstmarkt mit einer Spende in Höhe von 1.000 Euro. 

Der Ortsausschuss um Peter Eich und das Aufbauteam um Heinz Schneppen hatten das Dorfzentrum mit 10 eigenen Holzbuden und 2 großen Zelten in tagelanger Arbeit in ein idyllisches Herbstmarktgelände verwandelt. 

Im Scheunenkaffee wurden die zahlreichen Gäste an beiden Tagen durch fürsorgliche Bedienung von den Oberdreeser Frauen mit vielen gespendeten Kuchen und extra für den Herbstmarkt hergestellten Backwaren verwöhnt. Kartoffelsuppe, Steaks mit Bratkartoffel und selbstgemachten Krautsalat sowie der durchgehend belagerte Reibekuchenstand des Damenkomitees waren nur ein Teil des kulinarischen Angebotes. Waffelstand, frischgepresste Obstsäfte, Liköre und Marmeladen, herbstliche Gestecke und frisches Obst und Herbstblumen aus der Region rundeten das breitgefächerte Angebot ab. Der Weinstand lockte mit köstlichen Weinen von der Ahr mit einem überdachten Verweilplatz in der Alm-Gaudi-Hütte. 

Die Helferinnen und Helfer, die sich im Schichtdienst für die Arbeit am Spülmobil eingesetzt haben, wurden bei dem großem Besucherandrang mit der Belieferung der Buden von frischem Geschirr arg gefordert. Der Einsatz des Spülmobils trägt aber wesentlich zur Müllreduzierung der Veranstaltung bei. 

Alle Stände waren liebevoll herbstlich dekoriert und die vielen ehrenamtlichen Helfer auch entsprechend mit Schürzen, Jacken und zum Teil mit Schiebermützen gekleidet. Besonders fiel den vielen Gästen der mit Strohballen und Obstrad und Blumen sehr schön dekorierte Eingangsbereich zum Herbstmarktgelände auf. Die unmittelbar vor dem Gelände verlaufende Straße war für die Dauer des Herbstmarktes gesperrt. 

Die dort aufgestellte Hüpfburg war 2 Tage Mittelpunkt für die Kinder. 

Auf der Herbstmarktbühne spielten am Samstag zur Eröffnung traditionell die Vischeltaler Blasmusikanten auf, die Karnevalsgesellschaft Oberdrees nutzte den Herbstmarkt zur Vorstellung der Tollitäten für die kommende Session und hatte dazu viele Vereine und zukünftige Tollitäten aus dem Umland eingeladen. Am Abend unterhielt DJ Denniz die Gäste bis Mitternacht. Der 2. Herbstmarkttag begann mit einem gut besuchten Erntedank-Wortgottesdienst, der mit den Erzieherinnen und den Kindern der KiTa Oberdrees liebevoll gestaltet wurde.  

Als am Nachmittag der Kinderzauberer Nils Boing für mehrere Stunden die zahlreichen Kinder mit Ballonfiguren und Zaubertricks auf der Herbstmarkbühne in seinen Bann zog, waren bei fast sommerlichen Temperaturen nicht nur die Eltern, sondern auch die Veranstalter mit dem enormen Zuspruch an Besuchern beim 18. Oberdreeser Herbstmarkt mehr als zufrieden. „ In diesem Jahr war es wiederum eine tolle Teamleistung von allen Beteiligten, angefangen bei der Planung, der Organisation, dem Einkauf, der großen Spendenbereitschaft und der Einteilung der Budenbesetzungen an beiden Tagen. Getragen von dem guten Wetter und dem enormen Besucherandrang sind wir hier und da an unsere Leistungsgrenzen gegangen. Ich werde weiterhin um Unterstützung in den kommenden Jahr durch nachwachsende Kräfte werben, damit der Oberdreeser Herbstmarkt noch viele Jahre in dieser Qualität angeboten werden kann“ so der Vorsitzende des Ortsauschusses Peter Eich. 

Titel: Medaillenregen für Tomburg Boxing Rheinbach in Mülheim

Medaillenregen für Tomburg Boxing Rheinbach in Mülheim

Rheinbach / Mülheim an der Ruhr. Die Wettkampfkämpfer von Tomburg Boxing Rheinbach e.V. setzen ihre Erfolgsserie fort. Bei einem stark besetzten Turnier des Verbandes WFMC (World Fight Sport und Martial Arts Council) am Samstag, den 4. Oktober 2026, in Mülheim an der Ruhr sicherten sich die sechs angetretenen Athletinnen und Athleten des Vereins Spitzenplatzierungen und unterstrichen ihre Topform zum Ende der aktuellen Wettkampfsaison.

Besonders herausragend präsentierte sich Jolie Zavelberg in der Altersklasse der 12- bis 14-Jährigen (bis 35 kg). Sie sicherte sich den ersten Platz im Kick Light. Zavelberg krönt damit eine außergewöhnliche Saison: In ihrer Gewichtsklasse hält sie nun den Titel der Amateurweltmeisterin in gleich vier verschiedenen Kampfsportverbänden.

Ebenfalls ungeschlagen blieben Maxim Stieben und Liv Bender. Stieben dominierte die Altersklasse der 15- bis 17-Jährigen (bis 60 kg) und holte sowohl im Leichtkontakt (LK) als auch im Kick Light den Turniersieg. Liv Bender (12–14 Jahre, bis 50 kg) knüpfte an diese Leistung an und sicherte sich nach stark geführten Kämpfen ebenfalls den zweifachen Titel.

Ergänzt wurde das hervorragende Gesamtergebnis durch weitere Podiumsplätze des Rheinbacher Nachwuchses: Ava Bender (8–11 Jahre, bis 35 kg) erkämpfte sich zwei Silbermedaillen (Leichtkontakt und Kick Light). Ben Eggert (12–14 Jahre, bis 35 kg) erreichte den zweiten Platz im Kick Light sowie den dritten Platz im Leichtkontakt. Lotti Stocker (8–11 Jahre, bis 30 kg) komplettierte den Erfolg mit einem dritten Platz im Kick Light.

Coach Christopher Stocker zeigte sich mit dem geschlossenen Auftreten und den Leistungen seiner Schützlinge hochzufrieden.



Ausblick auf das Saisonfinale

Für das etablierte Wettkampfteam steht nun noch ein finales Großturnier an, bevor die Saison offiziell endet. Im Anschluss steht für den Großteil der Athleten ein Alters- und Gewichtsklassenwechsel an. Auch das Newcomerteam des Vereins bereitet sich auf den Saisonabschluss vor: Nach zwei weiteren Turnieren werden die Nachwuchstalente fest in das reguläre Wettkampfteam integriert.