Internationale Talente für die KI von morgen: H-BRS erfolgreich im DAAD-Programm „Academic Horizons“
Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat mit ihrem Konzept zur Gewinnung von internationalen Spitzentalenten im Bereich Künstliche Intelligenz überzeugt: Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das H-BRS-Projekt „TALENT“ im Programm „Academic Horizons – Attracting Global Minds“ bis Ende 2029 mit 750.000 Euro. Die Mittel hierfür stammen aus dem 1000-Köpfe-Plus-Programm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR). Dessen Ziel ist es, exzellente internationale Forschende dauerhaft an den hiesigen Wissenschafts- und Innovationsstandort zu binden.
Der Projektname „TALENT“ an der H-BRS steht als Abkürzung für „Talent Attraction and Lifelong Empowerment for New Technologies“ und ist eine Kooperation zwischen dem International Office, dem Fachbereich Informatik und dem Graduierteninstitut der Hochschule. Ziel ist es, internationale Spitzentalente im Bereich der Künstlichen Intelligenz für ein Studium oder eine Promotion an der H-BRS zu gewinnen, sie frühzeitig zu binden und nachhaltig in Wissenschaft und Arbeitsmarkt zu integrieren. Damit stärkt die Hochschule ihre internationale Ausrichtung und ihre Rolle in zentralen Zukunftstechnologien.
„Wir freuen uns sehr über diese Anerkennung und sind sehr stolz auf diesen Erfolg“, sagt die Vizepräsidentin Internationales und Digitalisierung der H-BRS, Professorin Teena Chakkalayil Hassan, über die Förderung des Projekts. „TALENT ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Internationalisierungsprojekte einen bedeutenden und nachhaltigen Beitrag zur Stärkung von Lehre, Forschung und Transfer in wichtigen Digitalisierungsthemen wie Künstliche Intelligenz leisten und somit auch die Attraktivität der Hochschule für Studierende und Forschende steigern können.“ Das entspreche genau dem Geist des Hochschulentwicklungsplans 2026 bis 2030.
Im Zentrum von TALENT steht der Aufbau einer „Talent Track Praxis Pipeline“, über die rund 30 besonders qualifizierte potentielle Masterstudierende und Promovierende aus Ländern wie Indien, Mexiko, Kamerun und Vietnam rekrutiert, fachlich und sozial integriert sowie auf eine Karriere in Wissenschaft oder Wirtschaft vorbereitet werden sollen. Ein wesentliches Merkmal von TALENT ist der ganzheitliche Ansatz, der alle Phasen von der Rekrutierung über das Onboarding, die fachliche Ausbildung bis hin zur Karriereentwicklung systematisch miteinander verzahnt. Das Projekt startet diesen Monat.
„Mit TALENT stärken wir gezielt unsere internationale Sichtbarkeit und leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung in Zukunftstechnologien“, sagt Professor Sascha Alda, Dekan des Fachbereichs Informatik. „Gerade im Bereich der Künstlichen Intelligenz brauchen wir global vernetzte Talente, die Forschung, Innovation und Transfer gleichermaßen voranbringen.“
Das Projekt wird in enger Kooperation zwischen dem International Office und dem Fachbereich Informatik umgesetzt. Während der Fachbereich seine Expertise in der KI-Forschung einbringt, übernimmt das International Office eine zentrale Rolle bei der internationalen Rekrutierung sowie der Betreuung und Integration der Teilnehmenden.
„Internationale Talente erfolgreich zu gewinnen und ihren Studienerfolg sicherzustellen, bedeutet, sie von Anfang an ganzheitlich zu begleiten“, sagt Dr. Rahel Hutgens, Leiterin des International Office. „Mit TALENT schaffen wir Strukturen, die Orientierung geben, Integration fördern, lebenslanges Lernen stärken und so langfristige Karriereperspektiven eröffnen.“
Für die Förderung der Promovierenden ist insbesondere das Graduierteninstitut verantwortlich. Es stellt eine strukturierte Betreuung, hochwertige Qualifizierungsangebote und die Einbindung in die Forschungslandschaft sicher und unterstützt damit gezielt den internationalen wissenschaftlichen Nachwuchs.
Neben der fachlichen Qualifizierung setzt das Projekt auf soziale Integration und nachhaltige Bindung. Mentoring-Programme, interkulturelle Angebote sowie Kooperationen mit Unternehmen fördern die Vernetzung in Hochschule, Region und Arbeitsmarkt. Damit leistet TALENT zugleich einen Beitrag zur Fachkräftesicherung und zur Stärkung des Innovationsstandorts Deutschland.
„Künstliche Intelligenz und Autonome Systeme“ ist einer von fünf Forschungsschwerpunkten an der H-BRS, der durch das gleichnamige Institut getragen wird. Besondere Expertise hat der Fachbereich Informatik zum Beispiel in der Anwendung von KI in den Bereichen Visual Computing oder Informationssicherheit. Sowohl in der Wirtschaftsinformatik als auch im Bereich Cyber Security & Privacy wird die Anwendung von KI in relevanten Fallstudien erforscht.
Als Grundlagenfach ist KI in allen Bachelor-Studiengängen im Fachbereich Informatik verankert, das sind neben der klassischen Informatik die Studiengänge Cyber Security & Privacy sowie Wirtschaftsinformatik. Als Master-Studiengänge bietet der Fachbereich Autonomous Systems, Cyber Security & Privacy, Game Technologies, Informatik sowie Wirtschaftsinformatik, Nachhaltigkeit und Digitalisierung an.

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