Sonntag, 15. März 2026

Frühjahrsputz in Niederdrees


Frühjahrsputz in Niederdrees

Viele helfende Hände für ein sauberes Dorf


Niederdrees, 14. März 2026 – Bei bestem Einsatz für die Dorfgemeinschaft fand am Samstag der diesjährige Frühjahrsputz in Niederdrees statt. Zahlreiche engagierte Helferinnen und Helfer aus den örtlichen Vereinen und Gruppen beteiligten sich an der gemeinsamen Aktion, um das Dorf und die umliegende Gemarkung von Müll zu befreien und für den Frühling herzurichten.

Mit dabei waren unter anderem Mitglieder der Feuerwehr, der Jugendfeuerwehr, der Junggesellen, des Ortsausschusses sowie des Spielmannszuges. Gemeinsam sammelten sie entlang von Wegen, Straßen und Feldern zahlreiche Müllsäcke und leisteten damit einen wichtigen Beitrag für ein sauberes und gepflegtes Ortsbild.

Neben der Müllsammelaktion wurden am Dorfplatz zudem die Stauden zurückgeschnitten, damit die Grünanlagen wieder frisch in die neue Saison starten können.

Nach getaner Arbeit trafen sich die Helferinnen und Helfer in der Alten Schule, wo eine kleine Stärkung auf alle wartete. In gemütlicher Runde ließ man den erfolgreichen Arbeitseinsatz gemeinsam ausklingen.

Der Frühjahrsputz zeigte einmal mehr, wie stark der Zusammenhalt in Nieserdrees ist. Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, die ihre Zeit und Energie für das Wohl des Dorfes eingesetzt haben. 

 





Vortrag des Palliativmediziners Prof. Lukas Radbruch

„Ich will nicht mehr leben – Umgang mit Sterbewunsch“

Vortrag des Palliativmediziners Prof. Lukas Radbruch am Donnerstag, 26. März, 18.30 Uhr


„Ich will nicht mehr leben“ - Angehörige und Begleiter stehen ebenso wie Fachpersonal vor der Frage wie sie mit einem solchen oder ähnlich geäußerten Sterbewunsch von Schwerstkranken umgehen sollen. Sie fühlen sich hilflos, überfordert, ratlos und wissen nicht, wie sie angemessen reagieren sollen.
Orientierung und Antworten auf Fragen rund um das Thema „Umgang mit Sterbewunsch“ gibt der Palliativmediziner Prof. Dr. med. Lukas Radbruch, erster Vorsitzender der Ökumenischen Hospizgruppe e.V. Rheinbach-Meckenheim-Swisttal, in seinem Vortrag am Donnerstag, 26. März, um 18.30 Uhr in der Aula der Evangelischen Grundschule Meckenheim, Kölnstr. 1, zum Auftakt der Mitgliederversammlung der Hospizgruppe. Natürlich ist der Vortrag auch wieder für Nicht-Mitglieder und alle Interessierten offen. 

Prof. Radbruch war bis zum Frühjahr dieses Jahres Ärztlicher Direktor der Klinik für Palliativmedizin am Bonner Universitätsklinikum und Leiter des Zentrums für Palliativmedizin am Helios-Klinikum Bonn/Rhein-Sieg sowie von 2014 bis 2021 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin. Aus seinem Erfahrungsschatz dieser langjährigen Arbeit und seiner zahlreichen Begegnungen mit schwer kranken und sterbenden Menschen wird Prof Radbruch einen informativen Vortrag in leichter und verständlicher Sprache gestalten. 

Telefonischer Kontakt für Rückfragen: 02226 – 900 433, Informationen zum Verein und weiteren Angeboten: www.hospiz-voreifel.de
 

Patentlösung zur E-Mobilität: NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur trifft auf ihrer Innovation Tour Erfinder von H-BRS und Unternehmen ZERA

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur traf bei ZERA in Königswinter-Oberpleis auf die Erfinder der neuen mobilen Prüfverfahren für Ladesäulen. Foto: H-BRS 


Patentlösung zur E-Mobilität:  NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur trifft auf ihrer Innovation Tour Erfinder von H-BRS und Unternehmen ZERA


Elektromobilität spielt bei der Reduktion umweltschädlicher Emissionen im Straßenverkehr eine zentrale Rolle. Essenziell hierfür ist die Ladeinfrastruktur. Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) hat mit dem Unternehmen ZERA Verfahren entwickelt, die vor Ort die unkomplizierte und praxistaugliche Funktionsprüfung der Ladesäulen ermöglichen. Die Kooperation zeigt beispielhaft, wie aus einem Praxisproblem ein Patent mit großem Marktpotenzial entstehen kann. NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur hat sich auf ihrer Innovation Tour 2026 heute mit den Erfindern ausgetauscht.

Laut Bundesnetzagentur gibt es deutschlandweit knapp 200.000 öffentlich zugängliche E-Ladesäulen, jede vierte davon ist für das Schnellladen geeignet. Alle kommerziell genutzten Ladestationen darunter müssen nach acht Betriebsjahren neu geeicht werden, um sicherzustellen, dass sie korrekt funktionieren. Für die Funktionsprüfung hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg gemeinsam mit ZERA mehrere neue Verfahren entwickelt, die gegenüber den aktuellen Lösungen einige Vorteile haben: In der höchsten Integrationsstufe bieten sie die Möglichkeit, die komplette Ladekurve abzufahren und Energie zurück ins Stromnetz zu speisen. Durch den Einsatz von Leistungselektronik sind die neuen Lösungen zudem in einer kleinen Box transportabel. Weil diese „Patentlösung“ mit der Nummer DE 10 2023 211 443 darüber hinaus zeigt, wie die Zusammenarbeit einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) mit einem mittelständischen Unternehmen zügig zu einer Innovation für die nachhaltige Transformation führen kann, hat sich heute die nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur auf ihrer NRW Innovation Tour 2026 in Königswinter über das Projekt informiert.

„Zukunft entsteht dort, wo Menschen Ideen in die Tat umsetzen – und genau das erleben wir hier im Rheinland und im Bergischen Land. Starke mittelständische Unternehmen, innovative Start-ups und engagierte Hochschulen arbeiten hier eng zusammen und entwickeln Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. Diese Innovationskraft vor Ort wollen wir stärken und weiter vernetzen – denn sie ist eine wichtige Grundlage für ein starkes und zukunftsfähiges Nordrhein-Westfalen“, sagt Mona Neubaur, Stellvertretende Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin.

Das Projekt startete im Wortsinn mit einer Tasse Kaffee. Das Zentrum für Wissenschafts- und Technologietransfer (ZWT) der H-BRS stellte einen Kontakt zwischen Professor Marco Jung und dem Messtechnik-Spezialisten ZERA her. Man traf sich, tauschte sich aus, sprach über ein Problem, entwickelte gemeinsam eine Idee und erarbeitete eine Lösung. „Das Innovationsprojekt mit ZERA ist exemplarisch für unser Selbstverständnis als Hochschule für Angewandte Wissenschaften“, sagt der H-BRS-Vizepräsident Forschung und Transfer, Professor Johannes Steinhaus. „Wir verstehen uns als Innovationsmotor und Sparringspartner für die regionale Wirtschaft und wollen die Expertise aus unserer anwendungsorientierten Forschung für die industrielle Praxis nutzbar machen.“

Den Vorteil einer solchen Zusammenarbeit betont auch ZERA-Geschäftsführer Horst Wächter. „Innovation entsteht besonders dort, wo Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven und Fachrichtungen zusammenkommen und gemeinsam an Lösungen arbeiten“, sagt er. „Die Zusammenarbeit mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zeigt, wie aus diesem Austausch praxisnahe Innovationen entstehen können.“

Für Dr. Simon Roth, den Leiter des ZWT an der H-BRS, ist die Entwicklung dieser Kooperation ein Paradebeispiel. „Gelingender Transfer beginnt oft mit der Vernetzung von Fragestellung und Expertise. Wir bringen Forschende der Hochschule mit den Unternehmen der Region zusammen. Im besten Falle entstehen daraus wie in diesem Beispiel Innovationen zur Lösung von technischen Herausforderungen in der Praxis“, sagt er.

Die technische Herausforderung aus der Praxis ist in diesem Fall die Nacheichung von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge vor Ort. Professor Marco Jung, der an der H-BRS eine Professur für Elektromobilität und elektrische Infrastruktur mit dem Schwerpunkt Leistungselektronik innehat, erläuterte der Ministerin das Projekt. An kommerziell genutzten Ladesäulen wird jede abgegebene Kilowattstunde Strom für die Abrechnung erfasst, das ist nicht anders als beim Stromzähler im heimischen Haushalt. Und dieser Zähler muss gemäß des Eichrechts regelmäßig kontrolliert werden. Bislang existiert keine wirklich geeignete Lösung auf dem Markt. Ideen reichen vom Anschluss eines Grills bis hin zur Verwendung einer großen Batterie, die per Lkw zu den Ladestationen transportiert werden muss. Die Prüfung der Ladekurve ist damit nicht nur sehr umständlich, sondern auch nur punktuell möglich. Die sogenannte geplante „Phantomprüfung“ lässt zwar eine Zählerprüfung im Feld zu, ermöglicht aber nicht die Funktionsüberprüfung der Ladesäule.

Bei den von H-BRS und ZERA neu entwickelten Verfahren ist das anders, denn es fließt Leistung. Dies ermöglicht eine echte Funktionsprüfung von Ladesäule und Zähler unter reproduzierbaren Bedingungen – und das mit einer kompakten, mobilen Einheit, die nur aus Elektronikkomponenten in der höchsten Integrationsstufe besteht. „Prinzipiell kann durch unsere Erfindung die komplette Ladekurve überprüft werden“, sagt Jung. Die dabei abgegebene Energie kann in einer Variante des Verfahrens über eine einstellbare Last in Wärme gewandelt und abgegeben oder in einer anderen Variante zurück ins Stromnetz gespeist werden. Das neue Verfahren haben H-BRS und ZERA mittlerweile patentiert. Stark unterstützt wurde dies durch den Verbund innovation2business.nrw. Diesen bilden 27 Hochschulen des Landes NRW mit dem Dienstleister PROvendis, um den Wissens- und Technologietransfer in Wirtschaft und Gesellschaft voranzubringen. Der Verbund wird durch das nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerium gefördert. 

Kein Streik bei der RVK

Kein Streik bei der RVK


Köln, 13. März 2026. Die Fahrten der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) sind von der aktuellen Streikwelle nicht betroffen. Da die RVK nicht dem Eisenbahntarifvertrag (ETV) bzw. dem Tarifvertrag Nahverkehr (TVN) unterliegt, wird sie nicht bestreikt. Das gilt auch für den kommenden ver.di-Warnstreik am 16. und 17. März 2026.

Unsere Fahrpersonale sind im Einsatz und die RVK-Busse verkehren somit nach Fahrplan. Fahrgäste können wie gewohnt alle RVK-Linien nutzen, müssen jedoch unter Umständen mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen rechnen.

Informationen zu allen Fahrten, aktuellen Beeinträchtigungen und Änderungen im Fahrplan werden laufend auf www.rvk.de unter dem Menüpunkt Verkehrsmeldungen aktualisiert. 

Keine Erhöhung der Kita-Beiträge – Rheinbach steht weiter an der Seite der Familien

Keine Erhöhung der Kita-Beiträge

Rheinbach steht weiter an der Seite der Familien


Die SPD Rheinbach begrüßt den heutigen einstimmigen Beschluss des Jugendhilfeausschusses, die Elternbeiträge für die Kindertagesstätten nicht zu erhöhen und zugleich den Haushalt des Jugendamtes zu verabschieden. Damit setzt Rheinbach ein klares sozialpolitisches Signal: Familien werden in einer angespannten Zeit nicht zusätzlich belastet. „Für uns als SPD ist klar: Gute Bildung und verlässliche Betreuung dürfen nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, denn Kinderbetreuung ist kein Luxus, sondern Teil unserer Bildungsgerechtigkeit“, betont die jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Denise Limbach. Bereits in der Vergangenheit hat sich die SPD Rheinbach konsequent für familienfreundliche Regelungen bei den Kita-Beiträgen eingesetzt.

Der Haushalt des Jugendamtes, dem der Ausschuss in seiner Sitzung zugestimmt hat, steht allerdings unter hohem finanziellem Druck. Besonders die stark gestiegenen Ausgaben für Integrationshelferinnen und -helfer zeigen, dass Kommunen immer mehr Aufgaben im Bereich Inklusion und individueller Förderung stemmen müssen. „Diese Hilfen sind pädagogisch richtig und sozial unverzichtbar – aber sie dürfen die kommunalen Haushalte nicht dauerhaft überlasten“, so Denise Limbach. Das Land Nordrhein-Westfalen nun klar in der Pflicht. Es muss beantwortet werden, wie die wachsenden Kosten für frühkindliche Bildung, Inklusion und Jugendhilfe künftig solidarisch und verlässlich finanziert werden sollen. „Wir erwarten, dass das Land die Kommunen deutlich stärker unterstützt, statt ihnen immer neue Aufgaben ohne ausreichende Gegenfinanzierung zu übertragen“, heißt es aus der SPD-Fraktion. Die SPD Rheinbach wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass Kinder, Jugendliche und Familien im Mittelpunkt der Kommunalpolitik stehen – mit guten Kitas, starker Jugendhilfe und einer Finanzierung, die Städte wie Rheinbach nicht allein lässt. 

Statement der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sara Zorlu

Statement der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sara Zorlu zur aktuellen Berichterstattung bezüglich des Grundstücksgeschäfts um den Flugplatz Hangelar und dem angekündigten Rückzug von Olaf Hermes


Im Zuge der anhaltenden Diskussion um das umstrittene Grundstücksgeschäft an der Flugplatzgesellschaft Hangelar und die Frage möglicher politischer Einflussnahme hat die Affäre nun eine weitere personelle Dimension erreicht. Aus Sicht der SPD-Kreistagsfraktion wirft der angebotene Rücktritt von Olaf Hermes neue Fragen zur politischen Verantwortung und zum Umgang mit den bisherigen Aufklärungsbemühungen auf. Vor diesem Hintergrund erklärt die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Sara Zorlu, zur aktuellen Berichterstattung:

„Den angekündigten Rückzug von Olaf Hermes bedauern wir ausdrücklich. Mit der Einleitung eines Complianceverfahrens hat er nachweislich korrekt gehandelt und damit maßgeblich zur Aufklärung des Sachverhalts beigetragen. Die Stadtwerke Bonn haben – anders als der Landrat – dazu beigetragen, wirtschaftlichen Schaden von der Flugplatzgesellschaft Hangelar abzuwenden. Dass nun ausgerechnet er seinen Posten räumt, zeigt einmal mehr, dass häufig die Falschen zuerst die Konsequenzen tragen müssen.
Als Grund für seinen Rückzug nennt Hermes ein nachhaltig beschädigtes Vertrauensverhältnis zu den Verwaltungsspitzen in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis. Wir fordern Landrat Sebastian Schuster daher auf, das Gesprächsangebot von Olaf Hermes anzunehmen, sich glaubhaft zu entschuldigen und so die Grundlage für eine künftig wieder vertrauensvolle Zusammenarbeit zu schaffen.

Die immer neuen Details, die im Zuge der Berichterstattung zur Grundstücksaffäre bekannt werden, zeigen zudem, dass die Prüfung durch das Rechnungsprüfungsamt des Rhein-Sieg-Kreises nur ein erster Schritt bei der Aufklärung innerhalb der Kreisverwaltung sein kann.

Es zeichnet sich zunehmend ab, dass möglicherweise erst Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu einer vollständigen Aufklärung des Sachverhalts führen werden. Der Landrat sollte daher seine Blockadehaltung bei der Schaffung von Transparenz aufgeben.

Als erste Konsequenz ist eine glaubhafte Distanzierung vom Agieren des ehemaligen CDU-Kreistagsmitglieds Christian Siegberg erforderlich.“ 

Lebensgeschichten teilen im „Erzählcafé“

Lebensgeschichten teilen im „Erzählcafé“

am 19.3. um 10.30 Uhr im Cafe Adams, Vor dem Voigstor 6


Eine Tasse Kaffee ist für viele ein fester Bestandteil des Alltags. Wie macht man den perfekten Kaffee? Wie trinkst du ihn am liebsten? Wie war der Wert des Kaffees früher und heute? Und schon beginnen Erzählungen über unsere Erfahrungen mit Kaffee. 

Oder „Im Haus meiner Eltern gab es einen großen Dachboden voller alter Koffer und Kisten mit Bruchstücken aus dem Leben vergangener Zeiten: zurückgelassene Dinge, irgendwo zwischen Schatz und Schund. Für mich als Kind waren es meist Schätze. Gerne stöberte ich auf dem Dachboden herum und stellte mir dabei die Geschichten hinter all diesen Gegenständen vor.“ Wie geht es weiter?

Erzählen stiftet Sinn und stellt Zusammenhänge her. Es ordnet ein, setzt Menschen und Ereignisse in Beziehung zueinander. Jede Kultur macht ausgiebig von Erzählungen Gebrauch. Wir leben mit anderen Menschen, sind auf Gemeinschaft angewiesen. Erzählungen ermöglichen stellvertretende Erfahrungen und sind kulturelle Weitergaben über Zeit und Raum hinweg.

Interessieren Sie sich für gemeinsames Erzählen? Möchten Sie von ihren Erfahrungen erzählen? Möchten Sie zuhören? Suchen Sie Gesprächspartnerinnen?

Zwei Gastgeberinnen möchten mit Ihnen die Vielfalt persönlicher Lebensgeschichten sichtbar machen, im Austausch und Zuhören.

Das kostenlose Angebot der VHS richtet sich an alle Generationen, jede und jeder ist willkommen

Kommen Sie spontan in die Runde oder melden Sie sich bei der VHS an unter 02226  8922620 oder info@vhs-voreifel.de
 

Samstag, 14. März 2026

„Deine Stadt. Dein Ding.“: Stadt Rheinbach beteiligt Kinder und Jugendliche

Lena Bölinger - Foto: Stadt Rheinbach

„Deine Stadt. Dein Ding.“: Stadt Rheinbach beteiligt Kinder und Jugendliche


Seit dem vergangenen Sommer ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen auf kommunaler Ebene rechtlich verankert. Die Stadt Rheinbach hat darauf reagiert und im Jugendamt eine Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteiligung eingerichtet. Unter dem Motto „Deine Stadt. Dein Ding.“ startet damit zugleich die Umsetzung des Konzepts zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, das der Jugendhilfeausschuss am 29.01.2026 beschlossen hat.

Ziel ist es, jungen Menschen mehr Möglichkeiten zu geben, ihre Ideen, Anliegen und Perspektiven in die Entwicklung der Stadt einzubringen. Die Koordination übernimmt Lena Bölinger als zentrale Ansprechpartnerin für Beteiligungsformate und Projekte. „Kinder und Jugendliche wissen selbst am besten, was sie für ein gutes Leben in ihrer Stadt brauchen. Mein Ziel ist es, ihnen echte Beteiligung zu ermöglichen“, sagt sie. In diesem Jahr soll der Grundstein für nachhaltige Beteiligungsstrukturen gelegt werden.

Im Laufe des Jahres sind mehrere Beteiligungsformate geplant. Den Auftakt bilden Fotorundgänge in Hilberath am 30.03.2026 um 16 Uhr am Spielplatz und in Flerzheim am 31.03.2026 um 16 Uhr am Dorfplatz.

Dabei können junge Menschen fotografisch festhalten, was ihnen gefällt und wo sie sich Veränderungen wünschen. Ergänzend startet eine stadtweite Kinder- und Jugendbefragung. Darüber hinaus wird eine regelmäßige Sprechstunde angeboten, in der Kinder und Jugendliche ihre Anliegen, Fragen oder Projektideen einbringen können.

Weitere Informationen zu den Angeboten und Terminen sind unter www.rheinbach.de/deinestadt zu finden. 

Rheinbacher Ausbildungsmesse 2026: Unternehmen können sich noch bis 31. März anmelden

Schüler führt Reanimationsübungen an einer Puppe durch

Rheinbacher Ausbildungsmesse 2026: Unternehmen können sich noch bis 31. März anmelden


Am Samstag, 19. September 2026, findet von 10:00 bis 15:00 Uhr erneut die Rheinbacher Ausbildungsmesse statt. Veranstaltungsort ist wie in den vergangenen Jahren das Messegebäude des Alliance Küchenrings (Marie-Curie-Straße 6, Rheinbach). Unternehmen, Betriebe und Institutionen können sich noch bis zum 31. März 2026 als Aussteller anmelden. Weitere Informationen sowie die Anmeldemöglichkeit sind unter www.rheinbacher-ausbildungsmesse.de verfügbar.

Die Messe hat sich in den letzten Jahren zu einer der größten Veranstaltungen zur Berufsorientierung in der Region entwickelt. Auch in diesem Jahr rechnen die Organisatoren wieder mit mehr als 100 ausstellenden Unternehmen und Institutionen sowie rund 3.000 Besucherinnen und Besuchern.

Ziel der Rheinbacher Ausbildungsmesse ist es, Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie weiteren Interessierten einen möglichst praxisnahen Einblick in Ausbildungsberufe und Karrierewege zu ermöglichen. Unternehmen aus Handwerk, Industrie, Handel, Dienstleistung, Verwaltung und Gesundheitswesen präsentieren ihre Ausbildungsangebote und kommen direkt mit potenziellen Nachwuchskräften ins Gespräch.

Ein besonderer Schwerpunkt der diesjährigen Messe liegt auf Virtual Reality in der Berufsorientierung. Durch VR-Anwendungen können Jugendliche verschiedene Berufsbilder immersiv erleben und typische Arbeitssituationen realitätsnah ausprobieren.

„Die Ausbildungsmesse lebt davon, dass Berufe nicht nur erklärt, sondern erlebbar gemacht werden. Virtual-Reality-Anwendungen bieten hier eine spannende Möglichkeit, jungen Menschen authentische Einblicke in den Arbeitsalltag zu geben und Interesse für bestimmte Berufe zu wecken“, erklärt Dr. Joachim Rasch, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach mbH (WFEG). „Wir freuen uns daher besonders über Unternehmen und Institutionen, die bereits entsprechende VR-Formate einsetzen und diese auf der Messe präsentieren möchten.“

Die Rheinbacher Ausbildungsmesse wird von der WFEG organisiert und ist ein wichtiger Baustein der regionalen Berufsorientierung sowie der Fachkräftesicherung.

Schüler fährt ferngesteuerten Miniatur-Gabelstapler am Stand der DSG Canusa GmbH

Austausch mit Schülerinnen am Stand von Pixl Visn




Dienstag, 10. März 2026

Swisttal-Strophen, Subtraktionssorgen und anderer Stuss

Die drei Stusser mit ihrem Pianisten havarierten in einem Seitenarm des Römerkanals in der Krea Morenhoven

Swisttal-Strophen, Subtraktionssorgen und anderer Stuss


Beim Auftritt der Lesebühne „Stuss mit Lustig“ im Morenhovener Kreaforum gab es viel zu Schmunzeln und zu Lachen. Das begeisterte Publikum spendete mehr als 300 Euro für ein Kindertheaterstück in der ehemaligen Dorfschule.

Julius Esser (Euskirchen), Johannes Engel (Erftstadt) und Gerd Engel (Rheinbach) sind so etwas wie die vereinseigene Lesebühne von Rheinbach liest e.V. Auf Einladung von Klaus und Elisabeth Grewe gastierten sie nun schon zum dritten Mal im Kreaforum. Mitgebracht hatten sie humorvolle Texte und Lieder aus eigener Feder und einen unverzichtbaren Pianisten (Dirk Plücker).
Julius Esser las von einem kölsch-seligen Altweibertag („Meine Mutter hört am Telefon stets auf die Nachkommastelle genau, wie viel Promille ich habe.“) und verteidigte engagiert die Weitergabe der rheinischen Mundart an die nächste Generation („Dä Jong därf Platt kalle!“). In seinem dritten Text erläuterte er seine besondere Beziehung zu Baumarktprodukten („In der Original-Engelbert-Strauss-Hose wäre das Regal jetzt schon aufgebaut.“)

Johannes Engel, Realschullehrer in Köln-Chorweiler, streifte teils reimend durch die Gebiete der Mathematik, entdeckte Skurriles und erklärte z.B. die subtraktionsbedingten Eigenarten der mathematikbetreibenden Spezies. Das Publikum wurde in diesem Rahmen darüber aufgeklärt, warum Minus mal Minus nicht immer Plus ergibt. An anderer Stelle konstatierte Engel hintersinnig: „Die moderne Algebra ist schon hunderte Jahre alt, aber X wird immer noch gesucht.“

Der Rheinbacher Gerd Engel strickte um seinen Hemdenkauf eine Geschichte für eine seichte Fernsehliebeskomödie, besang, begleitet von Dirk Plücker am Piano, die als „Comeback-Jeans“ beworbene Hose eines Mode-Versandhändlers und in einem weiteren Lied die vergeblich versuchte männliche Attraktivitätssteigerung durch exzessives Staubsaugen. Dann arbeitete er sich mit angeblicher KI-Unterstützung an der Herausforderung ab, ein identitätsstiftendes Heimatlied für Swisttal zu schreiben. In der Zugabe packte der Grundschullehrer sogar alle Swisttaler Ortschaften in die FC-Stadionhymne – überall werde nämlich Klaus Grewe verehrt. In Rheinbach sei man sogar geradezu beleidigt, dass er nicht auf ihrem Stadtgebiet wohne. Auch wenn dieses Lied in bester Stuss-Manier satirisch überzeichnete, fielen die rund 50 Besucherinnen und Besucher nicht nur lachend, sondern auch spürbar warmherzig in den Kehrvers ein. Dieser bestand schlicht aus dem Namen des überaus verdienten Vermessungsingenieurs, Archäologen und Kulturförderers.

„Wir können verstehen, warum die Größen des Deutschen Kabaretts gerne in Morenhoven auftreten“, befand Julius Esser, der als Bühnendichter schon viel herumgereist ist. „Von Klaus und Elisabeth Grewe und dem vielköpfigen Krea-Team wird man als Künstler so herzlich-familiär und wertschätzend empfangen, dass man gerne wiederkommt.“ Auch die gemeinsame gemütliche Suppenspeisung nach dem Auftritt für Künstler und Team direkt vor Ort sei „wirklich einzigartig“.

Am Ende der Benefizveranstaltung in Kooperation mit Rheinbach liest e.V wurden mehr als 300 € eingenommen, die für das Figurentheaterstück „Die zweite Prinzessin“ der Bonner Puppenspielbühne „Papperlapupp“ am Folgetag bestimmt waren. Da hatten die Kinder nämlich freien Eintritt.