pol bn vermehrt anrufe von falschen polizeibeamten die polizei warnt vor trickbetr gern 001Falscher Polizist rief Senior in Rheinbach an
84-Jähriger schaltete Polizei ein - Fahnder nahmen 21-Jährigen Tatverdächtigen fest

Bonn (ots). Ein "falscher Polizist" kontaktierte in den Vormittagsstunden des 16.01.2020 einen Senior aus Rheinbach telefonisch und versuchte, den Angerufenen mit seiner üblen Masche um Geld zu erleichtern - ein Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen:

Gegen 10:50 Uhr suchte der Betroffene die Polizeiwache in Rheinbach auf und schilderte den Polizisten, dass er soeben von einer Person angerufen wurde, die sich als Beamter der Kripo Rheinbach ausgegeben hatte. Dieser Mann habe ihm dann erklärt, dass ein Mitarbeiter seiner Hausbank Kundengeld ins Ausland verschieben würde. Der Anrufer wies den 84-Jährigen dann an, 25.000 Euro von seinem Konto abzuheben und mit nach Hause zu nehmen. Der 84-jährige Senior, der nach den aktuellen Ermittlungen bereits in den Abendstunden des Vortages kurz telefonisch kontaktiert worden war und nun misstrauisch wurde, ging sofort zur Polizeiwache Rheinbach, um sich nach diesem "Vorgang" zu erkundigen. Die Polizisten schalteten sofort das zuständige Fachkommissariat (KK24) ein. Neben der polizeilichen Betreuung des Angerufenen beobachteten Fahnder des Kommissariats und des Einsatztrupps der Bonner Polizei sofort das Wohnumfeld des Geschädigten - parallel wurde der Kontakt zu den "falschen Ermittlern" kontrolliert aufrecht erhalten. Nachdem schließlich mit den Gaunern eine Übergabe von Bargeld durch das Ablegen vor der Wohnanschrift des Geschädigten vereinbart worden war, griffen die Fahndungsteams zu: Ein Tatverdächtiger, der im Bereich der Wohnanschrift erschien, wurde gestellt und kontrolliert. Nach erfolgter Überprüfung des aus dem Kölner Raum stammenden 21-Jährigen, der der Polizei unter anderem auf dem Gebiet der Gewaltkriminalität bekannt ist, wurde der Mann vorläufig festgenommen und in das Polizeigewahrsam eingeliefert. Das auf die Aufklärung dieser Betrugsmasche spezialisierte KK 24 führt, in enger Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft, die derzeit noch andauernden Ermittlungen zu dem Fall.

Kriminaloberkommissar Jörg Mittelstädt vom KK 24 greift den aktuellen Fall auf und rät mit Blick auf Anrufe möglicher falscher Polizisten:

Lassen Sie sich den Namen nennen, legen Sie auf, rufen Sie Ihre örtliche Polizeibehörde über die Rufnummer 110 an und schildern Sie den Sachverhalt.

Geben Sie unbekannten Personen keine Auskünfte über Ihre Vermögensverhältnisse oder andere sensible Daten.

Öffnen Sie unbekannten Personen nicht die Tür. Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen, angebliche Mitarbeiter von Polizei, Staatsanwaltschaften, Gerichten oder Geldinstituten.

Wenn Sie Opfer eines solchen Anrufes geworden sind, wenden Sie sich in jedem Fall an die Polizei und erstatten Sie eine Anzeige!