Antwort auf einen LB von Peter Eich

Schön, dass der Landsturm sich meiner Rathauszinnen bedient, in der ich zum angerichteten „Rheinbacher Allerlei“ in der teilweise veröffentlichten Regionalpresse die Kernaussage traf: Thomas Spitz soll Bürgermeister werden! Allerdings nicht wissend, dass der Kandidat fürs Bürgermeisteramt nach Austritt aus der CDU auch dem Landsturm Ade gesagt hatte.

Nun verbreitet der Chefstratege des Landsturms und Quartalssatiriker zur Karnevalszeit, Peter Eich, mit seiner Art von Humor ohne erkennbare Langzeitwirkung unter dem Stichwort „Meinungsfreiheit“ in seinem Eröffnungs-Statement im Landsturm-Hin-und-Her der erstaunten Öffentlichkeit, dass „die Landsturmmänner lange und nachhaltig beschäftigt“ gewesen seien „und es immer noch tun“, wörtlich das Folgende:

In letzter Zeit ist wiederholt zu beobachten, dass sich einige Rheinbacher/innen „dazu aufgerufen fühlen“ – ja so was! – die politischen Geschehnisse in unserer Heimatstadt aus ihrer persönlichen Sicht einem mehr oder weniger interessierten Leserkreis frei Haus zu liefern, „ohne sich selbst jemals positioniert zu haben oder öffentlich in Erscheinung getreten zu sein“. Diesem Erkenntnismangel muss ich – leider aus Platzgründen – minimalst entgegentreten. Die unterschwellige Ermahnung, die dem anerkannten, vielleicht jedoch schon etwas abgehoben daherkommenden Bühnenverein nicht bedingungslose Treue schwören, ist aber herauszuhören.
Gehen wir Nichtstuer und Müßiggänger der Sache mal auf den Grund. Zur „Positionierung“ nach „PEs“ Lesart verweise ich auf die vielen Anstrengungen zahlreicher Rheinbacher/innen, die ihre Dienste nicht an die große Glocke hängen, meist im Stillen und Verborgenen zupacken und, wenn nötig, unerschrocken das „Maul“ aufmachen. Da muss man nicht lange an das beispiellose Gezerre um die Rheinbacher Stolpersteine denken, wo ich bestimmte Leute aus der Ecke der scheinbar überaus Wichtigen nie bemerkt habe. Nein, nicht die „Ballermänner“ in unserer Gesellschaft sind die Leistungsträger, auch nicht, das sei nicht verschwiegen, unbedingt die fast zu allem schweigenden Kirchgänger-Christen, die Ihnen als Traditionsmensch ja nicht fremd sein dürften. Hier gestatte ich mir, abschließend Erich Kästner zu zitieren, der in der Schlussstrophe seiner 1930 verfassten Verse über den „Revolutionär Jesus“ sehr eindrucksvoll verkündete:

Die Menschen wurden nicht gescheit. / Am wenigsten die Christenheit, / trotz allem Händefalten. / Du hattest sie vergeblich lieb. / Du starbst umsonst. / Und alles blieb - beim Alten.

Und sollten dem Landstürmer Eich die vorstehenden Gedanken eines Klassikers zu ernsthaft sein, dann nehmen Sie ersatzweise oder stattdessen, wie in meinem kürzlich kleinen Leserbrief zur „Spitzen“-Kandidatur des kommenden Bürgermeisters bereits „zinnend“ empfohlen, die schmunzelnd-griemelnde „Position“ eines mit feinem Spott ausgestatteten Ur-Rheinbacher „Jrielächers“ entgegen.

Franz Frechen, Rheinbach

2019 07 22 L4 Werbung Rhein