Microsoft Word Dokument 03.10.2020 213335Auf Römerspuren in Rheinbach und Nettersheim
Einladung zu besonderen Open-Air-Veranstaltungen am 10. und 11. Oktober 2020

Am Samstag, den 10. Oktober 2020 lädt der Freundeskreis Römerkanal e.V. um 19:00 Uhr zu einem besonderen Vortrag von und mit Herrn Prof. Dr. Klaus Grewe ein.

Dieser findet aufgrund der derzeitigen Situation nicht - wie ursprünglich geplant - im Rheinbacher Ratssaal statt, sondern als einmalige Open-Air Veranstaltung direkt am Römerkanal-Infozentrum, Himmeroder Hof in Rheinbach. Als Leinwand dient dabei die Außenwand des Infozentrums, die dadurch direkt Teil des Vortrages wird.

Für die Zuhörer werden Sitzbänke bereitgestellt. Es wird allerdings empfohlen, Sitzkissen und Decken mitzubringen, um ausreichend gegen eine möglicherweise kühle Witterung gewappnet zu sein.

In Rheinbach wiederaufgebautes Teilstück des Römerkanals (Foto von Prof. Dr. Klaus Grewe):

 

Der Vortrag selbst wird die römische Vergangenheit in der Region rund um Rheinbach mit den Schwerpunkten „Eifelwasserleitung“ und „Römerstraßen“ behandeln. Dabei ist der Römerkanal der bedeutendste antike Technikbau nördlich der Alpen. Er verlief mitten durch das Rheinbacher Stadtgebiet und versorgte vom 1. bis zum 3. Jahrhundert n. Chr. das römische Köln täglich mit 20 Millionen Litern besten Eifelwassers. Aber auch im Straßenbau haben die Römer Unglaubliches geleistet und davon ist noch Einiges in der Landschaft zu sehen. Vom 100.000 km langen Fernstraßennetz im Imperium sind auch in der Voreifel rund um Rheinbach ansehnliche Reste gut erhalten.

Im geplanten Vortrag werden u.a. auch diese herausragenden Relikte antiken Ingenieurbaus präsentiert, so dass die Zuhörer einen kleinen Vorgeschmack auf Besuche in der Landschaft und natürlich auch im Römerkanal-Informationszentrum bekommen.

Zudem wird römischer Besuch erwartet, der den Zuhörern die Feuertechniken der Römer näher bringen und den Wall dabei in ein stimmungsvolles Licht tauchen wird.

Der Eintritt ist frei, allerdings sind Spenden für den Freundeskreis Römerkanal e.V. herzlich willkommen!

Anmeldung bitte direkt beim Römerkanal-Infozentrum, Himmeroder Wall 6, 53359 Rheinbach,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Ansprechpartnerin: Frau Vera Ahlbach, Tel.: 02226 917 554

Römische Swisttal Überquerung (Foto von Prof. Dr. Klaus Grewe):

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Der Römerkanal – ein bedeutendes Kulturerbe in der Eifel am 11. Oktober 2020 in Nettersheim:

Auch am Sonntag, den 11. Oktober 2020 um19:00 Uhr (Einlass 18:00 Uhr) lädt der Freundeskreis Römerkanal e.V. zu einem besonderen Vortrag von und mit Prof. Dr. Klaus Grewe in Nettersheim ein, der ebenfalls kurzerhand ins Freie verlegt wird.

Die Kulisse bildet hierbei der Römerkanal selbst. Treffpunkt ist am Grünen Pütz im Urfttal, der von Köln aus gesehen entferntesten Quellfassung in der Nordeifel.

Auch hier werden für die Zuhörer wieder Sitzgelegenheiten bereitstehen und darüber hinaus ein kleines Getränkeangebot. Zudem wird empfohlen, für den Komfort und als Schutz gegen die Witterung ein Sitzkissen und eine Decke mitzubringen.

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Der Grüne Pütz (Foto: Tanja Dujmovic LVR/ABR)

Die römische Eifelwasserleitung nach Köln ist mit 95,4 km Länge die drittlängste Wasserleitung, die von den Römern erbaut worden ist. Sie versorgte die römische Colonia Claudia Ara Agrippinensium täglich mit 20.000 qm besten Trinkwassers aus der nördlichen Eifel. Fünf Quellen im Raum Nettersheim/Mechernich treten in einem Gebiet zutage, das von uns heute als "Sötenicher Kalkmulde" bezeichnet wird.

Obwohl durchaus näher an der Stadt liegende Quellgebiete hätten genutzt werden können, nahmen die römischen Ingenieure es auf sich, Wasser aus einem in der Luftlinie rund 50 km entfernt liegenden Dargebot zu nutzen: Das Wasser der Nordeifel kam dem römischen Geschmackssinn wohl näher, als das Wasser aus Erft oder Swistbach.

Im Mittelalter wurde die Eifelwasserleitung als Steinbruch für den Kirchen- und Burgenbau genutzt. Selbst der unterirdische Kanal ist auf mehrere Kilometer ausgebrochen worden, um aus den Steinen die vielen Burgen, Kirchen und Klöster der Umgebung zu bauen. Das besondere Interesse der mittelalterlichen Baumeister galt allerdings der Kalkablagerung im Kanalgerinne. In Ermangelung anderer Schmucksteine für die Bauten der romanischen Zeit, brach man diesen - Kalksinter genannten - Stein, um ihn als »Aquädukt-Marmor« zu Säulen, Altarplatten und Grababdeckungen zu verwenden.

Die Eifelwasserleitung kann als eine der am besten erforschten Fernwasserleitungen der Antike gelten. Im Vortrag werden die spannenden Ergebnisse der archäologischen Forschungen der letzten Jahre gezeigt.

Eintritt 8,00 Euro / ermäßigt 5,00 Euro www.naturzentrum-eifel.de

Anmeldung bitte direkt beim Naturzentrum Nettersheim, Tel. 02486/1246 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

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