Appell an Bürgermeister-Kandidaten: Haus & Grund Siegburg und Mieterbund fordern Mietspiegel für Siegburg und St. Augustin

Der Rhein-Sieg-Kreis boomt. Die dynamische Region wird in den kommenden 20 Jahren nochmals um mindestens 35.000 Einwohner wachsen. Eine Folge davon ist, dass der Wohnungsmarkt besonders auch in den Städten Siegburg und St. Augustin schon jetzt sehr angespannt ist. Immer mehr Wohnraum wird also benötigt - eine Entwicklung, der im gesamten Kreisgebiet nur unzureichend durch die Ausweisung neuen Baulands Rechnung getragen wird.

"Die daraus resultierende Wohnraumknappheit führt zu einer zunehmenden Anzahl von Streitigkeiten unter den Mietparteien, da ein Ausweichen auf anderen Wohnraum immer schwieriger wird. Ein besonderer Streitpunkt sind hierbei naturgemäß Mieterhöhungen", erläutert Jürgen Schönfeldt, Geschäftsstellenleiter des Deutschen Mieterbunds Bonn/Rhein-Sieg/Ahr e.V. "Dass es sowohl in Siegburg als auch in St. Augustin keinen Mietspiegel gibt, führt zu erheblichen Unsicherheiten auf beiden Seiten. Das Ergebnis ist oft ein langwieriger Prozess und ein in vielen Fällen zerstörtes Mietverhältnis."

Stefan Haller, Vorsitzender von Haus & Grund Siegburg und Umgebung, betont: "Wichtig ist sowohl für uns als auch für den Deutschen Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr als bedeutendste mietrechtliche Streitschlichter in der Region, für alle Parteien Klarheit über die Miethöhe herbei zu führen. Dadurch können Rechtsstreitigkeiten vermieden werden. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass der Mietspiegel in Siegburg diese friedensstiftende Funktion erfüllte. Ein Mietspiegel ist eine hervorragende Orientierungshilfe für die Entscheidungsfindung. Dies ist uns aus der täglichen Praxis bekannt."

Daher haben sich die Haus- und Grundeigentümer-Vertreter als auch der Mieterbund sich entschlossen, gemeinsam für einen Mietspiegel einzutreten, da er sowohl Mietern als auch Vermietern nutzt. Dazu erklären Stefan Haller, Peter Kox und Jürgen Schönfeldt: "Wir haben gemeinsam die Bürgermeister-Kandidaten in den beiden Städten angeschrieben und sie gebeten, sich jetzt und auch unmittelbar nach der anstehenden Kommunalwahl für die Erstellung eines Mietspiegels einzusetzen. Die Stellungnahmen, die uns erreicht haben, machen deutlich, dass wir auch weiterhin engagiert für unser Anliegen werben müssen!"

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