Uni-Daten zeigen: Wohnraummangel schadet der Umwelt - Pendler sind Klimakiller wider Willen

Bonn - Einpendler - also Menschen, die aus dem Umland zu ihrem Arbeitsplatz in Bonn pendeln - verursachen jedes Jahr mehr als 68.000 Tonnen CO2-Ausstoß und gehören damit - häufig sicher "wider Willen" - zu den großen Klimakillern in unserer Stadt. Knapp 0,6 Tonnen CO2 - so lautet die Klimabilanz für jeden einzelnen Einpendler, der in Bonn arbeitet, a er hier nicht wohnt bzw. wohnen kann.

Dies zeigen Zahlen, die das Geographische Institut der Universität Bonn gemeinsam mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung jüngst erhoben und dem Mieterbund zur Verfügung gestellt hat.

Demnach entstehen durch fast 120.000 Einpendler, die jährlich 2.549.848 Gesamtkilometer zurücklegen, 60.197 Tonnen CO2 durch den motorisierten Individualverkehr und 8.314 Tonnen CO2 durch den öffentlichen Personennahverkehr - insgesamt 68.511 Tonnen CO2 pro Jahr, so teilt Stadtforscher Prof. Dr. Claus-C. Wiegandt mit.

"Diese Zahlen sprechen Bände", kommentiert Mieterbund-Vorsitzender Bernhard "Felix" von Grünberg: "Wohnungsbau ist in wachsenden Boomstädten wie Bonn ein wirksamer Klimaschutz! Das sollte auch all denjenigen einleuchten, die Wohnungsbauvorhaben aus vermeintlich ökologischen Gründen bekämpfen."

Peter Kox, Geschäftsführer beim Mieterbund, ergänzt: "Die Ergebnisse zeigen, dass wir Arbeiten und Wohnen auch aus ökologischen Gründen näher zusammenbringen müssen. Daher engagieren wir uns derzeit mit unseren Partnern im Bündnis Wohnen beim Bürgerbegehren 'Mehr Wohnraum im Bundesviertel!' für die Überarbeitung der dortigen Rahmenplanung und einen höheren Wohnungsanteil. Damit hier Leben herrscht und zugleich die Umwelt geschont wird."

2019 07 22 L4 Werbung Rhein

Wolf 160 300 WWW

 ludger banken 160