Michael Baute und Eva Marianne Kraiss wollen Ohne Probe ganz nach obe„Ohne Probe ganz nach obe“

Nach einem Versuchsballon im letzten Jahr will Rheinbach Liest nun das Spontanleseformat in Rheinbach etablieren. Start ist am 9. Oktober um 19.30 Uhr im Ladenlokal von Optik Sichtweise in der Hauptstraße 55.


Im legendären Kölner Literaturcafé „Goldmund“ ist die Spontanlesung mit dem Wuppertaler Schauspieler Michael Baute und seiner Berufskollegin Eva-Marianne Kraiss seit Jahren Kult. Jeden Monat können sich die Besucher von den beiden Vorleseprofis dort alles, aber auch wirklich alles vorlesen lassen. Das geht vom 1. Kapitel des neu erschienenen Bestsellers bis zum Arztbrief, von der Speisekarte in google-Übersetzungsdeutsch bis zum Lieblingsgedicht. „Besonders Spaß machen uns Gebrauchsanleitungen von elektrischen Tischwasserbrunnen aus Taiwan“, ermuntert Baute die Rheinbacher zu ungewöhnlichen Einreichungen.

Im letzten Jahr hat der Verein zur Förderung der Lesekultur das Format im Mercedes-Autohaus RKH von Axel Frey zusammen mit dem Rheinbacher Kulturamt schon einmal erfolgreich ausprobiert. Wegen des Glasjubiläums gab es für die Texte, die sich damals in großer Zahl auf dem Lesetisch von Baute und Kraiss stapelten, die Themenvorgabe „Glas“. „Diese Vorgabe fällt diesmal weg“, so Eva Marianne Kraiss. „Wir lesen zu jedem Thema und jedes Genre, sogar Haushaltstipps von frag-mutti.de.“ Die Enddreißigerin lebt zwar mit ihrer Familie in Köln, ist aber ein „Rheinbacher Mädchen“ mit Grundschule St. Martin und Abitur am Städtischen Gymnasium in der Vita.

Mit dem Schauspielkollegen Baute ist sie seit Jahren befreundet. Als spontan lesendes Vorleseduo sind die beiden einfach genial und höchst unterhaltsam. Der Flachs blüht schon oft um Leselampe und Wasserglas herum, aber manchmal darf es auch ruhig ergreifend werden. Kraiss: „Das kommt ganz auf den Text an. Die Abwechslung und der Überraschungsmoment machen für uns auch den Reiz der Spontanlesung aus.“ Dem Publikum, das die Textwünsche erst an dem Abend mitbringt, gefällt das offenbar. In Köln finden die monatlichen „Ohne Probe …“-Veranstaltungen deswegen regelmäßig vor vollem Haus statt.

„Diese Taktzahl werden wir in Rheinbach nicht schaffen, sind aber zuversichtlich, das Format auch hier, in Deutschlands heimlichen Vorlesehauptstadt, etablieren zu können“, meint Rheinbach-liest-Vize Gerd Engel. Gastgeberin Esther Grote von „Optik Sichtweise“ und ihr Team sind jedenfalls voller Vorfreude und haben den Weißwein für die „Ohne Probe …“-Premiere in ihrem Ladenlokal schon kalt gestellt. Hier in der Hauptstraße 55 gibt es auch die Eintrittskarten zum Preis von 8 € (ermäßigt 6 €). Telefonische Kartenreservierung unter 02226-912610.

Infos zur Arbeit von Rheinbach Liest und weiteren Veranstaltungen und Projekten gibt es unter rheinbach-liest.de

 

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