Fahrradklimatest 2018: Keine Verbesserungen in Rheinbach

Mit großem Bedauern hat die Rheinbacher Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs die Ergebnisse des Fahrradklimatests 2018 zur Kenntnis genommen. Rheinbach schneidet diesmal noch ein wenig schlechter ab als beim letzten Test 2016. Die Gesamtbewertung lautet in Schulnoten 4,5. Damit erreicht die Stadt im bundesweiten Vergleich zu Städten der gleichen Größenklasse (20.000 – 50.000 Einwohner) nur den 300. Platz unter 311 Städten, die gewertet wurden. In Nordrhein-Westfalen liegt man auf Rang 77 von insgesamt 82 Städten in der gleichen Größenklasse.

Erfreut zeigte sich Ortsgruppensprecher Dietmar Pertz, dass sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zum Klimatest 2016 mehr als verdoppelt hat. „Die Tatsache, dass diesmal 335 Rheinbacherinnen und Rheinbacher den Teilnahmebogen ausgefüllt haben, zeigt deutlich, dass Fragen des Radverkehrs in der Glasstadt immer mehr in das Blickfeld der Bürgerschaft gelangen“, so Pertz.

„Seit der Erstellung unseres „ADFC-Radwegekonzepts 2016 für die Kernstadt Rheinbach“ hat sich in der Stadt kaum etwas verändert“, stellt Klaas de Boer vom Verkehrsplanungsteam der Ortsgruppe ernüchtert fest.

Die Ortsgruppe ADFC Rheinbach möchte, dass Rheinbach beim nächsten Klimatest besser abschneidet. Dazu bietet sie erneut an, den Bürgermeister und die Verwaltung zu unterstützen, um die im aktuellen Klimatest angegebenen Kritikpunkte zum Radfahren in der Kernstadt zu beheben bzw. zu mildern.

Zu den leicht (auch mit ADFC-Hilfe) umsetzbaren Maßnahmen gehört z.B. die Verbesserung der Beschilderung und der Markierung auf viel genutzten Fahrradrouten. Insbesondere die von Schülern befahrenen Routen sollten im Stadtbild klar herausgestellt werden.

Um der Stadt Rheinbach ein fahrradfreundliches Gesicht zu geben, will sich der ADFC bei der infrastrukturellen Weiterentwicklung, z.B. durch Teilnahme an einem von der Stadt einzurichtenden Arbeitskreis Radverkehr, konstruktiv und mit Engagement einbringen.

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