Adventswanderung 3Rheinbacher auf den Spuren der Römer

Rheinbach. Unter der bewährten Leitung von Karin und Jörg Salewski machte sich eine Gruppe Unentwegter in Fahrgemeinschaften auf den Weg nach Bad Münstereifel zur traditionellen Adventswanderung des Tennisklubs am Stadtwald. Start- und Endpunkt der Exkursion war die neuromanische Kirche des Eifeldorfs Nöthen, kulturelles Zwischenziel der gallo-römische Tempelbezirk Pesch.

Nach kurzer Einweisung machte sich die kleine Truppe auf den Weg, zunächst durch das malerische Fachwerk-Eifeldorf Nöthen und dann über Wiesen und Felder hinunter in das Horntal. Hier wurde der Hornbach überquert und ihm eine Weile gefolgt. Nach einem erneuten Aufstieg auf die Anhöhe „Addig“ kam der im Volksmund „Heidentempel“ genannte Tempelbezirk in Anblick. An dieser in den Grundmauern teilrestaurierten Anlage wurde eine Rast eingelegt.

Karin Salewski erläuterte dabei ihren Tennisfreunden dieses weiträumige Matronenheiligtum, in dem vom 1. bis zum 4. Jahrhundert n. Chr. den Matronen geweihte Votivsteine aufgestellt wurden. Eifeltypisch waren die Matronae Vacallinehae, keltisch-römische Muttergottheiten.

Die Zuhörer konnten so nachvollziehen, dass dieser uralte Tempelbezirk mit seinen unterschiedlichen Kultbauten, wie Wandelhalle und Basilika, ein wichtiger Raum für religiöse und weltliche Zusammenkünfte der keltisch-römischen Bevölkerung war, bevor er im 5. Jahrhundert zerstört wurde.
Aber auch heute noch ist dieser Ort über dem Zusammenfluss von Hornbach und Wespelbach ein Ort der Ruhe und der Naturverbundenheit.

Gestärkt mit Glühwein und Selbstgebackenem aus den Salewski-Rucksäcken führte der Weg nun hinunter zum Wespelbach und dann wieder über bewaldete Höhen zurück zum Hornbach und von dort am Steinbüchel vorbei nach Nöthen.

Bei der Schlusseinkehr nach fast vierstündiger Wanderung in einem deutsch-französischen Café in Nöthen bedankte sich der 2. Vorsitzende des Tk am Stadtwald, Klaus Deselaers, im Namen aller Teilnehmer bei Ehepaar Salewski für diese sorgfältig geplante, lehrreiche Exkursion. Am Beifall war dabei zu spüren, dass alle Tennissportler hoffen, dass auch die nächste Winterwanderung am 17. Februar 2019 wieder von diesen bewährten Wanderführern organisiert und so liebevoll ausgestaltet wird.

Adventswanderung 1

Tennissportler kennen kein schlechtes Wetter

Adventswanderung 2

Rast an der gallo-römischen Tempelanlage Pesch

Ach heute noch: Opfergaben an den Votivsteinen.

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