Misereor 2Musikalisches Zeichen für Frieden und Toleranz in Rheinbach
Benefizkonzert ein Riesenerfolg

Der Rheinbacher Chor „Blue Notes“ und die Band Acoustic Spirit hatten eingeladen, gemeinsam mit Ihnen ein musikalisches Zeichen für den Frieden zu setzen. Solche Zeichen zu setzen, ist wichtiger denn je. Wie viele Menschen aus der Region so denken, zeigte sich durch das gut besuchte Konzert mit dem Titel „Frieden ist Singen“. Misereor, das größte kirchliche Hilfswerk, hatte dazu aufgerufen, das 60ig Chöre in diesem Jahr je ein Benefizkonzert veranstalten. Dies war eine gute Gelegenheit, die Stimme gegen Krieg und Rassismus, für Frieden und Toleranz zu erheben.

Die Blue Notes sind in der Region keine Unbekannten. Schon seit den 80iger bereichern sie mit ihrem peppigen Sound das Kulturleben rund um Rheinbach, Jazz, Pop Gospel, auch mal ein Schlager, kein Song der Spaß bringt, ist vor Ihnen sicher. So bunt wie die Truppe und das Repertoire, sind auch die Sprachen, in denen der Chor singt. So stellte der Chor bei diesem Benefizkonzert einige Lateinamerikanische Revolutionslieder vor. Auch dadurch, dass die Solistin Petra Sigmund kurzfristig erkrankte, ließ sich der Chor nicht entmutigen. Der musikalische Leiter Sebastian Rodriguez, vielen als Pianist bekannt, sprang kurzerhand ein.

Die Kombination mit der Band „Acoustic Spirit“ erwies sich als gelungen. Die Band spielt überwiegend Songs aus der Feder von der Songwriterin Petra Sigmund. Alles was sie bewegt, wird zum Lied. So entstehen Lieder über die Liebe, über Freundschaften, den Tod und natürlich über das Weltgeschehen, das mit und mit verrückter wird. Oft können sich die Menschen mit der Aussage der Lieder identifizieren. Da Petra Sigmund, als Hauptsänger auch hier zum Großteil ausfiel, musste auch hier ein Plan B her. Die neue Sängerin Eva Niemann, eignete sich die Songs innerhalb von wenigen Tage an und zeigte, was in ihr steckt. Ralf Neukirch an der E-Gitarre und Oliver Fregin am Bass unterstützen sie. Neben dem Spielen der Gitarre konnte Petra Sigmund zu mindestens in den tiefen Tönen noch Hilfestellung leisten. Und gemeinsam gelang es, die Lieder kamen offen, ehrlich und authentisch rüber, ganz im Stil von Acoustic Spirit.

Beim, extra für das Konzert, komponierten Abschlusslied „Lass uns ein Anfang sein“ (P. Sigmund), das Chor und Band, gemeinsam sangen, fassten sich alle Besucher spontan an den Händen und sangen den Refrain mit. Es schwappte eine regelrechte Welle durch den Raum, ein Gefühl von „Wir“ und „Gemeinsam“. Die ganzen Emotionen entluden sich dann mit donnerndem Applaus und Standing Ovations, ein tolles Lob für alle, die seit Wochen ihre Energie in die Organisation dieser Veranstaltung investiert hatten. Vizebürgermeister Claus Wehage, sprach von einem außergewöhnlichen, phantastischen und interessanten Konzert. Über 600 Euro konnten gesammelt werden. Das Geld geht nach Syrien und soll den zivilen Kriegsopfern helfen, speziell den Kindern und Kranken. Ein erfolgreiches Konzert, das gezeigt hat, Menschen wollen Frieden. Ein Abend der deutlich machte, aufeinander zugehen ist wichtig, sich die Hand reichen, dann kann sich überall etwas ändern, gemeinsam können wir Zeichen setzen.


Misereor 2 nach Konzert

anzeige rheinbacher