Mont BlancVon Rheinbach zum Mont Blanc

Rheinbach. Bei der traditionellen Herbstveranstaltung des Tk am Stadtwald stand eine Besteigung des Mont Blanc im Mittelpunkt: Der Tennissportler Detlef Nenzel hatte sich im August 2018 einen Jugendtraum erfüllt, und nun ließ er im Rahmen eines Lichtbildervortrags unter dem Motto „Von 200 m auf 4807 m“ seine Klubmitglieder an diesem Abenteuer teilhaben.

 Die Motivation, sich mit der Besteigung des höchsten Berges Europas im Grenzgebiet zwischen Frankreich, Italien und der Schweiz einer enormen Herausforderung zu stellen, erwuchs in Detlef Nenzel durch zahlreiche frühe Bergwanderungen mit seinen Eltern, aber später auch mit seiner Ehefrau Bärbel, auf deren Verständnis für sein nicht ungefährliches Vorhaben er damit zählen durfte.

Die Erstbesteigung des Mont Blanc erfolgte 1786, und seitdem ist der Viertausender für viele Bergsteiger eine „technisch mittelschwere Tour“, die aber aufgrund ihrer Länge und Höhe höchste Anforderungen an Kondition und Höhentauglichkeit stellt.
Eine Schlüsselstelle ist dabei die Steilflanke des Mont Maudit (4465 m) mit Blankeis und einer Steilheit bis 55 Grad.

Bevor aber der rund siebenstündige Aufstieg der aus drei Personen bestehenden Seilschaft beginnen konnte erfolgte eine durch einen erfahrenen Bergführer geleitete Akklimatisierung über mehrere Tage, in der mehrere bereits höchst anspruchsvolle Touren über Geröll und Gletscher auf Dreitausender die Kondition und das Zusammenwirken der kleinen Gruppe fördern sollten. Der Umgang mit Seil, Haken und Eispickel musste im Schlaf beherrscht werden.

So vorbereitet konnte nach fünftägigem Höhentraining der Mont Blanc, noch in tiefer Dunkelheit, in Angriff genommen werden. Der teilweise durch Steinschlag und Gletscherspalten gefährliche „Gipfelsturm“ dauerte sieben Stunden und forderte, so Nenzel, einen körperlichen Einsatz, der den durchtrainierten Tennissportler und Halbmarathonläufer bis an die Grenzen seiner körperlichen Leistungsfähigkeit führten. Dank des erfahrenen, motivierenden und ständig antreibenden Bergführers wurden von der Dreier-Seilschaft alle Herausforderungen bewältigt und der Gipfel total erschöpft, aber glücklich, erreicht.
Und auch der Abstieg hatte es noch einmal in sich und erforderte wiederum den härtesten körperlich Einsatz.

Mit eindrucksvollen fotografischen Aufnahmen anschaulicher Vorführung des Bergsteigermaterials sowie realistischer Beschreibung der sportlichen Herausforderungen erzeugte Nenzel einen tiefen Eindruck bei den von seinem Vortrag begeisterten Klubmitgliedern.

Der Tk-Vorsitzende Wolf-Ulrich Scherhag bewertete diese Veranstaltung als einen gesellschaftlichen Höhepunkt des Tennisjahres: „Dieser lebendige Vortrag und die so sehr erfreuliche Teilnahme unserer Klubmitglieder an dieser Veranstaltung bestärken den Vorstand einmal mehr, an derartigen Vorhaben festzuhalten.“
Als nächstes, so der Tk-Vorsitzende, dürfen sich die Tennissportler auf die unter bewährter Wanderführung von Karin und Jörg Salewski geplante Adventswanderung am 2. Dezember freuen.

Detlef NenzelDer Rheinbacher Detlef Nenzel hat seinen Traum gelebt.

Mont BlancMont Blanc-ein weißer Traum

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