Euthanasie und Zwangssterilisierung im Rhein-Sieg-Kreis

Der Rhein-Sieg-Kreis hat in Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland vor kurzem eine Gruppe von Forschern beauftragt, die Medizinverbrechen im heutigen Kreisgebiet zu erforschen. Das Projekt beschäftigt sich vor allem mit Zwangssterilisierungen und Euthanasie. Es soll eine wissenschaftliche Lokalstudie erstellt werden, in der die NS-Medizinverbrechen dokumentiert werden. Verantwortlicher Projektleiter ist Dr. Helmut Rönz vom LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte. Hauptsächlich befasst mit der wissenschaftlichen Arbeit ist Dr. Ansgar Sebastian Klein, der vom LVR zum 01.11.2017 eingestellt wurde.
Für Rheinbach steht unter anderem das Zuchthaus im Fokus der Untersuchungen, meldete doch der damalige Anstaltsarzt Dr. Franz Klinkenberg viele Inhaftierte bei der Erbgesundheitsbehörde zur Prüfung einer möglichen Zwangssterilisierung.

Auf Einladung der Rheinbacher Archivfreunde wird der Historiker Dr. Ansgar Sebastian Klein am Mittwoch, 18. April 2018, um 19:30 Uhr, im Glasmuseum Rheinbach, Himmeroder Wall 6, einen Vortrag unter dem Titel
"NS-Medizinverbrechen im Rhein-Sieg-Kreis 1933-1945. Ein Werkstattbericht am Beispiel Rheinbach" halten.

Der Vortrag versteht sich als Einführung ins Thema und bietet einen Einblick in die laufende Forschungsarbeit vor Ort. Erste Ergebnisse werden anhand von Personen aus dem Stadtgebiet Rheinbach vorgestellt. Der vEintritt ist kostenlos, Gäste herzlich willkommen.