2017.07.21 Grillfest 3Strahlende Gesichter
Gelungenes Grillfest des Flüchtlingshelferkreises 

Es waren nicht nur die rabenschwarzen Augen der jüngsten Rheinbacher Neubürger im Säuglingsalter, die auf den Gesichtern so mancher Besucher des Grillfestes ein Lächeln zauberten, sondern auch das reich gedeckte Buffet, das Mitglieder des Flüchtlingshelferkreises Rheinbach und Neubürger vorbereitet hatten.

Zum dritten Mal organisiert vom Team Susann Heilmann, Doris Kübler und Sabine Mertes, wurde bei strahlendem Sonnenschein im Freizeitpark für die in Rheinbach untergebrachten Flüchtlinge und die Mitglieder des Helferkreises diese Möglichkeit der ungezwungenen Begegnung angeboten. Hilfreiche Unterstützung fanden sie dabei vom Pächter des Parkcafés Peter Kirchhartz.

Gegrilltes Halal-Fleisch

Rücksicht auf die muslimischen Essgewohnheiten wurde bereits bei der Vorbereitung genommen. So wurde Halal-Fleisch aus einer Metzgerei in Euskirchen besorgt. Es dauerte nicht lange, bis aus beiden Grillhütten der Rauch aufstieg und gemeinsam gegrillt wurde. Anders als bei den früheren Grillfesten, traf man diesmal nur auf bekannte Gesichter, da Rheinbach in diesem Jahr keine neuen Flüchtlinge zugewiesen wurden.

Weiterhin Helfer gesucht

Geändert hat sich aber die Kommunikation untereinander. Während früher noch auf Englisch oder mit Händen und Füßen die Verständigung gesucht wurde, unterhielten sich die Neubürger mit den Rheinbachern inzwischen nur noch auf Deutsch. „Hier werden die Früchte der von Frau Detzer und Ihren Unterstützern ehrenamtlich angebotener Deutschkurse sichtbar, wie auch die der Integrationskurse“, unterstrich Dirk Frankenberger vom Leitungsteam. Unterstützungsbedarf beim Nachhilfeunterricht, auch für Schulkinder und Jugendliche, besteht aber weiterhin. Auf der Internetseite http://www.fluechtlingshelferkreis-rheinbach.de findet man die notwendigen Informationen. Dass die Arbeit als Bürokratielotse lange nicht beendet sein wird, erlebte Gert-Uwe Geerdts auch an diesem Nachmittag, als er zur Familienkasse Auskunft geben musste oder den Hinweis gab, dass die Ehefrauen nachgezogener Familien, anders als ihre Ehemänner und Kinder nur einen Ausweis mit einer einjährigen und nicht dreijährigen Gültigkeitsdauer ausgestellt bekommen. Wird er nicht rechtzeitig verlängert, drohen der Verlust des Krankenversicherungsschutzes und die Kürzung des Mietzuschusses.