Digital reisen und grenzenlos studieren: International Business an der H-BRS

Ausgewählt vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und mit 91.000 Euro vom Bundesbildungsministerium (BMBF) ein Jahr lang finanziert, startet die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) das Projekt Codeshare Teaching and Learning im Studiengang International Business am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften mit Partnerhochschulen in Afrika, Finnland und den USA. Im Zentrum des Projekts stehen neu zu entwickelnde gemeinsame digitale Lernformate, beispielsweise hybride Kurse, bei denen die Studierenden teils online, teils in Präsenz teilnehmen. Sie erwerben mit dem Studium den akademischen Titel Bachelor of Science (B.Sc.).

Prof. Dr. Ralf Meyer, Projektleiter an der H-BRS, erklärt: „Studierende der beteiligten Hochschulen sollen in gemeinsam durchgeführten Kursen digitale und interkulturelle Kompetenzen erwerben. Darüber hinaus sollen Prozesse im Bereich Studium, Lehre und Blended Mobility hochschulübergreifend digitalisiert werden.“ Im Studiengang International Business werden die Studierenden dann also nicht einfach nur etwas über Wirtschaftsthemen lernen, sondern durch die neue Art des Lernens sollen sie „Wirtschaft“ auch erleben und unmittelbar erfahren, wie sich Veränderungen etwa durch politische Entscheidungen auf einzelne Branchen oder das gesamte Wirtschaftssystem auswirken können. Das bedeutet Blended Mobility, eine Art digitales Reisen. Projektpartner sind unter anderem die University of Cape Coast (UCC, Ghana) und die Hawaiʻi Pacific University (USA).

Im kommenden Jahr möchte Meyer gerne eine dreiwöchige Summer School für bis zu 60 Studierenden der Partnerhochschulen durchführen. Die Teilnehmer würden sich dafür ganz analog an einem Ort persönlich treffen. Ebenfalls in Planung ist die einjährige Gastprofessur für einen Wissenschaftler der UCC ab dem Sommersemester 2021.

Über das DAAD-Programm

Der DAAD hat das Programm „International Virtual Academic Collaboration (IVAC)“ aufgelegt, um den Digitalisierungsschub, den die Corona-Pandemie ausgelöst hat, auch in der internationalen Hochschulzusammenarbeit zu verankern. DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee betont: „In Zeiten einer globalen Pandemie stellen virtueller Austausch und digitale Zusammenarbeit zentrale Brücken zur Welt dar. Mit IVAC unterstützt der DAAD sowohl einzelne Lehrende als auch Hochschulen insgesamt darin, internationale Hochschulkooperationen und weltweite Mobilität virtuell zu gestalten und zu vertiefen. Das große Interesse an der Ausschreibung zeigt: Wir haben hier einen Nerv getroffen.“

Das BMBF schließt sich dem an und ergänzt, der internationale Austausch sei auch während der Pandemie wichtig und müsse deshalb weiter gefördert werden. Die digitalen Möglichkeiten sollen die internationale Hochschulzusammenarbeit bereichern. 5,5 Millionen Euro stellt das BMBF bis Ende 2021 zur Verfügung, 48 Projekte wurden vom DAAD aus einer Vielzahl von Anträgen ausgewählt.

2019 07 22 L4 Werbung Rhein