Hochschule Bonn-Rhein-Sieg erhält 300.000 Euro für digitale Lehre

Die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) erhält aus Landesmitteln eine Zuwendung in Höhe von knapp 300.000 Euro für den Ausbau ihrer Lehr-und Lernlabore. In den Antrag für das Projekt "h-brs digilab.nrw" waren Ideen aus allen Fachbereichen der Hochschule eingeflossen. Iris Groß, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Weiterbildung: "Die H-BRS hat es sich in der vom Präsidium verabschiedeten Digitalisierungsstrategie für die Lehre zum Ziel gesetzt, die Studierenden bestmöglich auf die digitale Welt von morgen vorzubereiten. Die Zuwendung bringt uns bei der Digitalisierung der Lehre einen großen Schritt voran. Wir können damit den Studierenden Zugang zu modernsten digitalen Tools und Methoden ermöglichen."

Im Industrielabor 4.0 beispielsweise lernen die angehenden Ingenieure und Naturwissenschaftler in einem fachbereichs- und standortübergreifenden digitalen Labor anhand von realistischen Beispielen zur Fertigungs- und Funktionssimulation den Umgang mit modernen Werkstoffdatenbanken (Material 4.0), virtueller Sensorik und modernen Methoden zur Speicherung und Analyse großer Datenmengen (Big Data). Weitere Mittel dienen dem Ausbau in den Themenfelder Industrie 4.0, Kommunikations- und Nachrichtentechnik sowie Digitaltechnik. Der Ausbau von Hardware für Echtzeit-Datenauswertung großer Datenmengen ermöglicht den Studierenden den Einstieg in aktuelle digitale Themen wie Cloud Computing, Data Science und Smart Cities.

Darüber hinaus profitiert das E-Learning-Center der Bibliothek durch die Etablierung von sogenannten Digital Workspaces als studentische Lernorte, so dass im Videolab künftig auch Studierende die Geräte nutzen können. Sie können damit Projektdokumentationen als Video anfertigen, Medienproduktionen erstellen oder lernen, mittels "Mobile Reporting" journalistische Online-Formate zu erstellen.

Der didaktisch sinnvolle Einsatz der geförderten Geräte und Software wird durch das Zentrum für Innovation und Entwicklung in der Lehre (ZIEL) der H-BRS unterstützt. Prof. Groß erläutert: "Durch hochschuldidaktische Angebote und interne Arbeitsgruppen bieten wir Möglichkeiten, sich über Erfahrungen in der digitalen Lehre auszutauschen. Gemeinsam erreichen wir mehr als jeder einzelne allein. Und bei kleinen Probleme kann oft eine Kollegin oder ein Kollege helfen, die sich mit der gleichen didaktischen Fragestellung beschäftigen."

Zur Digitalen Hochschule NRW:
Die Digitalisierungsoffensive des Landes mündete unter anderem in eine Kooperation des NRW-Wissenschaftsministeriums mit den 42 Hochschulen in NRW. Dieser Zusammenschluss, genannt Digitale Hochschule NRW, kann Projekte der Mitgliedshochschule zur digitalen Transformation fördern.

Link: https://www.h-brs.de/digitalisierungsstrategie

2019 07 22 L4 Werbung RheinKlick