metpvnet teasercut solartracker justieren pyranometer schirrmeister christoph foto tritschler 0925 001Wettermessungen für die Wissenschaft

Im September vergangenen Jahres führten die Wissenschaftler im Verbundprojekt "MetPVNet" die erste große Messkampagne im Allgäu durch. Am Montag, 24. Juni 2019, beginnt die zweite Messkampagne an denselben Messpunkten, um neue, präzise Computermodelle zu entwickeln, die eine bessere Vorhersage zur Einspeisung von Photovoltaikanlagen in das Stromnetz erlauben.

Wetterdaten zu verschiedenen Jahreszeiten sind für die Genauigkeit immens wichtig. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt mit rund zwei Millionen Euro.

In dem disziplinübergreifenden Forschungsprojekt arbeiten Experten aus der Atmosphärenforschung und den Themenfeldern der Erneuerbaren Energien, der Energiewirtschaft und der Energiesystemtechnik zusammen. Diese Interdisziplinarität mit ihrem je verschiedenen Blick auf Ursachen und Auswirkungen des Wetters im Hinblick auf Erzeugung und Einspeisung von Photovoltaikanlagen macht eine der Besonderheiten von MetPVNet aus, ist Projektleiterin Stefanie Meilinger vom Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) überzeugt und ergänzt: "Zum Gelingen des Projektes tragen auch viele Privatpersonen in Kempten und Umgebung bei, die ihre Grundstücke für die kleineren Messstationen zu Verfügung stellen."

Die Messkampagnen sollen die Basis schaffen, um drei wichtige Prozesse besser zu modellieren: zum einen die natürliche Einstrahlung des Sonnenlichts in Abhängigkeit von der Bewölkungssituation, anderseits die Stromerzeugung je nach den technischen Werten der Photovolatikanlagen sowie drittens die Stromnetzberechnung und -analyse unter Berücksichtigung der Netzstruktur und Anlagenverteilung

 

Die Kooperationspartner
Internationales Zentrum für Nachhaltige Entwicklung (IZNE) der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (Projektleitung), Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung (HerZ) und Meteorologisches Institut München (MIM) der Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Umweltphysik der Universität Heidelberg, das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE sowie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, das Leibniz Institut für Troposphärenforschung (TROPOS), das Deutsche Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) und aus dem Unternehmensverbund Allgäuer Überlandwerk GmbH die egrid applications & consulting GmbH (egrid). Als assoziierter Partner ist die BonnNetz GmbH dabei.

Projektseite: http://metpvnet.de/

Christoph Schirrmeister, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt MetPVNet, justiert einen Pyranometer auf dem Suntracker. Foto: Eva Tritschler

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