H-BRS wirbt Großgerät für die Forschung ein

Der Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg (H-BRS) kann einen weiteren Erfolg bei der Einwerbung von Großgeräten verzeichnen. Das Bundesbildungsministerium (BMBF) bestätigte die Förderung zur Anschaffung eines Feldemissions-Elektronenmikroskops mit Computertomografie-System. Das Gerät wird in der Forschung zur Materialentwicklungen und Sicherheitstechnologie eingesetzt, die Fördersumme beträgt 740.000 Euro.

„Die hochauflösende elektronenmikroskopische Analyseplattform mit integrierter Computertomografie unterstützt nicht nur sehr erfolgreich die laufenden Forschungsarbeiten, sondern stellt vielmehr eine strategische Investition zur Weiterentwicklung mehrerer Forschungsschwerpunkte der H-BRS dar“, so Professor Steffen Witzleben vom Fachbereich Angewandte Naturwissenschaften. Das Gerät werde auf dem Campus Rheinbach in das neu geschaffene Zentrum für Angewandte Forschung (ZAF) integriert. „Zum einen verbessern wir so die Möglichkeiten für gemeinsame Forschungsvorhaben mit regionalen Partnern. Zum anderen ermöglicht die Investition den Ausbau der interdisziplinären Zusammenarbeit der Forschungsinstitute der Hochschule“, so Witzleben weiter. Insbesondere mit dem Fachbereich Informatik sei eine intensivere Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheitsforschung, Industrie 4.0 und kollaborative Robotik geplant.

Das Feldemissionen-Mikroskop ermögliche eine zerstörungsfreie, ortsaufgelöste und spektroskopische 3D-Untersuchung von Substanzen und erweitere so die analytischen Möglichkeiten der Wissenschaftler der H-BRS. „Unser Mikroskop eröffnet neue Wege der Kooperation zwischen den Forschungsinstituten der Hochschule und Unternehmen der Region. Eine Vielzahl von laufenden Projekten wird von den innovativen analytischen Technologien dieses elektronenmikroskopischen Systems profitieren“, sagt Witzleben. Die Investition trage maßgeblich zur strategischen Weiterentwicklung der Forschungsschwerpunkte Materialforschung, Ressourcenschonung, Detektionstechnologien und Sicherheitsforschung der H-BRS bei.

Partner des Projekts sind die Rheinbacher Unternehmen Inmatec Technologies GmbH (Entwicklung von Materialien für Hochleistungskeramiken), WZR ceramic solutions GmbH (Entwicklungen für Lösungen für den 3D-Druck von Keramiken), Deutsche Nanoschicht GmbH (Entwicklung und Fertigung von supraleitenden Materialien) sowie Innovatec Gerätetechnik GmbH (Entwicklung und Fertigung von individualisierbaren Wasseraufbereitungssystemen).